Interkulturell statt multikulti

Bei Siemens Healthcare geht es bei der weltweiten B2B-Kommunikation nicht primär um kulturelle und sprachliche Adaptationen für die Zielgruppen in heterogenen Märkten. Die Aufgaben sind Wissensaustausch und Information.

 
Bei Siemens Healthcare geht es bei der weltweiten B2B-Kommunikation nicht primär um kulturelle und sprachliche Adaptationen für die Zielgruppen in heterogenen Märkten. Die Aufgaben sind Wissensaustausch und Information.  
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von internationalem Corporate Publishing. Das eine ist der multikulturelle Ansatz: Das Thema wird für die multikulturellen, lokalen Bedürfnisse aufbereitet, in diversen Sprachen adaptiert; eventuell werden in der Printversion die einzelnen Sprach- und Länderausgaben mit Split-Seiten angereichert, die spezifisch auf Inhalte vor Ort eingehen. Als Beispiel des multikulturellen Konzepts kann man sich ein B2C-Corporate-Publishing im Konsumgüterbereich (Auto-Magazin, Kaffee-Magazin etc.) vor Augen führen: Die Marke wird weltweit kommuniziert, lokal erfährt sie ihre kulturelle Anpassung.Das andere ist der interkulturelle Ansatz – eine kommunikativ weitaus anspruchsvollere Aufgabe. Eine internationale Community beziehungsweise Zielgruppe (in der Regel im B2B-Bereich) ist mit einer Botschaft, einem gemeinsamen Inhalt anzusprechen. Oft geht es bei den Zielpersonen um gut ausgebildete Menschen. Nicht die Sprachversion ist die Herausforderung – die Lingua franca Englisch ist das probate Mittel –, nicht lokale Zusatzinformationen für die lokale Leserschaft beschäftigen die Redaktion. Vielmehr geht es um Themen, die der internationalen Target Group gemeinsam sind. Die Marke wird einheitlich über den ganzen Globus kommuniziert, die tragende Komponente ist das Wissen, die Kompetenz. Die Themenausformungen und das Design erfordern interkulturelles Fingerspitzengefühl.
Internationaler Know-how-AustauschDiese zweite geschilderte Aufgabe obliegt der weltweit tätigen Siemens Healthcare mit Hauptsitz in Erlangen in der Nähe von Nürnberg. Die Zielpublika sind weltweit homogen, ihre Märkte aber heterogen, bestimmt von unterschiedlichen regulatorischen Bestimmungen, unterschiedlichen Demografieentwicklungen, unterschiedlichen nationalen Gesundheitssystemen. Der Klinikmanager in den USA hat andere Gegebenheiten als derjenige in Deutschland oder etwa derjenige in Indien. Abgesehen davon ist die Grösse und Art der Institution – geht es um eine grosse Universitätsklinik mit Forschungsanspruch, um ein kleines Provinzkrankenhaus oder um die exklusive Privatklinik? – ausschlaggebend für die Alltagsbedürfnisse des Rezipienten der Siemens-Healthcare-Botschaft. Ungeachtet davon macht das Thema aber vor nationalen und organisatorischen Grenzen nicht Halt, die hochqualifizierte Zielgruppe ist am anderen Beispiel, an der gesundheitsökonomischen Entwicklung in der anderen Kultur, interessiert. Der Wissensaustausch ist ein ausgesprochen internationaler. Das weltweite Magazin Medical Solutions, distribuiert in 131 Ländern, sowie www.siemens. com/healthcare-magazine und entsprechende Treffen an Roundtables bieten diesem Know-how-Austausch die Plattform.
Weltweites WissenDiese Homogenität einer internationalen Zielgruppe in unterschiedlichen Marktsituationen ist nicht nur ein Merkmal auf der obersten Ebene, dem so genannten C-Level (Klinik-Managements, Opinion Leaders im Gesundheitswesen etc.), sondern ebenso klar auch auf der Ebene der Fachärzte und des medizinischen Fachpersonals. Innovationen in der Geräteschaft, welche einen optimierten Workflow ermöglichen, interessieren weltweit – auch wenn in China ein durchschnittlicher täglicher Patientendurchsatz (Anzahl behandelter Patienten am Gerät pro Tag) andere Quantitäten aufweist als etwa in der Schweiz, auch wenn in den USA die medizintechnische Diagnose oder Therapie im Falle von übergewichtigen Menschen ein ungleich brennenderes Thema ist als in Frankreich, auch wenn die Überalterung und die entsprechende Gesundheitsversorgung in Japan eine andere Rolle spielt als in Brasilien. Die Communities und Zielgruppen auch auf Fachebene, beispielsweise Radiologen, die mit verschiedenen bildgebenden Verfahren arbeiten, interessieren sich nicht nur für ihr engstes Umfeld. Auch hier begegnet Siemens Healthcare einer internationalen Wissensgemeinschaft: Die so genannten Expert Magazines von Siemens sind somit ebenfalls für internationale Leserschaften konzipiert. Die Marke Siemens garantiert für weltweit zusammengetragenes Wissen, für interkulturelles Know-how – namentlich durch ihr Corporate Publishing, das unternehmensintern von einem vernetzten Redaktionsplan vorangetrieben wird.
Konkret nun wie?Alle diese Überlegungen und Ausführungen sind theoretisch gut nachvollziehbar. Was heisst dies aber nun in der Corporate-Publishing-Praxis? Fünf Themen der letzten Ausgabe des C-Level-Magazins Medical Solutions werden hier kurz vorgestellt.
Die Ausgabe ist für die internationale Radiologiemesse in Chicago geplant. Siemens Healthcare wartet mit einem «Blumenstrauss» von medizintechnischen Innovationen auf, die Entscheidungsträger in der ökonomischen und medizinischen Relevanz verstehen sollten. Diese Entscheidungsträger haben längst nicht alle einen medizinischen Background. Die Innovationen werden somit auch nicht im typischen vertieften Healthcare Writing vorgestellt (das für die so genannten Expert Magazines ein unverzichtbarer Massstab ist), sondern mehr aus dem übergreifenden gesundheitsökonomischen Blickwinkel. Assortiert zu diesem Thema führt Financial-Times-Korrespondent Haig Simonian aus Zürich einen Dialog mit dem amerikanischen Zukunftsforscher und Bestsellerautor John Naisbitt, der das Zweierteam für Medical Solutions (Fotograf: Andreas H. Bitesnich) in seine Wohnung nach Wien einlädt. «Our relation to technology is the most unexamined relationship we have», teilt der interkulturell sensibilisierte, aber sich unbeschönigend artikulierende John Naisbitt der Leserschaft von Medical Solutions mit.
Weltweites WissenEinige Seiten weiter: Brustkrebs. Das Thema ist derzeit im Fokus des Interesses, was die Prävention, Diagnose, Therapie oder auch die Nachbehandlung anbelangt. Die Healthcare-Journalistin Laura Newman spricht, nach einem Reportagenbesuch in einem Brustkrebszentrum in Georgia, mit neun Spezialisten, beispielsweise in Paris und in New York. Für das Telefongespräch mit dem japanischen Spezialisten wird eine Übersetzerin eingeschaltet, ein Akt der Höflichkeit. Resultat ist ein mehrseitiges Update, weltweit zusammengetragenes Wissen auf den Punkt gebracht.
In der gleichen Ausgabe von Medical Solutions: In Portugal hat sich die Marktsituation nach einer Reform im Gesundheitssystem verändert; der des Portugiesischen mächtige, ortsansässige Korrespondent Manuel Meyer (die Gesprächspartner in Lissabon schätzen bei aller Englischkundigkeit den mündlichen Dialog in der Muttersprache) recherchiert die Situation, stellt sie in den Zusammenhang mit konkreten Aktivitäten von Siemens Healthcare in einer führenden, innovativen Privatklinik in der portugiesischen Hauptstadt.
Ein fünftes Thema in der vorliegenden Ausgabe von Medical Solutions (mit mehr als hundert Seiten und mehr als einem Dutzend Geschichten): Der Wissenschaftsjournalist Oliver Klaffke stellt das Nischenprodukt der Berner Sonnenklinik vor: Diagnose von Hüftgelenkentzündungen in der Radiologie. Dieses Beispiel aus der Schweiz ist ebenfalls von höchstem Interesse für die weltweite – auch – unternehmerisch denkende Leserschaft von Medical Solutions.
Viviane Egli
Medical Solutions PublishingFlaggschiff
des von einer integrierten Redaktion getragenen internationalen Corporate Publishing von Siemens Healthcare ist das dreimal jährlich erscheinende Medical Solutions. Siemens-intern liegt die Verantwortung bei Corporate Communications. Das hochkarätige B2B-Magazin wird in 131 Ländern verteilt. Für den Wissensaustausch mit der zwar homogenen, aber in heterogenen Märkten sitzenden Leserschaft ist interkulturelles Fingerspitzengefühl angesagt. Primafila AG, Zürich und USA, ist mit der Beratung, dem redaktionellen Support und dem Einsatz ihres weltweiten Journalistennetzes beauftragt; ihre Partnerfirma independent Medien Design, München, zeichnet für das Medien-Design verantwortlich.

