TV-Konzession: Winterthur will Tele Top

Der Winterthurer Stadtrat und sieben weitere Gemeinden in der Region wollen, dass die TV-Konzession für das Gebiet Zürich-Nordostschweiz an Tele Top geht. Der Mitbewerber Tele Züri könne aufgrund seiner Marktposition auch ohne Gebührengelder senden, heisst es in einer Stellungnahme an das Bakom.

 Der Winterthurer Stadtrat und sieben weitere Gemeinden in der Region wollen, dass die TV-Konzession für das Gebiet Zürich-Nordostschweiz an Tele Top geht. Der Mitbewerber Tele Züri könne aufgrund seiner Marktposition auch ohne Gebührengelder senden, heisst es in einer Stellungnahme an das Bakom. Ihre Empfehlung trafen die Gemeinden in erster Linie aus medienpolitischen Gründen, wie Winterthur am Donnerstag den Medien mitteilte. Das Konzessionsgesuch von Tele Top biete wegen der inhaltlichen Prioritätensetzung und dem zeitlich und personell guten Konzept bessere Gewähr für die Erfüllung des Leistungsauftrages.
Mit einer Konzession an Tele Top würde der einzige noch von den grossen Zürcher Medienhäusern in Zürich unabhängige Sender berücksichtigt werden, heisst es weiter. Tele Züri, das sich ebenfalls um die Konzession bewirbt, habe hingegen eine Marktposition erreicht, die es dem Sender erlaube, ohne Gebührenunterstützung seine Strategie zu verfolgen.
Es werde auch begrüsst, dass sich die Regierungen der Kantone Thurgau und Schaffhausen für Tele Top ausgesprochen haben. Neben Winterthur unterstützen Uster, Kloten, Illnau-Effretikon, Wetzikon, Rüti, Frauenfeld und Weinfelden Tele Top. In diesen Gemeinden wohnen insgesamt 250’000 Einwohner.

Testlauf für Werbetexter

Mit der Aufforderung: «Werde Schriftsteller (für Zahnpasta und Vogelfutter)» lädt das Agenturnetzwerk Scholz & Friends zum fünften Mal Studierende aller Studienfächer ein, ihre Berufung zum Texter zu entdecken.

 Mit der Aufforderung «Werde Schriftsteller (für Zahnpasta und Vogelfutter)» lädt das Agenturnetzwerk Scholz & Friends zum fünften Mal Studierende aller Studienfächer ein, ihre Berufung zum Texter zu entdecken. Bis zum 18. April 2008 können sich wortgewaltige Talente für den «Bin ich vielleicht Werbetexter?»-Wettbewerb bewerben. Detaillierte Informationen sowie den Texter-Test zum Download unter: S-f.com/berlin. In den drei Aufgaben des Texter-Tests sollen die Bewerber mit ihren Formulierungen zeigen, welches Potenzial in ihnen schlummert. Unter allen Einsendungen werden die 20 Besten ausgewählt und zu einem Workshop-Wochenende mit Kreativen von Scholz & Friends eingeladen. Gemeinsam mit den Profis entwickeln sie Kampagnen und lernen das wahre Texterleben kennen. Das Workshop-Wochenende findet am 9. und 10. Mai 2008 in Berlin statt.

IGEM lässt Radiomänner über Zürcher Konzessionen diskutieren

Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) organisiert ein Podiumsgespräch zum Thema «Wer darf in Zürich Radio machen?». Die Gesprächsteilnehmer sind Dani Büchi, Urs Lorenz, Andreas Meili, Roger Schawinski und Giuseppe Scaglione.

 Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) organisiert ein Podiumsgespräch zum Thema «Wer darf in Zürich Radio machen?». Dabei geht es um die laufende Neukonzessionierung für UKW-Radios. Im Grossraum Zürich ist die Ausgangslage besonders spannend. Hier stehen den bereits sendenden Programmen Radio 24, Energy Zürich und Zürisee die neuen Bewerber Radio 1, Radio 105 Züri, RMC Züri und Züri Live gegenüber. Unter der Leitung von Michi Frank, CEO IP Multimedia, diskutieren Exponenten dieser Programme über ihre Chancen. Die Gesprächsteilnehmer sind Dani Büchi (Energy Zürich), Urs Lorenz (Radio Zürisee), Andreas Meili (Belcom AG/Radio 24), Roger Schawinski (Radio 1) und Giuseppe Scaglione (RMC Züri und Radio 105 Züri). Das Podiumsgespräch findet am 05. März 2008 von 10.30 bis 13.30 Uhr bei Goldbach Media in Küsnacht statt. Anmeldung und weitere Informationen über die Website der IGEM.

