Edipresse und Tamedia übernehmen Mehrheit an Homegate.ch

Die beiden Medienunternehmen Edipresse und Tamedia halten künftig die Mehrheit am Immobilien-Portal Homegate.ch: Beide erhöhen ihre bisherigen Beteiligungen von je 16,5 Prozent auf jeweils 45,0 Prozent. Verkäuferin ist die Zürcher Kantonalbank ZKB, die weiterhin mit 10 Prozent beteiligt bleibt.

 Die beiden Medienunternehmen Edipresse und Tamedia halten künftig die Mehrheit am Immobilien-Portal Homegate.ch: Beide erhöhen ihre bisherigen Beteiligungen von je 16,5 Prozent auf jeweils 45,0 Prozent. Verkäuferin ist die Zürcher Kantonalbank ZKB, die weiterhin mit 10 Prozent beteiligt bleibt. Vertraglich war dieser Kauf bereits 2004 vereinbart worden. Die Medienhäuser wollen damit ihre Onlineangebote stärken, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung am Mittwoch bekannt gaben. Bereits bisher war Homegate.ch in die Immobilienrubriken der Edipresse- und Tamedia-Produkte eingebunden. Mit rund 780’000 Unique Clients pro Monat (Net-Metrix-Audit Februar 2008) ist Homegate.ch das führende Immobilien-Portal der Schweiz und eine der meistbesuchten Websites der Schweiz. Das Management-Team unter CEO Urs Hügli bleibt weiterhin für die Geschäftsführung verantwortlich.

Update bringt Volvos «Flower Power»-Kampagne ins Netz

In Zusammenarbeit mit SFLB realisierte Update eine Microsite als begleitende Kommunikationsmassnahme zur neuen «Flower Power»-Kampagne von Volvo. Zu hören gibt's da auch einen Song von Chris von Rohr in seiner neusten Funktion als Volvo-Botschafter.

 
In Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Spillmann/Felser/Leo Burnett realisierte die Zürcher Internet- und Kommunikationsagentur Update eine Microsite als begleitende Kommunikationsmassnahme zur neuen «Flower Power»-Kampagne von Volvo. Darauf zu finden ist der Rocksong «Flower Power», geschrieben von Volvo-Botschafter Chris von Rohr und Volvo-Marketingdirektor Georg Redlhammer, und interpretiert von der Newcomerband «Myron». Gemäss Mitteilung vom Mittwoch ist die Microsite nach zwei Bannerkampagnen im Januar und Februar das dritte Projekt, das Update gemeinsam mit SFLB für Volvo realisiert.Verantwortlich bei Update:
Oliver Arnoczky (Projektleitung), Philipp Urlich (Flash-Programmierung). Verantwortlich bei SFLB: Aurelio Burgdorfer (AD), Cyrill Wirz (Text), Audrey Isaak (Beratung). Verantwortlich bei Volvo Automobile Schweiz: Peter Rask (CEO), Georg Redlhammer (Direktor Marketing und PR), Eveline Bauert (Communication Manager) und Sabrina Pizzolato (Offer Manager).

«Mit Null Franken einen gigantischen Werbeeffekt erzielt»

Die Viralaktion von Publicis zum gestohlenen Cézanne-Bild «Der Knabe mit der roten Weste» hat für Aufsehen gesorgt. Die beiden Kreativen Raphael Monsch und Res Matthys äussern sich über den für die Werber positiven Effekt, die Leichtgläubigkeit mancher Journalisten und den bisher ausgebliebenen Anruf der Stadtpolizei.

