Der Geschmacksreichtum der Welt

Slow Food Coop setzt sich seit 2006 gemeinsam mit dem Verein Slow Food dafür ein, dass eine biologische und traditionelle Vielfalt in unserem Lebensmittelangebot bewahrt bleibt. Mit zwei neuen Slow-Food-Sujets macht Coop zusammen mit KSB/SJ auf das erweiterte Sortiment aufmerksam.


Slow Food Coop setzt sich seit 2006 gemeinsam mit dem Verein Slow Food dafür ein, dass eine biologische und traditionelle Vielfalt in unserem Lebensmittelangebot bewahrt bleibt. Das Sortiment wird laufend erweitert und umfasst in der Zwischenzeit bereits rund 60 Produkte, darunter neu auch solche aus der Schweiz. Der internationale Nonprofit-Verein Slow Food ist 1986 als Antwort auf die Fast-Food-Bewegung und damit auf den Verlust von Esskultur und Geschmacksvielfalt gegründet worden. Der Verein unterstützt Produzenten, welche die traditionellen handwerklichen Anbau- und Produktionsmethoden anwenden. Mit zwei neuen Slow-Food-Sujets macht Coop zusammen mit KSB/SJ auf das erweiterte Sortiment aufmerksam und setzt so die erfolgreiche Serie fort. Die Bilder hat der Hamburger Starfotograf Reinhard Hunger realisiert. 

Passugger trotzt weiterhin gegen Coca-Cola

Die Lauterkeitskommission hat in einem Rekursverfahren einen Entscheid gegen Passugger gestützt und damit erneut zu Gunsten von Coca-Cola entschieden. Der Getränkeriese stört sich am Claim von Passugger. Der Bündner Betrieb will diesen aber trotzdem beibehalten.

 Die Lauterkeitskommission hat in einem Rekursverfahren einen Entscheid gegen Passugger gestützt. Coca-Cola hatte im vergangenen Jahr bei der Kommission eine Beschwerde gegen den Schweizer Getränkehersteller eingereicht, welche gutgeheissen wurde. Grund für den Streit: Passugger wirbt mit dem Claim «Passugger Nr. 1». Das passt Coca-Cola nicht in den Kram, weil der Slogan den Eindruck erwecke, dass Passugger Schweizer Marktführer sei. Trotzdem wirbt die Bündner Traditionsmarke weiter mit dem Slogan und hat gemäss Cash Daily auch nach dem Rekursentscheid nicht vor, davon abzurücken. Wie Passugger-Chef Urs Schmid gegenüber dem Wirtschaftsblatt sagte, beziehe sich der Claim auf die Qualität des Wassers, nicht die Verkaufsmenge. Er halte es für übertrieben, dass sich ein internationaler Konzern so auf den viel kleineren Mitbewerber einschiesse. Von Gesetzes wegen kann Passugger durchaus weitermachen: Rechtlich bindend ist der Entscheide der Lauterkeitskommission nicht. Laut Schmid wird der Werbeauftritt im April Thema bei einer Verwaltungsratssitzung sein. Coca-Cola will aber gemäss Cash Daily nicht so lange warten: Man habe Passugger eine kurze Frist für die Reaktion gegeben.

Hausgemachte Konkurrenz

Sonntagspresse Die NZZ-Gruppe sieht von einer regionalisierten NZZ am Sonntag ab.

