Flowcube macht Produkte-PR für die Migros

Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) hat die Zürcher Agentur Flowcube Communications mit der Produkt- und Marken-PR beauftragt. Das Mandat umfasst neben Einzelmassnahmen die Evaluation, Planung und Realisation von Produkt-PR-Projekten.

 Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) hat die Zürcher Agentur Flowcube Communications mit der Produkt- und Marken-PR beauftragt. Das Mandat umfasst gemäss Mitteilung neben Einzelmassnahmen die Evaluation, Planung und Realisation von Produkt-PR-Projekten. Zudem fungiert die Agentur in diesem Bereich als Anlauf- und Koordinationsstelle für interne und externe Anfragen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der MGB-Abteilungen Strategische Kommunikation und Marktbearbeitung.

Zu guter Letzt: Sarkozy spaltet Frankreich

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sorgt für einmal nicht wegen seiner Liaison mit Carla Bruni für Schlagzeilen. Er plant, in seinem Land im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die Werbung abzuschaffen. Doch dieser Plan gefällt nicht allen.

 Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sorgt für einmal nicht wegen seiner Liaison mit Carla Bruni für Schlagzeilen. Er plant, in seinem Land im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die Werbung abzuschaffen. Wenn der Staat einen öffentlichen Dienst wünsche, dann müsse er auch die notwendige Finanzierung sichern, liess er verkünden.Diese Ankündigung ruft in Frankreich unterschiedliche Reaktionen hervor. Sébastien Danet beispielsweise, Präsident der Mediaagentur ZenithOptimedia, zeigt sich laut der Frankfurter Allgemeinen alles andere als begeistert. Die Regierungspläne könnten  die öffentlichen Sender und den Gesamtmarkt destabilisieren, befürchtet er.  
Der Präsident der öffentlichen Sendergruppe France Télévision hingegen, Patrick de Carolis, begrüsst die Pläne. Das öffentliche Fernsehen erhalte so eine stärkere Identität. Die fehlenden Einnahmen müssten aber ausgeglichen werden, fügt er an. Und dies werden einige Euro sein – das französische öffentlich-rechtliche Fernsehen finanziert sich nämlich zu 40 Prozent aus Werbeeinnahmen.
Mehrere Zeitungen berichteten am Mittwoch zudem von der möglichen Privatisierung eines der öffentlichen Sender, sollte der Verlust nicht ausgeglichen werden können. Diese Frage werde sich zwangsläufig stellen, zitierte die «Libération» aus Kreisen der Regierung.
Bleibt abzuwarten, ob auch in der Schweiz irgendwann jemand auf diese originelle Idee kommt und das Pinkeln vielleicht schon bald auf nach dem Film verschoben werden muss.

Futurecom: Neuer Online-Auftritt für ÖKK

Futurecom hat für die Krankenversicherung ÖKK im Rahmen eines Gesamt-Relaunchs unter der Federführung der Y&R Gruppe einen neuen Webauftritt realisiert.

 Vom Logo über das Kundenmagazin bis zur Website trägt bei ÖKK ab sofort alles die gleiche Handschrift. Futurecom hat dabei für die Krankenversicherung den neuen Webauftritt realisiert. Dieser wurde in enger Zusammenarbeit mit der Agentur Advico Young & Rubicam konzipiert, welche parallel dazu die Corporate Identity der ÖKK entwickelt hat.  
Verantwortlich bei ÖKK:
Stefan Schena und Mario Theus (Strategische Gesamtverantwortung), Marc Kaufmann (Projektleitung Web), Venanzi Vinzenz (Kommunikationsverantwortung), Peter Werder (Textverantwortung).Verantwortlich bei Futurecom Interactive:
Martin Sauter und Thomas Steiner (Consulting), Katja Gradenegger (Art Direction), Cornelia Vecellio (Design), Daniela Schori (Konzept), Markus Marti und Marcel Marty (IT).

Todesanzeigen bleiben gratis

Marketing Todesanzeigen bleiben im Solothurner Tagblatt gratis. Wer in den fünf Splits der Berner Zeitung (BZ) eine Todesanzeige schalten will, bezahlt gemäss neuer Tarifdokumentation einen bis zwei Rappen mehr pro Millimeter.