Die Viralaktion von Publicis zum gestohlenen Cézanne-Bild «Der Knabe mit der roten Weste» hat für Aufsehen gesorgt. Die beiden Kreativen Raphael Monsch und Res Matthys äussern sich über den für die Werber positiven Effekt, die Leichtgläubigkeit mancher Journalisten und den bisher ausgebliebenen Anruf der Stadtpolizei. Werbewoche: Haben Sie mit dem Rummel um die Aktion gerechnet? Was haben Sie unternommen, um den Clip bekannt zu machen? Raphael Monsch und Res Matthys: Wir haben nicht damit gerechnet, aber darauf hingearbeitet. Über das Ausmass der Reaktionen waren wir schon überrascht. Die Medien haben nach dem Bührle-Raub über alles berichtet, was irgendwie im Zusammenhang mit dem Kunstraub stand. Diesen Aufmerksamkeitsbonus haben wir für uns genutzt. Und überlegt, auf welchem Weg wir den Clip am besten in die Medien bringen. Wir haben geschaut, dass dieser im Netz zu einem Thema wird und wir auf Youtube viele Views kriegen. Und gehofft, dass ein Journi das Thema aufnimmt – was auch gut und überraschend schnell geklappt hat. Der Rest war dann ein Selbstläufer. Nach dem ersten Artikel zogen die anderen Medien lawinenartig nach. Was sagen Sie zum Vorwurf, dass Sie mit dem Clip die Öffentlichkeit getäuscht hätten?Wir haben natürlich schon darauf spekuliert, dass einige Leute das Bild im Clip für echt halten. Aber die Art der Berichterstattung in den Medien hat uns schon überrascht. Dass es ein Clip mit zweifelhafter Echtheit ist, den theoretisch jeder mit einfachsten Mitteln nachstellen kann, wurde von vielen erst gar nicht erwähnt, oder ging mit der Zeit verloren. Plötzlich hiess es: «Der Knabe mit der roten Weste im Internet aufgetaucht». Dabei haben wir bewusst einen falschen Rahmen gewählt, so dass dem Experten sofort klar gewesen sein wird, dass es sich nicht um das Originalbild handelt. Und dann sagt die Polizei, dass sie den Clip in die Ermittlungen einbeziehen werde. Dieses Statement und die Art der Berichterstattung haben zur Verbreitung der Geschichte bestimmt einiges beigetragen. Und plötzlich wurde schweizweit über den rätselhaften Cezanne-Clip spekuliert.
Das Praktische: Alle, die darüber berichtet hatten, mussten dann auch die Auflösung bringen. Diverse Printmedien und auch das Fernsehen haben über die Auflösung berichtet und diverse Online-Redaktionen haben den Clip auf ihre Seite verlinkt. Inzwischen haben auch zahlreiche Blogs und Medien über den Auflösungsfilm geschrieben, die vorher gar nicht auf das Thema eingestiegen sind. Das ist natürlich ein netter Effekt und wir glauben auch, dass die meisten Leute über diese Kampagne schmunzeln konnten.
Haben Sie lange gebraucht, um den Kunden von dieser Aktion zu überzeugen? Überhaupt nicht. Die Besitzerin der Art Poster Gallery war sofort dabei. Die ganze Aktion kostete sie auch nicht mehr als ein paar Telefonate und einen Rahmen, den sie wiederverwenden kann. Sie war vom Rummel natürlich überrascht. Aber als Unternehmerin dürfte sie mit dem Ergebnis höchst zufrieden sein. Schliesslich hat ihr Geschäft mit 0 Franken einen Werbeeffekt erreicht, den manches Unternehmen mit einem grossen Budget vergebens zu erzielen versucht.
Wer sind die zwei Gestalten im Clip – Sie beide? Ja, das sind wir.
Die Stadtpolizei will prüfen, ob Sie sich strafbar gemacht haben – haben Sie schon etwas von der Stapo gehört?Nein, bis jetzt noch nicht. Wie Stapo-Sprecher Marco Cortesi gegenüber Tele Züri sagte, werde es vermutlich keine Folgen haben. Vermutlich hätten wir schon was gehört. Wir wartens ab, hoffen aber, dass die Polizei ein Auge zudrückt und wir die Ermittlungsarbeiten nicht allzu stark gestört haben. Dem betroffenen Bührle Museum wünschen wir, dass die beiden Bilder bald wieder gefunden werden.
Interview per Email: Carole Scheidegger

Sympathische Begleiter

Internet Schellenberg + Benz hat für die Versicherung Sympany ein WebTV entwickelt.

