Markus Mager nimmt bei Radio 24 den Hut

Ein weiterer Abgang bei Radio 24: Programmleiter Markus Mager gibt die publizistische Leitung des Senders ab und verlässt die Belcom in den nächsten Monaten. Ein Nachfolger wurde von Tamedia nicht genannt. Sein Weggang habe persönliche Gründe, sagte Mager gegenüber der Werbewoche. Die letzten Monate empfand er als turbulent.

Ein weiterer Abgang bei Radio 24: Programmleiter Markus Mager gibt die publizistische Leitung von Radio 24 ab und verlässt die Belcom in den nächsten Monaten. Mager, der 2005 zum Sender gestossen war, will sich nach drei Jahren als Programmleiter beruflich neu orientieren, wie Tamedia am Donnerstag mitteilte. Ein Nachfolger wurde nicht genannt. Bei Radio 24 war es in den letzten Monaten zu einigen Abgängen gekommen. Im Juni 2007 hatten Redaktionsleiter Iwan Santoro und Moderationsleiter Marc Jäggi das Radio verlassen. An ihre Stelle sind Reto Schärli und Andreas Meier getreten. Auch auf der Verkaufsseite gab es personelle Wechsel: So verliessen Verkaufsleiter Tarkan Özküp und sein Stellvertreter Marco Genepretti den Sender (siehe
und ).
Damit habe aber sein Abgang nichts zu tun, sagte Mager auf Anfrage der Werbewoche: «Die Gründe für meinen Weggang sind rein persönlich.» Er habe drei sehr intensive und anstrengende Jahre hinter sich. Die Abgänge seien nun zwar grösstenteils ersetzt und das Budget unter Dach und Fach, doch sei für ihn nun die Zeit gekommen, um einen neuen Weg einzuschlagen: «Auch die kommenden Jahre werden bei Radio 24 sehr intensiv sein. Ich hab mich gefragt, ob ich noch genügend Power für diese Aufgaben habe. Und bin zum Schluss gekommen, dass ich den Sender in neue Hände geben möchte.» Dass bei Radio 24 der Wurm drin sei, dementiert er heftig: «Natürlich waren die letzten paar Monate schwierig, die Wechsel bringen Unruhe mit sich. Die kommerzielle Situation war im Laufe der letzten Jahre auch nicht immer einfach. Radio 24 ist schliesslich kein Billigprodukt, und die Qualität des Senders muss auch finanziert werden». Man sei jetzt aber für die Zukunft gut aufgestellt, so Mager.
Turbulente Situationen habe es nicht nur bei seinem Sender gegeben: «Die ganze Branche ist in einer Phase der Veränderung, und das liegt nicht nur an Schawinski. Davor gab es beispielsweise schon die Rekrutierungswellen von DRS für den neuen Info-Sender, das hatte auf uns auch Auswirkungen».
Die Umstrukturierungen bei Tamedia waren Teil des Veränderungsprozesses. Mager bestreitet aber, dass es mit seinem neuen Chef Rolf Bollmann Uneinigkeiten zur publizistischen Ausrichtung gegeben habe: «Die neue Struktur ist ja erst seit Anfang Jahr in Kraft, es ist erst ein guter Monat vergangen. Ausserdem wurde uns das neue Budget bewilligt mit der Rahmenbedingung, dass wir unser Programm weiterführen wie bisher.»

Mager selbst hat noch keine konkreten Pläne für die Zukunft: «Ich habe sechs Monate Kündigungsfrist und werde in den nächsten Monaten meine Aufgaben wahrnehmen, bis ein Nachfolger eintritt.» Was dann komme, sei noch völlig offen – auch, ob er weiterhin im Medium Radio tätig sein will. Andere Mediengattungen kennt er auch: Nach dem Beginn seiner journalistischen Laufbahn bei Radio Z im Jahre 1993 arbeitete er später unter anderem für RTL/Pro 7 Schweiz sowie Sat.1 Schweiz und war von 2002 bis 2004 stellvertretender Chefredaktor von TeleZüri. Vor seinem Wechsel zu Radio 24 im Mai 2005 war Mager Reporter beim Sonntagsblick.

