Zürcher Druck + Verlag wird Teil von NZZ Fretz

Swiss Printers integriert das Unternehmen Zürcher Druck + Verlag (ZDV) in die Tochtergesellschaft NZZ Fretz. Der Standort von ZDV in Rotkreuz wird aufgehoben. Damit gehen bis August 23 von 57 Vollzeitarbeitsstellen verloren.

 Swiss Printers integriert das Unternehmen Zürcher Druck + Verlag (ZDV) in die Tochtergesellschaft NZZ Fretz. Der Standort von ZDV in Rotkreuz wird aufgehoben. Damit gehen bis August 23 von 57 Vollzeitarbeitsstellen verloren. Swiss Printers, eine Tochtergesellschaft von Ringier, NZZ und Edipresse Gruppe, will mit der Zusammenlegung die Gruppenstruktur optimieren und sich der Marktsituation anpassen. « Die organisatorischen und technischen Voraussetzungen in Rotkreuz hätten kaum noch Optimierungspotential zugelassen, und Neuinvestitionen wären wegen des sich verstärkenden Wettbewerbsdrucks nicht zu amortisieren gewesen», heisst es als Begründung in einer Mitteilung. Mehr als die Hälfte des Geschäftsvolumens stamme zudem von Swiss Printers oder aus mit ihr verbundenen Gesellschaften. Sämtliche Kunden der ZDV sollen auch in Zukunft durch die ihnen bekannten Kontaktpersonen betreut werden.
Für die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden gebe es einen Sozialplan, heisst es in einer Mitteilung. 28 Mitarbeitende können bei NZZ Fretz in Schlieren weiterbeschäftigt werden. Den sechs bei der ZDV tätigen Auszubildenden wird die Fortsetzung ihrer Lehren in Unternehmen der Swissprinters angeboten. Die Integration der beiden Firmen soll bis im August 2008 abgeschlossen sein.
Ringier hatte das im Jahre 1862 gegründete Familienunternehmen Zürcher Druck + Verlag im Jahre 1991 übernommen. Im gleichen Jahr wurden die Räumlichkeiten am Standort in Rotkreuz bezogen.

Das Plakat, das mitläuft

Flughafenwerbung Nebst den klassischen Dialogprojekten, die Alex Schmid Direct seit Jahren für BP Switzerland realisiert, erhielt die Agentur zusätzlich den Auftrag, ein Gestaltungskonzept für ein Spezialplakat am Flughafen zu realisieren.


Flughafenwerbung Nebst den klassischen Dialogprojekten, die Alex Schmid Direct seit Jahren für BP Switzerland realisiert, erhielt die Agentur zusätzlich den Auftrag, ein Gestaltungskonzept für ein Spezialplakat am Flughafen zu realisieren. Für die 22 Meter lange und 1,6 Meter hohe Fläche erarbeitete die Agentur die Idee eines Plakats, das mit den Vorbeieilenden mitläuft. Die Menschen auf dem Plakat tragen Ultimate-Benzinkanister, die BP- Plus Card oder Wild-Bean-Kaffeebecher mit sich. Dabei sollen die abgelichteten Personen mit den Passagieren in direkte Interaktion treten.

Euro 08: Migros hat schon gewonnen

Ambush-Marketing Die Vorspiele der Migros zur Fussball-Europameisterschaft locken bereits 800'000 Fans vor den Bildschirm.

