Mit Stärke gegen den Hunger

Hilfswerke Lesch+Frei zeigt für Swissaid, dass Hunger nicht einfach Schicksal ist.

 
Hilfswerke Lesch+Frei zeigt für Swissaid, dass Hunger nicht einfach Schicksal ist. 
 In der aktuellen Kampagne 2008 stellt die seit 60 Jahren operierende Swissaid unter dem Motto «Hunger ist nicht Schicksal» die Kartoffel in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten für Information und Fund-Raising. Der Erdapfel ist für die Entwicklungshilfe tatsächlich eine tolle Knolle, da es unter den über 5000 bekannten Sorten für jeden Boden und für jedes Klima eine ideale Kartoffel gibt.
Lesch+Frei in Zürich mit ihrem CD Thomas Lüber rückt diesen Goldschatz der Natur für Swissaid auf zwei unterschiedliche Arten ins Blickfeld potenzieller Spenderinnen und Spender: Ein Direct-Mail und ein Streuprospekt informieren grafisch sehr ansprechend darüber, wie vielfältig Kartoffeln geerntet werden können. Auf einem Poster werden über 200 Kartoffelarten mit Namen und Bild vorstellt.
In einem parallel laufenden TV-Spot zeigt die Agentur ebenso bewusst plakativ, dass sich die Menschen der Dritten Welt dank dem Kartoffelanbau im Kampf gegen den Hunger selber helfen können: Kinder vertreiben Gevatter Tod, der bereits auf sie wartet, dank gezielten Kartoffelwürfen. Der Spot unter der Regie von Rico Crivelli ist ab sofort auf den Stationen der SRG, auf TNC und TRC sowie in einer Stummfilmversion auf den eBoards on-air, Mailing und Streuprospekt sind seit Mitte Februar in den Briefkästen.
 
Andreas Panzeri
 
 
 
 

So komplex ist das Einfache

Kolumne Wir predigen gerne den Wandel, doch mit Veränderung im eigenen Haus nehmen wir es gemächlich. Introspektion ist immer noch eine der hervorstechendsten Merkmale unserer Branche.

 
Kolumne Wir predigen gerne den Wandel, doch mit Veränderung im eigenen Haus nehmen wir es gemächlich. Introspektion ist immer noch eine der hervorstechendsten Merkmale unserer Branche. 
Kürzlich auf dem Flughafen London Heathrow. Ein Blick aus dem Fenster macht wieder einmal bewusst, was für ein unglaublich komplexes und hoch empfindliches System garantiert, dass hier Tausende von Abläufen so gesteuert werden, dass nicht permanentes Chaos, sondern einigermassen berechenbare Verhältnisse herrschen. Leises oder deutlich wahrnehmbares Stöhnen und Fluchen über Dauerschlangen bei Check-in und Sicherheitskontrollen sind zwar überall zu hören, und jeder Reisende ergötzt sich an den aktuellsten Heathrow-Horrorgeschichten der Mitwartenden, aber nüchtern betrachtet ist es eigentlich schon erstaunlich, dass diese unendliche Vielfalt von Disziplinen so zusammen spielt, dass ein verständliches und funktionierendes Ganzes entsteht.
Ein hoch komplexes Gesamtkunstwerk wie dasjenige eines internationalen Hubs hat vordergründig wenig zu tun mit dem alltäglichen Versuch, abstrakte Briefings in erlebbare und erfühlbare Kommunikation umzusetzen, die im besten Fall nicht ärgert, sondern aus einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem Unternehmen eine begehrenswerte «lovemark» kreiert, deren Anhänger sie mit «loyalty beyond reason» belohnen.
Auch in unserer Industrie müssen viele Disziplinen so zusammen spielen, so gesteuert werden, dass kommunikativer Wohlklang entsteht. Wir sind aber nicht Meister des Vereinfachens, wie wir gerne behaupten, sondern Disziplinfetischisten, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit klagen, wie «komplex» unsere Arbeit geworden sei.
Gemach. Verglichen mit der Steuerung und Organisation eines internationalen Drehkreuzes in der Luftfahrt ist die sich gegenseitig befruchtende und sich ergänzende Kombination von einzelnen Kommunikationsdisziplinen schon beinahe beunruhigend einfach.
Aber irgendwie scheint dieser eigentlich sehr angenehme Umstand unser professionelles Selbstverständnis zu erschüttern. Wie sonst kommt es, dass wir mit einer zunehmend inflationären Begrifflichkeit eine Komplexität behaupten, wo keine ist. Wir alle reden ohne zu zögern von Crossmedia, Multimedia, Through the line, Above the line, Below the line, wir treten auf als Spezialisten für Dialog, «klassische» Werbung (was, bitte, wäre denn unklassische Werbung), PR, Branding, Interactive- und andere Media und was der Begriffe sonst noch sind oder noch erfunden werden.
Das erstaunte Publikum jedenfalls (und dieses ist schliesslich der Empfänger unserer Botschaften) schert sich einen Deut um die fragmentierte Kommunikationslandschaft, es kann und will gar nicht wissen, aus welchem Kommunikationsköcher die Pfeile abgeschossen werden. Es ist nur daran interessiert, ob sie ins Ziel treffen.
Gleiches gilt selbstverständlich für unsere Kunden, die mit wachsendem Befremden beobachten, wie immer noch einzelne Kommunikationsdisziplinen wie in einem Schönheitswettbewerb untereinander und im schlimmsten Fall gegeneinander um den wichtigsten Einfluss auf die Marke buhlen.
Fast täglich werden neue Disziplinen und Spezialisierungen mit fantasievollen Bezeichnungen erfunden, die widerlegen, dass wir «holistisch» integriert oder wie auch immer an eine vielschichtige Kommunikationsaufgabe heran gehen. Niemand bezweifelt, dass es kreative Talente und ausgewiesene Fachleute für jede einzelne kommunikative Herausforderung gibt.
Was fehlt, sind Generalisten oder «Navigatoren», die wie die Lotsen im Flugverkehr die Übersicht haben und sich nicht selbstverliebt in die eigene Wichtigkeit im Detail verlieren. Introspektion ist immer noch eine der hervorstechendsten Merkmale unserer Branche. Ein kritischer Blick von aussen hilft uns allemal mehr, und Quereinsteiger mit einer frischen Perspektive passen bestens in ein interdisziplinäres Kommunikationsteam.
Wir predigen gerne den Wandel, wenn wir vor unseren Kunden stehen. Wenn es um die Veränderung im eigenen Haus geht, nehmen wir es gerne etwas gemächlicher. So gesehen müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht permanente Dauerverspätungen einhandeln, die wir so gerne beklagen, wenn wir wieder einmal am Gate sitzen und der Flieger partout nicht abheben will.
Kaspar Loeb ist CEO der Genfer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko

