Ungebrochenes Wachstum

FCP-Umfrage Die CP-Branche wuchs 2007 um 18,5 Prozent. Ein überdurchschnittliches Plus verzeichnet auch Electronic Publishing.

 
FCP-Umfrage Die CP-Branche wächst um 18,5 Prozent. Ein überdurchschnittliches Plus verzeichnet auch Electronic Publishing. 
Die Mitglieder des Forum Corporate Publishing haben 2007 im Schnitt ein Umsatzplus von 18,8 Prozent verzeichnet. Jedes Mitglied des FCP realisierte dabei umgerechnet sechs zusätzliche Printpublikationen sowie vier neue elektronische Objekte wie E-Journals, Online-Newsletter, Podcasts oder Corporate Weblogs. Das hat die Jahresumfrage 2007 zur Entwicklung der Branche und die Einschätzung des Marktes unter den mehr als 80 im FCP zusammengeschlossenen Dienstleistern ergeben.Zweistellige Zuwachsraten«Das deutliche Wachstum unserer Branche setzt sich nicht nur fort, sondern verstärkt sich im Vergleich zu den Vorjahren sogar noch», freut sich FCP-Vize Stefan Endrös. «Keine andere Mediengattung und keine andere Marketingdisziplin konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich zweistellige Zuwachsraten erzielen.» 26 Prozent des Umsatzwachstums im vergangenen Jahr entfielen auf digitale Medien, insbesondere auf E-Journals und Corporate Weblogs. «Elektronische Publikationen ermöglichen einen besonders intensiven Dialog mit Kunden, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern», erklärt Manfred Hasenbeck, Vorsitzender des FCP. «Richtig erfolgreich sind virtuelle Medien allerdings erst dann, wenn alle Medienkanäle intelligent miteinander vernetzt werden.» Die Zahl der internationalen Unternehmenspublikationen ist im Jahr 2007 mit einer Zunahme von rund 30 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich stark angestiegen. «Weltweite Kommunikationskonzepte werden angesichts globalisierter Märkte immer wichtiger», so FCP-Geschäftsführer Michael Höflich. «Corporate-Publishing-Produkte, die in mehreren Sprachen und für unterschiedliche Länder erscheinen und dabei auch regionale Einflüsse berücksichtigen, können hervorragend zur einheitlichen Markenbildung beitragen.»
Positive PrognosenFür fast alle Befragten im FCP haben sich die positiven Erwartungen für 2007 erfüllt: 96 Prozent bestätigen für das vergangene Jahr ein generelles Wachstum von durchschnittlich 18,5 Prozent. Mit einer noch besseren Geschäfts- und Umsatzentwicklung im Jahr 2008 rechnen rund 90 Prozent der Befragten. Branchenspezifisch betrachtet wird in den Bereichen Industrie, Technologie und Energie das grösste Potenzial prognostiziert. Insgesamt realisieren die Mitglieder des Forum Corporate Publishing mehr als 1’500 nationale und internationale Publikationen mit einer Gesamtauflage von rund 990 Millionen Exemplaren pro Jahr. Darüber hinaus setzen sie insgesamt rund 800 Projekte im Electronic Publishing um.
Im Forum Corporate Publishing sind mehr als 80 CP-Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie bieten Dienstleistungen für alle Bereiche der Unternehmenskommunikation, von klassischen Printprodukten bis hin zu neuen elektronischen Medien. Das Forum ist die grösste Vereinigung von Corporate-Publishing-Dienstleistern in Europa.
Michael Höflich, E-mail: [email protected]

Kopf der Woche: Digitaler Vernetzer

Martin Sinning ist seit März Geschäftsführer von Planetactive Schweiz und Österreich und sieht in Zürich grosses Wachstumspotenzial für Online-Werbung.