 
Internet Schellenberg + Benz hat für die Versicherung Sympany ein WebTV entwickelt. 
Neue Medien prägen unsere Zeit. Ein revolutionäres Beispiel ist MicroTV. Der unkonventionelle Kanal auf dem Internet bietet ein ideales Gefäss zur Kommunikation mit Kunden sowie auch Mitarbeitenden. Anders als beim herkömmlichen Internet-TV, wo meistens Beiträge aus dem Archiv «richtiger» Stationen abgerufen werden können, ist MicroTV als eigens produzierter Kanal für Firmen oder andere Organisationen definiert. Die «Sendungen» auf MicroTV können auch mit interaktiven Elementen angereichert werden.Als erstes Schweizer Unternehmen lanciert die Versicherungsgruppe Sympany jetzt ein solches interaktives TV-Magazin. Realisiert wird das Projekt von Schellenberg + Benz, Agentur für Corporate Design und Werbung in Zürich. Abrufen kann man das auf vier Updates pro Jahr konzipierte Programm über www. sympany.tv. Die Sendungen umfassen diverse Rubriken von einem Schwerpunkt-Interview bis Comedy mit Beat Schlatter, Wunscherfüllung mit Melanie Winiger sowie sachliche Informationen und natürlich Werbung in eigener Sache.
Die konstante technologische Entwicklung macht es möglich, dass MicroTV finanziell nicht nur für grosse Konzerne in den Bereich des Machbaren rückt. «On demand» können die verschiedensten Formate vom kleinen Trailer bis zum grossen Programm abgerufen werden. Ein Boom ist somit nah und nicht erst in der Ferne sichtbar.
 
Andreas Panzeri

25 Jahre Designkompetenz

Jubiläum Seit nunmehr 25 Jahren schreibt die D’SIGN Bringold & Cueni AG erfolgreich Verpackungs-Design-Geschichte.

 
Jubiläum Seit nunmehr 25 Jahren schreibt die D’SIGN Bringold & Cueni AG erfolgreich Verpackungs-Design-Geschichte.
 
