Aargauer Regierung favorisiert Radio Argovia
Der Aargauer Regierungsrat schlägt sich in der Vernehmlassung zu den Radio- und Fernsehkonzessionen auf die Seite von Radio Argovia aus dem Hause AZ Medien. Er fordert allerdings eine Qualitätskontrolle. Dem zweiten Konzessionsgesuch, jenes von Roger Schawinski für das Projekt Radio AG, gibt die Regierung keine Unterstützung.
Der Aargauer Regierungsrat schlägt sich in der Vernehmlassung zu den Radio- und Fernsehkonzessionen auf die Seite von Radio Argovia aus dem Hause AZ Medien. Er fordert allerdings eine Qualitätskontrolle. Dem zweiten Konzessionsgesuch, jenes von Roger Schawinski für das Projekt Radio AG, gibt die Regierung keine Unterstützung. Sie habe aufgrund der vorliegenden Unterlagen «nicht abschliessend beurteilen» können, wie Radio AG die Leistungen und Beiträge ausgestalten wolle, heisst es dazu in der Vernehmlassungsantwort an das Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Roger Schawinski reagierte enttäuscht und überrascht auf den Entscheid. Der Regierungsrat schütze
«trotz gravierender qualitativer Vorbehalte das multimediale Monopol durch die Wanner-Gruppe», erklärte er gegenüber der SDA.
Radio Argovia soll zwar nach Ansicht des Regierungsrates weiter im UKW-Gebiet 15 senden dürfen. Ein staatlich regulierter Lokalradiomarkt brauche aber Qualitätsstandards, findet die Aargauer Regierung. Sie fordert, dass mit der Konzessionserteilung Bedingungen verknüpft werden: Die konzessionierten Radios sollen mehr Sendegefässe mit Hintergrundinformationen senden wie auch solche, die zur Meinungsvielfalt beitragen. Die Qualitätsmassnahmen sollen stetig überprüft werden; wenn sie nicht eingehalten würden, könne man gar so weit gehen, die Konzession wieder zu entziehen.
Mit dieser Forderung nach Qualitätsmassnahmen reagiert die Regierung wohl auf Stimmen aus dem Aargauer Parlament, die im Dezember das «Meinungsmonopol» von Peter Wanners AZ Medien kritisiert hatten. Die SP verlangte vom Regierungsrat, Schawinskis Gesuch zu unterstützen, da es Bewegung in die Medienlandschaft bringe (siehe
). Die Antwort auf den damals an die Regierung überwiesenen Vorstoss steht noch aus. Im Lokalfernsehbereich befürwortet der Regierungsrat eine erneute Konzessionserteilung an Tele M1, erwartet aber auch hier mehr Qualität. Das zweite eingereichte TV-Gesuch vom Arolfinger Lokalfernsehen ALF thematisiert der Regierungsrat gar nicht.
Grundsätzlich spricht sich der Regierungsrat im Lokalradiobereich für mehr Wettbewerb aus. Er befürworte eine rasche Digitalisierung, damit die aus technischen Gründen heute beschränkte Anzahl der UKW-Konzessionen behoben werden könne, heisst es in der Vernehmlassungsantwort.
«trotz gravierender qualitativer Vorbehalte das multimediale Monopol durch die Wanner-Gruppe», erklärte er gegenüber der SDA.
Radio Argovia soll zwar nach Ansicht des Regierungsrates weiter im UKW-Gebiet 15 senden dürfen. Ein staatlich regulierter Lokalradiomarkt brauche aber Qualitätsstandards, findet die Aargauer Regierung. Sie fordert, dass mit der Konzessionserteilung Bedingungen verknüpft werden: Die konzessionierten Radios sollen mehr Sendegefässe mit Hintergrundinformationen senden wie auch solche, die zur Meinungsvielfalt beitragen. Die Qualitätsmassnahmen sollen stetig überprüft werden; wenn sie nicht eingehalten würden, könne man gar so weit gehen, die Konzession wieder zu entziehen.
Mit dieser Forderung nach Qualitätsmassnahmen reagiert die Regierung wohl auf Stimmen aus dem Aargauer Parlament, die im Dezember das «Meinungsmonopol» von Peter Wanners AZ Medien kritisiert hatten. Die SP verlangte vom Regierungsrat, Schawinskis Gesuch zu unterstützen, da es Bewegung in die Medienlandschaft bringe (siehe
). Die Antwort auf den damals an die Regierung überwiesenen Vorstoss steht noch aus. Im Lokalfernsehbereich befürwortet der Regierungsrat eine erneute Konzessionserteilung an Tele M1, erwartet aber auch hier mehr Qualität. Das zweite eingereichte TV-Gesuch vom Arolfinger Lokalfernsehen ALF thematisiert der Regierungsrat gar nicht.
Grundsätzlich spricht sich der Regierungsrat im Lokalradiobereich für mehr Wettbewerb aus. Er befürworte eine rasche Digitalisierung, damit die aus technischen Gründen heute beschränkte Anzahl der UKW-Konzessionen behoben werden könne, heisst es in der Vernehmlassungsantwort.
