Marketing von JP Morgan Asset Management in neuen Händen

Die Investmentgesellschaft JP Morgan Asset Management hat Marc-André Buchter zum neuen Head Marketing & Communications für die Schweiz ernannt. Der 44-Jährige wird Nachfolger von Yvonne Reinhard-Baumann.

Die Investmentgesellschaft JP Morgan Asset Management hat Marc-André Buchter zum neuen Head Marketing & Communications für die Schweiz ernannt. Der 44-Jährige wird Nachfolger von Yvonne Reinhard-Baumann. Sie wird nach einem Mutterschaftsurlaub weiterhin Teil des Kommunikationsteams sein und soll Buchter bei der Umsetzung der Strategie unterstützen. Buchter verantwortete zuvor das lokale Marketing von DWS Investments und Deutsche Asset Management Schweiz. Der Betriebsökonom und Marketingplaner verfügt über langjährige Fach- und Führungserfahrung in den Bereichen Marketing und Kommunikation von Finanzunternehmen und Banken, wie es in einer Mitteilung heisst.
JP Morgan Asset Management ist Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JP Morgan Chase & Co. Das Unternehmen verwaltete per 31. Dezember 2007 Kundengelder von rund 1’200 Milliarden US-Dollar und verfügt über 40 Niederlassun¬gen weltweit.

Knorrli mit 60 Jahren fit und zwäg

Ernährung Knorrli ist 60. Unilever lanciert zur Feier ein neues Ernährungs- und Bewegungsprogramm.

 
Ernährung Knorrli ist 60. Unilever lanciert zur Feier ein neues Ernährungs- und Bewegungsprogramm. 
Seit 1948 steht Knorrli den «Hausfrauen und Müttern» in der Küche mit Rat und Tat zur Seite. Das rote Männchen wurde seither auch als Kinderspielzeug ständig beliebter. Naheliegend deshalb, dass Unilever als heutige Besitzerin von Knorr das Jubiläum mit einer Aktion für Kinder und Familien feiert. Unter dem Motto «fit & zwäg» animiert Knorrli zu verschiedensten Aktivitäten mit dem Ziel, Familien und insbesondere Mütter mit dem Thema «Gesunde Ernährung und Bewegung» anzuleiten. Suisse Balance, die «Ernährungsbewegung» von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung, begrüsst das Programm, «weil es konkrete und leicht verständliche Hilfestellung bietet».
Mit «fit und zwäg» wird das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung zum Beispiel mit neuen Rezeptideen auf der Website www.knorr.ch gefördert. Hier können Mütter untereinander auch ihre Lieblingsrezepte austauschen. Dazu gibt es Tipps für Familienausflüge, bei denen mehr und regelmässige Bewegung mit viel Lust und Spass in den statischen Alltag integriert werden kann. 
Als Höhepunkt des Programms wird im Frühsommer in Engelberg/Titlis rund um den Trübsee der «Knorrli-Erlebnisweg» eröffnet. Der unterhaltsame Parcours macht die Familie «spielerisch mit den Eckwerten einer gesunden Ernährung und mit der Bewegung in der Natur bekannt», wie Projektleiterin Nadia Nabholz bei Unilever verspricht. Das Konzept zum Erlebnisweg ist intern bei Unilever in Thayngen zusammen mit medizinischen Experten sowie der Agentur Ravensburger entwickelt worden.
Für diese ist die Tatsache «erschreckend», dass ein Drittel der Schweizer Bevölkerung übergewichtig ist. Bei Kindern ist die Situation insofern «dramatisch», als dass bereits rund ein Fünftel der Kinder zu dick ist. Dieser Umstand bringt verheerende Folgen mit sich: Die meisten von ihnen werden auch im Erwachsenenalter übergewichtig sein. Dadurch ergeben sich Folgekrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislaufprobleme – wenn diese Menschen überhaupt einmal in das Alter von Knorrli kommen.
Die Väter von KnorrliDie Werbefigur Knorrli ist erst im Verlauf der inzwischen über 100-jährigen Geschichte von Knorr dazu gekommen. Der «freundliche Berggeist» mit einem dem Suppenteller nachempfundenen runden Kopf wurde im Jahr 1948 auf Initiative der Knorr-Generaldirektion vom Maler und Grafiker Hans Tomamichel konzipiert. Knorrli – und nicht mehr Knorr – sollte in Zukunft als sympathische Figur die neuen Produkte aus der ehemaligen Suppenküche bekannt machen.
Gegründet wurde dieses Unternehmen von Carl Heinrich Knorr aus Heilbronn. Der «Visionär und Vollblutunternehmer» hat der Arbeiterschaft als Erster vollwertige, rasch zubereitete, erschwingliche und dazu auch noch feine Nahrungsmittel angeboten.
Nach frühen Erfolgen expandierte Knorr 1907 in die Schweiz. In Thayngen funktionierte er eine leer stehende Schuhfabrik zu einer Produktionsstätte für Knorr Suppenwurst, Suppenwürze und Bouillonwürfel um. Zehn Jahre später beschäftigte das Unternehmen bereits über hundert Mitarbeitende.
Mangels Zulieferung aus Deutschland hat sich die Firma in Thayngen im Verlaufe des Zweiten Weltkriegs verselbständigt. Knorr entwickelte sich zu einer Schweizer Qualitätsmarke und war in der Folge immer wieder ein Pionier in dem heute als Convenience-Food bekannten Sektor der Alltagsernährung.
Andreas Panzeri

