Zweiter 2.0-Frühling

Internet Vor einem Jahr startete das Web-2.0-Projekt Youme.net. Und es geht weiter. Nur anders.

 
Internet Vor einem Jahr startete das Web-2.0-Projekt Youme.net. Und es geht weiter. Nur anders.  
Dem Schweizer Web-2.0-Aushängeschild Youme.net wird der Geldhahn nicht zugedreht. Ende Februar noch diskutierte die hiesige Blogosphäre über das bevorstehende Platzen des ersten Schweizer «Web-2.0-Bläschens». Grund: Der so genannte Youme-Cube, eine mobile Holz-Glas-Konstruktion, steht in diesen Tagen auf Ebay für 48’000 Franken zum Verkauf. «Es gibt aber keinen Grund zur Panik», beruhigte Youme-Chef Marcel Meier die kolportierenden Blogger. Das mobile Büro sei von Anfang an ein befristetes Projekt gewesen. Der Stecker wird also nicht herausgezogen.Youme.net ist ein so genanntes Social Network, eine eigene Interpretation der bekannten US-Vorbilder MySpace und YouTube (siehe WW 19. April 2007: «Ringier testet Mitmach-Web»). Das Schweizer Verlagshaus Ringier unterstützt das Projekt mit einer Summe im sechsstelligen Bereich und erhofft sich, durch das Engagement mehr über das Online-Nutzungsverhalten der jungen Generation zu erfahren.
Obwohl das Projekt in diesem Frühling das zweite Jahr erleben kann, hat sich nicht alles so entwickelt, wie es sich die Macher wünschten. Youme-Chef Marcel Meier zieht keineswegs nur eine positive Bilanz. «Wir haben unsere Fehler gemacht», gibt er zu. Das teilweise von der Community und Bloggern stark kritisierte Mitmachportal hatte mit der 2.0-Technologie mehr Mühe als erwartet. Die verbreitete Meinung, die Technologie hinter einem solchen Projekt sei heute nicht entscheidender Faktor, um User an die Seite zu binden, teilt Meier nicht. «Die Mechanismen hinter einem solchen System sind sehr komplex», sagt er. Zudem unterschätze man noch allzu oft die rasante Entwicklung im Technologiebereich. Kaum habe man eine Videolösung lizenziert, sei eine neue auf dem Markt. Meier: «Das macht die Entwicklung ungemein schwierig, gerade für ein Multimediaprojekt wie Youme.net.»
Neben der Programmierung hatte der «digitale Dorfplatz» auch Probleme mit dem grafischen Auftritt. «Wir hatten am Anfang die falsche Design-Agentur, die ihre Ideen um jeden Preis durchboxen wollte», sagt Meier. Man habe schliesslich Grafiker anstellen müssen und entwickelte ein eigenes Layout, was den Start der Plattform um Monate verzögerte. Die Eigenständigkeit sei sehr wichtig, wolle man sich in einem kleinen Markt wie der Schweiz behaupten. Meier: «Wir wollen damit gezielt die Creative Class ansprechen.» Was von den Usern offenbar geschätzt wird. «Wir haben es aber übertrieben», meint Meier. So kommt die Seite seit Anfang März wieder nutzerfreundlicher daher. Das Layout ist ein Kompromiss zwischen den sonst eher steril wirkenden üblichen 2.0-Angeboten und dem alten Design-Konzept vom November vergangenen Jahres.