Marketing Todesanzeigen bleiben im Solothurner Tagblatt gratis. Wer in den fünf Splits der Berner Zeitung (BZ) eine Todesanzeige schalten will, bezahlt gemäss neuer Tarifdokumentation einen bis zwei Rappen mehr pro Millimeter. Merkwürdig ist nur, dass man einzig für Todesanzeigen im Split Solothurner Tagblatt keinen Tarif findet. Der Preis sei «auf Anfrage» zu erfahren, steht bloss. Doch Insider wissen, was dahinter steckt: Das ST publiziert als wohl einzige Schweizer Zeitung Todesanzeigen gratis, auch 2008. «Das ST bietet Todesanzeigen weiterhin gratis an, denn sie sind ein geschätzter Lesestoff», bestätigt Christopher Wehrli, Sprecher der Espace Media Groupe.Diese Marketingform hat beim ST Tradition, sie geht ins siebte Jahr. Der Grund: Die Anzahl lokaler Todesanzeigen gilt als Gradmesser für die Verankerung eines Titels. Und das ST versucht seit 2001 mühsam, sich im WG 32 zu verankern – gegen die Solothurner Zeitung. Mit der im letzten Jahr gestarteten ST-Grossauflage habe die Zahl der Todesanzeigen zugenommen, sagt Wehrli, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. (mk)

SchroBli- statt SoBli-Magazin

Kolumne Der SonntagsBlick hat einen «Leser-Rat» eingerichtet, denn die Zeitung möchte noch besser werden. Wir wären ja bereits zufrieden, wenn Ringiers Sonntagsblatt wieder mittelmässig würde.

Kolumne Der SonntagsBlick hat einen «Leser-Rat» eingerichtet, denn die Zeitung möchte noch besser werden. Wir wären ja bereits zufrieden, wenn Ringiers Sonntagsblatt wieder mittelmässig würde. Nehmen wir einmal das SonntagsBlick-Magazin. Es hat unter der Leitung des neuen Chefredaktors Marc Walder einen Relaunch erlitten, da das alte Heft bei der Werbebranche durchgefallen war. Da gab es zwar immer wieder lesenswerte Reportagen, und ein journalistischer Anspruch war erkennbar. Nun muss das Heft vor allem den Inserenten gefallen. Was aber ist vom Journalismus übrig geblieben? Auf den ersten sechzehn bis zwanzig Seiten so viel wie in der NZZ-Luxusbeilage Z – Die schönen Seiten des Lebens. Also fast nichts. Nur: Was im grossbürgerlichen Salon strahlt, glänzt in der kleinbürgerlichen Stube noch lange nicht. Z hat Stil, ja, führt sogar zu Erkenntnisgewinnen. Immerhin erfahren wir einiges über ausgezeichnetes Handwerk und die wirklich teuren und ausgefallenen Dinge der Warenwelt, über Edelsteine und Gold und Silber. Wir können den Luxus zwar nicht kaufen, aber schön, dass wir ihn einmal anschauen konnten. Und alles auf Hochglanzpapier, ästhetisch sorgfältig gestaltet, in einem grosszügigen Layout.

