Saisonküche trägt Lifestyle

Magazine Saisonküche, der meistgelesene Titel rund ums Kochen, etabliert sein Lifestylemagazin für Frauen jetzt regelmässig.

 
Magazine Saisonküche, der meistgelesene Titel rund ums Kochen, etabliert sein Lifestylemagazin für Frauen jetzt regelmässig. 
 
Saisonelle, das neue Lifestylemagazin für Frauen, das der Migros Genossenschaftsbund herausgibt, erscheint dieses Jahr erstmals regelmässig im Deutschschweizer Sprachraum, nachdem im letzten und vorletzten Jahr Testausgaben lanciert worden sind. Leserinnenbefragungen haben ergeben, dass das neue Lifestylemagazin auf rundum positives Echo stiess. Kein Wunder: Abonnentinnen und Abonnenten erhalten das Magazin im Huckepack zum unveränderten Abopreis der Saisonküche von bereits tiefen 34 Franken als echten Mehrwert. «Das ist ein unschlagbares Paket», freut sich Verlagsleiter Andi Huggel. Die erste von sechs Ausgaben wird zusammen mit der Februarnummer der Saisonküche angeboten. Zu den 150’000 Exemplaren, die in der Deutschschweiz mit der Saisonküche zu ihren Leserinnen kommen, strebt der Verlag an, weitere 50’000 Exemplare über einen oder mehrere Partner per Postzustellung zu verteilen. Damit wäre Saisonelle das auflagenstärkste Frauenmagazin der Deutschschweiz. Es fokussiert auf dieselbe Zielgruppe wie die prominente Annabelle. «Wir haben bereits eine ähnliche Leserschaft wie die Annabelle», sagt Andi Huggel. Das nähmen zwar Anzeigenkunden wahr, sie hätten bisher aber nicht im Umfeld Food inserieren wollen. Deshalb fehlten bisher Anzeigen aus anderen Segmenten, denn Parfüm und Poulet nebeneinander vertrügen sich schlecht. «Mit Saisonelle bieten wir diesen Kunden das ideale Umfeld», sagt Huggel.
Inhaltlich dreht sich das neue Blatt im Hochglanzumschlag auf neu 84 Seiten um Trends und neue Erkenntnisse aus den Bereichen Beauty, Wellness, Sport, Fitness, Ernährung, Garten und Wohnen. Damit kommt Saisonelle den Bedürfnissen der Leserinnen der Saisonküche entgegen, die sich ja nicht ausschliesslich für Küche und Kochen interessieren. Relevante Personen im In- und Ausland sollen Rede und Antwort stehen.
Bereits sind saisonale Themenschwerpunkte der sechs Nummern dieses Jahres gesetzt. So befasst sich die erste Februar/März-Ausgabe unter dem Titel «Fit für den Frühling» mit Gesundheit und Ernährung.
Da interessiert etwa, ob man wirklich acht Stunden Schlaf braucht, um richtig frühlingsfit zu sein, oder dass Ernährung auch mit Ästhetik zu tun hat. Sich Gutes tun mit Stil und Geschmack lautet das Motto der Wellness- und Beauty-Storys. Und beim Thema Reisen führen Experten vor Ort die Leserschaft zu ihren bevorzugten Lokalitäten der hippen Städte dieser Welt. Saisonelle hat auch Kurzfutterseiten mit relevanten Neuheiten aus allen Themenbereichen.
In Bild und Grafik versteht sich das Magazin als eigenständig, lehnt sich aber bewusst an die Saisonküche an. Diese vollzog bereits im September 2005 ein markantes Facelifting. Der Titel modernisierte sich dabei vom reinen Rezeptheft zum Foodheft mit zusätzlichen Geschichten rund ums Kochen, regelmässigen Kolumnen und Berichten auch aus dem Ausland. «Saisonelle ist klar auf die Frauen ausgerichtet, trotzdem spricht der Inhalt auch die Männer an», sagt Andi Huggel.
Tarifmässig startet Saisonelle mit einem Einführungsangebot von 25 Prozent bei Insertionen in allen sechs Ausgaben – gerechnet auf einen Seitenpreis von 15’600 Franken. Mit einer Reichweite von 16,7 Prozent oder 344’000 Leserinnen laut Mach Basic 2007/2 liegt die Saisonküche (Saisonelle) noch vor SI Style (12,8%) und der Annabelle (12,5%). Damit verfügt sie auch über den tiefsten Tausendleserpreis von Franken 33.12, basierend auf einer Seite 4-farbig. Je 23 Prozent der Leserinnen von SI Style und Annabelle, zusammen 125’000, lesen auch die Saisonküche beziehungsweise Saisonelle.
Derzeit ist offen, ob das Heft auch in anderen Landesteilen erscheinen wird. «Eine Ausgabe für die Romandie und auch für das Tessin können wir uns bei einer erfolgreichen Lancierung der Deutschschweizer Ausgabe gut vorstellen», sagt Huggel.

René Worni

Zwei neue CDs bei Saatchi & Saatchi Simko in Zürich

Die vor kurzem eröffnete Zürcher Niederlassung von Saatchi & Saatchi Simko verpflichtet mit John Leuppi und Sascha Fanetti zwei neue Creative Directors. Beide wechseln von Wirz ein.

Die vor kurzem eröffnete Zürcher Niederlassung von Saatchi & Saatchi Simko verpflichtet mit John Leuppi und Sascha Fanetti zwei neue Creative Directors. Beide wechseln von Wirz ein.
John Leuppi hat davor als Texter/Konzepter bei Young & Rubicam, Honegger von Matt und Matter & Partner gearbeitet. Bei Wirz arbeitete er mit Art Director Sascha Fanetti zusammen. Fanetti hat sich unter anderen bei Ruf Lanz, Lesch & Frei, Honegger von Matt und Matter & Partner seine Sporen abverdient. Beide sind Mitglied im ADC.
Kaspar Loeb, CEO von Saatchi & Saatchi Simko, sieht es als Glücksfall, dass die beiden schon ein eingespieltes Team seien. Er wolle auf Kreative setzen, die ihren Zenith noch vor sich hätten.
Saatchi & Saatchi Simko hat Mitte Januar in Zürich an der Bäckerstrasse seine Niederlassung eröffnet und arbeitet für Kunden wie Orange, SEAT und die Invalidenversicherung.