Neben den technischen Problemen hat sich auch die Gemeinschaft auf Youme.net nicht so entwickelt, wie sich das die Schweizer Web- 2.0-Pioniere erhofft hatten. «Wir sind anfangs mit den Themen breit gegangen, um möglichst viele Bereiche abzudecken», erklärt Meier. Zu seinem Pech, wie er selbst sagt, hat sich dabei kein Schwerpunkt herauskristallisiert. Die Analyse der Nutzungsstatistiken zeigt eine flache Verteilung der Interessen. «Wir können kein Thema ausmachen, auf das die User speziell abfahren», sagt Meier.
Die Konsequenz sei ein Mehraufwand, um die Community zu coachen und zu beobachten. Social Networks mit Inhalten zu füllen, sei ohnehin schon sehr aufwändig. Meier ist zudem überzeugt, dass die Inhalte auf seiner Plattform keine sofortige Wirkung haben. «Wir können die User zu nichts zwingen. Alles ist On-Demand.» Aber die Inhalte würden nach zwei Monaten teilweise entdeckt, und plötzlich kämen die User in Scharen. Das Phänomen sei für ihn neu. Meier: «Entweder ist der Content gut oder er ruht irgendwo nicht beachtet auf der Plattform.»
Ein Rezept für gute Inhalte gebe es nicht. Meier kann nur sagen, dass die Nachfrage der Inhalte stark von der Aktualität in den Medien, von Suchmaschinen und von den Absendern der Botschaft abhänge. Mit «getürkten Dialogen» die Aufmerksamkeit der User zu erregen, bringe nichts. Der «Wolf im Schafspelz» fliege nach Meier immer schnell auf. Er vermutet, dass dies überwiegend Werbeagenturen versuchen. «Der Schuss geht immer nach hinten los», sagt Marcel Meier.
Der kommerzielle Erfolg der Seite lässt noch auf sich warten. «Das Kommerzielle ist um Potenzen langsamer als die Technologie», sagt Meier. Es fehlen verlässliche Basiszahlen, obwohl man im letzten Frühling mit einer Beta-Version online ging. Meier gibt sich allerdings überzeugt, dass der wirtschaftliche Erfolg komme. Auch das Prinzip Cross-Story – Inhalte an Zeitungen oder ans Fernsehen zu verkaufen – funktioniere mittelfristig. So sei man gegenwärtig mit TV-Stationen in Verhandlungen, damit die Youme-Community eine eigene mehrminütige Sendung bekomme. Meier gibt seinem Projekt Zeit, weil man noch nicht in der Lage sei, Inhalte auf einem gewissen Qualitätsniveau konstant herzustellen.
Im zweiten Jahr seines Bestehens wollen die Geldgeber von Youme Leistung sehen. Geändert hat sich deshalb seit März das Bezahlmodell der Moderatoren und Redaktoren, die für das Mitmachprojekt im Solde stehen. So hat Meier einen Leistungslohn, ein so genanntes «Shared Revenue Modell» eingeführt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nicht mehr mit einem Fixlohn entlöhnt. Ihr Verdienst setzt sich neu einerseits aus einem Fixanteil zusammen, andererseits werden ihre Leistungen auf Grund der Besucherzahlen bewertet.
Das heisst, dass die Mitarbeitenden am Umsatz teilhaben, wenn ihre Inhalte «performen». «Wir werden in Zukunft nicht mehr Leute einstellen und entlöhnen, wie wir das anfangs getan haben», sagt Meier. Das Modell wird auch auf die User übertragen, die also Geld verdienen können.
Christian Lüscher