Das SonntagsBlick-Magazin hingegen erscheint auf dünnem Papier, dafür in einem Layout, das vortäuscht, grosszügig zu sein, aber an die Trophäen-Sammlung in alten Druckersetzkästen erinnert. Und so kommt es, wie es kommen muss: Das Heft hat nichts zu sagen und braucht deshalb Cervelat-Prominenz.
Toni Vescoli etwa, inzwischen rentenberechtigt, darf zur Ankündigung seines neuen Tonträgers die Rubrik «Mein Stil» füllen, zum Beispiel in einem Satz ein Buch vorstellen, eine geschenkte Gitarre zeigen und und und. Schrott und Ramsch anstelle von Gold und Silber, der sich in einem Leben eben angehäuft hat. Die folgenden Rubriken heissen «mode», «beauty», «notizen», «game» und sind thematisch geordnete Kaufempfehlungen, samt Name des Anbieters und Preis. Und der Journalismus? Immerhin ist eine «Redaktorin» für diese Seiten verantwortlich.
Man kann es natürlich auch positiv sehen. Wo es an journalistischer Substanz fehlt, erscheint das Textlein des Blaublut-Experten Helmut-Maria Glogger zu «mein Mann der Woche» – zu Prinz Harry nämlich – als auffällige journalistische Leistung: «Keiner stand im Kampf für Leben, Lieben, Laster und gegen die eigene Leber so seinen Mann wie der Rotschopf aus dem Geschlecht der Windsor-Mountbattens.»
SonntagsBlick-Magazin heissen diese gehefteten Farbblätter, «SchrottBlick-Magazin» wäre zutreffender. Daran ändern auch die folgenden People-Stories im Stil der Schweizer Illustrierten wenig. Selbst eine Reportage über die Arbeiter
im Gotthard-Basistunnel folgt der Grundregel von Ringiers Prominentenblättli: Die Porträtierten müssen in die Kamera lächeln. Dazu stehen ausschliesslich positive Bylines wie etwa: «Die goldene Halskette ist mein Glücksbringer.» Man könnte fast meinen, dass Tunnelarbeiter ihr Geld ohne Schweiss und ohne Staub verdienen – wie Chefredaktoren, wenn sie nicht gerade Tennis oder Golf spielen.
Übrigens: Für den Leser-Rat will der «SchroBli» «nicht etwa Medienprofis, sondern aufmerksame, engagierte Leser.» Merke: Medienprofis lesen weder aufmerksam noch engagiert! Aber was bringt das Engagement den Leser-Rätinnen und -Räten? «Sie lernen die Redaktorinnen und Redaktoren kennen und Chefreaktor Marc Walder (42).» Wir zweifeln nicht daran, dass es Leute gibt, die daran Gefallen finden werden. Und ja, es gebe Gespräche und «auch mal einen gesellschaftlichen Anlass – und natürlich immer Speis und Trank.» Natürlich! Nach dem dritten Cüpli kümmert auch einen Leser-Rat journalistische Qualität nur noch wenig. Seit Informationen zunehmend gratis verbreitet werden, verkaufen Verlage nun eben wieder die Leserinnen und Leser. Manchmal auch für dumm.
 
Hans Stutz ist freier Journalist.
 

Wanners Gratiszeitung soll im Mai starten

AZ-Medien-Verleger Peter Wanner kündigte anlässlich der Lancierung des Tamedia-Blattes News eine eigene Gratiszeitung an. Diese werde im Mai auf den Markt kommen, berichtet Cash Daily. Eine Projektgruppe arbeite bereits unter Hochdruck an dem Blatt.

 AZ-Medien-Verleger Peter Wanner kündigte anlässlich der Lancierung des Tamedia-Blattes News eine eigene Gratiszeitung an. Diese werde im Mai auf den Markt kommen, berichtet Cash Daily. Eine Projektgruppe arbeite bereits unter Hochdruck daran. Die Verwaltungsräte der AZ Medien und der Mittellandzeitung-Partner sollen bis Ende Januar entscheiden. Die neue Gratiszeitung muss ein täglicher Bestandteil der Mittellandzeitung sein, damit sie von einem kleinen Team produziert werden kann und die Abonnenten der Bezahlzeitungen nicht abspringen, wie Cash Daily weiter schreibt. Wie diese Aufgabenstellung gelöst werden soll, sei aber noch nicht entschieden.

Wohlfühloase inmitten der Stadt

Fitness Die Agentur Favo in Basel lässt für John Valentine die Muskeln spielen. Die neue Werbebotschaft stellt die zentrale Lage der Einrichtungen ins Zentrum.

Fitness Die Agentur Favo in Basel lässt für John Valentine die Muskeln spielen. 
Wer kennt ihn nicht – den John Valentine Fitness Club? Ursprünglich war die Kette auch in Zürich, Bern oder Spreitenbach vor Ort. Inzwischen konzentriert sich der erste und älteste Fitness- und Wellness-Club der Schweiz auf seinen Heimmarkt Basel. Hier aber mit grossem Erfolg. So schwören heute viele Basler auf die persönliche Atmosphäre, das erstklassige Equipment, das umfassende Wellness- und Fitness-Angebot direkt im Herzen Basels.
Um noch mehr Anhänger zu gewinnen, schwört John Valentine jetzt auf die Basler Werbeagentur Favo. Unter der Leitung von CD Hinrik Wachsmuth hat diese einen ziemlich überraschenden Auftritt mit einem neuen Dachkonzept entwickelt. Dieses findet sich auf Plakaten, Anzeigen, Tramhängern und Radiospots umgesetzt. Alle Sujets stellen eine Botschaft ins Zentrum: «Fitness mitten in der Stadt». Denn nur John Valentine bietet Krafttraining, Sauna, Wellness, Massage, Whirlpool und Hydromassage direkt im Zentrum und erst noch alles unter einem Dach.
Als der Unternehmer Toni Mehmann 1968 in Spreitenbach das erste Fitnesscenter unter dem Label John Valentine projektierte, wurde er noch als Spinner abgetan. Später hat der Branchenpionier weltweit über 100 Fitness- und Wellness-Anlagen gebaut mit dem Ziel, «die gestresste Informationsgesellschaft zur gesundheitsbewussten Wohlfühlgesellschaft» zu führen. Auch in der Schweiz entwickelte dieser Trend seine Muskeln. 1998 zählte man bereits 700 solche Fitness-Oasen. Aber John Valentine wurde immer mehr von neuen Anbietern wie Kieser oder zum Beispiel Migros bedrängt.
Heute wird das Wachstum der Branche als das grösste im Bereich Tourismus angesehen. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Spas weltweit verdoppelt.
Andreas Panzeri