 
Martin Sinning ist seit März Geschäftsführer von Planetactive Schweiz und Österreich und sieht in Zürich grosses Wachstumspotenzial für Online-Werbung. 
Er bezeichnet sich als ein «Digital Media Junkie» und wartet mit grosser Spannung auf die baldige Zukunft. In dieser wird dank Breitband die Vernetzung von klassischer Werbung mit Online noch schneller als bisher täglich überraschende Ideen oder gar neue Medien zur Welt bringen. Mitgestalten will Martin Sinning diese Entwicklungen in einer Agentur mit dem verheissungsvollen Namen Planetactive. Hier wirkt er seit anfangs März als Geschäftsführer für die Märkte Schweiz und Österreich.Die Niederlassung Schweiz von Planetactive ist im November 2000 gegründet worden. Das Mutterhaus in Düsseldorf konnte 2007 das 10-Jahre-Jubiläum feiern. Seit 2005 sitzen auch zwei Mitarbeiter in Wien. Seit 2006 gehört Planetactive komplett zur Ogilvy-Gruppe. Schon vorher gab es eine Verbindung zu WPP, die als Holding über Ogilvy steht und schon länger Gesellschafter von Planetactive war. «So kamen wir ins Spiel, als sich Ogilvy weltweit kompetenter im Bereich Digital Marketing aufstellen wollte und das globale Digital Media Network NeoOgilvy gegründet hat.»
Für alle drei Märkte Schweiz, Deutschland und Österreich sind die Services und Fachabteilungen zentral in Düsseldorf organisiert. «Es macht wenig Sinn, Kreation, Media, Entwicklung und Technik in jedem Markt separat aufzubauen», meint Sinning. Diese Struktur habe sich in den letzten Jahren «sehr gut etabliert» und ist auch bei den Kunden anerkannt. «Der Kontakt ist sicher gestellt», weiss Sinning aus Erfahrung und rechnet vor, dass sein Büro mit dieser Struktur eine Agentur von über 90 Mitarbeitern repräsentiert. «Das definiert unsere Schlagkraft und Flexibilität, auch wenn wir in Zürich eigentlich nur mit sechs Beratern sitzen.»
In Deutschland gehört Planetactive im Bereich Digital Marketing zu den Top-Ten-Agenturen. Bereits heute liefern die Schweizer vom Umsatz her aber einen deutlichen Beitrag zum Gesamtumsatz der Gruppe. Und Sinning erwartet ein grosses Wachstum, denn in der Schweiz fliessen erst rund 1,4 Prozent aller Werbeausgaben ins Online, während die Entwicklung in Deutschland der 5-Prozent-Marke zusteuert. Dies vor dem Hintergrund, dass in der Schweiz eine ähnlich grosse Durchdringung mit Internet herrscht und auch das Breitband bereits sehr populär ist.
Planetactive ist als Keimzelle aus einer klassischen Media-Agentur hervorgegangen. Die ersten Jobs waren klassische Website-Projekte. Ein erster Kunde der jungen Agentur in Deutschland war die Europazentrale von General Motors in Zürich. «1997 durften wir für Opel eine internationale Plattform entwickeln. Nach über zehn Jahren schliesst sich für mich persönlich jetzt der Kreis, denn ich habe diesen Kunden damals als Berater betreut», erinnert sich der neue Geschäftsführer in Zürich.
Vor seinem Einstieg in die Online-Welt hat Sinning in Trier Betriebswirtschaft, Marketing und strategisches Management studiert. Durch Zufall ist er dann 1995 in ein Online-Projekt reingezogen worden, «woraus sich eine kleine Firma entwickelt hat». Bereits in dieser Pionierzeit des Internets hat er «auf der noch grünen Wiese» erste Konzepte entwickelt und dabei realisiert, «dass hier ein Medium der Zukunft entsteht».
Er lernte die Gleichgesinnten von Planetactive kennen, war bei der Gründung dabei und hat seither die Kundenberatung sowie später den Mediabereich aufgebaut. Ein Agenturwechsel hat sich für Sinning nie aufgedrängt. «Der Wechsel hat rund um uns herum genug intensiv stattgefunden.» Zuerst die Agentur aufbauen, dann die Internetblase bewältigen, «in welcher wir unser Baby nicht aufgeben wollten», anschliessend den neuen Erfolg geniessen, das Zusammengehen mit Ogilvy durchziehen und jetzt die Herausforderung als Geschäftsführer für die Märkte Schweiz und Österreich.
Die Entwicklung einer Website, eines Newsletters oder Suchmaschinenmarketing sind mögliche Einzeldisziplinen im Fullservice von Planetactive. Die eigentliche Kernkompetenz ist aber die sinnvolle Vernetzung all dieser Disziplinen. «Die digitalen Kanäle und Medien werden zunehmend komplexer. Alle halben Jahre kommt ein neuer Kanal dazu, mit dem sich der Werbetreibende auseinander setzen muss.» Ein Teil der Zielgruppe wandert plötzlich ab und ist nicht mehr wie anhin auf den grossen Portalen erreichbar, sondern mehr in Social Communities oder immer besser auch über das Handy. Wie kriege ich diese Leute jetzt gepackt mit meiner Werbung? Wie kann ein Kunde die digitalen Kanäle am besten nutzen? Um hier kompetent Antwort geben zu können, hat Planetactive eine Reihe von Tools entwickelt rund um den Begriff TEM – Technology Enabled Marketing.
«Mit diesen Tools können Marketingkonzepte, Online-Kampagnen und Media im Internet konkret messbar und damit für Kunden optimierbar werden.» In der Folge wird bei Planetactive je nach Analyse für die Kundenbindung zum Beispiel zu einem Online-Club geraten, ein Newsletter entwickelt oder eine starke Plattform kreiert, auf der eine Marke erlebbar gemacht wird. «Und das vielleicht mit einem TV-Spot und einer klassischen Massnahme verbunden, wo das Zielpublikum aktiviert wird, ins Netz zu gehen, wo dann eine ausführliche Marken-Experience stattfinden kann.»
So wie aktuell zum Beispiel auf der neuen Website von Toblerone. Dieser Schweizer Auftritt für den Ogilvy-Kunden Kraft Foods soll später auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Eine wichtige Referenz der Zürcher Planetactive ist auch Swisscom. «Das war unser Startkunde im 2000, und seitdem betreuen wir jedes Jahr unterschiedlichste Aktivitäten», freut sich Sinning. Dazu gehört ewa die Entwicklung der Website für Bluewin TV oder kürzlich die Kampagne für Swisscom Karaoke, wo Planetactive neben der klassischen Arbeit von Contexta den Online-Teil sowie die Plattform verantwortete, wo man die Videos einsenden und voten konnte.
Für AXA Winterthur plant Planetactive das Suchmaschinenmarketing, ebenso für das Trendlabel Freitag. Für die Migros haben die Planetaktivisten vor zwei Jahren Migros.ch komplett konzipiert und gestalterisch umgesetzt sowie auch die M’08-Plattform oder M-cooking.ch. Hier kann man sich jede Woche eine von Endemol produzierte zehnminütige Kochshow über Breitband ansehen oder auch als Podcast abonnieren.
«Meine Frau und ich kochen seither mit dem Laptop neben dem Herd», untermauert Sinning sein Image als «Digital Media Junkie», denn sie würden auch regelmässig mit den Eltern seiner maltesischen Frau auf der Mittelmeerinsel skypen. Nur der Sohn muss mit 21 Monaten noch nicht so schnell ans Netz angeschlossen werden. In diesen Tagen wird die Familie Sinning nämlich auch physisch von Düsseldorf nach Zürich ziehen.
Andreas Panzeri

