«Der Kampf verschärft sich»

PubliGroupe I CEO Hanspeter Rohner äussert sich zur neuen Strategie und den Baustellen seines Hauses.

 
PubliGroupe I CEO Hanspeter Rohner äussert sich zur neuen Strategie und den Baustellen seines Hauses. 
WW: Herr Rohner, Sie sagten, der letztjährige Umbau von PubliGroupe sei der grösste in der Geschichte des Unternehmens gewesen. Wo steht PubliGroupe jetzt und welches sind die nächsten Schritte?Hanspeter Rohner: Die neue Grobstruktur steht. 2008 wird nun insbesondere für Media Sales, das heisst die «neue Publicitas», ein sehr intensives Jahr. In Zürich werden demnächst über 500 Personen aus sechs verschiedenen Standorten an die neue Zentrale im Baslerpark zügeln. Dort wird dann die neue Publicitas sichtbar: Radio-, TV-, Internet- und Printvermarkter – alle unter einem Dach und in Grossraumbüros. Ein wirklich umfassender Neubeginn. Dasselbe setzen wir an jedem der weltweit über 150 Standorte um. Bei Search & Find (S&F) steht die Umsetzung der Portalstrategie im Vordergrund – also die Migration der Plattformen Directories.ch, Gelbeseiten.ch, Weisseseiten.ch und Local.ch auf eine grosse, trafficstarke Plattform, Local.ch. Ein Riesenprojekt, das wir zusammen mit Swisscom Directories machen. Im Bereich Costum Publishing geht es um das Zusammenwachsen der Firmen Denon und Emphasis und um das Vorbereiten von Expansionsprojekten in Europa und Asien. Und im vierten Geschäftsfeld Digital and Marketing Services liegt der Fokus auf Synergien zwischen Zanox und den meisten Publicitas- und S&F-Gesellschaften sowie auf der Weiterentwicklung von Namics. Zudem prüfen wir hier einige weitere Akquisitionen.Welchen Schluss ziehen Sie aufgrund der Proforma-Jahresrechnung 2007 gemäss neuer Struktur?Es wird deutlich, dass der steigende Online-Umsatz den leichten Rückgang bei Print kompensiert. Wichtig für uns ist, dass die Rentabilität bei S&F auf hohem Niveau gehalten werden kann. Wenn wir das schaffen, ist dies in Anbetracht der massiv verschärften Konkurrenz ein Erfolg, während wir bei Media Sales schon in diesem Jahr ein markantes Ertragswachstum realisieren werden. Denn wenn wir dort mit über 2 Milliarden Umsatz nur gut 13 Millionen Ebit realisieren würden, wäre dies keinesfalls akzeptabel.
Wie wollen Sie bei Media Sales zusätzlichen Gewinn realisieren?Zunächst intern dank der neuen, effizienteren Strukturen, dann wollen wir auch mehr verkaufen und schliesslich soll das Lohnsystem noch leistungsorientierter werden. Kurz: gute Zeiten für gute Performer, schlechte Zeiten für schlechte Performer.
Werden alle Mitarbeiter weltweit mit der neuen Struktur auch neue Arbeitsverträge erhalten?Nein, aber sicher alle Verkaufsmitarbeiter mit Kundenkontakt. Pro Sektor wird an neuen Lohnmodellen gearbeitet, die zwar nicht auf einen Schlag umgesetzt werden, aber ganz klar überall ein Thema sind.
Wo erwarten Sie das Ertragswachstum, eher im Ausland oder mehr in der Schweiz?Mit Unterschieden weltweit, also auch in der Schweiz. Letztes Jahr mussten wir in den USA eine Totalsanierung vornehmen und gehen jetzt mit einem Neustart an den Markt. Dort erwarte ich keine Wunder, aber wieder schwarze Zahlen. In der Schweiz schreiben wir überall schwarz ausser bei der Cinecom. Hier erwarten wir dank der effizienteren Backoffice-Strukturen einen Ertragssprung nach vorne. Und im Ausland, wo wir in Indien und China grosse Investitionen tätigten, beginnen wir nun quasi das Jahr 1 nach der Konsolidierung.
PubliGroupe generierte 2007 rund 20 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Wie gross wird dieser Anteil in diesem Jahr ausfallen und wie gross wird er in 5 Jahren sein?2007 trug die Schweiz 82 Prozent zum Gesamtumsatz bei, das Ausland 18 Prozent. 2008 werden wir im Ausland nahezu 30 Prozent erreichen – was ein gewaltiger Sprung ist, weil wir in der Schweiz nicht kleiner werden. Etwa die Hälfte des Auslandzuwachses ist allein der Tatsache zuzuschreiben, dass unser Zanox-Anteil nun voll konsolidiert werden kann. In fünf Jahren erhoffe ich mir gegen 40 Prozent Umsatz im Ausland, wobei wir gleichzeitig von einem leicht wachsenden Schweizer Markt ausgehen.
