Neue Besitzer des Cannes-Festivals

Das Werbefestival Cannes Lions steht offenbar bald unter neuer Eigentümerschaft. Käufer sind die Londoner Zeitungsgruppe Guardian und die Beteiligungsgesellschaft Apax.

 Das Werbefestival Cannes Lions steht offenbar bald unter neuer Eigentümerschaft: Die Londoner Zeitungsgruppe Guardian und die Beteiligungsgesellschaft Apax wollen zusammen das gesamte B-to-B-Geschäft von Emap Communications übernehmen, zu welchem die Cannes Lions bisher gehörten. Dazu haben Apax und die Guardian-Gruppe das Unternehmen Eden Bidco gegründet. Wie Horizont.de schreibt, sind sich die Käufer und Emap über den Deal einig geworden. Der Kaufpreis für die B-to-B-Sparte von Emap soll bei umgerechnet rund 2,2 Milliarden Franken liegen.

Aus Fotorotar wird FO Print & Media

Das Unternehmen Fotorotar im zürcherischen Egg firmiert seit Anfang Jahr unter dem Namen FO Print & Media. Die neue Aktiengesellschaft umfasst sechs eigenständig geführte Geschäftsbereiche.

 Das Unternehmen Fotorotar im zürcherischen Egg firmiert seit Anfang Jahr unter dem Namen FO Print & Media. Die neue Aktiengesellschaft umfasst sechs eigenständig geführte Geschäftsbereiche. Innerhalb der ursprünglich nur im Druckbereich tätigen Fotorotar habe sich in den letzten Jahren eine Reihe von Dienstleistungen etabliert, die nur indirekt mit der Herstellung von Drucksachen zu tun hätten, heisst es in einem Communiqué. Zu den Geschäftsfeldern gehören beispielsweise Internetservices, die Erstellung sicherheitsrelevanter Wertpapiere, Adressdatenbanken, logistische Services oder Lösungen im Web-to-Printbereich. Aus diesen eher stiefmütterlich beworbenen Leistungen haben sich ernsthafte Umsatzträger entwickelt. Deshalb drängte sich nun eine Strukturanpassung auf. Die Geschäftsbereichsleiter bilden die Geschäftsleitung, deren Vorsitz Jürg Konrad übernimmt. Die beiden Inhaber Otto Brunner und Jürg Konrad sind im Verwaltungsrat.

Direktmarketing-Etat der Swiss in den Händen von Euro RSCG Dialog & Digital

Vor Weihnachten gab die Agentur Jung von Matt/Limmat bekannt, dass ihre Zusammenarbeit mit Swiss per Ende März 2008 endet. Die Airline sucht nun in einem Pitch eine neue Agentur für die klassische Werbung. Unabhängig davon weiterhin für Swiss tätig ist Euro RSCG Dialog & Digital.

 Vor Weihnachten gab die Agentur Jung von Matt/Limmat bekannt, dass ihre Zusammenarbeit mit Swiss per Ende März 2008 endet. Die Airline sucht nun in einem Pitch eine neue Agentur für die klassische Werbung. Unabhängig davon weiterhin für Swiss tätig ist Euro RSCG Dialog & Digital. Sie ist verantwortlich für alle Massnahmen im Bereich Direktmarketing und Below-the-Line der Swiss. «Unsere Dialog-Unit, die Euro RSCG Dialog & Digital, arbeitet bereits seit einigen Monaten im Bereich Dialog für die Swiss», konkretisiert Euro-RSCG-CEO Frank Bodin auf Anfrage der Werbewoche eine Meldung der Handelszeitung. Die Wirtschaftszeitung schreibt, dass Euro RSCG einen Teil des Swiss-Budgets geholt habe. «Euro RSCG Dialog & Digital ist die offizielle Agentur der Airline für den Bereich Direktmarketing und Below-the-Line», präzisiert der Agenturchef. Mit dem Umstand, dass sich die Wege von Jung von Matt/Limmat und Swiss trennen, habe der Etatgewinn «null und nichts» zu tun, wie Bodin betont: «Swiss beschäftigt verschiedene Agenturen für die klassische Werbung und den Bereich Dialogmarketing. Sie trennt diese Felder strikt», erklärt Bodin. «Wir sind schon sehr tüchtig an der Arbeit. Besonders die Euro 08 wird viele spannende Projekte bringen.»