Neue Ideen gesucht

Design Pro Carton schreibt einen Designwettbewerb für neue Verpackungen und Kartonanwendungen aus.

 
Design Pro Carton schreibt einen Designwettbewerb für neue Verpackungen und Kartonanwendungen aus. 
In einem Zyklus von zwei Jahren führt Pro Carton Schweiz einen Designwettbewerb für neue Verpackungen und Kartonanwendungen durch. Der Wettbewerb, der gemeinsam mit der sda swiss design association ausgeschrieben wird und mit 7’000 Franken dotiert ist, richtet sich an Designstudentinnen und –studenten. Pro Carton will sich damit für neue Ideen in der Verarbeitung von Karton öffnen. Die Einsatzgebiete von Karton sind zwar vielseitig, doch bringen gerade junge Designstudenten immer wieder neue Ideen ein, an die bisher noch nicht gedacht wurde und die auch in der Umsetzung spannend sind. So überzeugten die Entwürfe, die der Jury vor rund eineinhalb Jahren zur Beurteilung eingereicht wurden, vor allem durch ihre Neuartigkeit und ihre Kreativität.Öffentliche PräsentationDesignstudenten, die sich am Wettbewerb beteiligen wollen, müssen ihre Projekte bis zum 18. April 2008 einreichen. Die Jury, bestehend aus Prof. Gregor Naef, Juryvorsitzender, Dozent FHNW und Präsident sda swiss design association, Remo Biedermann, Head of Packaging Swatch SA, Judith Imhof, Leitung Verpackungs-Design Coop, Bruno Schmid, Partner MetaDesign sowie Jürg Schneller, Vorsitzender Pro Carton Schweiz, nimmt am 21. Mai 2008 ihre Bewertung vor. Die offizielle Verkündung der Preisträger findet am 26. September 2008 im Gewerbemuseum in Winterthur statt. Das auf Design spezialisierte Museum wird gleichzeitig mit dem Preisvergabeevent auch die einmonatige Ausstellung eröffnen, in welcher die Designvorschläge der Teilnehmenden der Öffentlichkeit präsentiert werden. Damit erhalten die Prototypen einen hervorragenden Platz, sich zu präsentieren und dem Publikum zu zeigen, wie kreativ Karton sein kann.
 
Sabine Flachsmann 

Kopf der Woche: Die Charakter-Sucherin

Für Patrizia Kettenbach spielt ein perfektes Casting die Hauptrolle in jeder Film- und Fotoproduktion.