Zu guter Letzt: Fasnacht in 30 Sekunden

Mit dem Aschermittwoch ging für viele die fünfte Jahreszeit zu Ende. Neben Konfetti, Guggenmusik und Verkleidung hatten die Fasnächtler in der Mittelland-Kleinstadt Olten heuer auch wieder eine Fasnachtszeitung, die ihre Stimmung aufheiterte. Allerdings nur kurz: Das Blatt trägt nämlich den Namen «30 Sekunden».

Mit dem Aschermittwoch ging für viele die fünfte Jahreszeit zu Ende. Neben Konfetti, Guggenmusik und Verkleidung hatten die Fasnächtler in der Mittelland-Kleinstadt Olten heuer auch wieder eine Fasnachtszeitung, die ihre Stimmung aufheiterte. Allerdings nur kurz: Das Blatt trägt nämlich den Namen «30 Sekunden» und ist gestalterisch dem Tamedia-Titel nachempfunden, dessen Lektüre immerhin 19 Minuten und 30 Sekunden länger dauert. Auch die Distribution ist von den Pendlerzeitungen inspiriert: «30 Sekunden» lag zu Beginn des Fasnachtstreibens in neun Boxen auf, wie dem Oltner Tagblatt zu entnehmen ist. Zu verdanken haben die Oltner das 16 Seiten starke «30 Sekunden» übrigens der sogenannten Fröscheweid-Zunft und einigen Köpfen der Pfeifer-Clique wie auch alten Kämpfern der Vorgängerpublikation «Biiszange». Punkto Inserate allerdings kann das Oltner Fasnachtsblatt mit der Cash Cow aus dem Hause Tamedia nicht ganz mithalten. Das mag vielleicht der Grund sein, dass das Zürcher Medienhaus zu der Aktion eher ein Lächeln denn die Zähne der hauseigenen Juristen zeigt: «Wir werden in diesem Fall keine rechtlichen Schritte gegen die Oltner Fasnächtler einleiten», sagt Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. Der Schutz der Urheber- und Markenrechte von 20 Minuten sei dem Medienhaus aber weiterhin wichtig. Man werde insbesondere kommerziell motivierte Verletzungen dieser Urheber- und Markenrechte bekämpfen. Auch die Oltner haben also keinen Freibrief, wie Zimmer weiter sagte: «Im Wiederholungsfall würden wir bei Obernaar Adi dem Ersten, der gemäss der Fasnachtszeitung in Olten die Macht übernommen hat, intervenieren.»