Zu guter Letzt: Ist die Golden Globes-Gala noch zu retten?

Der seit Wochen andauernde Arbeitskampf der Drehbuchautoren in Hollywood spitzt sich weiter zu: Die Autorengewerkschaft WGA kündigte an, sie werde die Verleihung der Golden Globes am 13. Januar bestreiken.

 Der seit Wochen andauernde Arbeitskampf der Drehbuchautoren in Hollywood spitzt sich weiter zu: Die Autorengewerkschaft WGA kündigte an, sie werde die Verleihung der Golden Globes am 13. Januar bestreiken. Die Golden Globe-Gala werde nämlich von der Produktionsfirma Dick Clark Productions organisiert, hiess es zur Begründung. Und gegen diese Firma werde gestreikt, weil auch sie ihre Autoren ausbeute. Man wird dieses Jahr also wohl vergeblich nach über den roten Teppich schreitenden Drehbuchautoren Ausschau halten. Doch den Veranstaltern schwant noch Schlimmeres: Die Gala könnte durch eine Streikpostenkette behindert werden, was viele Stars in einen Konflikt stürzen dürfte. Und siehe: Schauspielerin Glenn Close hat sich bereits solidarisch mit der WGA erklärt – sie würde niemals eine Streikpostenkette durchbrechen.
Bleibt für die Golden Globes – Veranstalter zu hoffen, dass das eine oder andere Sternchen gewillt sein wird, die Streikpostenkette zu überwinden. Tom Hanks und Johnny Depp jedenfalls werden die Kette wohl mit Genuss durchbrechen – ihre aktuellen Projekte werden ebenfalls durch den Autorenstreik blockiert.

Start ins Neue Jahr mit der Dreikönigstagung

Am 8. Januar 2008 findet zum 10. Mal die Dreikönigstagung des Medieninstituts statt. Im WTC Zürich treffen sich gegen 400 Persönlichkeiten aus der Medien- und Kommunikationsbranche zum Start ins neue Jahr.

 
Am 8. Januar 2008 findet zum 10. Mal die Dreikönigstagung des Medieninstituts statt. Im WTC Zürich treffen sich gegen 400 Persönlichkeiten  aus der Medien- und Kommunikationsbranche zum Start ins neue Jahr.  
Zu den diesjährigen Referenten zählen Pietro Supino, VR-Präsident Tamedia, Peter Rothenbühler, Chefredaktor Le Matin, Manuel Dähler, Direktor Mediapulse, Klaus Kappeler, CEO Goldbach Media Group sowie Dominique von Burg, ab 2008 Präsident des Presserats.
 
Es wird dieses Jahr jedoch nicht nur debattiert und präsentiert, sondern auch gefeiert: Das Medieninstitut wird nämlich 20 Jahre alt. Ebenfalls 20 wird der Ehemaligen-Club des Medieninstituts, die Vereinigung der Verlagsfachleute.
Das Programm und weitere Informationen finden sich auf der Website des Medieninstituts.

Remo Leupin wieder an Bord des Beobachters

Remo Leupin wird ab April 2008 Projektleiter und Mitglied der Chefredaktion beim Beobachter. Er übernimmt in dieser Funktion die Verantwortung für die Kompakt-Beilagen und verschiedene neue Projekte im Printbereich.

 Remo Leupin wird ab April 2008 Projektleiter und Mitglied der Chefredaktion beim Beobachter. Er übernimmt in dieser Funktion die Verantwortung für die Kompakt-Beilagen und verschiedene neue Projekte im Printbereich, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.Der 43-Jährige war bereits früher als Textchef beim Beobachter tätig, wechselte dann aber vor vier Jahren zur Basler Zeitung. Dort war er als Mitglied der Chefredaktion massgeblich am Relaunch des Blattes beteiligt. Leupin verfügt über Erfahrung als Journalist, Produktionschef, Textchef sowie Blattmacher und hat sich in letzter Zeit vertieft mit dem Aufbau von Online-Aktivitäten befasst.
Leupin ersetzt beim Beobachter Urs Zanoni, der im Frühjahr 2008 die Geschäftsführung des Ärztenetzes Medix Zürich übernimmt und deshalb aus der Chefredaktion ausscheidet.