Werber suchen Werber 

Partnersuche Der Zürcher Werbeclub mischt in der Partnersuche mit. Zusammen mit Swissdate will er Werber verkuppeln.

 
Partnersuche Der Zürcher Werbeclub mischt in der Partnersuche mit. Zusammen mit Swissdate will er Werber verkuppeln.
Wenn Sie in der Werbebranche arbeiten und auf Partnersuche sind, müssen Sie diesen Artikel unbedingt zu Ende lesen. In Liebesdingen geht es der Branche nämlich schlecht. Zuallererst müssen wir ein weit verbreitetes Klischee korrigieren: Der typische Werber schwimmt heute nicht mehr im Geld, er fährt weder teure Sportwagen noch wird er – oder nur sehr selten – von den schärfsten Frauen in Nachtclubs begleitet. Ja, lieber Leser, das Leben ist hart geworden: Heute ist man in der Branche Mobility-Kunde, schiebt Überstunden, sitzt auch an Wochenenden am Schreibtisch und steht dauernd unter Zeitdruck, was vor allem eines zur Folge hat: In keinem anderen Wirtschaftszweig gibt es vermutlich so viele einsame Herzen. «Der Alltag meiner Kollegen ist nicht normal», meint TBWA-Boss Andy Hostettler. Zu viele seiner Zunft würden sich hinter der Arbeit verschanzen, die Liebe bleibe auf der Strecke.
Die Werbewoche hat nachgefragt, keinesfalls repräsentativ: Das Umfrageresultat ist beängstigend. 40 Prozent der Werberinnen und Werber leben allein. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man bei einer Kreativ- oder Media-Agentur sitzt. Im Vergleich zum Rest der Schweiz sind die hiesigen Werber Beziehungsmuffel. Wie Martin Dobner von der Partneragentur Parship sagt, ist jeder vierte Schweizer ein Einzelspieler.
Kandidatenstühle mit Werbern besetztDie hohe Single-Quote lässt sich senken. Davon ist der Zürcher Werbeclub fest überzeugt. Präsident Carlo Steiner und Vorstandsmitglied Andy Hostettler haben sich zum Ziel gesetzt, paarungswillige Werber zusammenzubringen. Dabei gründen die beiden kein weiteres Onlinedating-Angebot speziell für die Kommunikationsbranche. Steiner und Hostettler planen zusammen mit Tele Züri ein Swissdate-Special. Auf den Kandidatenstühlen nimmt die Werbeszene Platz.
Am 26. April soll die Verkupplungsaktion über den Schirm gehen. Die Spezialausgabe hat aber noch einen anderen Zweck, als einsame Herzen zusammenzubringen. Dem Zürcher Werbeclub fehlen die Vollblutwerber und vor allem der Nachwuchs. Der Verein musste in den letzten Jahren einen herben Mitgliederverlust einstecken. Wie Andy Hostettler sagt, wolle man mit der Aktion jüngere Werber angehen. Der Verein soll in der Szene wieder als eine Begegnungsstätte für Fachanlässe und soziale Branchentreffs werden.
Die Ansprache der Singles hat die TBWA\ und ihre Tochteragentur Tequila\ übernommen. Auf Flyern, in Fachpresseanzeigen und auf einem eigens eingerichteten Internetauftritt bewerben die Kreativen aus dem Zürcher Seefeld die Spezialausgabe der Single-Show. Herzstück der Kampagne sind knallige Textanzeigen mit Sprüchen wie «Texten macht steril» oder «Media killt Potenz». Ein Link verweist auf die Microsite fertigeinsam.ch, wo sich die Alleingänger als Kandidaten bewerben können und ein erstes Auswahlverfahren über sich ergehen lassen müssen. Gleich zu Beginn haben die Swissdate-Aspiranten dem Türsteher Red und Antwort zu stehen, bevor sie dann in den erlauchten Kreis der Liebessuchenden aufgenommen werden.
Entstanden ist die Kampagne durch Freiwilligenarbeit. «Der Club hat kein Geld für eine aufwändige Kampagne», sagt Andy Hostettler. Seine Mitarbeiter haben sich «hobbymässig engagiert» und in freien Minuten an der Kampagne herumgefeilt. Tele Züri für die Spezialausgabe zu überzeugen, war auch nicht einfach. Hostettler erinnert sich: «Anfangs stand man der Idee skeptisch gegenüber, weil die Branche als klischeebehaftetes Völkchen gilt.» Werber in schwarz sorgen eben nicht für ein frisches Image, so die geäusserten Bedenken. Man habe sich dann aber doch gefunden, sagt Hostettler. Um die Swissdate-Redaktion zu überzeugen, verfasste der TBWA-Chef ein vierseitiges Argumentarium.
Nun können sich Paarungswillige bis zum 20. März für das Swissdate-Special bewerben. Wer sich anmeldet, wird automatisch für drei Monate Mitglied des Zürcher Werbeclubs. Mehr dazu auch auf der Website Zuercherwerbeclub.ch.
 
Christian Lüscher

Globale Kommunikation

Schneiter Meier Külling erhält wichtigen Auftrag von Oerlikon Balzers.

 
Schneiter Meier Külling erhält wichtigen Auftrag von Oerlikon Balzers. 
Der weltweit führende Anbieter von Oberflächenbeschichtungen Oerlikon Balzers hat Schneiter Meier Külling mit der Entwicklung der globalen Kundenkommunikation beauftragt. Sie wird in über 80 Standorten und mehr als 20 Ländern umgesetzt. Herzstück der neuen Kundenkommunikation bildet das Kundenmagazin Contact sowie der elektronische Newsletter Contact-news, welche die Ländergesellschaften auf ihre Bedürfnisse anpassen und verändern können. «Das modulare Konzept ist ideal auf unsere komplexen Anforderungen zugeschnitten und international einsetzbar», meint Eduard A. Meyer, Leiter Kommunikation Oerlikon Balzers. Bereits umgesetzt wurden die neuen Kundenmagazine in Deutschland, Italien und der Schweiz. Als nächste Länder stehen China und Spanien an. Der Newsletter befindet sich momentan in der Pilotphase mit der Ländergesellschaft Spanien.
Dr. Philip Meier, Schneiter Meier Külling

Pillard: «Alle sagen: Endlich!»

Ringier lanciert einen abendlichen Gratis-Blick mit dem Arbeitstitel «Blick am Abend». Dafür verschwindet das Abendblatt Heute. Daniel Pillard, Leiter Ringier Schweiz, sei war am Anfang nicht begeistert von der Idee gewesen, sagte er gegenüber der Werbewoche. Jetzt jedoch stehe er voll dahinter.

 Ringier lanciert einen abendlichen Gratis-Blick mit dem Arbeitstitel «Blick am Abend». Dafür verschwindet das Abendblatt Heute. Schon vor dessen Lancierung sei diese Idee erörtert worden, sagte Daniel Pillard, Leiter Ringier Schweiz, gegenüber der Werbewoche an der Lancierungsparty des neuen Blick. «Das war noch bevor ich meine jetzige Position inne hatte. Ich war am Anfang auch nicht sofort begeistert von der Idee eines Gratis-Blick». Jetzt jedoch stehe er voll dahinter: Mit dem neuen Blick sei exakt der richtige Moment gekommen, um dieses Projekt zu verwirklichen. Denn mit dem bisherigen Blick wäre der Spagat zwischen den beiden Blättern in Pillards Augen zu gross gewesen.Die Blick-Mannschaft habe die Nachricht gut aufgenommen. Weniger begeistert von den neuen Plänen der Konzern-Chefetage war die Heute-Redaktion, die am Dienstagnachmittag über die kommenden Umwälzungen informiert wurde. «Sie haben sich sehr mit dem bisherigen Titel identifiziert, da ist ihre Reaktion verständlich», findet der Ringier-Schweiz-Chef. Er betont, dass an der inhaltlichen Arbeit nicht viel geändert werde und hofft, dass die bisherigen Redaktoren und Redaktorinnen an Bord bleiben. Nun wolle man mit ihnen am neuen Titel arbeiten, der bis anhin hinter verschlossenen Türen ausgeheckt wurde. Dass die Gratis-Blick-Pläne geheim blieben, während über den neuen Blick ständig Gerüchte zirkulierten, bezeichnet Pillard als «ein kleines Wunder».
Probleme damit, die Marke Blick nun auf einen Bezahl- und einen Gratistitel aufzuteilen, sieht Pillard nicht, sofern sich die beiden deutlich unterscheiden. Er hat an den Bezahltitel spürbar hohe Erwartungen: «Wir investieren sehr, sehr viel in den Blick. Das muss aber auch an jedem einzelnen Tag spürbar sein. Wenn für den Leser keinen Mehrwert beim Kauftitel spürbar ist, haben wir verloren». Die bisherigen Reaktionen auf die Pläne für einen Gratis-Blick und die damit verbundenen Medienplattform seien laut Pillard sehr gut gewesen: «Die Werbe- und Medialeute fanden alle: ‚Endlich!’». Nun hofft er auch auf mehr Interesse des Werbemarkts.