Druck der Direktbucher wächst

PrintOnline Der digitale Datenkurier kann seine Preise erneut leicht senken, obwohl der Trend zu Direktbuchungsrabatten Mehrarbeit verursacht. Das Werbevolumen in der Presse hat letztes Jahr weiter zugenommen.

 
PrintOnline Der digitale Datenkurier kann seine Preise erneut leicht senken, obwohl der Trend zu Direktbuchungsrabatten Mehrarbeit verursacht.Das Werbevolumen in der Presse hat letztes Jahr weiter zugenommen. Zwar fehlen bei der VSW-Inseratestatistik noch die Dezemberzahlen, doch bis November verzeichnete die Printbranche je nach Titelgruppe Zuwachsraten zwischen 1,7 Prozent (regionale Wochenpresse III) und 20,5 Prozent (Wirtschaftspresse). Nur zwei Pressekategorien mussten beim Gesamtvolumen ein (sanftes) Minus hinnehmen.Den Aufwind gespürt hat auch der digitale Datenkurier PrintOnline (POL). Diese Drehscheibe zwischen Werbekunden und Agenturen einerseits und Verlagen andererseits konnte 2007 seine Übermittlungsleistung erneut steigern – um rund 5121 Inserate oder 4 Prozent auf insgesamt 130962 Inserate. Der Anteil der Kleininserate (unter 311 Quadratzentimeter) betrug rund 58 Prozent. Im vergangenen Jahr haben über 1000 Kunden Anzeigen via POL versandt.
POL wurde 1997 von Publicitas, Tamedia, Ringier und NZZ gegründet, die zu je 25 Prozent am «Netzwerk für Druckdaten» beteiligt sind. Hauptziel des Nonprofit-Unternehmens ist es, den Werbeauftraggebern das Handling der Printwerbung zu erleichtern. Der Datenkurier wird deshalb nicht von den Kunden, sondern von all den Verlagen finanziert, die via POL mit Inseraten beglückt werden. Doch POL gibt seine Überschüsse den Verlagen in Form von Tarifreduktionen weiter. Seit der POL-Gründung vor zehn Jahren konnte das Nonprofit-Unternehmen die Gebühren schon mehrmals senken – letztmals vor einem Jahr.
Auch für das eben begonnene Jahr gibt nun POL-Geschäftsführer Kurt Obrist eine sanfte Preisreduktion bekannt: POL verzichtet künftig auf die Gebühr von einem Franken pro übermitteltes Megabyte. Der Wegfall dieser Abgabe wird teilweise kompensiert durch eine Erhöhung des Tarifs je Inserat. Den Grossverlagen, die eine jährliche Anschlussgebühr von 15000 Franken bezahlen, werden pro Inserat neu 11 statt 10 Franken verrechnet. Kleinere Verlage, die auf eine Anschlussgebühr verzichten, bezahlen neu 31 statt 30 Franken pro Anzeige. Sind die Inserate kleiner als 311 Quadratzentimeter (eine halbe Tabloidseite), zahlen Grossverlage neu 7 (bisher 6) Franken, Kleinverlage neu 19 (bisher 18) Franken. Übers Ganze gesehen müssten die Verlage im neuen Jahr dennoch 3,5 Prozent weniger für die POL-Dienste bezahlen, sagt Obrist.
Ein Trend der letzten Jahre bestätigte sich auch 2007: Obwohl die Rubrikenanzeigen weiter anzogen, konnte POL nur teilweise davon profitieren. Der Grund: Sie werden immer häufiger über Publiconnect, Scout24, Unio oder Prospective, die spezialisierten Anbieter für Online- und Printrubrikenmärkte, geschaltet – an POL vorbei.
POL bekommt ausserdem den Trend der Verlage zu spüren, sich zunehmend aus der P-Abhängigkeit zu lösen, in die Eigenregie zu gehen und  eine Direktbuchungsentschädigung (DBE) zu gewähren. Letztere soll den Agenturen als Anreiz dienen, statt über die P direkt bei den Verlagen zu buchen. Doch das hat seine Tücken. «Kein Eigenregieverlag verfügt über direkte Schnittstellen zu POL, solche hat nur die P», sagt Obrist. Das bedeutet, dass für Auftraggeber das Buchen von Eigenregietiteln über die P technisch einfacher ist, als wenn sie es direkt machen. Denn im P-eigenen Buchungssystem sind alle Daten der Verlage enthalten – Erscheinungsdaten, regionale Feiertage, Farben, Grösse –  Angaben also, die ein direktbuchender Kunde zuerst erfassen und eingeben muss. «Es kommt deshalb öfter zu Kommunikationsproblemen und Doppelaufträgen als früher», sagt Obrist. Dramatisieren will er nicht. «Aber wir müssen heute doch deutlich mehr zusätzliche Abklärungen machen.»
Dennoch sieht POL keine Tariferhöhungen für Verlage mit DBE vor. Die Lösung bestehe eher in einer neuen Software – einer mit standardisierter Schnittstelle für den Datenaustausch. «Sowohl die P als auch POL arbeiten daran», sagt Obrist. Erste Testinstallationen seien in Betrieb. Künftig sollte es also keine Rolle mehr spielen, ob ein Titel in Eigenregie oder in P-Pacht ist – und ob er eine DBE gewährt.    
Markus Knöpfli