 
Sonntagspresse Die NZZ-Gruppe sieht von einer regionalisierten NZZ am Sonntag ab. 
Als im vergangenen Frühjahr die AZ-Medien verkündeten, die Aargauer Zeitung werde einen Sonntagstitel lancieren, läuteten bei der NZZ die Alarmglocken. Felix E. Müller, Chefredaktor der NZZ am Sonntag, dachte öffentlich über eine Regionalisierung seines Blattes nach und setzte gleichzeitig ein Fragezeichen, dass sich das ökonomisch nicht zwingend rechnen würde. Als im letzten Herbst dann Verleger Peter Wanners siebte Ausgabe der Aargauer Zeitung auf den Markt kam, da wurde hinter den Türen der beiden Zürcher Verlagshäuser NZZ und Tamedia wohl kurz und verhalten gehüstelt. Denn Wanners Sonntag ist ein veritabler vierter Sonntagstitel. «More of the same», kommentierte Felix E. Müller das Blatt, noch mehr Bundesräte bekämen jetzt die Gelegenheit, in der Sonntagspresse Interviews zu geben. Und man verhielt sich an der Falkenstrasse abwartend, die Regionalisierungsidee behielt man aber als kleines Drohszenario in petto. Seither kam es im Sonntagsmarkt nicht zur befürchteten Kooperation weiterer Titel mit Wanners neuem Blatt. Hanspeter Lebrument bleibt mit seiner Südostschweiz am Sonntag bisher der Einzige. Doch das könnte sich diesen Herbst schon bald ändern, wenn die Neue Luzerner Zeitung, hundertprozentige NZZ-Tochter, eine eigene siebte Ausgabe produzieren wird.
NLZ zurückgepfiffenDie Luzerner hatten bereits einmal die Fühler in den Aargau ausgestreckt und prüften die Kooperation mit dem Aargauer Verleger in einem gemeinsamen Sonntagstitel, wurden aber von der NZZ-Gruppenleitung wieder zurückgepfiffen. Doch jetzt ist klar: «Wenn die NLZ eine siebte Ausgabe bringt, dann ist das auch auf NZZ-Gruppenebene ok. Sie wird sich damit am Sonntag klar positionieren», sagt Alfred Hümmerich, Vorsitzender der NZZ-Gruppenleitung. Für Hümmerich ist klar: Der Medienmarkt in der Schweiz wird immer enger. Deshalb wolle die NZZ als Gruppe stärker aktiv werden. Die geplante siebte Ausgabe der NLZ passe hervorragend in die Strategie und sei massgebend im Gruppenrahmen entstanden. Damit hat man sich auch deutlich von der Idee einer regionalisierten NZZ am Sonntag verabschiedet. An der Falkenstrasse gibt man offensichtlich regionalen Lösungen der angestammten Blätter, an denen die NZZ strategisch beteiligt ist, den Vorzug. Potenzial für eine publizistische Erweiterung in den Sonntag sieht man deshalb auch beim St. Galler Tagblatt, das der NZZ zu 95 Prozent gehört. «Wir prüfen das, allerdings nicht mehr in diesem Jahr», sagt Hümmerich. Denn in St. Gallen herrschten andere Voraussetzungen als in Luzern, meint er.
Suche nach SynergienAus Sicht der Verantwortlichen bei der NLZ ist die Extension in den Sonntag eine logische Folge des immer noch anhaltenden Trends in der Branche. Der Entscheid kommt vielleicht sogar etwas spät, denn die Werte im Leser- wie auch im Inseratemarkt haben sich tendenziell beruhigt. «Der Tend ist noch nicht abgeschlossen«, ist NLZ-Geschäftsleiter Jürg Weber jedoch überzeugt. Sein Haus will künftig auch am Lesesonntag die Fühler nach möglichen Kooperationspartnern ausstrecken. «Wir sind offen gegenüber verschiedenen Partnern und suchen nach Synergien», sagt er. Weber denkt dabei an Inseratekombis und an Artikelaustausch mit den Redaktionen anderer Blätter, namentlich mit Sonntag und mit der Südostschweiz am Sonntag. Damit bekommt die NZZ am Sonntag jene Konkurrenz, die sie ja eigentlich vermeiden wollte. Die Konkurrenz ist jedoch teilweise hausgemacht und Teile der Einkünfte aus den denkbaren Kombinationen fliessen wiederum zur NZZ-Gruppe, der die NLZ ja vollumfänglich gehört. Derzeit sind die Verantwortlichen dran, das Konzept zu erarbeiten.
René Worni

Hillary, hilf!

René Worni über die Schönheitsideale der Medienmanager.

 
René Worni über die Schönheitsideale der Medienmanager.Eine versierte Journalistin hatte der Zeit in Hamburg eine aufwändige Hintergrundgeschichte angeboten und bekam den Bescheid: «Wir drucken Ihren Text gerne ab, können Ihnen aber kein Honorar bezahlen.» Seither sind bestimmt fünf Jahre vergangen, und die Medienlandschaft hat sich stark verändert. Doch Zoten wie die geschilderte hört man jetzt öfter. Das hat mit dem so genannten Qualitätsjournalismus zu tun. Denn in Zeiten von Gratisinhalten auf Papier und im Internet tragen Shareholder-bewusste Medienmanager wieder Qualität. Weniger ist mehr. Doch wo einst das Weltblatt Le Monde eine der publizistischen Referenzen war (für seine Bedeutung eine auffallend dünne Postille), diktieren heute allein ökonomische Zwänge dieses Weniger. Le-Matin-Chef Peter Rothenbühler etwa stellte am Jahresauftakt der Branche die Tribune de Genève (12 Regionaljournalisten) gegen Le Temps (2 Regionaljournalisten) und schloss, in Le Temps lese man eindeutig die qualitativ besseren Regionalstorys. Also abspecken und einsparen. Weniger ist mehr. Das findet auch Tamedia-CEO Martin Kall. Er hat die Berner Espace gekauft, um mit ihr zu synergieren. Er und sein neuer Untergebener Albert P. Stäheli stehen vor der paradoxen Frage: Ist es möglich, mit noch weniger Ressourcen noch besseren Journalismus zu machen? Im letzten Jahr gab es 770’000 Leserinnen und Leser mehr in der Schweiz als noch ein Jahr zuvor. Da soll einer schlau werden.
Im Jahr 2000 verdienten Zeitungen mit Inseraten noch 663 Millionen Franken mehr als 2006. Bei den Regionalblättern gehen Anzeigen und Leserschaft kontinuierlich zurück. Der Druck lastet vor allem auf den teuren Redaktionen, denn an ihnen lässt sich am leichtesten sparen. Das dauernde Hochhalten journalistischer Qualität ist also kein Zufall und soll die tatsächliche Misere kaschieren. Die schlanke Redaktion ist zum unterernährten Schönheitsideal der Manager geworden und droht langsam ganz zu verhungern.
Kennen Sie übrigens den schon? Ein berufserfahrener Journalist bot kürzlich einer grossen Zürcher Regionalzeitung eine relevante Recherche an. Fragte reflexartig der Redaktor: «Schreiben Sie gratis?» Und als er sich mit einer weiteren Story beim Magazin desselben Blattes meldete: «Kommen Sie wieder, wenn Sie ein Interview mit Hillary Clinton haben!» Das kanns ja wohl nicht sein.
René Worni, Redaktor

