Tele Oberwallis geht auf Sendung und kämpft um Konzession
Am Freitag geht das Regionalfernsehen Tele Oberwallis erstmals auf Sendung. Damit hat das deutschsprachige Oberwallis nicht nur sein erstes Regionalfernsehen, gleichzeitig wird auch das Seilziehen mit dem Unterwalliser Regionalfernsehen Canal 9 um die vom Bund subventionierte Walliser Privatfernseh-Konzession eröffnet, welche voraussichtlich anfangs Sommer vergeben wird.
Am Freitag geht das Regionalfernsehen Tele Oberwallis erstmals auf Sendung. Damit hat das deutschsprachige Oberwallis nicht nur sein erstes Regionalfernsehen, gleichzeitig wird auch das Seilziehen mit dem Unterwalliser Regionalfernsehen Canal 9 um die vom Bund subventionierte Walliser Privatfernseh-Konzession eröffnet, welche voraussichtlich anfangs Sommer vergeben wird. Treibende Kraft hinter Tele Oberwallis ist Christian Stärkle, Verwaltungsratspräsident von Radio Rottu. Zusammen mit den Partnern Walliser Bote und RhoneZeitung werden täglich eine halbe Stunde Sendungen produziert, darunter eine fünfminütige Nachrichtensendung, welche mangels Studio bei Radio Rottu produziert wird. Zwei weitere Stunden Sendungen pro Tag werden eingekauft. Die Programmgestaltung müsse sich an den finanziellen Möglichkeiten orientieren, sagte Stärkle gegenüber dem Walliser Boten. Für den Start von Tele Oberwallis stehen vorerst 750’000 Franken zur Verfügung.
Obwohl Tele Oberwallis erst gerade gestartet ist, hat es bereits Expansionspläne. Unter dem Namen Wallis Valais TV bewirbt es sich zusammen mit den Unterwalliser Medien Nouvelliste, Radio Rhône und Radio Chablais für eine Regionalfernseh-Konzession des Bundes. Damit erhielte Tele Oberwallis einen Teil der vom Bund ausgeschütteten Gebührengelder von 3,2 Millionen Franken, und könnte damit sein Programm ausbauen. Mitbewerber um die den ganzen Kanton umfassende Regionalfernseh-Konzession ist der französischsprachige Sender Canal 9, welcher seit bereits 25 Jahren existiert. Die Entscheidung des Bakom wird voraussichtlich Anfang Sommer fallen.