Kochen.tv neu auch auf Tele M1 und Tele Tell

Kochsendungen stossen auf grosses Interesse. Nicht nur die deutschen Brutzelformate wie «Kochduell» oder «Lafer! Lichter! Lecker!», sondern auch die nationalen und lokalen Sendungen rund um kulinarische Genüsse erfreuen sich grosser Beliebtheit.

 Kochsendungen stossen auf grosses Interesse. Nicht nur die deutschen Brutzelformate wie «Kochduell» oder «Lafer! Lichter! Lecker!», sondern auch die nationalen und lokalen Sendungen rund um kulinarische Genüsse erfreuen sich grosser Beliebtheit. Das Wochenmagazin Kochen.tv, das seit einem Jahr auf den Sendern Tele Züri, Tele Top und Tele Südostschweiz läuft, wird deshalb ab 1. März auch auf Tele M1 und Tele Tell ausgestrahlt. Damit werde das Zuschauerpotential massiv vergrössert, meldet die Produktionsfirma Primetime in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. Bereits mit dem bisherigen Sendegebiet erreichte die Sendung ein Publikum von über 300’000 Personen pro Woche.Präsentiert wird Kochen.tv von Joël Gilgen. Er assistiert der Köchin Meta Hildebrand bei der Realisierung ihrer Rezepte, befragt Weinexpertin Kathrin Hodel und nimmt von Sabina Sommer Dekorations- und Gestaltungsvorschläge entgegen.

Zu guter Letzt: Stupsen, gruscheln und gemütlich Tütchen rauchen

Wie jedermann weiss, sind Community-Plattformen derzeit hoch im Kurs. Praktisch jeder Student und auch immer mehr andere Leute pflegen auf einer der vielen verschiedenen Netzwerke täglich ihr Profil, «added» oder «ignoren» andere Mitglieder, «poken» und «gruscheln» in der Weltgeschichte umher.

 Wie jedermann weiss, sind Community-Plattformen derzeit hoch im Kurs. Praktisch jeder Student und auch immer mehr andere Leute pflegen auf einer der vielen verschiedenen Netzwerke täglich ihr Profil, «added» oder «ignoren» andere Mitglieder, «poken» und «gruscheln» in der Weltgeschichte umher oder geben einander irgendwelche Spitznamen. Für die Benutzer ist das Ganze ein spielerischer und einfacher Weg, um ohne viel Aufwand zu betreiben mit unzähligen Menschen in Kontakt zu bleiben (Stichwort: «Networking»). Für die Betreiber ist der Spass natürlich in erster Linie ein knallhartes Geschäft. Dass Betreiber und Benutzer nicht immer auf der gleichen Wellenlänge liegen, hat sich im Fall des deutschen Netzwerks StudiVZ – angeblich überhaupt nicht eingeschüchtert durch den baldigen Markteintritt das amerikanischen Giganten Facebook, die Werbewoche berichtete (siehe ) –  schon häufiger gezeigt. Nun hat die Onlineausgabe des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel daraus allerdings angeblich eine ganz eigene Geschichte konstruieren wollen. Ein mit den Worten «Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsuntersuchen Daten jetzt herausgeben» überschriebenes Interview mit StudiVZ-Boss Marcus Riecke sorgt derzeit für viel Rummel. Liest man das Interview, gewinnt man praktisch den Eindruck die Netzwerk-Betreibe nun proaktiv gegen nicht gesetzeskonform handelnde User vorgehen und beispielsweise Leute, die auf ihren privaten Bildern beim Kiffen abgebildet sind, direkt bei der Polizei verpfeifen. «Dass wir Bilder und Daten an die Polizei geben, weil Ihr Euch darauf ein gemütliches Tütchen ansteckt, ist komplett erfunden und gelogen. So etwas tun wir nicht!» schreiben die Betreiber in einer Mitteilung an all ihre User. Man bitte die User solchem Journalismus keinen Nährboden zu geben. «Fakt ist: Ihr möchtet Sicherheit. (…) Um Euch eine sichere Plattform zu garantieren, haben sich alle Beteiligten an einige wichtige Regeln zu halten. Diese stammen nicht von uns, sondern sind für alle gültige und bindende Paragraphen der deutschen Gesetzgebung.» Klar, auch ein Community-Netzwerk ist keine rechtsfreie Zone. Auch keine werbefreie Zone, und schon gar keine besonders sichere Zone.Vor wenigen Tagen hat die neue StudiVZ-Besitzerin, die Holzbrinck-Gruppe, mit MeinVZ ein weiteres Netzwerk lanciert. Angesprochen werden sollen damit jene, die weder zur Schule gehen noch studieren. Der Netzwerkwahn geht weiter. Die Diskussionen um den Datenschutz auch.

