Moneyhouse.ch darf alte Handelsregisterdaten publizieren

Die Internetseite Moneyhouse.ch darf auch in Zukunft alle aktuellen und veralteten Handelsregisterdaten zeitlich unbeschänkt publizieren. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine entsprechende Klage des Eidg. Datenschutzbeauftragten abgewiesen.

 
Die Internetseite Moneyhouse.ch darf auch in Zukunft alle aktuellen und veralteten Handelsregisterdaten zeitlich unbeschänkt publizieren. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Klage des Eidg. Datenschutzbeauftragten abgewiesen, wie die SDA vermeldete. Auf der Internetseite Moneyhouse.ch der Zuger Firma Itonex sind seit 1995 sämtliche Handelregisterdaten gratis abrufbar, auch solche, die nicht mehr aktuell sind. Der Eidg. Datenschutzbeauftragte hatte im vergangenen Mai eine Empfehlung an die Itonex geschickt und verlangt, dass Daten über nicht mehr bestehende Verbindungen
zwischen Personen und Firmen wie bei der Onlineausgabe des Schweizerischen Handelsamtsblattes nach Ablauf einer dreijährigen Frist entfernt werden. Zudem müssten auf Begehren von Personen oder Firmen alle sie betreffenden Daten umgehend gelöscht werden.
Nachdem die Itonex die Empfehlung abgelehnt hatte, erhob der Datenschutzbeauftragte Klage beim Bundesverwaltungsgericht, die von den Richtern in Bern nun abgewiesen wurde. Laut dem Urteil liegt die private, zeitlich unbeschränkte Weiterverbreitung auch von veralteten Handelsregisterdaten innerhalb des gesetzlichen Zwecks. Eine Persönlichkeitsverletzung im Sinne des Datenschutzgesetzes liege nicht vor.
Zu Recht habe die Itonex es auch abgelehnt, so das Gericht, Löschungsbegehren von Privaten oder Unternehmen nachzugeben. Datenlöschungen würden dazu führen, dass gewisse, nach wie vor aktuelle Einträge als inexistent erachtet werden könnten. Diese Intransparenz würde den Zweck der Informationserleicherung des Geschäftsverkehrs unterlaufen. Der Eidg. Datenschutzbeauftragte erwägt den Gang ans Bundesgericht.

Hollywoodstar Eva Longoria schleckt für Magnum

Der «Desperate-Housewives»-Star Eva Longoria ist das Aushängeschild der diesjährigen Magnum-Kampagne. Das mandeläugige Hollywoodsternchen soll symbolisch für den sündhaft-sinnlichen Genuss der Magnum-Glacés stehen.

Der «Desperate-Housewives»-Star Eva Longoria ist das Aushängeschild der diesjährigen Magnum-Kampagne. Das mandeläugige Hollywoodsternchen soll symbolisch für den sündhaft-sinnlichen Genuss der Magnum-Glacés stehen, wie es in der Mitteilung heisst. Sie sei die perfekte Verkörperung von luxusliebenden Frauen, die sich gerne den kleinen Sünden des Lebens hingäben. Longoria bezeichnet sich offenbar selbst als Schokoladen-Liebhaberin und Glacé-Fan. Der Unilever-Brand Magnum ist eine der weltweit bekanntesten Glacé-Marken und verkauft jährlich rund 1 Milliarde Produkte.

Tagi: Falsche Lottozahlen bringen Träume zum Platzen

Eine Zürcher Wirtin wähnte sich während einem halben Tag im Millionenglück, nachdem sie im Tages-Anzeiger die Gewinnzahlen des Schweizer Zahlenlottos gelesen hatte. Die Freude währte leider nicht lange.