«Machtspiele sind nicht unsere Absicht»

Distribution Dank Blick kann die Schweizerische Post in der Deutschschweiz eine flächendeckende adressierte Frühzustellung anbieten. Will sie nun die Verlage in die Knie zwingen? Michel Kunz, Leiter PostLogistics/PostMail und damit oberster Logistiker der Post, nimmt Stellung.

 
Distribution Dank Blick kann die Schweizerische Post in der Deutschschweiz eine flächendeckende adressierte Frühzustellung anbieten. Will sie nun die Verlage in die Knie zwingen? Michel Kunz, Leiter PostLogistics/PostMail und damit oberster Logistiker der Post, nimmt Stellung. 
WW: Nach dem Zuschlag von Ringier für die Blick-Frühzustellung hat die Post bei verschiedenen Frühzustellfirmen der Verlage Offerten eingeholt. Wird es da und dort zur Zusammenarbeit kommen?Michel Kunz: In der Startphase nicht. Wir werden die Blick-Frühzustellung selber initialisieren. Dabei können wir auch auf eigenes Personal aus der Tagzustellung ausweichen – zumindest als Übergangslösung. In einer späteren Phase sind aber Kooperationen mit einzelnen Vertriebsorganisationen der Verlage möglich.
Wie steht es in Bern – wird dort die 50-prozentige Post-Tochter Bevo von Beginn weg in die Blick-Frühzustellung einbezogen?Ja, die Bevo wird im Raum Bern die Frühzustellung übernehmen.
Einige Verleger sind über die neue adressierte Frühzustellung der Post empört. Sie sagen, es gehe nicht an, dass die Post zuerst die Zeitungstransporttarife erhöhe und dann mit den zusätzlichen Einnahmen die Verlage in der Frühzustellung konkurrenziere – und das erst noch mit Bundessubventionen.(lacht) Es wäre ja allzu schön, wenn wir aus dem Zeitungstransport ein finanzielles Polster hätten. Dem ist aber nicht so. Die Tarife haben wir erhöht, weil der Bund die Subvention der Zeitungstransporttarife bekanntlich von 80 Millionen auf 30 Millionen Franken reduzierte. Mit der Tariferhöhung kompensieren wir aber nicht einmal 40 Prozent der wegfallenden 50 Millionen Franken. Kurz: Trotz Tariferhöhung verdienen wir jetzt weniger als vorher.
Was halten Sie von folgender These: Mit ihrer adressierten Frühzustellung will die Post der Zuvo und ihren Partnern so lange das Leben schwer machen, bis diese klein beigeben, zu einer Kooperation mit der Post bereit sind und beispielsweise eine Minderheitsbeteiligung bei der Postmail AG eingehen.Machtspiele sind nicht unsere Absicht. Der Grund, weshalb wir in die adressierte Frühzustellung einsteigen, ist ein anderer: Durch den Wegfall eines Teils der Subventionen wird die Tagzustellung teurer. Somit wird auch die Preisdifferenz zwischen der Tagzustellung und der teureren Frühzustellung kleiner. Dadurch wird es aber für die Verlage attraktiver, künftig auch Zeitschriften in die eigene Frühzustellung zu geben – Volumina, die dann wiederum bei der Tagzustellung der Post verloren gehen. Es ist diese Entwicklung, die uns zum Schritt in die adressierte Frühzustellung veranlasste. Unser Ziel ist es, aus einer Hand eine umfassende Distributionsdienstleistung anbieten zu können – adressierte und unadressierte Frühzustellung sowie Tagzustellung.
Ich frage anders: Ist die Post grundsätzlich offen für eine Beteiligung der Verlage bei der Postmail AG?Soweit sind wir gedanklich noch nicht. Jetzt schauen wir erst einmal, wie die Verlage reagieren. Denn wir können uns vorstellen, neben dem Blick noch weitere Titel in die Frühzustellung zu nehmen. Derzeit sind wir mit verschiedenen Verlagen im Gespräch.
Wie gross war bisher der preisliche Unterschied zwischen adressierter Frühzustellung und Tagzustellung? Und wie gross ist er seit Neujahr?Das kann nicht generell gesagt werden. Denn das Gewicht der Sendung hatte beim subventionierten Preis der Post bisher einen wesentlich grösseren Einfluss auf den Tarif als bei der Frühzustellung. Die Frühzustellung kostete aber pro Exemplar in vielen Fällen etwa 10 Rappen mehr. Der nicht mehr subventionierte Preis hat sich diesem Niveau nun angenähert.
Interview Markus Knöpfli
 