TV bringt Wachstum

GEMI Beim Goldbach Electronic Media Index setzt sich das Wachstum des Werbedrucks von TV im November wiederholt um 9 Indexpunkte auf 420 (411) fort und erweist sich weiterhin als Wachstumstreiber in den Werbemedien.

GEMI Beim Goldbach Electronic Media Index setzt sich das Wachstum des Werbedrucks von TV im November wiederholt um 9 Indexpunkte auf 420 (411) fort und erweist sich weiterhin als Wachstumstreiber in den Werbemedien. Radio erfährt erneut ein leichtes Minus von 2 Indexpunkten auf 254 (256), Teletext sinkt um 7 Indexpunkte auf 133 (140). Internet dagegen beweist auch nach der Nachprüfung und Überarbeitung der Datenlieferungen des Jahres 2005 definitiv das stete Wachstum mit 3 Indexpunkten auf 251 (248). Die elektronischen Medien weisen im Berichtsmonat insgesamt eine starke Steigerung von 7 Punkten aus und übersteigen erstmals die 400-Indexpunkte-Grenze. Das Total aller durch Media Focus erfassten Medien wächst um 1 Indexpunkt auf 195. Der von Goldbach Media initiierte Index für den Werbedruck im Gesamtmarkt und den elektronischen Medien basiert zu 100 Prozent auf den monatlich erfassten und aufgeschalteten Media-Focus-Daten.
 
 

Aufgefallen: Neuer Pinkeltrend

Fernsehen Die Krux mit der TV-Werbung, der nicht nur technische Gefahr von immer raffinierteren Geräten zum Überspringen der Spots droht, sondern auch biologisch bedingte Ignoranz infolge menschlicher Pinkelpausen, ist bekannt. Die Werber stehen dieser Entwicklung allerdings nicht tatenlos gegenüber.

Fernsehen Die Krux mit der TV-Werbung, der nicht nur technische Gefahr von immer raffinierteren Geräten zum Überspringen der Spots droht, sondern auch biologisch bedingte Ignoranz infolge menschlicher Pinkelpausen, ist bekannt. Die Werber stehen dieser Entwicklung allerdings nicht tatenlos gegenüber. Eine mögliche Lösung zur Rettung der Werbeblocks war jedenfalls am letzten Samstag auf dem Sender RTL zu sehen. In der «ultimativen Chart-Show» jagten sich 50 Hits nahtlos im Minutentakt, unterbrochen jeweils nur kurz von ebenso superschnell geschnittenen Kommentaren von Promis zu den gezeigten Hits. Aufgefallen war dem aufmerksamen Beobachter allerdings, dass die Sendung auch zwei komplett langweilige Hänger hatte. Als ob sie keine Ideen mehr hätten, plauderten der Moderator Oliver Geissen und seine Gäste plötzlich minutenlang völlig langweilig – inmitten des sonst sehr schnellen Konzepts. Ein Regiefehler? Oder vielleicht ein neuer Trick, damit die Zuschauer zum Pinkeln gehen, bevor dann umgehend die bisher dafür missbrauchte Werbepause folgt? (pan)

Da haben wir das Geschenk!