Gold und Silber lieb ich sehr

Ranking Die Jury des ADC hat 5 goldene und 12 silberne Würfel aufgeworfen und dabei auch riskant gepokert.

 
Ranking Die Jury des ADC hat 5 goldene und 12 silberne Würfel aufgeworfen und dabei auch riskant gepokert. 
«Eins gilt es besonders zu vermerken: Die Schweiz scheint immer mehr vom Printland zum Filmland zu werden», schreibt der ADC in seiner Medienmitteilung zur Jurierung der Besten des Jahrgangs 2007. Beim Versenden der stolzen Erkenntnis hat man wohl noch nicht bedacht, welche Diskussion die Tatsache auslösen wird, dass zwei der drei mit Gold geehrten Spots in Deutschland und nicht im «Filmland Schweiz» konzipiert und realisiert worden sind. Die Zusammenfassung der inzwischen hochgekochten Kontroverse: Das Gold für die Mercedes-Spots für Jung von Matt/Limmat ist juristisch rechtens. Ein bisschen Ärger bleibt aber – nicht nur beim Zürcher CD Alexander Jaggy, weil sein dritter und tatsächlich an der Limmat entstandene Gold-Spot für Smart in dieser Polemik ein bisschen übersehen wurde.Ansonsten war die Jurierung eine würdige «Chästeilet» der Schweizer Kreativen. Andreas Prokesch als Chairman der Jury leitete die immer sachlichen Argumentationen zielstrebig und kompetent auf den Punkt. ADC-Präsident Jean Etienne Aebi, der nach 32 Jahren Abstimmung auch heuer wieder nur als neutraler Supervisor wirkte, beurteilte die Ausbeute als gut. Es sei fair, aber hart juriert worden. «Man hat bei der Shortlist das mögliche Kontingent nicht ausgeschöpft, dafür können die gewählten Arbeiten auch international bestehen.» Aebi fand die Diskussionen auf Niveau Shortlist/Bronze fast spannender als bei Silber und Gold. «Hier haben die Ideen noch polarisiert, und das Polarisierende ist das Interessantere an der Werbung.»
Und damit zur ebenfalls polarisierenden Rangliste: Grosser Gewinner dieses Jahres ist die Werbeagentur Jung von Matt/Limmat mit gleich drei Goldfilmen. Gold gibt es auch für Ruf Lanz mit den Plakaten für ricardo.ch. Das fünfte Gold wird in der Kategorie Fotografie für das Studio Achermann und die Foto-Serie «Saisonvorschau» (Schauspielhaus Zürich) vergeben.
Zu den abgebildeten Arbeiten mit Silber kommen auch noch die Plakatversion der Suva-Säge (hier abgebildet ist die Anzeige) von Ruf Lanz sowie ein Radio-Spot für CP Helme von der Young-&-Rubicam-Gruppe. Spillmann Felser Leo Burnett holte Silber in der Kategorie Gesamtkampagne für Helvepharm.
Mehr Details, Ranglisten und Kommentare finden sich auf www.werbewoche.ch. Dort lassen sich auch die Spots downloaden.
Andreas Panzeri

Der Adscreen erobert das Restaurant

Aussenwerbung Der Publiscreen ist Unterhaltung und Werbefläche zugleich. Der interaktive Bildschirm soll an der Euro 08 erstmals in Restaurants zum Einsatz kommen.