GDI-Trendradar: Konsumgrounding und zunehmende Werteorientierung

Im Trendradar 1.08 beschreiben die Forscher des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) nach den Gesellschaftstrends nun die wichtigsten Einflüsse und Entwicklungen für den Handel. Die Rede ist dabei unter anderem von einem Grounding des Konsums und dem Bedürfnis der Kunden nach fassbarer Qualität.

 Im Trendradar 1.08 beschreiben die Forscher des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) nach den Gesellschaftstrends nun die wichtigsten Einflüsse und Entwicklungen für den Handel.  
Es sei zu beobachten, dass die Kunden genug von Massenprodukten und Marketinglügen hätten. Sie wehren sich, indem sie sich vor dem Einkauf nicht beim Händler oder Hersteller informieren, sondern bei anderen Kunden. Foren, Bewertungs- und Vergleichs-Sites helfen ihnen dabei. Die Anbieter verlieren so die Kontrolle über ihre Kommunikation.
 
Als weitere Entwicklung nennt das Institut die Wanderung des Reichtums nach Osten. In Indien sind vier Fünftel der Bevölkerung erwerbstätig. Jährlich gibt dort es 3,5 Millionen Hochschulabsolventen, davon rund eine halbe Million Ingenieure. Die Löhne steigen rasch an, der Fokus verschiebt sich vom Export zu Konsum. In China heuert man Inder an, Indien wiederum produziert in Vietnam und Rumänien – man beobachte ein «Outsourcing of Outsourcing», heisst es in der Mitteilung des GDI.
Das Institut spricht auch von einer Rückbesinnung auf den Grundbedarf und einem daraus folgenden Grounding des Konsums: Weil die Preise für Grundnahrungsmittel und Energie in nächster Zeit massiv steigen, werden die Konsumenten einen wachsenden Teil ihres Einkommens für Güter des täglichen Bedarfs ausgeben müssen – und sich insgesamt weniger leisten können.
 
Als weiteren Trend wird eine Zunahme der Werteorientierung in der Gesellschaft genannt. Weil immer breitere Bevölkerungsteile bewusst konsumieren wollen, wird der Markt für nachhaltig gefertigte Produkte einen Boom erleben. Anbieter müssen sich bezüglich Glaubwürdigkeit, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit stärker profilieren. Der klassische Preiskampf um die Kunden wird vom Vertrauenswettbewerb abgelöst.
 
Weiter sei in den Innenstädten mit einer Verschiebung von Einkaufsstrassen hin zu  Begegnungsorten – sogenannten Social Hubs  –  zu rechnen. Die Social Hubs würden in einer zunehmend anonymisierten Welt die Dorf- und Marktplätze von einst ersetzen.
 
Als letzter Punkt wird im Trendradar das Bedürfnis der Kunden nach einer fassbaren Qualität genannt: Während jahrelang nur die Marke wichtig gewesen sei, wolle der Kunde nun für sein Geld wieder einen realen Gegenwert. Dadurch würden zwar klassische Markenköder der Anbieter zunehmend durchschaut.

Spar wirbt mit Bree aus «Desperate Housewives»

Marcia Cross, bekannt als leicht neurotische und putzsüchtige Bree in der US-Serie «Desperate Housewives», wirbt für die Eigenmarke Splendid des Detaillisten Spars. Ein Spot mit Cross in Doppelrolle läuft allerdings nur in Österreich.