Spotlight-Fachjury mit Doppelspitze

Am 7. März läuft der Einsendeschluss für das Spotlight-Werbefilmfestival ab. Den Vorsitz der Jury bilden Norbert Herold, langjähriger Heye-Kreativchef, und Helmut Hartl, CEO Embassy of Dreams Filmproduktion.

 Norbert Herold, langjähriger Heye-Kreativchef, und Helmut Hartl, CEO Embassy of Dreams Filmproduktion, bilden den Vorsitz der Fachjury beim 11. Internationalen Werbefilmfestival Spotlight. Vorsitzende der Fachjury beim Nachwuchswettbewerb Spotlight for Students ist Gabriele Röthemeyer, die Geschäftsführerin der MFG-Filmförderung Baden-Württemberg. Das Festival, bei dem parallel zur Fachjury auch eine bis zu 2000-köpfige Publikumsjury votiert, findet in diesem Jahr erstmals im Europa-Park in Rust bei Freiburg statt. Die Fachjuryliste und Infos zum Festival am 26. April finden Interessierte unter Spotlightfestival. de. Zugelassen sind Spots, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zum Einsatz kamen, sowie Web & Mobile-Spots. Der Einsendeschluss für Wettbewerbsbeiträge ist der 7. März.

Advico Y&R kämpft mit BFA/FO gegen den Hunger

Brot für alle und Fastenopfer (BFA/FO) setzen sich gemeinsam dafür ein, dass das Recht auf Nahrung kein frommer Wunsch bleibt. Sie rufen mit einer von Advico Y&R entwickelten Kampagne zum Spenden auf.

Jedes Jahr gibt es rund 4 Millionen Hungernde mehr. Über 850 Millionen Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung. Mit der ökumenischen Kampagne setzen sich Brot für alle und Fastenopfer (BFA/FO) gemeinsam dafür ein, dass das Recht auf Nahrung kein frommer Wunsch bleibt.
Dazu braucht es vielfältigen Einsatz: Auf den Hirsefeldern in Burkina Faso oder Mali, aber auch dem Feld der politischen Entscheide in Nord und Süd: Es braucht Landreformen, nachhaltige Anbaumethoden, gerechte Handelsbeziehungen. In diesem Zusammenhang rufen BFA/FO zum Spenden auf – mit einer Kampagne, die von AY&R entwickelt wurde. Sie zeigt unmissverständlich, dass viele Menschen keine andere Wahl haben, als Dinge zu essen, die eigentlich ungeniessbar sind. Die drei Sujets sind als Plakate und Anzeigen zu sehen.
Verantwortlich bei Brot für alle:
Anne Bickel, Martina Schmidt. Verantwortlich bei Fastenopfer: Matthias Dörnenburg. Verantwortlich bei AY&R: Urs Schrepfer (CD), Marietta Albinus (AD), Florian Birkner (Text), Emi Lehmann (Grafik), Verena Rentsch, Kathrin Gerber (Art Buying), Marie-Theres Ott, Pablo Koerfer (Beratung), Stephan Schacher (Fotografie).

Radio Cool bald zurück auf Sendung

Das Webradio Radio Cool musste vor einiger Zeit den Betrieb aus urheberrechtlichen Gründen einstellen. Nun seien neue Verträge mit dem Urheberrechts-Inhaber IFPI Schweiz abgeschlossen worden, teilte Geschäftsleiter Flavio Camenzind mit. Somit ist das Webradio bald zurück auf Sendung.