Aus Espace Pub wird Le Temps Media

Vor zehn Jahren gründeten Publicitas und der damals neu entstandene Titel Le Temps die Anzeigenmarketingstruktur Espace Pub. Sie wird nun in Le Temps Media umfirmiert und erhält ein neues Logo.

Vor zehn Jahren gründeten Publicitas und der damals neu entstandene Titel Le Temps die Anzeigenmarketingstruktur Espace Pub. Sie wird nun in Le Temps Media umfirmiert und erhält ein neues Logo. Die neue visuelle Identität stammt aus dem Hause Essencedesign, einer Agentur, die 1996 in Lausanne gegründet wurde und sich auf den Bereich des Corporate Branding spezialisiert hat.
Mit der Umfirmierung wolle man gleichzeitig die Position der Vermarktungsorganisation innerhalb der sich wandelnden Publicitas bekräftigen, heisst es in einer Mitteilung. Le Temps Media gehört nach wie vor zu 100 Prozent der Publicitas und wird von Marianna Di Rocco geführt. Sie zählt vierzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vermarktet sämtliche Verlagsprodukte aus dem Hause Le Temps: die Tageszeitung, die wöchentlichen Beilagen, die Spezialausgaben im Print- und Livepaperformat sowie die Websites Letemps.ch und Sortir.ch.