Xaver.08-Jury verkündet Nominationen

Trommelwirbel und Fanfaren: Die Jury des Schweizer Live Communication Awards Xaver hat am Mittwoch in einer Pressemitteilung alle Katzen aus dem Sack gelassen und die Nominationen für die diesjährigen Preise ausgesprochen.

 Trommelwirbel und Fanfaren: Die Jury des Schweizer Live Communication Awards Xaver hat am Mittwoch in einer Pressemitteilung alle Katzen aus dem Sack gelassen und die Nominationen für die diesjährigen Preise ausgesprochen.  
In der Kategorie «Best Event» hat die Xaver.08-Jury nominiert:  Snap! Event and Marketing Services (Hotel Paradiso), Tanner Communications (TAG Heuer Motor Racing) und Unique Events & Incentives (Eröffnung Sihlcity). In der Kategorie «Best Expo» sind Andreas Messerli (VSG Erdgas), Bellprat Associates (Opel The Loops) und Schneider, Berthoud Werbeagentur (K2007 Düsseldorf) nominiert.
 
Mit Interesse erwartete man die Nominationen in den drei neuen Kategorien. In der Königsdisziplin «Best Live Communication Campaign» dürfen sich auf den erstmals vergebenen Xaver freuen: Premotion (Lilibiggs Kinder Party), Spillmann/Felser/Leo/Burnett (Dreamcard) und W.P.P. expo & event (Antalis Papertour 2007). In der Kategorie «Best Promotion» gibt es einen Nominierten: FastBreak (Sipuro Frühlingsputz, Oho!). Und in der Kategorie «Best Supplier» sind drei Unternehmen in der Poleposition: Dr. W.A. Günther (Marketing-Tag 2007), Habegger (100 Jahre Nationalbank) und MIC Catering (BaselWorld).
 
Alle Nominierten haben nun einige Tage Zeit, disziplinenspezifische Fragen, beispielsweise zu Materialmix, Funktionalität, zur Kreativität des Designs, Originalität, Geschichte der Idee sowie zum Überraschungseffekt zu beantworten. Zudem werden sie zum «Recall» eingeladen. Dort werden sie von der Jury live zum Projekt befragt.
 
Welches Projekt nun die Trophäen aus Gold, Silber oder Bronze gewinnen wird, entscheidet sich nun an der finalen Jurysitzung Mitte März. Überreicht werden die Xavers im Rahmen des Galaabends am 9. April im Kaufleuten in Zürich.
Allen Nominierten winken internationale Weihen. Wie die Xaver-Jury unter Präsident André Parsic von Dettling & Marmot am Mittwoch mitteilte, werden erhalten alle Nominierten dieses Jahr erstmals die Möglichkeit erhalten, an den Globes Award teilzunehmen. Die Verleihung wird im Oktober in Las Vegas oder Toronto stattfinden.
 
 

Swisscom will mit Bluewin TV light neue Kunden holen

Die Swisscom will ihr verlustreiches Internet-Fernsehen im nächsten Jahr in die schwarzen Zahlen bringen. Um mehr Kunden anzuziehen, wird das Telekomunternehmen in den kommenden Monaten eine abgespeckte Variante von Bluewin TV lancieren.

 Die Swisscom will ihr verlustreiches Internet-Fernsehen im nächsten Jahr in die schwarzen Zahlen bringen. Ab 2009 werde Bluewin TV aufgrund des starken Kundenzuwachses einen Gewinnbeitrag liefern, sagte Swisscom-Chef Carsten Schloter am Mittwoch der Nachrichtenagentur SDA. «Wir hatten Ende 2007 rund 70’000 Kunden. Wenn wir Ende 2008 nur 140’000 Kunden hätten, wäre das eine Enttäuschung», sagte Schloter am Rande der Bilanzmedienkonferenz in Zürich, ohne genauere Zahlen nennen zu wollen. Wieviele Kunden Bluewin TV für das Erreichen der Gewinnschwelle brauche, konnte Finanzchef Ueli Dietiker nicht sagen: Das habe er nicht durchgerechnet. Im vergangenen Jahr sagte der Finanzchef in einem Interview, dass Swisscom 200’000 bis 250’000 Kundinnen und Kunden benötige, um den mittelfristig angepeilten Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe zu erreichen
Um mehr Kunden anzuziehen, wird das Telekomunternehmen in den kommenden Monaten eine abgespeckte Variante von Bluewin TV lancieren. Das so genannte Bluewin TV light brauche mit 4 bis 5 Megabit pro Sekunde weniger Bandbreite als das bisherige Angebot, sagte Schloter. Dafür verfügt Bluewin TV light über keine Festplatte zum Aufnehmen von Filmen und kein HDTV.