 Eine Zürcher Wirtin wähnte sich während einem halben Tag im Millionenglück, nachdem sie im Tages-Anzeiger die Gewinnzahlen des Schweizer Zahlenlottos gelesen hatte. Die Freude währte leider nicht lange. Zwar stimmten die Zahlen, welche der Ehemann der Wirtin getippt hatte, exakt mit jenen überein, die im Tagi abgedruckt waren. 10 Millionen Franken Gewinn hätte der Sechser im Lotto der Wirtefamilie eingebracht, wie die SF-Sendung «Schweiz aktuell» am Donnerstag berichtete. Doch die Sache hatte einen Haken: Der Tages-Anzeiger hatte nämlich fälschlicherweise die Gewinnzahlen der vergangenen Woche ein zweites Mal publiziert.
Der Tages-Anzeiger druckte die Zahlen wie gewohnt «ohne Gewähr», entschuldigte sich aber dennoch für das Malheur. Laut Res Strehle, dem stellvertretenden Chefredaktor, sei es auf eine technische Panne zurückzuführen: Das Redaktionssystem war am besagten Tag abgestürzt, was Hektik in der Produktion auslöste. Versehentlich rutschten dabei die alten Zahlen ins Blatt, sagte Strehle gegenüber «Schweiz aktuell».
Massnahmen gegen solche Pannen hat man an der Werdstrasse bereits ergriffen. Und dem Zürcher Wirtepaar offeriert der «Tagis» als Trostpflaster ein einjähriges Gratisabo. Das scheint nicht viel angesichts der 10 Millionen Franken, die der Familie durch die Lappen gingen. Die vermeintlichen Millionäre nehmen ihr Schicksal aber einigermassen gelassen: «Das Leben geht weiter – und vielleicht ist es besser so», findet die Wirtin besonnen.

Cannes Lions: Neue Deadline für Film, Press und Outdoor

Gemäss dem neusten Bulletin der Cannes Lions ist der Einreichtermin für die Kategorien Film, Press und Outdoor auf den 28. März 2008 verschoben worden. Damit wurde die Eingabefrist um drei Wochen verlängert.

 
Gemäss dem neusten Bulletin des Werbefestivals in Cannes ist der Einreichtermin für die Arbeiten in den Kategorien Film Lions, Press Lions und Outdoor Lions auf den 28. März 2008 verschoben worden. Damit wurde die Eingabefrist um drei Wochen verlängert. Die Einreichtermine in den anderen Kategorien bleiben unverändert (siehe: ).

Milch darf künftig mit «gut gegen Osteoporose» werben

Der Bundesrat hat das sogenannte Heilanpreisungsverbot gelockert und erlaubt bestimmte gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln. Damit ist künftig die Werbung «Milch beugt Osteoporose vor» in der Schweiz nicht mehr verboten.

Der Bundesrat hat das sogenannte Heilanpreisungsverbot gelockert und erlaubt bestimmte gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln. Damit ist künftig die Werbung «Milch beugt Osteoporose vor» in der Schweiz nicht mehr verboten. Die Änderung soll wegen der vorgesehenen Übergangsfristen erst in vier bis fünf Jahren vollständig gelten. Die Schweizer Milchproduzenten waren in der Vergangenheit mit dem Gesetz in den Clinch gekommen, weil sie mit der schwarz-weissen Kuh «Lovely» für die präventive Wirkung der Milch gegen die Knochenkrankheit Osteoporose geworben hatten. Bereits möglich waren Ernährungsbotschaften rund um die Themen «Milch gibt starke Knochen» und «Milch ist ein wesentlicher Ernährungsfaktor für eine gesunde Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen», da diese wissenschaftlich erwiesen sind (siehe
Never change a winning cow
).

Farbendruck Weber übernimmt Benteli Hallwag

Die Tamedia-Tochter Espace Media Groupe verkauft das traditionsreiche Berner Druckunternehmen Benteli Hallwag an die Bieler Farbendruck Weber AG. Aus der Fusion entsteht das Unternehmen Weber Benteli. Die Produktion wird am Standort Biel konzentriert, der Druckstandort Wabern aufgegeben. Bei Benteli Hallwag gehen 56 Vollzeitstellen sowie Aushilfsverträge verloren.

