Das Wunder von Denner

Detailhandel Denner setzt mit Vizner Borel auf die Gewinnertaktik von Köbi Kuhn: «Mit dem zwölften Mann zum Sieg.»

 
Detailhandel Denner setzt mit Vizner Borel auf die Gewinnertaktik von Köbi Kuhn: «Mit dem zwölften Mann zum Sieg.» 
Für die bald startende Fussball-EM 08 in der Schweiz und Österreich ist Denner mit Jakob Kuhn eine Kooperation eingegangen. Der Schweizer Discounter setzt auf die Schweiz und auf Köbi Kuhns Gewinnertaktik: «Mit dem zwölften Mann zum Sieg.» Ein Retro-Shirt von der legendären Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz bildet dabei den Kern der einzigartigen Promotion. Mit Tausenden dieser roten Leibchen mit dem weissen Kreuz rüstet Denner «die grösste Fanmannschaft aus, die es in der Schweiz je gab», wie Lajos Vizner und Guillaume Borel bei der Agentur ihre Idee stolz umschreiben. Köbi Kuhns Gewinnertaktik bezieht sich dabei auch auf das Sortiment von Denner, bei dem die Nation «zweifellos nur gewinnen kann», wie Werbeleiter Stefan Maegli ergänzt.Das Retro-Shirt zum Discountpreis von 19.95 Franken ist in hochwertiger Qualität gefertigt und wäre im normalen Modegeschäft viel teurer.
Hinter der Werbeidee versteckt sich deshalb auch eine Geschenkidee von Denner an die Schweizer Fans. Dabei wurde streng darauf geachtet, dass das qualitativ wertvolle T-Shirt nicht in einem «dubiosen Billiglohnland und auch nicht durch Kinderarbeit gefertigt wurde», wie Stefan Maegli betont.
Mit Bezug auf seine trotz Markenqualität günstigen Angebote hat die Agentur zuerst mit dem Claim «Denner. Der Sponsor der Schweiz» arbeiten wollen. Obwohl der Discounter nicht offizieller Sponsor der Euro 08 ist, wäre das wohl rechtlich durchgegangen, weil sich der Claim nicht konkret auf Fussball bezieht. Um aber eventuellen Verzögerungen der Aktion durch rechtliche Einsprachen der Uefa aus dem Weg zu gehen, hat Denner schliesslich auf den Text «Köbi Kuhns Gewinnertaktik» gesetzt.
Die Kampagne umfasst TV-Spots, Anzeigen und diverse Guerilla-Massnahmen. Der Original-Spot dauert 60 Sekunden, später soll als Reminder eine Kurzversion von 30 ausgestrahlt werden. Die erste Ausstrahlung erfolgte am Mittwoch dieser Woche vor und in der Pause zum wichtigen Testspiel von Köbis Nationalelf gegen Deutschland. Begleitet wurde dieser Kick-off der Aktion von ganzseitigen Anzeigen jeweils auf der Titelseite und der zweiten Seite von Heute und 20 Minuten.
 
Produziert wurde der Spot von Shannon Mildon und Manifesto Films. Regisseur Reto Salimbeni hat mit zwei Kameras gleichzeitig gedreht, um Köbi Kuhn die schauspielerische Arbeit zu erleichtern. Der Nationaltrainer zeigte sich aber «sehr talentiert vor den Kameras und hat auch komplizierte Bewegungsabläufe präzise wie ein Profidarsteller x-mal wiederholen können», verrät Salimbeni. Köbi Kuhn hätte sich auch als Star völlig ohne Starallüren gezeigt. «Er wirkte für alle Mitarbeitenden sehr motivierend auf dem Set. Man nimmt es Herrn Kuhn ab, dass er als Coach eine Mannschaft zu Höchstleistungen führen kann», meint Salimbeni.