BCP Best of Corporate Publishing 2008

Bis am 14. März 2008 können sich Firmen und Corporate-Publishing-Dienstleister noch für den BCP bewerben.

 
Bis am 14. März 2008 können sich Firmen und Corporate-Publishing-Dienstleister noch für den BCP bewerben.Die Anmeldefrist für den BCP Best of Corporate Publishing 2008, der unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos steht, endet am 14. März 2008. Bis dahin können sich Unternehmen und Corporate-Publishing-Dienstleister mit ihren Publikationen unter www.bcp-award.com um einen der heiss umkämpften Preise bewerben. Verliehen werden die begehrten Awards für Unternehmenskommunikation am 18. Juni 2008 im Anschluss an den internationalen BCP-Kongress im Hotel Dorint Sofitel in München. Ausrichter des Wettbewerbs ist das Forum Corporate Publishing (FCP) gemeinsam mit den Medienpartnern Acquisa, Horizont und w&v.
BCP 2008 mit Sonderpreis Erstmals vergeben wird beim BCP 2008 ein Sonderpreis für ein internationales Kommunikationskonzept. Die Jury würdigt dabei Corporate-Publishing-Produkte, die in mehreren Sprachen und für unterschiedliche Länder zur einheitlichen Markenbildung beitragen und dabei auch regionale Einflüsse berücksichtigen.
Erweitert wurde in diesem Jahr die Kategorie «Electronic Publishing»: Angesichts der rapide steigenden Zahl an E-Journals, Online-Newslettern und Corporate Podcasts in der Kunden- und Mitarbeiterkommunikation werden dabei Awards für Magazine, Newsletter und Sonderformate wie Audio, Video oder Mobile vergeben.
Als Partner des BCP 2008 verleiht der Bundesverband deutscher Pressesprecher BdP die Awards für Mitarbeitermagazine und -zeitungen sowie den BCP-Award für Geschäftsberichte. Der Bundesverband deutscher Pressesprecher ist die berufsständische Vereinigung für Pressesprecher und Kommunikationsbeauftragte aus Unternehmen, Verbänden, Organisationen und Politik mit aktuell rund 2800 Mitgliedern. In Zusammenarbeit mit dem Verlag Deutscher Drucker und der Fachzeitschrift Versio wird beim BCP 2008 ein Sonderpreis in der Kategorie «Druckinnovation» vergeben. Prämiert werden hier herausragende Beispiele für Druckveredelung und Verarbeitung.
Gemeinsam mit dem Hauptsponsor Steinbeis Temming Papier verleiht die Jury einen Preis in der Kategorie «Recycling-Papier». Dabei wird eine auf Recycling-Papier gedruckte Publikation für höchste Qualität und grösstmögliche Nachhaltigkeit ausgezeichnet.
Bewertung durch ExpertenjuryIm vergangenen Jahr hatten sich knapp 300 Einreicher mit 577 Einzelpublikationen um einen BCP-Award beworben. Über die Sieger entscheidet in drei Bewertungsdurchgängen eine insgesamt mehr als 100-köpfige Jury, die sich aus namhaften Experten aus den Bereichen Journalismus, Art Direction, Marketing und Unternehmenskommunikation zusammensetzt. Der Best of Corporate Publishing ist der grösste Wettbewerb für Unternehmenskommunikation in Europa.
Die Bewerbungsunterlagen und Teilnahmevoraussetzungen für den BCP 2008 finden Interessierte im Internet unter der Adresse www.bcp-award.com.
Im Forum Corporate Publishing sind mehr als 80 CP-Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie bieten Dienstleistungen für alle Bereiche der Unternehmenskommunikation, von klassischen Printprodukten bis hin zu neuen elektronischen Medien. Das Forum ist Europas grösste Vereinigung von Corporate-Publishing-Dienstleistern.
Michael Höflich, Forum Corporate Publishing
[email protected]

Autosalon Genf im Plakat erfahren

Auto Mit dem Genfer Automobilsalon öffnet die erste grosse Automobilmesse des Jahres ihre Tore. Während elf Tagen präsentieren alle namhaften internationalen Hersteller ihre neuen Modelle.

 
Auto
Mit dem Genfer Automobilsalon öffnet die erste grosse Automobilmesse des Jahres ihre Tore. Während elf Tagen präsentieren alle namhaften internationalen Hersteller ihre neuen Modelle, ihre Innovationen und ihre Zukunftskonzepte. Das Plakat zum 78. Internationalen Autosalon stammt von der Berner Agentur Polyconsult. Das Sujet wird für die gesamte nationale und internationale Kommunikation des Auto-Salons 2008 eingesetzt.

Wolf Schneider über elektronische Geschwätzigkeit

Einen Vortrag der besonderen Art bietet Infel an einer Veranstaltung am 30. April 2008.

