Aargauer Regierung favorisiert Radio Argovia

Der Aargauer Regierungsrat schlägt sich in der Vernehmlassung zu den Radio- und Fernsehkonzessionen auf die Seite von Radio Argovia aus dem Hause AZ Medien. Er fordert allerdings eine Qualitätskontrolle. Dem zweiten Konzessionsgesuch, jenes von Roger Schawinski für das Projekt Radio AG, gibt die Regierung keine Unterstützung.

 Der Aargauer Regierungsrat schlägt sich in der Vernehmlassung zu den Radio- und Fernsehkonzessionen auf die Seite von Radio Argovia aus dem Hause AZ Medien. Er fordert allerdings eine Qualitätskontrolle. Dem zweiten Konzessionsgesuch, jenes von Roger Schawinski für das Projekt Radio AG, gibt die Regierung keine Unterstützung. Sie habe aufgrund der vorliegenden Unterlagen «nicht abschliessend beurteilen» können, wie Radio AG die Leistungen und Beiträge ausgestalten wolle, heisst es dazu in der Vernehmlassungsantwort an das Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Roger Schawinski reagierte enttäuscht und überrascht auf den Entscheid. Der Regierungsrat schütze
«trotz gravierender qualitativer Vorbehalte das multimediale Monopol durch die Wanner-Gruppe», erklärte er gegenüber der SDA. 
Radio Argovia soll zwar nach Ansicht des Regierungsrates weiter im UKW-Gebiet 15 senden dürfen. Ein staatlich regulierter Lokalradiomarkt brauche aber Qualitätsstandards, findet die Aargauer Regierung. Sie fordert, dass mit der Konzessionserteilung Bedingungen verknüpft werden: Die konzessionierten Radios sollen mehr Sendegefässe mit Hintergrundinformationen senden wie auch solche, die zur Meinungsvielfalt beitragen. Die Qualitätsmassnahmen sollen stetig überprüft werden; wenn sie nicht eingehalten würden, könne man gar so weit gehen, die Konzession wieder zu entziehen.
Mit dieser Forderung nach Qualitätsmassnahmen reagiert die Regierung wohl auf Stimmen aus dem Aargauer Parlament, die im Dezember das «Meinungsmonopol» von Peter Wanners AZ Medien kritisiert hatten. Die SP verlangte vom Regierungsrat, Schawinskis Gesuch zu unterstützen, da es Bewegung in die Medienlandschaft bringe (siehe
). Die Antwort auf den damals an die Regierung überwiesenen Vorstoss steht noch aus. Im Lokalfernsehbereich befürwortet der Regierungsrat eine erneute Konzessionserteilung an Tele M1, erwartet aber auch hier mehr Qualität. Das zweite eingereichte TV-Gesuch vom Arolfinger Lokalfernsehen ALF thematisiert der Regierungsrat gar nicht.
Grundsätzlich spricht sich der Regierungsrat im Lokalradiobereich für mehr Wettbewerb aus. Er befürworte eine rasche Digitalisierung, damit die aus technischen Gründen heute beschränkte Anzahl der UKW-Konzessionen behoben werden könne, heisst es in der Vernehmlassungsantwort.

E-Medien starten stark

GEMI Der Goldbach Index (GEMI) zeigt im Januar die Fortsetzung des Wachstums der zwei vergangenen Jahre. Die E-Medien wachsen um 8 Indexpunkte auf 413 (405), wo vor allem das Medium TV mit einer Zunahme von 10 Indexpunkten auf 436 (426) brilliert.

 
GEMI
Der Goldbach Index (GEMI) zeigt im Januar die Fortsetzung des Wachstums der zwei vergangenen Jahre. Die E-Medien wachsen um 8 Indexpunkte auf 413 (405), wo vor allem das Medium TV mit einer Zunahme von 10 Indexpunkten auf 436 (426) brilliert. Radio kann wieder auf ein Plus von einem Indexpunkt auf 256 zurückblicken, während Internet mit fehlenden Daten zweier Anbieter auf ein Minus von 3 Indexpunkten auf 254 (257) zu stehen kommt. Teletext sinkt um 5 Indexpunkte auf 128 (133). Das Total aller durch Media Focus erfassten Medien wächst im Januar 2008 um 2 Indexpunkte auf 198.Der von Goldbach Media initiierte Index für den Werbedruck im Gesamtmarkt und den elektronischen Medien basiert zu 100 Prozent auf den monatlich erfassten und aufgeschalteten Media-Focus-Daten. Der GEMI informiert über die indexierte Entwicklung der diversen elektronischen Medien im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Zu guter Letzt: Wenn verdächtige Katzen Wahlkampf machen

Mit einem interessanten Motiv macht die Grüne Partei Deutschlands derzeit in München Wahlkampf. Auf den Plakaten mit dem Wahlkampfthema «Handeln gegen Rechts statt wegsehen» unterstellten Plakaten ist ein niedliches weisses Kätzchen mit einigen schwarzen Fellflecken am Kopf zu sehen.