Bertelsmann verzeichnet Gewinneinbruch

Der Gewinn des Medienkonzerns Bertelsmann ist 2007 wegen teurer Rechtsstreitigkeiten und des Verkaufs des Musikverlagsgeschäfts massiv zurückgegangen. Der Überschuss beträgt nur noch 405 Millionen Euro, nachdem er ein Jahr zuvor noch bei 2,5 Milliarden Euro lag.

 Der Gewinn des Medienkonzerns Bertelsmann ist 2007 wegen teurer Rechtsstreitigkeiten und des Verkaufs des Musikverlagsgeschäfts massiv zurückgegangen. Der Überschuss beträgt nur noch 405 Millionen Euro, nachdem er ein Jahr zuvor noch bei 2,5 Milliarden Euro lag. Das operative Ergebnis ging von 1,867 Milliarden Euro auf 1,811 Milliarden Euro zurück, wie der Gütersloher Konzern am Dienstag in Berlin mitteilte. Den Umsatz belastete zudem der schwache Dollar. Mit 18,8 Milliarden Euro lag der Umsatz 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Besonders schlecht liefen im vergangenen Jahr die Buchclubs – einst das Kerngeschäft von Bertelsmann. In Nordamerika soll dieser Geschäftsbereich deshalb verkauft werden.
Für 2008 rechnet Europas Nummer eins im Verlags- und Mediengeschäft mit einem moderaten Umsatzwachstum von einem bis zwei Prozent. Der Überschuss soll sich wegen des Wegfalls der Sondereffekte mindestens verdoppeln.

Rod kämpft im Birkenwald gegen Cellulite

Die Zürcher Agentur Rod hat eine Microsite für das Birkenprogramm von Weleda konzipiert. Sie bietet eine virtuelle Führung für eine vierwöchige Anti-Cellulite-Kur.

 
Die Zürcher Agentur Rod hat eine Microsite für das Birkenprogramm von Weleda konzipiert. Realisiert wurde sie zusammen mit Multimedia-Produzent Christoph Dubach. Die Webseite ist ein Bestandteil der Frühsommer-Kommunikation der Birkenprodukte von Weleda, eine Produktlinie gegen Cellulite. Die Seite soll bis Ende Frühling mit weiteren Kommunikationsmassnahmen bekannt gemacht werden, wie es in der Mitteilung heisst.Die Webseite Weleda.ch/birke bietet eine virtuelle Führung für die Weleda-Produkte. Angeboten wird eine vierwöchige Anti-Cellulite-Kur in Form eines 5-Punkte-Programms. Die Nutzerin kann in Tagesberichten von Moderatorin und Schauspielerin Viola Tami, PR-Frau Alexandra Hermann, Stylistin Tina Weiss oder Schauspielerin Tonia Maria Zindel stöbern und jeden Tag eines der drei Birken-Produkte gewinnen.
Verantwortlich bei Weleda:
Patricia Pécourt (Werbeleitung), Michèle Prevot (Product Management) und Elena Zavatta (Marketingleitung).

SFLB schreibt für Juventus Entschuldigungen der anderen Art

Spillmann/Felser/Leo Burnett zeigt in fünf neuen Radiospots, wie beliebt die Zürcher Privatschule Juventus bei ihren Schülern ist. Zu hören sind darin Schüler, die sich fürs Anketten an der Heizung oder den Schulbesuch trotz Masern entschuldigen.

