Gemi Februar 2008: TV setzt Wachstum fort

Neues vom Goldbach Media Index (GEMI): Das Fernsehen brilliert mit einer erneuten Erhöhung des Werbedrucks im Berichtsmonat Februar um 7 auf total 443 Indexpunkte.

 
Neues vom Goldbach Media Index (Gemi): Das Fernsehen brilliert mit einer erneuten Erhöhung des Werbedrucks im Berichtsmonat Februar um 7 auf total 443 Indexpunkte. Damit hat das Fernsehen auch einen Anteil am Wachstum der E-Medien um 5 auf 418 (413) Indexpunkte sowie am Gesamtwachstum der von Media Focus erfassten Medien um einen Indexpunkt auf 199. Dagegen blieb der Werbedruck von Internet und Radio je mit 253 (256) unter den Erwartungen, Teletext verlor 3 Indexpunkte und steht neu bei 125. Bei Internet fehlen gemäss Media Focus die Daten eines Lieferanten. 

Farbe: Alles unter Kontrolle

Druck Die steigenden Anforderungen an die Qualität und kürzere Produktionszeiten rufen nach zuverlässigem Farbmanagement.

 
Druck Die steigenden Anforderungen an die Qualität und kürzere Produktionszeiten rufen nach zuverlässigem Farbmanagement. 
Eine verstärkte Nachfrage nach Standards im Offsetdruck wird in den kommenden Jahren die Arbeitsweise moderner Druckereien bestimmen. Vorhersehbare Ergebnisse, vergleichbare Qualität an verschiedenen Orten und Ausgabegeräten sind einige der Gründe für diese Entwicklung. Aber auch der Wunsch der Agenturen nach mehr Unabhängigkeit von der Druckerei und nicht zuletzt der Preis werden in Zukunft entscheidende Faktoren für die Auftragsvergabe sein. Schutz vor ReklamationenDer herkömmliche und weit verbreitete Ansatz des Farbmanagements beschränkt sich oft darauf, die Vorgaben des Proofs an der Druckmaschine irgendwie zu erfüllen. Auf dem Weg vom digitalen Entwurf zum gedruckten Bogen gibt es jedoch bereits zahlreiche Faktoren, die das Färbungsergebnis beeinflussen können. Sei das der Punktzuwachs, der durch eine neue Farbserie entsteht, eine andere Papierqualität oder auch eine Druckplatte mit verändertem Farbannahmeverhalten. Oftmals werden auch Daten und Proofs vom Kunden geliefert, bei denen sich der Drucker mit Farbvorgaben auseinandersetzen muss, die an der Druckmaschine kaum zu erreichen sind. «Lithografie» an der Druckmaschine kostet Zeit, und Makulatur ist der teuerste und ineffizienteste Weg, um am Ende festzustellen, dass ein gewünschtes Ergebnis gar nicht zu erzielen ist. Auch um sich vor Kundenreklamationen zu schützen, ist Sicherheit in der Farbqualität für jeden Drucker eines der obersten Gebote.
Einfacher Farb-ArbeitsablaufVielen Kunden ist die Heidelberg-Dienstleistung «Print Color Management» schon länger ein Begriff. Experten für Vorstufe und Druck nehmen dabei die verbindliche Einstellung und Optimierung aller Parameter vor, die auf das Druckergebnis Einfluss haben. Erst diese Massnahme ermöglicht es, dass die gewünschten Färbungsstandards immer sicher erreicht und gleichzeitig Produktionskosten eingespart werden können. Die Heidelberger Druckmaschinen AG bietet mit Prinect Color Solutions den Schlüssel zu einem modernen Farbmanagement über die digitale Integration der Produktionsressourcen in Vorstufe und Drucksaal. Nur mit einem durchgängigen Farb-Workflow lässt sich eine verlässliche und exakte Abstimmung zwischen Proof, Platten und Druck erreichen.
Mit den Produkten der Prinect Color Solutions lassen sich die Prozesse flexibler gestalten und stärker automatisieren. Prinect Color Solutions beinhalten eine Vielzahl von Produkten und Funktionen für eine farbsichere und wirtschaftlichere Produktion im digitalen Arbeitsablauf. Sie sorgen durch ein abgestimmtes Farbmanagement für verlässliche Qualität auf hohem Niveau. Alle farbrelevanten Prinect-Produkte wurden gezielt mit Erweiterungen ausgestattet, die den Arbeitsablauf noch einfacher, zuverlässiger und sicherer machen. Dabei bringt bereits jede Funktion für sich erhebliche Vorteile. So reduziert jede einzelne Funktion im Prinect CP2000 Center den Aufwand beim Auftragswechsel deutlich. Jedes weitere Prinect-Produkt erleichtert den Umgang mit Farbdaten Schritt für Schritt. Durch die präzise Abstimmung der Produkte und die intelligenten Funktions-erweiterungen ergeben sich für Heidelberg-Drucker maximale Farbsicherheit und signifikante Produktionsvorteile.