 
Einen Vortrag der besonderen Art bietet Infel an einer Veranstaltung am 30. April 2008.Die Summe des Geschwätzes auf Erden hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch vergrössert: durch den Lautsprecher das Geschwätz, das wir hören sollen – durch den Computer das Geschwätz, das wir lesen sollen. Die Elektronisierung von Stimme und Schrift hat sicher unendliche Vorzüge. Aber da von denen oft genug gesprochen worden ist, spricht Wolf Schneider von den Nachteilen. Und die gehen weit über die Inflation von Wörtern hinaus: Noch nie hat ein Medium der Dummheit eine so breite Gasse geschlagen, noch nie war ein Medium so eng mit der Kriminalität verschwistert wie das Internet.Wolf Schneider ist Honorarprofessor der Universität Salzburg und wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache mit dem Medienpreis für Sprachkultur geehrt. Das Werk des meistgelesenen Stillehrers deutscher Sprache umfasst bis heute nicht weniger als 26 Sachbücher. Für die Süddeutsche Zeitung berichtete er aus Washington, war Chefredaktor der Welt, Verlagsleiter des Stern und moderierte die Talkshow des NDR. Sechzehn Jahre lang leitete er die Hamburger Henri-Nannen-Journalistenschule. Er ist weiter als Ausbildner an fünf Journalistenschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig und veranstaltet Seminare für lesbares Deutsch in Wirtschaft, Medien und Behörden.
 
Infel AG, Tel. 044 299 41 76
E-mail: [email protected]
 

 
 
So kann man sich anmeldenInfel freut sich, ein spannendes Vortragserlebnis als Gastgeberin präsentieren zu dürfen. Melden Sie sich jetzt an!
Datum:
30. April 2008 Zeit:
Vortragsbeginn um 11.15 Uhr, Einlass ab 11 Uhr. Anschliessend Apéro und Stehlunch. Ort:
Swiss Exchange («Neue Börse»), Selnaustrasse 30, 8001 Zürich, Saal «Exchange» im 1. Stock.

Neue Agentur Buzzilla: Guerilleros des Internetzeitalters

Numéro 10 in Bern hat mit Buzzilla die erste Schweizer Agentur für Buzz-, Viral- und Guerilla-Marketing gegründet.