 Spillmann/Felser/Leo Burnett zeigt in fünf neuen Radiospots, wie beliebt die Zürcher Privatschule Juventus bei ihren Schülern ist. Zu hören sind darin Schüler, die Entschuldigungsbriefe an die Schulleitung schreiben. Doch in diesen geht es nicht etwa ums Schwänzen oder ums Schwatzen im Unterricht. Die Schandtaten der Juventus-Schüler sind ein wenig anderer Natur: In einem Spot entschuldigt sich ein Schüler beispielsweise dafür, die Schulglocke manipuliert zu haben, um die Lektionen zu verlängern. Einer anderen Schülerin tut es schrecklich leid, dass sie den Unterricht trotz Masernerkrankung besucht und die halbe Schule angesteckt hat. Und eine weitere Schülerin entschuldigt sich, weil sie sich am Tag vor den Ferien an die Heizung im Schulzimmer gekettet und den Schlüssel für die Handschellen verschluckt hat.
Der neuste Werbestreich von Spillmann/Felser/Leo Burnett ist seit dem 17. März auf Radio 1 und auf Radio Energy Zürich zu hören. SFLB hatte für Juventus bereits eine Schülerdemo organisiert und Plakate realisiert.

Verantwortlich bei Juventus:
Stephan Ogg (Rektor), Silvia Bärle (Assistentin Marketing). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Cornelia Wenk, Barbara Hutter (Kreation), Martin Spillmann (CD), Dominik Mätzener, Sabrina Wirz (Beratung); Vertonung/Sounddesign: JingleJungle, Christoph Benz.

Zürcher Kantonsräte kritisieren regierungsrätliche Medienempfehlung

Einige Zürcher Kantonsräte üben in einer dringlichen Anfrage Kritik am Regierungsrat für seine Konzessionsempfehlung. Sie finden, dass das Monopol der SRG gefördert werde, wenn Tele Top Gebühren aus dem Staatstopf erhalten würde.

 Zürcher Kantonsräte sind der Ansicht, dass der Regierungsrat mit seiner Stellungnahme zur Konzessionsvergabe das Monopol der SRG im schweizerischen Markt fördere, wenn er Tele Top als «schwachem Mitbewerber» Gebühren aus dem Staatstopf zukommen lassen wolle. Die Ratsmitglieder Barbara Steinemann (SVP, Regensdorf), Ralf Margreiter (Grüne, Oberrieden), Thomas Maier (GLP, Dübendorf) und Heinz Jauch (EVP, Dübendorf) haben deshalb am Montag eine dringliche Anfrage an den Regierungsrat eingereicht und dessen Vernehmlassungsantwort kritisiert. Die Regierung muss innert vier Wochen antworten, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Mit ihrer Stellungnahme zu Tele Züri, Radio 24 und Radio Energy habe sich der Regierungsrat auch gegen die erfolgreichsten Sender und gegen die Mehrheit der Hörerinnen und Hörer ausgesprochen, finden die Kantonsräte. Es sei fragwürdig, weshalb mit Tele Top mit Staatsgeldern ein Sender «aufgerüstet» werden soll, der in Zürich nicht professionell aufgestellt sei. Tele Züri und Radio 24 seien für die politische Meinungsbildung hingegen wichtige Medien, die breit über die Zürcher Politik berichteten, finden die Kantonsräte.

Zu guter Letzt: Die versteckten Botschaften in der neuen ZVV-Kampagne

Die neue ZVV-Kampagne hat’s nicht einfach: Sie wird an ihrer zum Kult gewordenen Vorgängerin gemessen werden. Doch jetzt hat 20Minuten entdeckt, dass die neuen Plakate voller versteckter Botschaften und Gags sind. Die Suche ist eröffnet - ist ja auch bald Ostern.

