«Blick ist die erste visuelle Zeitung»

Daniel Pillard, Leiter von Ringier Schweiz ad interim, erläutert im Gespräch, was er sich vom neuen Blick erhofft, wie er seine Mannschaft drillen lässt und weshalb eine Formatveränderung das Dessert nach dem Hauptgang wäre. Und die Werbewoche zeigt, wie der neue Blick aussehen wird.

 
Im Gespräch erläutert Daniel Pillard, Leiter von Ringier Schweiz ad interim, was er sich vom neuen Blick erhofft, wie er seine  Mannschaft drillen lässt und weshalb eine Formatveränderung das Dessert nach dem Hauptgang wäre.  
WW: Im letzten September sagten Sie, der Blick müsse sich radikal verbessern. Daniel Pillard: Ich bin zuversichtlich, dass er das wird. Denn der Blick wird dynamischer. Es gibt nur noch einen Bund, und das hat viele Konsequenzen. So werden wir viel magaziniger werden. Blick wird die erste visuelle Tageszeitung sein.Warum haben Sie sich für ein Einbundkonzept entschieden?Mit zwei Bünden hatten wir zwei dünne Hefte, die man zwar vorteilhaft in Sport und News teilen kann. Hat man aber nur ein Heft, so muss es von der ersten bis zur letzten Seite spannend sein. Ausserdem muss man sich von den Gratiszeitungen abgrenzen und sichtbaren Mehrwert bieten. Das Heft muss dick und interessant sein.
Welches ist die grösste Veränderung verglichen mit dem bisherigen Blick?Die Bildsprache ist sehr viel stärker. Wir werden exklusive und grössere Bilder zeigen und vieles mit Infografiken erklären. Wir haben mit Igor Kravarik ausserdem einen der besten Illustratoren, der Karikaturen und Cartoons macht und der auch den berühmten Käfer wieder neu gezeichnet hat.
Sie haben einige neue Leute auf die Redaktion geholt.Ja. Mit Walter de Gregorio zum Beispiel als neuem Sportchef hat sich auf der Redaktion bereits viel bewegt. Blick ist und bleibt die Sportzeitung der Schweiz.
Mit dieser Einbundzeitung ist aber auch ein Trick verbunden.Wir haben einerseits eine Titelseite für News und eine für den Sport. Das ist der Trick (dreht das Heft um und zeigt die Blick-Titelseite). Man kann wählen.
Wo ist denn der Unterschied zum Zweibund-Blick?Vorher hatten wir einfach News und Sport. Jetzt haben wir neue Rubriken: News, People und Service. Das ist qualitativ konstant. Hinten kommt dann der Sport. Der nimmt manchmal mehr, manchmal weniger Platz ein. Je nach Umfang kann man damit spielen und muss nicht Seiten mit uninteressanten Dingen füllen wie bisher. Wenn das Heft aber wie ein Magazin gestaltet ist, dann ändert sich alles. Diesen Mehrwert muss man auf jeder Seite sehen. Das hat auch interessante Konsequenzen für die Redaktion beim Produzieren. Beide Mannschaften müssen jetzt zusammenarbeiten.
Wie geht diese Annäherung vonstatten? Geplant ist ja, dass die Redaktionen in einem Newsroom zusammenarbeiten werden. Wir werden mehrere Schritte machen. Das Ziel in ungefähr zwei Jahren wird der integrierte Newsroom sein. Das Zusammenarbeiten von News und Sport ist der erste Schritt. Ab März werden dann auch Print und Online in einem Raum zusammenarbeiten. In einem nächsten Schritt werden wir uns überlegen, wie wir einen Inhalt über verschiedene Kanäle verbreiten und wie wir mit Online first umgehen sollen. Mittelfristig werden Blick, SonntagsBlick und heute aus dem selben Newsroom heraus arbeiten. Das braucht seine Zeit.
Wie soll sich Online first in der Blick-Praxis bewähren?Dass wir alles auf dem schnellsten Kanal verbreiten, kann für den Boulevard nicht grundsätzlich gelten. News und Scoops ja, Recherchen nein. Das ist aber ein Prozess, der im März beginnt.
Der Blick ist ja mit doppelseitigen Geschichten bereits leicht «magaziniger» geworden. Wir probieren unsere Werkzeuge bereits aus.
Haben Sie schon Echo von Lesern und Inserenten erhalten?Wir stiessen mit der Nullnummer bei den Agenturen bereits auf ein gutes Echo. Da hat man offensichtlich das Gefühl, dass sich in der Welt des Blick endlich etwas bewegt. Auf der Leserseite braucht es mehr Zeit, bis sich das bei den Abos manifestiert.
Im Moment hat der Diskurs über journalistische Qualität in der Branche Hochkonjunktur. Wie definieren Sie Qualität für den Blick?Das betrifft zunächst die Bildsprache. Die Bilder müssen Superqualität haben. Wir haben mit Koni Nordmann einen Spezialisten der Fotografie engagiert, der unsere Leute coacht und ausbildet. Ein gutes Bild bringt soviel Information wie ein guter Text, das hat bei Ringier grosse Tradition. Bilder sind für den Blick sehr wichtig.
…solange sie nicht so unscharf sind wie seinerzeit jenes von Djamila Rowe.(lacht) Ein unscharfes Bild kann auch interessant sein, solange es exklusiv ist.
Die Texte sollen länger werden. Wir wollen mindestens dreimal in der Woche eine Reportage bringen, eine Forderung von Chefredaktor Bernhard Weissberg. Aber bereits kleine Texte müssen gut geschrieben sein.