Nicht 1. oder 2., sondern gelbe Klasse

Verkehr Die Aarauer Renzen Communications hat eine Crossmedia-Kampagne für PostAuto Schweiz realisiert.

 
Verkehr Die Aarauer Renzen Communications hat eine Crossmedia-Kampagne für PostAuto Schweiz realisiert. 
«Die gelbe Klasse.» So lautet der Claim, den PostAuto Schweiz seit Juli 2007 verwendet, um sich im verstärkten Wettbewerbsumfeld zu positionieren. «Die gelbe Klasse» fasst Philosophie, Lebensgefühl, Kompetenz und Leistungsfähigkeit zusammen: Wer Postauto fährt, fährt weder erste noch zweite, sondern gelbe Klasse. Um die damit verbundenen Werte zu kommunizieren, wurde von Renzen Communications eine mehrstufige Kampagne entwickelt. Die Phase 1 widmete sich der internen Kommunikation, wie CD Text Hanno Lietz erklärt. Kernpunkt bildete eine Geschenkbox, welche an alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter verschickt wurde. Hauptinhalt: eine DVD, die von der Bieler Twin Productions in Zusammenarbeit mit Massimo Rocchi erarbeitet wurde. Der Komiker führt die Zuschauer auf eine Reise durch die Schweiz und begegnet dabei verschiedenen Menschen – Fahrgästen, Touristen, PostAuto-Mitarbeitenden –, mit welchen er sich über PostAuto unterhält. Dabei werden die unterschiedlichsten Aspekte der «gelben Klasse» beleuchtet.
Die Phase 2 der Kampagne richtet sich an Fahrgäste und Öffentlichkeit. Im Zentrum der Kommunikation steht dabei das Fahrpersonal von PostAuto als Aushängeschild des Unternehmens. Auf Plakaten und Fahrzeugbeschriftungen hat CD Art Emmanuelle Friedli vier Kernwerte als wichtige Elemente der «gelben Klasse» thematisiert: Einzigartigkeit, Zuverlässigkeit, Kompetenz und Hilfsbereitschaft. Auf allen vier Sujets wendet sich ein Fahrer oder eine Fahrerin mit einem Statement zum jeweiligen Wert ans Publikum. Die Phase 2 wird von einem Wettbewerb begleitet. Dieser Fahrgast-Quiz involviert die Fahrgäste, sich auf interaktivem Weg mit dem neuen Claim «Die gelbe Klasse» auseinanderzusetzen.
 
Andreas Panzeri 

Award Corporate Communications wird europäisch

Der Award Corporate Communications, ein Preis für integrierte Kommunikation, wird durch seine neuen Partner europäisch. Neu wurde auch eine Jury für französische Eingaben formiert.

  Der Award Corporate Communications, ein Preis für integrierte Kommunikation, wird durch seine neuen Partner europäisch. Diese neuen Partner sind: die Haute Ecole de Gestion Fribourg, die Publicitas, die Zeitung Sonntag sowie die Fachzeitschrift Kommunikationsmanager des FAZ-Verlages in Frankfurt am Main. Neu wurde für den Award-CC auch eine Jury für französische Eingaben formiert. Den Vorsitz dieser Jury übernimmt Mathieu Janin, Président SRRP, Société Romande de Relations Publique und Senior Consultant bei Rochat&Partenaires Lausanne. Die Mitglieder dieser Jury des Award-CC sind: Olivier Cretton, Publicitas Lausanne und Mitherausgeber der Fachzeitschrift Com.in, Cristina Gaggini, Economiesuisse Genève, Daniel Hammer, Presse Suisse für die Westschweiz in Lausanne, Daniel Herrera, Romande Energie Morges und Jean-Yves Pannatier, Banque Cantonale du Valais in Sion.
Wie die beiden Award-Initianten, Jolanda Eggenschwiler, PR Words und Roland Bieri, Bi-Com, mitteilen, wird im Rahmen des Award Corporate Communications zudem der Kategorienpreis «Award Media Relations» zum zweiten Mal vergeben. Ein Fachgremium aus Medien- und PR-Schaffenden würdigt die beste Medienarbeit des Jahres. Sponsor und Initiant dieses Preises ist die SDA-Tochter News Aktuell.
Die Ausschreibung für den 4. Award Corporate Communications und den Kategorienpreis Award Media Relations läuft somit an. Anmeldungen bis 31. Mai 2008 und weitere Informationen sind auf der Website des Award-CC erhältlich:

Die Sonntagsausgabe der NLZ konkretisiert sich

Die Neue Luzerner Zeitung hat mit den Detailarbeiten für die im Januar angekündigte Sonntagsausgabe begonnen. Die Zeitung wird erstmals im September 2008 in der ganzen Zentralschweiz mit einer Ausgabe für die Innerschweiz und einer Ausgabe für den Kanton Zug erscheinen.

 Die Neue Luzerner Zeitung hat mit den Detailarbeiten für die im Januar angekündigte Sonntagsausgabe begonnen. Die Zeitung wird erstmals im September 2008 in der ganzen Zentralschweiz mit einer Ausgabe für die Innerschweiz und einer Ausgabe für den Kanton Zug erscheinen. Sie soll einen klaren Bezug zur Ausgabe unter der Woche haben. Die Zeitungsarchitektur wird sich an einer 6-Bund-Struktur ausrichten. Die LZ Medien teilten mit, dass die Sonntagsausgabe schwergewichtig in Eigenleistung hergestellt werde, weil sie einen starken regionalen Bezug habe. Zu diesem Zweck werden neue Stellen geschaffen, und das Mitarbeiter- und Korrespondentennetz wird ausgebaut.
Wie die Werbewoche schon berichtete, ist die NLZ auch offen für die Zusammenarbeit mit andern Verlagshäusern, die einen Sonntagstitel herausgeben oder dies ins Auge fassen (siehe
). Für die redaktionelle Herstellung ist gemäss Mitteilung ein Betrag in der Grössenordnung von gut 2 Millionen Franken vorgesehen. Die Sonntagsausgabe wird allen Abonnenten zugestellt. Zu diesem Zweck wird auch die Frühzustellung ausgebaut. Die Abonnenten müssen einen Preisaufschlag hinnehmen; dieser falle aber im Vergleich zum Angebot bescheiden aus, heisst es in der Mitteilung weiter.
Im Werbemarkt wird die Sonntagsausgabe mit den bestehenden Fixformaten operieren. Kombinationen mit der Ausgabe unter der Woche, aber auch mit andern Sonntagstiteln sollen dort zum Zug kommen, wo es aus Marktsicht Sinn ergibt.

Zu guter Letzt: Alt und ledrig wie ein abgeschabter Louis-Vuitton-Koffer

Der britische Altrocker Keith Richards liess sich für die französische Luxusmarke Louis Vuitton fotografieren. Die Anzeigen mit dem Rolling-Stones-Gitarristen werden ab kommendem Monat in Hochglanzzeitschriften zu sehen sein.

 
Der britische Altrocker Keith Richards liess sich für die französische Luxusmarke Louis Vuitton fotografieren. Die Anzeigen mit dem Rolling-Stones-Gitarristen werden ab kommendem Monat in Hochglanzzeitschriften zu sehen sein, teilte das Mutterhaus LVMH in Paris gemäss SDA mit. Zu Richards Vorgängern bei Louis Vuitton zählen der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow, die Tennisspielerin Steffi Graf und die französische Filmdiva Catherine Deneuve. Wie Deneuve will Richards sein Honorar der Umweltschutzorganisation The Climate Project von Al Gore spenden. Die Fotos des Altrockers machte US-Starfotografin Annie Leibovitz.
Zu sehen ist Richards mit seiner Gitarre auf einem Hotelbett, alt und ledrig wie der abgeschabte Louis-Vuitton-Gitarrenkoffer neben ihm. «Manche Reisen kann man nicht in Worte fassen. New York, drei Uhr morgens. Blues in C-Dur», lautet der Werbespruch gemäss Vuitton. Ob damit auch Richards psychedelischen Reisen während seinen Drogenerfahrungen gemeint sind, teilte das Unternehmen nicht mit.