 
Die neue ZVV-Kampagne hat’s nicht einfach: Sie wird an ihrer zum Kult gewordenen Vorgängerin gemessen werden. Und man wird sie wiegen und wahrscheinlich für zu leicht befinden. Denn während sieben Jahren Präsenz hat sich die alte Kampagne («Ich bin auch ein¬…») den meisten Zürcherinnen und Zürchern so gründlich in die Hirnrinde gefräst, dass sie kaum wieder herauszubekommen ist. Was soll da ein: «Damit Du dort bist, wo Dein … ist»? Nein, zu lange, zu umständlich, zu fest von der alten Idee abgekupfert. Oder vielleicht doch nicht?Die neue Kampagne läuft nun seit zwei Wochen, und es scheint so, als habe sie noch Schonfrist, als bräuchte es noch etwas Zeit, sie zu beurteilen. Und in dieser Zeit des Meinungsvakuums findet das Gratisblatt 20Minuten versteckte Botschaften auf den neuen Plakaten. Irgendwo in einem Baum steckt eine Batman-Maske. Der Lausbubenstreich eines Grafikers? Neinnein, 20Minuten hat recherchiert. «Das ist Batman, und er wirbt spezifisch für das Nachtnetz», sagt ZVV-Marketingleiter Jürg Baumgartner. Tatsächlich wirbt der ZVV mit «Leben wie die Fledermaus: Reinflattern und abhängen» für den Nachtverkehr.
Aber Jürg Baumgartner sagt noch mehr, 20 Minuten hat gründlich recherchiert: Das Plakat sei voll mit solchen versteckten Botschaften und Gags. Und KSB/SJ-Chef Daniel Krieg doppelt nach, im Rahmen der Kampagne seien weitere Überraschungen geplant. Hmmja, geplant. Aber es ist tatsächlich so, auf den Plakaten gibt’s viel zu finden. Zum Beispiel den Chef der verantwortlichen Werbeagentur, ein Monsterluxemburgerli, ein … – ach was, suchen Sie selber. Damit Sie da sind, wo Ihre Aufmerksamkeit ist. Sie verstehen schon.

Mit schönen Frauenbeinen gegen Frauenhandel

Walker hat die Kommunikationsoffensive der Kampagne «Euro 08 gegen Frauenhandel» lanciert. Damit soll vor, während und nach der Euro 08 auf den zunehmenden Frauenhandel in der Schweiz aufmerksam gemacht werden.

 
Die Walker Werbeagentur hat die Kommunikationsoffensive der Kampagne «Euro 08 gegen Frauenhandel» lanciert. Damit soll die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, dass im kommenden Juni nicht nur Fussballfans aus der ganzen Welt in die Schweiz strömen. Ins Land kommen auch Schlepper und Frauenhändler aus dem In- und Ausland, welche den Nachschub für die wachsende Kundschaft sicherstellen, wie es in der Mitteilung heisst. Als visuelles Leitmotiv für die Thematik des Frauenhandels werden in einer ersten Runde perfekte Frauenbeine eingesetzt, wie man sie aus der Modefotografie kennt. Das auf den ersten Blick verführerisch wirkende Bild soll durch die dezente Goldkette an den Beinen – als Zeichen der Sklaverei – gebrochen werden. Die Kampagne startet im März 2008, läuft während der Fussball-EM und wird im Herbst 2008 abgeschlossen.
Die Kampagne «Euro 08 gegen Frauenhandel» ist eine Initiative von 25 Frauen-, Männer- und Menschenrechtsorganisationen, Fachstellen für Gleichstellung, Beratungsstellen, Hilfswerken, kirchlichen Organisationen und Gewerkschaften. Die Zahl der Opfer des Menschenhandels insgesamt wird alleine in Europa auf 53’000 bis 124’000 Personen geschätzt. Der grösste Teil davon sind Frauen, nicht selten minderjährige.
Verantwortlich bei «Euro 08 gegen Frauenhandel»:
Yvonne Zimmermann (Kampagnenleiterin), Ruth-Gaby Vermot (Kommissionsmitglied) und weitere. Verantwortlich bei Walker Werbeagentur: Serge Pennings (AD), Steven Clarke (Text), Nik Hodel (Design). Fotografie:  James Day. 

SF bleibt Mainstream

Das Schweizer Fernsehen (SF) setzt 2008 auf bestehende Sendeformate. Mit den letztjährigen Marktanteilen ist man soweit zufrieden, kann sich die Quotenschwankungen aber nicht restlos erklären.

