Gleich, teurer, günstiger

Anzeigenpreise Das wichtigste nationale Titelkombi, Metropool, gab endlich seine Tarife 2008 bekannt. Dass sich der Entscheid bis Ende 2007 hineinzog, liegt an zwei wichtigen Änderungen.

Anzeigenpreise Das wichtigste nationale Titelkombi, Metropool, gab endlich seine Tarife 2008 bekannt. Dass sich der Entscheid bis Ende 2007 hineinzog, liegt an zwei wichtigen Änderungen: Zum einen mussten die Grossauflagen des Tages-Anzeigers und der Berner Zeitung (BZ) integriert werden. Zudem galt es, ein sinnvolles Kombi mit der Pendlerzeitung News zu finden.Konkret: Der Metropool behält seine Grundpreise bei, in der Normalauflage von Tagi, BZ und Basler Zeitung (BaZ) kostet eine 1/1-Seite vf 53900 Franken. Wegen der um 3 Prozent gesunkenen Reichweite erhöht sich aber der Tausendleserpreis um 1.44 Franken. Neu wird der Metropool zudem in drei Modulen angeboten. Basisauflage (siehe oben), Basisauflage mit Grossauflage (GA) von BZ und BaZ, Basisauflage mit Tagi-GA und Basisauflage mit den GAs aller drei Titel. Letztere kostet 67949 Franken und kommt auf einen (geschätzten) TKP von 39.19 Franken, womit er sich jenem von Blick und 20 Minuten nähert. Diese kosten 35.61 beziehungsweise 32.46 Franken. (mk)

Euro 08: Schweiz hat mehr Interesse an TV-Werbung als Deutschland

In Deutschland verläuft der Verkauf von TV-Werbezeiten für die Euro 08 bis anhin schleppend. Die offiziellen Partner des Sportanlasses zeigen nur wenig Interesse. Im Austragungsland Schweiz sieht die Lage anscheinend besser aus.

 In Deutschland verläuft der Verkauf von TV-Werbezeiten für die Euro 08 bis anhin schleppend. Die offiziellen Partner des Sportanlasses, die vorab buchen dürfen, zeigen nur wenig Interesse. Beim ZDF haben bisher nur zwei der zehn offiziellen Sponsoren der Euro 2008 von ihrem Erstbuchungsrecht Gebrauch gemacht, wie Pressetext.ch berichtet. Damit bleibt immerhin genug Werberaum für jene Unternehmen, die nicht Partner der Euro 08 sind. Laut ZDF war auch bei der WM im Jahr 2006 der Verkaufsstart zögerlich, schliesslich wurden trotzdem sämtliche Blöcke verkauft. Im Austragungsland Schweiz sieht die Lage anscheinend besser aus: Laut Sprecher Peter Kaufmann laufe die Vermarktung der Publisuisse-Angebote gut. Das crossmediale Sponsoring-Angebot wurde von drei Sponsoren gebucht und ist ausverkauft. Das TV-Werbeangebot wurde am 7. Dezember 2007 publiziert. «Die bisher eingegangenen Buchungen entsprechen unseren Vorstellungen», sagte Kaufmann dazu gegenüber der Werbewoche. Gleiches lasse sich für die Vermarktung der UBS-Arenen sagen.

Dicke Post für die Schweiz

Prävention Gesundheitsförderung Schweiz ruft im Januar zum Abspecken auf. Ziel soll es sein Betroffenheit auszulösen.

 
Prävention Gesundheitsförderung Schweiz ruft im Januar zum Abspecken auf.
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jedes fünfte Kind und jeder dritte Erwachsene ist zu dick. Gesundheitsförderung Schweiz hat deshalb im letzten Jahr zusammen mit der Agentur Jung von Matt/Limmat eine grosse Kampagne gestartet. Diese löste in Fachkreisen zum Teil heftige Diskussionen aus. Inzwischen beweist die wissenschaftliche Begleitung jedoch: Die prophylaktische Kampagne funktioniert sehr gut und hat mit nachweisbarem Erfolg für das landesweit grassierende Problem Übergewicht sensibilisiert und zum Umdenken mobilisiert. Eine repräsentative Umfrage von Gesundheitsförderung Schweiz und der Universität Lugano hat gezeigt: Die Schweizer Bevölkerung weiss mehrheitlich, was es für ein gesundes Körpergewicht braucht, jedoch fühlt sich ein Drittel der Übergewichtigen von der Problematik nicht betroffen.
«Ziel ist im 2008 deshalb, Betroffenheit auszulösen», wie die verantwortlichen CDs Alexander Jaggy und Lukas Frei bei JvM die Fortsetzung des Auftrags formulieren. Bereits während den Festtagen und für den Start in ein gesundes neues Jahr sind ihre neuen Ideen zu sehen gewesen. Jetzt folgen drei Phasen mit weiteren Massnahmen, um vor allem dicke Kinder, aber auch Erwachsene zu einem gesünderen Körpergewicht zu bewegen.
Ein TV-Spot eröffnet die Sensibilisierungskampagne für 2008. Darin spielen Autos die Hauptrolle, mit denen Kinder zur Schule oder zum Einkaufen gefahren werden. Denn immer häufiger verwenden Eltern auch für kurze Strecken den Wagen. Das Resultat: Kinder können sich noch weniger bewegen und werden darum immer dicker. Im Spot geht das soweit, dass die Autos wegen erhöhtem Rückbankgewicht nach hinten kippen und auf der Hinterachse fahren. Der Spot ist stilistisch nicht zufällig der legendären Komödie «Traffic» von Jaques Tati nachempfunden.
Weiter wird das Thema Kinder und Übergewicht auf Plakaten in der ganzen Schweiz thematisiert. Breite Kindersitze in Einkaufswagen und auf Kiddie-Rides symbolisieren, dass Spezialanfertigungen für dicke Kinder bald als Norm drohen könnten. Kinder sollen sich aktiv und nicht passiv bewegen.
Später folgen in der Mobilisierungsphase konkrete Tipps gegen Übergewicht. Eltern von Kleinkindern bis zum Schulalter und werdende Mütter stehen im Fokus. Gefängnisstrampelanzüge, Baggerbesteck, Zuckerschoppen, Spielzeugautos mit Kralle sowie TVs in Keksform mahnen zu sinnvollerer Ernährung sowie mehr Bewegung von Säuglingen und Kindern. Schwangere Frauen werden mit einem Melonenbauch zu ausgewogener Ernährung animiert. Denn je früher man mit gesunder Ernährung und Bewegung ansetzt, desto weniger sind Kinder anfällig für Übergewicht.
Diese Botschaft wird zum Beispiel auch mit einer Aktion «Znünibox» kommuniziert, wo sinnvolle Snacks an Kinder abgegeben werden.
Die Printsujets wurden von Felix Streuli fotografiert. Glarner-Waldvogel baute die Modelle. Die Filme wurden von Cobblestone unter der Regie von Axel Laubscher realisiert, mit einem Sound von Jingle-Jungle.
Andreas Panzeri