Nochmal: Was heisst Qualität ganz allgemein für den Blick?Spannend, witzig muss er sein, mit guter Sprache, aber nicht wie die NZZ. Walter de Gregorio hat ja in der Weltwoche Kolumnen geschrieben. Jetzt schreibt er für uns, und er schreibt deswegen nicht anders. Das Produkt insgesamt muss gut gestaltet sein. Unter Qualität verstehe ich, wie wir Bild und Text zusammenbringen.
Welchen Stellenwert hat Recherchierjournalismus?Qualität heisst natürlich auch Recherche. Man muss bei einigen Geschichten der Leader sein. Man muss Scoops bringen. Im Sport beschäftigen wir 50 und im ersten Teil etwa 80 Journalistinnen und Journalisten. Sie sehen, wir haben auch die Mittel. Die muss man im Blatt auch spüren.
Die oft geäusserte Kritik, Blick sei nicht mehr die angriffige Boulevardzeitung von einst, gründet auch darauf, das Blatt habe die Leute gar nicht, die Boulevardgeschichten schreiben können. Es wäre eine lange Diskussion, was genau Boulevard ist und was nicht. Ich bin überzeugt, dass sich der Boulevard verändert. Wir machen bei Ringier viele Erfahrungen. In Ländern wie Ungarn oder Rumänien funktioniert harter Boulevard noch. Grosse Brüste, Krimis mit viel Blut und so weiter, das ist bei uns vorbei. Die Gesellschaft hat sich verändert. So ein Boulevard würde das Publikum hier gar nicht erreichen. Man muss mit Emotionen arbeiten, ganz klar, aber auch eine Zeitung wie Blick muss die Welt erklären. Was passiert zum Beispiel gerade im Kosovo. Das sind grosse Themen, da müssen wir die Besten sein.
Diese Themen machen andere auch. Und die Presse hat sich durchwegs boulevardisiert. Was ist die Weltwoche anderes als Boulevard für Intellektuelle?Das stimmt schon, aber die Weltwoche hat andere, politische Ziele, eine andere Linie. Wir sind offener.
Wenn sich Sonntagspresse, Gratiszeitungen und teilweise auch die Regionalpresse bereits boulevardisieren, warum braucht es da noch den Blick?Die Gratiszeitungen haben nicht unsere Mittel. Die Sonntagszeitungen bringen längere Texte, zum Beispiel im Wirtschaftsteil Wir sprechen auch über Wirtschaft, aber einfach und verständlich. Auch wir haben in den letzten Tagen über die UBS oder über Liechtenstein geschrieben.
Wie ist das Blatt mit Online verknüpft?Diese Verknüpfung ist sehr wichtig, und das sieht man auch bereits etwas. Es gibt Links zu den Artikeln, einen Blog von Chefredaktor Bernhard Weissberg, auf den die Leute reagieren können. Das geht sofort online, und am Morgen sind die Reaktionen im Blatt. Wir haben User Generated Content, Leserbilder, Lesermeinungen. Die Interaktivität mit dem Leser wird immer wichtiger. Wir arbeiten deshalb jetzt schon sehr eng mit Blick online zusammen. Das Publikum reagiert schnell und auch mit Emotionen. Das muss sich aber noch weiter entwickeln und eine Community werden.
Sie haben vor kurzem Web-TV eingeführt, mit einer moderierten News-Sendung. Welche Kanäle sind weiter geplant?Unser Web-TV ist noch nicht perfekt, denn es genügt nicht, bloss zweimal am Tag eine Sendung zu machen. Aber Web-TV wird schnell an Bedeutung gewinnen, wie auch Mobile. Print, Online und Mobile müssen zusammenarbeiten. Wir haben mit Cash daily ja quasi ein Labor im Haus.
Ab 2009 werden Sie in Adligenswil die drucktechnischen Möglichkeiten haben, um ein stattlicheres Tabloidformat zu drucken, so wie die Libération oder el País. Kommt das einmal für den Blick?Da ist noch nichts entschieden, aber dies wäre ein tolles Format. Es ist für mich allerdings ein bisschen wie das Dessert nach einem guten Menu. Denn zuerst müssen wir beim Blick unsere Hausaufgaben machen. So gesehen bin ich froh, dass wir die Formatfrage noch nicht sofort beantworten müssen.
Sie haben begonnen, den Blick mit der Frühzustellung der Post zu verteilen. Was ist das Ziel?Wir haben auf diese Weise bereits 10’000 Exemplare ausgeliefert. Wir müssen aber auch die Restaurants beliefern, ich bin überzeugt, dass man die wieder haben kann. Wir werden deshalb eine grosse Verteil- und Promoaktion starten. Restaurants und Frühzustellung sind zwei Waffen.
Der Blick muss in die Stadt. Wir haben viel Boden in der Stadt verloren. Blick ist eine populäre Zeitung, das soll sie auch bleiben. Deshalb müssen wir auch in der Stadt sein, doch nicht unbedingt in jedem Stadtteil. Mit Blick als Stammtischzeitung ist es vorbei, denn Blick soll auch den Jugendlichen gefallen. Wir kommen bei ihnen und auch bei den älteren Leuten recht gut an, aber in der Mitte fehlen uns die Leser. Auch diese Leute wollen wir bekommen. Auf dem Land ist es im Moment okay, denn wir haben keine Mitbewerber.
Was haben Sie für Ziele bei der Auflage?Wir haben keine konkreten Auflagenziele, denn zuerst müssen wir den Abwärtstrend, den alle Zeitungen spüren, stabilisieren. Vor allem der Einzelverkauf muss sich bewegen, denn die Abos sind gesund und stabil. Doch Blick ist auch eine Imagefrage, er muss wieder zum Muss werden, auch auf dem Anzeigenmarkt. Das ist die Herausforderung. Wir könnten auch mit 700’000 Lesern leben, aber mit diesen müssen wir mehr Anzeigen bekommen. Das ist möglich. Die Media-Agenturen spüren schon jetzt, dass da beim Blick plötzlich etwas passiert.
Interview: René Worni
Hier