Schrittweise zum ErfolgDie vom Kunden angelieferten PDF-Dokumente werden vom Workflow-System Prinect Printready auf Vollständigkeit und Druckbarkeit überprüft. Alle Farben können dabei mittels ICC (International Color Consortium)-Profil dem aktuellen Farbraum des Druckprozesses angepasst werden. Danach erfolgt die Ausgabe des druckfertigen Dokuments über Prinect Meta Dimension zur Kontrolle auf einen Proofer. Entspricht der Proof den Erwartungen, gibt Prinect Meta Dimension die Daten zur Herstellung der Druckplatten an den Belichter weiter. Die Kennlinienauswahl für den gewünschten Druckprozess erfolgt automatisch.
Gleichzeitig erzeugt Prinect Meta Dimension Daten mit Voreinstellparametern für die Druckmaschine und digitale Referenzwerte zur Kontrolle der Druckbogen mit dem Farbmess-System Prinect Image Control. Proof, Druckplatten und Voreinstelldaten werden parallel an den Drucksaal weitergereicht. Kalibrierkennlinien für verschiedene Ausgabebedingungen und ICC-Profile werden mit der Prinect Calibration Toolbox bzw. der Prinect Profile Toolbox generiert und in Prinect Printready System sowie Meta Dimension implementiert. Für die dafür notwendigen Messungen steht Prinect Image Control zur Verfügung, die aber auch mit Farbmessgeräten anderer Hersteller vorgenommen werden können.
Änderungen per KnopfdruckIm nächsten Schritt berechnet Prinect Prepress Interface aus den Daten der Vorstufe die zonalen Flächendeckungswerte für die Druckmaschine und übergibt sie zusammen mit den gewünschten Angaben für Farbe und Papier an das Prinect CP2000 Center, das um eine Kennliniendatenbank erweitert wurde. Der Drucker kann jetzt beliebig viele Voreinstellungen für unterschiedliche Papierklassen, Druckfarben und Färbungsstandards hinterlegen. Statt der manuellen Änderung der Farbvoreinstellung genügt bei einem Wechsel der Papiersorte jetzt ein einziger Knopfdruck. Die Übergabe der Produktionsparameter zur Auswahl der Voreinstellung an das Prinect CP2000 Center erfolgt danach automatisch. Durch die Berücksichtigung der Verbrauchsmaterialien kann die optimale Färbung dann sehr schnell erreicht werden. Gleichzeitig erhält Prinect Image Control die Referenzwerte aus der Vorstufe zur Erzeugung eines digitalen OK-Bogens. Die Messergebnisse des Auflagendrucks können zur Anpassung an veränderte Produktionsbedingungen an die Vorstufe zurückgegeben werden.
Der Einsatz von Prinect Color Solution bietet zahlreiche Vorteile: Verbesserung der Produktivität über die gesamte Wertschöpfungskette, detaillierte Abstimmung des gesamten Prozesses – von der Vorstufe bis zum Druck –, farbtreue Proofs, Steigerung der Prozess-Sicherheit und Konstanz in der Druckqualität durch systematische Qualitätskontrolle, verbesserte Farbvoreinstellung an der Druckmaschine sowie Profilierung und Kontrolle des Gesamtprozesses. www.heidelberg.com
Sabine Flachsmann
Die Prinect Color Solutions für Vorstufe und DruckPrinect Color Solutions in der VorstufePrinect Printready System
Vollständig JDF-basierter Preprint-Workflow, Parametrisierung und Durchführung aller notwendigen Farbtransformationen für den Druck.
Prinect Meta Dimension
Raster-Image-Processor-System. Durchführung von Farbtransformationen für den Proof und von Kalibrierungen für die Plattenbelichtung.
Prinect Calibration Toolbox
Software zur Linearisierung von Druckplatten in CtP-Systemen und Anpassung von Druckkennlinien.
Prinect Profile Toolbox
Software zur Erstellung von ICC-Profilen und zur Qualitätskontrolle von Proof und Druck.
Prinect Color Solutions im DrucksaalPrinect Prepress Interface
Software zur Erzeugung von Farbvoreinstelldaten.
Prinect CP2000 Center
Maschinenbedienung für Speedmaster-Druckmaschinen. Automatische Anzeige des Vorschaubildes des Druckbogens. Einfache Erzeugung und Verwaltung von Kennlinien für verschiedene Papiere, Farben oder Druckstandards. Automatische Kennlinienwahl zur Farbvoreinstellung
Prinect Image Control
Farbmess-System für Speedmaster-Druckmaschinen mit der Möglichkeit zur Farbmessung im gesamten Druckbild. Präzises Ansteuern und Regeln der gewünschten Sollfärbung. Messung vordefinierter Testformen und Kontrollelemente und Bereitstellung der Daten für Prinect Profile Toolbox und Prinect Calibration Toolbox.

Nur die Spezialpresse profitiert nicht vom Inseratewachstum

Nicht nur der Publicitas-Index zur Werbung in den Tageszeitungen zeigt nach oben, auch die Wemf liefert positive Nachrichten: Die Inserate-Einnahmen erhöhten sich im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,9 Prozent auf 152,1 Millionen Franken.