Béatrice Merlach wird Kommunikations- und Marketingleiterin bei SR DRS

Ab April 2008 besetzt Schweizer Radio DRS den Leitungsposten seiner Kommunikations- und Marketingabteilung neu. Auf Antrag von Radiodirektor Walter Rüegg wählte der Verwaltungsrat der SRG die 44-jährige Béatrice Merlach.

Ab April 2008 besetzt Schweizer Radio DRS den Leitungsposten seiner Kommunikations- und Marketingabteilung neu. Auf Antrag von Radiodirektor Walter Rüegg wählte der Verwaltungsrat der SRG die 44-jährige Béatrice Merlach. Sie tritt die Nachfolge von Ariane Ehrat an, die auf Anfang Jahr als Chefin zu Engadin-St. Moritz-Tourismus wechselt.Nach einem Wirtschaftsstudium in Zürich begann Merlach ihre Karriere in der Marketingabteilung der Swissair. Weitere berufliche Stationen waren Zurich Financial Services und der Geschäftsführungsposten bei der Spitex Luzern. Zuletzt war sie Director Marketing bei Davos Tourismus.
Als Abteilungsleiterin für Kommunikation und Marketing wird Merlach verantwortlich für die Kommunikation, das Marketing, die Sponsoringpolitik, den Hörerservice und die Corporate Identity von SR DRS sein. Gleichzeitig hält sie Einsitz in die Geschäftsleitung.

TV brachte auch im November den Werbedruck nach oben

Der Werbedruck in den E-Medien stieg im vergangenen November laut Goldbach Electronic Media Index (Gemi) um 7 auf 401 Indexpunkte; damit wurde erstmals die Grenze von 400 Punkten geknackt. Als Wachstumstreiber erwies sich wiederum das Fernsehen.

 Der Werbedruck in den E-Medien stieg im vergangenen November laut Goldbach Electronic Media Index (Gemi) um 7 auf 401 Indexpunkte; damit wurde erstmals die Grenze von 400 Punkten geknackt. Als Wachstumstreiber erwies sich wiederum das Fernsehen: Es legte um 9 Punkte auf 420 zu. Radio fuhr ein Minus von 2 Indexpunkten auf 254 ein, Teletext sank um 7 Indexpunkte auf 133. Internet dagegen durfte sich über eine Zunahme um 3 Indexpunkte auf 251 freuen. Die Nachprüfungen der Datenlieferungen in der Mediengruppe Internet ist mit der Überarbeitung des Jahres 2005 definitiv abgeschlossen, wie Goldbach Media mitteilte. Das Total aller durch Media Focus erfassten Medien wuchs um 1 Indexpunkt auf 195.

Anhörung für TV- und Radiogesuche eröffnet

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat 52 Radio- und 20 Regionalfernseh-Konzessionsgesuche in die Anhörung geschickt. Die Gesuche sind im Volltext auf der Bakom-Website einsehbar. Die Anhörung dauert bis am 20 Februar.

 Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat 52 Radio- und 20 Regionalfernseh-Konzessionsgesuche in die Anhörung geschickt. Die Gesuche sind im Volltext auf der einsehbar. Die Anhörung dauert bis am 20 Februar. Danach werden die eingereichten Stellungnahmen den Bewerberinnen und Bewerbern zum rechtlichen Gehör unterbreitet. Mit ersten Konzessionierungen für die 41 lokal-regionalen Radios und die 13 Regionalfernsehprogramme ist laut BAKOM im Frühsommer 2008 zu rechnen. Die Bewerbungen zielen auf 54 Konzessionen, die das Bundesamt im August ausgeschrieben hatte. Bis zur Frist vom 5. Dezember sind 75 Dossiers eingereicht worden. Drei Bewerbungen sind wieder zurückgezogen worden: Canal 29 und Maxxima, beide aus der Region Genf, haben auf eine Fernseh- respektive Radiokonzession verzichtet, wie eine Bakom-Sprecherin auf Anfrage der SDA sagte. Ausserdem habe das Zürcher Radio Alpenrosen seine Bewerbung zurückgezogen.