SF-Portal kommt aufs Handy

Der Online-Auftritt des Schweizer Fernsehens wird mobil: Die Nachrichten auf dem SF-Portal können mittels einer optimierten Website mit dem Handy abgerufen werden.

 Der Online-Auftritt des Schweizer Fernsehens wird mobil: Die Nachrichten auf dem SF-Portal können mittels einer optimierten Website mit dem Handy abgerufen werden. Mit den entsprechenden Geräten können die Nutzer auch Video-News schauen, wie das Schweizer Fernsehen mitteilte. Zum Angebot gehören unter anderem die «SF Tagesschau»- und «SF Sport»-Seiten, die Wetteraussichten von «SF Meteo» und das TV-Programm. Auch die Blogs, wie jenen von Chefredaktor Ueli Haldimann und das Tagebuch von Kurt Aeschbacher, sind auf der Handy-optimierten Seite zu finden. Dazu kommen SMS-Dienste zu Sport-Highlights, Klingeltöne von Sendungen wie «Einstein» oder «Samschtig-Jass» und Hintergrundbilder für das Handy-Display. Voraussetzung für den Zugang auf die optimierte SF-Webseite für Handys ist ein internetfähiges Mobiltelefon. Wer damit Sf.tv ansteuert, wird automatisch auf die Handy-Seite weitergeleitet. Das Schweizer Fernsehen bietet den Dienst kostenlos an. Je nach Provider und Handy-Vertrag fallen unterschiedlich hohe Verbindungskosten an.

Die Webtauglichkeit von Profis

Aufgefallen Die Handelszeitung schreibt eine Serie zum Thema «PR-Berater». In der Ausgabe Nummer acht widmet sich das Wirtschaftsblatt der Agentur Trimedia.


Hausaufgaben Die Handelszeitung schreibt eine Serie zum Thema «PR-Berater». In der Ausgabe Nummer acht widmet sich das Wirtschaftsblatt der Agentur Trimedia. Deren Chef Martin Zahner hat sich mit der Journalistin über die Internetfitness von Schweizer Unternehmen unterhalten. Wir vermuten mal, dass das Gespräch sehr philosophisch war. Neben gewaltigen Zitaten wie «Die Autorität der Kommunikation ist tot» bemerkt der Trimedia-Boss, dass die Form des bewegten Bildes wichtiger werde. Und das hat die Agentur auf ihrer Homepage bereits vorbildlich umgesetzt. In selbst gedrehten Filmchen, keinesfalls abschätzig gemeint, erklären die Profis, was Kommunikation für sie bedeutet. Aufgefallen sind uns verschiedene kuriose Dinge. Beschränken wir uns auf das Wichtigste: Auf Feedback von aussen, die Filmdateien können auf YouTube kommentiert werden, reagieren die Öffentlichkeitsarbeiter nicht. Werden die eigenen Web-Inhalte nicht «gemonitort»? Denn sonst geben wir Herrn Zahner völlig recht, wenn er sagt, dass auch Zurückhaltung im Internet je nach Branche richtig sein kann. Und hier ein Tipp, den wir nicht in Rechnung stellen wollen: Gebe dich nicht moderner, als du wirklich bist. (cl)

Thomas Krebs wird neuer Geschäftsführer bei Marti & Partner

Thomas Krebs ist seit dem 1. Januar 2008 neuer Geschäftsführer der Sparte Kommunikation in der Agentur Marti & Partner in Zürich. Der 41-Jährige übernimmt damit die operative Verantwortung aller Werbekunden.