Der Umsatz im Schweizer Anzeigengeschäft (PubliPresse) konnte 2007 vor allem dank Stellenanzeigen 1,1 Prozent zulegen. Wie wappnen Sie sich gegen schlechtere konjunkturelle Zeiten?Mit einem Plan B (lacht). Nun, unsere Situation spiegelt sich bei der ganzen Schweizer Tagespresse wider: Das Resultat ist insgesamt erfreulich ausgefallen, aber primär dank Stelleninseraten. Im Moment zeigt der Trend zwar weiter nach oben, doch es ist offen, ob die momentane Krise im Finanzmarkt auf diesen beschränkt bleibt. Wenn nicht, könnte dies von den USA auf Europa überschwappen und auch den Arbeitsmarkt tangieren. Die einzige mögliche konzeptionelle Antwort darauf ist eine höhere Flexibilisierung der Kostenstruktur im Unternehmen, das heisst Reduktion der Fixkosten und mehr variable Kosten, damit man nicht schon nach den ersten Anzeichen für einen Wetterwechsel allzu drastische Massnahmen einleiten muss. Aber es ist klar: Wenn ein wirklich markanter Einbruch bei den Stelleninseraten kommen würde, ginge es nicht ohne Kostenreduktion.
In der Schweiz kam es im letzten Jahr zu grossen Umwälzungen: Tamedia schluckte Espace Media, Axel Springer erstarkte, die SRG griff massiv in die Privatradiovermarktung ein, und Ringier wurde dank Media Swiss im Rubrikengeschäft zu einem gewichtigen Konkurrenten der P. Wo sieht sich PubliGroupe in dieser neuen Konstellation?In derselben Woche, in der Tamedia die Akquisition der Espace Media bekanntgab, teilten wir zusammen mit Axel Springer unsere Beteiligung an Zanox mit – die grösste Akquisition in unserer Firmengeschichte. Dass dies zeitlich zusammenfiel, war zwar Zufall, aber hat durchaus eine tieferliegende symbolische Bedeutung. Nämlich die: Ob im Bereich Directories oder im Bereich Vermarktung – für uns wird der printorientierte Teil unserer Tätigkeit zwar noch lange eine wichtige Rolle spielen, aber das substantielle Wachstum sehen wir ganz klar ausserhalb der Schweiz und zu einem bedeutenden Teil im Nonprint-Bereich.
Bei Cinecom verzeichneten Sie 2007 einen starken Einbruch. Warum?Es spielten drei Faktoren mit. Zum einen hatten wir in der Schweiz ein schlechtes Kinojahr, ohne Blockbuster und mit rückläufigen Besucherzahlen. 2008 sieht es deutlich anders aus. Zum zweiten hatten wir Turbulenzen in der Führung der Cinecom, worauf Matthias Luchsinger und weitere Kadermitarbeiter unser Unternehmen verlassen haben – just im wichtigen 4. Quartal, in dem in der Vergangenheit rund 30 Prozent des gesamten Kinoumsatzes erwirtschaftet wurden.
Letztes Jahr war dies nun aber nicht der Fall und verursachte einen Grossteil des Loches im Ertragsbereich. Das ist schlicht Missmanagement. Punkt. Der dritte Punkt: Cinecom war punkto Angebote gegenüber den Werbekunden zu wenig innovativ. Der Digitalisierung, die wir vor zwei Jahren einführten, wurde bisher viel zu wenig Rechnung getragen. Dabei macht sie das Kino eigentlich zu einem sehr flexiblen Medium. Mit Beat Mühlemann, der innerhalb von Media Sales unter anderem für innovative Angebotsgestaltung verantwortlich ist, sollten wir hier neue Impulse erhalten. Er war ja jahrelang der grösste Werbeauftraggeber und bekannt für innovative Werbekonzepte. Eine seiner neuen Aufgaben ist es, beim Definieren von Angeboten die Sichtweise der Grossauftraggeber einfliessen zu lassen.
Auch bei der Radiovermarktung lief nicht alles rund: Nach dem Einstieg der Publisuisse in dieses Geschäft hat PubliGroupe in diesem Bereich plötzlich eine Drei auf dem Rücken.Wir haben uns letztes Jahr effektiv voller Dynamik um die Vermarktung von Swiss Radio Pool bemüht und sind dann gegen die Publisuisse unterlegen. Dies hat sowohl bei uns als auch bei der IP Multimedia für Irritationen gesorgt. Dass sich die Privatradios der Schweiz der SRG-Tochter an die Brust werfen, hat uns erstaunt. In der Zwischenzeit ist aber eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Denn es ist ja zu hören und auch aus den Statistiken herauszulesen, dass die ersten Gehversuche der Publisuisse im Radiobereich vom Markt nicht als inspirierend honoriert wurden. Und jetzt ist absehbar, dass durch die Konzessionsvergabe eine neue Konstellation geschaffen werden könnte. Jedenfalls können Sie davon ausgehen, dass die neue Publicitas im Radiogeschäft sicht- und hörbar in der ganzen Schweiz eine aktive Rolle spielen wird.