 Das Webradio Radio Cool musste vor einiger Zeit den Betrieb aus urheberrechtlichen Gründen einstellen. Nun seien neue Verträge mit dem Urheberrechts-Inhaber IFPI Schweiz abgeschlossen worden, teilte Geschäftsleiter Flavio Camenzind mit. Somit ist das Webradio zurück auf Sendung. Der Startschuss erfolgt am 2. März um. Im Rahmen einer Willkommenssendung soll das neu zusammengestellte Programm mit seinen 18 Machern vorgestellt werden. Zum Relaunch sollen verschiedene Studiogäste wie Joel Gilgen von Tele Züri oder Cabaret-Divertimento anwesend sein, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Am ersten Sendetag präsentiert Radio Cool ausserdem die Sondersendung «Derby-Spezial» zum Fussballspiel FCZ-GC. Diese wird kurz nach Matchende um 21.00 Uhr ausgestrahlt.

Die Euro 08 rückt näher

Weniger als 100 Tage bis zum wichtigsten Sportanlass des Jahres, der Euro 08. Zumindest für die beiden Gastgeberländer Österreich und Schweiz ist die Wichtigkeit dieses Fussballfestes enorm gross.

 Weniger als 100 Tage bis zum wichtigsten Sportanlass des Jahres, der Euro 08. Zumindest für die beiden Gastgeberländer Österreich und Schweiz ist die Wichtigkeit dieses Fussballfestes enorm gross. Wenn die kleine Schweiz im Mittelpunkt des internationalen Interesses steht, soll natürlich alles stimmen. Bislang gehen die Vorbereitungen reibungslos vonstatten. Nun wurde auch bekannt, was sich die französische Eventagentur Auditoire für die Eröffnungsfeier hat einfallen lassen. Rund 1000 Darsteller werden am 7. Juni im St. Jakob Park in Basel während einer 13minütigen Show für die richtige Stimmung sorgen. Sie werden die Besonderheiten der Gastgeberländer präsentieren und diese laut Uefa «auf kreative, aussergewöhnliche Weise modern umsetzen», meldet der Tages-Anzeiger am Donnerstag. Den Posten des künstlerischen Leiters hat mit Martin Arnaud ein Mann mit Erfahrung inne. Der Franzose trug bereits die Verantwortung für die Eröffnungsfeier der Fussball-Weltmeisterschaft 1998, sowie der Eröffnungs- und Schlussfeier der Paralympics 2004.An einer Medienveranstaltung am Donnerstag wurde auch der offizielle EM-Maskottchen-Song des jamaikanischen Reggae-Stars Shaggy präsentiert. «Like A Superstar» heisst das Lied, das der EM-Endrunde eine akustische Marke verleihen soll.
Hierzulande soll dies der «alte» WM-Song von Baschi bewirken. Der junge Sänger hat seinen Track «Bring en hei» für die EM in ein tanzbareres Gewand gesteckt.
Insgesamt laufen die Vorbereitungen sehr gut, betonte Martin Kallen, der leitende Geschäftsführer der Euro 08. Man sei auf alle Eventualitäten vorbereitet und die Zusammenarbeit der beiden Länder funktioniere sehr gut, betonte er gegenüber Radio DRS.
Für alle jene, die sich schon Sorgen machen, wie sie die Spiele als berufstätige Menschen mitverfolgen können, hat sich jetzt eine hervorragende Lösung ergeben. Wie der Tages-Anzeiger weiter berichtet, sollen die 31 Spiele der Endrunde allesamt über die offizielle Website zu sehen sein.
Zum Service gehören auch Nachrichten, Informationen zu den Austragungsstätten, Interviews, Blogs und ein Near-Live-Handy-Dienst für Fans, die unterwegs sind. Die Website wird im März aufs weltweite Netz aufgeschaltet und von der Uefa-Tochter Media Technologies betreut. Hinter dem Produkt stehen nicht weniger als 130 Journalisten, Kameraleute, Techniker und Übersetzer. Die Seite ist in zehn Sprachen zugänglich.

Web-2.0-Freaks werden zahlreicher

Internet Kennen hiesige User den Begriff Web 2.0? Nutzen sie es überhaupt? Eine aktuelle Studie gibt Antworten.