 
 
 
 
Kein Neuland für die PostAusser bei der Bevo
in Bern ist die Post auch andernorts in der adressierten Frühzustellung tätig. So stellt sie etwa den Boten der Urschweiz in der Frühzustellung zu. «Und wir haben bereits vor Jahren für einzelne Verlage Frühzustellungen organisiert, so zum Beispiel im Kanton Aargau», sagt Michel Kunz. In der Westschweiz besitzt die Post eine Mehrheit an der Firma Epsilon, welche den Verlagen die Frühzustellung von La Chaux-de-Fonds bis Genf anbietet. (mk)

Tuchfühlung am Rock

Kultur Ruf Lanz visualisiert, wieso Fans im Club Abart näher an den Rockstars dran sind.

 
Kultur Ruf Lanz visualisiert, wieso Fans im Club Abart näher an den Rockstars dran sind. 
Der Zürcher Club Abart beim Bahnhof Giesshübel ist das Wohnzimmer der Schweizer Rockliebhaber. Selbst Campino und die legendären Toten Hosen rockten im Abart schon auf der kleinen Bühne. Dass man den Stars im Abart wesentlich näher kommt als bei den Konzerten in den grossen Stadien, dramatisiert Ruf Lanz anlässlich des 10. Club-Jubiläums mit einer visuell überzeugenden Kampagne.
Andreas Panzeri

Best of Print Advertising

Marktforschung SBB, Exelcat und Swissfruit schalteten im vergangenen Jahr die beliebtesten Anzeigen in den Schweizer Printmedien.

 
Marktforschung SBB, Exelcat und Swissfruit schalteten im vergangenen Jahr die beliebtesten Anzeigen in den Schweizer Printmedien. 
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der Werbewoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX-Print). Dieser Index ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigen. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt. (ww)Der Advertising-Index für Printwerbungliefert Jahr für Jahr verbindliche Performance-Daten zur Werbung insgesamt. Die 500 Interviewten pro Erhebungswelle werden psychografisch geeicht. Ihre Werteorientierungen reichen von Nord (progressiv) nach Süd (konservativ) und von West (aussengerichtet, materialistisch) nach Ost (innengerichtet, idealistisch). Dabei zeigt sich immer aufs Neue, dass die verschiedenen Zielgruppen von den Werbekampagnen auch ganz unterschiedlich angesprochen werden. Weitere Informationen zum Advertising-Index und zum Market Radar erhalten Sie bei Demoscope unter Telefon 041 375 40 00 oder über www.demoscope.ch, Planungsunterstützung mit dem Advertising-Index, dem Market Radar und mit dem Print-Advertising-Monitor (PAM) vermittelt
Publimedia. (ww)

Genf: 20’000 Haushalte für zwei Tage ohne Schweizer Fernsehen

In Genf mussten zwischen Montagabend und Mittwochnachmittag 20’000 Haushalte auf die Kanäle des Schweizer Fernsehens verzichten. Der DVB-T-Sender auf dem Genfer Hausberg Salève war kaputt.

 
In Genf mussten zwischen Montagabend und Mittwochnachmittag 20’000 Haushalte auf die Kanäle des Schweizer Fernsehens verzichten. Wegen eines Problems mit dem Sender auf dem Genfer Hausberg Salève wurde das normalerweise von dort über den Äther gesandte digitale Signal nicht ausgestrahlt. Betroffen waren jene Haushalte, die nur über DVB-T, den digitalen terrestrischen Empfang, verfügten. Über Satellit und Kabel konnten die Schweizer Sender weiterhin empfangen werden. Wie das Fernsehen am Mittwoch mitteilte, gingen zahlreiche Beschwerden ein.