sehen Sie den neuen Blick.

ZurichTokio findet mit Radio 11 einen neuen Mitspieler

Ein temporäres Radioprojekt wird die EM 08 begleiten. Radio 11 wird während der gesamten Fussball- Europameisterschaften live auf Sendung sein und ein vollkommen neues Konzept präsentieren.

 Ein temporäres Radioprojekt wird die EM 08 begleiten. Radio 11 wird während der gesamten Fussball- Europameisterschaften live auf Sendung sein und ein vollkommen neues Konzept präsentieren. Der Sender wird über verschiedene Frequenzen in Zürich, Bern, Basel und Genf zu hören sein. Die beiden Initiatoren Oliver Scotoni und Miguel Alvarez beauftragten die Agentur an der Limmatstrasse, mit der Gestaltung des gesamten Corporate Designs sowie mit der Herstellung eines TV-Spots, verschiedenen Flyern und weiteren Kommunikationslösungen. Erste Arbeiten werden schon bald zu sehen sein.

Medienslalom

René Worni über Elefanten im Porzellanladen.

 
René Worni über Elefanten im Porzellanladen. 
Medien gehen in ihren angestammten Regionen eherne Beziehungen mit Behörden und mit der Zivilbevölkerung ein. Es ist ein Balanceakt zwischen Nähe und Distanz, bis sich die richtige Tonalität eingependelt hat, bis die Grenzen abgesteckt sind. Das kann dauern. Richtig warm werden beide Seiten nie miteinander. Das liegt in der Natur der Sache. Neulinge bekommen das sofort zu spüren. Wer als Journalist zum ersten Mal in einer Region einen politischen Bericht verfasst, eine Sendung aus dem Rat bestreitet oder nur schon über einen Parteianlass berichtet, wird fast zwangsläufig jemandem auf die Füsse treten und sich als Elefant im Porzellanladen mehr oder weniger wohl fühlen. So lässt sich auch erklären, weshalb der Aargauer Regierungsrat mit seiner Stellungnahme in der Vernehmlassung zu den Radio- und Fernsehkonzessionen derart Mühe bekundet hat. Zuerst sprach er sich gegen das neue Radio AG aus, weil den Exekutivmitgliedern offenbar Roger Schawinskis Projekt ein zu grosses Risiko bedeutete, das sie nicht abschliessend zu beurteilen vermochten. Übersetzt bedeutet dies, dass der Exekutive mit der Vorstellung nicht so recht behaglich ist, sich auf ein neues Medium einzulassen, das sich womöglich als Elefant im Porzellanladen benehmen könnte. So entschied man sich für Radio Argovia, um diesen Entscheid gleich mit einer versteckten Medienschelte an den über Jahre bestens eingeführten Sender zu koppeln. Es sollen mehr Qualitätsstandards für Lokalsender eingeführt und diese laufend überprüft werden. Bei Nichteinhaltung droht der Regierungsrat sogar mit Konzessionsentzug. Starker Tobak und für die Macherinnen und Macher von Argovia, trotz geouvernementalem Segen, gleichzeitig eine Ohrfeige.
Kein Wunder, sieht man bei Argovia Klärungsbedarf mit der Regierung. Nur drei Tage später geht der Regierungsrat noch weiter und stürzt sich auf die AZ-Medien, zu denen Argovia gehört. Die Medienkonzentration im Hause Wanner stelle ein «gewisses Risiko» für die Meinungsvielfalt im Kanton dar. Die Attacke der Aargauer Regierung demonstriert das alte Spiel um Nähe und Distanz zwischen Staatsgewalt und den Medien. In Wahrheit will sich die Regierung nicht anmerken lassen, dass sie mit den bisherigen Verhältnissen und ohne Elefanten immer noch am besten gefahren ist. Das wird in den meisten anderen Kantonen nicht anders sein.
René Worni, Redaktor

Happige Gewinne

Aussenwerbung JCDecaux und Clear Channel setzen 2007 insgesamt rund 11 Milliarden Franken um. Man ist damit sehr zufrieden.