Der Schweizer Detaillist Spar hat saubere Arbeit geleistet und sich eine «verzweifelte Hausfrau» als Testimonial geangelt. Marcia Cross, bekannt als leicht neurotische und putzsüchtige Bree in der US-Serie «Desperate Housewives», wirbt für die Eigenmarke Splendid. In der Schweiz ist sie auf verschiedenen Werbemitteln wie Plakaten, Inseraten, dem Spar-Magazin und an POS-Massnahmen zu sehen. In einem Spot, der allerdings in der Schweiz nicht am Fernsehen läuft, spielt sie gleich eine Doppelrolle und mimt wie in der Serie eine penible, skurrile Hausfrau mit Perfektionswahn. Die Headline der Kampagne heisst denn auch: «Das Geheimnis der perfektesten Hausfrauen». Wie Jürgen Egger von der Marketingabteilung des Detailhändlers sagt, wirbt Marcia Cross mit Splendid zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz. Der Spot stammt von der österreichischen Spar-Niederlassung; im östlichen Nachbarland lief er auch am Fernsehen. In der Schweiz ist der Spot auf der Website von Spar zu sehen. Wie Egger weiter erklärte, wurde die Kampagne ohne Beteiligung einer Werbeagentur entwickelt.

Dialog Lucky Lack setzt für Danfoss Wärme um

Die Basler Agentur Dialog Lucky Lack hat für den Bereich Haustechnik der Firma Danfoss ein neues Kommunikationskonzept für den Schweizer und österreichischen Markt entwickelt.

Die Basler Agentur Dialog Lucky Lack hat für den Bereich Haustechnik der Firma Danfoss ein neues Kommunikationskonzept für den Schweizer und österreichischen Markt entwickelt. Neben Produktebroschüren erscheinen auch Anzeigen in der Publikums- und Fachpresse, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.  
Für die Hilsa 08, die Schweizer Fachmesse für Haustechnik, hat Dialog Lucky Lack ausserdem den neuen Auftritt des Unternehmens für Heizungs-, Klima- und Lüftungsindustrie weiterentwickelt und den Messestand umgesetzt.
Verantwortlich bei Danfoss:
Benno Kollmann (Geschäftsführung), Daniela Buser (Marketingleitung). Verantwortlich bei Dialog Lucky Lack: Carmen Bregy (Konzept/Text, Beratung), Patrick Lack (Beratung), Friedrich Glatt (AD, Grafik), Matthias Triet (Illustrationen), Roman Buikema (DTP). Standbau: Heuberger Form Creation. 

Zu guter Letzt: Heidis letzte Fahrt im VW Tiguan

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde es bekannt: Volkswagen hatte mit Heidi Klum und Seal ein Vorzeige-Promi-Paar gewonnen, wie es strahlender kaum hätte sein können. Nun wurde die Kampagne für den VW-Tiguan vorzeitig abgesetzt.

 Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde es bekannt: Volkswagen hatte mit Heidi Klum und Seal ein Vorzeige-Promi-Paar gewonnen, wie es strahlender kaum hätte sein können. Das Supermodel/die Supermamma und die Supersoulstimme wollten drei Jahre lang für den Autohersteller werben. Schon bald waren die beiden Beaus in der Kampagne für den VW Tiguan zu sehen – dieser wurde Anfang November in den Markt eingeführt. Doch nun gab VW bekannt, dass die Kampagne Ende Januar nach nur drei Monaten abgesetzt worden sei. Was ist da bloss schiefgelaufen?Schiefgelaufen ist vielleicht der falsche Ausdruck: Die von Grabarz & Partner kreierte Kampagne hat offenbar gut gearbeitet – zu gut für die Produzenten des Autos, welche mit dem Bauen masslos überfordert zu sein scheinen: Wer sich einen VW Tiguan bestellt, muss derzeit laut Werben & Kaufen wegen der grossen Nachfrage elf Monate warten, bis das Fahrzeug geliefert werden kann – jeder will eben sein wie Heidi und Seal.
 
Der aufmerksame Zu guter Letzt-Leser wird wissen: Es ist nicht das erste Mal, dass man Heidi nicht mehr als Testimonial will (siehe
). Vielleicht sollte sie in Zukunft einfach nur noch über den Laufsteg watscheln und ihre Bilderbuch-Ehe mit Seal geniessen – wenn schon diejenige mit VW gescheitert ist.