Regionale Gratisblätter rappeln sich auf

Gratisanzeiger Die Inflation der Pendlerzeitungen und ihr Abfallproblem verleihen dem Verband Schweizer Gratiszeitungen neuen Schwung.

 
Gratisanzeiger Die Inflation der Pendlerzeitungen und ihr Abfallproblem verleihen dem Verband Schweizer Gratiszeitungen neuen Schwung. 
 
Lange Zeit war es ruhig um den Verband Schweizer Gratiszeitungen (VSGZ). Bis Mitte 2007, als die zehn verbliebenen VSGZ-Mitglieder den seit 2002 vakanten Posten des Präsidenten mit Thomas Akermann (34), Direktor von Anzeiger Luzern und Luzerner Woche, besetzten. Zum Vize wurde Jean-Marc Vellmann, Generaldirektor von GHI und Lausanne Cités, gewählt. Von Anfang an schlugen die beiden eine rassige Gangart an: Ziel sei es, innert eines halben Jahres die auflagenstärksten Titel pro Region für die Mitgliedschaft im VSGZ zu gewinnen, sagte Akermann damals. Das ist nun weitgehend erreicht: Anfangs Dezember präsentierten Akermann und Vellmann acht neue Mitglieder. Mit im VSGZ-Boot sind der Baslerstab, der Berner Bär, der Bündner Anzeiger, das Quartier-Echo (Zürich), der Stadtanzeiger Winterthur und die Zuger Presse sowie in der Westschweiz der Arc Hébdo und der Courrier Neuchâtelois. Allerdings verhehlt Akermann nicht, dass es auf der VSGZ-Karte noch Lücken gibt: So im Aargau, in Solothurn, in St. Gallen, im Tessin und im Wallis. Man sei dort aber im Gespräch, sagt der VSGZ-Präsident.
Doppelstrategie des VSGZDiese Löcher zu schliessen ist für den VSGZ nicht nur aus quantitativen Gründen wichtig, sondern auch, weil er ein Projekt vorantreiben will, das schon lange in den Schubladen liegt: Dabei geht es um sprachregionale Inseratekombinationen oder gar um die Gründung eines nationalen Pools der Gratiszeitungen. Der VSGZ ist diesem Ziel näher denn je. Die 18 Mitglieder haben sich denn auch eine zeitliche Frist gesetzt: Bis in einem Jahr soll das entsprechende Angebot stehen – wenn nur auch alle Mutterverlage mitmachen. «Insbesondere grössere Konzerne haben da noch Vorbehalte – weil es dort zum Teil noch andere Interessen gibt», sagt Akermann und spielt damit auf 20 Minuten, News oder Metropool an.
Neben der Kombithematik betreibt der VSGZ auch wieder verstärkt Gattungsmarketing – mit einer Doppelstrategie: Sich qualitativ abgrenzen und die eigenen Vorteile kommunizieren. So müssen VSGZ-Mitglieder ihre Auflage und Reichweite von der Wemf beglaubigen lassen, ferner sollten sie mindestens 0,75 Leser pro Exemplar aus- und einen redaktionellen Anteil von 20 Prozent des Umfangs oder mehr aufweisen. Damit will sich der VSGZ von reinen Amtsblättern oder PR-Postillen abheben, auch von den Titeln aus dem Wiler Verlagshaus Zehnder. Und gegenüber den Pendlerzeitungen führt der VSGZ primär die Brutto-Hauszustellung und die Haushaltabdeckung ins Feld. «Wir erreichen mehr Leute als die Gratiszeitung .ch. Und dank der Verteilung in die Briefkästen tragen wir praktisch nichts zur Littering-Problematik bei. Vielerorts haben unsere Mitglieder deshalb einen Sympathiebonus», sagt Akermann.
Nichtleser lesen GratiszeitungenEin weiteres Argument im Marketing des VSGZ sind die so genannten Exklusivleser: Gemäss einer Auswertung der Wemf erreichen 14 der 18 VSGZ-Mitglieder insgesamt 603 000 Personen, die keine regionale Abo-Tageszeitung lesen (die Zahlen der übrigen vier VSGZ-Titel liegen noch nicht vor). Die 12 erhobenen Deutschschweizer VSGZ-Titel allein kommen auf 446 000 Exklusivleser. Eine ansehnliche Zahl, erst recht, wenn man die 15 Prozent Fremdsprachigen in der Bevölkerung hinzurechnet, die ebenfalls häufig Gratiszeitungen durchblättern, jedoch von der Wemf nicht befragt werden (können). Die Exklusivleser-Erhebung hat allerdings einen Schönheitsfehler: Sie berücksichtigt einzig die Überschneidungen mit den regionalen Abo-Tageszeitungen, nicht aber jene mit den allgegenwärtigen Pendlerzeitungen.
Markus Knöpfli
 