 
Mit einem interessanten Motiv macht die Grüne Partei Deutschlands derzeit in München Wahlkampf. Auf den Plakaten mit dem Wahlkampfthema «Handeln gegen Rechts statt wegsehen» unterstellten Plakaten ist ein niedliches weisses Kätzchen mit einigen schwarzen Fellflecken am Kopf zu sehen. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich das Büsi allerdings keineswegs als niedlich: Kleiner schwarzer Schnurrbart, akkurater Seitenscheitel – das Tier verfügt über die wichtigsten optischen Erkennungsmerkmale von Adolf Hitler. Darüber prangt der Werbespruch: «Nazis erkennt man nicht immer auf den ersten Blick.»Aufmerksamen Surfern dürften Fotos dieser Art längst bekannt sein. Auf Websites wie Catsthatlooklikehitler.com stehen hunderte davon zum allgemeinen Amüsement bereit. Ein Holländer soll sich eines Tages beim Anblick der  Katze seines Nachbarn an jemanden erinnert gefühlt haben. Beim näheren Hinsehen erkannte er die frappante Ähnlichkeit des harmlosen Vierbeiners mit dem wohl schlimmsten Verbrecher in der Geschichte der Menschheit. Doch davon liess sich der Herr nicht beirren. Er schoss ein Bild von der Katze und gründete die Website, auf der sich mittlerweile Leute aus der ganzen Welt über die Qualität der verschiedensten Kitler-Bilder austauschen.
Nicht jeder findet allerdings Gefallen an den Bildern und an der Wahlkampagne der Grünen Partei. Wie Werben & Verkaufen berichtet, halten die politischen Gegner der Grünen das Motiv für «geschmacklos» und «verniedlichend». Die Kitler-Freunde kümmert das wenig. Sie stören sich nur daran, dass die Plakatkatze per Photoshop auf Kitler getrimmt wurde. So etwas ist unter echten Fans ein absolutes Tabu.

Sehr guter Werbemonat Januar

Mediafocus Im Vorjahresvergleich ist der Werbedruck im Januar 2008 um 10,1 Prozent angestiegen. Der Werbemarkt Uhren/Schmuck verbuchte mit plus 75,1 Prozent den grössten Zuwachs.

 
Mediafocus
Im Vorjahresvergleich ist der Werbedruck im Januar 2008 um 10,1 Prozent angestiegen. Der Werbemarkt Uhren/Schmuck verbuchte mit plus 75,1 Prozent den grössten Zuwachs. Der Schlüsselmarkt Nahrungsmittel wuchs um 53,7 Prozent enorm, ebenso Unterhaltungselektronik/Foto/Film mit plus 57,6 Prozent Zuwachs. Ferner weisen die Werbemärkte politische Kampagnen (+67.8 Prozent), Getränke (+35.6 Prozent), Dienstleistungen (+28.2 Prozent), Pharma/Gesundheit (+20.7 Prozent) sowie Tourismus/Verkehr (+20.3 Prozent) im Januar ein klares Plus aus. Über dem Wachstumsdurchschnitt legten auch die Mediengruppen TV und Kino zu.

Der Baslerstab wird selbstbewusster

Gratispresse Am 21. Februar startet der überarbeitete Baslerstab, die Gratiszeitung der Basler Zeitung Medien.

 
Gratispresse Am 21. Februar startet der überarbeitete Baslerstab, die Gratiszeitung der Basler Zeitung Medien. 
 
