Radio 1 mit Orgler und Ristic im Äther

Roger Schawinskis Sender Radio 1 holt mit Birgit Orgler und Irena Ristic zwei weitere Frauenstimmen ins Boot. Orgler wechselt von Radio Argovia zum neuen Sender, Ristic von der Abendzeitung Heute.

Roger Schawinskis Sender Radio 1 holt mit Birgit Orgler und Irena Ristic zwei weitere Frauenstimmen ins Boot. Die 39-jährige Orgler war zuletzt bei Radio Argovia als Nachrichtenchefin im Einsatz; die 31-jährige Ristic arbeitet zurzeit bei der Pendlerzeitung Heute und war als freie Journalistin unter anderem für die NZZ tätig. Mit den beiden ist das Redaktionsteam demnächst komplett, wie der Sender mitteilte. Radio 1 startet am 14. Januar mit einem Testprogramm. Der offizielle Sendestart ist am 17. März.

Verleger: Gratisblätter sind keine Totengräber

Die Schweizer Verleger zeigten sich an der Dreikönigstagung allen Unkenrufen zum Trotz davon überzeugt, dass die gekaufte Tageszeitung eine Zukunft hat. Die Gratiszeitungen haben in ihren Augen neue Märkte erschlossen.

 Die Schweizer Verleger zeigen sich allen Unkenrufen zum Trotz davon überzeugt, dass die gekaufte Tageszeitung eine Zukunft hat. Die Gratiszeitungen haben in ihren Augen neue Märkte erschlossen. «Die Pendlerzeitungen sind nicht die Totengräber der bezahlten Tagespresse. Ebensowenig sind sie das Patentrezept für die Zukunft», sagte Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident des Verlagshauses Tamedia, anlässlich der Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Presse
am Dienstagin Zürich. Für den Erfolg seien wie bei den traditionellen Zeitungen die handwerkliche Qualität und ein klares publizistisches Konzept ausschlaggebend. Eine Kannibalisierung von bezahlten Zeitungen und Gratisblättern sehe er nicht, sagte Supino, dessen Verlagshaus mittlerweile zwei Gratisblätter herausgibt.
Peter Rothenbühler, Chefredaktor der Westschweizer Zeitung Le Matin, stiess ins gleiche Horn: Er erteilte jenen eine Absage, die der gekauften Tageszeitung den langsamen Tod voraussagen. «Was sind wir für eine Branche? Ich kann das ewige Klagen und die defensive Haltung nicht mehr ertragen», rief Rothenbühler in den Saal. Die Zeitungen seien immer noch die Nummer eins im Pressemarkt, und sie seien rentabel.
Natürlich gebe es zwischen Bezahlzeitungen und der Gratispresse eine gewisse Kannibalisierung, wie das Beispiel von Le Matin und Matin bleu zeige, meinte Rothenbühler. Aber sie sei sehr viel geringer, als viele beim Start des Gratisblattes erwartet hätten.

Schweizer Sportfernsehen und Star TV wollen Sport entstauben

Das Schweizer Sportfernsehen (SSF), das neu mit Star TV kooperiert, wird künftig montags und mittwochs mit Prime-Time-Sportsendungen auf dem Lifestyle-Sender präsent sein. Zum eigentlichen Flaggschiff sollen Live-Übertragung der Challenge League im Fussball werden.