 
Für Patrizia Kettenbach spielt ein perfektes Casting die Hauptrolle in jeder Film- und Fotoproduktion. 
Eine Woche lang auf Viehmärkten und in Bauernstuben nach «waschöchten» Appenzeller Charakterköpfen suchen. In unzähligen Schulklassen Talente ausfindig machen, die ähnlich gut wie Kids in Brooklyn Baseball spielen können. In der Szene nach Originalen Ausschau halten, denen man abnimmt, dass sie einen Karaoke-Wettbewerb gewinnen möchten. – Das ist die Welt von Patrizia Kettenbach. Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt die gelernte Schauspielerin und frühere Produktionsmitarbeiterin beim Film ihre eigene Agentur Kettenbach Casting.
Gefunden hat sie ihre Appenzeller für die Käsewerbung von Contexta und den Spot von Michael Steiner. Die Kids spielten Baskettball in einem Trailer für das Schweizer Fernsehen. Die «Charaktergesichter» waren kurz vor Weihnachten in der Karaoke-Aktion von Beck&Bondi für das Breitband von Swisscom Mobile zu sehen.
Ihre Casting-Agentur funktioniert nicht mit der Vermittlung über die Verwaltung einer Kartei, Kettenbach bietet eine immer wieder neue Suche als Casting Director. Kettenbach Casting ist somit «eine unabhängige Instanz, welche die Produktionsfirmen berät».
Klar, erleichtert sie sich dabei die Arbeit mit einer Kartei, die sich «bei jedem Auftrag ständig vergrössert». Kettenbachs Ziel ist es aber, für jeden Auftrag möglichst exklusiv nach neuen Figuren und Talenten zu suchen. Dazu besucht die Spezialistin regelmässig Theaterproduktionen quer durch die Lande oder Abschlussarbeiten an Schauspielschulen. Gezielte Aufrufe macht sie auf der Website www.kettenbachcasting.ch, wenn sie zum Beispiel indische oder asiatische Menschen suchen muss, Geissbäuerinnen, Förster, Lastwagenchauffeure oder Boxer.
Mit all diesen Arbeiten vergrössert Patrizia Kettenbach ihre Kartei immer mehr auch mit professionellen Schauspielern. Ihr Ziel ist es, auf Grund ihres Backgrounds «immer mehr solche professionellen Schauspielercastings durchzuführen». Man müsse aber bei jedem Auftrag wieder das Gespür entwickeln, ob ein ausgebildeter Schauspieler oder allenfalls auch ein begabter Laie die richtige Besetzung sein könnte. Patrizia Kettenbach gefällt ihr Beruf, weil er die Möglichkeit bietet, immer wieder in völlig andere Welten zu schauen. Dabei ist sie sich auch ihrer Verantwortung bewusst. Wenn sie für den Appenzeller-Spot eine Woche lang Gast in unzähligen Bauernstuben ist und die Kinder fotografieren darf, muss sie dazu «einen gewissen Spürsinn entwickeln», dass ein anderer Umgang mit den Leuten angesagt ist als bei einem Model-Casting. «Das liegt mir aber gut. Ich liebe den Umgang mit Menschen und habe keine Berührungsängste.»
Patrizia Kettenbach hat nach der Wirtschaftsmatur in Zürich zuerst Germanistik und Geschichte studiert. Schon immer galt ihre heimliche Liebe aber dem Theater. In den Semesterferien besuchte sie Schauspielworkshops in Berlin und München. Mit 24 Jahren sagte sie sich, dass jetzt die letzte Gelegenheit für ein Umsteigen in die Schauspielerei gekommen sei. So hat sie in Hamburg vollzeitlich an eine Schauspielschule gewechselt. Nach drei Jahren Ausbildung folgten Stückverträge und sie konnte von ihrem Traumberuf leben, zuletzt gar mit einer festen Verpflichtung im festen Ensemble eines Stadttheaters.
Während dieser Zeit hat sie jedoch gemerkt, dass dieser Beruf zwar schön und spannend ist, «aber noch mehr beinhaltet als nur diese Art zu arbeiten». Die Schauspielerei ist auch eine Art zu leben. Man muss immer bereit sein, für eine neue Rolle in eine andere Stadt zu wechseln, man lebt über lange Zeit nur aus dem Koffer. Das Privatleben wird auf den Kopf gestellt …
Zurück in der Schweiz hat Kettenbach ihre neue Bühne in der Werbung gefunden. Ein Jahr lang arbeitete sie bei Wirz Werbung in der strategischen Planung. Für den damals gerade aktuellen Pitch für Sunrise führte sie Strasseninterviews durch. Später musste sie auch für andere Pitches ergründen, «was die Leute so denken». Nach einem Jahr kam der Entscheid, im Filmbereich Erfahrungen sammeln zu wollen.
Kettenbach bewarb sich bei verschiedenen Filmproduktionen und landete bei Kontraproduktion, der Firma von Michael Steiner, Pascal Walder, Adrian Frutiger und Andi Huber. Dort wirkte sie fast zwei Jahre als Produktionsassistentin zwischen den beiden Kinofilmen «Spital in Angst» und «Eugen».  Man drehte für Obi Apfelsaft, Appenzeller und auch viele Musicclips. «Bei diesen Videos konnte ich viele Erfahrungen sammeln und hatte völlig freie Hand, die Produktion zu organisieren.» Kettenbach machte Castings und Produktion für Clips mit Stress, Bligg, Tears und Adrian Weiermann.
Als die Finanzierung des späteren Spielfilmerfolgs «Eugen» noch nicht gesichert war, folgte für Kettenbach die nächste berufliche Herausforderung bei Pumpkin Film. Hier lernte sie die Welt der internationalen Werbefilme kennen. Nach einem Jahr Festanstellung wagte Kettenbach den Sprung in die Selbstständigkeit. Diese Idee schwirrte ihr schon lange durch den Kopf. Zu Beginn arbeitete sie als freie Aufnahmeleiterin oder Produktionsassistentin für verschiedenste Produktionsfirmen. Seit Herbst 2006 arbeitet sie jedoch ausschliesslich als Casterin.
Die vielschichtigen Überlegungen rund um das Besetzen von Rollen haben sie schon in ihrer Zeit als Schauspielerin sehr fasziniert. Da sie selber vor der Kamera gearbeitet hat und ebenso die Bedürfnisse der Produktionsseite kennt, ist das Inszenieren eines Castings inzwischen sicher ihre Kernkompetenz. «Ich kann eine angenehme Atmosphäre schaffen und aufgrund meines Backgrounds die Möglichkeiten eines Schauspielers gut einschätzen.» Daher freut sie auch das Feedback von gestandenen Profis, dass sie sich beim Casting wohl gefühlt haben und Dinge ausprobieren konnten.
Patrizia Kettenbach begründet diese Fähigkeit zur Motivation mit ihrem Interesse an Menschen und ihren Geschichten – «was mich ursprünglich auch veranlasst hat, Schauspielerin zu werden».
Kurz vor dem Start von Kettenbach Casting hat sie auch noch ein Nachdiplomstudium für Kultur-Management an der Universität Basel begonnen. Da sie jedoch die Casting-Arbeit vollumfänglich in Anspruch nimmt, hat sie sich entschlossen, den Abschluss um zwei Jahre zu verschieben.
Als nächstes Ziel wird im Frühling in ein grösseres Büro an der Bremgartenstrasse gezügelt. Dort wird Kettenbach Casting in Bürogemeinschaft mit der freien Produktionsleiterin Nicole Spring zu finden sein, mit der sie schon früher sehr viel zusammen gearbeitet hat.
Aktuell besetzt sie, im Auftrag von Pumpkin Film, die Nebenrollen für einen internationalen Renault- Werbespot mit Formel-1-Star Fernando Alonso in der Hauptrolle.
 
Andreas Panzeri

Suprasetter weiterentwickelt

Druck Heidelberg hat im Vorfeld der nächsten Drupa ihre gesamte Suprasetter-Familie technologisch weiterentwickelt.