 Nicht nur der Publicitas-Index zur Werbung in den Tageszeitungen zeigt nach oben, auch die Wemf liefert positive Nachrichten: Die Inserate in der Schweizer Presse haben seit Jahresbeginn weiter zugenommen. Die Inserate-Einnahmen erhöhten sich im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,9 Prozent auf 152,1 Millionen Franken. Deutlich zugenommen haben erneut die Einnahmen aus Stellenanzeigen: Sie stiegen um 11,2 Prozent auf 27,9 Millionen Franken, wie der am Mittwoch veröffentlichten Wemf-Inseratestatistik zu entnehmen ist. Wiederum einen Rückgang gab es jedoch bei den Liegenschaftsanzeigen: Sie sanken um 10,2 Prozent auf 6,8 Millionen Franken.
Die kommerziellen Anzeigen (+4,8 Prozent auf 109,0 Millionen Franken) legten deutlich zu. Um etwas mehr als einen Fünftel auf 8,4 Millionen Franken stiegen die Einnahmen aus Prospektbeilagen.
Alle Printmediengattungen mit Ausnahme der Spezialpresse (-2,4 Prozent) profitierten von den zusätzlichen Inseraten. Am meisten gewinnen konnten die Sonntagspresse (+16,0 Prozent), die Fachpresse (+12,5 Prozent) und die Finanz- und Wirtschaftspresse (+6,1 Prozent). Die Tagespresse, die mit 89,8 Millionen Franken den grössten Anteil an den Inserateeinnahmen verbucht, legte ebenfalls um 6,1 Prozent zu. Etwas geringer waren die Zuwächse bei der regionalen Wochenpresse (+2,6 Prozent) und der Publikumspresse (+4,7 Prozent).

Witzigster Eierkopf gesucht

Festtage Pünktlich zu Ostern lanciert Postshop.ch eine Kampagne rund um Eier und Köpfe. Unter dem Motto «Werde berühmter als der Osterhase» findet ein Wettbewerb statt.

 
Festtage Pünktlich zu Ostern lanciert Postshop.ch eine Kampagne rund um Eier und Köpfe. Unter dem Motto «Werde berühmter als der Osterhase» findet ein Wettbewerb statt, bei dem das beste Foto zum Thema «Eierkopf» gesucht wird.Das beste Bild wird prämiert und berühmt gemacht. Die eierköpfigen Meisterwerke können auf der Site www.postshop.ch hochgeladen werden, wo die Besten dann durch ein User-Voting bestimmt werden. Die Kampagne stammt von Renzen Communications.

Peter Rettinghausen neuer Senior-Texter bei Publicis

Die Zürcher Agentur Publicis holt Peter Rettinghausen als neuen Senior Texter ins Team. Der 44-Jährige war zuletzt CD bei McCann Erickson Zürich.

Die Zürcher Agentur Publicis holt Peter Rettinghausen als neuen Senior Texter ins Team. Rettinghausen arbeitete zuvor zwölf Jahre bei Advico Young & Rubicam, fünf Jahre bei Wirz und drei Jahre als Creative Director bei McCann Erickson Zürich, wo er Ende letzten Dezembers von Bord ging (siehe ). Der 44-Jährige ist langjähriges Mitglied des Art Directors Club Schweiz.

Märchen der Macht

Kolumne Das Ende einer politischen Kultur: Die Zeitungen verschwinden, weil sie von der Werbung nicht mehr gebraucht werden.