Nur lief Ihnen ausgerechnet bei Radiotele die halbe Crew und beinahe das ganze Knowhow davon. Wie soll es da weitergehen?Radiotele ist tatsächlich stark durchgeschüttelt worden. Der Nichterhalt des Mandates von Swiss Radio Pool war verständlicherweise eine Riesenenttäuschung. Kommt dazu, dass Radiotele-Gründer Bruno Oetterli immer schon auf Special Deals verzichtete. Er geschäftete immer nach der Tarifkartei – ein Prinzip, das wir auch im Print vertreten. Doch diese Haltung hat Radiotele Marktanteile gekostet. Wir fühlen uns heute gut aufgestellt und voll motiviert, auch im Radiomarkt eine wichtige Rolle zu spielen.
Sie glauben, dass Sie dazu noch genügend Knowhow haben?Ja, auf jeden Fall, wobei für die neue Publicitas insgesamt die grosse Herausforderung darin besteht, das grosse vorhandene SpezialistenKnowhow möglichst rasch weltweit auf alle Niederlassungen zu übertragen. Eine Aufgabe, der im laufenden Jahr grosse Pirorität zukommt.
Ein weiterer Unruheherd besteht bei der Basel Zeitung Medien (BZM): Sie waren bis vor einem halben Jahr selbst VR-Mitglied der BZM. Was ist dort los – man hat den Eindruck, es entgleiten Ihnen die Dinge.Als sich die Basellandschaftliche Zeitung entschloss, sich der Mittelland Zeitung anzuschliessen, gerieten wir bei der BZM in einen Interessenkonflikt. Wir boten deshalb Hand für eine vorzeitige Beendigung des BZM-Regievertrages und regelten unsere Zusammenarbeit ab 2008 in einem neuen Kooperationsvertrag. Nun macht es noch Mühe, die an sich einfachen neuen Abmachungen zum Funktionieren zu bringen. Ich möchte hier nicht noch zusätzliches Öl ins Feuer giessen. Aber im Moment sind die Spannungen auf persönlicher Ebene leider noch sehr gross – nicht zwischen mir und Herrn Hagemann, sondern auf der Ebene der Mitarbeiter im Markt Basel.
Ist das wirklich so? Letztlich ist doch ein imageschädigender Machtkampf im Gang. Ist wirklich eine Lösung in Sicht?Wir arbeiten daran und sind als Erste daran interessiert, den Konflikt auf eine sachliche Art zu lösen. Wir haben ja zum Beispiel in Bern mit der Espace Media ebenfalls während Jahrzehnten einen sehr intensiven Wettbewerb um jedes Inserat, dort aber immer in hohem gegenseitigem Respekt ohne persönliche oder unsachliche Verunglimpfungen geführt. Wir müssen versuchen, dies so schnell wie möglich auch in Basel hinzukriegen.
Was passiert mit der 37-Prozent-Beteiligung bei der BZM?Die steht jetzt nicht zur Diskussion, aber was mittelfristig geschieht, ist naturgemäss offen. Aber wir haben keinen Anlass, diesbezüglich in Aktivismus auszubrechen.
Das Beispiel Basel wird unter Verlegern immer wieder herangezogen dafür, dass die P zumindest in der Schweiz den Boden unter den Füssen verloren hat. Ist das so? Ist das Problem in Basel aus internationaler Sicht tatsächlich Peanuts?Nein, sicher nicht, Basel ist doch der zweitgrösste Werbe- und Kommunikationsmarkt der Schweiz. Aber das Problem bei der BZM ist ganz klar ein isoliertes Ereignis. Wir haben letztes Jahr mit verschiedenen Zeitungen neue Verträge abschliessen können. Daher ist Basel nicht der Beginn eines neuen Trends, sondern es geht um einen Interessenkonflikt, den es wieder irgendwo geben kann. Eine der Konsequenzen sowohl der Marktentwicklung wie auch unserer Strategie ist, dass wir es in Zukunft nicht mehr jedem werden recht machen können. Das gilt nicht nur im Printbereich, sondern generell: Der Kampf um den Werbekuchen verschärft sich. Wenn wir nun weiterhin versuchen würden, möglichst mit allen in Beziehung zu bleiben, wären wir überfordert oder würden unglaubwürdig. Deshalb gewinnen wir an Profil, wenn wir im Einzelfall halt eine Regieverbindung auflösen und uns ganz auf eine andere konzentrieren.
Interview: Markus Knöpfli