 
Druck Heidelberg hat im Vorfeld der nächsten Drupa ihre gesamte Suprasetter-Familie technologisch weiterentwickelt. 
Seit der Markteinführung auf der drupa 2004 hat sich die Suprasetter Familie der Heidelberger Druckmaschinen AG zum Verkaufsschlager entwickelt. Weit über 1’500 Systeme sind im Markt. Anwender schätzen dabei besonders die hohe Qualität, die modulare Bauweise und die Zuverlässigkeit des vollständig von Heidelberg entwickelten Systems. Nun werden alle Modelle mit neuen und weiteren Funktionen für mehr Produktivität und Flexibilität ausgestattet. Schnelle Reaktionszeiten durch Remote Service sowie der Einsatz verschiedener Saphira Druckplatten passen das System flexibel an die Anforderungen im Drucksaal an.Höherer PlattendurchsatzEine der Verbesserungen ist die Leistungserhöhung der eingesetzten Laserdioden um rund 60 Prozent. Dies ermöglicht einen deutlich höheren Plattendurchsatz pro Stunde bzw. verkürzt die Belichtungszeit bei einzelnen Plattensätzen. Gleichzeitig sind ab sofort die Suprasetter Modelle 74 in drei und die 150er-Modelle in vier, ab der drupa dann in vier und fünf Geschwindigkeitsstufen mit einem maximalen Durchsatz bis zu 38 Druckplatten pro Stunde verfügbar. Die erweiterte Auswahl an Geschwindigkeiten mit den neuen Modellen bietet Investitionssicherheit, da das Service Team von Heidelberg den Suprasetter vor Ort aufrüsten kann. Beim Einsatz von chemiefreien oder prozesslosen Druckplatten ist der Geschwindigkeitsvorteil besonders hoch. Durch die höhere Belichtungsenergie kann diese Art von Platten viel schneller belichtet werden – im Fall der Heidelberg Saphira Chemfree Platte um rund 35 Prozent. Daneben hat Heidelberg mittlerweile rund 40 verschiedene Druckplatten zum Einsatz in den Suprasetter Modellen freigegeben. Der Kunde hat zudem die Wahl zwischen zwei Belichter-Auflösungen. So sind neben der Auflösung von 2540 dpi auch Laserköpfe mit einer Auflösung von 2400 dpi verfügbar.
Neue Service-FunktionenFür alle Suprasetter Modelle sind zudem druckmaschinenspezifische Stanzen verfügbar, die praktisch alle am Markt erhältlichen Fabrikate berücksichtigen und ein ungenaues, manuelles Stanzen der Druckplatte überflüssig machen. Dadurch lassen sich in der Druckmaschine die Rüstzeiten senken und Passerprobleme vermeiden. Seit der Einführung des internetbasierten Remote Service erhöhte sich die Verfügbarkeit der Suprasetter Modelle bereits beträchtlich, da viele Vorort-Einsätze überflüssig wurden. Die neuen Suprasetter-Modelle melden dem Bediener nun den notwendigen Austausch von Kühlmitteln, den Verschleiss von Stanzen oder die Verschmutzung von Absaugfiltern, bevor es zu einem Ausfall kommen kann.
Der Kunde hat damit die Möglichkeit, den Heidelberg Service rechtzeitig mit den entsprechenden Massnahmen zu beauftragen. Zudem können sich der Operator bzw. der Vorstufenleiter auf Wunsch per Mail oder SMS über eine eventuelle Fehlfunktion des Gerätes informieren lassen und sofort eingreifen. Das ist besonders dann von Bedeutung, wenn die Druckerei über Nacht und ohne Aufsicht Platten belichten will.
Sabine Flachsmann

Vom Boulevard in die gute Stube

Einzelverkauf Harte Zeiten für die Kioske: Wegen der neuen Blick-Frühzustellung drohen Umsatzverluste.

 
Einzelverkauf Harte Zeiten für die Kioske: Wegen der neuen Blick-Frühzustellung drohen Umsatzverluste. 
Gemäss Wemf-Auflagenstatistik werden in der Deutschschweiz täglich (ohne Sonntag) rund 131’000 Zeitungsexemplare im Einzelverkauf (EV) abgesetzt (Tessiner, Westschweizer und ausländische Titel nicht eingerechnet). Zu diesem EV-Volumen trägt Ringiers Boulevardzeitung Blick täglich 87’635 Exemplare, also mehr als die Hälfte, bei. Auch wenn ein Teil des Blick-EV über Boxen und Läden stattfindet – für die Kioske spielt der Titel eine wichtige Rolle. «Der Blick hat unter den Tageszeitungen eine grosse Bedeutung», bestätigt Valora-Sprecherin Stefania Misteli. Valora betreibt die k-Kioske. Hansluz Nussbaum, Präsident des Schweizerischen Kioskinhaberverbandes SKIV pflichtet bei: «Der Blick ist für uns ein Frequenzbringer: Blick-Käufer kaufen oft noch etwas anderes dazu.» Einige der 300 SKIV-Mitglieder schätzten ihren Geschäftserfolg deshalb nach der Anzahl verkaufter Blick-Exemplare ab, weiss Nussbaum.
Klar ist aber auch: Die Bedeutung des Blick für die Kioske war schon höher. 1996 etwa wurden täglich 160’000 Exemplare über den EV-Kanal abgesetzt. Seither ist nicht nur die Blick-Gesamtauflage um ein Viertel gesunken, auch der EV-Anteil nahm von 50,2 auf 36,6 Prozent ab. Und er wird weiter sinken. Denn mit der Blick-Frühzustellung ab Anfang März verlegt Ringier den Absatzkanal seines Boulevardblatts von der Strasse in die Stube. Der Verlag kommt so der alternden Blick-Leserschaft entgegen und setzt sich von den Pendlerblättern ab, die heute buchstäblich den Boulevard beherrschen.
Sowohl Misteli als auch Nussbaum rechnen deshalb mit weiteren Umsatzrückgängen. Wobei man bei Valora noch hofft, dass das neue Blick-Konzept das Blatt derart stärkt, dass dadurch «alle Absatzkanäle profitieren». Und überhaupt: Trotz Frühzustellung werde auch am POS einiges gehen, sagt Misteli. «Ringier und wir arbeiten gemeinsam an diversen Absatz fördernden Konzepten.»
Markus Knöpfli

Zwischen Kindersoldaten und Kolumnisten

Kolumne Die redaktionelle Mittelschicht dünnt aus, mit empfindlichen Folgen für die journalistische Qualität. Ein Erfahrungsbericht.