 
Kolumne Das Ende einer politischen Kultur: Die Zeitungen verschwinden, weil sie von der Werbung nicht mehr gebraucht werden. 
Ob denn Auschwitz in der Schweiz liege, hatte unser Bundesrat Delamuraz ungläubig gefragt, als Mitte der neunziger Jahre die Vergangenheit unseres Landes im Krieg auf die Anklagebank der internationalen Öffentlich geriet. Unser nationales Gewissen Adolf Muschg schrieb über dieses Selbstgericht ein Buch. Das Begleichen der offenen Rechnungen – nicht nur der symbolischen – wurde eingefordert. Die Schweiz hat sie bezahlt, und sie hat den Bergier-Bericht bekommen. Was aber ist seither von der ganzen Debatte geblieben? Offensichtlich nicht viel. Das zeigte sich, als Bundesrat Couchepin den Nationalrat Dr. Mörgeli mit dem Auschwitz-Arzt Joseph Mengele verwechselte und verglich. Mörgeli war dann noch ein Stück unverfrorener, als er das Schweizer Fernsehen für sein Statement als Opfer nach Buchenwald bestellte. Das alles ist bekannt – mit den bekannten Folgen.Nur über das Fernsehen hat man viel zu wenig gesprochen. Wie kommt es, dass ein Deutschlandkorrespondent dazu bereit ist, Mörgeli in Buchenwald zu filmen? Und dann auch noch erklärt, es sei auf dem Parkplatz geschehen, wo es kein Drehverbot gebe. Fehlt inzwischen jegliche historische Sensibilität? Ist selbst ein Konzentrationslager als Kulisse für einen Selbstdarsteller salonfähig geworden? Die politische Unbedarftheit, die hier offenbar wurde, ist erschreckend. Und noch erschreckender ist, dass auch in der Redaktion niemand die barbarische Frivolität von Mörgelis Auftritt am Drahtzaun erkannte. Seinen lächelnden Triumph – gegen Couchepin – auf Kosten der KZ-Opfer?
SF-Chefredaktor Ueli Haldimann hat den Skandal nach aussen sehr geschickt gemanagt. Zur öffentlichen Selbstkritik sind Medien eh nie wirklich bereit. Es geht in diesem Fall aber um sehr viel mehr. Das sollte man ohne individuelle Schuldzuweisungen und Rechthaberei anerkennen – und nach dem Abflauen der individuellen Empörungen und der öffentlichen Erregung gründlich diskutieren. Vielleicht ist die (bislang) einmalige Fehlleistung tatsächlich das Symptom des kommenden Journalismus einer neuen Generation – und einer neuen Epoche: Jener des Internets, die das Zeitalter des Buchdrucks und der Zeitung ablöst.
Über sein Ende wird gegenwärtig in Frankreich debattiert. Zum einen wegen Sarkozy, der das Land in den letzten Monaten mit den Geschichten aus seinem Privatleben regierte. «Storytelling» wird das genannt, und es hat Methode. Es geht um die Märchen der Macht, die von allem anderen ablenken. Auch die seriösen Medien bleiben nicht verschont. Im Wahlkampf war die Entmachtung der Journalisten beklagt worden – seither sind die Verhältnisse nicht besser geworden. Dass sich die Medien gegenwärtig genauso brüsk von Sarkozy, dem sie zu Füssen lagen, abwenden, verweist letztlich auf die gleichen Mechanismen. Hysterie und Klatsch an allen Fronten. Keine Zeit zum Nachdenken, keine Distanz.
Nachrichten, Kommentare, Hintergrundberichte spielen im publizistischen Geschäft eine zunehmend geringere Rolle. Auf diesen Befund stützen sich zwei Medienexperten, die in der Zeitschrift Le Débat das Ende der Zeitungen verkündeten und damit auch den kulturellen Umbruch meinen. Der provozierende Aufsatz wurde zum Anlass für ein Kolloquium in der Bibliothèque Nationale in Paris. Zwar haben die Zeitungen für das vergangene Jahr leicht bessere Bilanzen vorgelegt. Die Auflagen stiegen – auch dank dem Wahlkampf. Die Defizite wurden reduziert. Am strukturellen Befund ändert das für die Débat-Autoren nichts: Es sei eine Mär zu glauben, neue Medien würden die alten nicht verdrängen, sondern ergänzen.
In Frankreich erreichen nur noch vier politische Tageszeitungen eine Auflage von 400’000 Exemplaren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden täglich mehrere Millionen Zeitungen verkauft, nach 1945 gab es Dutzende von Titeln. Auch das «letzte Massenmedium» Fernsehen verliert an Reichweite. Das Interesse an Information schwindet in dramatischen Dimensionen – als Transportmittel für die Werbung wird sie nicht mehr gebraucht. Man kann die Konsumenten über das Internet billiger und auch attraktiver ansprechen. Yahoo, Google, YouTube erreichen einzeln mehr Zeitgenossen als alle Zeitungsportale zusammen.
Springer hatte ausführliche Marktstudien durchgeführt, um in Frankreich eine Boulevardzeitung wie Bild zu lancieren. Es gibt eine publizistische Marktlücke, die Zeitung könnte erfolgreich sein. Ein Problem stellt der Vertrieb dar: Es existieren zu wenige Verkaufsstellen. Springer verzichtete – und kaufte dafür das Internetportal aufeminin.com für 284 Millionen Euro. Mit Journalismus hat das weder in verlegerischer noch in publizistischer Hinsicht etwas zu tun.
 
Jürg Altwegg ist Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen in Genf.

Predrupa-Treffpunkt Biberist

Veranstaltung Die Drupa ist die wichtigste Fachmesse der grafischen Industrie. Als Plattform orientiert sie Besucher aus aller Welt über die neusten Entwicklungen und Trends in der Branche.

 
Veranstaltung Die Drupa ist die wichtigste Fachmesse der grafischen Industrie. Als Plattform orientiert sie Besucher aus aller Welt über die neusten Entwicklungen und Trends in der Branche. 
Ein Besuch der Drupa will gut vorbereitet sein. Die Fachzeitschrift «viscom print & communication» führt daher in der Culturarena in Biberist am 8. Mai 2008 von 14 bis ca. 20 Uhr eine Halbtagesveranstaltung durch. Referate über zu erwartende Drupa-Highlights und Podiumsgespräche stehen dabei im Zentrum.Neben einem Einführungsreferat eines offiziellen Repräsentanten der Messe Düsseldorf informieren kompetente Referenten und Redaktoren, die sich im Vorfeld der Drupa intensiv mit dem Branchen-Event befasst haben, über wichtige Themen der Drupa. Podiumsgespräche legen Schweizer Standpunkte von Branchen-Persönlichkeiten dar und versprechen interessante Impulse.

Programm Predrupa.chNach der Begrüssung geht Fachredaktor Daniel Bischof, «viscom print & communication», mit Gesprächsteilnehmern aus der Schweizer grafischen Industrie der Frage nach, inwieweit Firmen investieren müssen und welche Rolle dabei Fachmessen spielen. Chefredaktor Paul Fischer stellt im ersten Referat ausgewählte Neuheiten vor, die in Düsseldorf erstmals der Fachwelt gezeigt werden. Nicht weniger technisch geht es bei der von Jürgen Franck, «viscom print & communication», geleiteten Podiumsrunde zu und her. Der Fachredaktor geht unter anderem der Frage nach, ob und welche Lücke zwischen Vision und Praxis klafft, wenn es um die Prozessvernetzung bzw. Prozessintegration geht; Praktiker versprechen interessante Aussagen. Nach der Kaffeepause stellt Franck im zweiten Referat weitere Drupa-Highlights vor.
Spannende DiskussionsrundeEin besonderer Leckerbissen dürfte die «Elefantenrunde» genannte Podiumsdiskussion werden. Bei der von Fischer moderierten Runde sind die wichtigsten CEOs der Schweizer Printmedienindustrie von der Lieferantenseite vor Ort. Ein bislang einmaliges Aufeinandertreffen, das mit viel Spannung erwartet wird. Ein weiterer und nicht minder wichtiger Programmpunkt ist das Get together, das mit einem italienischen Buffet seine Krönung erfährt. Ein Event, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
Weitere Infos:
Jürgen Franck

«Liebesstatus: Single, auf der Suche»

Internet Auf Netlog treffen sich die Teenager von heute. Doch in der Schweizer Medienbranche ist die Seitekein Begriff.