Nein, der Baslerstab wird nicht neu erfunden. Ob Format (Broadsheet), Erscheinungsweise (fünfmal pro Woche in der Stadt und zweimal in der Region), Vertrieb (Hauszustellung und Boxen) oder redaktioneller Anteil (etwa 30 Prozent des Umfangs) – konzeptionell bleibt alles beim Alten. Punkto Layout und Farben hingegen wird der «Stab», wie Basels grösste Gratiszeitung genannt wird, dennoch völlig auf den Kopf gestellt.Das wird schon beim Logo und damit beim Zeitungskopf ersichtlich. Dieser ist in der letzten Zeit etwas gar klein geraten und wirkte an den oberen Rand gedrückt, nun nimmt er wieder mehr Raum ein und erscheint dadurch selbstbewusster. Unterstrichen wird dieser Eindruck noch durch den Wechsel von einem Negativ- zu einem Positiv-Logo: Bisher stand der Name Baslerstab in weisser Frakturschrift vor grünem Hintergrund, neu erscheint derselbe Schriftzug in dunklem Orange auf weissem Untergrund. Der schwungvolle schwarze Baslerstab, bisher links neben dem Schriftzug, entfällt. «Er war sowieso falsch: Statt wie im richtigen Wappen nach links schaute er nach rechts», sagt Verlagsdirektor Patrick Wehrli.
Zwei weitere Neuerungen prägen die Frontseite: Unter dem Logo weisen drei grosszügige Inhaltsboxen auf Stories im Innern des Blattes hin. Die Aufmachergeschichte, bisher noch auf der Frontseite erzählt, wird neu nur noch mit einem grossen Bild und ein paar Zeilen angerissen, der eigentliche Artikel findet sich dann auf Seite 3. Der Baslerstab erhält als weitere inhaltliche Änderung eine «Letzte Seite» mit News-Mix und Comic «Nico & Mirek». Und weil er eine Zweibund-Zeitung bleibt, braucht er beim zweiten Faszikel einen starken Auftakt. Dies wird in der Regel mit einer People-Seite geschehen, die inskünftig öfters mal eine Basler Homestory enthalten dürfte.    
Beim Durchblättern fallen die klarer bezeichneten Seitenköpfe auf, dazu in Blau die Rubrikenbezeichnungen. Das ganze Blatt wirkt geordneter und leichter. «Das Ziel war, den Baslerstab zu modernisieren. Die einheitliche Farbe für die redaktionellen und kommerziellen Rubriken soll deutlich machen: Der Baslerstab ist und bleibt primär ein Anzeiger und damit ein Marktplatz für Inserenten», sagt Wehrli. Mit dem orangen Logo wolle man zudem die stärkere Hinwendung zum Boulevard zum Ausdruck bringen.    
Das von Zeitungsdesignerin Christine Lang (LMS Media in Herdern) gestaltete Layout hat nicht nur Auswirkungen auf das Blatt selbst, sondern auch auf das Basler Stadtbild: Parallel zum neuen Outfit werden die grün-gelben Baslerstab-Zeitungsboxen an Haltestellen und auf Plätzen ersetzt. Sie weichen neuen, leuchtend orange-farbenen Verteilkästen. Wie bisher werden sie auch künftig täglich mit Schlagzeilen-Plakätchen versehen, die auf den Blattinhalt aufmerksam machen. Den anderen Gratiszeitungen war dies bisher offenbar zu aufwändig. Zusammen mit einer breit angelegten Relaunch-Kampagne von der Basler Agentur kreisvier gelingt dem Baslerstab ein markanter Neuauftritt. 
   
Markus Knöpfli

Iso Rechsteiner wird Stellvertreter des Radio-DRS-Direktors

Iso Rechsteiner wird neuer Stellvertretender Direktor von Schweizer Radio DRS (SR DRS). Der 41-jährige Rechsteiner, der bis anhin die Regionalredaktionen leitete, tritt am 1. April 2008 die Nachfolge von Arthur Godel an.

Iso Rechsteiner wird Stellvertretender Direktor von Schweizer Radio DRS (SR DRS). Der 41-jährige Rechsteiner, der bis anhin die Regionalredaktionen leitete, tritt am 1. April 2008 die Nachfolge von DRS-2-Programmleiter Arthur Godel an. Dieser gibt das Amt aufgrund seiner bevorstehenden Pension ab.
Der Verwaltungsrat der SRG Deutschschweiz wählte Rechsteiner am Montag, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung von SR DRS heisst. SR DRS-Direktor Walter Rüegg hatte Rechsteiner für die Aufgabe vorgeschlagen.
Iso Rechsteiner ist seit 2006 Abteilungsleiter und damit Mitglied der Geschäftsleitung von SR DRS. Zuvor war er von 1994 bis 2001 Redaktor beim Regionaljournal Ostschweiz, von 2001 bis 2003 Wirtschaftsredaktor und 2003 bis 2006 stellvertretender Leiter der Wirtschaftsredaktion von SR DRS.