 
Kolumne Die redaktionelle Mittelschicht dünnt aus, mit empfindlichen Folgen für die journalistische Qualität. Ein Erfahrungsbericht. 
Während Helvetiens Pressekriegsherren über immer verwinkelteren Angriffs- und Verteidigungstaktiken brüten, hegt das schreibende Fussvolk zunehmend Fluchtfantasien. Laut einem zur letztjährigen Verlegertagung erschienen Befindlichkeitsbericht möchten vor allem jene Dienstgrade aus den Kampfeinheiten der Aufmerksamkeit desertieren, die als «zeichnende Redaktoren» ehedem die Mehrheit der Gilde stellten. Eine weitere These dieses ironischerweise vom Journalisten des Jahres 2007 stammenden Artikels: «Journalisten sind klassenlos: Sie kennen und treffen alle, vom Bauarbeiter bis zum CEO.»Aus Publikumsperspektive tönt das plausibel. In der eigenen Branche jedoch gilt das glatte Gegenteil: Zeitungsleute sind häufig hierarchisch denkende und handelnde Konzernsoldaten. Ihre Sozialkategorien verändern sich in jüngster Zeit allerdings dramatisch. Die herkömmliche Befehls- und Karrierelinie Redaktor – Ressortleiter – Chefredaktor wird zunehmend überlagert von einer neuen Dreifaltigkeit aus jungen und willigen Gratis-Content-Providern, den erwähnten Berufsleuten mit hart erkämpfter Zeichnungsberechtigung sowie einer Königsklasse aus überdotierten, abgebrühten Kolumnisten.
Dieses Modell basiert – wie Kolumnen ja prinzipiell – auf emotions- und eigeninteressensloser Erfahrung. Als professioneller Informant, vulgo: PR-Fuzzi, habe ich fast täglich mit allen drei Klassen zu tun und höre, wie die soliden Mittelständler darüber klagen, als «Salami im Sandwich» von oben und unten immer stärker unter Druck zu stehen. Die Kindersoldaten im Pressekrieg senken handwerklich wie lohnmässig das Niveau und der parallel dazu grassierende Kolumnismus ersetzt redaktionelle Glossen und Kommentare. Journalistische Pflicht und Kür haben also zwei (in dieser Masse) neue Akteure, die Welten voneinander getrennt sind. Die verbliebenen Universalredaktoren von altem Schrot und Korn ärgern und langweilen sich dazwischen zu Tode, was qualitativen Kahlschlag im Blätterwald zur Folge hat.
Ein Pro-Domo-Exempel: Unser diesjähriges Engagement der Schauspielerin Melanie Winiger fürs WEF-kritische Public Eye blieb erwartungsgemäss nicht unkommentiert. Symptomatisch war etwa, dass Zweihänder-Zimmi in seiner .ch-Randspalte wegen «gnadenloser Selbstüberschätzung einer Ex-Miss, welche die unternehmerische Compliance beurteilt», machoreflexartig die rote Karte zückte. Urteil und Wissen verhalten sich hier – wie prinzipiell in Kolumnen – umgekehrt proportional. Ähnlich halbgar und uninformiert berichtete am anderen Ende der Skala ein Journi-Novize von heute, dass «die beiden Turteltauben» Winiger und Stress in jenem Davoser Hotel, wo das Public Eye stattfand, auch übernachten. Worauf der Blick am nächsten Tag prompt munkelte, etwas Bergluft würde dem Kinderwunsch des Boulevard-Traumpaars sicher nachhelfen.
Neben solchem Bullshit provozierte Winigers Auftritt aber auch stichhaltige Analysen zur Showbiz-Wirkung auf Wirtschaft und Politik, zum Beispiel von einer (zeichnenden!) Magazin-Redaktorin. Man ahnt es: Das Resultat fiel nicht weniger kritisch, aber ungleich qualifizierter aus. Dieser – nach Kolumnenmassstäben – durchaus repräsentative Befund erhärtet meine Ausgangsthese: Der durch Jugendwahn, Rotstift sowie Outsourcing gefrustete und gefährdete Redaktor ist das Sturmgeschütz des Qualitätsjournalismus. Konsequenterweise sollte ich den Platz dieser Kolumne also meinen geschätzten Ex-Kollegen, die diesen Text noch mühsam einfordern, redigieren und produzieren mussten, zur Verfügung stellen. Doch hier (und nur hier) halte ich es mit Oscar Wilde: Das einzig Konsequente ist die Inkonsequenz.
Oliver Classen ist Pressesprecher der entwicklungspolitischen Organisation Erklärung von Bern. Zuvor arbeitete er als Medienjournalist.

Bilder einer Revolution

Film Die Kamera RED bietet digitale Bilder in einer Qualität wie 35 mm. Daniel Reichenbach von element p arbeitet damit und ist überzeugt: «RED wird die Spotbranche nachhaltig beeinflussen.»