 
 
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Aufbruch in der WestschweizEin Beispiel für das wiedererwachte Selbstbewusstsein unter den regionalen Gratiszeitungen gibt es in Genf: Dort liess der Titel GHI Ende 2007 eine Leseranalyse machen, die folgende Stärken an den Tag brachte: In seinem Stammgebiet WG 11 ist der GHI mit 187 000 Lesern der absolute Leader, vor Tribune de Genève, Matin Bleu oder 20 minutes. Ebenfalls die Nase vorn hat der GHI in allen Altersklassen, bei den Kaufkräftigen (ab 8000 Franken Haushalteinkommen pro Monat) ebenso wie bei den weniger Kaufkräftigen und auch bei den Entscheidungsträgern. Im Kombi mit Lausanne Cités deckt der GHI zudem 467 000 Haushalte ab, was 52 Prozent aller Westschweizer Haushalte entspricht.
Besonders interessant das Resultat punkto Exklusivleser: Der GHI allein erreicht 89 000 Personen, welche die Tribune de Genève nicht lesen, 125 000 Personen, die den Titel Tout l’immobilier nicht lesen, 115 000 Personen, die den Matin Bleu nicht lesen, sowie 134 000 Personen, die 20 minutes nicht lesen. Punkto Tausendleserpreis ist der GHI zudem günstiger als die anderen Titel der Region (Ausnahme: Tout l’immobilier). (mk)

 
 
 
 

Maxomedia erobert für Immoscout 24 die Westschweiz

Mit einer breit angelegten Crossmedia-Kampagne wirbt Maxomedia derzeit in der gesamten Westschweiz für das Immobilienportal Immoscout 24. Unter dem Motto «Scoutez, trouvez, gagnez» sorgt Scouty, das Maskottchen mit dem blauen Hut, für Aufsehen.

 Mit einer breit angelegten Crossmedia-Kampagne wirbt Maxomedia derzeit in der gesamten Westschweiz für das Immobilienportal Immoscout 24. Unter dem Motto «Scoutez, trouvez, gagnez» sorgt Scouty, das Maskottchen mit dem blauen Hut, für Aufsehen. Der Werbeauftritt ist die Fortsetzung einer Vorkampagne: Im Dezember haben die Westschweizer auf der französischsprachigen Version der Immoscout 24-Website aus zehn Objekten ein neues Traumdomizil für Scouty ausgesucht. Jetzt geht es darum, sein neues Zuhause in der Romandie zu finden. Als Hauptpreis verlost das Portal unter allen Teilnehmenden eine Wohnungsmiete für ein Jahr. Per SMS oder auf der Microsite Scoutez-trouvez.ch kann man am Gewinnspiel teilnehmen, wozu Scouty die Westschweizer über Online-Banner, Rubbelflyer, Outdoor- und Tramplakate sowie einen TV-Spot auffordert. Die Kampagne läuft noch bis Ende Februar. Maxomedia ist für die Konzeption, den Inhalt, das Design und die Umsetzung verantwortlich.

Das Rennen ist offen

Regional-TV Herausforderer bedrohen etablierte Fernsehpioniere oder Medienhäuser in den Kantonen Waadt, Wallis und am Jurabogen.