Sunrise scheint hinter «Free Internet» zu stecken

Die angebliche Interessengruppe «Free Internet» sorgt für Aufregung unter Bloggern. Die Gruppe wolle sich für kostenlose Internetzugänge einsetzen, schreibt sie auf ihrer Website Freeinternet.ch. Nachdruck verschaffen will die Gruppe dieser Forderung beispielsweise mit einer Flitzeraktion in Zürich. Die Blogosphäre spekuliert nun aber darüber, dass es sich um eine virale Kampagne eines Unternehmens handeln könnte. Im Verdacht der Blogger steht Sunrise.

 Die angebliche Interessengruppe «Free Internet» sorgt für Aufregung unter Bloggern. Die Gruppe wolle sich für kostenlose Internetzugänge einsetzen, schreibt sie auf ihrer Website . Für die Internetverbindung gebe jeder Schweizer im Jahr 600 Franken aus, das sei zu viel. Nachdruck verschaffen will die Gruppe dieser Forderung beispielsweise mit einer Flitzeraktion im Zürcher Niederdorf, die vergangenen Samstag stattgefunden haben soll (). Der spekuliert nun aber darüber, dass es sich um eine virale Kampagne eines Unternehmens handeln könnte. Im Verdacht der Blogger steht Sunrise. Den ersten Hinweis, dass es sich um das Telekomunternehmen handeln könnte, gab übrigens Klartext-Chefredaktor Nick Lüthi. Bei Sunrise sagte Sprecher Konrad Stokar auf Anfrage der Werbewoche, dass er zu der ganzen Sache «nichts sagen könne». Auch auf explizite Nachfrage, ob Sunrise dementieren könne, dass sie mit «Free Internet» zu tun habe, gab es die gleiche Antwort: «Wir können dazu nichts sagen». Eine ähnliche Auskunft hatte auch der Swiss Metablog erhalten. Dass Sunrise weder dementiert noch bestätigt, schürt die Spekulationen in der Blogosphäre natürlich.
Eine Anfrage der Werbewoche an «Free Internet» blieb vorerst ohne Antwort.  
Mittlerweile ist von Bloggern ermittelt worden, dass die Website früher dem Unternehmen Sunrise gehörte und heute von einem Mitarbeiter der Werbeagentur Futurecom geführt wird. Somit scheint die Angelegenheit klar zu sein.
Dies dürfte nicht alle erfreuen. Ein Mail von «Free Internet» an verschiedene Blogger sieht der
Swiss Metablog als «Spam» und somit unlauteren Wettbewerb. Das Urteil dazu fällt vernichtend aus: «Und kommt mir jetzt nicht mit ‚Guerilla oder ‚Viral’ oder gar ‚Social’ Marketing. Nein, liebe Leute, das ist weder Guerilla- noch Virales und schon gar nicht Social Marketing, sondern ganz einfach Spam. Lug und Betrug.» Und der Sauglattismus-Blogger stellt in einem Kommentareintrag auf dem Metablog folgende Frage: «Doch begreifen diese Werber denn nicht, dass der Konsument es nicht mag, verarscht zu werden?».  
 

Spot für Millionen

TV-Werbung An der TV-Übertragung des Super Bowl laufen die teuersten Werbespots der Welt. Das Geld ist aber gut investiert: Bereits seit Jahren haben Super-Bowl-Spots Kultstatus, und nicht selten stehlen die Spots sogar dem Footballspiel die Schau.