 
Thomas Krebs ist seit dem 1. Januar 2008 neuer Geschäftsführer der Sparte Kommunikation in der Agentur Marti & Partner in Zürich. Der 41-Jährige übernimmt damit die operative Verantwortung aller Werbekunden. Peter Marti, der Gründer und Inhaber der Marti & Partner, konzentriert sich künftig auf die Wirtschaftsberatung, die Public Relations sowie Spezialprojekte und den Ausbau des Unternehmens.Marti & Partner wurde 1997 gegründet, nachdem sich Peter Marti aus der Tätigkeit als Partner, Chairman und CEO der Marti, Ogilvy & Mather Gruppe Zürich zurückgezogen hatte. Seither arbeitet die Agentur im Zürcher Seefeld für Kunden wie Sunrise, Oetker, Lindt&Sprüngli, ABB, Swiss Deluxe Hotels, Bank Kahn, Weindorf Salgesch, Emirates-Swiss und andere Kunden. Das Unternehmen hat sich als Agentur für integrierte Kommunikations- und Wirtschaftsberatung positioniert.
Thomas Krebs stösst von Suter Global Communications zu Marti &Partner. Dort leitete er von 2004 bis 2007 die operativen Geschäfte der Agentur. Thomas Krebs blickt auf eine langjährige Erfahrung als Berater in nationalen und internationalen Agenturen zurück. Zu den Stationen seiner bisherigen Karriere zählen neben kleineren Lokalagenturen auch Grossagenturen wie McCann-Erickson, Publicis oder TBWA. Der Einstieg in die Werbebranche gelang Thomas Krebs bei Marti, Ogilvy & Mather, wo er auch Peter Marti kennen lernte.

Start in die nächste Dimension

Westschweizer Fernsehen TSR-Direktor Gilles Marchand setzt grosse Hoffnungen auf seinen «dritten Kanal»: www.tsr.ch.