 
Agenturen Numéro 10 in Bern hat mit Buzzilla die erste Schweizer Agentur für Buzz-, Viral- und Guerilla-Marketing gegründet. 
Der Name ist Programm: Buzzilla setzt sich aus den zwei Begriffen Buzz-Marketing und Guerilla-Marketing zusammen. Beide Disziplinen werden bei der zweisprachigen Agentur Numéro 10 in Bremgarten bei Bern bereits seit der Gründung vor vier Jahren intensiv gepflegt. Als erste Agentur in der Schweiz befasst sich die jetzt als Ergänzung zum klassischen Stammhaus neu gegründete Unit Buzzilla ausschliesslich mit diesen neuen Marketingtechniken sowie viral verbreiteten Ideen. Gilles Aeby, Head of Strategic Planning, will damit «optimale Synergieeffekte zwischen klassischen Werbekampagnen und dynamischem Marketing» anbieten können. «Hiermit entspricht Numéro 10 den neuen Ansprüchen von Werbetreibenden vor dem Hintergrund chronisch übersättigter Märkte», meint Aeby mit Anspielung auf die Reizüberflutung mit täglich über 2500 Werbekontakten.
Spielerische PräsentationWie anders dynamisches Marketing funktioniert, erläutert die Agentur auf
. Auf dieser Website werden die neuen Techniken und Methoden des dynamischen Marketings in spielerischer Form präsentiert. Dazu können laufend bereits erfolgreich realisierte Fallbeispiele der Agentur eingesehen werden. Als erste Cases finden sich auf der Website unter anderem eine Aktion für die Pendlerzeitung Le Matin Bleu. Hier haben die Spezialisten von Numéro 10 eine Guerilla-Kampagne als Volksinitiative getarnt. Gefordert wurden «mehr kostenlose blaue Zonen in der Stadt». Innerhalb einer Woche wurden über 15’000 Unterschriften gesammelt, 300 falsche Demonstranten zogen durch die Strassen und Plätze wurden mit 300 fiktiven Blaue-Zonen-Markierungen beklebt. Eine gleichzeitig von Numéro 10 startende Imagekampagne für Le Matin Bleu machte die Verknüpfung mit der Gratiszeitung deutlich. Weitere Aktionen realisierte Numéro 10 bereits für den Modeversand La Redoute, wo 400 Freiwillige im «Bikini on Ice» posierten – was mehr als 20 Medien in ihren redaktionellen Teil aufgenommen haben.
Vielfältige Anwendungen«Buzz-Marketing eignet sich für ein sehr breites Spektrum von Produkten, Dienstleistungen oder Organisationen», meint Cendrine Gafner, Client Service Director bei Buzzilla. Tatsächlich finden sich unter den Referenzen der Agentur auch der Basketballverein Fribourg Olympic, Teletext, die Vaudoise Versicherungen, Cardinal Bier oder sogar die Liberale Partei der Schweiz.
Buzzilla von Numéro 10 stellt ihren Kunden strategische Planer, ein Kreativteam, Logistik- und Multimediaspezialisten sowie PR-Experten zur Seite. Ausserdem befindet sich mit Buzzmaker eine selektierte und exklusive Community im Aufbau. Die Buzzmaker sind «einflussreiche und im Leben stehende Persönlichkeiten auf der ständigen Suche nach etwas Neuem». Diese spüren Trends auf, teilen ihre Entdeckungen mit ihrem Umfeld und pflegen innerhalb ihres Netzwerks einen Dialog über Buzz-affine Themen wie Kultur, Musik, Mode, Design, neue Technologien, Internet, Reisen. Diese strategisch wichtigen Buzzmaker werden von Buzzilla gezielt in geplante Aktionen eingebunden und fungieren als Bindeglied zwischen Marken und potenziellen Konsumenten. Dafür werden sie mit kleinen Aufmerksamkeiten wie VIP-Tickets oder trendigen Gadgets belohnt.
Ein Blog auf der Website informiert schliesslich über «die besten internationalen Buzz-Kampagnen» sowie «buzz of the month» – womit die zweisprachig französisch/deutsche Buzzilla-Plattform die Chance wahrnehmen will, in der Branche auch zu einem ersten Kompetenz-zentrum für dynamisches Marketing zu werden.
Andreas Panzeri
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
«Der Konsument ist nicht mehr Zuschauer, sondern Mitmacher»WW:
Buzz-Marketing liegt im Trend. Wieso gibt es mit Buzzilla erst eine einzige solche Agentur in der Schweiz? Gilles Aeby:
Numéro 10 macht dynamische Werbung parallel zur klassischen bereits seit der Gründung. Damit haben wir vier Jahre Vorsprung. In dieser Zeit haben wir sehr viele Experimente gemacht. Guerilla-, Buzz- und Viral-Marketing kann man nicht einfach so erfinden. Deshalb denke ich, dass die anderen Agenturen noch nicht auf diesem Punkt sind. Wie sind Sie auf das Thema gekommen?Wir haben bemerkt, dass es zum Trend wird. Vor allem in den USA und dann in Frankreich. Weil wir ein bisschen dieses frankophile Element in uns haben, mehr als ein Zürcher, waren wir da auch näher dran. Zudem passt es auch zu unserer Persönlichkeit. Viral, Buzz und Guerilla sind immer ein bisschen illegal. Eine klassische Lead-Agentur hat da vielleicht mehr Hemmungen. Es ist ihnen auch zu marginal. Ein alternatives Marketing.
Schon Ärger gehabt damit?Bis jetzt hatten wir keinen Ärger, denn alle unsere Massnahmen basieren immer auf einem spielerischen Element. Buzzilla muss nicht nur provozieren und anreizen oder polarisieren. Es muss immer ein feines Konzept mit einer feinen Idee entwickelt werden, welche die Leute zum Schluss amüsiert. Der Konsument ist nicht mehr Zuschauer wie bei einem Plakat oder Film, sondern er wird zum Mitmacher.
Wie ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei Buzz-Werbung?Vom Budget her glauben die Leute immer, Guerilla passiert auf der Strasse und ist deshalb billig. Das ist nicht der Fall. Die drei Disziplinen Buzz, Viral und Guerilla brauchen auch noch die traditionellen Medien, um ein Echo und eine Resonanz zu haben. Deshalb arbeiten Numéro 10 und Buzzilla parallel und mit Synergien.
Wieso dann eine neue Agentur?Wir haben bemerkt, dass die Erwartungen der Kunden immer höher werden an diese neuen Disziplinen. Deshalb war jetzt der Punkt, wo wir sagen können: Wir haben zwei Eintrittstüren. Der Kunde kann zu uns kommen für klassische Werbung, dann kommt er zu Numéro 10, oder er kann zu uns kommen für dynamische Disziplinen. Dann kommt er zu Buzzilla. Das gibt uns ein klareres Gesicht über unsere Kompetenzen und strukturiert auch unsere Leistungen besser.
Wird das Personal gemischt arbeiten?Wir haben Leute, die nur Buzzilla machen, und Leute, die nur klassisch arbeiten. Aber alle wohnen unter dem gleichen Dach. Insgesamt elf in der ganzen Agentur, davon fünf für Buzzilla. Sehr wichtig ist aber, dass all unsere Leute auf beiden Gebieten ausgebildet sind.
 
Trendbegriffe ausgedeutschtBuzz-Marketing
hat seinen Namen von «buzzen», was an das Summen eines Insekts erinnert. Die Methode will rund um eine Marke oder ein Produkt für Aufsehen, Gerüchte und Mund-zu-Mund-Propaganda sorgen und mittels einer überraschenden und ansteckenden «Virus-Idee» Themen ins Gespräch bringen.Viral-Marketing
ist im Internet das, was man im Alltag Mund-zu-Mund-Propaganda nennt. Der Unterschied besteht in der Reichweite und der extrem hohen Verbreitungsgeschwindigkeit.Guerilla-Marketing
sind spektakuläre «Kommando-Operationen» im urbanen Umfeld, mit denen die Aufmerksamkeit des neugierigen Publikums in spielerischer Form auf eine Marke gelenkt wird.Influential-Marketing
ist die Nachbearbeitung der Buzz-Kampagnen in den Massen- und Mikromedien wie Weblogs und Foren. (pan)

1’000 Büstenhalter, Fussballshorts und Hemden warben für Blick

BHs befanden sich an Autospiegeln, Hemden an Strassenschildern und Fussballshorts auf Briefkästen – mit überdimensionierten Etiketten versehen. Diese Aktion der Agentur Buzzilla von Numéro 10 warb für den neuen Blick.

Am Mittwochmorgen erwartete die Zürcher eine bunte Überraschung: Über 1000 Büstenhalter, Fussballshorts und Hemden mit Krawatten wurden in der ganzen Stadt prominent an Rückspiegeln, Strassenschildern oder Briefkästen platziert. Überdimensionierte Etiketten transportieren die Botschaften «Die heissesten People-Storys. Jetzt im neuen Blick», «Die gnadenlosesten Interviews. Jetzt im neuen Blick.» und «Die schonungslosesten Sportberichte. Jetzt im neuen Blick.». Die Guerilla-Aktion wurde von der Agentur Buzzilla von Numéro 10 durchgeführt. 35 Personen waren ab 3 Uhr morgens im Einsatz. Blick kümmert sich übrigens auch darum, was nach der Aktion mit den Kleider passiert: Jene, die nicht schon von Passanten mitgenommen wurden, werden gewaschen und an eine karitative Stiftung übergeben.