Grossbritannien will mit Werbeverbot Übergewicht bekämpfen

Seit dem 1. Januar gilt in Grossbritannien ein verschärftes Werbeverbot für ungesundes Essen. Jugendlichen unter 16 Jahren dürfen nun keine Süssigkeiten, Pommes Frites oder andere Dickmacher schmackhaft gemacht werden.

 Seit dem 1. Januar gilt in Grossbritannien ein verschärftes Werbeverbot für ungesundes Essen. Jugendlichen unter 16 Jahren dürfen nun keine Süssigkeiten, Pommes Frites oder andere Dickmacher schmackhaft gemacht werden. Bisher galt das Verbot nur für Kinder im Alter von bis zu zehn Jahren.Offiziellen Berechnungen zufolge könnten in 25 Jahren mehr als die Hälfte aller Briten wegen schlechter Ernährung an Übergewicht oder akuter Adipositas leiden. Deshalb hat der britische Premierminister im Oktober ein 240 Millionen Franken teures Programm ins Leben gerufen.

Saturn: Vom Geizliebhaber zum Teuerhasser

Der deutsche Elektronikkonzern Saturn, der mit «Geiz ist geil» Werbegeschichte schrieb, präsentiert erstmals wieder einen Claim – allerdings nur einen vorläufigen: Der Slogan «Wir hassen teuer!» ziert die neusten Sujets der aktuellen Kampagne.

Der deutsche Elektronikkonzern Saturn, der mit «Geiz ist geil» Werbegeschichte schrieb, präsentiert erstmals wieder einen Claim – allerdings nur einen vorläufigen: Der Slogan «Wir hassen teuer!» ziert die neusten Sujets der aktuellen Kampagne mit der Schlagzeile «Liebe, Hass, Wahnsinn!». Der Claim wird aber vorerst nur für die laufende Kampagne eingesetzt, wie ein Unternehmensprecher gegenüber Werben & Verkaufen sagte. Ob er als Gesamtslogan – wie einst «Geiz ist geil» – bestehen bleibt, liess der Sprecher offen. Saturn ist seit vergangenem Herbst mit einer Kampagne unter dem Motto
«Wir lieben Technik! Wir hassen teuer!» präsent. Sie stammt aus der Feder von Scholz & Friends Berlin. Ein Claim, wie er in den neusten Sujets zu sehen ist, fehlte auf den Anzeigen und Plakaten vom vergangenen Herbst.

TV-Nutzung geht in Deutschland zurück

Die grossen deutschen Fernsehstationen verlieren an Terrain. Im letzten Jahr verzeichneten alle grossen TV-Sender niedrigere Marktanteile als im Vorjahr.

 Die grossen deutschen Fernsehstationen verlieren an Terrain. Im letzten Jahr verzeichneten alle grossen TV-Sender niedrigere Marktanteile als im Vorjahr. Erstmals seit acht Jahren ist die durchschnittliche Sehdauer der Deutschen 2007 um vier Minuten auf 208 Minuten pro Tag zurückgegangen wie New-Business.de meldet. Die ARD büsste 1,2 Prozent ein und liegt bei 13,4 Prozent. Der Marktanteil des ZDF ging um 0,7 Prozent auf 12,9 zurück. Auch die Ränge drei bis fünf mussten Rückschläge einstecken. RTL liegt neu bei 12.4 Prozent, Sat 1 bei 9,6 Prozent und ProSieben mit einer eher geringen Einbusse von 0,1 Prozent bei 6,5.  Seinen Anteil deutlich steigern konnte einzig der Sender Vox, der sein Ergebnis um 0,9 Prozent auf 5,7 Prozent verbesserte. Daran sind sicher nicht zuletzt junge Programmhöhepunkte wie «Das perfekte Promidinner» oder «Unter Volldampf» schuld.

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