Sonntagszeitung lanciert fünf Sonderausgaben zur Euro 08

Die Sonntagszeitung erscheint diesen Sommer während den fünf Wochen der Euro 08 in einem «Zeitung-in-der-Zeitung-Konzept» und stellt dafür ihre Blattarchitektur um. Damit will sich das Blatt den Bedürfnissen des medialen Grossanlasses anpassen.

 
Die Sonntagszeitung erscheint diesen Sommer während den fünf Wochen der Euro 08 in einem «Zeitung-in-der-Zeitung-Konzept» und stellt dafür ihre Blattarchitektur um. Vom 1. bis 29. Juni 2008 werden der zweite Bund (Fokus) und der dritte Bund (Sport) zur zweibündigen Euro-Sonderausgabe umfunktioniert und den restlichen sieben Bünden der Sonntagszeitung vorangestellt. «Damit sind zwei Visionen verbunden», sagt Adriano Valeri, Leiter des Anzeigenmarkts der Sonntagszeitung, gegenüber der Werbewoche. «Einerseits wollen wir dem Leser eine tolle Euro-Berichterstattung liefern, andererseits wollen wir auch den Inserenten eine attraktive, zielgruppenaffine Plattform bieten.» Die Inseratepreise und -bedingungen bleiben unverändert.Im ersten Bund der Sonderausgabe geht die Redaktion mit Nachrichtenbeiträgen, Hintergrundberichten und Reportagen aus den Bereichen Lifestyle, Fans und Public Viewing allen Themen rund um die Euro nach. Der zweite Bund der Sonderausgabe ist der Sportbund, der für Zahlen und Fakten steht und mit Spielberichten, Statistiken, Interviews sowie Serviceelementen angereichert wird. Während sich der erste Bund ausschliesslich der Euro 08 widmet, werden im zweiten Bund auch andere wichtige Sportereignisse behandelt. Die restlichen sieben Bünde, die eigentliche Sonntagszeitung, ist «eurofreie Zone». Allerdings dürfte sich dies ändern, wenn die Schweizer tatsächlich in das Halbfinale einziehen werden, wie das die Nullnummer der Euro-Sonderausgabe prophezeit.

Basler Regierung zweifelt an Finanzierung des Senderprojekts RBB

In ihren Vernehmlassungen zur Neuvergabe der Radio- und TV-Konzessionen sprechen sich die Regierungen beider Basel wohlwollend gegenüber den bisherigen Lokalsendern Basilisk und Basel 1 aus. Zweifel äussern sie dagegen an der Wirtschaftlichkeit des neuen Projekts RBB (Radio, das mehr Basel bietet) von Medienunternehmer Christian Heeb.