 
Aussenwerbung Der Publiscreen ist Unterhaltung und Werbefläche zugleich. Der interaktive Bildschirm soll an der Euro 08 erstmals in Restaurants zum Einsatz kommen.  
Sie hängen inzwischen überall. Vorwiegend im Supermarkt, in den Wartezonen am Flughafen oder im Foyer der Kinos. Die Rede ist von grossen Flachbildschirmen, die im Werbejargon Adscreens heissen. Rechtzeitig zur Euro 08 sollen die Gastrobetriebe im grossen Stil damit ausgerüstet werden. Das Projekt nennt sich «Publiscreen» und ist kein elektronisches Plakat, sondern laut Eigenbeschreibung «ein interaktiver Bildschirm für Restaurants, Bars und Pubs».
Multimedia heisst das Zauberwort. Herzstück des Flimmerbretts ist ein «interaktiver Dienst». Statt die Kunden einfach mit Werbung zu berieseln, wie das an POS-Stellen üblich ist, will der Publiscreen mehr bieten. Gäste können sich via Handy Musik herunterladen oder Musikvideos abspielen. Zudem bietet der Screen einen drahtlosen Internet-Zugang und zeigt im unteren Bildschirmbereich nonstop News aus Politik, Sport und Unterhaltung.
Publiscreen ist ein ehrgeiziges Projekt, hinter dem eine breite Interessensgemeinschaft steckt. Grund für die Lancierung eines solchen multimedialen Produkts ist unter anderem der starke Anstieg der Mobile-Content-Ausgaben. Seit Jahren wachsen sie im zweistelligen Bereich, wie diverse Studien aufzeigen. Gezahlt wird für Infodienste, Downloads, Klingeltöne und Spiele. Nicht nur die starke Nutzung des Handys ist der Grund, warum der interaktive Adscreen in Restaurants auf dem Vormarsch ist. Auch die Umschichtung der Umsätze zu Lasten der traditionellen Plakatwerbung hin zu Adscreen-Lösungen haben zur Weiterentwicklung und Erschliessung eines neuen Marktes geführt.
Von Event-Kultur unterstütztWährend attraktive Adscreen-Standorte bereits besetzt sind, ist das Gastronomieumfeld überwiegend freies Werbeland. Einzig Screen Image Media betreibt ein Netz in 50 namhaften Bars und Clubs, das pro Monat etwa 300’000 Personen in der Deutschschweiz erreicht. Mit dem Projekt Publiscreen zielen die Macher auf den gesamten Gastgewerbemarkt, der durch seine Kleinräumigkeit äusserst lukrativ ist. Hinzu kommt, dass sich immer mehr Betriebe im Bereich Unterhaltung, Fun und Spiel positionieren, was dem Konzept entgegenkommt. Derzeit zählt das Schweizer Restaurantuniversum 30’000 Restaurants und Hotels. Davon sind laut den Kommunikationsberatern von Greenwich Consulting, die für das Vorhaben eine Marktanalyse durchgeführt haben, 5’500 Adscreen-tauglich. Davon sollen in diesem Jahr 1’000 ausgerüstet werden.
Neben der starken multimedialen Ausrichtung können Wirte in der Lancierungsphase drei Betriebsmodi wählen. Allen gemeinsam ist die Unterteilung des Schirms in drei Inhaltsbereiche (siehe Bild auf Seite 9). Der untere Bildschirmrand zeigt Nachrichten, die rechte Bildschirmseite ist für Werbung reserviert, und der Hauptschirm kann entweder TV, Radio mit Bild oder eine interaktive Anwendung wie etwa eine Jukebox zeigen. Vorerst sind auf Publiscreen einige Basisprodukte verfügbar, die aber im Projektverlauf laufend ausgebaut werden sollen.
Geld will man künftig nicht allein mit Werbung verdienen, sondern auch durch die geschickte Vernetzung von Inhalten und durch den starken Einbezug von Mobiltelefonen. Im Fokus stehen die so genannten Mehrwertdienste, mit denen in der Schweiz letztes Jahr 200 Millionen Franken umgesetzt wurden. Umsatztreiber sind neben Erotikangeboten vor allem Sport- und Gesundheitsthemen.
Nicht nur die Restaurantgäste, sondern auch Content-Lieferanten wie 20 Minuten oder Swisslos sollen vom Konzept profitieren können. Vor allem das Glücksspiel könnte sich als lukrative Geldquelle erweisen. Wie im Publiscreen-Konzept zu lesen ist, will man mit dem Produkt spielaffine Zielgruppen anziehen, die sich spontan zum Spielen hinreissen lassen. Wie aus Studien zu erfahren ist, geben Spontankäufer bis zu 20 Franken aus.
Investoren gesuchtDamit das Projekt auf die Euro 08 hin realisiert werden kann, werden allerdings noch Investoren gesucht. «Die Finanzierung ist noch im Gang», sagt Manuel Küffer von Greenwich Consulting. Mit den Montagearbeiten will man spätestens im April beginnen, wenn das Projekt finanziell gesichert sei. Der Grund, weshalb die Investoren gegenüber Adscreens-Investitionen noch zurückhaltend sind, sind verschieden. Branchenkenner meinen, dass man gegenüber dem jungen Werbemedium noch skeptisch sei. So baut Coop sein Adscreen-Netz in den Coop-Prontoshops um und geht nochmals über die Bücher. Aber auch die Firma Point.com mit ihren White Night Screens in 21 Toiletten in Bars und Clubs hat ihre Aktivitäten eingestellt. Schuld daran seien die Investitionskosten gewesen. Nicht zuletzt wegen solchen Misserfolgen geniessen Adscreens in der Werbebranche nicht überall den besten Ruf. Bezüglich Kosten sagt Manuel Küffer: «Die Hardware-Preise sind heute auf dem Niveau, auf dem sich Investitionen rechnen.»
Neben den fehlenden Geldern gestaltet sich die Akquirierung der Restaurantbetreiber als Knackpunkt. Seit Anfang Januar ist die Firma Network 41 daran, die Wirte vom Publiscreen-Konzept zu überzeugen. Wie Küffer gegenüber der Werbewoche sagt, habe man in drei Wochen mit vernünftigem Aufwand bereits fast 100 Gastrobetreiber für einen Schirm gewinnen können, die Akquisition sei jedoch sehr aufwendig. Zum einen, weil es in der Schweiz wenig grosse Restaurantketten gibt, die man angehen könne. Zum anderen lasse es sich mit Wirten nicht einfach verhandeln, weil in vielen Lokalen bereits TV-Geräte, Screens oder Beamer vorhanden seien. Kommt hinzu, dass es in der Schweiz zu vielen Pächterwechseln kommt.
Eugen Studer, der ein Pub in Horw betreibt, wird an der Euro 08 einen Publiscreen haben. Warum er Platz für einen Schirm im Pub macht, ist schnell gesagt: «Weil er gratis ist.» Zudem verspricht er sich Zusatzeinnahmen. In welcher Höhe die künftig ausfallen, kann nicht gesagt werden.
Auch auf Kundenseite stösst der Publiscreen auf Interesse. Einziger Kritikpunkt ist die Grösse des Schirms (126 cm Bilddiagonale), die bemängelt wird. Dafür zeigen die Werber grosse Begeisterung. Zwei Werbeagenturen mit nationalen und regionalen Kunden beurteilen das Konzept sehr positiv. Besonders begrüsst wird die Möglichkeit, Werbung kontextabhängig zu platzieren.
Christian Lüscher
 