Weihnachtsgrüsse Für einige sind es Tage der Besinnlichkeit, in denen bewusst auf Werbung verzichtet wird. Andere Agenturen überbieten sich mit kreativen Weihnachtskarten.

Weihnachtsgrüsse Für einige sind es Tage der Besinnlichkeit, in denen bewusst auf Werbung verzichtet wird. Andere Agenturen überbieten sich mit kreativen Weihnachtskarten.Mit Preisen im Gesamtwert von über 30000 Franken lockte der gleis7.ch-Adventskalender Kunden auf die Jugendplattform gleis7.ch der SBB. Maxomedia hat zum zweiten Mal einen solchen virtuellen Adventskalender für die SBB gestaltet. Jedes Jahr im Advent überrascht auch Ruf Lanz seine Kunden mit einem speziellen Weihnachtsmailing. Dieses Jahr gab es die Geschäftsleitung als Kerzen (Bild 6). Danielle Lanz, Markus Ruf, Michael Gassler und Thomas Schöb wurden detailgetreu in Wachs gegossen und aufwändig von Hand bemalt.
Praktisch war das Geschenk der Werbeanstalt Schweiz AG (2). Diese schickte uns ein paar schwarze Socken mit Logo und dem Begleittext «Für angenehmes Weiterkommen». Textiles auch von der Kommunikationsagentur Unikat (3), nämlich ein T-Shirt als «unikates Präsent» für die «einzigartige Zusammenarbeit». Praktisch ebenso ein Geschenk von Publicis, nämlich eine kreativ gestaltete Parkscheibe. Papierbogen, aus denen man durch Zusammenknüllen praktische Schneebälle für eine «Indoor-Schneeballschlacht» basteln kann, schickte uns die Berner Agentur Polyconsult.
 
Kultur verschenkte Euro RSCG mit einer Freikarte für einen Konzertabend nach Wahl mit dem Zürcher Kammerorchester. Dieses wird von Frank Bodins Agentur mit einem «Kulturprozent» unterstützt. Eine CD plus Einladung in den
Bird’s Eye Jazz Club schickte uns cr basel. Auch TBWA\ zeigte sich von ihrer musikalischen Seite (1). Die rund 50 TBWA\-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zogen in Begleitung eines Kamerateams vom Grossmünster über den Paradeplatz bis zum Landesmuseum und sammelten singend für die Heilsarmee. Die Dokumentation ist zu sehen auf www.tbwa.ch.
Mit einem Film überraschte uns auch die Agence Trio (4). Dieser zeigte den Weihnachtsmann zu Besuch in der Agentur. Dem Trend zu witzigen viralen Filmchen folgte +Söhne in Winterthur (5). Reich geschmückt, aber ziemlich krass zeigen sich die Söhne dabei als verkleidete Tannenbäume, die vom Christkind gefällt werden.
Andreas Panzeri

Axel Springer besitzt Bild Online nun ganz

Der Verlag Axel Springer erhält vom deutschen Kartellamt grünes Licht für die vollständige Übernahme von Bild Online. Der Medienkonzern konnte vergangenes Jahr die Werbeumsätze des Portals um 40 Prozent steigern.

 Der Verlag Axel Springer erhält vom deutschen Kartellamt grünes Licht für die vollständige Übernahme des Internetportals Bild Online. Der Medienkonzern hatte im Dezember mitgeteilt, dass er den bisherigen Anteil der deutschen Telekom von 37 Prozent kaufen will. Nach der Übernahme soll der Onlineauftritt der grössten deutschen Zeitung ausserdem einen neuen Namen erhalten: Die bisherige Bezeichnung Bild.t-online.de verschwindet, neu heisst das Portal schlicht Bild.de. Ausserdem soll das Internetangebot ausgebaut werden. Erste Schritte in diese Richtung sind schon erfolgt: Im November war ein Videoangebot hinzugekommen, im Dezember folgte ein Relaunch. Wie Springer mitteilte, sind nach einer Neuausrichtung der Vermarktung die Online-Werbeumsätze 2007 um mehr als 40 Prozent gestiegen.
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