Cinésuisse will vom Bund mehr Geld für Filmförderung

Cinésuisse-Geschäftsführer Sven Wälti hat am Montag gefordert, dass der Bund seinen Kredit zur Förderung des Schweizer Films von 20 auf 40 Millionen Franken bis 2012 erhöht. Angesichts des schlechten Filmjahrs 2007 ist ein positiver Entscheid der Bundesversammlung im Dezember 2008 aber eher fraglich.

 
Cinésuisse-Geschäftsführer Sven Wälti hat am Montag gefordert, dass der Bund seinen Kredit zur Förderung des Schweizer Films von 20 auf 40 Millionen Franken bis 2012 erhöht. Damit will der Dachverband der Schweizerischen Film- und Audiovisionsbranche seinem Ziel ein Stück näher kommen, mit Schweizer Filmen einen Marktanteil von zehn Prozent zu erreichen, wie der Bund schreibt.Der Zeitpunkt der Forderung scheint aber denkbar schlecht; zum Einen ist der Rekord-Marktanteil von 9,26 Prozent im Jahr 2006 auf 5,38 im Jahr 2007 und sogar auf 2,52 Prozent in den ersten zwei Monaten des Jahres 2008 gesunken, wie im Blick zu lesen war. Zum Anderen scheint der Animationsfilm «Max & Co.» an der Kinokasse zu floppen, obwohl er vom Bund mit rekordmässigen 1,5 Millionen Franken unterstützt wurde und mit 30 Millionen Franken Produktionskosten der teuerste Schweizer Film aller Zeiten ist.
Dazu sagte Wälti im Bund: «Man sollte sich durch einen Flop nicht von der längerfristigen Strategie abbringen lassen». Ob im National- und Ständerat im Dezember 2008 aber eine Mehrheit für den Zusatzkredit zusammenkommt, ist ungewiss. Angesichts des durchzogenen Schweizer Filmjahrs 2007 und der Kritik seitens des Bundes-Filmförderers Nicolas Bideau am Förderungskonzept scheint ein positiver Bescheid fraglich. Gemäss Blick glaubt Bideau jedoch trotzdem daran, dass 2008 und 2009 für den Schweizer Film «zu reichen Jahren» werden.

Zweite Staffel «Supermodel» auf 3+ ohne Nadja Schildknecht

3+ und Nadja Schildknecht haben sich einvernehmlich entschieden, die zweite Staffel der Castingshow «Supermodel» ohne das ehemalige Topmodel und die heutige Geschäftsfrau fortzusetzen. Der Privatsender sucht nun eine neue Moderatorin.

 Der Privatsender 3+ und Nadja Schildknecht haben sich einvernehmlich entschieden, die zweite Staffel der Castingshow «Supermodel» ohne das ehemalige Topmodel und die heutige Geschäftsfrau fortzusetzen, wie es in einer Mitteilung heisst. Schildknecht moderierte die erste Staffel, will sich jetzt aber auf ihre Haupttätigkeit als Leiterin Marketing und Sponsoring beim Zurich Film Festival konzentrieren. Der Sonntagsblick spekulierte allerdings, dass Schildknechts Absage für die zweite Staffel auch noch einen anderen Grund habe: Sie erwartet anscheinend ein Kind. 3+ sucht nun im In- und Ausland eine neue Moderatorin für die Eigenproduktion. Die Castings finden laut Communiqué in den nächsten Wochen statt. Bevor diese abgeschlossen sind, will sich Senderchef Dominik Kaiser noch nicht über die Nachfolge äussern. Auch seien die Drehbücher der sieben Folgen noch nicht fertig geschrieben. Derzeit läuft aber schon die Ausschreibung für den Model-Nachwuchs: Wer an der Sendung teilnehmen möchte, kann sich über 3plus.tv/supermodel anmelden.