Um Kuhn im Film auch visuell als eine solche «Kultfigur» erscheinen zu lassen, hat Salimbeni mit speziellen Cinemascope-Kameras gearbeitet. Die gleiche Optik wurde auch bei «Star Wars» eingesetzt.
Sie ermöglichen das «amerikanische Prinzip», dass der Star in einer Szene als einziger Schauspieler voll in der Schärfe ist.
Für das Etablieren des Schauplatzes hat Manifesto die Aussenaufnahmen im neuen Letzigrund gedreht. Diese Bilder wurden beim Schnitt mit Spielszenen kombiniert, die im Fernsehstudio Uster inszeniert worden sind. Dort musste eine «Spielerkabine» nachgebaut werden, nachdem die neuen Kabinen im Letzigrund «eher wie eine Wellnessoase wirken», wie Salimbeni meint.
Eine natürlich wichtige Rolle bei diesem Spot spielt die Musik. Salimbeni und sein Musikpartner Roman Camenzind und Fred Herrmann haben dazu eine schweizerdeutsche Version von Frank Sinatras «My Way» aufgenommen, mit einem eigens angepassten Text für Köbi Kuhn, gesungen von Endo Anaconda von Stiller Has.
Gezeigt wird im Film, wie Köbi Kuhn als gute Seele der Fangemeinde eigenhändig die Trikots seiner Spieler bügelt. Wenn er alle durch hat, will er sich eine verdiente Pause gönnen. Doch Kuhn hat die Rechnung ohne Denner gemacht. Eine Tür öffnet sich und es werden ihm noch einmal Tausende von Fan-leibchen zum Bügeln gebracht.
Wer sich besonders verbunden mit Köbis Arbeit fühlt, kann sich ein mitgeliefertes Konterfei des Trainers als Keyvisual aufs rote Tricot nähen oder aufbügeln. «Er hat unsere Nationalmannschaft in acht Jahren an zwei Europameisterschaften und eine Weltmeisterschaft gebracht», meinen Lajos Vizner und Guillaume Borel.
Andreas Panzeri

Adlink Media vermarktet Web-Auftritt von Radio 1

Die Goldbach Media-Tochter Adlink Media vermarktet künftig exklusiv den Online-Auftritt von Roger Schawinskis Radio 1. Online bietet der jüngste Privatsender der Schweiz unter anderem Webradio und Podcasts an.

 Die Goldbach Media-Tochter Adlink Media vermarktet künftig exklusiv den Online-Auftritt von Roger Schawinskis Radio 1. Der Sender hat vergangene Woche mit einer prominenten Crew das Vollprogramm gestartet. Online bietet er unter anderem Webradio und Podcasts an. Adlink Media ergänzt mit Radio 1 Online den Radio Online Pool, welchem unter anderem bereits Radio Basilisk, Energy Zürich, Radio 24, Radiolac und Rouge FM angehören. Mit dem neuen Auftrag will die Goldbach Media Gruppe ihre Crossmedia-Strategie ausbauen.

Gutes tun mit Lust

Fairtrade Das junge Designstudio Saloon zeigt Lebensfreude ohne schlechtes Gewissen – dank Max Havelaar.

 
Fairtrade Das junge Designstudio Saloon zeigt Lebensfreude ohne schlechtes Gewissen – dank Max Havelaar. 
Seit März tritt Max Havelaar auch in der Schweiz mit einem neuen Erscheinungsbild auf. Das frische Signet entspricht dem international einheitlichen Auftritt aller Fairtrade-Organisationen im Verbund FLO, zu dem auch die Max-Havelaar-Stiftung gehört. Das Logo wurde 2002 von Interbrand entwickelt und ist in Europa gut etabliert. Es symbolisiert einen glücklichen Menschen, der im fairen Handel im Mittelpunkt steht. Alle Produkte der rund 100 Handelspartner werden neu beschriftet oder ganz neu verpackt. Den Anfang machen Bananen und Blumen.
Das Designstudio Saloon an der Weststrasse in Zürich wurde von Max Havelaar beauftragt, eine schweizweite Imagekampagne zu gestalten. Entstanden sind drei Printsujets, die zeigen, dass fair gehandelte Produkte mehr Genuss bieten.
Mit dem modernen Auftritt will die Max-Havelaar-Stiftung neue Geschäftsfelder erschliessen und zusätzliche Konsumentengruppen ansprechen. Im Vordergrund stehen ein Ausbau des Gastronomiekanals, eine Sortimentserweiterung bei Markenartikeln und im Qualitätsbereich sowie die Weiterentwicklung im Detailhandel.
Das bekannte Gütesiegel erfreut sich hoher Glaubwürdigkeit und Sympathie. Werte, die auch in der neuen Kampagne kommuniziert werden. Die Protagonisten sind Produzenten, die dank fairen Bedingungen gerne ihr Bestes geben.
Um dem Kaufmotiv «Gutes zu tun» eine grössere Lustkaufkomponente beizufügen, hat Max Havelaar die Kreativen von Saloon zugezogen. Die hochwertige und moderne Umsetzung soll zeigen, dass fairer Handel «weder staubig noch mitleiderregend aussehen muss und sich zudem auf die Qualität der Produkte niederschlägt», wie Marketingleiterin Nadja Lang bei Max Havelaar erklärt. Das junge Designstudio von Vera Studhalter, Sarah Lüscher und Marcel Britt arbeitet bereits an weiteren Motiven.   