 
Internet Kennen hiesige User den Begriff Web 2.0? Nutzen sie es überhaupt? Eine aktuelle Studie gibt Antworten.  
Andreas Flückiger (34) arbeitet als Controller in einem Industrieunternehmen. Morgens liest er neben seinen Emails auch RSS-Feeds, die er abonniert hat. Während der Arbeit tummelt er sich in Business Netzwerken wie Xing, knüpft neue Kontakte oder beteiligt sich mit eigenen Beiträgen in Foren. Nach der Arbeit trifft sich der studierte Betriebswirtschaftler mit Freunden. Nicht beim Bier in einer Quartierbeiz, sondern in einer virtuellen Welt wie Second Life. Stunden später besucht Flückiger die Videoplattform YouTube und guckt sich vergnügt Beiträge an.
So oder ähnlich beschreibt eine aktuelle Studie den durchschnittlichen Schweizer Internetnutzer. Die Studie «Web 2.0 in der Schweiz» analysiert erstmals das 2.0-Verhalten hiesiger User. Während zwei Wochen im letzten September befragte Simon Künzler von der Online-Marketingagentur Styropor Digital zusammen mit dem Internetvermarkter Web2com und der Agentur Konsumfreu.de die Internetgemeinschaft.
Jetzt liegen die Ergebnisse vor und zeigen in aller Deutlichkeit, dass der Begriff Web 2.0 und die Philosophie dahinter den Schweizern nicht unbekannt sind. Mehr noch: Die Schweizer kommentieren, bewerten und «gruscheln» fleissig.
Die weit verbreitete Meinung, Web 2.0 sei ein Phänomen einer Minderheit, konnte Künzler widerlegen. Trotzdem müssen die Resultate mit Vorsicht interpretiert werden. «Die Resultate sind extrem ausgefallen», so Künzler. Er vermutet, dass, obwohl unterschiedliche Kanäle für die Bekanntmachung der Befragung genutzt wurden, überwiegend das webaffine Bloggerumfeld an der Befragung teilgenommen habe. Deshalb sei die Studie auch nur eingeschränkt repräsentativ. Bezüglich soziodemografischer Daten sei das Spektrum der Teilnehmenden aber sehr breit, sagt Künzler. Insgesamt nahmen 400 Personen an der Befragung teil, mehrheitlich Männer.
Den Begriff Web 2.0 bringen fast 70 Prozent der Umfrageteilnehmer mit Weblogs und sozialen Netzwerken in Verbindung. Die Mehrheit der Befragten liest mindestens einmal pro Monat Weblogs. Jeder Vierte sogar täglich. Auch Podcasts, quasi die audiovisuelle Form der Weblogs, geniessen gemäss Studie einen hohen Bekanntheitsgrad. Genutzt werde das Jekami-Format von rund der Hälfte der Befragten, und das im Schnitt einmal wöchentlich.
Klassenprimus MySpaceGanz oben auf der Nutzungsskala stehen Foto- und Videoplattformen. 40 Prozent der Befragten konsumieren wöchentlich mindestens einmal Onlinevideos, jeder Dritte täglich. Allerdings beschränken sich viele Teilnehmer der Umfrage auf Plattformen wie YouTube oder MyVideo. Schweizer Portale bewegen sich unter dem Wahrnehmungsradar der hiesigen Nutzer. Auch Informationsseiten wie die Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia werden stark besucht, aber die Nutzung beschränkt sich im Prinzip nur auf die Grossen, eben Wikipedia. Schweizer User tummeln sich auch gern auf so genannten Social-Networking-Plattformen. Das Zugpferd ist MySpace. Der Star unter diesen Internetangeboten ist mit
Abstand die beliebteste 2.0-Anwendung. Keine Kopie aus der Schweiz konnte dem amerikanischen Vorbild bislang den Rang ablaufen. Projekte wie Youme.net oder Meinbild sind den Schweizern schlicht unbekannt.
Mit der Erhebung solcher Nutzungsdaten konnte Simon Künzler vier verschiedene Nutzertypen ableiten. Die Heavy-User nennen Künzler und Co-Autorin Andrea Iltgen weniger liebevoll «die Freaks», darunter fallen all jene, die aktiv im Internet Inhalte produzieren, diese ins Netz stellen und immer auf dem neusten technischen Stand sind. «Die Interaktiven» bilden die Gruppe, die sich aktiv im Web 2.0 herumtreibt, Inhalte kommentiert und bewertet. «Die Konsumenten» beschreibt Künzler als diejenigen, die das Angebot zwar intensiv nutzen, aber nichts dazu beitragen wollen. «Die wenig Affinen» sind für Künzler die älteren User, die sich auf vorwiegend einfache Anwendungen beschränken. Wie Künzler in der Studie schreibt, seien die passiven Nutzer noch klar in der Mehrheit, was sich in absehbarer Zeit aber ändern werde. «Die Interaktiven und Freaks werden immer zahlreicher», sagt er. Grosser Handlungsbedarf sei deshalb bei Firmen vonnöten. Je länger, je mehr besteht die Herausforderung darin, die Nutzergruppen gezielt anzusprechen und mit den Usern zu interagieren. Künzler: «Ein Community-Manager gehört heute genauso in die Unternehmenskommunikation wie ein Pressesprecher.»
 