Allmedia performt noch mangelhaft

PubliGroupe II Die P konnte sich in allen Bereichen verbessern, primär im Ausland und bei der Vermarktung elektronischer Medien.

 
PubliGroupe II Die P konnte sich in allen Bereichen verbessern, primär im Ausland und bei der Vermarktung elektronischer Medien. 
PubliGroupe konnte den Umsatz 2007 um 3,6 Prozent auf 2,16 Milliarden Franken steigern. Den Reingewinn konnte der Werbekonzern um mehr als ein Drittel auf 83 Millionen Franken steigern. Einmalkosten von rund 10 Millionen Franken für die strategische Neuausrichtung drückten das Ergebnis jedoch nach unten. Die Verbesserung des Betriebsergebnisses (Ebit) um 0,4 Prozent auf 68,9 Millionen Franken basiert primär auf der positiven Entwicklung im Schweizer Anzeigengeschäft (PubliPresse) sowie auf Gewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen.
Überdurchschnittlich entwickelte sich der Bereich «Geschäfte im Aufbau» mit einem Wachstum von 15 Prozent. Vor allem die Online-Vermarktungsfirma web2com (+9,4 Prozent) und Namics, die Beratungsleistungen im E-Business anbietet (+37,6 Prozent), schnitten sehr gut ab. Dank Cinecom und Radiotele haben sich die Umsätze mit elektronischen Medien markant erhöht, nämlich um 44,8 Prozent im TV- und um 58 Prozent im Radiobereich. Die schwache Entwicklung der Kinowerbung im 4. Quartal und Probleme bei der Cinecom rissen aber den Bereich «Geschäfte im Aufbau» mit einem Minus von 8,3 Millionen Franken in die Verlustzone. Dies belastet das Ergebnis der ganzen Gruppe.
Deutlich über den Erwartungen entwickelte sich die Online-Marketing-Firma Zanox, die die PubliGroupe 2007 mit der deutschen Axel Springer übernommen hatte und die 2007 um 55 Prozent gewachsen ist.
Zanox und andere im 2007 akquirierte Gesellschaften hatten erst einen geringen Einfluss auf die Ergebnisse, werden jedoch im laufenden Jahr einen substanziellen Ergebnisbeitrag leisten. Für 2008 rechnet PubliGroupe denn auch mit einem zweistelligen Wachstum ohne allfällige weitere Akquisitionen. Wobei das Ausland einen immer grösseren Anteil am Umsatz ausmacht. Allein im letzten Jahr legte das internationale Geschäft um 12,7 Prozent zu. Auch dieses Jahr rechnet PubliGroupe wieder mit einem starken zweistelligen Zuwachs, nicht zuletzt dank letztjähriger Akquisitionen in Asien und wegen der Olympiade in Peking. Doch die Diskussion über einen (Teil-)Boykott der Olympischen Spiele dürfte diese Hoffnungen dämpfen. China könnte sich wieder verstärkt abschotten.
Zusätzlich zur regulären Jahresrechnung legte PubliGroupe auch eine Proforma-Rechnung nach neuer Struktur vor. Sie zeigt, dass der neue Bereich Media Sales (Allmedia-Vermarktung) zwar mit Abstand der Hauptumsatzbringer der neu aufgestellten PubliGroupe wird (Anteil 91 Prozent), jedoch zumindest im letzten Jahr nicht allzu gewinnbringend arbeitete (Ebit-Anteil 20 Prozent). PubliDirect beziehungsweise der künftige Bereich Search & Find (S&F) weist eine weitaus bessere Performance aus, allerdings mit einem – vergleichsweise – hohen Personalbestand. Bei PubliGroupe rechnet man damit, dass bei insgesamt steigenden Umsätzen der Anteil von Media Sales in fünf Jahren auf 76 Prozent sinkt und jener von S&F gehalten werden kann. Die Ebit-Anteile beider Bereiche sollten jedoch knapp 40 Prozent erreichen.
Markus Knöpfli

Nägel mit Köpfchen in Berlin

Der deutsche ADC vergibt im Rahmen einer grossen Award-Show und Gala am Samstag, 12. April in Berlin bald wieder goldene Nägel. Am gleichen Wochenende findet in der deutschen Hauptstadt ein richtiggehender Kreativgipfel statt.

 Während immer mehr deutsche Kreative gerne in der Schweiz arbeiten möchten, gibt es auch die Bewegung in die andere Richtung: Schweizer Kreative möchten beim ADC Deutschland einen Preis gewinnen. Goldene Nägel statt Würfel werden dort vergeben. Heuer wieder im Rahmen einer grossen Award-Show und Gala am Samstag, 12. April in der Premium Hallen in Berlin. Eine wahre Weltreise durch die Welt der Kreativität ist alle Jahre wieder auch die Ausstellung aller eingereichten Wettbewerbsbeiträge. Neu hat der ADC Deutschland in diesem Jahr auch einen Kongress «Gipfel der Kreativität 08» organisiert. Von Donnerstag, 10. bis Samstag, 12. April gibt es täglich über zehn Referate. Auf der Liste finden sich neben Frank Bodin mit «Häsch es gseh? Warum die schönste Kommunikation aus der Schweiz kommt» auch Michael Conrad über die «Berlin School», Starkameramann Michael Ballhaus über «Das Ballhaus-Projekt» oder Karl Lagerfeld zum Thema «Das Mensch gewordene Marketing».
Das ganze Programm des Krea-Gipfels ist auf www.adc.de zu finden. Dort können auch Tickets bestellt werden. Ein Kongresstag kostet 75 Euro, für mehrere Tage gibt es Rabatt.

Sehr guter Februar

Mediafocus Im Vorjahresvergleich stieg der Werbedruck im Februar um 11,7 Prozent an. Unterhaltungselektronik/Foto/Film stieg mit 57,9 Prozent am stärksten.