 
Film Die Kamera RED bietet digitale Bilder in einer Qualität wie 35 mm. Daniel Reichenbach von element p arbeitet damit und ist überzeugt: «RED wird die Spotbranche nachhaltig beeinflussen.» 
WW: Der Kamera mit dem prägnanten Namen RED geht eine wahre Euphorie voraus. Was macht diese Kamera so speziell?Daniel Reichenbach: RED besitzt bis zu fünfmal mehr Auflösung als High Definition und wird damit der erste ernsthafte digitale Ersatz für den Dreh auf 35-mm-Film. Nur arbeitet die RED kostensparender. Der Umweg vom Film über die Entwicklung bis zur Digitalisierung fällt weg. Zudem lassen sich aus einem RED- Workflow alle gängigen Formate von Super 35 mm über HD bis zu Webfilmen ableiten. Aufgezeichnet wird auf Flashcard oder Festplatte. Die Daten können direkt in Schnittprogrammen wie Final Cut eingelesen und geschnitten werden. Endgültig «entwickelt» werden die Bilder aber erst beim Final Grading.
Wie rechnet sich das bei einem Spot?Wer seine Spots bisher mit einer analogen 35-mm-Kamera drehen wollte, um die gewünscht hochwertige Bildqualität zu erreichen, musste pro 35-mm-Filmrolle inklusive Entwicklung und Digitalisierung mit rund 800 Franken rechnen. Bei einem anspruchsvollen Spot sind das schnell einmal 15 Filmrollen zu 4,5 Minuten oder 12’000 Franken. All diese Kosten entfallen bei RED, zudem können Agenturen bereits am Set ein hochwertiges Bild beurteilen.
Und die Bildqualität ist wirklich gleich? Wie ist das technisch möglich?RED hat die gleiche Auflösung und dieselben optischen Gestaltungsmöglichkeiten wie das analoge 35-mm-Format. Dies ist aber ein Thema für Technik-Freaks. Für mich als Regisseur und Kameramann sind Faktoren wie Wirtschaftlichkeit und Optimierung des Workflows wichtiger. Die Produktion wird günstiger, und ich kann mich bei den Dreharbeiten auf die Szene vor der Kamera konzentrieren, ohne immer den Blick des Buchhalters im Nacken zu spüren. Denn letztlich lebt Film von Inhalt und Handlung. Diese wird nicht besser, nur weil die Bildqualität im High-End-Bereich möglicherweise um 5 Prozent abweicht.
Was kostet ein solches Wunderwerk?Die treibende Kraft hinter RED Digital Cinema ist Jim Jannard, Gründer und Mehrheitsaktionär des Sonnenbrillen- und Fashion-Herstellers Oakley. Jim hat seine Trendmarke letztes Jahr für rund 2,1 Milliarden Dollar verkauft und konzentriert sich jetzt auf die Revolutionierung und Demokratisierung der Filmindustrie. Die RED verkauft er für 17’500 Dollar. Möglich ist das dank einer von ihm angestrebten Serienproduktion von 8000 Kameras pro Jahr. Wer aber ernsthaft in diese Technologie investieren will, muss beispielsweise für Objektive und Accessoires noch ein paar gute Batzen dazulegen. Mit RED will Jannard eine ähnliche Entwicklung provozieren wie bei der Fotografie. Da ist die digitale Technologie schon längst akzeptiert, sowohl der blutige Amateur wie der Profi können sich die gleiche Ausrüstung leisten.
Das lässt einen enormen Ansturm auf diese neue Kamera erwarten.Das kann man wohl so sagen. Ich bin schon lange an dem Ding dran und habe regen Kontakt mit den Jungs von RED in den USA. Vor bald zwei Jahren kaufte ich an der NAB, der grössten Branchenmesse in Las Vegas, für 1’000 Dollar eine Option auf eine der ersten Kameras  – und wurde dafür in der Branche ziemlich belächelt.
Sie sind der einzige Besitzer in der Schweiz?Im Moment ja. Für die mittlerweile 3’500 Bestellungen weltweit bestehen Wartefristen von bis zu sechs Monaten. Zwei der nächsten REDs werden an C-Films geliefert. Tobi Fueter hat mich für die eben neu angekündigte Serie «Tag und Nacht» zu RED-Tests eingeladen und war begeistert.
Sie machen die Kamera bei «Tag und Nacht»?Nein, ich will meine Zeit für unsere Produktionsfirma element p freihalten. Nach dem Abspalten von den Twin Productions sind wir in Biel in grössere Räume gezogen und haben auch personell ausgebaut.
Was produziert die element p?Wir realisieren Werbespots und Auftragsfilme, in Arbeit sind auch Dokudramas. Zu unserem Portfolio gehören neu Weleda International, die CSS Krankenversicherung oder deutsche Firmen wie Mainova oder Valensina. Ausserdem arbeiten wir eng mit orange8 interactive im Bereich Branded Entertainment zusammen, ein Zukunftsmarkt. Für unseren Film «Mittendrin» über die Luzerner Kapo sind wir an den internationalen Wirtschaftsfilmtagen 2006 in Wien mit dem Grand Prix und beim Edi 06 mit Bronze belohnt worden. Swissness macht sich für uns bezahlt.
Interview: Andreas Panzeri

Zum Anbeissen schön

Verpackungsdesign Die Internationale Süsswarenmesse ISM zeigt alljährlich im Januar, wohin die süsse Reise geht.

 
Verpackungsdesign Die Internationale Süsswarenmesse ISM zeigt alljährlich im Januar, wohin die süsse Reise geht. 
 