Kompetenz bietet die international tätige Design-Agentur in den Bereichen Packaging, Corporate und Brand Design, in Form von Creation, Naming, Communication und Fotografie. Die Inhaber und Geschäftsführer, Röné Bringold und Christian Cueni, achten stets darauf, dass sie die gewachsene Kompetenz und Erfahrung mit Leidenschaft und Engagement koppeln können. Neugier und Frische in der Arbeit überträgt sich auch auf das Team von 15 Mitarbeitenden, die mit Herzblut und Verstand bei der Sache sind. Packaging Design für MarkenDas Gefühl im Umgang mit visueller und haptischer Sinnlichkeit beweist D’SIGN Bringold & Cueni insbesondere für Kunden aus der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie immer wieder. Zu den langjährigen Kunden gehören unter anderen Bell, Coop, Hengstenberg, Procter & Gamble, Piasten und Ricola. Das Entwickeln von neuen Produktformen gehört dabei genauso zu den Kernaufgaben der Design-Agentur wie die Kreation eines prägnanten Corporate oder Brand Designs. Beim Packaging Design soll das Ergebnis ein Produkt sein, das sich am POS durch eine hohe Wiedererkennbarkeit und einen glaubwürdigen Auftritt auszeichnet. Jüngstes Beispiel ist die Markenentwicklung der neuen Cigarren-Premium-Linie Winston Churchill der Oettinger Davidoff Group, für die D’SIGN Bringold & Cueni verantwortlich zeichnet.
Verpackte Zigarrenkultur Die neue Premium-Linie «Winston Churchill» umfasst vier Sorten handgefertigter Zigarren aus der Dominikanischen Republik. «Blenheim Palace» verweist auf den Familiensitz der Churchills, «Marrakesh» auf ein Bild aus der Hand von Winston Churchill, «Chequers» auf den offiziellen Landsitz der britischen Premierminister seit 1921 und «No. 10» auf den Amts- und Wohnsitz an der Downing Street. Das Packaging Design wurde von D’SIGN Bringold & Cueni entwickelt. Der Produktname und das Familienwappen Churchills waren als Gestaltungselemente im Briefing festgeschrieben. Bei der Definition der vier Referenznamen wirkte die Agentur hingegen mit. Der Auftrag umfasst die Markenentwicklung, die Gestaltung der Zigarren-Kistchen und der Zigarren-Ringe. Das gewählte Farbklima folgt dem Familienwappen, indem es sich auf gedeckte Braun-, Beige- und Rottöne konzentriert. Edles Understatement vermitteln die Stimmungsbilder auf den Kistchen, die den jeweiligen Referenznamen wiedergeben. Durch die grafische Aufbereitung – weichgezeichnet mit geringen Kontrasten und in Sepia gehalten – erinnern sie an Fotografien des frühen 20. Jahrhunderts. Die grafischen Ornamente und ein umrahmender, dunkelbrauner Rapport bestärken die selbstbewusste Eleganz des Markenauftritts.
Worauf es in der Umsetzung von Design-Aufträgen ankommt, zeigt die Design-Agentur praxisnah im D’SIGN Workshop. In diesem eintägigen Seminar, Termine stehen derzeit noch nicht fest, werden vertiefte Einblicke in die Arbeitsabläufe und die Fachsprache der Design-Welt geboten. Sicherheit im Umgang mit Dienstleistern aus Kreation und Produktion bringt dabei das als Kursunterlage dienende Nachschlagewerk, der D’SIGN Coach. Auf 48 Seiten werden fachliche Aspekte aus den Bereichen Design, Druckvorstufe und Druck erklärt.
Sabine Flachsmann
D’SIGN Bringold & Cueni AG, Biel-Benken
Spezialisiert auf Branding, Packaging, Corporate, Forming und Communication
Gründung:
1982Inhaber:
Röné Bringold, Christian CueniMitarbeiter:
15

Wider die Barrieren

René Worni über den Abschied von der radiophonen Völkerverbindung.

 
René Worni über den Abschied von der radiophonen Völkerverbindung. 
Der Zürcher Radiokrieg hat Natalie Rickli aufgeschreckt. Rickli ist neugewählte Winterthurer SVP-Nationalrätin und macht sich Sorgen um die Vielfalt radiophoner Versorgung unter dem neuen Radio- und Fernsehgesetz. Deshalb hat sie auch gleich zu politischen Mitteln gegriffen und mit einer (von Verleger und FDP-Ratskollege Filippo Leutenegger unterstützten Interpellation) dem Bundesrat vorgeschlagen, er möge sich doch dafür einsetzen, dass mehr private Radiosender auf UKW senden könnten. Im Falle von Zürich stehen bekanntlich die Sender Radio 24 und Energy (vormals Radio Z) auf der Kippe. Um das Frequenzband freizuschaufeln, möchte Rickli die Programme der Westschweizer und der Tessiner SRG-Sender vom UKW nehmen und über das noch unterentwickelte DAB verbreiten. Das haut wohl niemanden vom Hocker, denn Ricklis und Leuteneggers Vorstoss kommt etwas spät und hat kaum Aussicht auf Gehör (das Uvek lässt wohl kaum mit sich reden, nachdem ein zwar teurer, aber möglicher Ausbau des UKW-Bandes vor geraumer Zeit endgültig beerdigt wurde).
Doch einmal abgesehen von der mangelnden politischen Sprengkraft des Begehrens: Käme, rein hypothetisch, Ricklis Idee zum Tragen, verschwände eine geschätzte Errungenschaft der mehrsprachigen und multikulturellen Medien-Schweiz. Das bedeutet für geneigte Radiohörerinnen und -hörer höchsten Luxus. Wer schon einmal von München kommend sich im Auto der Liechtensteiner Grenze näherte und unverhofft Radio Suisse Romande empfangen konnte, der weiss, wovon hier die Rede ist. Das versteht auch, wer nach dem Verschwinden von Radio Tropic, dem einzigen jemals urbanen (Zürcher) Radiosender mit regelmässigen Nachrichten aus aller Welt (BBC, Radio France) verzweifelt nach Alternativen sucht. Das versteht, wer sich beim allzu ambitiösen Erwachsenenradio in die Ecke gedrängt und sich nicht wirklich aufgehoben fühlt. Obwohl man zum Beispiel den Romands sture Blindheit vorwirft, wenn es um die Deutschschweiz geht – in der Presseschau auf RSR wird regelmässig und ausführlich die Deutschschweizer Presse zitiert. Das Umgekehrte ist hingegen nie der Fall.
 