Regional-TV Herausforderer bedrohen etablierte Fernsehpioniere oder Medienhäuser in den Kantonen Waadt, Wallis und am Jurabogen. 
Überraschung in der Romandie: Sieben Regionalfernsehprojekte bewerben sich um eine Konzession in den vier Verbreitungsgebieten. Wie auch immer der Entscheid der Konzessionsbehörde ausfällt – zumindest im Kanton Wallis dürfte er für böses Blut sorgen. Dort sieht das Bakom eine zweisprachige Konzession vor, die dem beim Publikum gut verankerten Canal 9 wie auf den Leib geschneidert schien. Schon seit 25 Jahren nämlich sendet dieses von einem gemeinnützigen Verein getragene Regionalfernsehen im französischsprachigen Unterwallis. 54 Prozent seiner Einnahmen kommen von den Zuschauern, die bereit sind, einen freiwilligen monatlichen Beitrag für ein Abonnement zu bezahlen. Der Trägerverein setzt sich aus Vertretern der verschiedenen Regionen und der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gruppierungen zusammen. Mit einer solchen Publikumsbindung schien Canal 9 bestens gerüstet für den Aufbau einer zweiten, deutschsprachigen Redaktion im Oberwallis, und Direktorin Aline Nicol freute sich darauf, ein zweisprachiges Regionalfernsehen aufzubauen. Oberwalliser machen mobilDoch sie hatte die Rechnung ohne die deutschsprachigen Oberwalliser gemacht: Radiomacher Christian Stärkle, Verwaltungsratspräsident des Oberwalliser Radio Rottu, machte sich zum Sprecher der Unzufriedenen. Seine Überzeugung: «Die Walliser sind nicht zweisprachig!» Sie seien entweder deutscher oder französischer Kultur, und vor allem: «Sie konsumieren Medien nur in ihrer Muttersprache.»
Und so wurden in den letzten Monaten eine brandneue Tele Oberwallis AG, eine ebenso neue Tele Valais Romand SA aus dem Boden gestampft und zuletzt eine Valais Wallis TV Aktiengesellschaft gegründet. Valais Wallis TV ist als Dachunternehmen und Konzessionsnehmerin gedacht, sie würde die 3,1 Millionen Franken Gebühren an Tele Valais Romand und Tele Oberwallis weiter verteilen. Stärkle sieht zwei verschiedene Programme in zwei Sprachen vor, produziert von vier verschiedenen Fernsehteams: zwei in jedem Kantonsteil und zwei, die im jeweils anderen Kantonsteil als Korrespondenten arbeiten.
Verhärtete Fronten im WallisHinter dem Konzessionsgesuch der Herausforderer steht ein Konsortium der wichtigsten deutsch- und französischsprachigen Medien. Das ist ein harter Schlag für Aline Nicol, die sich weiterhin überzeugt gibt, dass Canal 9 mit seiner 25-jährigen Erfahrung doch noch eine Nase lang Vorsprung habe.
Doch weshalb konnten sich Canal 9 und die Valais Wallis TV nicht zusammenraufen? Die Frage bleibt offen, beide Beteiligten werfen dem anderen mangelnde Gesprächsbereitschaft vor. Jean-Yves Bonvin, Direktor des Nouvelliste und Ansprechpartner von Télé Valais Romand, gibt einen Hinweis: «Die Vereinsstruktur von Canal 9 ist veraltet.» Worauf Nicol scharf zurückgibt: «Bei uns stehen die Zuschauer im Zentrum, nicht die Aktionäre und auch nicht die Dividenden.»
Streit am JurabogenAuch in den Regionen Waadt-Freiburg und Arc Jurassien sind die Herausforderer keine heurigen Hasen. Am Jurabogen macht Radiomann Pierre Steulet dem seit zwanzig Jahren sendenden Canal Alpha die Konzession und damit die 2,6 Millionen Franken Gebührengelder streitig. Die Konkurrenten sprachen zwar miteinander, einigen konnten sie sich allerdings nicht. Worauf sich Steulet mit dem Präsidenten des Neuenburger Fussballclubs Xamax, Sylvio Bernasconi, zusammentat. In der Allianz bringt letzterer die Finanzen, ersterer das Know-how und das Informationsnetz seiner drei Lokalradios mit.
Im Konzessionsgesuch für das Projekt Arc TV argumentiert Steulet unter anderem damit, dass sein Sender von grossen Mediengruppen unabhängig sein werde. Der Seitenhieb richtet sich gegen Canal Alpha und dessen Zusammenarbeit mit der Société Neuchâteloise de Presse (SNP). Die SNP und Canal Alpha planen eine gemeinsame Multimedia-Plattform für Regionalinformationen. Unter den hauptsächlichen Trägern des Fernsehkonzessionsgesuchs findet man auch Fabien Wolfrath, den Ex-Besitzer und heutigen Direktor der SNP, der bei Canal Alpha einen Aktienanteil von 5,5 Prozent hält. Canal Alpha will zwar nach Aussagen von Mitbesitzer und Direktor Joël Pelet unabhängig bleiben, es sei keine Kapital-Annäherung geplant. Doch der französische Medienzar und heutige SNP-Besitzer Philippe Hersant ist bekannt dafür, keinen abzuweisen, dem er irgendwann hilfreich unter die Arme greifen kann.
Kampf um den GebührentopfAuch im Kanton Waadt ist die Ausgangslage mit zwei konkurrierenden Konzessionsgesuchen kompliziert geworden. Hier war das Projekt Vaud-Fribourg TV so gut wie gesetzt, nachdem sich die grossen Partner in beiden Kantonen endlich hinter ein Konzessionsgesuch scharen konnten. Edipresse selbst gehört zwar zu den Hauptträgern des Gesuchs, schätzt aber, dass das Fernsehen trotz des substanziellen Gebührenanteils von 3,2 Millionen Franken einen grossen Aufwand betreiben muss, um angesichts des kulturell uneinheitlichen Sendegebiets wirtschaftlich rentabel zu werden.
Es ist deshalb eine Überraschung, dass sich auch die Radiogruppe Rouge FM ins Rennen geworfen hat. «Wir wussten zwar, dass es Interessenten gibt, haben aber nicht so klar gesehen, wer einsteigen würde», sagt Philippe Sordet von Edipresse, der auch als Sekretär der Pilotgruppe amtet. Rouge FM gehört dem französischen Unternehmer Hugues de Montfalcon. Seine Aussagen gegen den verhassten «Protektionismus» und die «Subventionen in der Schweizer Medienlandschaft» sind bekannt. Nun möchte Montfalcon, dessen Ambitionen offensichtlich ebenso gross sind wie sein Bankkonto, die schwierige Waadt-Freiburg-Konzession erringen – und damit selbst in den Gebührentopf greifen. Im Konzessionsgesuch spielt die Rouge-FM-Gruppe den Trumpf aus, sie sei vollständig privat und «frei von politischen Zwängen und Abhängigkeiten» – ein Seitenhieb gegen das Konkurrenzprojekt, bei dem die öffentliche Hand mit 32 Prozent der Aktien mitmischen kann.
Helen Brügger
Die KonkurrentenWallis:
Canal 9 ist das historische, von einem Verein getragene Regionalfernsehen im französischsprachigen Unterwallis. Es bewirbt sich um die vom Bakom ausgeschriebene zweisprachige Walliser Konzession, wird aber konkurrenziert von der brandneuen Valais Wallis TV AG, einem Medienkonglomerat aus den wichtigsten, auch französischsprachigen Walliser Medien. Waadt-Freiburg:
Seit Jahren bemüht sich der Verlag Edipresse im Hinblick auf ein Waadtländer Regionalfernsehen um den Zusammenschluss mehrerer von Gemeinden getragenen Lokalstationen. Nachdem das Bakom das Sendegebiet auf den französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg ausgedehnt hat, holte Edipresse den Verleger der Freiburger Regionalzeitung La Liberté und Radio Fribourg an Bord. Ihr Projekt Vaud-Fribourg TV wird konkurrenziert von der Radiogruppe Rouge FM, die dem französischen, in Lausanne residierenden Unternehmer Hugues de Montfalcon gehört.Jurabogen:
Im Kanton Neuenburg sendet seit 20 Jahren der Regionalsender Canal Alpha, der im Multimediabereich eine Zusammenarbeit mit der Société Neuchâteloise de Presse SNP (L’Express, L’Impartial) anstrebt. Die SNP gehört dem französischen, in Genf residierenden Medienmagnaten Philippe Hersant. Das zweite Konzessionsgesuch für die Region kommt aus der Küche von Radiomann Pierre Steulet und damit aus dem Kanton Jura. Steulet betreibt drei erfolgreiche Radiostationen (RJB, RFJ, RTN) und hat seit Jahren ein Regionalfernsehprojekt in der Schublade. (hb)