 
Westschweizer Fernsehen TSR-Direktor Gilles Marchand setzt grosse Hoffnungen auf seinen «dritten Kanal»: www.tsr.ch. 
Die beiden Kanäle des Westschweizer Fernsehens TSR1 und TSR2 haben 2007 Marktanteile verloren. Dafür hat der «dritte Kanal», die Website www.tsr.ch, um 27 Prozent zugelegt. «Man spricht schon lange von dieser Entwicklung, jetzt hat sie uns eingeholt», sagte Fernsehdirektor Gilles Marchand neulich an einer Medienkonferenz. Er spricht von der Veränderung der Konsumgewohnheiten, die auch andere Sender mit Vollprogramm betreffen: Die Zuschauer wandern zu thematischen und ethnischen Sendern und ins Internet ab. Wie andere frankophone Fernsehsender mit Vollprogramm haben die beiden TSR-Kanäle Marktanteile verloren. Sie erreichten im Jahr 2007 noch einen Anteil von 30,6 Prozent pro Tag, zur Hauptsendezeit einen solchen von 36, 2 Prozent. Das entspricht einem Verlust von gegen 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gilles Marchand relativierte den Verlust: Im Jahr 2006 habe die Fussball-Weltmeisterschaft zum ausgezeichneten Resultat beigetragen. Die Zahlen von 2007 lägen auf der gleichen Höhe wie im vergleichbaren Jahr 2003, in dem ebenfalls eidgenössische Wahlen stattgefunden hätten. Trotz rückläufiger Einschaltdauer – die Romands sassen letztes Jahr 163 Minuten täglich vor der Flimmerkiste, im Vorjahr waren es noch 170 Minuten – blieben die beiden TSR-Kanäle die beliebtesten Sender in allen Altersklassen.
Perfekte ErgänzungRasant angestiegen ist hingegen die Nutzung der Internetseite www.tsr.ch: Die tägliche Besucherzahl stieg auf 78’000, das ist ein Anstieg von nicht weniger als 27 Prozent in einem einzigen Jahr. Vor fünf Jahren zählte die Internetadresse gerade mal 16’000 tägliche Besucher. TSR unter Gilles Marchand betrachtet die Webseite als integralen «dritten Kanal», als «TSR3», der die beiden anderen Kanäle ergänze und verlängere. Nicht nur jugendliche Zuschauer sollen angesprochen werden, sondern auch ein Publikum im Ausland. Die Webseite könnte gar in die Lücke springen, falls der französische Regierungschef Sarkozy den internationalen frankophonen Sender TV5 Monde so umgestaltet, dass die SRG nicht mehr an einer Beteiligung interessiert wäre.
Mit dem früheren Chef von Ringier-Romandie und heutigen TSR-Direktor Gilles Marchand sitzt ein überzeugter Verfechter der Multimedia-Zukunft im Genfer Fernsehturm. Schon 2005 betonte er gegenüber dem Medienmagazin Klartext: «Das Medium Fernsehen wird als Ganzes auf die Multimedia-Distribution einschwenken müssen.» Es sei das Wesentliche am Service public, dass man ihn wann und wo auch immer empfangen könne. «Für mich bedeutet das Service-public-Mandat, dass wir unsere Inhalte zu jeder Zeit und auf allen möglichen Trägern anbieten müssen.» TSR hat sich denn auch allen voran ins Abenteuer gestürzt. Auf der gut ausgebauten Webseite www.tsr.ch sind nicht nur Sendungen zu finden, sondern auch zusätzliche Videos und andere Mehrwerte, Artikel und Links sowie mit «tsrinfo.ch» die live konsultierbaren Nachrichtensendungen. Das Magazin «Nouvo» diente in den letzten Jahren als Experimentierfeld für die neuen Technologien. Zuerst war «Nouvo» ein reines Online-Format, heute ist die Sendung auch am Fernsehen zu sehen. Das heisst, TSR stellt nicht nur Fernsehinhalte ins Web, sondern verbreitet auch Webinhalte auf dem TV-Bildschirm. «Nouvo» ist gleichzeitig eine Sendung, eine Website und eine Infoplattform für Mobiltelefone. Während die zwei- mal pro Monat ausgestrahlte Sendung jeweils 30 000 Zuschauer anzieht, wird die Webseite nouvo.ch pro Monat 50 000-mal besucht.
Gilles Marchands Freude am Internet ist jedoch innerhalb von TSR nicht ganz unumstritten. Willy Knöpfel, Sekretär der Gewerkschaft SSM (Schweizer Syndikat Medienschaffender) bei TSR, etwa zeigt sich skeptisch. Marchand komme ursprünglich vom Print und habe daher ein ausgeprägtes Interesse für das Medium Internet: «Vielleicht liegt er richtig damit, vielleicht auch nicht, es ist auf jeden Fall ein Wagnis.» Denn laut Knöpfel geschieht die Entwicklung des «dritten Kanals» nicht parallel zur Entwicklung der beiden TSR-Sender, sondern teilweise auf ihre Kosten, weil Werbung auf Internet für die SRG-Sender verboten ist. Knöpfel bedauert vor allem, dass das, was lange Zeit den Ruhm und die Stärke von TSR ausgemacht habe, nämlich die Produktion von Dokumentar- und Fernsehfilmen, aus Kostengründen immer stärker eingeschränkt respektive an private Produktionsfirmen ausgelagert werde. Statt Information zu produzieren, konzentriere sich TSR darauf, sie auf möglichst vielen Kanälen auszustrahlen: «Ich bin nicht sicher, ob das der richtige Weg für einen Service-public-Sender ist.» Auch trete TSR mit dem Ausbau der Internet-präsenz tendenziell den Verlegern ins Gärtchen, was früher oder später zu Interessenkonflikten wie in der deutschen Schweiz führen könnte.
«Andere Art zu sehen»Bernard Rappaz, Chefredaktor von www.tsr.ch, sieht kein Problem darin, dass TSR seit 2001 den Multimedia-Bereich ausbaue. Schon rein zahlenmässig nicht: «Es sind rund zwei Prozent des Budgets, die in unsere Abteilung gehen.» Rappaz ist überzeugt, dass man mit den neuen Technologien umgehen lernen müsse: «Es geht nicht nur um eine andere Art zu produzieren und auszustrahlen, sondern auch um eine andere Art zu sehen.» Eines Tages werde die Welt des Fernsehens und die Internet-Welt zusammen fallen, und wer sich darauf nicht vorbereite, werde sein Publikum verlieren. «Aus diesem Grund würde ich es als schweren Fehler betrachten, im Multimedia-Bereich zurückzustecken.»
Helen Brügger
 
 
 