Christian Lüscher
Wissenswertes zum Web 2.0 auf einen BlickDerzeit ist eine Handvoll
Web-2.0- Studien vorhanden, die den Trend analysieren. Neben der Studie von Simon Künzler hat sich die Journalistenschule MAZ zusammen mit der PR-Agentur Bernet dem Thema gewidmet, jedoch steht nicht der Nutzer im Fokus, sondern die Schweizer Unternehmen und deren Umgang mit dem Social Web. Über das Nutzungsverhalten speziell informiert die Studie mit dem Namen «Web 2.0: Nutzung und Nutzertypen» ausführlich, erschienen in Media Perspektiven (4/2007). «Web 2.0 in der Schweiz» kann bestellt werden unter .

Let’s Rock the Big Rock

Musik Am 5. Juli 2008 steigt das legendäre Pilatus Openair. Dieses Jahr geben Gotthard auf dem «Big Rock» eines ihrer sehr seltenen Unplugged-Konzerte vor erlesenem Publikum.

 
Musik Am 5. Juli 2008 steigt das legendäre Pilatus Openair. Dieses Jahr geben Gotthard auf dem «Big Rock» eines ihrer sehr seltenen Unplugged- Konzerte vor erlesenem Publikum. Den Auftakt machen Pegasus, die «Swiss Top Band des Jahres 2007» aus Biel. Beworben wird das Konzert von der Werbeagentur Ideart in Luzern.

Birchermüesli im Kopf

Kino Cavegnwerbung zeigt für Cinecom die Vorzüge von Spots, die im Kino gezeigt werden.

 
Kino Cavegnwerbung zeigt für Cinecom die Vorzüge von Spots, die im Kino gezeigt werden. 
3’000 Botschaften sollen es sein, die in unseren Breitengraden täglich an Werbung auf einen Menschen einprasseln. Was bleibt davon hängen? Beim Fernsehen wird oft mitten in einem Claim weggezappt. Im Tram wandert unser Blick gedankenlos von einem Plakat zum andern. Und in der Zeitung sucht man höchstens in den Kleinanzeigen bewusst nach einem Inserat … Ganz anders präsentiert sich die Werbung im Kino. Denn wer im Kino sitzt, kann sich der Werbung nicht so einfach entziehen. Im Gegensatz zu allen anderen Medien erzielt Kino beim Publikum deshalb höchste Aufmerksamkeit.
«Werbung ohne Unterbrechung»: Das ist die Botschaft der Cinecom für die von ihr verkaufte Kinowerbung. Was ausserhalb der Kinosäle mit Werbung passieren kann, dramatisiert Markus Cavegn mit einem ausgeklügelten Textkonzept. «Zu lesen in den Inseraten ist das, was in den Köpfen hängen bleibt, sozusagen das Drehbuch des Alltags.»
Fazit dieser Texte ist, dass im Kino Werbung und damit auch die Werbebotschaften bewusster und intensiver wahrgenommen werden. «Die Trefferquote beim Zielpublikum ist hoch», meint dazu  Jean-Claude Bruhin bei Cinecom. Entsprechend beachtlich ist auch der Erfolg pro eingesetztem Werbefranken.
 
Andreas Panzeri
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