 
 
 
PubliscreenHinter dem Konzept
Publiscreen steht eine Interessensgemeinschaft, der die Vermarkterin IP Multimedia, der Hardware-Lieferant PC Ware, Network 41 und Materna Communications angehören. Für die Detailstudie wurden die Greenwich Consulting Schweiz und Zölch & Partner beauftragt. Die News auf dem Publiscreen-Netz liefert 20 Minuten (Tamedia). 
 
 
Adscreens im VormarschIn der Schweiz
wächst der Markt mit Adscreens. 2006 wurde in der Schweiz für zwölf Millionen Franken Werbung auf dem audiovisuellen Medium geschalten. Dies entspricht einer Steigerung um 34 Prozent gegenüber 2005. Fredy Grau von IP Multimedia schätzt, dass bis Ende des laufenden Jahres 35 Millionen ausgegeben werden. Das entspricht etwa dem Anteil, der für Kinowerbung investiert wird. IP Multimedia ist mit 16 Netzen und einem Marktanteil von rund einem Drittel die grösste Vermarkterin von Adscreens. Besonders stark ist die IP Multimedia im Mittelland und im Raum Zürich.

Gratis: Gesprächsstoff

Zeitung 20-MinutenLeser wissen, worüber sie reden sollen: Die Themenliste liefert ihnen Rod Kommunikation.

 
Zeitung 20-Minuten-Leser wissen, worüber sie reden sollen: Die Themenliste liefert ihnen Rod Kommunikation. 
20 Minuten gibt immer was zu reden. Morgens, weil dasTram einer Altpapierdeponie gleicht. Abends, weil man die Gratisblattvielfalt vermisst. Tagsüber, weil das Pendlerblatt aus der Stille im Büro eine Diskussionsarena macht. Wer mitreden möchte, der muss 20Minuten lesen, wer eine Ausgabe verpasst, der hat nichts zu sagen. So oder ähnlich lässt sich die Entwicklung des anfänglich verschmähten Blatts zum Leitmedium beschreiben. Diesen Umstand bringt die Zürcher Agentur Rod Kommunikation für 20Minuten mit dem Claim «Bringt Gesprächsstoff» in der neuen Kampagne auf den Punkt. Dabei zeigen die Kampagnensujets eine Sammlung gekürzter Originalschlagzeilen. Um die Leaderposition der meistgelesenen Tageszeitung zu unterstreichen – rund die Hälfte der Artikel sind redaktionelle Eigenleistungen –, wird man auch mal aufgefordert, mit dem Gärtner über «Leichen im Garten» zu schwatzen.
Für den Start der Kampagne hat die Agentur 20 Sujets entwickelt, die auch auf der 20-Minuten-Redaktion für Gesprächsstoff sorgten. «Dass wir immer damit rechnen müssen, unsere Geschichten in der Werbung wieder zu finden, wirkt anspornend», sagt Chefredaktor Marco Boselli. Die Kampagne ist derzeit in der Schweizer Presse, auf B2B-Werbemitteln, in mehreren Radio-Spots und zahlreichen Web-Banners präsent. Die Werber an der Neugutstrasse in Zürich haben sich aber auch eine süsse Guerilla-Aktion einfallen lassen, um die Neuausrichtung der Gratiszeitung auf Agenturseite zu kommunizieren. So schickte Rod Kommunikation eine mit dem Kampagnensujet designte Torte an diejenigen Agenturen, die an der ADC-Verleihung am letzten Wochenende auf die Shortlist gekommen sind. Rod-Chef David Schärer: «Die Torte sehen wir als Conversations-Starter. Bei Kaffee und Kuchen kommen die Leute bekanntlich ins Gespräch.»
Die Tortenaktion ist geglückt. Auf Anfrage der Werbewoche sei bei der Berner Agentur Contexta, bei Spillmann Felser Leo Burnett und bei Ruf Lanz das süsse Gebäck noch am Liefertag verdrückt worden. Nur bei Walker wartet man immer noch auf das Dessert. Pius Walker: «Im Kühlschrank fand ich leider nichts.»
Ob Rod Kommunikation den Werber des Jahres vergessen hat?
Christian Lüscher