 
Internet Auf Netlog treffen sich die Teenager von heute. Doch in der Schweizer Medienbranche ist die Seite kein Begriff. 
Vor kurzem sah sich die Schulleitung der Winterthurer Kantonsschule Büelrain gezwungen, den Zugriff auf die Internetseite Netlog zu sperren. Die Schüler waren offensichtlich Netlog-süchtig geworden. Wie der 16-jährige Gymnasiast
Ricardo Garcia sagt, sei die Community-Seite der letzte Schrei und rund um die Uhr ein Gesprächsthema. «Es gibt praktisch niemanden an meiner Schule, der nicht dabei ist», sagt der Schüler, der sich in den digitalen Gefilden Daddy_Rico_1991 nennt.
Netlog (in deutscher Sprache: de.netlog.com) ist ein so genanntes Social Network wie Myspace oder Facebook. Die Seite gehört zu den Überfliegern im Internet. Ende Dezember wählten 500’000 User in neun europäischen Ländern Netlog gleich in fünf Kategorien zur Website des Jahres. Seit Monaten wächst die Mitgliederzahl weltweit kontinuierlich. Auch in der Schweiz, wie die aktuelle Net-Metrix-Studie zeigt. Keine der über 200 gemessenen Webseiten verbucht so viele Seitenabrufe wie Netlog.
Um das mit Zahlen deutlich zu machen: Die Mitmachseite generierte im Januar 350 Millionen so genannte Page Impressions. Auch in Sachen Visits punktet Netlog. Rund neun Millionen Mal wurde die Seite im Januar aufgerufen. Das macht Platz vier im Schweizer Markt. Nur in der Kategorie Unique Clients rangiert die Community-Spielwiese nicht unter den zehn besten im Land. Trotzdem sind sich die Experten einig: Netlog ist eine der reichweitenstärksten Webseiten in der Schweiz mit einem Handicap: Sie ist nahezu unbekannt. Mirco Marrone von Net Metrix: «Wir kannten Netlog bis vor kurzem nicht. Überhaupt ist die Website in der Branche kein Begriff.» Netlog ist nicht unbedeutend, was das Wallstreet Journal in einem Satz auf den Punkt bringt: «Netlog ist wahrhaftig ein Turm zu Babel geworden.» Weltweit zählt die Gemeinschaft inzwischen 34 Millionen Mitglieder. Und das in Belgien ansässige Community-Unternehmen will weiter expandieren. «Wir haben globale Ambitionen», sagt Lorenz Bogaert, der Netlog mit seinem Partner Toon Coppens im Jahr 2000 gegründet hat.
Klare ZielgruppenfokussierungIm Unterschied zu US-amerikanischen Vorbildern glückt dem belgischen Unternehmen die Expansion in nicht englischsprachige Märkte. Netlog ist in mehr als 15 Ländern aktiv. Kommuniziert wird in 19 verschiedenen Sprachen. Die regelmässige Meldung «Die Seite ist zeitweilig überlastet» führt vor Augen, dass ein regelrechter Netlog-Boom entbrannt ist.
Gründe für den Aufstieg gibt es viele. Der wichtigste dürfte die klare Zielgruppenfokussierung sein. Das Gros der Nutzer ist unter 18 Jahre alt. Gemäss Nielsen Online stellen die 12- bis 17-Jährigen 40 Prozent der Schweizer Nutzerschaft. Netlog ist zudem ein Tummelplatz für Sprachminderheiten, was den Erfolg in der Schweiz zusätzlich erklären könnte. Auffallend viele Schweizer User mit ausländischen Wurzeln treffen sich auf Netlog. Mirco Marrone von Net Metrix vermutet, dass die Internetseite als «Buschtelefon» zu verstehen sei, damit der Kontakt zu Verwandten im Ausland gepflegt werden kann. In Ländern wie Italien, Rumänien und der Türkei ist Netlog sehr stark verbreitet und gilt als Marktführer.
Wachstumstreiber Nummer eins dürfte laut Experten jedoch der Selbstinszenierungsdrang vieler User sein. Ein Blick auf die nicht gesperrten Profilseiten zeigt auffallend, wie gern die Jugend im Netz eine Show zelebriert und in Netlog so etwas wie einen digitalen Laufsteg gefunden hat. Der Gymnasiast Ricardo Garcia meint: «Auf Netlog geht es um Muskeln und Haut. Es ist ein Schaulaufen. Jeder spielt sich als Star auf. Eigentlich mega erbärmlich. Aber den Girls gefällt es.» Ricardo verbringt pro Tag ohne weiteres drei Stunden vor dem Rechner, auf Kosten des «Fernseh- und Zeitungskonsums», wie er selbst sagt. Viel Zeit bleibt dem Schüler nicht. Er trainiert vier Mal in der Woche Fussball. Dass die Jugend das Angebot solcher Social Networks verstärkt nutzt, kann Marcel Meier von Youme.net, einer Schweizer Community-Interpretation, bestätigen: «Es ist extremer, als es uns die Nutzungsstudien bereits bestätigen. Die junge Generation trifft sich praktisch nur noch im Netz.»
Freizügig bis zur SchmerzgrenzeDas kommt den Online-Vermarktern entgegen. Adlink hat sich die Rechte gesichert, Netlog exklusiv zu vermarkten. «Mit Netlog erreichen wir die attraktive Zielgruppe der trendbewussten Teens in einem modernen und seriösen Umfeld», lässt Adlink-Geschäftsleiter Stephan Suter in einer Medienmitteilung verlauten. Dass sich die Jugendlichen im Netz freizügig in Szene setzen, stört Suter nicht. Netlog kommuniziere Verhaltenskodices und spreche sich gegen anstössige Inhalte aus. Andere Vermarkter lassen jedoch wegen diesem Hang zur Freizügigkeit die Finger von solchen Plattformen. Web2com-Chef Philipp Scheidegger: «Netlog ist bei uns kein Thema, weil wir gegenüber solchen Community-Seiten, die wie Pilze aus dem Boden schiessen, eher skeptisch eingestellt sind.»
Scheidegger verweist auf den Fall Seebach, der im November 2006 schweizweit für Schlagzeilen gesorgt hat. Jugendliche sollen damals eine 13-jährige Schülerin vergewaltigt haben. Kürzlich sorgte das Seebach-Opfer wieder für Schlagzeilen, weil es sich bei alten Freunden via Netlog meldete. Das Mädchen war auf Fotos in lasziven Posen zu sehen. Wie sich die Jugend auf solchen Social Networks gibt, dürfte den Vermarktern letzten Endes egal sein. «Für die zählt in erster Linie Quantität, also Reichweiten. Es ist im Prinzip ein einfacher Kuhhandel», meint Online-Experte Markus Gabriel von Angelink.