René Worni, Redaktor

Ratna Irzan wird Verlagsleiterin der Ringier Health Unit

Die Gesundheitsplattform Health Unit von Ringier erhält mit Ratna Irzan eine neue Verlagsleiterin. Die 46-Jährige löst per Mitte April Bernadette Studer ab, welche sich selbstständig machen will, wie Ringier mitteilte.

Die Gesundheitsplattform Health Unit von Ringier erhält mit Ratna Irzan eine neue Verlagsleiterin. Die 46-Jährige löst per Mitte April Bernadette Studer ab, welche sich selbstständig machen will, wie Ringier mitteilte.
Ratna Irzan ist Ingenieurin ETH und blickt gemäss Communiqué auf langjährige Erfahrung in der Medien- und Werbebranche zurück. Sie war vor allem im Bereich von Konsumentenmagazinen tätig. So arbeitete sie bei der KI Konsumenteninfo AG und Editions Plus Sàrl mit Titeln wie Bon à Savoir, KTipp und Puls Tipp. Irzan baute auch das Unternehmen Specter GmbH auf, das sie 2000 an Ringier Print verkaufte.

Goldbach–Bern retour

Medienpolitik Eine Goldbach-Mitarbeiterin macht sich in Bern für mehr UKW-Frequenzen stark. Aus Eigennutz?

 
Medienpolitik Eine Goldbach-Mitarbeiterin macht sich in Bern für mehr UKW-Frequenzen stark. Aus Eigennutz? Was der Bundesrat vor etwa zwei Jahren aus Kostengründen ablehnte, soll er nun doch wieder prüfen: eine Neuverteilung der UKW-Frequenzen. Dies verlangt eine Interpellation, die die junge SVP-Nationalrätin Nathalie Rickli kürzlich einreichte. Doch Rickli wünscht auch Massnahmen, die kurzfristiger realisierbar wären: So sollen die ersten Radioprogramme der SRG (DRS1, RSR1, RSI1) ausserhalb ihrer Sprachregion nicht mehr auf UKW, sondern nur über DAB oder DAB+ verbreitet werden. Damit würden UKW-Frequenzen frei, mit denen Engpässe in der UKW-Versorgung behoben werden könnten.So weit, so initiativ. Merkwürdig mutet nur an, dass ausgerechnet Rickli, Managerin bei der Goldbach-Tochter Adlink Media Schweiz, diesen Vorstoss unternahm – und gerade jetzt. Denn ihre Arbeitgeberin Goldbach Media hat starke Eigeninteressen im Radiobereich. Sie ist Exklusivvermarkterin des Ringier-Radios Energy Zürich – für das Küsnachter Unternehmen ein zentrales Standbein im Radiomarkt. Doch dieses Standbein wackelt, da Kanton und Stadt Zürich sowie diverse Gemeinden in ihren Stellungnahmen zu den Radiokonzessionsgesuchen andere Projekte dem Ringier-Sender vorziehen.
Dass Energy Zürich seine UKW-Frequenz verlieren könnte, weiss auch Rickli, wie sie auf Anfrage bestätigt. Könnte es aber auch sein, dass sie die Interpellation im Auftrag oder in Absprache mit Goldbach-CEO Klaus Kappeler eingereicht hat? Das weist Rickli von sich. «Ich bin eine unabhängige Politikerin, bin nicht in einem Medienhaus angestellt und habe keine derartigen Interessenbindungen», sagt sie. Auch habe sie keine Zeit, mit Kappeler solche Dinge zu besprechen. Die Interpellation sei schon lange geplant und habe mehr Medienvielfalt zum Ziel. «Wenn jemand Radio machen will, soll er dies auch tun können», findet sie.
Markus Knöpfli

Natürlich Erdgas

Energie Für Erdgas hat Matter & Gretener einen Auftritt realisiert, der den Umweltnutzen sinnlich erfahrbar macht.