 
TV-Werbung An der TV-Übertragung des Super Bowl laufen die teuersten Werbespots. 
Durchschnittlich 2,7 Millionen Dollar legten Unternehmen auf den Tisch, um beim Football-Finalspiel Super Bowl ihre 30-sekündigen Werbebotschaften am US-Fernsehen ausstrahlen zu können. Jedes Jahr reissen sich unzählige US-Unternehmen darum, ihre Werbebotschaften während der acht Stunden dauernden Live-Übertragung senden zu können. Und dies, obwohl die Preise für einen 30-Sekunden-Spot seit 1999 jährlich um rund 100’000 Dollar steigen. Hintergrund ist die Reichweite des national grössten Sportereignisses, das gemäss Schätzung auch dieses Jahr 90 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm gelockt hat.Seit ein paar Jahren wirken die Spots auch noch weit über das Ereignis hinaus. In dem Versuch, sich gegenseitig zu überbieten, scheuen Werbetreibende weder Kosten noch Mühen, um sich in Szene zu setzen. Die aufwändig produzierten Spots übertrumpfen deshalb nicht selten die eigentliche Show auf dem Spielfeld. So haben einige der Super-Bowl-Spots der vergangenen Jahre mittlerweile Kultstatus erreicht und werden als heisse Ware herumgereicht. Auch im Online-Bereich wird versucht, aus diesem Phänomen Kapital zu schlagen. So lockt beispielsweise das Filmportal iFilm Nutzer auf seine Seite, indem es die nach eigenen Angaben grösste Sammlung an Super-Bowl-Spots zur Verfügung stellt.
«Das Schönste, das einem Werbespot passieren kann, ist, dass er bei Kultcharakter erreicht», sagt Volker Nickel vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft. Derartige Phänomene seien in dieser Dimension allerdings fast ausschliesslich auf die US-amerikanische Werbelandschaft begrenzt; der TV-Bereich in Deutschland – jenem der Schweiz sehr ähnlich – verfüge über keine derartige Dominanz wie in den Vereinigten Staaten, so Nickel. Auch punkto Preise sind die Verhältnisse hier zu Lande trotz einer Konzentrierung auf Grossereignisse noch weit entfernt vom US-Preisniveau: «Rund 160’000 bis 180’000 Euro sind bei uns im Fall solcher Grossereignisse für einen 21-sekündigen Spot zu bezahlen». (elk)

Credit Suisse lässt für EM kantonale Wahrzeichen erstrahlen

Lichtkünstler Gerry Hofstetter beleuchtet im Auftrag der Credit Suisse kantonale Wahrzeichen und nahe gelegene Gebäude der Credit Suisse mit Fussballsujets. Die Bank will damit die Bevölkerung auf die EM einstimmen.

 Lichtkünstler Gerry Hofstetter beleuchtet im Auftrag der Credit Suisse in allen 26 Kantonen Wahrzeichen und nahe gelegene Gebäude der Credit Suisse während 45 Minuten – analog der Halbzeit eines Fussballspiels. Die Aktion dauert laut Mitteilung bis zum 7. März und steht unter dem Motto «Der Fussball lässt die Schweiz erstrahlen». Die Sujets erstrahlen in den ersten Minuten in den Farben und Wappen des jeweiligen Kantons, anschliessend erscheinen farbenfrohe Fussballbilder.Die Credit Suisse als langjährige Partnerin der Schweizer Fussball-Nationalmannschaften wolle mit dieser Aktion die Bevölkerung auf die bevorstehende Europameisterschaft einstimmen und dazu aufrufen, die Nationalmannschaft zu unterstützen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Credit Suisse veranstaltet in den kommenden Wochen bis zum EM-Anpfiff am 7. Juni verschiedene weitere Aktivitäten. So verschenkt sie beispielsweise ab dem 16. April rund 200’000 Fussbälle in ihren Filialen oder ermöglicht am 18. Mai den Fans persönliche Begegnungen mit Nationalspielern und Trainer.

Zu guter Letzt: 54’800 Dollar für Parkgebühren

Der Vorwahl-Marathon am «Super-Tuesday» ist der vorläufige Höhepunkt einer für die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen beispiellosen Materialschlacht. Die Kandidaten nahmen insgesamt 582 Millionen Dollar an Spendengeldern ein. Der Grossteil dieser Summen floss dabei in Fernsehwerbung.