 
Mediafocus Im Vorjahresvergleich stieg der Werbedruck im Februar um 11,7 Prozent an. Unterhaltungs- elektronik/Foto/Film stieg mit 57,9 Prozent am stärksten. Die Vermarktung der Filmbranche wuchs um 93,8 Prozent, Kino um 89 Prozent. Der Schlüsselmarkt Getränke legte mit 33,9 Prozent enorm zu. Wegen der EM wuchs Image um 77,8 Prozent. IT verlor 48,3 Prozent. Nahrungsmittel (+38,2 Prozent), Uhren/Schmuck (+28,4 Prozent), gemeinnützige Kampagnen (+28,2 Prozent), Telekommunikation (+27,9 Prozent) und Kosmetik/Körperpflege (+26,8 Prozent) legten zu. Über dem Durchschnitt wuchsen Kino, Fernsehen und die Tageszeitungen.

Fussballclub macht Fernsehen

Sport Hesskiss bewirbt das neue Fernsehformat «fcz.tv» auf TeleZüri. Dort werden ab sofort Nachrichten und Neuigkeiten rund um den Verein verbreitet.

 
Sport Hesskiss bewirbt das neue Fernsehformat «fcz.tv» auf TeleZüri. 
Sie sind nicht nur Schweizer Meister. Sie sind auch führend in Sachen Medien. Der FC Zürich und seine Fussballer machen jetzt Fernsehen. Und zwar flimmert ab dem 29. März die hauseigene TV-Sendung «fcz.tv» über den Kanal von TeleZüri. Gleichzeitig können Fans das neuartige Fernsehformat auch online auf www.fcz.tv respektive www.fcz.ch/tv abrufen. Talks, Reportagen und Berichte rund um den FCZ ermöglichen Fans den Blick hinter die Kulissen des traditionsreichen Fussballclubs.
Mit einer grossen Kampagne winkt Hesskiss die Fans des FCZ vor die Bildschirme. Das Sujet kommuniziert auf humorvolle Weise, dass der aktuelle Schweizer Meister den Fans mit «fcz.tv» ab sofort Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Umfeld des Vereins direkt in die gute Stube liefert. Um den Pantoffelfussball zu propagieren, haben die Hesskiss-Kreativen die zentralen Objekte ins Scheinwerferlicht gerückt: Finken und einen Fussball. Und mit «Football’s coming home» unterstreicht eine in Fankreisen bekannte und beliebte sowie überaus treffende Headline die frohe Botschaft.
Die Anzeige erscheint im FCZ-Matchprogramm «Eisnull», in der Gratiszeitung .ch und hängt zudem auf ausgewählten Plakatstellen in der Stadt Zürich.
 
Andreas Panzeri
 

Das Doppelleben der VIPs

Magazine Publicis geht mit der aktuellsten Werbekampagne für die Schweizer Illustrierte in die zweite Runde.

 
Magazine Publicis geht mit der aktuellsten Werbekampagne für die Schweizer Illustrierte in die zweite Runde. 
Die Schweizer Illustrierte unter dem neuen Chefredaktor Dominic Geisseler erreicht gemäss den neusten Mach-Zahlen knapp 23 Prozent Reichweite mit 943’000 Lesern. Die SI ist damit «das meist gelesene People-Magazin der Schweiz» – und glänzt jetzt auch in der Werbung mit drei neuen Sujets. Die Agentur Publicis hat pünktlich zum Frühlingsanfang die zweite Auflage der Erfolgskampagne realisiert. Auch die drei neuen Sujets aus dem Team von CD Florian Beck dokumentieren mit Fotos von Holger Pooten die einzigartige Nähe zu den Stars und gewähren überraschende An- und Einblicke der wichtigsten und interessantesten Menschen aus Kultur, Sport, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung. So spielt beispielsweise ein berühmter Natispieler zu Hause auf der Playstation gegen sein Töchterchen und kassiert ein Tor.  Das «heisseste» Sujet zeigt nicht nur die entspannende Wirkung des Hamams auf eine Diva, sondern demonstriert auch, wie viele Menschen in ein Dampfbad passen können. Und last but not least erleben wir einen Star, wie er ratlos vor seinem Kleiderschrank steht, der das «Doppelleben» des VIP nur erahnen lässt.
Die Kampagne ist seit dem 25. März im Einsatz und wird auf Plakaten und Inseraten zu sehen sein.
 
Andreas Panzeri

Ringier darf sich erneut über Rekordergebnis freuen

Der Medienkonzern Ringier kann auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken: Der Gewinn stieg um über 50 Prozent auf 102,7 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz der Ringier Gruppe legte um 9 Prozent auf insgesamt 1,458 Milliarden Franken zu. Den grössten Umsatzanteil erreichte das Medienhaus im Heimmarkt Schweiz. Gleichzeitig investierte es kräftig in Neulancierungen und Akquisitionen.