 Das Schweizer Sportfernsehen (SSF), das neu mit Star TV kooperiert, wird künftig montags und mittwochs mit Prime-Time-Sportsendungen auf dem Lifestyle-Sender präsent sein. Auch am Wochenende steht Sport auf dem Programm. Zum eigentlichen Flaggschiff des Sportfernsehens sollen Live-Übertragung der Challenge League, der zweithöchsten Schweizer Fussball-Liga, werden. Die Fussball-Übertragungen sind ab Mitte Februar vorgesehen, wie Pascal Jenny, Geschäftsführer der hinter dem SSF stehenden Firma United Sport Production USP TV, am Dienstag vor den Medien in Schlieren sagte.
Anfang März startet ausserdem ein digitaler Kanal. Auf diesem sollen unter anderem Wiederholungen aus dem analogen Angebot sowie zusätzliche, zuvor aufgezeichnete Live-Sport-Angebote gezeigt werden. Ebenfalls in Planung ist ein Internet-TV-Kanal.
Gegenwärtig produziert das SSF verschiedene Sportveranstaltungen, darunter Bobrennen, Handball- und Beachvolleyspiele. Bis jetzt werden die SSF-Inhalte auf dem Sender U1 ausgestrahlt. Weil diesem die Verbannung aus dem analogen Angebot droht, ist SSF ab dem 11. Januar auf Star TV zu sehen (siehe
). Star TV hat einen von Cablecom garantierten Platz im Analog-Programm inne. Das Sportfernsehen will weiterhin auf Breiten- und Randsportarten setzen, wie bereits bei der Lancierung im vergangenen Jahr angekündigt. Mit Star TV habe man einen Partner gefunden, der über den eigentlichen Sportanlass hinaus einen Mehrwert erbringen könne, sagte Jenny weiter. Paul Grau, der Geschäftsführer von Star TV, sieht in der Kooperation eine Möglichkeit, sich im Sportbereich zu professionalisieren.
Bisher habe man Sport vor allem mit Lifestyle verbunden, etwa im wöchentlich ausgestrahlten Format «Freestyle». Neu komme jetzt die Live-Berichterstattung hinzu. Grau möchte dank der Ausrichtung von Star TV auf Lifestyle-Themen dem Sport «Gesichter und Glanz» verleihen und ihn entstaubt darstellen, namentlich durch Talks und Hintergrundberichte.

Peter Eberhard gründet eigene Agentur

Nach langjähriger Tätigkeit als Senior Consultant und Mitglied der Geschäftsleitung bei Burson-Marsteller hat sich Peter Eberhard selbständig gemacht und die Agentur PEPR Peter Eberhard Public Relations gegründet.

 Nach langjähriger Tätigkeit als Senior Consultant und Mitglied der Geschäftsleitung bei Burson-Marsteller hat sich Peter Eberhard selbständig gemacht. Der 58-Jährige will mit der Agentur PEPR Peter Eberhard Public Relations auf die persönliche und nachhaltige Beratung von Kunden setzen, die nach pragmatischen Kommunikationslösungen mit einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis verlangen. Das Kernangebot von PEPR umfasst Corporate Communications, Crisis Communications, Finanzmarktkommunikation (Regel- und ad hoc- Publizität, Transaktionsbegleitung), Editorial/Text sowie Kommunikations-Coaching für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Für Teilaufgaben greift er auf Partner zurück, teilte Eberhard am Dienstag mit. Vor seiner Agenturtätigkeit hatte der Neuunternehmer mehrere Jahre die Presse- und Informationsstelle von Swissmem, dem Dachverband der Maschinenindustrie, geleitet.

In Flagranti: Tanja Mülhauser löst Zürich-Lyss einfach

Seit Anfang Jahr verstärkt Tanja Mülhauser die Beratung von In Flagranti. Sie wechselt vom Schweizer Branchenprimus zu der Lysser Agentur.

Seit Anfang Jahr verstärkt Tanja Mülhauser die Beratung von In Flagranti. Sie wechselt vom Schweizer Branchenprimus zu der Lysser Agentur. Bei Publicis absolvierte sie zuerst ein einjähriges Praktikum und arbeitete anschliessend als Planerin Marketingkommunikation. Bei In Flagranti wird sie vor allem für Postfinance und die DC Bank tätig sein.

Einwohner aus Rapperswil-Jona wollen TeleZüri

Zwei Einwohner aus Rapperswil-Jona rufen auf ihrer Webseite Wir-wollen-telezueri.ch die Leute der Umgebung dazu auf, sich für den weiteren Empfang von TeleZüri einzusetzen. Aufgrund der Empfangsgebiet-Neuordnung durch das Bakom werden Teile der Kantone St. Gallen, Glarus und Schwyz den Zürcher Sender nicht mehr empfangen können.