Presseratspräsident für Beitritt von Verlegern und SRG

Dominique von Burg, der neue Präsident des Schweizer Presserates, unterstützt die Aufnahme der Verleger und der SRG in das Aufsichtsorgan. Die Verhandlungen, um dieses Ziel zu erreichen, brauchten Zeit, sagte von Burg am Dienstag an der Dreikönigstagung in Zürich.

 Dominique von Burg, der neue Präsident des Schweizer Presserates, unterstützt die Aufnahme der Verleger und der SRG in das Aufsichtsorgan. Die Verhandlungen, um dieses Ziel zu erreichen, brauchten Zeit, sagte von Burg am Dienstag an der Dreikönigstagung in Zürich. Der «Reifungsprozess in den Journalistenverbänden» sei noch nicht ganz abgeschlossen. Die Verbände hatten den Entscheid im November auf das nächste Frühjahr verschoben (siehe Der GAV als Faustpfand
). In der Medienbranche hätten Arbeitgeber und Arbeitnehmer das gleiche Interesse an der Medienethik, zeigte sich von Burg überzeugt. Beiden Seiten gehe es um glaubwürdige Informationen. Der Presserat, der über die Einhaltung der Berufsethik wacht, trage wesentlich zur Glaubwürdigkeit der Medien bei. Breiter abgestützt könne der Presserat nur stärker werden, sagte von Burg. Bereits sein Vorgänger Peter Studer hatte diese Meinung vertreten.
Von Burg verhehlte nicht, dass ein Beitritt der Verleger und der SRG dem Presserat zusätzliche Mittel bescheren würde. Diese Mittel könnten für eine effizientere Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Besonders wichtig scheine ihm, dass die jungen Nachwuchskräfte rasch mit der Berufsethik vertraut würden.

Verleger: Kannibalisierung ist out

Das Klagen über die Kannibalisierung ist out, so ein verlegerischer Imperativ an der traditionellen Dreikönigstagung der Verleger in Zürich. Daneben ergab das Neujahrstreffen nicht viel Neues, trotz der spannenden Vorzeichen in der von Kriegsrhetorik geprägten Branche.