 «Es war ein ausserordentliches Jahr», sagte Verleger Michael Ringier am Donnerstag anlässlich der jährlichen Orientierung des Verlages vor den Medien. Der Schweizer Medienkonzern hat im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Der Gewinn stieg um über 50 Prozent auf 102,7 Millionen Franken, der Umsatz um 9 Prozent auf 1,458 Milliarden Franken. Auch Konzernchef Martin Werfeli wertete das als «sehr zufrieden stellend». Der grösste Umsatzanteil sei mit 880,8 Millionen Franken erneut in der Schweiz erwirtschaftet worden. Besonders stark gewachsen ist mit einem Umsatzplus von 16,4 auf 58,2 Millionen Franken der Bereich elektronische Medien. Beim Verlagsgeschäft sank der Umsatz um 2,1 Prozent auf 557,7 Millionen Franken. Der Verleger äusserte sich speziell zu besonderen Ereignissen des vergangenen Geschäftsjahres. So habe man bei Ringier «einiges zu hören» bekommen, als der Konzern seine gesamte TV-Zeitschriftenfamilie an Axel Springer Schweiz verkauft habe. Vielfach sei dies als Beginn des Konzernverkaufs interpretiert worden. Die Erlöse seien jedoch sehr schnell reinvestiert worden und in den Kauf von Media Swiss Group geflossen. Der Verlag hält eine Mehrheit von 80 Prozent am Unternehmen, zu dem Webseiten wie Scout 24 und Gate 24 gehören. Für den Verlag ist der Kauf von weitreichender strategischer Bedeutung. «Bisher floss das Online-Anzeigengeschäft an uns vorbei», sagte Ringier. Mit Media Swiss sei man jetzt praktisch der grösste Anbieter im Internet.
Leichter Umsatzrückgang bei Zeitungen Mit den Zeitungen erwirtschaftete Ringier einen Umsatz von 190,8 Millionen Franken. Der Rückgang um 1,4 Prozent sei im Vergleich mit andern Verlagen ein «erfreuliches Resultat», sagte Werfeli. Während die Anzeigenumsätze um 6,3 Prozent zulegten, gingen die Vertriebserlöse als Folge sinkender Auflagen um 2,7 Prozent zurück. Laut Werfeli konnten Blick, Sonntagsblick, Heute und das Sportmagazin trotz Konkurrenz durch das Internet, Gratiszeitungen sowie der zusätzlichen Sonntagsausgabe der Mittelland Zeitung ihre Position behaupten. Noch nicht äussern wollte sich der Konzernchef über die Auswirkungen der Neugestaltung von Sonntagsblick, Magazin und Blick. Für eine Beurteilung sei es noch zu früh. Der neue Blick in einem Bund sei bei den Lesern noch gewöhnungsbedürftig, dagegen habe die Werbewirtschaft positiv reagiert.
Bei den Zeitschriften resultierte nach dem Verkauf von zwölf TV-Programmzeitschriften ein Umsatzrückgang von 2,1 Prozent auf 227,9 Millionen Franken. Dagegen stieg der Anzeigenumsatz um 6,3 Prozent. Die Investitionen lagen mit 123,8 Millionen Franken deutlich über dem Vorjahreswert von 88,7 Millionen. In der Schweiz wurde etwa in die Modernisierung der Zeitungsdruckerei Ringier Print Adligenswil oder die Beteiligung an Radio Energy investiert.
Auslandgeschäft floriert Einen markanten Umsatzzuwachs von 17,7 Prozent auf 506,3 Millionen Franken verzeichnete Ringier in Mittel- und Osteuropa. Mit Ausnahme der Ukraine habe Ringier in allen Ländern «schwarze Zahlen» geschrieben, stellte Werfeli fest. Erfreulich sei auch die Entwicklung in Asien mit einem Umsatzplus von 14,6 Prozent auf 71,3 Millionen Franken. Profitiert habe Ringier vom starken Wachstum des Werbevolumens in China und von der Erholung des Druckmarktes in Hongkong.
Ringier setzt auf elektronische Medien Verleger Michael Ringier stellte die weitere Zukunft des Verlagshauses unter das Motto «Konsolidierung und Digitalisierung». Die Strategie des Unternehmens werde verstärkt auf die digitalen und elektronischen Medien ausgerichtet. Die Weichen dazu seien mit dem Kauf der Übernahme der Media Swiss Group im Dezember 2007 gestellt worden. Künftig wolle das Medienhaus seine publizistischen Inhalte stärker mit kommerziellen Online-Angeboten verknüpfen. Im Hinblick auf das Konzernziel, bis 2010 rund zehn Prozent Umsatz im elektronischen Geschäft zu erzielen, sei man bereits sehr gut unterwegs, sagte Ringier.
Ingesamt beschäftigt Ringier in der Schweiz, in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Ukraine, Serbien, Deutschland, Vietnam und in China 7016 Mitarbeitende. Innerhalb der letzten 25 Jahre habe sich die Zahl der Beschäftigten mehr als verdoppelt, sagte Werfeli. (sda/rw)

Zu guter Letzt: Raffiniert abgeschmeckter Etikettenschwindel

Ein langer Arbeitstag neigt sich dem Ende zu. Endlich raus aus dem Büro. Computer runterfahren, rein ins Auto, Fenster runter, laute Musik. Der Magen knurrt.