 
Sarkozys PlanDer französische Präsident
Nicolas Sarkozy will den Sender TV5 Monde umkrempeln. Bisher verbreiten alle frankophonen Länder Infosendungen für ein internationales Publikum über diesen Sender. Nun will Frankreich TV5 Monde zusammen mit einem weiteren französischen Fernseh- und einem Radiosender unter das Dach einer Holding stellen und France Monde nennen. France Monde hat zum erklärten Ziel, die Ausstrahlung Frankreichs in der Welt zu fördern. Damit hat das Land bei seinen frankophonen Partnern in der Romandie, aber auch in Belgien, Kanada und Quebec Empörung ausgelöst. Falls TV5 Monde bei diesem Umbau seine editoriale Unabhängigkeit und seine eigene, multilaterale Leitungsstruktur verlieren sollte, könnte TSR aussteigen. In Genf überlegt man sich für diesen Fall den Ausbau der Webseite www.tsr.ch als Ersatz. Zurzeit verhandeln die betroffenen Partner auf der Grundlage eines gemeinsamen Forderungskatalogs mit Frankreich. Das Projekt soll gemäss Auskunft von TSR im Lauf des Frühjahrs bereinigt werden. (hb)

Zürcher Werbeclub bringt einsame Werber ins «Swissdate»

Der Zürcher Werbeclub hat in Zusammenarbeit mit Tele Züri eine Kuppelaktion ins Leben gerufen: das «Swissdate Werberspecial». Einsame Herzen können sich jetzt für die Sendung vom 26. April anmelden.

 Die Singlequote unter den armen, arbeitsamen Werbern ist bestimmt hoch – wie will man denn jemanden kennen lernen, wenn man die ganze Zeit Überstunden schiebt. Dem will nun der Zürcher Werbeclub Abhilfe schaffen: Er hat in Zusammenarbeit mit Tele Züri eine Kuppelaktion ins Leben gerufen: das «Swissdate Werberspecial». In der Sendung vom 26. April werden eine Werberin und ein Werber unter je drei Personen ihr persönliches Liebesglück auswählen dürfen. Einsame Herzen können sich online für die Sendung anmelden – und erhalten eine 6-Monats-Mitgliedschaft im Zürcher Werbeclub. Mit der Aktion möchte der Werbeclub seine Bekanntheit steigern und neue Mitglieder in den Agenturen gewinnen. Die kommunikativen Massnahmen rund um die Sendung übernehmen TBWA und Tequila. Mehr dazu erfahren Sie in der Werbewoche vom 6. März 2008.

Musst du drehen …!

Boulevard Der neue Blick kommt – und kommt an bei jenen, die ihn schon gesehen und umgedreht haben.

 
Boulevard Der neue Blick kommt – und kommt an bei jenen, die ihn schon gesehen und umgedreht haben.  
Am 5. März ist es soweit. Der neue Blick ist da. Das wohl meistbeargwöhnte Deutschschweizer Zeitungsprojekt steht vor dem lang erwarteten Relaunch. Schon immer hat die Branche gewusst, wie der Blick zu sein hat, denn selten genug hat er Erwartungen erfüllt. Manchen war er zu brav und beliebig, anderen zu sehr links und Blocher-feindlich, dritten fehlten angriffige Kampagnen, die ihn (wieder) zum Stammtischgespräch gemacht hätten, und wieder andere meinten, der Blick habe seinen Zenit überschritten, gehöre abgeschafft und habe bloss noch als Marke im Internet oder auf dem Schirm des Schweizer Gebührenfernsehens eine Existenzberechtigung. Nichts desto trotz, den Blick gibt es immer noch, und zwar weiterhin als Bezahlzeitung.Erstes Gemunkel ging durch die Reihen der Beobachter, als im letzten Herbst Daniel Pillard, der vorübergehend das Zepter von Ringier Schweiz anstelle des freigestellten Rumänien-Rückkehrers Thomas Landolt übernommen hat, davon sprach, der Blick müsse magazinig werden. Wie und vor allem warum sollte eine Boulevardzeitung wie ein Magazin sein? Die Antwort ist einfach. Vom neuen Blick gibt es zwei Nullnummern, wo man sieht, dass es bloss darum geht, eine Doppelseite auch als solche zu sehen, sie grosszügiger, mit hochwertigem Bildmaterial, mit Infografik und im Einklang mit dem Text zu layouten. «Man muss wirklich den Mut haben, eine Doppelseite zu gestalten», fordert Pillard. Das Layout trägt die Handschrift von Stéphane Carpentier, der für Ringier schon überall gearbeitet hat und bis Ende Jahr als AD beim Blick visuell den Ton angibt.
Das auffälligste Merkmal des neuen Blick, der fortan nur noch aus einem Bund besteht, sind die zwei Titelseiten. Ob von vorn oder von hinten, wie man ihn auch hält, der Blick fängt immer an, mal mit News und mal mit Sport. Irgendwo in der Mitte treffen sich die Seiten. Im Unterschied zu bisher braucht die Redaktion in den Bünden nicht Raum mit unwichtigen Meldungen abzufüllen. Vorbei die Zeiten mit «Sport und Schrott» (Pillard).
So einfach ging es jedoch mit der Idee nicht. Vor allem Verleger Michael Ringier war zunächst skeptisch. Doch nachdem von den Fokusgruppen gute Reaktionen kamen, nachdem das Link Institut eine Empfehlung geschrieben und sich die Media-Agenturen von der Idee begeistert gezeigt hatten, hat sich offenbar auch der Verleger langsam an den Dreh gewöhnt.
Pro Woche will der Blick zumindest drei Reportagen publizieren. Starautor Erwin Koch drillt die Blick-Journalisten für diese besondere Herausforderung, die sich gut und gerne über drei, vier Seiten erstrecken kann. Auch der renommierte Fotograf Koni Nordmann hat bereits zehn Workshops für die Blick-Fotografen und die Bildredaktion geleitet. Grosse Bilder, viele exklusiv und hausgemacht, also nicht von Agenturen, sind augenfälliges Merkmal der neuen Bildsprache. Da fliesst schon mal ein einziges Bild über eine ganze Doppelseite. Mit aufwändigen Infografiken, die vorerst noch von einer Agentur hergestellt werden, will man zudem komplizierte Geschichten auch visuell erzählen, wie etwa das Beispiel über Sicherheitsrisiken im Flughafen Zürich Kloten zeigt.
Das Konzept steht inhaltlich auf den vier Säulen Aktuell, People, Lifestyle/Service (mit täglich wechselnden Themen wie Auto, Look, Genuss, Digital) und Sport. Im Serviceteil ist auch die Kultur angesiedelt. Die Erotik wird neben Eliane um weitere Beiträge ausgebaut, und das TV-Programm ist wie beim Gratisblatt .ch nach Themen und nicht nach Sendungen geordnet. Der Umfang beträgt 56 Seiten. Schliesslich wird Zeichner Igor Kravarik gelegentlich in die Bilder eingreifen oder zu Themen, zu denen es keine Bilder gibt, einen Comic zeichnen.
 