 
Energie Für Erdgas hat Matter & Gretener einen Auftritt realisiert, der den Umweltnutzen sinnlich erfahrbar macht. 
Eine Schafherde formt sich zu einem grünen Blatt. Ein Vogelschwarm findet sich nach ein paar «Loopings», die wie tänzerisch zu einer anmutig schönen Musik geschnitten sind, ebenfalls zum Erdgas-Logo. Schliesslich erscheint, aus der Luft aufgenommen, auch ein Bergsee in Form des bekannten Emblems.Dieses «Grüne Blatt» ist ursprünglich von Edelweiss Werbung für den Verband der schweizerischen Gasindustrie entwickelt worden. Als Ernst Meier kürzer treten wollte, hat er diesen Kunden in die Agentur von Matter & Gretener eingebracht. Diese hat zusammen mit dem Verband den grossen Wert des Icons erkannt und bei ihrer neuen Kampagne das Keyvisual übernommen. «Evolution statt Revolution», meint Konzepter Dominik Imseng zu diesem «ansonsten völlig neuen Imageauftritt».

Dieser dramatisiert noch klarer und emotionaler als bisher die Umweltfreundlichkeit von Erdgas. Zwei TV-Spots wurden im Stil eindrücklicher Naturdokumentationen realisiert, welche «die Schönheit der Schweizer Alpen feiern» und daran erinnern, dass ein verringerter C02-Ausstoss dazu beiträgt, diese zu erhalten. Denn mit weniger Abgasen dank mehr Erdgas wird dem Schmelzen der Gletscher und den durch den Klimawandel ausgelösten Naturkatastrophen entgegengewirkt.
Die Filme sind von Panimage Zürich gestaltet worden. Die 3D-Animation stammt von Südlich-t in München. Die Musik hat Alex Kirschner in Zürich komponiert. Ein Anzeigen- und Plakatsujet, das die Bildidee der TV-Spots aufnimmt, wurde mit Fotos von Scheffold Vizner umgesetzt.
Andreas Panzeri
Energie der Zukunft?Erdgas hat vor allem als Wärme- und Prozessenergie
eine erhebliche Bedeutung für die Energieversorgung der Schweiz erlangt. Diesen Umstand widerspiegelt auch die Tatsache, dass die Politik dem Energieträger Erdgas eine Schlüsselposition bei energiepolitischen Entscheiden einräumt. Seit seiner Einführung steigt der Anteil von Erdgas am Endenergieverbrauch kontinuierlich. Eine Trendumkehr ist nicht zu erwarten. Mit Erdgas kann man heizen, Wasser erwärmen, kochen, grillieren, kühlen, Strom produzieren und sogar Auto fahren. Insbesondere der Bereich Erdgas als Treibstoff wird diese Entwicklung weiter verstärken. Zwecks Reduktion der CO2-Emissionen
in der Schweiz wird eine Senkung der Mineralölsteuer auf das als Treibstoff verwendete Erdgas und Biogas vorbereitet. Damit soll die Verwendung dieser Gastreibstoffe anstelle flüssiger Treibstoffe gefördert werden. Die entsprechende Gesetzesrevision soll per Juli 2008 wirksam werden.Aktuell weilte Bundesrätin Calmy-Rey
diese Woche im Iran für die Unterzeichnung eines neuen Gasvertrags. Ab 2012 wollen die Iraner jährlich 5,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas liefern. Ein Teil dieses Gases soll in die Schweiz verkauft werden. (pan)

NZZ-Gruppe steigert ihre Ertragskraft

Die NZZ-Gruppe hat 2007 Gewinn und Umsatz erneut deutlich gesteigert. Dank höherer Anzeigeverkäufe, Umsatzsteigerung bei elektronischen Medien und Akquisitionen setzte das Unternehmen 551 Millionen Franken um. Das sind gut 9 Prozent mehr als im Vorjahr.