 
Der Vorwahl-Marathon am «Super-Tuesday» ist der vorläufige Höhepunkt einer für die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen beispiellosen Materialschlacht. Im vergangenen Jahr nahmen die Kandidaten und die Kandidatin insgesamt 582 Millionen Dollar an Spendengeldern ein. Vor vier Jahren lag die Summe zum Vergleichszeitpunkt bei 257 Millionen Dollar, vor acht Jahren sogar bei «nur» 171 Millionen Dollar. Das geht aus den Zahlen der Finanzberichte hervor, welche die Kandidaten an die US-Wahlkommission (FEC) abgeben mussten. Der Grossteil dieser Summen floss dabei in teure Fernsehwerbung. Die Demokraten sind mittlerweile klar im Vorteil: Ihre Kandidaten kamen bis Ende 2007 zusammengerechnet auf 317 Millionen Dollar Spenden, die Republikaner auf 265 Millionen Dollar. Die ungekrönten Spendenkönige sind in dieser Wahlsaison die Demokraten Hillary Clinton und Barack Obama. Clinton nahm 2007 insgesamt 115 Millionen Dollar ein, Obama 102 Millionen Dollar. Zum Vergleich die Republikaner: Die höchste Summe verzeichnet Mitt Romney mit 88 Millionen Dollar, inklusive 35 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen, auf Platz zwei folgt mit 61 Millionen Rudolph Giuliani, auf Platz drei John McCain mit lediglich 41 Millionen.
Die eingereichten Finanzberichte enthüllen jedoch auch ein paar nette Details aus dem Wahlkampf. So gab Hillary Clinton etwa 2007 allein 54’800 Dollar für Parkgebühren aus, und Barack Obama investierte 997’000 Dollar in Briefporto. Damit ist die Materialschlacht jedoch noch nicht zu Ende. Experten schätzen, dass die Kandidaten bis zur Präsidentschaftswahl am 4. November 2008 ein bis zwei Milliarden Dollar ausgegeben haben werden. Hat da jemand Plutokratie gesagt?

Brüngger Bachmann Dialog dramatisiert Saab-Eigenschaften

Für Saab Schweiz entwickelte die Zürcher Agentur Brüngger Bachmann Dialog eine Kampagne, in der darauf verzichtet wird, die Fahrzeuge wie gewohnt dominant ins Zentrum zu setzen. Im Vordergrund steht die Dramatisierung von spezifischen Modell-Eigenschaften.

Die Kommunikation der Automobilbranche in der Schweiz unterscheidet sich in den Augen der Agentur Brüngger Bachmann Dialog kaum, und den Konsumenten wird kein klares und differenzierendes Bild der Marke vermittelt. Für Saab Schweiz entwickelte die Agentur deshalb eine Kampagne, in der darauf verzichtet wird, die Fahrzeuge wie gewohnt dominant ins Zentrum zu setzen. Im Vordergrund steht die Dramatisierung von spezifischen Modell-Eigenschaften wie Schubkraft, Bodenhaftung oder Biopower, durch die sich das neue Modell klar von anderen Autos differenziert. Die gesamte Kampagne unterstreiche die Innovationskraft von Saab, heisst es in einer Mitteilung von Brüngger Bachmann Dialog. 
Die Sujets, bei welchen erstmals auch Anzeigen mit Beikleber zum Einsatz kommen, beinhalten Handlungsaufforderungen, die zum Dialog führen sollen. So wird der Konsument aufgefordert, eine Probefahrt zu vereinbaren oder Modell-Literatur zu bestellen.
Die Print-Sujets werden online durch Landing-Pages und Bannerwerbung begleitet. Mailings an Interessenten und Kunden sowie Aktivitäten am POS unterstützen den neuen Auftritt.
 
 
 
 

Verantwortlich bei Saab Schweiz:
Mario Klaus (Marketing Manager), Nathalie Busslinger (Werbeleiterin). Verantwortlich bei Brüngger Bachmann Dialog: Remo Bachmann (CD), Martin Steiner (Strategische Planung), Manuela Eigenmann (Grafik), Mathias Zimmermann (Text), Liv Bianchet (Beratung).

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