René Worni

Andres Büchi wird Chefredaktor des Beobachter

Der neue Chefredaktor des Beobachter heisst Andres Büchi. Der 51-Jährige übernimmt die Leitung der Publikumszeitschrift spätestens am 1. Juli 2008. Er tritt die Nachfolge von Balz Hosang an, der seit Mai 2002 als Chefredaktor beim Beobachter wirkt.

 Der neue Chefredaktor des Beobachter heisst Andres Büchi. Der 51-Jährige, übrigens nicht verwandt mit Axel Springer Schweiz-CEO Ralph Büchi, übernimmt die Leitung der Publikumszeitschrift laut Mitteilung vom Mittwoch spätestens am 1. Juli 2008. Er war bereits 1998 bis 1999 als Textchef und Blattmacher beim Beobachter tätig, bevor er in die Redaktionsleitung der Sonntagszeitung und später zum Tages-Anzeiger wechselte. Zuletzt war er dort Nachrichtenchef und verantwortlicher Blattmacher.Andres Büchi tritt die Nachfolge von Balz Hosang an, der seit Mai 2002 als Chefredaktor beim Beobachter wirkt. Hosang übernimmt die Gesamtverantwortung für alle publizistischen Bereiche des Beobachter (siehe
). Unter der Gesamtleitung von Balz Hosang verfüge der Beobachter nun mit dem neuen Chefredaktor sowie den im April 2008 ebenfalls neu zum Team stossenden Remo Leupin (Redaktionsleitung Beilagen und Projekte) und Monica Muijsers (Leitung Beobachter Online) sowie dem Leiter des Beratungszentrums Toni Wirz über ein starkes Führungsteam, heisst es in der Mitteilung weiter.

Fussball-Reporter bewerben Schweizer Natur-Highlights

Der diesjährige Sommer steht hierzulande ganz im Zeichen der Euro 08. Doch auch ausserhalb der Stadien gibt es viele Höhepunkte zu erleben.

 Der diesjährige Sommer steht hierzulande ganz im Zeichen der Euro 08. Doch auch ausserhalb der Stadien gibt es viele Höhepunkte zu erleben. Um im In- und Ausland auf diese Nebenschauplätze aufmerksam zu machen, setzt Schweiz Tourismus zwei neue Fernsehwerbespots ein. Konzipiert hat diese die Zürcher Werbeagentur Spillmann/Felser/Leo Burnett.Die Geschichte: Zwei ausländische Fussballreporter kommentieren das Geschehen in der Schweizer Natur – zum Beispiel auf einer Kuhweide in den Alpen. Obwohl ausser einer Kuh und Bergen nichts zu sehen ist, sprechen die beiden im typischen Reporterstil von «spektakulären ersten 20 Minuten» und von «grossartiger Unterhaltung hier auf dem Platz – trotz relativ wenig Bewegung.» Kurz: Die beiden kommentieren frenetisch die Schweizer Natur – wie sie sonst auch spannende Minuten innerhalb eines Stadions kommentieren. Auch im zweiten Spot, in dem ein Schiff fährt ganz langsam über einen Schweizer See – sind die beiden Kommentatoren völlig von der Szene angetan. So sehr, dass sie sich sogar eine Verlängerung wünschen.
Die Spots wurden von Spillmann/Felser/Leo Burnett entwickelt, Regie führte das englisch-norwegische Duo Nic & Sune. Am Fernsehen werden die Spots ab dem 3. April zu sehen sein. Im Inland unter anderem auf SF1 und TSR, dazu in Italien, Niederlande und Frankreich. Ergänzt wird die Kampagne mit Printwerbung in denjenigen europäischen Märkten, deren Mannschaften sich für die Euro 08 qualifiziert haben.
Verantwortlich bei Schweiz Tourismus:
Jürg Schmid (Direktor), Markus Rege (Leiter Marketing), Nicole Diermeier (Leiterin Hauptkampagnen). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Peter Brönnimann (Text), Dana Wirz (Art Direction), Martin Spillmann (CD), Rolf Zimmermann, Silvia Peter (Beratung), Sebahat Derdiyok (TV Production). 
 