Metzgerlehner gestaltet Gesamtauftritt für Neidhart+Schön Group

Die Agentur Metzgerlehner Worldwide Partners mit Sitz in Erlenbach realisiert den neuen Gesamtauftritt der Neidhart+Schön Group. Die Aktivitäten wurden bereits letzte Woche per Mailing gestartet

 Die Agentur Metzgerlehner Worldwide Partners mit Sitz in Erlenbach realisiert den neuen Gesamtauftritt der Neidhart+Schön Group. Die Kernbotschaft «Neidhart+Schön=» ziehe sich über sämtliche Disziplinen und zeige mit Angebotsbeispielen auf spielerische Art die Angebote des Unternehmens für gedruckte und digitale Kommunikationslösungen, heisst es in einer Mitteilung von Metzgerlehner. Die Aktivitäten wurden bereits letzte Woche per Mailing gestartet: Ein Puzzle führte den Kunden auf die neue Website des Unternehmens, wo er mittels persönlichem Code an einem Wettbewerb teilnehmen und zugleich die vier neu kreierten Imagebroschüren bestellen konnte.
Die Agentur ist zudem für diverse BTL-Werbemittel verantwortlich, welche ebenfalls seit Anfang Februar im Einsatz sind.

 
Verantwortlich bei Neidhart+Schön Group Zürich:
Joelle Loos (Leitung Marketing), Cornelia Dürst (Marketing). Verantwortlich bei Metzgerlehner Worldwide Partners: Felix Dammann (CD), Marco Lehner (Strategie), Patrick Meyer (Text), Gian-Andrea Maurizio (AD), Thomas Hinderling (Beratung), Balint Dobozi (Metzgerlehner Digital), Jonathan Heyer (Fotographie). Pixelpolish (Kreativretusche), Neidhart+Schön Group (Litho und Druck). 

«Faces TV» geht in die zweite Staffel

Die People- und Lifestyle-Sendung «Faces TV» im Schweizer Programmfenster auf ProSieben geht am Freitag in die zweite Staffel. Geplant sind wiederum 20 Folgen.

 Die People- und Lifestyle-Sendung «Faces TV» im Schweizer Programmfenster auf ProSieben geht am Freitag in die zweite Staffel. Geplant sind wiederum 20 Folgen. Mit den Quoten der ersten Staffel zeigte sich ProSieben (Schweiz)-Geschäftsführer Mike Gut in einer Mitteilung zufrieden: Seit der Lancierung am 31. August 2007 weise das Magazin stetig steigende Zuschauerzahlen auf und erreiche mittlerweile einen durchschnittlichen Marktanteil von 5,0 Prozent bei den 15- bis 49-Jährigen. Jede Folge werde durchschnittlich von gut 45’000 Personen geschaut. Seit Dezember 2007 wird «Faces TV» auch am Samstag im Vorabendprogramm gezeigt, was sich laut Gut bewährt hat. Die Samstagsausstrahlung erreicht in der erwähnten Zielgruppe im Schnitt einen Marktanteil von 10,8 Prozent.
Neben Moderatorin Claudia Lässer kommt in der zweiten Staffel Faces-Botschafterin Catherine Amoroso zu Auftritten als Co-Moderatorin. Amoroso ist im Herbst als Siegerin aus dem Model- und Moderatorinnen-Casting «Face of Faces 07» auf ProSieben hervorgegangen (siehe
). Die Sendung wird weiterhin von Fairlane Consulting (Herausgeberin des Magazins Faces) in enger Zusammenarbeit mit Claudia Lässer produziert.

Markom-Zulassungsprüfung mit hoher Beteiligung und Erfolgsrate

An der zum zweiten Mal durchgeführten Markom-Zulassungsprüfung nahmen 865 Kandidaten und Kandidatinnen teil. Davon haben 754 mit Erfolg abgeschlossen.