Der Appetit auf Süssigkeiten ist in Europa ungebrochen. Davon profitiert auch die Schweizer Schokoladenindustrie, die im letzten Jahr ein Rekordergebnis verzeichnete. So konnten gemäss Chocosuisse, dem Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten, die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 7,7 Prozent auf 181’266 Tonnen und der Branchenumsatz sogar um 9,0 Prozent auf 1662 Millionen Franken gesteigert werden. Auch in diesem Jahr werden die Hersteller von Schokolade und Co. wieder alle Register ziehen, um die Verbraucher zu überzeugen. Die Resultate waren bereits im Januar an der Internationalen Süsswarenmesse ISM, die alljährlich in Köln stattfindet, sichtbar. Das Auge verführenWie bereits im letzten Jahr schon deutlich wurde, setzte sich auch diesmal der Trend nach edlen Produkten fort. Das gilt vor allem für Schokoladespezialitäten, die ausschliesslich aus hochwertigen Zutaten bestehen und deren Kompositionen immer exklusiver werden. Darüber hinaus sind Wellness und Fitness ein Thema und vor allem Bio. Auch bei Süsswaren wächst die Nachfrage nach Bioprodukten kontinuierlich, sodass immer mehr Hersteller Produkte aus biologischem Anbau und Herstellung anbieten.
Diese Trends spiegeln sich auch in den Verpackungskonzepten wider. Für alle, die sich nicht nur mit Süsswaren, sondern auch mit Verpackungsdesign befassen, ist die ISM längst ein Must. Kreative Ideen, die der eigenen Inspiration dienen, finden sich hier in Hülle und Fülle. Süsswarenverpackungen sind heute immer mehr Eyecatcher, die im Regal auffallen und die Kauflust ankurbeln sollen. Je edler dabei der Inhalt, um so aufwändiger und raffinierter die Hülle. Das scheinen die Kunden auch zu mögen wie die Nachfrage zeigt.
Süsse SchmuckstückeEin Beispiel für den Trend zum Exklusiven sind die Produkte der in Memmingen ansässigen Newcomerin Sabine Kober, die sich zum ersten Mal an der ISM präsentierte und von Anfragen schier überschwemmt wurde. Ihr Konzept ist, exklusive Schokoladespezialitäten in wunderschönen Geschenkverpackungen anzubieten. Luxus beginnt bei ihr bei der Verpackung. Für ihre hochwertigen Pralinen lässt sie passende Hüllen komponieren, die zusammen mit dem Inhalt neben dem Gaumen alle Sinne gleichermassen ansprechen. Aufgrund ihrer langen Erfahrung im Marketing von Luxusartikeln hat Kober jetzt ihr eigenes Lifestyle-Unternehmen, das auch ihren Namen trägt, gegründet. Ihre Vision ist, aussergewöhnliche Geschenkartikel und Süsswarenspezialitäten ausschliesslich für den Fachhandel zu konzipieren. «Alle, die im und für den Fachhandel tätig sind, wissen, dass es immer wieder neuer überraschender Ansätze und unvergleichbarer Angebote bedarf, um die anspruchsvollen Kunden von heute zufriedenzustellen und dauerhaft an die Geschäfte zu binden», erklärt sie ihre Beweggründe.
Alle Sinne ansprechenDie Menschen suchen das Einmalige, etwa edle «Meisterstücke», die mit erlesenen Rohstoffen, in liebevoller Handarbeit und mit grösster Sorgfalt gefertigt werden. «Zur Topqualität kommt indes längst eine weitere Ebene hinzu: das Design und die emotionale Botschaft», erklärt sie. Vom ersten Blick, über die Berührung bis zum endgültigen Genuss der feinen Produkte will Kober stets alle Sinne ansprechen. Ungewöhnlich an ihrem Konzept ist auch, dass die attraktiven Verpackungen auch ungefüllt bezogen werden können. An der ISM  präsentierte sie ihre hochwertigen Geschenkideen, in edler Optik, mit exklusiven Oberflächen und wechselnden Farben sowie unerwarteten Verschlüssen, die mit feinsten Pralinen gefüllt sind. Nachdem die süssen Schmuckstücke verspeist sind, können die eleganten Schatullen mit kleinen Schätzen aller Art gefüllt werden. Damit bieten sie einen sinnvollen Zweitnutzen. Dass solche ausgefallenen Ideen gefragt sind, hat sich für Kober an der ISM bestätigt. «Wir sind förmlich überrannt worden von Anfragen», sagte sie. Bei der Herstellung der Produkte arbeiten Kober und ihr kleines Team mit mehreren mittelständischen Unternehmen zusammen. Für die Zukunft hat sie noch viele Pfeile im Köcher. Eines der Ziele ist, eine Art Star Allianz von Premiumprodukten der Süsswarenbranche aufzubauen, bei der Partner aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten und auch gemeinsam erfolgreich sind.
ISM und ProSweets 2009Zusammen, was zusammen gehört. Mit der ProSweets Cologne, der Branchenzuliefermesse der Süsswarenwirtschaft, die in den interpackfreien Jahren stattfindet, hat die Koelnmesse 2006 eine neue Veranstaltung lanciert, die sofort ein Erfolg wurde. Bereits bei der 2. Durchführung 2007 verzeichnete die Messe ein Ausstellerplus von 20 Prozent. Die nächste ProSweets findet vom 1. bis 4. Februar 2009 parallel zur ISM statt. Mit der ProSweets Cologne und der Leitmesse ISM wird damit die gesamte Wertschöpfungskette der Süsswarenwirtschaft an einem Messestandort abgebildet, beginnend mit den einzelnen Rohstoffen über die Technologie, Verpackung bis hin zum ladenverkaufsfertigen Produkt. Für die Hersteller von Süsswarenverpackungen eine gute Gelegenheit, an der Messe Kunden zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen und ihre Produkte vorzustellen.
Sabine Flachsmann
 
 
 
 
Gut geschenktDie junge Firma Sabine Kober,
, bietet exklusive Geschenkverpackungen und Süsswarenspezialitäten mit Botschaften. Zu den Kunden zählen Industrie, Handel und Gewerbe als direkte Abnehmer und Wiederverkäufer im gehobenen Fachhandel.

Heubergers Tele Top steht top da

Konzessionen In Schaffhausen hat Tamedia das Nachsehen, in Basel Unterstützung.

 
Konzessionen In Schaffhausen hat Tamedia das Nachsehen, in Basel Unterstützung. 
Das war nicht unbedingt zu erwarten: Der Schaffhauser Regierungsrat gibt Tele Top den Vorzug, vor dem gemeinsamen TV-Projekt von Tele Züri und Schaffhauser Fernsehen (SHTV). In ihrer Vernehmlassungsantwort auf die diversen Konzessionsgesuche in der Ostschweiz hielt die Schaffhauser Regierung zwar fest, dass auch TeleZüri ein guter Kandidat sei. Tele Top, wo der Winterthurer Radio- und TV-Macher Günter Heuberger das Sagen hat, biete jedoch eher Gewähr für eine Berücksichtigung der Region Schaffhausen. Denn Tele Top sei im Raum Winterthur-Frauenfeld-Schaffhausen geografisch verankert. Bei TeleZüri hingegen werde der Fokus weiterhin auf dem Grossraum Zürich liegen.Heuberger reagierte postwendend – und hocherfreut. Das sei ein völlig überraschender Entscheid, den er «nie erwartet hätte». Er dankte der Schaffhauser Regierung und versprach, wie von ihr gewünscht mit SHTV Kontakt aufzunehmen. Heuberger gab dem dortigen Chef Norbert Neininger aber auch gleich den Tarif vor. Im Falle, dass Tele Top vom Bundesamt für Kommunikation tatsächlich konzessioniert würde, gäbe es bei Wahlen und Abstimmungen für «politisch einseitige Stellungnahmen» à la SHTV keinen Platz. Auch für das so genannte Tele Blocher, eine wöchentliche Sendung mit dem Ex-Bundesrat, wird Heuberger nicht Hand bieten. Diese sei «mit dem Gebot der Ausgewogenheit … und den journalistischen Sorgfaltsplflichten nicht vereinbar».
Eine kleine Überraschung gab es auch in der Nordwestschweiz. Dort äusserten die Regierungen der beiden Basler Halbkantone ihr Wohlwollen gegenüber den bisherigen Lokalradios Basel 1 (Basler Zeitung Medien) und Basilisk (Tamedia). Beim dritten Bewerber, dem neuen Radio RBB («Radio das mehr Basel bietet») des einstigen Basilisk-Mitgründers Christian Heeb, äusserten die Regierungen hingegen Zweifel an der Wirtschaftlichkeit. Apropos TeleBasel: Dieses wird von den beiden Basler Regierungen gestützt.
Eine vierte Stellungnahme lag bei Redaktionsschluss auch aus dem Kanton Solothurn vor. Dort setzt sich die Regierung für eine Neukonzessionierung von Radio 32 ein. Es lägen keine Gründe vor, dem Lokalsender die Veranstalterkonzession nicht mehr zu erteilen. Für die Region Solothurn-Olten ist Radio 32 der einzige Bewerber für eine UKW-Konzession. (mk)