 
Ambush-Marketing Die Vorspiele der Migros zur Fussball-Europameisterschaft locken bereits 800’000 Fans vor den Bildschirm. 
Die Migros und Publicis wollten in der Fanmeisterschaft M’08 kurz vor der Euro 08 die Fans statt die Spieler in den Mittelpunkt stellen. Das ist der ziemlich frechen Idee aus dem Bereich Ambush-Marketing gelungen, wie der gesamtverantwortliche CD Jean Etienne Aebi von Publicis feststellen kann. Den als Longspots inszenierten «Fanmeisterschaften» am Schweizer Fernsehen sind pro Sendung durchschnittlich 800’000 Leute zugeschaltet. Das ist punkto Marktanteil durchaus mit echten Unterhaltungsshows zu vergleichen, wie ein Blick auf die Zahlen von SF zeigt. Trotzdem hätten noch fast keine Werber die Spiele der M’08 gesehen, wundert sich Jean Etienne Aebi. «Wir sind halt mehr im Stil einer Parodie auf Endemol und vielleicht weniger nach dem Geschmack des ADC», meint der verdiente Topkreative. Aebi ist aber überzeugt, dass die Branche weiter nach solchen «Spielereien» suchen muss, wie auch der anhaltende Erfolg von «Beck & Bondi» bereits beweise.
Tatsächlich sind die Zahlen für die M’08 statistisch überzeugend. Die Spots haben einen Marktanteil von 33 Prozent. «Das sind eindeutig höhere Werte als bei normalen Werbeblocks», meint Publicis. Bis zu den Viertelfinals haben somit kumulierte 13 Millionen Zuschauer den Klamauk um Fanwettbewerbe wie «Flaschen öffnen», «Fernseher aus dem Fenster werfen», «Goal schreien» oder «Hupkonzerte veranstalten» gesehen. Die Website www.M08.ch verzeichnete bis Ende 2007 eine halbe Million Besucher. Mit der medialen Begleitung in der Presse ist bis jetzt eine geschätzte Medialeistung von 1,5 Millionen Franken gratis aufs Konto der Migros geflossen. Der von Adrian Stern interpretierte Song «Unhaltbar» zur Show hat es tatsächlich bis in die Charts geschafft. In den Filialen der Migros finden über 80 Fanartikel inzwischen reissenden Absatz. «Und die grosse Welle wird erst noch kommen», sind die Marketingleute überzeugt.
Die Frage bleibt für einige Werber allerdings trotzdem: Welche Botschaft ist in dieser auch ohne Ball geballten Ladung an Emotionen tatsächlich beim Publikum angekommen?
Die Migros wird von 51 Prozent der Schweizer als offizieller Sponsor der Euro 08 wahrgenommen, obwohl der orange Riese «nur» Trittbrettfahrer der Euro 08 ist oder in der Fachsprache ausgedrückt Ambush-Marketing betreibt. Eine Situation, die bei der Uefa nach wie vor mit wenig Freude am Spielgeschehen beobachtet wird.
Bei der Migros hingegen zeigt man sich stolz an diesem Drippling im Stil «David gegen Goliath». In einer Situation, wo die kleine Bar im Zürcher Seefeld dazu genötigt wird, ihren anders gewohnten Stammgästen plötzlich Coca-Cola und Heinecken zu servieren, nur weil die Bar in der berüchtigten Fanmeile liegt, dürfe «ruhig die Geldmaschinerie dieser Euro 08 der Uefa hinterfragt werden», meinen die Erfinder der M’08.
Die Verantwortlichen der Ambush-Spiele wollen deshalb ihre neu gewonnenen Fans auch in Zukunft nicht im Offside stehen lassen. Erfolg verpflichtet. Und so wird zur Zeit geprüft, in welcher Form die Migros rund um die offiziellen Fanmeilen der Uefa auch ihre eigenen Zonen «mit familienfreundlichen Möglichkeiten» zum Verfolgen der dann richtigen Fussballkämpfe einrichten will.
Bei der «inoffiziellen» Meisterschaft geht es am Mittwoch, 30. Januar, um 19.50 Uhr nach «Meteo» auf SF1 mit dem zweiten Halbfinal Schottland gegen Türkei weiter, nachdem am Mittwoch dieser Woche die Fans von Portugal gegen Holland gewonnen haben. Der Final findet am 20. Februar statt. Dieser wird in die Geschichte eingehen als der bisher längste «Werbespot» des Schweizer und wohl auch internationalen Fernsehens. Sechs Minuten vor und fünf Minuten nach der «Tagesschau» wird die «Übertragung» des Endspiels der M’08 dauern. Werbung also, die ausnahmsweise von einer richtigen Sendung unterbrochen wird und nicht umgekehrt. Und zumindest dieses Gefühl dürfte den Kreativen ein paar der Millionen Wert sein, die nun mit der M’08 in dieses Projekt und nicht in die Schatullen der Uefa gebuttert worden sind.
Andreas Panzeri

Publicis liebt Oldtimer

Autos Ein alter Alfa, der die Oldtimer-Garage von Stalder & Moser verlässt, ist perfekt restauriert und wie neu. Dies bringen die Kreativen von Publicis in einer aktuellen Kampagne auf den Punkt.