Konzessionen: Bündner Regierung lässt Bakom entscheiden

Die Bündner Regierung gibt sich bei der Neukonzessionierung von Privatradios diplomatisch. Ob Roger Schawinski in der Südostschweiz eine Privatstation aufbauen und betreiben kann, soll das Bakom entscheiden.

 Die Bündner Regierung gibt sich bei der Neukonzessionierung von Privatradios diplomatisch. Ob Roger Schawinski in der Südostschweiz eine Privatstation aufbauen und betreiben kann, soll das Bakom entscheiden. Sowohl das seit 20 Jahren bestehende Radio Grischa/Radio Engiadina der Südostschweiz Mediengruppe als auch Radio Südost, ein Projekt von Roger Roger Schawinski, Stefan Bühler und Dani Sigel, seien im Stande, den Programmauftrag zu erfüllen, teilte die Bündner Regierung am Mittwoch mit. Die Konzession 32 umfasst die Kantone Graubünden und Glarus sowie das St. Galler Oberland.
Die Initianten von Radio Südost begrüssen die Stellungnahme der Bündner Regierung. Die Chance für ein Konzessionserteilung durch das Bakom sei gewahrt, teilten sie am Mittwoch mit.
Schawinski und Partner wollen das «Bündner Medienmonopol knacken», wie sie im Dezember ankündigten. Sie bedauern deshalb, dass sich die Regierung nicht zur Frage der Monopolsituation geäussert hat.
Keine Konkurrenz gibt es für die Südostschweiz Gruppe beim Regionalfernsehen. Die Bündner Regierung unterstützt das Konzessionsgesuch der Südostschweiz Radio/TV AG für Tele Südostschweiz.

Den richtigen Ton treffen

Re Wilk macht 360°-Kommunikation mit Republica, steht auf Werbung mit Kultur und Kultur mit Werbung – und hat beste Chancen auf die Hitparade.

 
Re Wilk macht 360°-Kommunikation mit Republica, steht auf Werbung mit Kultur und Kultur mit Werbung – und hat beste Chancen auf die Hitparade.  
Viele Werber spielen Golf und haben kein schlechtes Gewissen dabei, dass sie diesem Hobby mit grossem Können und Leidenschaft frönen. Es kann schliesslich ihrem Image beim Kunden nur förderlich sein. Re Wilk spielt nicht Golf, sondern Gitarre. Und er hat ein bisschen Hemmungen zu gestehen, dass er das sehr erfolgreich macht. Der CD der jungen Berner Agentur Republica träumte nämlich bereits mit 15 von einem Job in der Werbung. Ab 20 durfte er bei Hofer, Jäggi und Seiler DDB in Bern eine illustre Ausbildung durchlaufen, wurde schnell Leiter der Kreation bei der Quer Werbefabrik (heute Appalooza Productions), bevor er zu Republica wechselte. Seit zwei Jahren drückt Re Wilk mit all diesen Erfahrungen erstmals auch als Mitinhaber von Republica einer Agentur den Stempel auf.Ist es bei so viel Aktivität im Dienste der Werbung deshalb eine Vorsichtsmassnahme, dass er den Titelsong sowie drei weitere Kompositionen im Film «Das Geheimnis von Murk» unter dem Künstlernamen Ray Wilko laufen liess? Re Wilk lacht. «Nein. Ich singe Englisch. Und da passt Ray Wilko einfach besser dazu.» Das hat allerdings den Nachteil , dass viele in der Branche noch nicht realisiert haben, dass einige Songs in dieser Komödie von Sabine Boss, die heuer in Solothurn den Publikumspreis gewonnen hat, von einem Werbetexter und Konzepter stammen.
«Für meine eigenen Sachen bin ich vielleicht ein schlechter Werber», meint Wilk – und verspricht, dass er es mit der neuen CD von Wilko in den kommenden Monaten besser machen will. Immerhin wird er in einschlägigen Blogs als «einer der begabtesten und meistversprechenden Songwriter der Schweiz» gelobt. Eine Studentenseite meint, Wilko sei schon seit zehn Jahren der schweizerische «Elvis Costello». Wilk selber bleibt bei so viel Begeisterung für «You and Me» allerdings vorsichtig. «Es schmeichelt mir, immer wieder ein Liebling der Kritiker zu sein. Deren Musik findet sich aber nur selten auch in den Charts.»
Bei «You and Me» könnte sich das ändern, ist die Werbewoche nach intensivem Anhören der CD überzeugt. Eine grössere Öffentlichkeit wird sich neben dem aktuellen Airplay erstmals im Juli am Gurtenfestival von diesem Independent Rock überzeugen können. Wilko und Band spielen dort bereits zum zweiten Mal, wenn auch nicht mehr auf der Mainstage wie 2002, sondern auf der wiederbelebten und kultigen Waldbühne. Dann ist ab Herbst eine Clubtour durch die ganze Schweiz geplant. Wilkos Traum ist es, mit dieser CD auch wieder einmal im Ausland zu touren. So wie 2000, als er nach dem Gewinn des «Silbernen Hasen» von SF DRS, Annabelle und Hochparterre drei Wochen in den USA, unter anderem am legendären South by Southwest Festival aufspielen konnte.
Soviel Auszeit wird Wilk seinem Wilko in Zukunft nicht mehr erlauben können, denn auch mit Republica sind ehrgeizige Projekte angesagt. «Unsere Arbeiten sollen dazu führen, dass wir immer mehr auch zu grossen Pitches eingeladen werden», erklärt Wilk sein Ziel. Aktuell arbeitet das 18-köpfige Team zum Beispiel für Hero Fruit2day, Schaerer Kaffeemaschinen, SMP SBB, Innova Versicherungen, Valora oder die Destination Jungfrau. Hier werden Grindelwald, Mürren, Lauterbrunnen und Wengen erstmals unter einer Marke positioniert. Für dieses Branding hat Republica die beteiligten Tourismusorte schon über längere Zeit strategisch beraten.
«Das ist eine unserer Kernkompetenzen, dass wir gesamtheitlich an einer solchen Aufgabe dranbleiben», erklärt der Kreativchef. Die Kunden bei Republica werden somit nicht nur von klassischen Leuten bedient, sondern sie werden möglichst über die gesamte Zeit einer Entwicklung von integral denkenden Kommunikationsleuten aus allen Sparten betreut.
«Wer in einer Höhe von 10’000 Metern im Flugzeug sitzt, sollte sich über die Wahl seiner Destination freuen können. Denn eine Umkehr ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich», heisst es dazu in der Eigenwerbung der Agentur. Diese begleitet die Kunden «auf dem Weg von der Reiseabsicht bis zum sicheren Gewissen, die richtige Destination gewählt zu haben». Diese Beratung in allen wesentlichen Disziplinen brandet Republica für sich selber als eine Kommunikation über 360°. Damit bekennen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Republica zur Idee des Grenzenlosen. «Denn wer in Grenzen lebt, denkt und arbeitet, macht in der Kommunikation keine weiten Sprünge.»
Für das Pflegen dieser «umfassenden Denke» hat die Agentur ihren Mitarbeitenden ein eigenes «Land der Inspiration» geschaffen. Entstanden ist diese Republica als ein Management-Buyout der Below-the-Line-Unit von Contexta, als diese sich immer mehr zu einer «umfassenden Agentur in der Agentur» entwickelte. Als Partner bei Republica wirken seither Barbara Trachsel als CEO, Chris Morgan als AD und Re Wilk als CD. Mit Contexta ist man allerdings «immer noch freundschaftlich verbunden» und teilt die schöne Aussicht auf die Berner Aare.
«Kommunikation ist Kultur.» Mit Wilks früheren Mitstreitern bei Appalooza Productions, mit dem Musiklabel Weltrekords (wo – abgesehen von Wilko – auch Züri West, Lunik, Kutti MC und Boob auf unterschiedliche Weise betreut werden) und mit allerhand weiteren «freien Kommunikationsgeistern» teilt Republica «den Sinn fürs emotionale Erlebnis» – woraus in ungezwungener Atmosphäre immer wieder gemeinsame Projektideen und Konzepte entstehen.
Womit sich der Kreis beim CD der Agentur auch in diesem Sinne noch einmal schliessen kann. Die Kultur bestimmt neue Trends – auch in der Werbung. Und wer in einer kulturell über 360° offenen Agentur arbeitet, bekommt diese neuen Trends auch als Erste mit. «Für unsere Agentur sind Arbeiten in diesem Bereich auch deshalb wichtig, weil es für die Mitarbeiter nicht nur Spass bedeutet, sondern die Kultur des Kommunizierens vorantreibt, wovon wiederum sämtliche unsere Kunden profitieren», meinen Wilk und Wilko übereinstimmend.
Andreas Panzeri