Christian Lüscher

Interpack setzt auf Karton

Verpackung Zum ersten Mal macht die Interpack die Kartonverpackung zum zentralen Thema der Messe. Dabei wird auch die Faltschachtel als Marketinginstrument thematisiert.

 
Verpackung Zum ersten Mal macht die Interpack die Kartonverpackung zum zentralen Thema der Messe. Dabei wird auch die Faltschachtel als Marketinginstrument thematisiert. 
Die Interpack, die vom 24. bis 30. April 2008 in Düsseldorf stattfindet, bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Herstellung und Veredelung von Packgütern und Verpackungsmaterial über das Verpacken und die Distribution bis hin zur Qualitätssicherung und dem Verbraucherschutz. Die Messe richtet sich hauptsächlich an die Lebensmittel-  und Pharmaindustrie sowie an die Süsswaren- und Backindustrie.Neuheit InnovationparcAuf einer Fläche von über 1’000 m2 zeigt der Innovationparc Packaging die verschiedenen Seiten der Kartonverpackung und die Neuerungen, die in diesem Marketinginstrument liegen. Pro Carton zeichnet in Zusammenarbeit mit dem EHI Retail Institute und der Pan-European Brand Design Association PDA für den Innovationparc verantwortlich. Knapp 30 Pro-Carton-Mitgliedunternehmen zeigen die Faktoren auf, die die Faltschachtel zum erfolgreichen Instrument in der Markenkommunikation und in der Produktwerbung machen. An den fünf  Kompetenzzentren Nachhaltigkeit, Convenience, Konsumenteneinsichten, Werbung am Verkaufsort und Vorstellungskraft werden sich die Firmen mit den Messebesuchern aus der ganzen Wertschöpfungskette zu den jeweiligen Themenschwerpunkten austauschen können.
Pro Carton mit JubiläumIm Innovationparc Packaging in der Halle 7A ist Pro Carton selbst als Aussteller vertreten. Am Abend des  24. April 2008 feiert Pro Carton das 20-jährige Bestehen. Die Kernkompetenz der internationalen Vereinigung der Karton- und Faltschachtelindustrie demonstriert Pro Carton gleich anlässlich der Jubiläumsfeier und präsentiert den Gästen die Ergebnisse der neuen Recognition-Studie. Diese Studie untersuchte die Markenerkennung am Verkaufsort und deckt auf, dass Marken auf einer Kartonverpackung schneller und besser erkannt werden, als das bei anderen Verpackungsmaterialien der Fall ist.
Sabine Flachsmann

Publigroupe konnte Umsatz und Ertrag steigern

Die Publigroupe konnte den Umsatz 2007 um 3,6 Prozent auf 2,16 Milliarden Franken steigern. Das Betriebsergebnis (Ebit) wuchs dank dem Verkauf von Beteiligungen und der positiven Entwicklung bei Publipresse leicht um 0,4 Prozent auf 68,9 Millionen Franken. Deutlich stieg der Nettogewinn: Er legte um 35,6 Prozent auf 73,1 Millionen Franken zu, was vor allem am Verkauf einer Beteiligung an der amerikanischen 24/7 Real Media liegt.