Autos Ein alter Alfa, der die Oldtimer-Garage von Stalder & Moser verlässt, ist perfekt restauriert und wie neu. Dies bringen die Kreativen von Publicis in einer aktuellen Kampagne auf den Punkt. Ausser den abgelichteten Modellen und dem Logo ist auf den Anzeigen nichts von gestern. Weder das aktuelle, typische Alfa-Layout noch der moderne Fotografiestil oder die futuristischen Bauten von Calatrava. So wirken denn auch die alten Flitzer nach einer Frischzellenkur bei Stalder & Moser so neu, als würden sie direkt vom Produktionsband kommen.

Pariser Erzählungen

Kolumne Nicht genug mit Sarkozys Eingriff in Frankreichs TV-Landschaft. Er will auch die internationalen Programme zusammenziehen. Der Schweiz droht der Verlust ihrer globalen TV-Plattform.

Kolumne
Nicht genug mit Sarkozys Eingriff in Frankreichs TV-Landschaft. Er will auch die internationalen Programme zusammenziehen. Der Schweiz droht der Verlust ihrer globalen TV-Plattform. 
Noch während seiner Pressekonferenz, in der er die Ernsthaftigkeit seiner Liebe zu Carla Bruni bekräftigte und eine «Politik der Zivilisation» verkündete, schnellten die Aktienkurse der gebeutelten Privatsender in die Höhe: TF1, der grösste kommerzielle TV-Veranstalter Europas, und M6, die französische Bertelsmann-Tochter, legten gegen zehn Prozent zu. Grund der unverhofften Euphorie: Die Aussicht, dass Nicolas Sarkozy den öffentlich-rechtlichen Anstalten die Werbung entziehen könnte.Besonders krass und dramatisch ist der Fall von TF1. Der Sender von Sarkozys Freund Martin Bouygues hatte noch bis vor kurzem einen Marktanteil von 40 Prozent. Seit der Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens, das auch in Haushalten ohne Kabel und Satellit die Zahl der Programme von 6 auf 20 katapultierte, befindet sich TF1 im Niedergang. Niemand macht ihm den ersten Platz streitig. Aber 30 Prozent Marktanteil, die gegenwärtig erreicht werden, bleiben langfristig schlicht eine Utopie. Die Milchmädchenrechung ist schnell gemacht: Gegen eine Milliarde Werbegelder ziehen die öffentlich-rechtlichen Programme ab. Nur – es ist eine Rechnung ohne den Wirt, denn die Werbebranche geht keineswegs davon aus, dass sie diese Budgets ausschliesslich bei TF1 und Co. investieren wird.
In der Medienlandschaft ist ein Big Bang angesagt. Schon die Vergabe der Fussballrechte für die nächsten Jahre – die Frist für Angebote läuft bis Ende Januar – gerät aus dem Ruder. Kann France 2 überhaupt noch mitbieten? Was sind die Rechte jetzt wert?
Will Sarkozy seinen Freunden, den Besitzern der Medienkonzerne, einen Gefallen tun? Will er die öffentlich-rechtlichen Sender aushöhlen und noch stärker vom Staat abhängig machen?
Von der Abschaffung der Werbung hat bislang die Linke geträumt. Dafür muss die Rechte jetzt eine völlig antiliberale Politik verfolgen und nach Abgaben suchen, mit denen die Verluste relativ schmerzlos kompensiert werden können. Die Telefongesellschaften könnten zusätzlich besteuert werden. Oder die Werbeeinnahmen der Privaten. Oder man verlangt sechs Euro für jeden neuen Fernseher. Sarkozys brüsker Vorstoss hat einen Schock ausgelöst und eine breite Diskussion angeleiert. Das ist das Gute an ihm. Der Markt aber hat seine Antwort bereits gegeben: Tf1 und M6 haben ihre Kursgewinne längst wieder eingebüsst. Denn die Schwächung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens würde wohl auf die Privatisierung eines seiner Programme hinauslaufen – und genau das wollen Sarkozys Freunde, die Medienbosse, am allerwenigsten.