 
Aussenwerbung JCDecaux und Clear Channel setzen 2007 insgesamt rund 11 Milliarden Franken um.Die amerikanische Clear Channel Communications (CCC), die weltgrösste Aussenwerberin, weist für 2007 einen Nettogewinn von 938,5 Millionen US-Dollar aus, knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz nahm um 6 Prozent auf 6,82 Milliarden Dollar zu. CCC publiziert keine Zahlen nach einzelnen Ländern. Beat Roeschlin, CEO der Schweizer Tochterfirma Clear Channel Outdoor Plakanda CCOP, zeigte sich auf Anfrage mit dem Jahr 2007 «sehr zufrieden». Man habe in allen Segmenten Umsatzzuwächse zwischen 5 und 10 Prozent erreichen können. Auch habe sich CCOP in den Bereichen Tankstellenwerbung und POS «als klare Nummer 1 im Schweizer Markt» etabliert. Roeschlin erhielt zudem im 2007 die Verantwortung für das Clear-Channel-Flughafengeschäft ausserhalb Amerikas übertragen. Bereits habe er Vermarktungsverträge mit zwei neuen Flughäfen abschliessen können – mit Oslo und Budapest, teilt er mit. An letzterem war auch Affichage interessiert.
Offen ist weiterhin, was mit der gesamten CCC-Gruppe geschieht. Im letzten Herbst stimmten die Aktionäre einem Verkauf an die Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Thomas H. Lee Partners zu. Doch haben diese bisher den Deal nicht vollzogen, sondern erwägen, sich zurückzuziehen. Damit nähmen sie eine Busse von 500 Millionen Dollar in Kauf. Für den Entscheid haben sie noch einen Monat Zeit. Geht der Handel doch noch wie geplant vonstatten, wird CCC wohl aufgesplittet.
Einer beobachtet dies genau: JCDecaux, weltweit der zweitgrösste Aussenwerber. Er hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2007 um 8,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Das organische Umsatzwachstum der Gruppe lag in fast allen geografischen Regionen im hohen einstelligen oder zweistelligen Bereich. JCDecaux, der zu 30 Prozent an Affichage beteiligt ist, gibt keine Gewinnzahlen bekannt.
Markus Knöpfli

Zu guter Letzt: Monika Stocker feiert das BSW-Vierteljahrhundert

Am Dienstag flatterte die Nachricht in die Redaktionsstube, dass Monika Stocker am 1. März das 25-Jahre-Jubiläum beim BSW begehen darf. Sie hat im vergangenen Vierteljahrhundert ganze Werbegenerationen kommen und wieder gehen sehen.

 Am Dienstag flatterte die Nachricht in die Redaktionsstube, dass Monika Stocker am 1. März das 25-Jahre-Jubiläum beim BSW begehen darf. Anders als bei ihrer gegenwärtig eher unglücklich scheinenden Namensvetterin im Zürcher Stadtrat gibt’s bei der guten Seele der BSW-Geschäftsstelle allen Grund zum Feiern. Sie hat im vergangenen Vierteljahrhundert den Verband der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen in- und auswendig kennen gelernt. Werbergenerationen sind gekommen und wieder gegangen. Mehr als ein Dutzend Präsidenten und noch viel mehr Vorstandsmitglieder, Kommissionsmitglieder und Vertreter aller BSW-Mitglieder sowie vor allem auch drei Geschäftsführer konnten und können sich jederzeit auf Monika Stocker verlassen, wie der Verband schreibt. In der wechselfreudigen Schweizer Werbebranche sticht so viel Konstanz hervor. Der BSW dankt Monika Stocker in seiner Mitteilung denn auch sehr herzlich für ihr Engagement und für ihre Treue. Für alle, die mit der Jubilarin anstossen möchten, gibt es am Montag, 3. März, ab 16.30 Uhr einen kleinen Apéro in der Geschäftsstelle an der Konradsrasse 61 in Zürich. Die Werbewoche gratuliert zum Jubiläum!

Andrea Götz verstärkt Casanova Druck und Verlag in Chur

Der Leiter von Südostschweiz Print, Andrea Götz, wechselt auf den 1. März 2008 in die Geschäftsleitung von Casanova Druck und Verlag in Chur. Er verlässt das Unternehmen (vormals Gasser AG Druck und Verlag) nach 24 Jahren erfolgreicher Tätigkeit.