 Die Publigroupe konnte den Umsatz 2007 um 3,6 Prozent auf 2,16 Milliarden Franken steigern. Laut dem Unternehmen haben alle Bereiche zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, besonders dynamisch verlief sie im internationalen Geschäft mit einem Wachstum von 12,7 Prozent. Am wachstumsträchtigsten waren die Aktivitäten in den digitalen und interaktiven Medien. Das Betriebsergebnis (Ebit) wuchs
laut Mitteilung leicht um 0,4 Prozent auf 68,9 Millionen Franken. Das sei auf Gewinne von 10,3 Millionen Franken aus dem Verkauf von Beteiligungen und auf die positive Entwicklung der Publipresse zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung weiter. Das Ergebnis wäre laut eigenen Angaben höher ausgefallen, wenn nicht die Kosten und Rückstellungen im Zusammenhang mit der Unternehmensneuausrichtung sowie ein um 40 Prozent höherer F&E-Aufwand mit insgesamt 10 Millionen Franken darauf gedrückt hätte. Zudem habe das Kinogeschäft von Cinecom im 4. Quartal einen eigentlichen Umsatzeinbruch erlebt. Der Nettogewinn stieg hingegen um 35,6 Prozent auf 73,1 Millionen Franken. Die Zunahme sei stark durch den Verkauf der 4,5-Prozent-Beteiligung an der amerikanischen 24/7 Real Media beeinflusst worden. Der Gewinn pro Aktie nahm auf 30,50 Franken zu.Stärkstes Wachstum bei PPN Am stärksten gewachsen sind die durch Publicitas Promotion Network (PPN) getragenen internationalen Aktivitäten mit einem Plus von 12,7 Prozent auf 423,5 Millionen Franken. Das Ebit sank allerdings um 44,8 Prozent auf 5,3 Millionen Franken. Dies liegt gemäss Mitteilung am Ausbau der Online-Verkaufsstrukturen sowie an einmaligen Kosten resultierend aus der Restrukturierung des US-Geschäftes.
Das Anzeigengeschäft in der Schweiz (Publipresse) legte vor allem dank den Stellenanzeigen um 1,1 Prozent auf 1’512,1 Millionen Franken zu. Durch Kostenreduktionen und eine Strukturoptimierung konnte das Ebit in diesem Bereich um 17,4 Prozent auf 22,3 Millionen Franken gesteigert werden. Dies trotz der Belastung durch einmalige Kosten von 5 Millionen Franken für den Ausbau des neuen Segments «Media Sales».
Die Umsätze der Verzeichnisse (Publidirect) stiegen um 2,6 Prozent auf 132,8 Millionen Franken. Während sich der Absatz der Printprodukte abflachte, wuchsen die Online-Produkte und profitierten damit von der verstärkten Zusammenarbeit mit Swisscom Directories im Online-Bereich. Das Ebit nahm auf 47,7 Millionen Franken ab (2006: 51,0 Millionen Franken).
Einbruch bei Kinowerbung belastet Ergebnis Überdurchschnittlich entwickelte sich der Umsatz im Bereich «Geschäfte im Aufbau» mit einem Wachstum von 15 Prozent auf 124,5 Millionen Franken. Die schwache Entwicklung der Kinowerbung im 4. Quartal führte bei Cinecom allerdings zu herben Verlusten und riss dabei das Ergebnis im Bereich «Geschäfte im Aufbau» mit einem Minus von 8,3 Millionen Franken deutlich in die Verlustzone. Der Verlust von Cinecom belastet das Ergebnis der ganzen Gruppe. Er ist in der Pro-forma-Jahresrechnung (ohne Berücksichtigung von einmaligen Sondereffekten) verantwortlich für den Rückgang des Ebit um 7,6 Prozent. Es seien jedoch Korrekturmassnahmen ergriffen worden, um diesen Bereich wieder profitabel zu machen, teilte die Publigroupe mit.
Die Umsätze bei TV und Radio haben sich dagegen markant erhöht, nämlich um 44,8 Prozent im TV- und um 58 Prozent im Radiobereich. Sehr gut abgeschnitten haben auch die Online-Vermarktungsfirma Web2com (plus 9,4 Prozent) und Namics, die Beratungsleistungen im E-Business anbietet (plus 37,6 Prozent). Deutlich über den Erwartungen entwickelte sich die Online-Marketing-Firma Zanox, welche die Publigroupe 2007 zusammen mit der deutschen Axel Springer AG übernommen hatte und die 2007 um 55,0 Prozent gewachsen ist. Sie hatte aber noch keinen Einfluss auf das Ebit 2007 der Publigroupe, da die Beteiligung vorerst als assoziierte Gesellschaft konsolidiert wurde.
Neue Strategie soll rasch umgesetzt werden Mit der Umsetzung der im März 2007 verabschiedeten Strategie, sich international als Multimedia-Dienstleister mit einem Schwerpunkt im digitalen Bereich zu positionieren, hat die Publigroupe nach eigenen Angaben rasch begonnen. Inzwischen ist die Organisation der Gruppe wie angekündigt umgebaut und steht seit Beginn dieses Jahres auf den vier Pfeilern «Media Sales» (Medienvermarktung), «Search & Find» (Verzeichnisse), «Digital & Marketing Services» (Consulting und Services) sowie «Custom Publishing». Seit Beginn des laufenden Jahres ist auch die neue Führungsorganisation unter CEO Hans-Peter Rohner implementiert.
Acht Akquisitionen wurden in den letzten zwölf Monaten getätigt. Dazu gehört mit der deutschen Zanox die grösste je von Publigroupe getätigte Akquisition. Zu den strategisch bedeutenden Übernahmen zählen auch das holländische Marketing- und Media-Dienstleistungsunternehmen Schreiner & Van Bokkel Group B.V. und die indische Mediascope Publicitas sowie die kanadische APR Media. In China ging Publigroupe zu Beginn dieses Jahres neue Allianzen mit Huashang Interactive Media und dem Werbeverkaufs-Unternehmen City Media ein. Mit der Akquisition der französischen Bégécom, welche Telefonverzeichnisse verlegt, wurde die Publigroupe in Frankreich zum zweitgrössten Anbieter im Markt der Directories. Das bisher nur in Asien aktives «Custom Publishing»-Segment erhielt schliesslich durch die Übernahme der schweizerischen Denon-Gruppe eine Plattform für ihre geplante europäische Expansion.
Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr Mit den getätigten Zukäufen wird die Publigroupe zu einem zunehmend international agierenden Konzern. Die neu akquirierten Unternehmen sollen rund 350 Millionen Franken an Umsatz bringen, wovon 97 Prozent ausserhalb der Schweiz erzielt wird. Die Publigroupe sei insgesamt mit einem Eigenkapital von 596 Millionen Franken und einer Eigenkapitalquote von 44,7 Prozent nach wie vor sehr solide finanziert, heisst es im Communiqué weiter. Vorbehältlich «unvorhergesehener Entwicklungen» will der Konzern 2008 auch den operationellen Ertrag deutlich steigern. Für das Jahr 2008 rechnet Publigroupe ohne allfällige weitere Akquisitionen mit einem zweistelligen Umsatz- und Ertragswachstum.

