Tele2 setzt auf gute Deals statt Promotionen

Tele2 macht mit einem Teufel als Anti-Helden Werbung für ein neues Handy-Abo und will sich von Promotionswerbung wegbewegen. Das Telekomunternehmen hatte die Teaser-Kampagne zeitlich mit den Fahrplänen der Handy-Retailer abgestimmt. Die Kampagne stammt aus der Küche der neuen Lead-Agentur Euro RSCG.

Tele2 macht mit einem Teufel als Anti-Helden Werbung für ein neues Handy-Abo und will sich von Promotionswerbung wegbewegen. Das Telekomunternehmen hatte die Teaser-Kampagne zeitlich mit den Fahrplänen der Handy-Retailer abgestimmt. Die Kampagne stammt aus der Küche der neuen Lead-Agentur Euro RSCG. Die «Teufel-Kampagne» sorgte für Aufsehen, aufgelöst wurde sie vorzeitig durch eine Panne bei der Post. Der Werbeauftritt war in christlichen Kreisen wegen der religiösen Implikationen in die Kritik geraten. Die Auflösung zeigt nun, dass Tele2 nicht mit dem Teufel wirbt, sondern ihn vielmehr als Anti-Helden dastehen lässt, der den Konsumenten schlechte Deals anbietet. «Der Teufel steht als Verlierer da», sagte Tele2-Marketingchef Christian Bärlocher der Werbewoche. Die Botschaft, die das Telekomunternehmen vermitteln will: Wer dem Satan ein Schnippchen schlagen will, wählt das neue Angebot, mit dem für 39 Rappen pro Stunde in alle Netze telefoniert werden kann. Die Kampagne ist die erste, welche Euro RSCG für Tele2 realisiert hatte. Mit der Agentur zeigte sich Bärlocher sehr zufrieden. «Wir hatten einen grossen Pitch durchgeführt und waren von den Ideen der Agentur sehr überzeugt. Sie hat in kurzer Zeit ein ganzes Massnahmen-Paket aus dem Boden gestampft». Die neue Kampagne umfasst Inserate, Plakate, TV- und Radiospots sowie Onlineschaltungen.
Mehr Handy, weniger Promotionen Gleichzeitig wendet sich das Telekomunternehmen von der bis anhin gepflegten promotionslastigen Werbung ab, weil es strategisch stärker auf Mobilkommunikation statt Festnetz und Internet setzt. «Wenn es um Handyabos geht, informieren sich die meisten Konsumenten am POS», erklärte Bärlocher. «Da macht es wenig Sinn, auf Strassenpromotionen oder Telefonverkauf zu setzen».
Eine Teaser-Kampagne wählte Tele2, weil man das neue Angebot möglichst schnell kommunizieren wollte. «Die Kanäle, um solche Angebot zu kommunizieren, sind nur einmal im Monat offen, zum Beispiel die Beilagen der entsprechenden Retailer in der Tagespresse. Wir wollten nicht bis Anfang Mai warten», so der Marketingchef weiter. Weil bis Anfang vergangener Woche schlicht noch nicht alle diese Kanäle bereit waren, startete man erst einmal eine Teaser-Kampagne. «Ausserdem wollten wir auf eine andere Karte setzen als die rein preisorientierte Werbung.»
Kritiker werden ernst genommen Aus dem Zeitpunkt der Retailer-Kanäle ergab sich auch der Starttermin des Auftritts. Dieser stiess allerdings vereinzelt auf Kritik: Christliche Kreise fanden es stossend, dass der satanische Auftritt ausgerechnet an Ostern in der Sonntagspresse startete. «Wir hatten diesen Zeitpunkt nicht bewusst gewählt; er ergab sich aus dem Fahrplan der Retailer», so Bärlocher. Die Reaktionen aus dem christlichen Umfeld nehme man sehr ernst: «Ich beantworte entsprechende Reklamationen per Telefon oder Mail persönlich», sagte der Marketingverantwortliche. Man habe im voraus natürlich abgewägt, was ein solcher Werbeauftritt an Reaktionen auslösen könnte. Tele2 ist aber überzeugt, dass die Auflösung die Kampagne ins richtige Licht rückt: «Wir geben dem Teufel ja keine Plattform, sondern stellen ihn als Anti-Helden dar».
Mit der Kampagne will das Unternehmen eine junge Zielgruppe ansprechen, welche stets auf der Suche nach dem besten Deal ist. Aufgelöst wurde der Teaser versehentlich, weil bei der Post schon entsprechende Broschüren auflagen, was die Abendzeitung Heute entdeckte. Wie kann eine solche Panne passieren? «Wenn ich das wüsste! Aber bei einem Auftritt dieser Grössenordnung sind so viele Unternehmen involviert, da kann ein Irrtum einfach passieren – wo Menschen arbeiten, geschehen halt manchmal Fehler», erklärte Bärlocher. Den Erfolg der Kampagne überschatte dies nicht wesentlich: «Ich konnte am Wochenende trotzdem ruhig schlafen», schmunzelte der Marketingchef.
Auch von den Unkenrufen in der Sonntagspresse, dass sich das neue Angebot für Tele 2 nicht rechne, zeigt sich das Unternehmen nicht beeindruckt. Man habe genau abgeklärt, was die Konsumenten wollen. Das Angebot basiere auf einer Mischrechnung, in der auch Dienste wie SMS oder MMS miteinbezogen seien, erklärte CEO Mats Tilly der Werbewoche. So sei das Abo für Tele2 rentabel, zudem gehe man davon aus, dass es viele neue Kunden anziehen werde. Tele2 wird werbemässig weiterhin breit präsent sein, kündigte Bärlocher an. Dabei wird – mit einer gehörigen Portion Humor – auch der Teufel wieder zum Zuge kommen.