  In ihren Vernehmlassungen zur Neuvergabe der Radio- und TV-Konzessionen sprechen sich die Regierungen beider Basel wohlwollend gegenüber den bisherigen Lokalsendern Basilisk und Basel 1 aus. Zweifel äussern sie dagegen an der Wirtschaftlichkeit des neuen Projekts RBB (Radio, das mehr Basel bietet) von Medienunternehmer Christian Heeb. In Basel wie Liestal unbestritten sind die Konzessionen für den künftig gebührenberechtigten Lokalfernsehsender Telebasel sowie für das nicht kommerzielle Radio X. In diesen beiden Fällen ist auch nur je ein Antrag für je eine zu vergebende Konzession beim Bundesamt für Kommunikaton (Bakom) eingegangen. Hingegen kämpfen bei den kommerziellen, weiterhin nicht gebührenberechtigten Lokalradios drei Anträge um zwei Konzessionen.
Die baselstädtische Regierung spricht sich im Sinne der Ausschreibungskriterien des Bundes «in der Summe aller Argumente» für die bisherigen Basilisk und Basel 1 aus. Die beiden Sender seien «äusserst erfolgreich» und «finanziell stabil». Zudem sei die Meinungsvielfalt dank der verlegerunabhängigen Radio X und Telebasel «nicht gefährdet».
Der Mehrwert, den das Projekt RBB des einstigen Basilisk-Mitgründers Christian Heeb verspricht, sei hingegen «noch wenig konkret». Fraglich sei auch, ob die Finanzierungsbasis des neuen Senders ausreiche. Soviel ist bis jetzt bekannt: Sollte RBB die Konzession erhalten, will sich die Publigroupe mit 25 Prozent beteiligen. Unterstützung hat RBB ausserdem von Ringier-Mann Fibo Deutsch, Tele-Top-Chef Günther Heuberger und dem ehemaligen Basellandschaftliche-Zeitung-Chefredaktor Franz C. Widmer.
Baselland legt Wert auf Studio in Liestal Die Basellandschaftliche Regierung mag sich punkto Radiopräferenzen weniger festlegen: Sie würde am liebsten der Radio-Hörerschaft die Wahl lassen und bedauert die Auswahl durch den «staatlichen Regulator» – ohne allerdings auf den Mangel an Sendefrequenzen einzugehen. Basel 1 und Basilisk seien sich zwar ähnlich, hätten aber Erfolg. Die alten Lokalradios entsprächen also «offenbar den Marktbedürfnissen». Basel 1 wird explizit unterstützt, weil es sein Hauptstudio in Liestal hat.
Dass das RBB-Projekt deutlich mehr Gewicht auf Berichte legen will, sei im Interesse vielfältiger und umfassender Information «grundsätzlich zu begrüssen». Aber auch die Basellandschaftliche Regierung fragt sich, ob dazu die Finanzierung realistisch ist und bittet den Bund um Prüfung. Der Bund dürfte ab Frühsommer 2008 erste Konzessionen neu vergeben.

Rechtsstreit um Aargauer SVP-Wahlplakat wird weitergezogen

Das Bundesgericht in Lausanne muss die Einstellung des Strafverfahrens gegen den Aargauer SVP-Grossrat Andreas Glarner wegen Rassendiskriminierung überprüfen. Zwei Privatpersonen ziehen die vom Aargauer Obergericht abgewiesene Beschwerde weiter.

 
Das Bundesgericht in Lausanne muss die Einstellung des Strafverfahrens gegen den Aargauer SVP-Grossrat Andreas Glarner wegen Rassendiskriminierung überprüfen. Zwei Privatpersonen ziehen die vom Aargauer Obergericht abgewiesene Beschwerde weiter. Gemäss einem Bericht der Aargauer Zeitung sind die Beschwerdeführer der Auffassung, dass die von Glarner im Nationalratswahlkampf benutzen Plakate weit über das hinausgehen, was im Rahmen der freien Meinungsäusserung als zulässig erscheinen kann. Es bestünden genug Zweifel für eine Anklage wegen Rassendiskriminierung. Damit ist der Plakatstreit also auch nach der Verurteilung von Halil Sütlü, der sechs der SVP-Plakate heruntergerissen hatte, noch nicht vorbei (siehe: ).Auf den Plakaten war eine stark verschleierte Moslemin zu sehen. Daneben stand «Aarau oder Ankara? Damit wir uns auch in Zukunft wohlfühlen. Andreas Glarner in den Nationalrat». Auf dem Plakat in der Region Baden war ein Minarett zu sehen und entsprechend der Region «Baden oder Bagdad?» zu lesen. Das Aargauer Obergericht war hierbei der Meinung, dass nicht die Glaubensgemeinschaft der Moslems als solche und auch nicht Angehörige der islamischen Glaubensgemeinschaft in ihrer Identität oder Gleichwertigkeit herabgesetzt werden. Vielmehr gehe es um den Einfluss der islamischen Kultur, der abgelehnt werde, ohne aber pauschal herabgewürdigt zu werden.

GEMI Januar 2008: TV mit gutem Jahresbeginn

Der Wachstumstrend der Werbeinvestitionen bei den elektronischen Medien setzt sich nach zwei erfolgreichen Jahren auch im Januar 2008 weiter fort. Die eMedien wachsen um 8 auf 413 Indexpunkte, das Fernsehen wächst um 10 auf 436 Punkte.