Unbestritten ist hingegen der Sinn einer anderen Reform, die Sarkozy an der gleichen Pressekonferenz verkündet hat: Die internationalen Programme sollen zusammengezogen werden. Dabei handelt es sich um Radio France International, France 24 (den neuen Nachrichtenkanal «French CNN») und den frankophonen Weltsender TV5. Eine bessere Zusammenarbeit mit AFP und unter den einzelnen Redaktionen wäre mehr als vernünftig. Mit Händen und Füssen wehren sich jedenfalls die Partnerländer von TV5, vor allem Frankreich, Kanada und die Schweiz. Sie weigern sich, TV5 einer Holding «France Monde» zu unterwerfen – und das mit jedem Recht. Die Schweiz besitzt etwas weniger als acht Prozent an TV5 und bezahlt jedes Jahr ein paar Millionen. Dafür kann man die Tagesschau des Westschweizer Fernsehens in der ganzen Welt sehen. TV5 ist unsere stärkste Stimme auf dem Planeten, auch wenn man das in der deutschen Schweiz nicht so recht wahrhaben will. Micheline Calmy-Rey hat sich in einem Artikel in Le Monde und in Le Temps heftig gegen die Pariser Ansprüche gewehrt. Sarkozy nahm ihr das, wie Insider berichten, sehr, sehr übel. Doch an seiner Pressekonferenz wurde er wortbrüchig. Dort stellte er alle Zusicherungen, die an einer Konferenz in der Schweiz gemacht wurden, ganz eindeutig in Frage. Auch sein Medienexperte im Elsyee war gekommen. Es geht um die Sichtbarkeit. TV5 hat ein hervorragendes weltweites Vertriebsnetz, auf das France 24 spekuliert.
In diesen Tagen eskaliert der Konflikt. Die Partnerländer – und die Schweiz – drohen, sich ganz von TV5 zurückzuziehen. Sie würden damit auf eine einmalige Plattform verzichten. Doch ohne sie will kaum jemand die «Stimme Frankreichs» hören. Napoleon gegen den Rest der Frankophonie. Doch nur sie kann in ihrer mehrstimmigen Gesamtheit ein Gegenwicht zur angelsächsischen Welt sein. Jetzt steigt sogar der angesehene Aussenminister Bernard Kouchner in die Arena. «Wir machen nichts ohne Euch», schreibt er in Le Monde. Spuckt aber gleichzeitig hohe Töne, die in Brüssel, Genf und Quebec nicht gut ankommen: Frankreich will, schreibt er im Titel, bei der «Erzählung der Welt» wieder die Initiative übernehmen.
Jürg Altwegg ist Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen in Genf.

AZ Medien verliert den Leiter von Azonline.ch

Sam Müller, der Leiter der Nachrichten-Site Azonline.ch und verschiedener crossmedialer Projekte, verlässt die AZ Medien Gruppe per Ende Juli auf eigenen Wunsch. Die Nachfolge ist noch nicht bestimmt.

 Sam Müller, der Leiter der Nachrichten-Site Azonline.ch, verlässt die AZ Medien Gruppe per Ende Juli. Er geht auf eigenen Wunsch, um als Berater, Konzepter und Projektleiter in die Selbständigkeit zurückzukehren, wie der Verlag mitteilte. Die Nachfolge ist noch nicht bestimmt und soll in den nächsten Monaten geregelt werden. Müller war seit dem Jahr 2000 für das Aargauer Medienhaus tätig. Seit 2003 leitete er Azonline.ch und war Mitglied der erweiterten Unternehmensleitung. Daneben ist Müller in verschiedene Crossmedia-Projekte involviert. Es sei zu einem grossen Teil das Verdienst Müllers, dass sich die Online-Aktivitäten der Gruppe zunehmender Beliebtheit erfreuen würden und crossmediale Projekte realisiert worden seien, heisst es in der Mitteilung weiter.