 «Mit einem Marktanteil von 33,5 Prozent sind wir zufrieden», sagte SF-Direktorin Ingrid Deltenre an der Jahres-Medienkonferenz des Schweizer Fernsehens vom Dienstag. Zwar gebe es stets leichte Schwankungen – SF hat 2007 ein Prozent gegenüber Vorjahr verloren – man befinde sich aber auf sehr hohem Niveau und 0,1 Prozentpunkte über dem Jahr 2005. Zwar hat der Sender im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3 Prozent Zuschauer verloren. Als Gründe nennt Deltenre einerseits das Fehlen der vielbeachteten Talentshow Music Star, die es im Vorjahr auf stolze 46 Prozent Marktanteil brachte, ferner auf die fehlende Ski-WM und auch auf die Wettersituation, die sich stets proportional zur TV-Nutzung verhalte. «Aber restlos erklären können wir uns die starken Schwankungen nicht», sagte Deltenre. Besonders deshalb, weil man keine gesicherten Marktdaten aus der Publikumsforschung erhalte. «Wir warten immer noch auf Erklärungen von Mediapulse», meinte sie an die Adresse des Medienforschungsunternehmens, das 2006 aus dem hauseigenen SRG-Forschungsdienst hervorgegangen war. Ein plausibler Grund könnte gemäss Deltenre die Umstellung auf DVBT sein.
Zuschauer mit Satellitenschüssel zappen weg Dadurch, dass SF nicht mehr wie bisher analog empfangen werden könne, hätten sich wohl zahlreiche Zuschauer eine Satellitenschüssel angeschafft und verbrächten vorerst einmal die Zeit damit, sich durch das riesige Angebot zu zappen. Diesen Trend habe man unter anderem auch in Österreich im Zuge der Umstellung beobachten können. Die Schwankungen würden sich aber mit der Zeit wieder einpendeln, gab sich die Fernsehdirektorin gelassen.
Was hingegen den Fernsehmachern mehr und mehr Kopfzerbrechen bereitet ist die Tatsache, dass das Publikum das TV-Gerät zunehmend nicht bloss für das klassische Programm nutzt, sondern auch für TV on demand, für Spiele und zum Betrachten von DVDs. Seit 2005 hat sich dieser Anteil
– zwar auf kleinstem Niveau – verdoppelt, während das klassische Fernsehen einen leichten, aber stetig zu beobachtenden Rückgang verzeichnet. Als grösste Konkurrenz zu SF in der Schweiz gilt die RTL-Gruppe mit einem Marktanteil von 16,3 Prozent. Seit ungefähr vier Jahren ist ausserdem eine Zunahme weiterer empfangbarer Sender zu beobachten, darunter eine Vielzahl von Kleinst- und Spartensendern, die als Gruppe zusammengefasst hier zu Lande auf einen Marktanteil von 13 Prozent kommen. Die Schweizer Privaten liegen mit 4,4 Prozent Marktanteil am Schluss.
Programmmässig haben die Verantwortlichen im 2007 zugunsten von mehr Qualität und Tiefgang die Sparten Wirtschaft und Wissen mit den Sendungen «Eco», «Start up», «Einstein» (anstelle von MTW – Menschen, Technik, Wissenschaft) sowie «SF-Wissen» auf www.sf.tv ausgebaut. Vermehrt wurden «Dok», «Reporter» und Specials zu aktuellen Ereignissen produziert unter anderem zur Neat oder zur Blocher-Abwahl. In der Sparte Kultur wurde höhere Aktualität angestrebt etwa mit Mozarts «Zauberflöte» im Zweikanalton oder mit insgesamt sieben Premieren von Schweizer Filmen (u.a. «Herbstzeitlosen»).
Kinderkanal beschäftigt SF weiterhinZur stärkeren Zuschauerbindung launchte SF eine Reihe von Unterhaltungssendungen wie «SF bi de Lüt», «Heimspiel» oder «Landfrauen». Ferner hat sich SF im vergangenen Geschäftsjahr mehr Emotionalität bei den Sportsendungen auf die Fahne geschrieben und sein Angebot für Kinder und Jugendliche ausgebaut. «Mit dem Kinderprogramm sind wir aber noch nicht zufrieden», sagte Deltenre. Ein eigener SF-Kinderkanal sei zwar gegenwärtig auf Eis gelegt, doch das Thema werde die Verantwortlichen im laufenden Jahr weiter beschäftigen.
Grundsätzlich ist das Publikum SF gegenüber positiv eingestellt, wie die dritte Befragung von rund 1’000 Leuten ergab. Sie fiel in allen Bereichen besser aus als im Vorjahr. In den Sparten Information, Sport, Unterhaltung, Kultur und bei den Serien gilt SF als Sender erster Wahl. Bei den Spielfilmen kommt er auf Platz zwei.
2008 im Zeichen der EuroDas laufende Jahr steht bei SF ganz im Zeichen der Euro 08, dem weltweit drittgrössten Sportanlass, mit umfassender Berichterstattung und Live-übertragungen sowie einer 17-stündigen Spezialsendung im Juni. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Präsidentschaftswahl in den USA sein.
Ausserdem wird die «Arena» optisch und inhaltlich umgebaut und soll ab August lebendiger und interaktiver werden. Auch das Gesundheitsmagazin «Puls» wird einem Relaunch unterzogen. Im Sommer wird die Dok- Serie mit Kriminalfällen fortgeführt, diesmal unter dem Titel «Wenn Frauen töten».
Anstelle der abgesetzten Sendung «Zart oder Bart» kommt ein neues Quiz « 1 gegen 100». Kultureller Höhepunkt wird wohl die Aufführung von Verdis «Traviata» im Zürcher Hauptbahnhof.
René Worni