 
Zwei Einwohner aus Rapperswil-Jona rufen auf ihrer Webseite die Leute der Umgebung dazu auf, sich für den weiteren Empfang von TeleZüri einzusetzen. Auf Wir-wollen-telezueri.ch wehren sie sich gegen die neue Gebietssaufteilung des Bakom, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Durch die neue Aufteilung wird ihr Gebiet nicht mehr zum Regionalfernseh-Empfangsgebiet Region Zürich-Nordostschweiz gehören und wird somit TeleZüri nicht mehr empfangen können. Die neue Regelung soll ab Frühjahr 2008 gelten und betrifft neben der Linthregion auch die Kantone Schwyz und Glarus, welche ab dann der Ost- beziehungsweise Innerschweiz zugeordnet werden sollen. Die beiden Initianten wollen mit ihrer Aktion den Bundesrat dazu bewegen, die Gebietseinteilung neu zu überdenken, weil ihre Region stark auf Zürich ausgerichtet sei. Bereits im Herbst haben sich der Rapperswiler Stadtpräsident und ein St. Galler Kantonsrat gegen diese Zuordnung gewehrt, bis jetzt ohne Erfolg. Allerdings ist noch nicht entschieden, ob TeleZüri die Konzession überhaupt erhalten wird. Immerhin hat sich für das Konzessionsgebiet Zürich-Nordostschweiz neben dem Platzhirsch aus dem Hause Tamedia auch der Winterthurer Tele Top beworben (siehe
). Auch wenn dessen Chancen als vergleichsweise klein gelten, definitiv wissen wird man’s erst bei der Konzessionsvergabe im Frühsommer 2008.

Thomas Benkö wird Leiter Newsdesk bei Heute

Der bisherige Redaktor für das Ressort «Digital» bei der Abendzeitung Heute, Thomas Benkö, steigt zum Leiter Newsdesk auf. Er wird den Posten antreten, sobald seine Nachfolge für die Digital-Seite geregelt ist, wie er der Werbewoche sagte.

 Der bisherige Redaktor für das Ressort «Digital» bei der Abendzeitung Heute, Thomas Benkö, steigt zum Leiter Newsdesk auf. Er wird den Posten antreten, sobald seine Nachfolge für die Digital-Seite geregelt ist, wie er der Werbewoche sagte. Die Funktion des Leiters Newsdesk ist eine neu geschaffene: «Nach dem Start von Heute hat sich erst im Lauf der Zeit herauskristallisiert, welche Positionen nötig sind», so Benkö. Er ist seit Beginn im Team der Pendlerzeitung aus dem Hause Ringier. Davor schrieb er sechs Jahre für den Blick und fünf Jahre für die Programmzeitschrift Tele.

Postfinance mit neuer Leiterin Kommunikation

Ursula Käser Aebi wird am 1. April 2008 neue Leiterin Kommunikation bei Postfinance. Sie war davor bei Contexta als Client Service Director und Mitglied der Geschäftsleitung tätig.

Ursula Käser Aebi wird am 1. April 2008 neue Leiterin Kommunikation bei Postfinance. Sie nimmt in dieser Funktion Einsitz in die erweiterte Geschäftsleitung und ersetzt Marco Stettler, der in den Ruhestand tritt. Käser Aebi war seit dem Jahr 2000 bei der Berner Agentur Contexta als Client Service Director und Mitglied der Geschäftsleitung tätig. Sie bringe grosse Erfahrung in integrierten Kommunikationsprojekten mit, teilte Postfinance am Dienstag mit.
Sie hat an der HWZ die Ausbildung als Executive Master in Marketing abgeschlossen und engagierte sich als Dozentin am Sawi und als Jurymitglied des Schweizerischen Direktmarketing-Awards.

Zu guter Letzt: setzt Xing die Vermarktung um

Anfang 2008 schaltete das Business-Netzwerk Xing Werbung auf den Profilseiten seiner mittlerweile rund vier Millionen Mitglieder auf. Doch obwohl dies bereits Mitte November 2007 angekündigt wurde, hagelte es kurz darauf Proteste von Gratis- und Premium-Benutzern.