 Die NZZ-Gruppe hat 2007 Gewinn und Umsatz erneut deutlich gesteigert. Dank höherer Anzeigeverkäufe, Umsatzsteigerung bei elektronischen Medien und Akquisitionen setzte das Unternehmen 551 Millionen Franken um. Das sind gut 9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Medienhaus gleichzeitig mit der Ankündigung einer neuen Führungsstruktur mitteilte. Unter dem Strich blieben 45,5 Millionen Franken. Der Gewinn liegt damit über 45 Prozent höher als 2006. Dieser wurde vor allem operativ erzielt, stieg doch auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 62 Prozent auf fast 41 Millionen Franken.
Zugelegt haben beide Geschäftsbereiche: Der Bereich NZZ (mit den Medien Neue Zürcher Zeitung, NZZ am Sonntag und NZZ Online) und die Freie Presse Holding (FPH) mit den Beteiligungen an Regionalverlagen in der Zentral- und Ostschweiz sowie in Zürich. 2006 in die Gewinnzone zurückgekehrt, konnte der Geschäftsbereich NZZ im vergangenen Jahr das Bereichsergebnis von 4,7 Millionen Franken auf 13,1 Millionen Franken verbessern. Dazu haben gemäss Mitteilung dank Effizienzsteigerungen sowohl das Stammblatt NZZ wie auch die NZZ am Sonntag beigetragen.
Die FPH hat den Umsatz und das Bereichsergebnis des Vorjahres übertroffen (+6,9 Millionen Franken auf 34,2 Millionen Franken). Die Tagblatt-Medien haben gemäss Mitteilung bei der Ertragslage «einen grossen Schritt vorwärts» gemacht, während die LZ-Medien ihre Rentabilität bestätigt hätten.

Maxomedia realisiert EM-Fanwebseite für die Swiss

Im Zuge der Kampagne «Airline for all fans» hat Maxomedia für die Fluggesellschaft Swiss eine Fanwebseite für die Zeit während der Fussball-EM produziert. Vorveröffentlicht wird zudem ein TV-Spot der Swiss.

 
Im Zuge der Kampagne «Airline for all fans» hat Maxomedia für die Fluggesellschaft Swiss eine Fanwebseite für die Zeit während der Fussball-EM produziert. Darauf sollen sich verschiedenste Angebote für Liebhaber des runden Leders finden, wie die Agentur für Crossmedia-Kommunikation mitteilt. So beispielsweise Informationen zu den Fantrams und zum mit «Hopp Schwiiz» beschrifteten Fanflugzeug A380. Weiter kann der Besucher auch verschiedene Online-Games spielen und dabei Preise gewinnen. Vorveröffentlicht wird zudem ein Euro-TV-Clip der Swiss. 

Werbung im Elfenbeinturm

Hochschulen Smaboo macht aus Studenten Markenbotschafter. Ihre Notebooks werden mit Werbung beklebt.