Tout Bâle ist am Ball

Magazine Zwei Sportjournalisten lancieren die Zeitung «Basler Fussball» und rechnen schon dieses Jahr mit schwarzen Zahlen.

 
Magazine Zwei Sportjournalisten lancieren die Zeitung «Basler Fussball» und rechnen schon dieses Jahr mit schwarzen Zahlen.Ist die Region Basel vom Fussball so angefressen, dass sie drei Mal pro Woche eine Zeitung lesen will, die sich ausschliesslich dem runden Leder widmet? Einige mögen daran zweifeln, doch Michael Martin und Daniel Schaub, die Initianten der neuen Zeitung «Basler Fussball», die ab 2. Februar dreimal wöchentlich erscheint, sind vom Gegenteil überzeugt. Gemäss einer Untersuchung sei rund ein Drittel der 600’000 Einwohner zählenden Nordwestschweiz Fussball-affin, sagt Martin. Macht ein Potenzial für das neue Blatt von rund 200’000 Personen. Wenn davon nur 5 Prozent ein Abo für 140 Franken (beziehungsweise für 125 Franken bis Ende März) bestellen oder am Kiosk regelmässig ein Exemplar für einen Franken kaufen, könnte für die beiden Verleger der Businessplan aufgehen. Wobei dies natürlich auch von den Inserateeinnahmen abhängt. Doch diesbezüglich startet das neue Blatt massvoll: Eine ganze Seite vierfarbig kostet beim Basler Fussball 1’750 Franken. Der Werbeverkauf via Publicitas Basel scheint gut angelaufen zu sein. «Wir hoffen, schon im 2008 eine schwarze Null schreiben zu können», sagt Martin.Begeisterung bei den ClubsDen Auftakt macht die Tabloid-Zeitung mit einer Auflage von 20’000 Exemplaren und einem voraussichtlichen Umfang von 32 Seiten (davon ein Drittel Inserate). Martin und Schaub, beides langjährige Sportjournalisten der Basler Zeitung und bereits seit drei Jahren Herausgeber von «rotweiss», dem monatlichen Magazin des Schweizerischen Fussballverbands, setzen dafür nicht nur auf ihr Knowhow, sondern auch auf ihr Beziehungsnetz in der Nordwestschweiz: Zu Präsidenten regionaler Vereine, zu Trainern, zu FCB-Grössen und Funktionären. Basler Fussball macht denn nicht nur das Basler Aushängeschild FCB, die Nationalmannschaft oder aktuell die Euro 08 zum Thema (obwohl diese sicher nicht zu kurz kommt), sondern die Zeitung berichtet auch über die rund 105 lokalen Fussballvereine in der Region. Entsprechend sei man in den Clubs und Verbänden vom Projekt regelrecht begeistert, sagt Martin. Viele Vereine hätten spontan ihre Unterstützung zugesagt, sei es bei der Abo-Werbung und Distribution unter den Mitgliedern, sei es durch das Zusenden von regelmässigen Informationen an die sechsköpfige Basler-Fussball-Redaktion.
Übrigens: Wer den Basler Fussball abonniert, erhält die Zeitung nicht etwa per Post, sondern montags, donnerstags und samstags früh in den Briefkasten – dank Kooperation mit der Prevag, der Zustellorganisation der Basler Zeitung Medien. In deren Druckzentrum wird das Blatt auch produziert.
Expansion denkbarDass Schaub und Martin ausgerechnet am Rheinknie die erste Fussballzeitung lancieren, hat primär mit ihrer eigenen Verwurzelung vor Ort zu tun. Doch eine Ausweitung des Konzeptes – Erfolg in Basel vorausgesetzt – schliessen sie nicht aus. «Es ist durchaus denkbar, dass das Konzept auch in einer zweiten Region umsetzbar ist», so Martin. Derzeit sei dies aber noch ein Schritt zu weit gedacht. «Doch wir sind die ersten, die ausbauen, wenn wir die Zeichen dafür sehen», fügt er an.
Und noch eine Ausbauvariante wurde bei der Pressekonferenz von fragenden Journalisten angetönt: Dass der Basler Fussball bei Erfolg dereinst einer grösseren Tageszeitung als Beilage dienen könnte. Die Initianten selbst haben zwar nicht daran gedacht, sagen sie, doch lehnen sie offensichtlich auch diese Idee nicht rundweg ab.
Markus Knöpfli