 

«Ich will» statt «Ich muss»

Sport Nike Women will mit einer europaweiten Kampagne die Akzeptanz von Frauen im Sport steigern.

 
Sport Nike Women will mit einer europaweiten Kampagne die Akzeptanz von Frauen im Sport steigern. 
«Here I am», heisst die Schlagzeile einer neuen Kampagne für Nike Women. Diese wird im Frühjahr 2008 in ganz Europa zu sehen sein. Mit der Kampagne will Nike die Botschaft vermitteln, dass Frauen, die Sport treiben, körperlich und geistig stärker sind als andere. Die neue Marketing-Kampagne soll damit die Akzeptanz von Frauen im Sport steigern und gleichzeitig eine neue Generation von Sportlerinnen inspirieren. Zur Unterstützung der Botschaft hat Nike mit einer Reihe junger Sportlerinnen aus den beteiligten Ländern zusammen gearbeitet. Auch die Schweiz wird in dieser europaweiten Kampagne präsent sein, allerdings erst in der zweiten Staffel mit der Zürcher Triathletin Nicola Spirig, Dritte der Europameisterschaft 2007 in Kopenhagen.Entwickelt wurde die Kampagne von der in Amsterdam ansässigen Werbeagentur Wieden + Kennedy in enger Zusammenarbeit mit dem Marketing-Team von Nike Emea. In der Schweiz wird die Mediaplanung von Mindshare betreut. «Alle diese Sportlerinnen legen eine unglaubliche Leidenschaft, enorme Stärke und Willenskraft an den Tag. Die vielen Bilder, die wir von diesen Frauen gemacht haben, sind ein grossartiger Spiegel der Faszination des Sports. Den Fotografen ist es auf einzigartige Weise gelungen, die Schönheit dieser Athletinnen einzufangen. Die Schönheit von Frauen voller Selbstbewusstsein, Stärke und dem Willen, bis zuletzt zu kämpfen», meint John Norman, Executive Creative Director bei der Agentur Wieden+Kennedy.
«Mädchen, die Sport treiben, sind körperlich und geistig stärker», betont auch Adriana Pereira, European Brand Manager für Nike Women. Und sie verallgemeinert: «Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Sport neben der rein körperlichen auch die geistige Stärke fördert. Das wollen wir mit unserer Kampagne vermitteln. Wir möchten Frauen dazu bewegen, ihre Ich-muss-Haltung aufzugeben und stattdessen ich will zu sagen.»
Nike ist davon überzeugt, dass Sportler auch in anderen Lebensbereichen erfolgreicher sind. «Beim Sport beweisen wir uns, dass wir ehrgeizige Ziele erreichen können und dass alles möglich ist», so Adriana Pereira. Nike plant für die Kampagne Anzeigen in Printmedien, Schaufenster- und Instore-Grafiken, eine Broschüre für den Einzelhandel und Online-Promotions auf
. Andreas Panzeri

Affichage feiert ein Rekordhoch

Aussenwerbung Nach der Ablösung von JCDecaux in Osteuropa weist Affichage sein bestes Ergebnis aus.