Scholz & Friends Zürich: Spannendes für den Blick

Mit der Frage «Haben wir ihn zu spannend gemacht?» startet Scholz & Friends Zürich die Kampagne zum Relaunch des Blick. Sie zeigt auf ironische Weise, wie fesselnd ein Blick in den neuen Blick ist.

 
Boulevard Scholz & Friends Zürich wirbt für die spannendsten Seiten der Schweiz – im Blick.  
Mit der Frage «Haben wir ihn zu spannend gemacht?» startete Scholz & Friends Zürich die Kampagne zum Relaunch des Blick am 5. März 2008. Die orchestrierte Kampagne umfasst TV-, Kino- und Radio-Spots, Anzeigen sowie Plakate und Banner in der Deutschschweiz. Die Printkampagne zeigt auf ironische Weise, «wie fesselnd ein Blick in den neuen Blick ist», erklärt Geschäftsführerin Katrin Seegers bei Scholz & Friends. Spannung ist auch die Hauptaussage des TV- und Kinospots. Diese Produktion von Markenfilm Schweiz schickt den Leser auf eine spannende Reise durch die Rubriken und dramatisiert damit die neue Machart des Blick.
«Der neue Blick ist moderner, stärker und schneller. Das war auch unser Anspruch an die Relaunch-Kommunikation. Die neue Spannungs-Kampagne bringt den neuen Blick eindrücklich auf den Punkt», sagt Corina E. Schneider, Werbeleiterin beim Blick und verantwortlich für die Relaunch-Kampagne.
Anders als die GratisblätterCD Jan Leube ist überzeugt: «Die neue Art und Weise, Nachrichten zuzuspitzen und Storys erlebbar zu machen, unterscheidet den neuen Blick noch deutlicher von den Gratisblättern. Umso wichtiger war es uns, eine Kampagne zu kreieren, die diese frische, spannende Machart in den Vordergrund rückt. Denn austauschbare Auftritte, die lediglich die Wichtigkeit von Nachrichten betonen, gibt es für Zeitungen schon zu viele.»
Scholz & Friends Zürich verantwortet seit Anfang 2007 den Werbeauftritt des Blick. Nach dem Relaunch wird der Blick als Ein-Bund-Zeitung und weiterhin im Tabloid-format erscheinen. Das neue redaktionelle Konzept sieht eine klarere Strukturierung, eine modernere Bild- und Textsprache, News-Mehrwerte durch redaktionelle Eigenleistungen, einen höheren Nutzwert, die Stärkung des Sports und mehr journalistische Vielfalt vor.
Andreas Panzeri
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