 Das Klagen über die Kannibalisierung ist out, so ein verlegerischer Imperativ an der traditionellen Dreikönigstagung der Verleger in Zürich. Die Debatte innerhalb der Medienbranche ist gegenwärtig ganz von Kriegsthematik geprägt. Neue Gratiszeitungen schiessen ins Kraut, der Sonntagsmarkt dehnt sich aus und die Verlagshäuser rüsten im Internet auf. Eigentlich hoch spannende Vorzeichen für einen Anlass, von dem man gewöhnlich die eine oder andere Schlagzeile erwarten darf. Doch heuer enttäuschte bereits der stets für einen schrägen Ton garantierende Verlegerpräsident mit einer Rede, die so Manches im Dunkeln liess.
Gratispresse: Eine vorübergehende Seuche Hanspeter Lebrument wunderte sich zunächst darüber, warum der BZ-Preis für Lokaljournalismus in der Deutschschweiz keinen Gewinner fand, notabene in einer Presselandschaft, die von Lokaljournalismus dominiert werde. Mit der polemischen Frage, ob Suchmaschinen und Gratispresse den Bezahlzeitungen den Rang streitig gemacht hätten, schwenkte Lebrument zur Pendlerpresse, die das Publikum zwar eine S-Bahn Länge auf Lesestoff hungrig mache. Doch die Gratispresse trage heute den Charakter einer Seuche und: «Die gehen irgendwann wieder vorbei», meinte Lebrument. Doch die abonnierte Presse merke wohl, dass die Gratisleser von heute kaum die Abonnenten von morgen sein werden.
Lebruments zweite Geschichte hinterliess bei den Anwesenden wohl mehrheitlich Fragezeichen. Der Bündner Verleger versuchte darzulegen, wie eine Allianz zwischen dem Vorarlberger Verleger Eugen A. Russ (Aktionär beim Gratisblatt .ch) und Alt-Radiopirat Roger Schawinski (Gesuchsteller für eine Radiokonzession in Graubünden und Glarus) sich gegen Lebruments eigenes Radio Grischa verschworen habe.
Weder Totengräber noch Patentrezept In der Folge auch nichts Neues von Pietro Supino, dem Verwaltungsratspräsidenten von Tamedia, was nicht sein CEO Martin Kall bereits bei früheren Gelegenheiten (zum Beispiel in der Werbewoche) erläutert hätte. Der Nachfolger von Hans Heinrich Coninx hielt vor den Verlegern als Präsidiumsmitglied des Verlegerverbandes seine erste Rede.
Zur Befindlichkeit der Branche meinte Supino, dass Umfang und Komplexität zunähmen, was die Bezahlzeitungen vor grosse Herausforderungen stellten. Neue Wege seien gefragt, wie zum Beispiel die partnerschaftliche Kooperation zwischen Tamedia und den Basler Medien mit dem Gratisblatt News und dem geplanten Online-Netzwerk. Grundsätzlich würden Pendlerzeitungen von der Branche überbewertet, seien sie doch weltweit wenig profitabel. «Sie sind weder die Totengräber der Bezahlzeitungen noch ein Patentrezept», meinte Supino.
Verändert hätten sich auch die Kommunikationsräume der Medien. Was bewirke, dass die Deutschschweiz zu einem dynamischen Wirtschaftsraum mit verschiedenen Zentren zusammenwachse. Heute habe niemand mehr Anspruch auf einen eigenen Raum, sagte Supino und spielte damit natürlich auf die jüngste Expansion von Tamedias Gratistitel News ins Mittelland an. Supino brach auch eine Lanze für die unabhängige Rechercheleistung als Rezept gegen staatliche und privatwirtschaftliche Kommunikation, welche die unabhängigen Medien mit pfannenfertigen Mitteilungen mehr und mehr bedrohten. Nur so könnten sich die Medien unterscheiden und lasse sich die Medienlandschaft kultivieren.
Code of Conduct vor der Umsetzung Den Code of Conduct, den Verhaltenskodex zur inhaltlichen Trennung von Redaktion und Verlag, haben mittlerweilen 147 Titel unterzeichnet und sich damit verpflichtet, die Bestimmungen einzuhalten. Jetzt steht die konkrete Umsetzung bevor. Ralph Büchi, CEO Axel Springer Schweiz, sprach sich gegen langatmige Ausführungsbestimmungen aus, damit das Werk nicht zum Papiertiger verkomme. Für Res Strehle, unter anderem Präsident der Chefredaktorenkonferenz und massgeblicher Initiant des Papiers, wäre der Presserat die geeignete instanz, die Einhaltung der Charta zu kontrollieren.
Einfach einen guten Job machen Die nachfolgende Runde mit Exponentinnen und Exponenten aus der Lokalpresse reihte die bekannten Klischees rund ums Zeitungsmachen aneinander, was kaum konkrete Einsichten darüber brachte, wie die lokalen Häuser auf die aktuellen Herausforderungen und Bedrohungen durch elektronische Medien und die Schachzüge der grossen Verlagshäuser zu reagieren hätten. Im Wesentlichen beschränkte sich das Überlebens-Rezept auf das Votum von Fritz Lötscher, Herausgeber des zweimal wöchentlich erscheinenden Entlebucher Anzeigers, wonach man als Lokaler einfach gute Arbeit leisten müsse.
Die Bedrohung durch einen grossen Verlag (Tamedia) erlebt etwa die Chefredaktorin des Unterländers Christine Fivian als Bereicherung – «Wettbewerb belebt» – und Kathrin Spross, Verlegerin in dritter Generation des Anzeigers der Stadt Kloten, betonte, dass auch ein kleines «Käseblatt» kritisch über grosse Themen (Flughafen) schreiben müsse. Guido Blumer, umtriebiger Winterthurer Stadtblatt-Verleger schliesslich brach eine Lanze für die Zeitung schlechthin, die mit ihrem konzentrierten Angebot dem elektronischen Medium stets überlegen sei («eine Zeitung kann ich unter den Arm nehmen»).
Verleger achten Marken zu wenig Der Chefredaktor von Le Matin, Peter Rothenbühler gab dann ein Beispiel dafür, was ein Referat auch noch sein kann: Nämlich beste und autentische Unterhaltung. Abgesehen von wiederholten Werbespots für seine Blätter Le Matin und Le Matin bleu («Ich habe zwar keine Zahlen bei mir, aber wir liegen in der Romandie weit vorne») meinte er, dass die Gratispresse (Matin bleu und 20 minutes) weit weniger an der Bezahlzeitung Le Matin fresse, als man ursprünglich erwartet habe. Die Wahl desselben Namens für den Bezahl- wie auch für den Gratistitel habe sich im Fall Le Matin bestens bewährt und die Marke gestärkt. Grundsätzlich wagten die Verleger mit ihren Marken zuwenig. Den Erfolg sieht Rothenbühler in der Tatsache, dass Le Matin mit den Innovationen (z. B. Tabloidformat) als first Mover in der Romandie auftrat. Trotz den beschworenen Erfolgen muss auch Rotenbühler abspecken. Er glaubt, mit weniger Journalisten sei dennoch besserer Journalismus machbar.
René Worni