 
Aussenwerbung Nach der Ablösung von JCDecaux in Osteuropa weist Affichage sein bestes Ergebnis aus. 
Affichage-CEO Christian Kauter war sichtlich stolz, als er am 26. Februar die Bilanz seiner Firma präsentierte: «Es ist das beste Ergebnis in der Geschichte der Affichage-Holding und der APG.» So sei der Verkaufserlös um 20,4 Prozent auf 386,4 Millionen Franken gestiegen, das Betriebsergebnis vor akquisitionsbedingten Abschreibungen liege gar über dem Umsatzwachstum, und das Nettoergebnis sei beinahe verdoppelt worden und betrage nun 62 Millionen Franken.Affichage-CFO Ulrich von Bassewitz fasste das Ergebnis mit «Kontinuität in der Schweiz und Aufbruch im Ausland» zusammen. Tatsächlich gelang es Affichage letztes Jahr, die Stadtverträge Winterthur und Chur zu erneuern und die Aussenwerbung an SBB-Bahnhöfen und Eisenbahnstrecken zu behalten. Doch die Verkaufserlöse im Inland konnten bloss um 1,3 Prozent erhöht werden, 2006 wies Affichage hier zu Lande noch ein Plus von 10 Prozent aus.
Demgegenüber stieg der Umsatz in Südosteuropa um 224,1 Prozent. Gemäss von Bassewitz vermitteln diese Zahlen aber ein ungenaues Bild, denn im Heimmarkt waren diverse Umsatzeinbussen absehbar oder gar kalkuliert: Erstens war klar, dass die Werbeverbote weitere Einnahmenausfälle bei der Tabakwerbung verursachen würden. Habe die Tabakwerbung vor zehn Jahren 15 Prozent zum APG-Umsatz beigetragen, seien es heute noch 2 Prozent. Zweitens hatte Affichage aus Rentabilitätsgründen entschieden, auf diverse Vermarktungsmandate im Sportbereich (Spengler-Cup, Fussball-Nationalmannschaft) zu verzichten. Von Bassewitz deutete deshalb den scheinbar geringen Zuwachs im Heimmarkt als starke Steigerung des Verkaufserlöses, da die zu erwartenden Einnahmenausfälle überkompensiert werden konnten.
Die Zuwachsrate im Ausland hingegen seien primär wegen der getätigten Akquisitionen so hoch ausgefallen, hielt von Bassewitz fest. Affichage hatte im letzten Jahr vorab in Griechenland und Rumänien Firmen zugekauft (siehe auch
S. 1) und zudem das zehnjährige Joint Venture Europlakat International (EPI) mit JCDecaux per Mitte Jahr aufgelöst. Die Folge: Die Aktivitäten in Bulgarien, Serbien, Montenegro, Bosnien und Ungarn, die Affichage vorher nur teilkonsolidierte, konnte der Aussenwerber ab dem 1. Juli 2007 vollkonsolidieren. Umgekehrt wurden Serbien und Slowenien, die im ersten Halbjahr 2007 noch zum Affichage-Umsatz beitrugen, ab Juli ganz an JCDecaux abgetreten. Das rein organische Wachstum im Ausland, also ohne diese Zu- und Verkäufe, betrug dennoch ansehnliche 11,8 Prozent. Der Auslandanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich somit von 8,6 Prozent auf 23,1 Prozent. «Damit sind wir dem Ziel, das wir uns vor zwei Jahren gesteckt hatten, schon sehr nahe», freute sich Kauter. Affichage hatte sich vorgenommen, bis Ende 2008 den Umsatzanteil im Ausland auf 25 Prozent zu erhöhen – um so die starke Abhängigkeit vom zunehmend reglementierten Heimmarkt zu verringern.
Einen Vorbehalt gilt es hier noch anzubringen: Die Entflechtung bei EPI ist finanziell zwar vollzogen, juristisch jedoch bedarf es in den einzelnen Ländern aber noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Bei Affichage hofft man, dass dies bis Ende 2008 der Fall sein werde.
Madeleine Linter, seit letztem Oktober Leiterin des neuen Bereichs Affichage International, betonte, dass nun primär die Integration der Aktivitäten in den südosteuropäischen Ländern anstehe. «Wir besitzen dort acht Märkte, nun müssen wir sie noch beherrschen», sagte sie. Dies wolle Affichage nicht nur mittels Marktanteilsgewinne, sondern auch durch Qualität im Angebot und Transparenz im Umgang mit Kunden erreichen.
Markus Knöpfli
 

 
 
Hecht im KarpfenteichAussenwerber Affichage erwirtschaftet bereits fast jeden vierten Franken in Südosteuropa. Dort kaufte der Aussenwerber in den letzten zwei Jahren Firmen am Laufmeter. In Rumänien zum Beispiel stieg man klein ein. Doch dabei blieb es nicht. Madeleine Linter, neue Leiterin von Affichage International, erklärt das Vorgehen.
Mit dem Kauf der kleinen Firma Churchill View stieg Affichage im Januar 2006 im Osten Rumäniens ein – 30 Angestellte, ein Umsatz von 4,5 Millionen Euro und ein Marktanteil (MA) von 15 Prozent. Sieben Monate später erwarb Affichage die Firma RBN und erhöhte den MA auf 17 Prozent. Im September 2007 kam die Firma Amco hinzu, womit Affichage den MA auf 19 Prozent steigerte, nach Westen expandierte und zur Nummer 2 aufstieg.
Schon bald wird Affichage den Zukauf der Firma Multireklam Group verkünden, womit er dann das ganze Land abdecken kann – mit 33 Prozent MA, 13,4 Millionen Euro Umsatz und 60 Mitarbeitern. «Wir sind dann so stark, dass wir die Nummer eins im Markt jagen können», sagte Linter stolz. (mk)
 

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