 An der zum zweiten Mal durchgeführten Markom-Zulassungsprüfung nahmen 865 Kandidaten und Kandidatinnen teil. Davon haben 754 diese mit Erfolg abgeschlossen. Die Prüfung wurde vom 21. bis 25. Januar 2008 dezentral in Zürich, Bern, St. Gallen und Lausanne durchgeführt. Erfolgreiche Absolventen erhalten ein Zertifikat, das eine der Zulassungsbedingungen ist, um ab 2009 an den fünf Berufsprüfungen in den Bereichen Marketing, Verkauf, Direkt Marketing, Werbung und PR teilnehmen zu können. Die Erfolgsquote lag dieses Jahr bei 87,2 Prozent, der Notenschnitt bei 4,3. Von den insgesamt 899 angemeldeten Kandidaten haben letztendlich 865 an der Prüfung teilgenommen. Davon waren 513 Frauen und 352 Männer; 832 aus der Deutschschweiz sowie 33 aus der Romandie. Die Namen der mit dem MZP-Zertifikat ausgezeichneten Prüfungsabsolvent-/innen werden in Kürze unter Markom.org publiziert. Die nächste Prüfung findet vom 4. bis 8. August 2008 statt.
Dem 2002 gegründeten Trägerverein Markom gehören die Branchenverbände Swiss Marketing SMC, Schweizerische Gesellschaft für Marketing GfM, Verkauf Schweiz VS, Schweizer Direktmarketing Verband SDV, Schweizer Werbung SW, Schweizerische Public Relations Gesellschaft SPRG, Schweizerischer Arbeitgeberverband und KV Schweiz an.

Abendzeitung Heute: Neues E-Paper verfügbar

Die Abendzeitung Heute bietet ab sofort eine neue E-Paper-Version an. Die User können nicht nur virtuell durch die Zeitung blättern, sondern auch auf einzelne Seiten verlinken und das E-Paper in ihren Blog, Facebook- oder Myspace-Account einbinden.

 Die Abendzeitung Heute bietet ab sofort eine neue E-Paper-Version an. Die User können nicht nur virtuell durch die Zeitung blättern, sondern auch auf einzelne Heute-Seiten verlinken und das E-Paper in ihren Blog, Facebook- oder Myspace-Account einbinden. Es besteht weiter die Möglichkeit, Artikel mit virtuellen Post-It-Zetteln zu versehen und weiterzuschicken, wie das Gratisblatt am Donnerstag mitteilte.Die technische Infrastuktur stellt die im Februar 2006 gegründete dänische «Issuu», die das neue Format in Zusammenarbeit mit Heute-Online-Chefentwickler Benjamin Rüegg und Digital-Redaktor Thomas Benkö umsetzte. Am bestehenden E-Paper als PDF-Datei wird festgehalten. Beide Formate werden künftig parallel angeboten. Die neue Ausgabe steht regionalisiert täglich ab 15 Uhr gratis zum Download bereit.

EU verschärft Infopflicht

Recht Die EU verstärkt den Kampf gegen die Fettleibigkeit und will die Lebensmittelkennzeichnung vereinheitlichen.

 
Recht Die EU verstärkt den Kampf gegen die Fettleibigkeit und will die Lebensmittelkennzeichnung vereinheitlichen. 
Die EU-Kommission hat den lang erwarteten Vorschlag zu Nährwertinformationen bei Lebensmitteln vorgelegt. Er stösst nicht nur bei Lebensmittelherstellern, sondern auch beim Handel auf Kritik.Regeln bis ins DetailSo sollen neu wichtige Informationen zum Nährwert bei fertig abgepackten Lebensmitteln auf der Packungsvorderseite erscheinen. Dazu gehören Angaben zum Energiegehalt, Gehalt an Kohlenhydraten unter spezieller Nennung von Zucker, Salz, Fett und gesättigten Fettsäuren. Sämtliche diese Angaben sollen sich dabei auf den durchschnittlichen Tagesbedarf an Nährstoffen, bezogen auf 100 Gramm beziehungsweise Milliliter oder auf eine Portion, beziehen sowie eine fest definierte Schriftgrösse haben. Die grafische Umsetzung, also auch die Nutzung bestimmter Symbole, ist dabei Sache der einzelnen Mitgliedstaaten, die dazu eine individuelle Regelung in nationalen Empfehlungen treffen müssen.
«Unflexible Vorgaben»«Damit überspannt die EU-Kommission den Bogen», sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), am 30. Januar in Berlin ohne Wenn und Aber. «Die Vorgaben sind so unflexibel, dass die Unternehmen wenig bis gar keinen Spielraum bei der konkreten Umsetzung auf der Verpackung haben. Besonders kritisch sind drohende unterschiedliche Umsetzungen in den Mitgliedstaaten. Das hilft weder den Kunden noch den international tätigen Handelsunternehmen», so Genth.
Auf Grund der neuen Vorschriften würde auf die Unternehmen nicht nur ein Mehr an Bürokratie zukommen, sondern auch deutlich höhere Kosten. Dem Verordnungsentwurf müssen nun EU-Rat und EU-Parlament noch zustimmen. Tritt die neue Bestimmung in Kraft, sind auch die Schweizer Hersteller in der Pflicht. Sie müssen ihre Kennzeichnungen inskünftig ebenfalls anpassen.
Sabine Flachsmann