Publicis steckt hinter Youtube-Clip zu Cézanne-Bild

Nach dem Raub in der Sammlung Bührle, bei dem Diebe unter anderem Cézannes «Der Knabe mit der roten Weste» erbeuteten, sorgte ein Youtube-Video mit eben diesem Bild für Furore. Inszeniert hat den Clip die Zürcher Agentur Publicis. Ob sich die Werber damit strafbar machten, will die Polizei nun prüfen.

 Nach dem Raub in der Sammlung Bührle, bei dem Diebe unter anderem Cézannes «Der Knabe mit der roten Weste» erbeuteten, sorgte ein Youtube-Video mit eben diesem Bild für Furore: Im Clip sind zwei maskierte Männer zu sehen, die das Gemälde an die Wand hängen. Wie sich nun herausstellte, war das Filmchen keine heisse Spur für die Ermittler, sondern eine Aktion der Zürcher Agentur Publicis. Sie wirbt damit für ein Geschäft, das Kunstdrucke verkauft, wie 20 Minuten berichtet. In einem zweiten Clip sind mehrere Drucke berühmter Gemälde zu sehen. Die Auflösung dazu: «Täuschend echt. Die Kunstplakate der Art Poster Gallery». Hinter der viralen Aktion stehen die beiden Publicis-Kreativen Raphael Monsch und Res Matthys. Sie seien überrascht ob des Echos, das der Clip hervorgerufen habe, sagten sie dem Pendlerblatt. Die Polizei zeigte sich weniger erfreut über die ganze Geschichte: Sie hatte beim Bekanntwerden des Videos noch erklärt, dass man es in die Ermittlungen einbeziehen will. Nun müsse laut Stapo-Sprecher Marco Cortesi geprüft werden, ob sich die Werber strafbar gemacht haben. «Wir haben lediglich ein Poster gefilmt und dieses ins Internet gestellt», entgegnete Matthys gegenüber 20 Minuten.

ViznerBorel eröffnet für Schild den Sommer

Viznerborel thematisiert das ewige Spiel zwischen Frau und Mann für die Sommer-Kollektion des Modehauses Schild. Neckisch soll sie sein.

 
ViznerBorel thematisiert das ewige Spiel zwischen Frau und Mann für die Sommer-Kollektion des Modehauses Schild. Auf dem Laufsteg der Eitelkeiten necken sich die zwei Geschlechter und tauschen kleine Seitenhiebe aus, die zum Schmunzeln anregen sollen, wie es in der Mitteilung heisst. Die nationale Kampagne wird auf Plakaten sowie in Internet und Fernsehen geschaltet und bedient sich des Schild-Magazins und POS-Massnahmen.Verantwortlich bei Schild:
Stefan Portmann (Gesamtverantwortung) und Sascha Bättig (Marketing). Verantwortlich bei ViznerBorel: Lajos Vizner und Guillaume Borel (Gesamtverantwortung), Sascha Knauer (Beratung), Guillaume Borel (Text), Hanna Zimermann (AD) und Daniel Aeschlimann (Fotografie). 
Sujets 1 bis 6 Schild-Magazin, Sujets 7 und 8 Plakat F12 und Sujets 9 bis 13 Plakat F200.

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