Andreas Panzeri

Vögele-Shoes und Frei, Partner beenden Zusammenarbeit

Nach einer 20 Jahre lang währenden Zusammenarbeit gehen Vögele-Shoes und Mäni Frei ab 1. Juni 2008 getrennte Wege. Die Agentur wird verkleinert und kehrt nach Schaffhausen zurück.

 Nach einer 20 Jahre lang währenden Zusammenarbeit gehen Vögele-Shoes und Mäni Frei ab 1. Juni 2008 getrennte Wege. Mäni Frei, Inhaber von Frei, Partner Werbeagentur, hat sich entschlossen, sich und seine Agentur zu verändern. Aus diesem Grund wird die Agentur verkleinert und einem Standortwechsel unterzogen: Sie zieht von der Ausstellungsstrasse in Zürich zurück nach Schaffhausen, wo sie 1988 gegründet wurde. Vögele-Shoes und Frei, Partner betonen, dass die Zusammenarbeit in bestem Einvernehmen beendet wird, wie Mäni Frei am Donnerstag mitteilte.

Im Einklang mit der Natur

Wellness Die Agentur Rod Kommunikation lädt zum Wohlfühlen im Birkenwald von Weleda.

 
Wellness Die Agentur Rod Kommunikation lädt zum Wohlfühlen im Birkenwald von Weleda. 
Alle Jahre wieder – kommt nicht nur die Weihnachtszeit, sondern auch das Frühlingserwachen im Birkenwald von Weleda. Die erfolgreichste Produktlancierung von Weleda dürfte nämlich auch dieses Jahr wieder zum festen Frühjahrsritual vieler Frauen werden. Die Birkenprodukte von Weleda – das Birken-Douche-Peeling, das Birken-Cellulite-Öl und der Birkenherb-Aktiv-Saft – sind als Programm wirksam gegen Cellulite und zu 100 Prozent natürlich. Ein Auszug aus jungen Birkenblättern, Rosmarin und Ruskus unterstützt zum Beispiel den Flüssigkeitsorganismus. Aprikosenkernöl, Jojabaöl und Weizenkeimöl regen die natürliche Hautregeneration an. Echte ätherische Öle unterstützen diese Wirkung. Kommuniziert werden diese Wirkungen des Birkenprogramms zu einem wichtigen Teil über die Microsite Weleda.ch/birke. Diese wurde von der Zürcher Agentur Rod konzipiert, entwickelt und im Verbund mit Multimedia Producer Christoph Dubach realisiert. Etabliert wird die Site bis zum Frühsommer über weitere Kommunikationsmassnahmen.
Der schlanke Baum aus dem hohen Norden ist denn auch die visuelle Idee der Microsite – umgesetzt als virtueller Birkenwald. Die Userin erfährt auf der Microsite mehr zum 5-Punkte-Programm dieser vierwöchigen Kur, sie kann in Tagesberichten von Moderatorin und Schauspielerin Viola Tami, PR-Frau Alexandra Hermann, Stylistin Tina Weiss und Schauspielerin Tonia Maria Zindel stöbern und natürlich jeden Tag ein Produkt aus der Birken-Range gewinnen.
Der Name Weleda geht auf eine Heilkundige und Priesterin aus der Zeit der Germanen zurück, die beim Volk grosses Ansehen genoss. Zudem ist es das keltische Wort für Seherin oder Prophetin. Die Produkte unter diesem Label basieren auf den medizinischen Ideen von Rudolf Steiner in Zusammenarbeit mit der holländischen Ärztin Ita Wegman. In Arlesheim im Kanton Basellandschaft eröffnete diese 1921 das erste «Klinisch-therapeutische Institut». In der Nachbargemeinde Dornach hatte Steiner die «Freie Hochschule für Geisteswissenschaft» gegründet. Steiner selbst nahm regelmässig an ärztlichen Konsultationen in der Klinik teil. Seine Fragen zur Anamnese und seine Ideen zu Arzneimitteln und Heilverfahren eröffneten Ita Wegman und ihren Mitarbeitern neue Perspektiven. Die ersten Heilmittel wurden in einem pharmazeutischen Labor hergestellt. Sie bildeten den Grundstock für die Weleda-Arzneimittel.
Heute ist die Weleda-Unternehmens-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf allen Kontinenten der Welt präsent. Sie zählt weltweit 1’500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 20 Tochtergesellschaften und ist in 45 Ländern vertreten.
Andreas Panzeri

Swisscom zeigt rote Karte für Fussballsponsoring

Das Telekomunternehmen Swisscom will den Fussball-Cup nächstes Jahr nicht mehr sponsern. Auch in Sachen Nati-Sponsoring räumt das Telekomunternehmen das Feld, weil ihm die Tarife zu hoch sind.