 
Der langjährige Leiter von Südostschweiz Print, Andrea Götz, wechselt auf den 1. März 2008 in die Geschäftsleitung von Casanova Druck und Verlag in Chur. Er wird das Ressort Verkauf und Marketing übernehmen. Die Verkaufsorganisation erhalte mit Götz einen profilierten Kadermann aus der grafischen Branche mit langjähriger Erfahrung und guten Kundenbeziehungen, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. Andrea Götz trat 1984 bei der damaligen Gasser AG Druck und Verlag ein. Er bildete sich in Marketing und Technik weiter und stieg rasch zum Vizedirektor und 1996 zum Direktor der Druckereiunternehmung auf. Er gehörte der Planungsgruppe an, als Gasser in die Südostschweiz Mediengruppe umgestaltet wurde. Er verlässt das Unternehmen nach 24 Jahren erfolgreicher Tätigkeit.

Wanner: «Es gibt gar kein Monopol»

Seit vergangenem Dezember findet im Kanton Aargau, losgetreten durch Roger Schawinskis Gesuch für eine Radio-Konzession, eine politische Diskussion über die Meinungsvielfalt statt. Die Aargauer Regierung ging vergangene Woche gleich in zwei Schreiben auf dieses Thema und auf das Verlagshaus AZ Medien ein. Dessen Verleger Peter Wanner äussert sich gegenüber der Werbewoche über Meinungsvielfalt, Monopole, Konzernjournalismus und seinen Mitbewerber Roger Schawinski.