Ein langer Arbeitstag neigt sich dem Ende zu. Endlich raus aus dem Büro. Computer runterfahren, rein ins Auto, Fenster runter, laute Musik. Der Magen knurrt, aber woher die Kraft nehmen, um noch stundenlang in der Küche irgendwas zu brutzeln? Ein klarer Fall für eine von diesen leckeren Fertigmahlzeiten. Eine, die man nur mal eben schnell aufwärmen muss und die einem in der Werbung immer so schmackhaft gemacht werden. Die Auswahl ist riesig. Wie wär’s jetzt zum Beispiel mit «Grünkohl mit herzhaft-deftiger Kohlwurst und Kartoffelwürfeln»? Auf der Packung steht da immerhin noch «raffiniert abgeschmeckt» als Zusatz. Oder ein «Seehechtfilet in Dillsauce, mit Blattspinat und Kartoffelpüree»? Oder vielleicht doch eine «Rinderroulade mit Kartoffelpüree und Apfelrotkohl»? – Die Entscheidung fällt schwer. Auf den Verpackungen sieht alles so frisch, so «herzhaft», so liebevoll hergerichtet aus. Dass die Microwellen-Realität dann oft eine andere ist, demaskiert nun das liebevolle der Website Pundo3000. Hundert Fertigmahlzeiten wurden im Vorher-Nachher-Stil abgelichtet. Schonungslos fördern die Bilder die Diskrepanz zwischen Werbeillusion und Produkt zu Tage. Zum Vorschein kommen: an Würmer erinnernde Spätzli, manch ekliges Würstchen, manch trübe Brühe und mancher Etikettenschwindel. Wieso hat der Kakao-Keks zum Beispiel in Wirklichkeit nur einen Zehntel so viel Füllung wie auf der Packung? Guten Appetit! 
 

Chapuisat engagiert sich für Aids-Waisen

Stéphane Chapuisat ist das Gesicht der diesjährigen Frühlingskampagne von SOS-Kinderdorf. Der aktuelle Werbeauftritt macht auf die Problematik der Aids-Waisen im südlichen Afrika aufmerksam.

 
Stéphane Chapuisat ist das Gesicht der diesjährigen Frühlingskampagne von SOS-Kinderdorf. Der aktuelle Werbeauftritt macht auf die Problematik der Aids-Waisen im südlichen Afrika aufmerksam. Der ehemalige Fussballstar Chapuisat hat sich bei einem Besuch in einem Kinderdorf in Rustenburg in Südafrika von der Arbeit von SOS-Kinderdorf überzeugt und unterstützt seither den Kampf der Organisation gegen Aids. «Ich habe mit eigenen Augen die lebenswichtige Arbeit der SOS-Kinderdörfer gesehen. Sie geben Kindern, die alles verloren haben, das Wichtigste, was ein Kind braucht: ein sicheres, liebevolles Zuhause», wird der ehemalige Nationalspieler in einer Pressemitteilung zitiert. Er engagiert sich seit über einem Jahr als Fifa-Botschafter für SOS-Kinderdorf.Im südlichen Afrika kommen viele Kinder infolge von Aids zu SOS-Kinderdorf. Oft sind ein oder beide Elternteile an Aids gestorben. In den Dörfern wird ihnen ein neues Zuhause gegeben. Die Organisation kämpft gegen die soziale Armut, die mit Aids einhergeht und die die Krankheit mit verursacht. Angeboten wird medizinische, materielle aber auch psychologische Hilfestellung.
SOS-Kinderdorf ist ein privates, politisch und konfessionell ungebundenes Kinderhilfswerk. Die Organisation gibt rund 65’000 Kinder und Jugendlichen in 132 Ländern ein bleibendes Zuhause.

Einbruch in der Redaktion des Westschweizer Fernsehens

Beim Westschweizer Fernsehen (TSR) in Genf ist in der Nacht auf Donnerstag ein Einbruch verübt worden. Es wurde audiovisuelles Material und ein Fahrzeug entwendet.

 Beim Westschweizer Fernsehen (TSR) in Genf ist in der Nacht auf Donnerstag ein Einbruch verübt worden. Es wurde audiovisuelles Material und ein Fahrzeug entwendet. Die Diebe stahlen Bildschirme, DVD-Brenner, Telefone und tragbare Computer. Sie verschafften sich offenbar mit einer Magnetkarte Zutritt zu den Redaktionsräumlichkeiten. TSR-Kommunikationschefin Manon Romerio bestätigte gegenüber der SDA eine Meldung des Westschweizer Radios RSR.

Swatch tickt und tickt und tickt

Uhren Im März feierte die Swatch ihren 25. Geburtstag. Sie bleibt dank guter Markenführung an der Spitze.

 
Uhren Im März feierte die Swatch ihren 25. Geburtstag. Sie bleibt dank guter Markenführung an der Spitze. 
 