 Das Telekomunternehmen Swisscom will den Fussball-Cup nächstes Jahr nicht mehr sponsern. Nach fünf Jahren beendet es das Engagement – damit wird das Sportereignis 2009 nicht mehr «Swisscom-Cup» heissen. Grund sind die steigenden Kosten, denn der Schweizer Fussball-Verband (SFV) will mehr Geld mit der Vermarktung machen. Swisscom sei zwar an einer Vertragsverlängerung interessiert gewesen, sagte Sprecher Sepp Huber gegenüber Cash Daily. Doch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme nicht mehr. Konkrete Zahlen nannte er allerdings keine. Der SFV will kommende Saison die Cup-Einnahmen verdoppeln und damit 1 statt wie bis anhin 2 Millionen Franken verdienen. Als Vermarkterin hat er neu IMG an Bord geholt. Auch in Sachen Nati-Sponsoring räumt die Swisscom das Feld, und zwar ebenfalls aus finanziellen Gründen. Laut Cash Daily erhebt der SFV künftig den doppelten Betrag für das Engagement als Co-Sponsor. Gemäss Sepp Huber läuft der Vertrag nach der Euro 08 aus und wird nicht verlängert. Beim Sponsoring ist für das Telekomunternehmen sowieso Ski am wichtigsten, so Huber weiter. Dem Skiverband will es treu bleiben. Insgesamt gibt Swisscom heute pro Jahr gut 10 Millionen Franken für Sportsponsoring aus.

Fachmedien Mobil: Rehne Herzig wird kommerzieller Geschäftsführer

Rehne Herzig übernimmt auf den 1. April 2008 die kommerzielle Geschäftsführung der Fachmedien Mobil von Espace Media. Er tritt die Nachfolge von Lorenz Brügger an, der als Geschäftsleiter Migros-Medien zu Limmatdruck wechselt.

 
 
Rehne Herzig übernimmt auf den 1. April 2008 die kommerzielle Geschäftsführung der Fachmedien Mobil von Espace Media. In dieser Funktion ist der 54-jährige Betriebsökonom für den Leser- und den Werbemarkt der Titel Automobil Revue / Revue Automobile und Moto Sport Schweiz / Moto Sport Suisse verantwortlich, wie die Tamedia-Tochter Espace Media am Donnerstag mitteilte. Rehne Herzig war zuletzt CEO der Eigenheim-Zeitschrift Neue Ideen. Zuvor war der gebürtige Däne in Führungsfunktionen bei den Ringier-Zeitschriften und als CEO in mehreren Firmen der dänischen Egmont-Gruppe tätig. Rehne Herzig wird Nachfolger von Lorenz Brügger, der auf den 14. April 2008 als Geschäftsleiter Migros-Medien zu Limmatdruck wechselt. Brügger hatte sein Amt bei den Fachmedien Mobil erst Anfang Jahr angetreten (siehe
Lorenz Brügger macht Mobil
). Max Nötzli, langjähriger Chefredaktor der Automobile Revue, wird der Generalversammlung von Auto Schweiz, der Vereinigung der Schweizer Automobilimporteure, vom Vorstand des Verbandes zur Wahl als Präsident vorgeschlagen. Er soll seine neue Aufgabe nach der Übergabe der Chefredaktion der Automobil Revue an Pierre-André Schmitt am 1. Juli 2008 antreten.

Hopp Mars mit Polo Hofer

Donnerstag um 17.30 Uhr am Zürcher Stadelhofen: Ein Truck fuhr vor, klappte eine Bühne aus. Auftritt Polo Hofer: Das Mundartrock-Urgestein präsentierte seine eigene Version einer Euro-08-Hymne und rührte gleichzeitig die Werbetrommel für den Schokoriegel Mars, der zu Ehren der Fussball-EM temporär in «Hopp» umgetauft wird.