 Die Tamedia-Tochter Espace Media Groupe verkauft das traditionsreiche Berner Druckunternehmen Benteli Hallwag an die Bieler Farbendruck Weber AG. Die Produktion wird am Standort Biel konzentriert, der Druckstandort Wabern aufgegeben. Bei Benteli Hallwag gehen 56 Vollzeitstellen sowie Aushilfsverträge verloren. Für 13 weitere Mitarbeitende würden vorzeitige Pensionierungen angestrebt, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Es soll ein Sozialplan erarbeitet werden; für die Verhandlungen würden die Gewerkschaften eingeladen. Mit der Übernahme sollen 75 Vollzeitstellen inklusive acht Lehrstellen langfristig gesichert werden, heisst es weiter.
Farbendruck Weber übernimmt das Druckgeschäft von Benteli Hallwag auf den 1. Juni 2008. Das aus der Fusion entstehende Unternehmen trägt den Namen Weber Benteli. Geschäftsführer wird der bisherige Leiter von Benteli Hallwag, Martin Brawand. Der Umsatz des neuen Druckunternehmens mit rund 300 Mitarbeitenden wird auf 90 Millionen Franken geschätzt.
Benteli Hallwag war 1998 aus dem Druckgeschäft der Benteli AG, deren Ursprünge auf das Jahr 1899 zurückgehen, und den Druckaktivitäten von Hallwag entstanden. Durch Zusammenschlüsse mit verschiedenen regionalen Betrieben konnte Benteli Hallwag seine Position in den letzten Jahren ausbauen und gehört nun nach eigenen Angaben zu den fünf grössten Akzidenzdruckereien der Schweiz.

Radio 105 Züri appelliert an Neutralität des Uvek

Giuseppe Scagliones Radio 105 Züri blieb in der Stellungnahme der Zürcher Regierung zu den Radiokonzessionen unerwähnt. Der Radio-105-Gründer zeigte sich in sich in einer Mitteilung erstaunt über die Empfehlungen des Regierungsrates.

 Giuseppe Scagliones Radio 105 Züri blieb in der Stellungnahme der Zürcher Regierung zu den Radiokonzessionen unerwähnt. Der Radio-105-Gründer zeigte sich in sich in einer Mitteilung erstaunt über die Empfehlungen des Regierungsrates. Denn das Gesuch von Roger Schawinskis Radio 1 weise «eklatante Mängel» auf, findet Scaglione. Vielleicht habe sich die Zürcher Regierung vom Medienwirbel, den Roger Schawinski in den letzten Tagen veranstaltet habe, beeindrucken lassen, schreibt der Radiomann weiter. Er gehe jedoch davon aus, dass sich das Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) diesbezüglich immuner erweisen und einen sachlicheren Entscheid fällen werde, der den geforderten Kriterien im Gesetz und in der Ausschreibung sowie den eingereichten Gesuchen Rechnung tragen werde. Eigentlich bedeute für seine Firma Music First Network die Empfehlung der Zürcher Regierung nichts Negatives, so Scaglione weiter. Er hat sich mit dem Sender RMC Züri auch noch für das kleinere Zürcher Radiogebiet beworben, für das auch Radio 1 ein Gesuch eingereicht hatte. Durch die Bevorzugung des Gesuchs von Radio 1 im Gebiet Zürich-Glarus erhöhe sich für RMC Züri im kleineren Gebiet Zürich die Chancen auf eine Konzession nochmals, schlussfolgert Scaglione.

Neue Führungscrew bei Contexta

Die Berner Agentur Contexta hat seit Anfang Jahr eine neue Führungscrew. Nadine Borter, schon bis anhin Partnerin und Managing Director der BSW-Agentur, ist Geschäftsführerin. Der bisherige Partner und CEO Daniel Hartmann konzentriert sich auf sein Amt als Geschäftsführer der Contexta Holding. In der Geschäftsleitung Einsitz nehmen neu auch Christian-Kumar Meier und Moritz Staehelin.