Euro RSCG Zürich: Rote Silben für das neue Du

Im Februar erscheint das Kulturmagazin Du nach einem Relaunch neu. Euro RSCG demonstriert dafür, dass Kultur alles durchdringt.

Im Februar erscheint das Kulturmagazin Du nach einem Relaunch neu. Es wird nun vom Persönlich Verlag herausgegeben und geht mit einem komplett erneuerten Redaktionskonzept an den Start: Jede Ausgabe gibt einem Künstler eine Carte Blanche. Nach einem Facelifting zeigt sich Du in frischem Look, mit dem klassischen Logo als Referenz an die lange Tradition des Magazins. In der Ankündigungsanzeige dramatisiert die Werbeagentur Euro RSCG Zürich allerdings nicht das Redaktionskonzept oder den Inhalt. Sie demonstriere vielmehr, dass das neue Du (und Kultur schlechthin) ein allgegenwärtiger Teil der Gesellschaft sei und dass das Kulturmagazin jetzt wieder mitten in der Medienlandschaft stehe, heisst es in einer Mitteilung. Getreu dem Motto «The Medium is the Message» wurde jede einzelne «du»-Silbe in der aktuellen Persönlich-Ausgabe knallrot eingefärbt. Die Auflösung folgt auf der letzten Seite mit der Schlagzeile
«Kultur durchdringt alles».  Verantwortlich bei Du:
Oliver Prange (Verleger), Walter Keller (Chefredaktor). Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Charles Blunier (AD), Alexander Fürer (Text).

Schweizer Presse übergibt Publikumspreis für «Das kann nur ein Inserat»

Der Verband Schweizer Presse hat an seiner Dreikönigstagung den Publikumspreis der Kampagne 2007 «Das kann nur ein Inserat» vergeben. Gewonnen haben Martin Arnold und Beni Haslimeier mit «Falzanleitung». Zweite wurde Isabelle Hauser mit dem Sujet «Inseratefrei».

 
Der Verband Schweizer Presse hat an seiner Dreikönigstagung am Mittwoch den Publikumspreis der Kampagne 2007 «Das kann nur ein Inserat» vergeben. Gewonnen haben mit 4082 Stimmen Martin Arnold und Beni Haslimeier mit «Falzanleitung» (Bild links). Zweite wurde Isabelle Hauser mit 3095 Stimmen mit dem Sujet «Inseratefrei». Die Verleihung des Publikumspreises bildet den Abschluss der Kampagne «Das kann nur ein Inserat» des Jahres 2007.Das Publikum konnte zwischen insgesamt zehn Sujets wählen, welche zwischen Frühling und Herbst 2007 in über 120 Zeitungen und Zeitschriften der deutschen und welschen Schweiz gezeigt wurden. Ausgewählt wurden die zehn Sujets von der ADC-Jury aus insgesamt 86 Einsendungen von Jungkreativen. Jedes der zehn Sujets wurde mit 5000 Franken prämiert. In der Jury sassen Andreas Prokesch (Texter und Texttrainer, Jurypräsident), David Allemann (Vitra), Petra Bottignole (Euro RSCG Zürich), Beat Mühlemann (Migros Genossenschaftsbund), Uwe Schlupp (Krieg, Schlupp, Bürge/Springer + Jacoby), Urs Schrepfer (damals Advico Young & Rubicam).
Die Wahl der Jury punkto beste Teams fiel wie bei der Publikumswahl auch auf Martin Arnold, Beni Haslimeier und Isabelle Hauser. Allerdings kürte sie zwei andere Siegersujets (Gutschein Glacé und Formel E=mc2). Sie schickte die beiden Teams zum BestYET nach Paris, eine Art europäische Fortsetzung von «Das kann nur ein Inserat». Dort sorgte Isabelle Hauser zusammen mit Iris Alder für Aufsehen mit einem weiteren Sujet und landete unter den 36 internationalen Kreativteams aus  neun Ländern auf Platz 3.
Die Wahl des Publikums 2007:

1. Martin Arnold, Beni Haslimeier: Falzanleitung (Kinder). 4082 Stimmen
2. Isabelle Hauser: Inseratefrei. 3095 Stimmen
3. Martin Arnold, Beni Haslimeier: Gutschein (Glacé). 2630 Stimmen
4. Isabelle Hauser: Formel E=mc2. 1835 Stimmen
5. Jeff Gerber, Barbara Müller: Herausgerissene Seite. 1501 Stimmen
6. Leila Kerner, Pablo Sciuscio: Wahre Grösse    . 1273 Stimmen
7. Martin Arnold, Beni Haslimeier: Coupon (HB Zürich). 1272 Stimmen
8. Daniel Bischof, Daniel Hug: Briefkasten. 1079 Stimmen
9. Martin Arnold, Beni Haslimeier: Mitten in den News (TV). 806 Stimmen
10. Rahel Krabichler, Simon Matz: Kühlschrank (Bier). 803 Stimmen
2008 wird die Kampagne «Das kann nur ein Inserat» des Verbands Schweizer Presse bereits zum sechsten Mal stattfinden. Wie 2007 haben junge Kreativduos die Chance, ein Sujet einzureichen. Die zwölf besten Arbeiten werden ab April 2008 wiederum breit publiziert. In einem zweiten Schritt winkt dann den Besten die Teilnahme am internationalen Kreativ-Wettbewerb BestYET 2008 (best Young European Team), dann aber in Stockholm.

Tamedia-Gründerfamilie setzt auf Kontinuität

Die Gründerfamilie der heutigen Tamedia hat ihren im Jahr 2000 abgeschlossenen Aktionärsbindungsvertrag bis 2017 verlängert. Daneben will sie den Anteil frei handelbarer Aktien des Konzerns erhöhen und damit für mehr Liquidität sorgen.

 Die Gründerfamilie der heutigen Tamedia hat ihren im Jahr 2000 abgeschlossenen Aktionärsbindungsvertrag bis 2017 verlängert. Die Vertreter der vierten und fünften Familiengeneration, die zur Zeit rund 72 Prozent der Unternehmensanteile halten, verpflichten sich damit zur gemeinsamen Ausübung ihrer Stimmrechte bei der Wahl des Verwaltungsrates und bei der Abstimmung über wesentliche Geschäfte. Mit der Verlängerung des Aktionärsbindungsvertrages gebe die Gründerfamilie ihrer Verbundenheit mit Tamedia Ausdruck und sichere durch ein stabiles Aktionariat die langfristige Unabhängigkeit des Schweizer Medienunternehmens, teilte Tamedia mit. Gleichzeitig haben die 21 beteiligten Mitglieder der Gründerfamilie ihre Absicht bekräftigt, den Anteil frei handelbarer Aktien von Tamedia in den nächsten Jahren auf rund 33 Prozent zu erhöhen. Dazu sollen rund 500’000 bestehende Namenaktien für weitere Transaktionen zur Verfügung gestellt oder am Markt platziert werden. Die angestrebte Erhöhung sei ein Bekenntnis zum Kapitalmarkt und führe zu einem Anstieg der Liquidität der Aktie von Tamedia im Börsenhandel, schreibt der Konzern weiter.

Nidwaldner Online-Zeitung baut aus

Onlinequer.ch will künftig im Zwei-Wochen-Takt eine 20-seitige elektronische Zeitung mit Informationen aus Nidwalden herausgegeben. Damit wollen die Macherinnen und Macher eine zweite Zeitungsstimme neben dem Monopolblatt Neue Nidwaldner Zeitung etablieren.

 
Die Nidwaldner Online-Zeitung Onlinequer will künftig im Zwei-Wochen-Takt eine maximal 20-seitige elektronische Zeitung mit Informationen aus Nidwalden herausgegeben. Am Dienstag ist die erste Nummer in der neuen Form als PDF erschienen. Bisher kam Onlinequer.ch mit knappsten Mitteln und einem minimalen Team aus. Neu wird die Zeitung von einem vierköpfigen Redaktionsteam und weiteren Medienschaffenden produziert. In der Projektphase werde die ausgebaute Online-Zeitung unter anderem von externen Sponsoren finanziell unterstützt, heisst es in der Medienmitteilung. Das Ziel sei es, in einigen Monaten so viele Abos verkauft zu haben, dass die Arbeit selbst finanziert werden kann. Ein Jahresabonnement kostet 75 Franken. Der Grund für die neue Zeitung ist ein medienpolitischer: Für die Macher und Macherinnen von Onlinequer sei eine zweite Zeitungsstimme neben der Neuen Nidwaldner Zeitung wichtig, heisst es in der Mitteilung weiter. Man wolle in Sachen Information eine Alternative bieten, mit unabhängigen, gut recherchierten und eigenständigen Beiträgen.
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