 Donnerstag um 17.30 Uhr am Zürcher Stadelhofen: Ein Truck fuhr vor, klappte eine Bühne aus. Auftritt Polo Hofer: Das Mundartrock-Urgestein präsentierte seine eigene Version einer Euro-08-Hymne und rührte gleichzeitig die Werbetrommel für den Schokoriegel Mars, der zu Ehren der Fussball-EM temporär in «Hopp» umgetauft wird. «Hopp Schwyz» heisst denn auch der EM-Song des Mundartbarden. Es handelt sich dabei um eine neue Version des Klassikers aus dem Jahr 1984, der zum Motivationssong für unsere Nati-Kicker umgeschrieben wurde. Die Passanten am Spontankonzert vom Donnerstagabend haben vielleicht auch noch eine Motivationsspritze nötig: Zwar blieben sie gerne stehen, um Polo zu lauschen. Die Schweizer Fähnchen, welche die Mars-Werbeagentur Wirz verteilte, wurden aber nur zögerlich geschwungen – wohl eine Folge des blamabel verlorenen Spiels gegen Deutschland am Mittwochabend. Den Fans will Mars nun mit dem Hopp-Riegel neue Kraft verleihen. Polo geht dafür mit einem VW-Bus in Riegelform auf Medientour. Mars unterzog sich übrigens schon einmal einem temporären Namenswechsel: Während der WM 2006 hiess der Riegel «Believe».

Blick auf Platz drei

Mach Basic I Der erstmals ausgewiesene Inseratepool KombiNation gibt dem Blick in etwa den Tarif vor.

 
Mach Basic I Der erstmals ausgewiesene Inseratepool KombiNation gibt dem Blick in etwa den Tarif vor.883’000 Leserinnen und Leser oder 20,9 Prozent aller DeutschschweizerInnen – so gross ist die Reichweite von Blick und Gratisabendblatt Heute zusammen. Dies geht aus der Mach Basic 2008-1 hervor, die erstmals KombiNation, den gemeinsamen Inseratepool der beiden Ringier-Titel, ausweist. Damit wird noch einmal Ringiers Strategie mit der Marke Blick deutlich: Allein dank der Umbenennung von Heute wird das Label Blick um 200’000 Leser verstärkt. Die Blick-Reichweite wird dann so hoch sein wie noch nie, seit die Wemf die Reichweiten nach dem LpA-Wert erhebt. KombiNation weist zudem bei den jungen Leuten (14- bis 34-Jährige) einen Leseranteil von 39 Prozent aus, 5 Prozentpunkte mehr als der Blick solo. Weniger gross ist der Unterschied bei den Geschlechtern: Die Leserschaft von Blick solo besteht zu 38 Prozent aus Frauen, bei KombiNation sind es 40 Prozent. Ob sich diese Leserstruktur allerdings nach der Umbenennung halten kann, ist fraglich. Die junge Marke Heute hat ihren USP bei den jungen Erwachsenen, 54 Prozent der Leser sind höchstens 34 Jahre alt. Es braucht wohl einiges, um diese an die Marke Blick zu gewöhnen.
Noch ein Hinweis: Zusammen mit Heute schwingt sich der Blick punkto Reichweite auf Platz drei auf, nach 20 Minuten mit neu 29,5 Prozent und dem Metropool, der 25,6 Prozent ausweist. Wie die Rangfolge aussieht, sobald auch die News- und .ch-Zahlen erscheinen, muss sich noch weisen.
 
Markus Knöpfli

Heineken und Radio 105 rocken gemeinsam weiter

Radio 105 hatte im Dezember 2006 das Webradio 105 Rock ins Leben gerufen. Damals ging der Sender eine enge Partnerschaft mit Heineken ein. Der Vertrag für diese Kooperation wurde nun verlängert.

 Radio 105 hatte im Dezember 2006 das Webradio 105 Rock ins Leben gerufen, um dem Rock-, Independent- und Alternative-Sound eine Plattform zu geben. Damals ging der Sender eine enge Partnerschaft mit Heineken ein. Der Vertrag für diese Kooperation wurde nun verlängert. Heineken ist wie bisher «Presenting Partner» von 105 Rock und wird fest ins Senderlayout eingebunden, wie 105-Chef Giuseppe Scaglione mitteilte. Produziert wird 105 Rock von der gleichen Crew, die Radio 105 gestaltet. Das Webradio richtet sich an die 18- bis 34-Jährigen.