Petra Ahlert leitet neu das Marketing bei Cisco Switzerland

Cisco Switzerland hat Petra Ahlert zur neuen Leiterin Marketing und Kommunikation ernannt. Die 35-jährige Deutsche arbeitete davor in verschiedenen Marketing- und Vertriebsfunktionen knapp zehn Jahre für Siemens in München.

 
Cisco Switzerland hat Petra Ahlert zur neuen Leiterin Marketing und Kommunikation ernannt. Die 35-jährige Deutsche arbeitete davor in verschiedenen Marketing- und Vertriebsfunktionen knapp zehn Jahre für Siemens in München. Ab 2005 war sie Senior Marketing Communications Manager bei der Siemens Home and Office Communication Devices GmbH & Co.KG. Zuvor arbeitete sie als Business Development Manager und International Product Marketing Manager für die Marke Siemens Gigaset. Wie es in einer Mitteilung heisst, sei Ahlert als «passionierte Bergsportlerin» bereits vor ihrem Engagement bei Cisco mit der Schweiz verbunden gewesen.

Zwei neue Gesichter bei Prospective Media Services

Die Multimedia-Beratungsagentur für Stelleninserate Prospective Media Services in Zürich meldet zwei Neuzugänge: Renato Graziano wurde zum Leiter Kundenberatung und Disposition ernannt, Rico Juchli zum Key-Account Manager.

 Die Multimedia-Beratungsagentur für Stelleninserate Prospective Media Services in Zürich meldet zwei Neuzugänge: Renato Graziano wurde zum Leiter Kundenberatung und Disposition ernannt, Rico Juchli zum Key-Account Manager. Renato Graziano hatte bei der Publicitas verschiedene Funktionen inne. Die letzten Jahre war er bei NZZ Media für NZZ Executive und NZZexecutive.ch verantwortlich.
Rico Juchli war einer der ersten Mitarbeiter des Stellenportals Jobs.ch. Zuerst als Verkaufsleiter tätig, widmete er sich später verschiedenen Projekten und führte neue Produkte im Markt ein.
Die Prospective Media Services übernimmt als neutrale Agentur die multimediale Beratung und Platzierung von Stelleninseraten. Laut Mitteilung hat sie im vergangenen Jahr ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent von 19,4 auf 31,1 Millionen gesteigert.

Melanie Winiger glänzt in internationalem Moschino-Spot

Melanie Winiger hat sich die Hauptrolle in einem neuen Spot für das italienische Luxuslabel Moschino geschnappt. Sie wirbt darin als verführerisches Zimmermädchen für den Duft «Funny».

Melanie Winiger hat sich die Hauptrolle in einem neuen Spot für das italienische Luxuslabel Moschino geschnappt. Sie wirbt darin als verführerisches Zimmermädchen für den Duft «Funny», wie 20 Minuten berichtet. Der Spot soll weltweit im Kino und TV ausgestrahlt werden; wo genau, ist aber noch Verhandlungssache. Zu dem Werbeauftritt ist die schauspielernde Ex-Miss-Schweiz per Zufall gekommen: Sie wurde den Produzenten vorgestellt und diese haben sie gleich zum Casting nach Mailand eingeladen. Dort konnte sich Winiger gegen zahlreiche Konkurrentinnen durchsetzen. Das schien die Partnerin von Rapper Stress zu überraschen: «Ich als bald 30-Jährige mit einem sechsjährigen Sohn – ich konnte mein Glück kaum fassen», sagt die Schauspielerin stolz.

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