Die Berner Agentur Contexta hat seit Anfang Jahr eine neue Führungscrew. Nadine Borter, schon bis anhin Partnerin und Managing Director der BSW-Agentur, ist Geschäftsführerin. Der bisherige Partner und CEO Daniel Hartmann konzentriert sich auf sein Amt als Geschäftsführer der Contexta Holding, soll jedoch den Kunden in der Strategieberatung erhalten bleiben, wie die Agentur am Donnerstag mitteilte.
Neu in die Geschäftsleitung als Leiter der Beratung nimmt Christian-Kumar Meier Einsitz. Meier durchlief vom Juniorberater über den Berater bis zum Beratungsgruppenleiter alle Stationen in der Contexta, zuletzt als stellvertretender Leiter der Beratung. Der Historiker schloss 2005 die Ausbildung als eidg. dipl. Kommunikationsleiter ab.
Zum Creative Director und in die Geschäftsleitung berufen wurde Moritz Staehelin. Moritz Staehelin absolvierte nach der Matura eine Lehre als Koch, eine Ausbildung zum eidg. dipl. Hotelier und war Journalist. Er ist 2004 als Texter/Konzepter von Metzgerlehner BSW Zürich zu Contexta gestossen.
Contexta verfolge mit der neuen Führungsstruktur die Strategie, dass die inhabergeführte Agentur langfristig so unabhängig wie möglich bleiben könne, heisst es in der Mitteilung. Auch im Jubeljahr – Contexta feiert heuer das 40-jährige Bestehen – legt die Agentur grossen Wert auf Unabhängigkeit. Nachfolger, die in der Contexta ihren Weg machen, sollen die Chance erhalten, selber zur Unternehmerin, zum Unternehmer zu werden. «Wir glauben, dass durch unser Partnermodell Kunden näher, intensiver und effektiver beraten werden, als bei einer Werbeagentur, die irgendwo in der Welt börsenkotiert und shareholdervalue-getrieben agiert», kommentiert Daniel Hartmann diese Strategie.
Bild v.l.n.r.: Marc Schumacher, Account Planning Director; Daniel Hartmann, Partner; Moritz Staehelin, Creative Director; Nadine Borter, Geschäftsführerin, Partnerin; Bernhard Abegglen, Creative Partner; Christian-Kumar Meier, Client Service Director

Goldbach Media: Gewinn 2007 verdoppelt

Die in der Werbevermarktung tätige Goldbach Media Gruppe hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr verdoppelt. Unter dem Strich verdiente die Firma 25,4 Millionen Franken.

 Die in der Werbevermarktung tätige Goldbach Media Gruppe hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr verdoppelt. Unter dem Strich verdiente die Firma 25,4 (Vorjahr: 12,6) Millionen Franken. Die Veräusserung der Tochtergesellschaft Radio Z und der mit ihr verbundenen Radio Ri spülte der Goldbach Media Gruppe einen einmaligen Finanzertrag in der Höhe von 12,5 Millionen Franken in die Kasse, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Der Verwaltungsrat will für das Jahr 2007 eine Dividende von 0,38 Franken je Aktie auszahlen. Zusätzlich wird, wegen des Verkaufs von Radio Z, eine Sonderdividende von 1 Franken je Aktie ausgerichtet. Doch auch operativ lief das Geschäft gut: Der Betriebsgewinn nahm um 17,7 Prozent auf 17,8 Millionen Franken zu. Der Netto-Umsatz kletterte um 18,8 Prozent auf 237 Millionen Franken. Mit einem Wachstum von 57,5 Prozent legte das Online-Segment überproportional zu. Der Anteil des Online-Geschäfts am gesamten Umsatz erreichte 22,7 Prozent.
Die Gruppe erwartet für 2008 beim Umsatz und Betriebsgewinn ein zweistelliges Wachstum. Goldbach wolle auch durch Zukäufe wachsen, hiess es an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Im Fokus stehen insbesondere osteuropäische Märkte. Vor allem soll der Online-Bereich zulegen.
 