«Das kann nur ein Inserat» kürt die Sieger

Der Wettbewerb für junge Kreative «Das kann nur ein Inserat» des Verbands Schweizer Presse feiert eine Rekordbeteiligung, 11 Siegerarbeiten und zwei Gewinnerteams: Martina Kunz und Michael Holzgang sowie Patric Franz und Patrick Ryffel dürfen am Wettbewerb Best Yet in Stockholm teilnehmen. Sie überzeugten die Jury mit dem Kopfgeld für Jürg Marquard und einem aus den Fugen geratenen Text.

Der Wettbewerb für junge Kreative «Das kann nur ein Inserat» des Verbands Schweizer Presse feiert eine Rekordbeteiligung, 11 Siegerarbeiten und zwei Gewinnerteams. Die Youngsters wurden am Donnerstagabend im Zürcher Club Hard One geehrt. Den ersten Platz im Wettbewerb belegten Martina Kunz und Michael Holzgang von der In Flagranti Werbeagentur in Lyss. Sie setzten quasi ein Kopfgeld auf Jürg Marquard aus: Auf ihrem Sujet ist der Verleger ist zu sehen, auf seinem Anzug prangt die Preisanschrift 0,05 Franken – die Durchschnittskosten pro Leser für eine 1/1 Seite 4c (TLP-Vergleich laut MACH Basis 2007-2). Damit macht das Sujet getreu dem Wettbewerbsmotto Werbung für Anzeigen.
Martina Kunz und Michael Holzgang dürfen nun im Mai zusammen mit Jury-Präsident Andreas Prokesch auf Einladung der Publimedia nach Stockholm fliegen, wo sie sich beim Wettbewerb Best Yet auf internationaler Ebene messen – mit der Chance, nach Cannes zu reisen, sofern sie erneut reüssieren. Ebenfalls ein Ticket an den Best Yet erhalten Patric Franz und Patrick Ryffel von Freiburghaus und Partner in Bern. Ihre Arbeit wartet mit einem verwirrenden Text auf – und demonstriert so, dass man sich für ein Inserat so viel Zeit wie nötig nehmen kann.
Auf Platz zwei des Wettbewerbs landete mit der Arbeit «Kreuzorträtsel» Gabriel Giger (früher bei GGK Zürich Werbeagentur, seit Januar Giger Graphics), auf dem dritten Rang Nicolo Giunta (Bomotion) mit «PC». Gleich mit drei Arbeiten unter den Sieger einreihen konnten sich Nik Hodel (früher Publicis, seit Januar 2008 bei Walker) und Martin Arnold (Spillmann/Felser/Leo Burnett). Unter den besten zwölf sind ausserdem die Teams Larissa Kasper (Vitamin 2) und Rosario Florio (Erat Design Group edg); Michael Surovka (Werbeanstalt Schweiz) und Hanning Beland (Wirz Werbung); Karin Estermann und Maren Beck (beide Spillmann/Felser/Leo Burnett) sowie André Hermetschweiler und Patrick Hofmann (beide Werbeagentur Cosmic Zürich).
«Das kann nur ein Inserat» wurde zum dritten Mal als Wettbewerb für junge Kreative ausgeschrieben und von ADC-Mitgliedern juriert. Die Jury konnte aus fast 200 Arbeiten die besten zwölf auswählen. Elf davon wurden realisiert und mit je einem Preisgeld von 5’000 Franken honoriert. Die Mitglieder-Publikationen des Verlegerverbands schalten die Anzeigen ab Mitte April 2008 in ihren Zeitungen und Zeitschriften.
Toni Vetterli, Leiter Marketing des Verbands Schweizer Presse, freut sich darüber, dass mehr als doppelt so viele Arbeiten wie letztes und vorletztes Jahr eingereicht wurden: «Aber auch die Qualität ist nochmals gestiegen. Unser Wettbewerb entspricht offensichtlich dem Bedürfnis der jungen Kreativen. Deshalb denkt die Projektgruppe Gattungsmarketing im Departement Werbemarkt bereits jetzt schon darüber nach, wie die Ausschreibung nächstes Mal noch attraktiver gestaltet werden könnte.»
Der Wettbewerb wird wie bisher unterstützt von der Allianz Schweizer Werbeagenturen ASW, von BSW Swiss Leading Agencies, Schweizer Werbung SW, Script, Publimedia und erstmals auch vom Art Directors Club (ADC) Schweiz. Der Wettbewerb wurde begleitet mit einer Anzeigenkampagne der Werbeagentur Matter & Gretener zu den Ausschreibungen.
Die Jury bestand aus Andreas Prokesch (Jurypräsident); David Allemann, Vitra; Matthias Freuler, Wirz; Lilo Killer, Art Buying / FFF; Ruth Mathias, Coca-Cola; Michael Rottmann, Jung von Matt/Limmat; Patrick Suter, Spillmann/Felser/Leo Burnett und Diana Strebel, Interbrand Zintzmeyer & Lux.
Gewinnersujet von Martina Kunz und Michael Holzgang:

Gewinnersujet von Patric Franz und Patrick Ryffel:

Die Sieger:

Kopf der Woche: Im Doppel

Susanne Jungbluth will als Joint Managing Director bei McCann-Erickson die Agentur mit spannenden Neukunden für Kreative attraktiver machen.

 
Susanne Jungbluth will als Joint Managing Director bei McCann-Erickson die Agentur mit spannenden Neukunden für Kreative attraktiver machen. 
McCann Erickson ist im Umbruch. «Die Marke McCann muss auch in der Schweiz wieder griffiger werden und an Visibilität gewinnen», fordert Timo Kirez. Nach verschiedenen Wechseln im Kader ist der gebürtige Hamburger jetzt Chairman und Chief Creative Officer übergreifend für die beiden Büros in Genf und Zürich. Im aktuellen BSW-Ranking findet sich McCann-Erickson auf Platz 7. Im Kreativ-Ranking der Werbewoche ist die Agentur mit 63 Mitarbeitenden zurzeit nicht mehr vertreten. Um das zu ändern, setzt man jetzt auf neue Leute.
Der von Tamedia eingewechselte Yannick Chevailler ist Managing Director in Genf. Im grösseren Büro von Zürich ist die Führung mit Monica Fischer und Susanne Jungbluth als Joint Managing Director in einem Doppel besetzt. Beide Frauen sind verantwortlich für eine eigene Beratungsgruppe.
Monica Fischer wirkt seit zwei Jahren bei McCann in Zürich. Vorher hat sie beim gleichen Netzwerk in Frankfurt die Deutsche Bank betreut und wurde deshalb für die Implantation des Neukunden Credit Suisse nach Zürich geholt.
Susanne Jungbluth wirkte zuerst zwei Jahre bei McCann in Genf und wechselte vor einem halben Jahr ins Zürcher Büro. Sie soll hier als Verantwortliche vor allem das Neugeschäft ankurbeln.
Die Rolle des CEO für die ganze Schweiz ist zurzeit noch nicht besetzt. «Wir sind auf der Suche, lassen uns aber Zeit, bis der Richtige gefunden ist», erklärt Susanne Jungbluth. Die Münchnerin wünscht sich einen Schweizer Partner, der noch stärker «im lokalen Markt verwurzelt ist». Sie selbst ist zwar mit einem Schweizer verheiratet und hat viele Schweizer Freunde aus der Zeit, als sie «vor vielen Jahren» noch als Model für Bolero und Annabelle oft in Zürich gearbeitet hat.
Das heutige Werberteam Kirez und Jungbluth kennt sich aus Hamburg, wo beide früher bei Jung von Matt ihren Einstieg in die Branche gefunden haben. Sie ist später aus privaten Gründen in die Schweiz gezogen, wo sie zufällig Timo Kirez wieder getroffen hat. Zuerst arbeitete sie 18 Monate für ihn im welschen Büro. Dann wollte sie der «mehr München ähnlichen Mentalität wegen» nach Zürich wechseln. Bei dieser Gelegenheit hat McCann auch die Deutschschweizer Kunden «gleich mit umgesiedelt».
Das Genfer Büro von McCann ist in den letzten Jahren kreativ mehr aufgefallen als Zürich. Eine Arbeit aus Genf für Radio Fréquence Banana wird zum Beispiel im nächsten Lürzer’s erscheinen, «obwohl es vom Schweizer ADC keinen Würfel erhalten hat», wie Jungbluth bedauert. Was die kreativen Erfolge von Zürich betrifft, sei hier wieder mehr Aufbau gefragt. Das gilt auch für Werbung in eigener Sache. «Die Struktur wurde nicht genug nach innen und aussen kommuniziert. Jetzt muss wieder ein klares Bild entstehen und es muss attraktiv gemacht werden, mit McCann zu arbeiten – sowohl für Kunden wie für Mitarbeiter.»
Zurzeit wird ein neues CD-Kreativteam für Zürich gesucht. «Wir müssen jetzt wieder auf die Pitchlisten zurück», hat sich Jungbluth als Verantwortliche für das Neugeschäft zum Ziel gemacht und zeigt sich stolz, dass die Zürcher soeben für drei wichtige Pitches eingeladen wurden.
Natürlich werden in einer Agentur, die zu einem der grössten internationalen Netzwerke gehört, auch Adaptationsarbeiten ausgeführt, was vielleicht ein paar besonders kreative Werber von einer Anstellung abhalten könnte. Bei den von Monica Fischer betreuten Grossbudgets für Credit Suisse und Mastercard sind aber mehr als die Hälfte der Ideen «original und inhouse» entwickelt worden. Zudem ist es eine erklärte Aufgabe von Susanne Jungbluth, in Zukunft noch mehr lokale Kunden zu finden. Dazu gehörten in letzter Zeit bereits Terre des hommes, für die McCann mit den Märchensujets eine Idee kreiert hat, «die dann sogar kopiert worden ist». Eine ähnlich kreative Kampagne wurde Ende letzten Jahres für Das Magazin gestaltet. «Es sind verschiedene kleinere Projekte im Haus. Es fehlt uns aber noch der Big Bang», meint Jungbluth. Eine Kampagne, die nicht nur beim Endverbraucher die Sache ins Rollen bringt, sondern auch innerhalb der Kommunikationsbranche. «Gute Arbeit bringt mit sich, dass auch gute Leute zu uns kommen wollen. Diese wiederum bewirken ein wachsendes Interesse bei potenziellen Kunden.»
Zu den bereits bestehenden wichtigsten Kunden gehören Microsoft, Lufthansa, Credit Suisse, Opel, Mastercard und L’Oréal.
McCann-Erickson will trotz Neuorientierung aber den Vorteil beibehalten, sowohl in der Deutschschweiz wie in der Romandie vor Ort zu sein. «Wir wollen an beiden Standorten wachsen.» In der Schweiz will McCann-Erickson jetzt auch wieder einen Fullservice anbieten, nachdem man sich eine Zeit lang für gewisse Bereiche international bedient hat. Demnächst wird McCann in der Schweiz auch MRM Worldwide anbieten, ihren Spezialisten für Online, Data Mining, Content Management und Relationship Marketing. Mit der Below-the-line-Unit Momentum Worldwide wird der Bereich Handelsmarketing, Events, Promotions und Sponsoring abgedeckt. Diese Abteilung wird von Monica Fischer «hochgezogen».
Susanne Jungbluth ist «Sternzeichen Zwilling» und damit auch gemäss Horoskop «ein sehr kommunikativer Mensch». Eingestiegen in die Welt der Medien ist sie in München mit einer Ausbildung beim Verlagsbuchhändler Hugendubel.