L’Hebdo: Geplanter Relaunch und verstärkte Chefredaktion

Das Westschweizer Magazin L'Hebdo kündigt einen Relaunch an und verstärkt die Chefredaktion. Den Chefredaktor Alain Jeannet unterstützt neben dem bisherigen Stellvertreter Mario Sasso neu auch Olivier Toublan.

 Das Westschweizer Magazin L’Hebdo kündigt einen Relaunch an und verstärkt die Chefredaktion. Den Chefredaktor Alain Jeannet unterstützt neben dem bisherigen Stellvertreter Mario Sasso neu auch Olivier Toublan. Letzterer war Chefredaktor der Westschweizer Bilan, bevor er für das Verlagshaus Edipresse in Asien Projekte entwickelte. Der geplante Relaunch soll im Laufe des ersten Halbjahrs 2008 erfolgen, heisst es in einer Mitteilung des Ringier-Titels. Bereits eingeführt hat die Redaktion das neue Ressort «Finanzen». Es umfasst vier Seiten und wird von Geneviève Brunet geleitet.
Das Wochenmagazin L’Hebdo erscheint gemäss den neuen Wemf-Zahlen in einer verkauften Auflage von 48’451 Exemplaren und hat laut Mitteilung 226’000 Leser und Leserinnen.

Macht nicht krank

Krankenkassen Futurecom hat für die neu formierte ÖKK die visuelle Identität fürs Internet gestaltet.

 
Krankenkassen Futurecom hat für die neu formierte ÖKK die visuelle Identität fürs Internet gestaltet. 
Seit dem 7. Januar präsentiert sich die ÖKK mit einem neuen Erscheinungsbild. Futurecom interactive entwickelte dazu die visuelle Identität fürs Internet. Das Redesign erfolgte im Rahmen des Gesamt-Relaunchs unter der Federführung der Y&R-Gruppe. Vom Logo übers Kundenmagazin bis zum Webauftritt trägt bei ÖKK ab sofort alles die gleiche Handschrift.Den Internetauftritt konzipierte Futurecom in Zusammenarbeit mit der von Advico Young & Rubicam parallel entwickelten Corporate Identity. Die Website spricht eine erfrischende Sprache, in der Bildwelten und Informationsdichte ausgewogen sind und sich der Besucher schnell zurechtfindet. Denn: Die ÖKK verspricht in ihrer Kampagne, eine Krankenversicherung zu sein, die ihre Kunden «nicht krank macht».
Dieser Grundsatz kam auch in technischen Belangen zum Tragen: Mit ContentXXL wurde ein Business Content Management System eruiert, mit dem die ÖKK Möglichkeiten hat, den Webauftritt selbstständig zu pflegen.

Andreas Panzeri

Publicis Groupe und Google vereinbaren Kooperation

Das internationale Werbenetzwerk Publicis Groupe und der kalifornische Internetgigant Google haben Anfang Woche ihre Pläne zu einer Kooperation bekannt gegeben. Dazu gehören die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte und Werkzeuge sowie der zeitweilige Austausch von Mitarbeitern.

 
Das internationale Werbenetzwerk Publicis Groupe und der kalifornische Internetgigant Google haben Anfang Woche ihre Pläne zu einer Kooperation bekannt gegeben. Dazu traten Google-Geschäftsführer Eric Schmidt und Publicis-Groupe-Chef Maurice Lévy in Paris vor die Presse. Gemäss einem Bericht von Horizont.net wollen die beiden Unternehmen die technologische Entwicklung mit dem gemeinsamen Interesse vorantreiben, Werbung künftig effektiver zu gestalten. Dazu gehören die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte und Werkzeuge sowie der zeitweilige Austausch von Mitarbeitern. Von den gemeinsamen Aktivitäten werden nach Überzeugung Lévys sowohl die Kunden als auch Google und Publicis profitieren. «Wir liefern Google unser Wissen über Kommunikation, Konsumenten und deren Wünsche. Google liefert uns Erfahrung mit Technologie und mit der ganzen Welt des Webs.» Trotz der Vereinbarung stehen beiden Unternehmen weitere Partnerschaften mit ähnlichen Firmen offen.