Goldbach Media geht mit Thomas Landolt auf Osteuropakurs

Goldbach Media holt mit dem ehemaligen Ringier-Mann Thomas Landolt prominente Verstärkung für den Aufbau des Geschäfts in Osteuropa. Die Vermarkterin scheint in Einkaufs- und Schnäppchenlaune zu sein, was ihre Pläne für die östlichen Länder angeht.

Goldbach Media holt mit Thomas Landolt prominente Verstärkung für den Aufbau des Geschäfts in Osteuropa, wo die Gruppe anscheinend Kaufpläne hegt. Landolt war während sechs Jahren Geschäftsführer für Ringier in Tschechien und Rumänien, bevor er Anfang 2007 an die Spitze von Ringier Schweiz berufen wurde. Seine Zeit als Verlagsleiter Schweiz währte allerdings nur kurz: Nach einem halben Jahr gab er seinen Posten schon wieder ab (siehe Landolt geht
). Insgesamt war er elf Jahre für Ringier tätig. Goldbach Media hatte beim Börsengang im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie osteuropäische Märkte erschliessen will, möglicherweise gemeinsam mit der Adlink-Gruppe. Nun scheint die Vermarkterin in Einkaufs- und Schnäppchenlaune zu sein: Die gegenwärtige Lage auf den Finanzmärkten «begünstige akquisitorisches Wachstum zu betriebswirtschaftlich interessanteren Konditionen», heisst es dazu etwas verklausuliert im Communiqué.
Landolt startet bei Goldbach Media am 1. März 2008 als Verantwortlicher für das internationale Geschäft. Gleichzeitig ergänzt er die bisher sechsköpfige Geschäftsleitung.

Thurgauer Gericht bestätigt Maulkorb für Beobachter

Der Konsumentenzeitschrift Beobachter ist es weiterhin untersagt, eine ganze Reihe von Vorwürfen gegen eine Thurgauer Baufirma zu publizieren. Das hält das Bezirksgericht Arbon in zwei Verfügungen fest. Gleichzeitig hebt es ein Vertriebsverbot für den Beobachter vom Dezember 2006 auf.

 Der Konsumentenzeitschrift Beobachter ist es weiterhin untersagt, eine ganze Reihe von Vorwürfen gegen eine Thurgauer Baufirma zu publizieren. Das hält das Bezirksgericht Arbon in zwei Verfügungen fest. Gleichzeitig hebt es ein Vertriebsverbot für den Beobachter vom Dezember 2006 auf. Die Baumfirma hatte damals eine superprovisorische Verfügung gegen die Zeitschrift erwirkt, weil diese einen kritischen Artikel publizierte. Der verhängte Vertriebsstopp blieb allerdings weitgehend wirkungslos, weil die betreffende Ausgabe schon im Umlauf war (siehe
). Dem Beobachter war bereits zwei Monate davor vom Gericht verboten worden, Vorwürfe an die Adresse der Baufirma im Heft zu veröffentlichen. Danach hatte die Zeitschrift die inkriminierten Vorwürfe indirekt publiziert: Sie stellte den vollen Wortlaut der superprovisorischen Verfügung ins Internet. Darin waren jene Aussagen aufgelistet, die nicht gedruckt werden durften. Dieses Vorgehen wird in der am Dienstag veröffentlichten Verfügung vom Gericht als «schlaumeierisch» bezeichnet.
Der Beobachter muss nun nach zwei noch nicht rechtskräftigen Verfügungen rund 10’000 Franken für die Anwaltskosten der Baufirma bezahlen. Ausserdem soll er rund 3000 Franken Gerichtskosten berappen. Das Gericht listet ausserdem auf über fünf Seiten akribisch auf, welche Aussagen der Beobachter weiterhin nicht drucken darf.
Der Arboner Gerichtspräsident wehrt sich in einer der beiden am Dienstag veröffentlichten Verfügungen auch gegen Vorwürfe an seine Person. Der Beobachter hatte dem Gerichtspräsidenten persönliche Beziehungen zu den Verfahrensgegnern unterstellt. Ein Befangenheitsantrag des Beobachters wurde vom Thurgauer Obergericht 2007 aber abgelehnt.