Anschliessend arbeitete sie bei einem Kunstbuchverlag, «bevor es dann in Hamburg richtig los ging». Jungbluth landete bei Jung von Matt, lernte dort «on the job» die Beratung kennen und wechselte dann mit 24 wieder zurück nach München. Bei Start Advertising fand sie sich «in einem Haufen junger Leute, die damals alles gewonnnen haben». Die angesagte Agentur arbeitete viel für die neuen TV-Stationen MTV und Pro 7. Das führte Jungbluth schliesslich zum Werbefilm. Für Petersen Neumann hat sie als Produzentin sechs Jahre lang das Münchner Büro geleitet. Hier arbeiteten sechs Leute neben zwanzig am Hauptsitz in Hamburg. Zu Jungbluths wichtigsten Filmkunden gehörten Mediamarkt, McDonald’s oder Burger King. Weil die Spotproduktion aber «nur ein Teil der Werbung ist» und sie auf lange Sicht lieber über die ganze Bandbreite arbeiten wollte, suchte sie nach ihrem Umzug in die Schweiz wieder Anschluss an eine Agentur.
«Bei der Werbung arbeite ich mit verschiedenen Medien. Dafür habe ich gerne ein grösseres Team um mich. Ich führe aus Leidenschaft und habe Spass, mit den verschiedensten Leuten etwas gemeinsam zu gestalten.» Um selbst in der Kreation zu arbeiten, findet sie sich aber zu ungeduldig. «Ich bin jemand, der die Herde antreibt. Ich kann erkennen, wer welches Talent hat, und will den Leuten dann ihre Chance geben.» Ihr ehrgeiziges Ziel: «Wir müssen in den nächsten fünf Jahren unter die ersten drei im Kreativ-Ranking aufsteigen.»    

Andreas Panzeri

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