 
Xing, das europaweit grösste Online-Netzwerk für Geschäftskontakte, hat seinen Plan zur Vermarktung der eigenen Web-2.0-Plattform bisher eher etwas holprig umgesetzt. Ab Jahresbeginn schaltete es Werbung auf den Profilseiten seiner mittlerweile rund vier Millionen Mitglieder auf. Doch obwohl Xing dies bereits Mitte November 2007 angekündigt hatte, hagelte es kurz darauf von Gratis- und Premium-Benutzern Proteste. Die verärgerten Rückmeldungen zeigten Wirkung: Bereits vier Tage nach Einführung versprach die Xing-Geschäftsführung, Premium-Benutzer könnten die Werbung abstellen (Opt-out), wenn sie wollten. Nach weiterem Lärm erklärte Xing die Profilseiten von Premium-Mitgliedern dann für generell frei von Werbung.
Das Unternehmen schrieb dazu: «Wir reagieren damit auf das anhaltende Feedback, wonach die Mehrheit unserer Premium-Mitglieder keine Werbung auf ihren Profilseiten für Basis-Mitglieder wünscht. Wir bedauern es sehr, dass wir die Situation falsch eingeschätzt haben. Dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen.»
Die erfolgreichen Proteste beruhten wohl vor allem darauf, so ein Kommentator, dass gerade Geschäftskunden ihre «Community» und ihr Profil als eine verlängerte Privatwohnung betrachteten und dort auch so behandelt werden wollten, also kritischer seien, wenn die Werbung an der eigenen Haustür hänge.

Evoq holt Susanne Elsner ins Team

Susanne Elsner gehört seit dem 1. Januar 2008 zum Grafik-Team der Marken- und Designagentur Evoq. Mit dem Neuzugang ist die im August gegründete Agentur auf zehn feste Mitarbeiter angewachsen.

Susanne Elsner gehört seit dem 1. Januar 2008 zum Grafik-Team der Marken- und Designagentur Evoq. Susanne Elsner schloss im Frühjahr 2007 ihr Designstudium in Konstanz ab. Mit dem Neuzugang ist die im August gegründete Agentur auf zehn feste Mitarbeiter angewachsen.

Le Matin wegen Missachtung einer Sperrfrist gerügt

Der Schweizer Presserat hat die Westschweizer Zeitung Le Matin gerügt, weil diese den Tod von Komiker François Silvant vermeldet hatte, bevor das Begräbnis im Familienkreis stattfand.

 Der Schweizer Presserat hat die Westschweizer Zeitung Le Matin gerügt, weil diese den Tod von Komiker François Silvant vermeldet hatte, bevor das Begräbnis im Familienkreis stattfand. Der Manager von François Silvant hatte am Morgen des 18. Juni ein Pressecommuniqué zum Tod des Komikers verschickt. Die darauf angegebene Sperrfrist 18.00 Uhr sollte der engsten Bekanntschaft ein Begräbnis in Ruhe ermöglichen. Ein Redaktor von Le Matin stellte die Nachricht allerdings bereits am Morgen ins Netz, was Chefredaktor Peter Rothenbühler später als Fehler des Verantwortlichen bezeichnete. Dieser sei nicht über die Sperrfrist informiert gewesen.
Weil andere Redaktionen bei Le Matin anriefen, wurde der Eintrag im Anschluss vom Netz genommen. Später stellte das Blatt den Artikel allerdings erneut aufs Netz, da sich andere Medien nicht mehr an die Sperrfrist gebunden fühlten und den Artikel ebenfalls publizierten.
Die Waadtländer Sektion der Mediengewerkschaft Impressum erhob daraufhin Beschwerde beim Schweizer Presserat, der sie am Dienstag teilweise guthiess. Mit der Nichteinhaltung der Sperrfrist habe die Zeitung gegen journalistische Pflichten verstossen.

Bald geht auch Graubünden aus

Die Magazinreihe «Zürich geht aus», «Basel geht aus» und «Tessin geht aus» wird erweitert um den Gastroführer «Graubünden geht aus». Das hat der Verwaltungsrat der Herausgeberin Gourmedia beschlossen.

 Die Magazinreihe «Zürich geht aus», «Basel geht aus» und «Tessin geht aus» wird erweitert um den Gastroführer «Graubünden geht aus». Das hat der Verwaltungsrat der Herausgeberin Gourmedia beschlossen. Sie geht davon aus, dass das Gastromagazin auf grosses Interesse im Leser- und Inserentenmarkt stossen werde: Schliesslich sei Graubünden die grösste Schweizer Ferienregion mit einem riesigen gastronomischen Angebot. Auch für Kooperationen ist laut Verlag grosses Potential vorhanden. Die bisher erschienen Führer für Zürich, Basel und das Tessin erfreuen sich einiger Beliebtheit. So steht das Anfang Dezember 2007 frisch herausgekommene «Basel geht aus» in den Bestsellerlisten des Buchhandels.
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