Die NZZ-Gruppe sucht den CEO

Alfred Hümmerich, der bisherige Vorsitzende der Gruppenleitung und CFO, verlässt die NZZ-Gruppe. Das Medienhaus nimmt Abschied vom kollektiven Führungsmodell und will den Posten eines CEOs einführen. Wer die Position bekleiden soll, ist noch nicht bekannt.

 Die NZZ-Gruppe gibt sich eine neue Struktur und will den Posten eines CEOs einführen. Wer die Position bekleiden soll, ist noch nicht bekannt. Von Bord gehen wird jedoch der bisherige Vorsitzende der Gruppenleitung und CFO Alfred Hümmerich. Er trage die vom Verwaltungsrat beschlossene neue Führungsstruktur mit, nehme die Weichenstellung aber zum Anlass, wieder in die selbständige Beratungstätigkeit zurückzukehren, teilte das Verlagshaus mit. Er steht in der Übergangszeit für die Implementierung der neuen Führungsstruktur koordinierend zur Verfügung. Der Verwaltungsrat weist im Communiqué auf die «erreichten Meilensteine bei der Führungsstruktur und bei der Verbesserung der Ertragslage» hin und dankt Hümmerich für seine Arbeit. Hümmerich wurde im vergangen Jahr nach dem Rücktritt von Hugo Bütler Vorsitzender der Geschäftsleitung (siehe
). Der Entschluss, die Position des CEOs einzuführen, ist laut Mitteilung das Ergenis einer Überprüfung von Strategie und Führungsstruktur. Der CEO solle zu einer klareren Aufgabenteilung und zu einer Entlastung innerhalb der Unternehmensführung beitragen. Das Medienhaus will damit über eine Ansprechperson für Gruppenbelange und einen definierten Verantwortungsträger für die Umsetzung der Gruppenstrategie verfügen. Die Wahrung des hohen Stellenwertes der Publizistik bleibe für den Verwaltungsrat zentral und auch innerhalb der neuen Struktur gewahrt, heisst es weiter. Die neue Führungspersönlichkeit soll in einem mehrstufigen Evaluationsverfahren gesucht werden.

Grosser Auftritt für Ausserrhoden

Standortmarketing Das Leitmotiv des aktuellen Regierungsprogramms in Appenzell Ausserrhoden widerspiegelt sich auch in der Steuerpolitik.

 
Standortmarketing Das Leitmotiv des aktuellen Regierungsprogramms in Appenzell Ausserrhoden widerspiegelt sich auch in der Steuerpolitik. Mit einem kantonalen Gewinnsteuersatz von sechs Prozent geniessen Unternehmen in Ausserrhoden seit dem 1. Januar 2008 den tiefsten Steuersatz der Schweiz und eine der tiefsten Belastungen Europas. Das günstige Steuerklima ist auch Gegenstand der neuen Standortkampagne. Die von Festland konzipierten Textsujets positionieren Appenzell Ausserrhoden als kleinen Standort mit grosser Attraktivität für Unternehmen. Kampagnenmedien sind diverse Kleininserate und Online-Werbemittel in schweizerischen und deutschen Wirtschafts- und Fachmedien. Ergänzend kommt ein Mailing an Opinion Leaders zum Einsatz. Die Kommunikationsplattform «klein, aber» basiert auf dem 2006 eingeführten kantonalen Erscheinungsbild, das ebenfalls von Festland entwickelt wurde. Sie dient als einheitlicher Rahmen für zukünftige Botschaften im Standortmarketing. Eine erste Massnahme wurde in der Wohnortförderung mit einem Megaposter an der Immo-Messe 2008 realisiert.
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