Rapperswil will Tele Züri und Tele Ostschweiz

Der Stadtrat von Rapperswil-Jona hat zu den ausgeschriebenen TV-Konzessionen Stellung genommen. Dabei kritisiert er nochmals die Aufteilung der TV-Versorgungsgebiete und wünscht sich eine Überlappung von zwei Gebieten.

 Der Stadtrat von Rapperswil-Jona hat zu den ausgeschriebenen TV-Konzessionen Stellung genommen. Dabei kritisiert er nochmals die Aufteilung der TV-Versorgungsgebiete und wünscht sich eine Überlappung von zwei Gebieten. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat Rapperswil-Jona dem Versorgungsgebiet Ostschweiz zugeschlagen. Da sich der in der Region beliebte Sender Tele Züri aber für das Gebiet Zürich-Nordostschweiz bewirbt, könnten die Rapperswiler den Sender nicht mehr schauen, sollte er den Zuschlag für die Konzession erhalten. Das passt dem Stadtrat nicht, da die Stadt starke Bezüge zu Zürich habe. Er hatte sich in dieser Angelegenheit schon im vergangenen Jahr beim Bundesrat gewehrt und weist nun in der Stellungnahme an das Bakom nochmals auf sein Anliegen hin. Er fordert eine Überlappungslösung: Rapperswil-Jona soll den beiden Gebieten Zürich-Nordostschweiz und Ostschweiz zugeordnet werden. Für das erstere Gebiet favorisiert die Stadtregierung Tele Züri, für letzteres Tele Ostschweiz.
Laut Bakom werden Änderungen an den TV-Versorgungsgebieten erst nach Inkrafttreten der neuen Konzessionen in Betracht gezogen. Es wird also noch eine Weile dauern, falls die von Rapperswil-Jona gewünschte Anpassung überhaupt realisiert wird.

Tu Gutes und wirb damit!

Umwelt SFLB zeigt mit klaren Botschaften, wo die Migros den CO2-Ausstoss massiv gesenkt hat.

 
Umwelt SFLB zeigt mit klaren Botschaften, wo die Migros den CO2-Ausstoss massiv gesenkt hat. 
Das Thema Klimaschutz wird in allen Medien täglich präsenter. Die Migros hat das Problem nicht erst jetzt erkannt. Schon vor Jahren hat der Grossverteiler in seinen Industriebetrieben und Filialen Massnahmen ergriffen, um die knappen Energieressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoss zu reduzieren: mit der Nutzung von Abwärme, dem Optimieren von Gebäudehüllen, der Verlagerung von Transporten auf die Bahn oder der Umrüstung auf klimafreundlichere Energieträger. Resultat: Seit 1990 hat die Migros insgesamt mehr als 800’000 Tonnen CO2 eingespart – das ist etwa so viel wie 300’000 Einfamilienhäuser moderner Bauart in einem Jahr ausstossen. Die Migros kann also in Sachen CO2-Reduktion konkrete Resultate bieten. Deshalb verzichtet sie in ihrer aktuellen Klimakampagne auf die für diese Werbekategorie typischen Mahnfinger und Worthülsen und macht auch nicht auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam – die kennt mittlerweile jedes Kind. Stattdessen zeigt die Migros konkret, was sie beim CO2-Ausstoss erreicht hat.
Um die Reduktion des CO2-Ausstosses einfach und auffällig zu zeigen, hat Spillmann Felser Leo Burnett ein Symbol gewählt, das in der Retailbranche häufig ist: den Spar-Flash. Für einmal geht es aber nicht um die Reduktion des Preises, sondern um die Reduktion des CO2-Ausstosses.
Flashes mit realen BeispielenDieser Reduktions-Flash wird jeweils zusammen mit einem Migros-Produkt gezeigt, das stellvertretend für die Reduktion des CO2-Ausstosses steht – etwa in einem der Migros-Industriebetriebe. Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion: «Wir wollen damit zeigen, dass sich die Migros nicht nur für günstige Qualitätsprodukte einsetzt, sondern auch für den Umwelt- und Klimaschutz.»
Die Kampagne startet mit zehn ganz- und doppelseitigen Anzeigen in der Presse. Präsent ist das Thema auch im aktuellen Migros-Magazin: Die Titelseite ziert ein Kampagnensujet, und Herbert Bolliger schreibt ein Editorial zum Klimaengagement der Migros. Dem Migros-Magazin lag ausserdem ein grosses «Klima Extra» bei.
Banner auf populären Websites machen ebenfalls auf die CO2-Reduktion aufmerksam – verlinkt mit
, wo man mehr über die Migros und ihr Engagement fürs Klima erfährt. 
Andreas Panzeri
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