Trotz der optimistischen Aussichten und den im Rahmen der Erwartung der Analysten liegenden Zahlen kam die Goldbach-Aktie am Donnerstag zunächst unter Druck. Bis am Nachmittag lagen die Titel mit 47 Franken um 4,1 Prozent im Minus. In Marktkreisen wurden die Abschläge auf Korrekturen nach der starken Kursentwicklung in den letzten Tagen zurückgeführt. 

Ringier zeigt sich erstaunt über Konzessionsempfehlung

Das Medienhaus Ringier, das an Energy Zürich mehrheitlich beteiligt ist, hält die Empfehlung der Zürcher Regierung zu den Radio-Konzessionen für «absolut unverständlich».

 Das Medienhaus Ringier, das an Energy Zürich mehrheitlich beteiligt ist, hält die Empfehlung der Zürcher Regierung zu den Radio-Konzessionen für «absolut unverständlich». Der Regierungsrat machte sich für Radio1 und Radio Zürisee stark; die Wahl zwischen Radio 24 und Energy Zürich überlässt er dem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Dazu sagt Marc Görtz, Bereichsleiter Elektronische Medien Ringier Schweiz: «Mit seiner führenden Stellung bei den jüngeren Radiohörern trägt Energy Zürich bereits viel zur Angebots- und Meinungsvielfalt im Zürcher Sendegebiet bei und garantiert Kontinuität und Professionalität für die Zukunft». Radio Energy erfülle in seinem Konzessionsgesuch sämtliche Bedingungen vollumfänglich und differenziere sich klar von den Mitbewerbern, heisst es in einer Mitteilung. Die Empfehlung des Regierungsrates trage diesen Umständen leider keine Rechnung.

Zürcher Regierung zeigt Tele Züri die kalte Schulter

Der Zürcher Regierungsrat spricht sich in seiner Stellungnahme zu den Konzessionsgesuchen für eine Vergabe an Tele Top aus und erteilt damit Tele Züri eine Abfuhr. In Sachen Radio wünscht er eine Vergabe an Radio 1 und Radio Zürisee. Für die dritte Radio-Konzession überlässt er es Bundesbern, zwischen Radio 24 oder Energy Zürich zu wählen.