Seit vergangenem Dezember findet im Kanton Aargau, losgetreten durch Roger Schawinskis Gesuch für eine Radio-Konzession, eine politische Diskussion über die Meinungsvielfalt statt. Die Aargauer Regierung ging vergangene Woche gleich in zwei Schreiben auf dieses Thema und auf das Verlagshaus AZ Medien ein. Dessen Verleger Peter Wanner äussert sich gegenüber der Werbewoche über Meinungsvielfalt, Monopole, Konzernjournalismus und seinen Mitbewerber Roger Schawinski.Werbewoche: Wie stellen Sie sich zum Vorwurf, dass es um «die Meinungsvielfalt im Aargau seit Jahren schlecht bestellt sei», wie es in einer Interpellation des Kantonsparlaments heisst? Peter Wanner: Das ist die Meinung der SP-Fraktion, die diese Interpellation eingereicht hat und die vom Kantonsparlament für dringlich erklärt worden ist. Die Mehrheit kam zustande für die Dringlicherklärung und nicht wegen des Inhalts der Interpellation. Nach meinem Dafürhalten ist die Meinungsvielfalt im Aargau durchaus gewährleistet: Die Aargauer Zeitung (AZ) ist eine Forumszeitung und veröffentlicht sehr viele Meinungen von Politikern und Kolumnisten, von links bis rechts, auch haben wir eine tägliche Leserbriefseite, die sehr rege benutzt wird. Natürlich traure auch ich den schönen Zeiten nach, als jede Partei noch eine Parteizeitung herausgab, aber diese Zeiten sind schweizweit vorbei. Dafür gibt es heute lokale elektronische Medien – und das Internet. Und im Aargau sind wir ausserdem den Medienprodukten aus Zürich ausgesetzt.
WW: Der Regierungsrat ist in seiner Interpellations-Antwort der Ansicht, dass in der kantonalen und politischen Berichterstattung im Aargau die Meinungsvielfalt «gegenwärtig noch ungenügend» sei. Ihr Kommentar? Wanner: Die Regierung hätte am liebsten, wenn mehrere Zeitungen über ihre Vorlagen berichten und diese kommentieren würden. Im Moment sind es deren zwei: die Aargauer Zeitung und das Zofinger Tagblatt. Wenn etwas Wichtiges läuft, sind sofort auch überregionale Zeitungen zur Stelle: NZZ, Tagi und Blick. Im Vergleich mit anderen Kantonen ist die veröffentlichte Meinungsvielfalt im Aargau sicher nicht schlechter, eher besser. WW: Lokalradios berichten in den Augen des Regierungsrates «nur in geringem Mass vertieft über regionalpolitische Themen». Deshalb trügen sie auch nicht zur Meinungsvielfalt bei. Wie stehen Sie – in Bezug auf Radio Argovia – zu dieser Aussage? Wanner: Generell stimmt die Aussage, weil viele Lokalradios sich auf Musik und Informationen beschränken. Aber gerade bei Radio Argovia stimmt sie nicht, weil dieses Radio seinen Informationsauftrag sehr ernst nimmt und über alles berichtet, was im Aargau läuft, insbesondere auch über politische Themen. Radio Argovia ist extrem populär und äusserst erfolgreich. Gerade in der politischen Berichterstattung heben wir uns deutlich ab von anderen Lokalradios. WW: Der Regierungsrat hält zwar fest, dass AZ Medien keinen Konzernjournalismus betreibe. Dennoch sieht er «gewisse Risiken» für die Meinungsvielfalt, die durch einen hohen Grad an Eigentumskonzentration hervorgerufen würden. Er befürchtet beispielsweise inhaltliche Homogenisierung durch redaktionelle Kooperationen und Mehrfachverwertungen oder die Durchsetzung einer konzerngerechten Medienpolitik. Wie hält es AZ Medien mit diesen Themen? Wanner: Wir lehnen Konzernjournalismus strikte ab. Die Chefredaktoren der einzelnen Medien sind in der Gewichtung und Kommentierung der Ereignisse unabhängig und frei. Es gibt kein Weisungsrecht des Verlegers gegenüber den einzelnen Redaktoren. Das haben wir so geregelt und daran halte ich mich. WW: In seiner Vernehmlassungsantwort zu den Konzessionen hat der Regierungsrat mehr Qualität bei den Lokalmedien gefordert und will gar Bussen verteilen oder die Konzession entziehen können, wenn dies nicht eintrifft. Auch wenn dabei nicht explizit die Medien aus Ihrem Hause genannt werden, zielt die Aussage doch wohl darauf ab. Wie stehen Sie zu dieser Kritik an der Qualität? Wanner: Wenn ein konzessioniertes Lokalmedium den Leistungsauftrag nicht erfüllt oder die versprochene Qualität nicht einzuhalten vermag, dann ist es Sache des Bakoms, im Rahmen des Gesetzes und der Verordnung Massnahmen zu ergreifen. In Sachen Qualität rennt man bei mir offene Türen ein, denn ich bin bekannt dafür, als Verleger auf Qualität zu setzen. Bei rein werbefinanzierten Medien wie dem Lokalradio und dem Lokalfernsehen ist die Qualität allerdings ressourcenabhängig. Deshalb habe ich mich auch an vorderster Front für das Gebührensplitting eingesetzt. Erst mit Gebühren kann man qualitativ gutes Lokalfernsehen machen. WW: Wie stellen Sie sich zum Vorwurf, dass die Medien aus Ihrem Hause nicht ausgewogen über die laufende Neukonzessionierung berichten würden? Wanner: Soweit ich das überblicken kann, sind wir unserer Informationspflicht nachgekommen. Da wir keinen Konzernjournalismus betreiben, hat jedes Medium das auf seine Art gemacht. Roger Schawinski hätte natürlich gerne gesehen, wenn sein Konzessionsgesuch von unseren Medien marktschreierisch breitgeschlagen worden wäre. WW: Es zirkuliert die Meinung, dass manche Regierungen sich im Konzessionsverfahren aus nicht ganz uneigennützigen Motiven für die bereits bestehenden Medien einsetzen würden: Bei den existierenden Sendern wissen sie, woran sie sind, und welche Berichterstattung sie über die Regierungsgeschäfte zu erwarten haben. Behandeln Ihre Medien die Regierung mit Samthandschuhen? Wanner: Nein. Sie fassen diese kritisch an, dafür gibt’s genügend Beispiele, und deshalb hat die Regierung sich auch mit uns kritisch auseinandergesetzt. Wir sind bekannt dafür, dass wir in Sachfragen keine Beisshemmungen haben, im persönlichen Bereich Politiker aber fair behandeln und sie nicht vorsätzlich in die Pfanne hauen. WW: Laut Ihrem Mitbewerber um die Radiokonzession im Aargau, Roger Schawinski, haben Sie es abgelehnt, gemeinsam mit ihm in einer öffentlichen Diskussion aufzutreten. Warum? Wanner: Radio Argovia hat es bis jetzt kategorisch abgelehnt, über die Informationspflicht hinaus mit Roger Schawinski und mir ein Streitgespräch zu senden. Verständlich: Man gibt nicht gerne jemandem eine zusätzliche Plattform, der dem Sender Garaus machen will. Es stehen immerhin 35 Arbeitsplätze auf dem Spiel. WW: Roger Schawinski ist der Ansicht, dass die Medienmonopole geknackt werden müssen. Ihre Antwort? Wanner: Es gibt nichts zu knacken, weil gar kein «Medienmonopol» vorhanden ist. Wir sind zwar marktstark, haben aber kein Monopol, schon gar kein «Meinungsmonopol», wie er uns unterstellt. Nehmen wir den Radiobereich, wo es angeblich ein «Monopol» geben soll: Neben Radio Argovia gibt es im Aargau noch das nicht-kommerzielle Kanal K, sodann das DRS Regionaljournal, alle drei DRS-Sender 1, 2 und 3, weiter kann man alle Zürcher Regionalradios im Aargau problemlos empfangen (Radio 24, Energy, Top, Zürisee – selbst Schawinskis Radio 1!), im Fricktal die beiden Basler Radios, im Freiamt und im Bezirk Zofingen die Innerschweizer Radios und im Raum Aarau-Zofingen auch das Solothurner Radio 32. Monopol? WW: Die Vernehmlassungsantwort der Aargauer Regierung ist für den Bundesrat nur ein Bestandteil unter vielen anderen, wenn es um die Meinungsbildung in Sachen Konzessionen geht. Was geschieht mit Radio Argovia, wenn es die Konzession nicht erhielte? Wanner: Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eines der erfolgreichsten und populärsten Lokalradios in der Schweiz schliessen wird, weil ein Zürcher Medienunternehmer und selbsternannter «Monopolknacker» es toll findet, in Zürich, in Graubünden und auch im Aargau ein Radio zu betreiben. Die Geschäftsidee einer «Radiokette» ist zwar einleuchtend, nur geht diese auf Kosten von 40 Mitarbeitenden und der Einstellung des Sendebetriebes zweier in ihrer Region sehr beliebter eigenständiger Radiostationen: Grischa und Argovia. WW: Roger Schawinski wirft Ihnen in einem Interview auf Persönlich.com vor, sein Partner, der ehemalige Tele M1-Chefredaktor Heinz Lang, hätte im Aargau «Berufsverbot». Wanner: Das stimmt nicht. Wir haben uns «im gegenseitigen Einvernehmen» getrennt. Punkto Qualität war Lang ein Verfechter eines «Blut-, Blech- und Busenfernsehens». Ich habe mich noch dafür eingesetzt, dass er für die AZ schreiben konnte, doch die Redaktion lehnte dankend ab. Es gibt im Aargau aber durchaus noch andere Medien, überdies ist der Medienplatz Zürich nur 20 Minuten von Aarau entfernt. «Auswandern», wie Schawinski polemisch behauptet, muss er deswegen nicht. Interview per Email: Carole Scheidegger