ARD und ZDF arbeiten im TV-Spotverkauf zusammen

Die deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF werden künftig beim Verkauf von Werbezeit zusammenarbeiten. Eine gemeinsame Tochtergesellschaft soll sich um den Verkauf der TV-Spots kümmern. Aus der Politik ist Widerstand zu erwarten.

 
Die deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF werden künftig beim Verkauf von Werbezeit zusammenarbeiten. Das Bundeskartellamt hat die Anmeldung der Vertriebskooperation bestätigt. Gemäss einem Bericht des Online-Magazins Horizont.net soll sich eine gemeinsame Tochtergesellschaft um den Verkauf der TV-Spots kümmern. Angebotsstellung, Preisgestaltung, Disposition und Forschung sollen jedoch unabhängig bleiben.ARD und ZDF wollen die Pläne «nicht kommentieren», wie es im Bericht weiter heisst. Bei den Nachfragern ist die Zusammenarbeit willkommen, allerdings seien mehr als nur die Vorteile bei der Administration und der Verkaufsabwicklung erwartet worden, so Christof Baron, COO der Frankfurter Mediaagentur Mindshare. Für den Gebührenzahler sieht er das jedoch anders: «Die Vermarktung von ARD und ZDF unter einem Dach ist aus ökonomischer Sicht das Beste, was dem Gebührenzahler passieren kann».
Bei der privaten Konkurrenz dürfte die angedachte Kooperation weniger gut ankommen und auch auf politischer Ebene ist Widerstand zu erwarten: Erst in der vergangenen Woche hat die Medienkommission der SPD ihre Forderung nach einer schrittweisen Abschaffung von Werbung und Sponsoring bei ARD und ZDF erneuert. Eine Zusammenarbeit zwischen den zwei Sendern gab es bereits im letzten Sommer mit einer gemeinsamen Imagewerbung (siehe:
).

STPAG macht Krach für den Sirenentest

Am Mittwoch fand ein landesweiter Sirenentest statt. Die Berner Agentur Stoll, Traber und Partner (STPAG) wurde damit betraut, am Tag des Geschehens darauf aufmerksam zu machen. Zu sehen ist ein ganzseitiges Inserat in den Pendlerzeitungen.

Am Mittwoch fand ein landesweiter Sirenentest statt. Die Berner Agentur Stoll, Traber und Partner (STPAG) wurde damit betraut, am Tag des Geschehens in allen Landesteilen darauf aufmerksam zu machen. Zu sehen ist ein ganzseitiges Inserat in den Pendlerzeitungen, als flankierende Massnahme nebst Radio- und TV-Spots. Im Fokus stehe dabei vor allem die jüngere Zielgruppe in den Agglomerationen, heisst es in einer Mitteilung. Mit knalligem Erscheinungsbild und einer zielgruppenadäquaten Ansprache soll über den bevorstehenden Sirenentest informiert werden. Der Test wird jährlich vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) am ersten Mittwoch im Februar durchgeführt.
Verantwortlich beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS:

Dr. Kurt Münger (Chef Strategie / Kommunikation). Verantwortlich bei der STPAG: Matthias Lanz (Creative Director) und Peter Brunner (Grafik).

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