 
Der Wachstumstrend der Werbeinvestitionen bei den elektronischen Medien setzt sich nach zwei erfolgreichen Jahren auch im Januar 2008 weiter fort. Beim Goldbach Electronic Media Index (GEMI), der den Werbedruck diverser elektronischer Medien im Vergleich zum Gesamtmarkt abbildet, zeigen im Berichtszeitraum die elektronischen Medien (eMedien) und das Fernsehen am stärksten nach oben; die eMedien sind im Januar um 8 Indexpunkte auf 413 und das Fernsehen ist um 10 auf 436 Punkte gewachsen. Das Wachstum bewegt sich also zwischen 2 und 2,5 Prozent. Das Radio verzeichnet ein Plus von einem auf 256 Punkte, während das Internet wegen fehlender Daten zweier Anbieter mit einem Minus von 3 bei 254 Punkten zu stehen kommt. Teletext sinkt um 5 auf 128 Punkte. Das Total aller durch Media Focus erfassten Medien, welche auch Printmedien einschliesst, wächst im Januar 2008 um 2 Indexpunkte auf 198.

Umfrage zeigt gute Prognosen für die TV-Werbung

Eine Expertenumfrage bei Mediaagenturen zeichnet ein positives Bild für das TV-Werbejahr 2008: Laut SevenOne Media gehen die Befragten davon aus, dass die Werbeinvestitionen in das Medium Fernsehen in den nächsten zwölf Monaten um ca. 3 Prozent zulegen werden.

 Eine Expertenumfrage bei Mediaagenturen zeichnet ein positives Bild für das TV-Werbejahr 2008: Laut SevenOne Media sind die Prognosen zwar ein wenig verhaltener als am Ende des letzten Jahres. Doch die Befragten gehen davon aus, dass die Werbeinvestitionen in das Medium Fernsehen in den nächsten zwölf Monaten um ca. 3 Prozent zulegen werden. Falls diese Prognose zutrifft, würde TV auch in diesem Jahr zu den Gewinner-Medien gehören. Für den gesamten Werbemarkt erwarten die Befragten im Jahr 2008 ein Wachstum von 2,3 Prozent. Die positive Prognose überrascht Hardy Lussi, Managing Director bei SevenOne Media (Schweiz), nicht: «Wen wundert’s, denn das Jahr 2008 wird ein Top-Jahr für die ‚laufenden’ Bilder. Show- und Sportanlässe der Superlative, grosse Kino-Kassenschlager und neue innovative TV-Formate schreien nach Bildschirmen in allen Grössen und Formaten», meint Lussi im Communiqué.
Um die Entwicklung der TV-Werbeinvestitionen in den nächsten zwölf Monaten zu prognostizieren, beantworten Experten aus Mediaagenturen jeden Monat quantitative Fragen zum Thema TV-Investitionen. Die Erhebung wird durch die Media Research Group im Auftrag von SevenOne Media durchgeführt.

SRG: Bald ist Schluss mit analog verbreitetem Fernsehen

Bald gehört die analoge Verbreitung der SRG-Fernsehprogramme landesweit der Vergangenheit an. Am 25. Februar wird auch im Wallis und im Chablais vaudois auf digitalen Empfang umgestellt.

 Bald gehört die analoge Verbreitung der SRG-Fernsehprogramme landesweit der Vergangenheit an. Am 25. Februar wird auch im Wallis und im Chablais vaudois auf digitalen Empfang umgestellt. Wer danach die SRG-Programme weiterhin über Antenne sehen will, muss sich mit einem Set-Top-Box genannten Digitalempfänger ausrüsten. Betroffen sind laut SRG rund acht Prozent der Schweizer Fernsehhaushalte. Die Umstellung auf digitales Antennenfernsehen (DVB-T) erfolge im Auftrag des Bundesrates, um die Fernseh-Grundversorgung des Landes auch in Zukunft sicherzustellen.
Die SRG informiert über die Umstellung seit längerem mit einer breit angelegten Kampagne. Die Abschaltung der analogen Fernsehsendesignale in den übrigen Regionen der Schweiz habe aber gezeigt, dass einige Konsumenten erst im letzten Augenblick auf die bevorstehende Neuerung reagieren würden, heisst es in einer Mitteilung. Aus diesem Grund seien die TV-Fachhändler gebeten worden, eine genügende Zahl Digitalempfänger an Lager zu nehmen, um für den Ansturm in den letzten Wochen vor der Umstellung gerüstet zu sein.
Aufgrund der eigenen Informationsbemühungen und der umfangreichen Medienberichterstattung geht die SRG davon aus, dass die Umstellung auf digitales Antennenfernsehen auch im Wallis und im Chablais vaudois reibungslos ablaufen werde. In der Deutschschweiz, der Suisse romande und im Tessin verbreitet die SRG über Antenne je vier Fernsehprogramme ausschliesslich digital.
get_footer();