Seit 25 Jahren ist sie ein Hit: die Swatch-Uhr. Seit 25 Jahren hält sie sich hartnäckig an der Weltspitze, obwohl die Nachfrage nach Luxusuhren und Billigprodukten aus Fernost stetig zunimmt. Der Grund, warum sich die Schweizer Kultuhr immer noch so gut verkauft, ist schnell erzählt: Neben den Stärken wie Design und Vertrieb setzt das Schweizer Aushängeschild auf cleveres Marketing. Bis heute steht die Botschaft «Höchste Qualität zu tiefstem Preis, Provokation und Spass im Leben» im Mittelpunkt der Uhrmacher. Seit die erste Swatch-Uhr im März 1983 in Zürich vorgestellt wurde. Natürlich ist der Erfolg auch damit zu erklären, dass sich jedermann die günstigen Zeitmesser leisten kann. Aber die Uhr steht mehr für ein einzigartiges Lebensgefühl. Die Marke steht für Jugend, Innovation, Sportlichkeit und Originalität. Durch die klare Positionierung und Vermarktung konnte die Swatchgroup bis heute 300 Millionen Exemplare verkaufen. Und «Mr. Swatch» Nicolas G. Hayek ist überzeugt, dass die Swatch weiterhin ein Verkaufsschlager bleiben wird: «Emotionale Konsumgüter, hinter denen eine konsistente Marke mit einer klaren Botschaft an die Konsumenten steht, werden gefragt bleiben, da spielt das Marktsegment keine Rolle.»
Obwohl das trendige Plastikstück eine Kultmarke geworden ist, gehört die Uhr in der Schweiz nicht mehr zu den 20 Powerbrands, die von der Werbeagentur Advico Young und Rubicam jährlich ermittelt werden. 1995 noch auf Platz eins, war Swatch bis 2007 ohne Unterbruch in den Top 20, was nur noch Marken wie Migros, Toblerone, Ovomaltine, Gruyère, Zweifel, Coca-Cola und Lego gelungen ist. Nach der aktuellen Markenstudie im Juni 2007 hat die Uhr bei den jüngeren Konsumenten an Profil verloren. M-Budget hat die Swatch aus der Rangliste geschubst. «Das rebellische Auftreten von früher fehlt der Marke, der ehemalige Kultbrand ist heute nur noch Mittelmass», urteilt Caspar Coppetti, Autor der Studie. Immerhin: Im Bericht «Most Trusted Brands 2007» ist der Schweizer Uhrenexportschlager in der Kategorie Uhren weiterhin Klassenprimus.
Neben der Uhr ist auch die Werbung seit eh und je ein Hingucker. Statt wie andere Marken mit prominenten Schauspielern zu werben oder die Uhren einfach im Grossformat in Szene zu setzen, versucht man, die potenziellen Swatch-Konsumenten mit Lifestyle-Werbung zu überzeugen. Unkonventionell und mit einer ausgeflippten Bildsprache. Swatch-Pressechefin Katy Jolidon: «Unsere Schlagworte in der Werbung lauten immer Trendy, Joy of Life, Positive Provocation.» Um die junge Zielgruppe zu erreichen, wird meist mit neuen Medien gearbeitet. Jolidon: «Wir werben überwiegend im Internet, um die jungen Leute zu erreichen. Die Marke Swatch versuchen wir im Umfeld Kunst, Fashion und Sport zu positionieren.»
Am deutlichsten kommt diese Strategie im Bereich Sport zum Ausdruck. Swatch nutzt beispielsweise YouTube als Werbekanal. Auf der Videoplattform pflegt die Uhrenmarke einen eigenen sogenannten Channel, um das Engagement an der TTR World Snowboard Tour zu dokumentieren. Swatch ist offizieller Sponsor des weltweit bedeutendsten Snowboard-Wettkampfes, der Ticket To Ride (TTR) World Snowboard Tour.
Christian Lüscher

Swissness geht ostwärts 

Chipboards Stahel-partner hat für Sorbes ein neues Corporate Design samt Kampagne entwickelt.

 
Chipboards Stahel-partner hat für Sorbes ein neues Corporate Design samt Kampagne entwickelt. 
Seit gut vier Jahren verbindet die Sorbes Group die besten Ressour-cen in der Schweiz, in Estland und in der Ukraine zur Produktion von Chipboards in reichhaltigen Dekors und Ausführungen. Jetzt hat die Zürcher Agentur Stahelpartner für das Unternehmen ein neues Corporate Design entwickelt. «Die entscheidende Herausforderung war, einen Auftritt zu finden, der vom stilistischen Anspruch her in ein Premium-Umfeld passt, gleichzeitig aber nicht zu abgehoben ist, da die Produkte von Sorbes auch für breite Kreise erschwinglich sind», erklärt dazu Irene Jost von Stahelpartner. Die Markenspezialistin hat das Projekt geleitet und strategisch-konzeptionell betreut. Farblich ist das neue Corporate Design von einem stilvollen Orange geprägt. Der Farbton steht an der Schnittstelle zwischen dem natürlichen Ursprung von Holzwerkstoffen und dem Designpotenzial durch moderne Beschichtungen. Das dezente Plus-Kreuz signalisiert «Swissness». Diese steht neben der Qualität im weiteren Sinn auch für eine konsequente, auf das Wesentliche reduzierte Designqualität.Ebenfalls neu entwickelt wurde eine unverwechselbare Bildsprache für die Werbung, die Sorbes langfristig einen attraktiven Auftritt garantiert. Die Idee stellt die Boards im wahrsten Sinne des Wortes in den Mittelpunkt der Kampagne. In au-thentischer Umgebung auf der ganzen Linie vom Entstehungsort bis zum Einsatzbereich werden die Boards von Mitarbeitern, Kunden und End-Usern gehalten.
Mehr Einsichten dazu zeigt ein bereits fertig eingerichteter virtueller Raum, eine gemeinsame Internetplattform unter www.sorbesgroup.com.
Andreas Panzeri
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