Aus Zürcher Presseball wird Schweizer Medienball

Der Zürcher Presseball wird 2008 zum Schweizer Medienball erweitert und trumpft mit allerlei Neuerungen auf. Die Presseball-Medienball-Kombi findet am 25. Oktober 2008 statt und geht im umgebauten Hotel Dolder Grand in Zürich über die Bühne.

 Der Zürcher Presseball wird 2008 zum Schweizer Medienball erweitert und trumpft mit allerlei Neuerungen auf. Die Presseball-Medienball-Kombi findet am 25. Oktober 2008 statt und geht im umgebauten Hotel Dolder Grand in Zürich über die Bühne. Das gaben am Dienstag der Zürcher Presseverein als Veranstalter und Frey Communications als Organisatorin des Zürcher Presseballs bekannt. Als Medienpartner tritt die NZZ auf, welche die Ballzeitung in der Aufmachung der Neuen Zürcher Zeitung produzieren wird. Interessierten Medienorganisationen steht die Partnerschaft mit dem Medienball offen, eine Vereinbarung mit dem Verband Schweizer Presse ist schon unter Dach und Fach. Weitergeführt wird das vom Presseball her bekannte Konzept eines Gastlandes. Erstes Gastland beim Medienball wird Frankreich sein. Noch eine Neuerung: Die Preise für den Ball sind kräftig gestiegen. Die Dinner-Ballkarte schlägt um 200 Franken auf und kostet nun 690 Franken. Die Champagner-Ballkarte, die zum Eintritt nach dem Dinner ermächtigt, 390 Franken. Für Schnupper-Gäste steht weiterhin die Nachtschwärmer-Karte, die Einlass ab Mitternacht gibt, zum Preis von 290 Franken zur Verfügung. Mitglieder des Zürcher Pressevereins erhalten für sich und ihre persönliche Begleitung auf jede Karte 100 Franken Rabatt.

Kommentar: Würfelimport

Die diesjährige ADC-Jurierung hat für Zoff in der Branche gesorgt: Sie gab am ADC-Fest zu reden, Beteiligte und unmittelbar Betroffene äusserten sich in der Presse, sogar anonyme Briefe wurden verschickt. Die Tatsache, dass die beiden mit Gold ausgezeichneten Mercedes-Spots von Jung von Matt/Limmat in Deutschland entstanden sind, stösst manchen Kreativen sauer auf. Lesen Sie den Kommentar von Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier.

 
Die diesjährige ADC-Jurierung hat für Zoff in der Branche gesorgt: Sie gab am ADC-Fest zu reden, Beteiligte und unmittelbar Betroffene äusserten sich in der Presse, sogar anonyme Briefe wurden verschickt. Die Tatsache, dass die beiden mit Gold ausgezeichneten Mercedes-Spots von Jung von Matt/Limmat in Deutschland entstanden sind, stösst manchen Kreativen sauer auf. An der Entwicklung der Spots beteiligt war zwar auch der Schweizer Jean-Remy von Matt, der Minderheitsaktionär von Jung von Matt/Limmat und ordentliches Jury-Mitglied des ADC Schweiz ist. Aber massgeblich konzipiert wurden sie eben in Deutschland. Und das führte zu harschen Reaktionen. Man spricht von Wettbewerbsverzerrung und hinter vorgehaltener Hand sogar von unlauterem Wettbewerb.
ADC-Präsident Jean Etienne Aebi ist der Ansicht, dass die beiden Mercedes-Spots den heutigen ADC-Bestimmungen entsprechen, die Jury-Entscheidung also rechtens sei. Dies mag stimmen, doch hinterlässt der Entscheid irgendwie ein schales Gefühl.
Kritiker warnen schon davor, dass in Zukunft alle Netzwerkagenturen die besten Spots ihrer Kollegen in Paris, London oder von sonstwo einsenden werden. Irgendein Alibi-Schweizer findet sich sicher, die Einreichung läuft juristisch einwandfrei über die Bühne, und die Goldwürfel kommen. So schlimm wird es wohl nicht werden, doch die Glaubwürdigkeit des ADC steht auf dem Spiel.
Der ADC Schweiz will das Bewusstsein für Kreativität in der Werbung fördern. Das ist für die Branche äusserst wichtig, denn nur kreative Werbung kann dem latenten Antiwerbereflex der Politik etwas entgegensetzen. Der ADC ist deshalb gut beraten, so rasch wie möglich über die Bücher zu gehen. Eine Debatte darüber, ob die Eingabebedingungen richtig und noch zeitgemäss sind, drängt sich dringend auf. Nur so können in Zukunft derartige unschöne Fälle vermieden werden. Fälle, die für das Ansehen der gesamten Branche schlecht sind. Und das will wohl niemand.
Kommentar von Pierre C. Meier, Chefredaktor Werbewoche
get_footer();