Im Minimum en Gummi drin – für die Zahnpflege nach Durst

Verpackung Die Micro Mobility Systems AG hat einen Getränkeverschluss entwickelt, der die Zahnpflege gleich mitliefert.

 
Verpackung Die Micro Mobility Systems AG hat einen Getränkeverschluss entwickelt, der die Zahnpflege gleich mitliefert. 
Die mobile Gesellschaft verpflegt sich mit Vorliebe unterwegs. Darum verzeichnen mitnehmbare Lebensmittel und Getränke eine immer grössere Nachfrage. Dieser Trend wird nach Meinung von Trendforschern in Zukunft sogar noch an Schwung gewinnen.So bequem und beliebt der Unterwegskonsum aber auch ist  – er hat seine Tücken: Zum Beispiel kommt die Zahnpflege, die nach dem Essen und Trinken eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, zu kurz. Deshalb hat Wim Ouboter, Firmengründer der Micro Mobility Systems AG, den patentierten Kunststoffverschluss Super Cap entwickelt. Dieser hat eine separate, durchsichtige Kammer, die einen Zahnpflegekaugummi enthält.
Kaugummi griffbereit«Mit Super Cap machen wir subtil darauf aufmerksam, dass die Zahnpflege nach dem Trinken wichtig ist. Denn gerade stark zucker- und säurehaltige Getränke wie Eistee, Cola, aber auch säurehaltige Fruchtsäfte schädigen die Zähne. Nach Aussagen von Zahnmedizinern kann das Kauen von Zahnpflegekaugummis die Schäden an den Zähnen deutlich reduzieren. Super Cap animiert auch diejenigen zur Zahnpflege nach dem Trinken, die normalerweise keinen Kaugummi dabeihaben. Denn wenn der Kaugummi griffbereit ist, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gekaut. «Die Zahnpflege erfolgt dann sozusagen automatisch und ohne die Thematisierung der Zahn schädigenden Wirkung der Getränke», so Wim Ouboter.
Zahlreiche MarketingvorteileNeben der Gesunderhaltung der Zähne bietet Super Cap aber auch Marketingvorteile: Der Kaugummi ist in der transparenten Deckelkammer gut sichtbar und erfüllt die gleiche Funktion wie eine On-Pack-Promotion. «Getränke, die mit Super Cap verschlossen sind, heben sich im Regal von Wettbewerbsprodukten ab. Der transparente Verschluss mit seinem Inhalt fällt auf. Und diese Differenzierung ist sehr wichtig, denn innerhalb von nur 1,6 Sekunden entscheiden sich Konsumenten am Point of Sale, ob sie ein Produkt kaufen oder nicht. Da die Kaufentscheidung emotional gefällt wird, verführen kleine Promotionszugaben, wie zum Beispiel der Kaugummi im Deckel, zum Zugreifen», erklärt Wim Ouboter.
Mit Super Cap lassen sich auch andere Marketingideen einfach umsetzen: Beispielsweise kann der Verschluss auch so konzipiert werden, dass er Zusätze enthält, mit denen Wasser aromatisiert und mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden kann. Kooperationspartner von Micro Mobility Systems in diesem Bereich ist der niederländische Konzern DSM, der unter anderem hochwertige Nahrungsmittelzusätze wie Vitamine herstellt.
Passend für alle FlaschenDoch nicht nur die Wünsche des Marketings erfüllt Super Cap aufs Beste, auch im Hinblick auf die technisch-rationalen Anforderungen ist der Verschluss absolut durchdacht konstruiert: Sein Durchmesser und sein Gewinde entsprechen dem gängigen Standard PCO 28. Deshalb passt er auf alle weit verbreiteten Getränkeflaschen. Auch andere Durchmesser sind auf Wunsch machbar. Ein weiterer Vorteil: Super Cap läuft problemlos auf modernsten Getränkeabfüll- und Verschliessanlagen, die mit höchster Leistung arbeiten.
Sabine Flachsmann
Micro Mobility Systems AGDie in Küsnacht ansässige Micro Mobility Systems AG hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von innovativen Produkten, die auf die Bedürfnisse von mobilen Menschen zugeschnitten sind, spezialisiert. Die Marke micro® steht dabei für Innovation, höchste Qualität, Sicherheit und Lifestyle. Micro Mobility Systems gilt als internationale Trendsetterin. Der Firmengründer Wim Ouboter ist auch der Erfinder des Kickboards® und des Micro Scooters, einem zusammenklappbaren Roller, der weltweit für Furore gesorgt hat. Weitere Infos:

Comedia kritisiert Stellenabbau bei Swiss Printers

Die Mediengewerkschaft Comedia protestiert gegen den Stellenabbau, der durch die Integration des Unternehmens Zürcher Druck + Verlag (ZDV) in die NZZ Fretz entsteht: Das Vorgehen von Swiss Printers sei rechtswidrig. Beim Druckunternehmen sieht man die Sache anders.

 Die Mediengewerkschaft Comedia protestiert in einer Mitteilung gegen den Stellenabbau, der durch die Integration des Unternehmens Zürcher Druck + Verlag (ZDV) in die NZZ Fretz entsteht. Beide Unternehmen gehören zu Swiss Printers; der Standort von ZDV in Rotkreuz wird geschlossen. Abgebaut werden 23 von 57 Vollzeitstellen. Comedia geht davon aus, dass ein Grossteil des Abbaus durch Entlassungen erfolgen wird. Es handle sich bei dem Stellenabbau deshalb um eine Massenentlassung. Die Gewerkschaft erhebt den Vorwurf, dass das Vorgehen von Swiss Printers rechtswidrig sei: Swiss Printers habe die einschlägigen Vorschriften missachtet und jeden Dialog verweigert. Die Belegschaft und ihre Vertretungen seien viel zu spät über die Betriebsliquidation informiert worden, so dass die notwendigen Verhandlungen nicht geführt werden konnten.
Comedia fordert die an Swiss Printers beteiligten Verlage auf, die Schliessungs-Entscheide zu sistieren und mit den Gewerkschaften und der Personalkommission unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen.
Bei Swiss Printers sieht man die Sache anders: «Den Vorwurf, dass wir rechtswidrig handeln würden, hören wir von der Gewerkschaft bei jeder Veränderung, die wir vornehmen», sagte Geschäftsführer Rudolf Lisibach gegenüber der Werbewoche. Der Prozess sei gemäss den gesetzlichen Bestimmungen abgewickelt worden. Zur Kritik, die Information der Belegschaft sei zu spät erfolgt, erklärte er: «Wir haben im erstmöglichen Moment vollumfänglich und direkt informiert». Die Gewerkschaft sei am Mittwoch vorzeitig informiert worden. Von Dialogverweigerung könne deshalb keine Rede sein. Um die Personalkommission (PKO) in Rotkreuz zu stärken, sei der erfahrene PKO-Präsident des Standorts Zofingen für den weiteren Prozess beigezogen worden. Die Personalkommission werde in den nun folgenden Umsetzungsarbeiten zum Zuge kommen.
Die Forderung der Gewerkschaft, die Schliessung müsse sistiert werden, kommentierte Lisibach folgendermassen: «Aufgrund der Tatsache, dass der bisherige Prozess gemäss der gesetzlichen Bestimmungen abgewickelt wurde, ist die Forderung nach einer Sistierung ausgeschlossen. Auch im Hinblick darauf, dass die jetzt startende Umsetzung unter Einbezug und enger Zusammenarbeit mit der Personalkommission geschieht.»

Corporate Design Preis geht in die Verlängerung

Der Bewerbungszeitraum für den Corporate Design Preis 2008 wurde um eine Woche verlängert. Noch bis zum 31. Januar können deutschsprachige Arbeiten online eingereicht werden.

 Der Bewerbungszeitraum für den Corporate Design Preis 2008 wurde um eine Woche verlängert. Noch bis zum 31. Januar können deutschsprachige Launch- beziehungsweise Relaunch-Projekte online eingereicht werden. Einsendeberechtigt sind Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diplomanden und Studenten können sich für den gesondert ausgeschriebenen Corporate Design Hochschulpreis bewerben.
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