Affichage im Rekordhoch

Affichage-CEO Christian Kauter präsentierte an der Bilanzpressekonferenz am Dienstag das beste Jahresergebnis in der Geschichte der Affichage-Holding. Der Nettogewinn 2007 hatte sich auf 62 Millionen Franken beinahe verdoppelt. Geplant ist eine Fortsetzung der Expansion nach Südosteuropa.

 «Es ist das beste Ergebnis in der Geschichte der Affichage-Holding und der APG», sagte Affichage-CEO Christian Kauter am Dienstag sichtlich stolz an der Bilanzpressekonferenz seiner Firma. Die Zahlen sind tatsächlich beeindruckend: Der Verkaufserlös stieg um 20,4 Prozent auf 386,4 Millionen Franken, das Betriebsergebnis vor akquistionsbedingten Abschreibungen liegt gar über dem Umsatzwachstum und der Nettogewinn ist beinahe verdoppelt worden und beträgt nun 62 Millionen Franken. Affichage-CFO Ulrich von Bassewitz fasste das Spitzenergebnis seinerseits mit «Kontinuität in der Schweiz und Aufbruch im Ausland» zusammen. Tatsächlich gelang es Affichage letztes Jahr, die Stadtverträge Winterthur und Chur zu erneuern und auch die Aussenwerbung an SBB-Bahnhöfen und Eisenbahnstrecken zu behalten. Doch die Verkaufserlöse im Inland konnten bloss um 1,3 Prozent erhöht werden, 2006 wies Affichage hierzulande noch ein Plus von 10 Prozent aus. Demgegenüber stieg der Umsatz in Südosteuropa um sagenhafte 224,1 Prozent.
Gemäss von Bassewitz vermitteln diese Zahlen aber ein ungenaues Bild. Denn im Heimmarkt waren diverse Umsatzeinbussen absehbar oder sogar bewusst kalkuliert, so etwa die Einnahmeausfälle bei der Tabakwerbung oder der Verzicht auf Vermarktungsmandate im Sportbereich. Von Bassewitz deutete den scheinbar geringen Zuwachs im Heimmarkt deshalb insgesamt als starke Steigerung des Verkaufserlöses, da die zu erwartenden Einnahmenausfälle überkompensiert werden konnten.
Die Zuwachsrate im Ausland hingegen sei primär wegen der getätigten Akquisitionen so hoch ausgefallen, hielt von Bassewitz fest. Affichage hatte im letzten Jahr vorab in Griechenland und Rumänien Firmen zugekauft und zudem das zehnjährige Joint Venture Europlakat International (EPI) mit JCDecaux per Mitte Jahr aufgelöst, womit er verschiedene Aktivitäten vollkonsolidieren konnte. Das rein organische Wachstum im Ausland, also ohne diese Zu- und Verkäufe, betrug dennoch ansehnliche 11,8 Prozent.
Der Auslandanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich somit von 8,6 Prozent auf 23,1 Prozent. «Damit sind wir dem Ziel, das wir uns vor zwei Jahren gesteckt hatten, schon sehr nahe», freute sich Kauter. Affichage hatte sich vorgenommen, bis Ende 2008 den Umsatzanteil im Ausland auf 25 Prozent zu erhöhen – um so die starke Abhängigkeit vom zunehmend reglementierten Heimmarkt zu verringern.
Madeleine Linter, seit letztem Oktober Leiterin des neuen Bereichs Affichage International, betonte, dass nun primär die Integration der Aktivitäten in den südosteuropäischen Ländern anstehe. «Wir besitzen dort acht Märkte, nun müssen wir sie noch beherrschen», sagte sie. Dies wolle Affichage nicht nur mittels Marktanteilsgewinne, sondern auch durch Qualität im Angebot und Transparenz im Umgang mit Kunden.

Markus Knöpfli / elk
 

Agence Trio geht mit dem neuen Mazda6 unter Wasser

Die Kampagne der Lausanner Agentur Trio für die Lancierung des neuen Mazda-Modells Mazda6 steht ganz im Zeichen des Tiefseetauchens. Das gesamte Kommunikationsensemble ist von Unterwasserbildern geprägt.