 
Hochschulen Smaboo macht aus Studenten Markenbotschafter. Ihre Notebooks werden mit Werbung beklebt. 
An deutschen Universitäten ist Werbung kein Tabuthema mehr. Bandenwerbung im Auditorium, Litfasssäulen vor der Mensa, Werbespots während den Pausen oder der orange-blaue Vorlesungssaal benannt nach einem Discounter prägen das Leben an den Hochschulen mit. In Zeiten der Finanzknappheit wird den Studenten die Werbeflut zugemutet. In der Schweiz sind die Lehr- und Lernzonen noch werbefrei, weil sie durch strenge Restriktionen geschützt sind. Das könnte sich jedoch bald ändern. Die im November 2007 gegründete Firma Smaboo will in Schweizer Hörsälen Werbung machen. Das Start-up mit Sitz in Zürich hat eine Werbeform entwickelt, die das Verbot clever umgeht. Die Idee ist einfach: Die Rückseite eines Notebooks wird mit einer speziell entwickelten Werbefolie beklebt. Dabei leistet das Smaboo-Medium mehr als ein einfaches Plakat. Der Student hinter dem Gerät ist Markenbotschafter und Verkäufer zugleich. In der Schweiz konnten 75 Studierende für das Projekt rekrutiert werden.
Üblicherweise stammen derartige Werbekonzepte aus dem Ausland und werden von hiesigen Vermarktern kopiert. In Fall Smaboo ist es umgekehrt. Die Idee stammt vom Deutschen Christoph Magnussen und dem Schweizer Adrian Locher. Sie liessen sich nach ihrer gemeinsamen Studienzeit an der Universität in St. Gallen von der Idee des «Embedded Branding» inspirieren. Diese Vermarktungsmethode versucht, die Marken zum Bestandteil des alltäglichen Umfelds einer Zielgruppe werden zu lassen. Eine verwandte Variante dieser Idee ist das weitläufig bekannte Product-Placement. Im Online-Bereich hat das «Embedded Branding» bisher mit der Platzierung von interaktiven Markenlogos in digitalen Stadtplänen oder Computerspielen Einzug gehalten.
Als ersten Kunden konnten die Gründer Magnussen und Locher Deutschlands grösstes Mobilfunkunternehmen Debitel von ihrer Idee überzeugen. An den deutschen Universitäten waren anfangs Jahr rund 300 Studenten mit ihren gebrandeten Notebooks unterwegs. Das Echo war laut Smaboo-Mitgründer Christoph Magnussen sehr gut. Die Tests zeigen, dass das Werbemodell von Studenten gut akzeptiert werde. Auch der Markenverantwortliche von Debitel, Thomas Bruker, ist vom Smaboo-Konzept überzeugt. Zum einen weil das Notebook-Branding glaubwürdig sei. Zum anderen weil die Kontaktqualität um ein Vielfaches höher sei als bei üblichen Massnahmen im Umfeld der Studenten. Heute sind in Deutschland bereits 900 Studenten als so genannte Brand-Promotoren unterwegs. Neben Debitel wirbt auch die Online-Tauschbörse Hitflip auf den Rechnern der Hochschüler.
Als erster Kunde in der Schweiz hat sich der Tages-Anzeiger für eine Kampagne mit Smaboo entschieden. Der Marketingleiter des TagesAnzeigers Dominique von Albertini spricht über einen «Testlauf», den die Zeitung gestartet habe. Seit Anfang März sind an Zürcher Hochschulen rund 20 Studenten als Brand-Promotoren unterwegs. Die Smaboo-Aktion ist eine von vielen derzeit laufenden Werbemassnahmen des Tages-Anzeigers an Schweizer Hochschulen. Von Albertini: «Wir sind immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, Studierende anzusprechen. Werbung an Schweizer Hochschulen ist eben ein heikles Thema.»
In der Schweiz wird Smaboo exklusiv durch Go! Uni-Werbung vermarktet. Wie die Agentur in einer Pressemitteilung schreibt, kostet eine Kampagne 16 500 Franken. Dann kleben 75 Studenten die Werbung eines Unternehmens für zwei Monate auf ihre Laptops und präsentieren diese an der Hochschule, sei es in der Vorlesung, in der Bibliothek oder in der Mensa. Die Studenten gehen dabei nicht leer aus. Sie erfreuen sich über ein kleines finanzielles Zubrot. Die Gründer von Smaboo wollen sich im Übrigen nicht nur auf Notebooks als Werbeflächen beschränken. Auch Taschen, Jacken und Autos sollen mit Werbung beklebt werden. Die experimentierfreudige Studentenschaft ist hierfür sicher eine ideale Testwiese.
Christian Lüscher
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