 Der Zürcher Regierungsrat spricht sich in seiner Stellungnahme zu den Konzessionsgesuchen für eine Vergabe an Tele Top aus und erteilt damit Tele Züri eine Abfuhr. Auch in Sachen Radio erhält Tamedia keine klare Unterstützung: Die Regierung wünscht eine Vergabe an Radio 1 und Radio Zürisee. Für die dritte «grosse» Radiokonzession im Gebiet Zürich-Glarus überlässt er es Bundesbern, zwischen Radio 24 oder Energy Zürich zu wählen. Das fünfte Gesuch für das Konzessionsgebiet Zürich-Glarus, das Gisueppe Scaglione für Radio 105 Züri eingereicht hat, erwähnte die Regierung in ihrer Mitteilung gar nicht. Im Zentrum der Überlegungen hätten die Meinungs- und Medienvielfalt gestanden, gab die Regierung am Donnerstag bekannt. Beim TV könnten zwar beide Gesuchsteller die Konzessionsvoraussetzungen und den Leistungsauftrag erfüllen. Der Regierungsrat sehe im Sendekonzept von Tele Top Potenzial für ein zweites starkes Regionalfernsehen neben Tele Züri. Eine Ausdehnung von Tele Top auf die städtischen Gebiete Zürichs würde «zur publizistischen Vielfalt in der grössten Schweizer Stadt beitragen und gleichzeitig die ganze Metropolitanregion weiterhin mit dem bisher gepflegten Angebot bedienen», so die Regierung.
Die Unterstützung von Tele Top sei für den Regierungsrat keine Absage an die qualitative Programmleistung von Tele Züri. Die Stellung des Tamedia-Senders im Medienmarkt werde aber als stark genug eingeschätzt, um auch ohne Konzession wirtschaftlich überleben zu können.
Bei den UKW-Konzessionen unterscheide sich das Programm von Radio 1 am deutlichsten von den übrigen Bewerbern und spreche eine andere Zielgruppe an, so der Regierungsrat weiter. Auch Radio Zürisee verfolge ein eigenständiges Angebot und ergänze Radio 1 sinnvoll. Ob die dritte Radiokonzession für das grosse Gebiet Zürich-Glarus an Radio 24 oder Energy Zürich vergeben werden soll, überlässt der Regierungsrat
dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). «Die beiden Regionalsender sind sich sehr ähnlich in ihrem Mainstream-Programm», findet die Zürcher Regierung wörtlich. Für das kleinere Zürcher Konzessionsgebiet schlug die Regierung keinen Sender vor. Im Rennen sind Züri Live, Radio Monte Carlo RMC und Radio Alpenrosen. Zu vergeben ist für das Gebiet 24 eine Konzession. «Die Regierung empfiehlt dem Bakom, dass jene Sender, die für das grosse Gebiet keine Konzession erhalten, sich nachträglich noch für das kleinere bewerben könnten», erklärte Regierungssprecherin Susanne Sorg-Keller.
Für diesen Wunsch hat das Bundesamt für Kommunikation allerdings kein Musikgehör: «Das geht nicht. Die Frist für die Bewerbungen ist abgelaufen; die Sender können sich nun nicht mehr für ein anderes Gebiet bewerben», sagte Bakom-Sprecher Bernhard Bürki auf Anfrage der Werbewoche.

Bakom hat Funkkonzession für Digitalradios erteilt

Das Bakom hat die Funkkonzession für die Verbreitung von neuen digitalen Radioprogrammen in der Deutschschweiz erteilt. Sie geht an Swissmediacast, einen Zusammenschluss von privaten Digitalradioanbietern und der SRG.

 Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat, ohne grosses mediales Getöse, die Funkkonzession für die Verbreitung von neuen digitalen Radioprogrammen in der Deutschschweiz erteilt. Sie geht an Swissmediacast, einen Zusammenschluss von privaten Digitalradioanbietern und der SRG. Diese können damit in der deutschsprachigen Schweiz Frequenzen für die digitale Radioverbreitung im neuen Dab+-Standard nutzen, wie die SDA am Donnerstag meldete. Der neue technische Standard ermöglicht die Ausstrahlung von bis zu 18 Radioprogrammen in CD-Qualität.Das Bakom verlangt, dass Swissmediacast auf ihrem Netz neben zwei Programmen der SRG jene acht privaten Radioprogramme verbreitet, die im vergangenen Sommer eine Programmkonzession erhalten haben. Dies sind Radiolab, Radio for Youngsters, Swiss Mountain Holiday Radio, Soundcity, Radio Eviva, Radio.ch, Radiojay und Djradio Deluxe. Die restlichen Programme kann das Unternehmen selbst bestimmen.
Innert Jahresfrist müssen mindestens die Agglomerationen Zürich, Bern und Basel versorgt sein, bis Ende Februar 2011 müssen 80 Prozent der Haushalte in der deutschsprachigen Schweiz die digitale Programmpalette empfangen können. Für den Empfang braucht es ein Dab+-Radiogerät oder ein Dab-Gerät, das «upgrade-fähig» ist, wie Bakom-Sprecher Alfons auf Anfrage der SDA erklärte. Neuere Dab-Geräte seien dies in der Regel, ältere dagegen nicht.

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