 
Die Kampagne der Lausanner Agentur Trio für die Lancierung des neuen Mazda-Modells Mazda6 steht ganz im Zeichen des Tiefseetauchens. Spektakuläre Unterwasserbilder sollen die gesamte Kommunikation rund um die Lancierung prägen, wie es in der Mitteilung vom Dienstag heisst. Die mit der Kreation und Adaptation für die gesamte Schweiz beauftragte Agentur hat unter anderem ein tiefseetaugliches Konzept für ein Mailing geschaffen, das Gratiseintritte und eine VIP-Karte für den Automobil-Salon von Genf enthält und mit einer Internetseite gekoppelt ist.

SRG hat Fahrplan für Strukturreform ausgeheckt

Die SRG prüft, ob die eigenen Führungsstrukturen und die Trägerschaft noch den heutigen Anforderungen entsprechen. Eine Evaluationsgruppe soll bis im Sommer 2008 eine Beurteilung vornehmen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Als Experte wird der ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel wirken.

 Die SRG prüft, ob die eigenen Führungsstrukturen und die Trägerschaft noch den heutigen Anforderungen entsprechen. Eine Evaluationsgruppe soll bis im Sommer 2008 eine Beurteilung vornehmen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Die Überprüfung habe der Bundesrat anlässlich seines Konzessionsentscheids Ende November verlangt, teilte die SRG am Dienstag mit. Nun hat die SRG zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) einen Fahrplan für die Überprüfung ausgearbeitet. Die SRG darf in dem Reformprojekt die Federführung übernehmen und sich so quasi selber reformieren. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) wird im Projekt «hochrangig vertreten» sein, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Als Experten für konzeptionelle Sachfragen hat die SRG prominente Verstärkung geholt: Der frühere SBB-Chef und gegenwärtige Euro-08-Delegierte des Bundesrates Benedikt Weibel wird eine Kontakt- und Evaluationsgruppe moderieren und bis Sommer 2008 eine Beurteilung vornehmen. Die Ergebnisse dieser Gruppe werden anschliessend den regionalen Verwaltungsräten zur Stellungnahme unterbreitet.
Nach Zustimmung der Delegiertenversammlung und des Uvek will man 2009 die erforderlichen Anpassungen der Statuten und des Organisationsreglements vornehmen. Ob die Strukturreform möglicherweise auf eine Zusammenlegung von Schweizer Fernsehen und Radio DRS abzielt, wie dies vor einigen Wochen verschiedene Presseberichte impliziert hatten, thematisierte die SRG in ihrer Mitteilung nicht.

Peter Brun wird vorläufiger Leiter der Kuoni-Konzernkommunikation

Der 39-jährige Peter Brun wird ab 1. März 2008 interimistisch die Kommunikation des Gesamtkonzerns Kuoni führen. Gleichzeitig bleibt er für die Kommunikation des Teilbereichs Kuoni Schweiz verantwortlich.

 
Der 39-jährige Peter Brun wird ab 1. März 2008 interimistisch die Kommunikation des Gesamtkonzerns Kuoni führen. Gleichzeitig bleibt er für die Kommunikation des Teilbereichs Kuoni Schweiz verantwortlich, wie der Konzern gemäss SDA am Dienstag mitteilte. Brun wird bleiben, bis die Kuoni-Gruppe Kommunikationschef gefunden hat. Ende November 2007 hatte die frühere Kommunikationschefin Andrea Hemmi den Konzern verlassen (siehe: ). Zwischenzeitlich war die Stelle nicht besetzt gewesen. Brun leitet die Kommunikation des Teilbereichs Kuoni Schweiz seit Mitte 2005. Zuvor war er für verschiedene Schweizer Medien journalistisch tätig gewesen.

Oscars mit rekordtiefer Einschaltquote

Die diesjährige Oscar-Verleihung war für das US-Fernsehen ein Flop: Die Zuschauerrate sank auf ein Rekordtief. Gegenüber letztem Jahr verlor die Hollywood-Gala 25 Prozent Zuschaueranteil.

 Die diesjährige Oscar-Verleihung war für das US-Fernsehen ein Flop: Die Zuschauerrate sank auf ein Rekordtief. 32 Millionen Amerikaner schauten sich die Live-Übertragung der Gala aus Hollywood an. Laut dem Medienforschungsinstitut Nielsen Media Research entspricht das einem Einbruch um 25 Prozent gegenüber den rund 40 Millionen Zuschauern vom vergangenen Jahr. Das Rekordtief führen Beobachter darauf zurück, dass die meisten nominierten Filme keine Kassenschlager waren. Zudem hatte es durch den monatelangen Streik der Drehbuchautoren im Vorfeld weniger Sendungen gegeben, in denen die Werbetrommel für die Oscars gerührt werden konnte.
Der verantwortliche Sender ABC hat trotzdem gut verdient. Laut dem Branchenblatt Variety brachte jeder 30-Sekunden-Werbespot Einnahmen von umgerechnet rund 1,96 Millionen Franken.
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