Verantwortlich bei Tele2:

Christian Bärlocher (Leiter Marketing/Sales Schweiz), Ursina Jeuch (Communication Manager). Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Axel Eckstein (Creative Director), Michael Rüegg, Alexander Fuerer, Gregor Juritz, Alain Picard (Texter/Konzepter), Chris Eggli, Martin Stauch, Roli Hofer, Claude Schaub (Art Direction), Isabelle Buehler (Grafik), Peter Schäfer (Planning Director), Andreas Sedmak (Group Account Director), Dominic Hoegger (Account Director), Sarah Gianesi, Desiree Guzman (Beratung), Caroline Webb (Head of Art Buying). Verantwortlich bei Pumpkin Film AG: Sonja Brand, Claudia Brand (Producer), Martin Werner (Regie), Peter Brandt, Sascha Haber, Martin Gardeler (Post Produktion), Varhan Bauer, Lars Daniel Terkelsen (Musik). Tonstudios: Hastings AG, NJP Tonstudio AG: Daniel Wuethrich, Nadin Hadorn, Thomas Pfeiffer, Leos Gerteis (Tonmeister). Fotoproduktion: Tina Aich, Serge Hoeltschi (Fotograf), Patrik Rohner (Retusche). Text: Carole Scheidegger

Matter & Gretener gewinnt Autogrill als Neukunde

Matter & Gretener darf sich über einen neuen Kunden freuen. Nach einer Agenturevaluation hat sich Autogrill Schweiz für eine Zusammenarbeit mit der Zürcher Agentur entschieden.

 
Matter & Gretener darf sich über einen neuen Kunden freuen. Nach einer Agenturevaluation hat sich Autogrill Schweiz für eine Zusammenarbeit mit der Zürcher Agentur entschieden. Das Gastronomieunternehmen mit 1300 Mitarbeitern hat sich auf die Verpflegung an Autobahnen, sowie in Flughäfen, Bahnhöfen, Einkaufs- und Stadtzentren spezialisiert. Schon bald sollen erste Arbeiten zu sehen sein. 

Cardinal spendet Fussballfans Trost

Die Westschweizer Biermarke Cardinal hat sich für das Fussballfest des Jahres etwas ganz Besonderes ausgedacht: Fussballfans, die kein Ticket für die EM bekommen haben, sollen sich mit ihrer Hilfe die Europameisterschaft als Trost zu sich nach Hause holen können.

 
Die Westschweizer Biermarke Cardinal hat sich für das Fussballfest des Jahres etwas ganz Besonderes ausgedacht: Fussballfans, die kein Ticket für die EM bekommen haben, sollen sich mit ihrer Hilfe die Europameisterschaft als Trost zu sich nach Hause holen können. Im Zentrum steht das Keyvisual mit dem Kampagnen-Claim «Das Stadion ist bei dir», das Fans auf einem Sofa zeigt. Als Hauptpreis gibt es einen Rundum-Service für fünf Fussballparties zu gewinnen. Cardinal beliefert den Gewinner mit Catering, Fansessel, Fanshirts und Fanschals. Die Zürcher Agentur Startbahnwest realisiert für Cardinal die Promotionsmassnahmen, welche die Bereiche Below-the-Line, POS, Packaging und Internet für die Gastronomie und den Detailhandel umfassen. Das neue Medienhaus mitLinks hat die Promowebsite grafisch umgesetzt und programmiert.
Verantwortlich bei Feldschlösschen:
Philipp Wetzel (Marketing Manager), Chantal Weibel (Senior Brand Manager), Jérôme Rueff (Brand Manager). Verantwortlich bei Startbahnwest: Hartmut Vetter (Strategische Planung), Zoe Maritz, Yves Burgener (Beratung), Rüdiger Flothmann (CD), Christine Manger (AD), Natasa Maricic (Text), Gesine Dittrich, Anita Lutz (Grafik). Verantwortlich bei mitLinks: Patrizia Lehmann (Projektleitung), Watezz Bleuer (Design & Flashprogrammierung), Pius Kraushaar (Design & Flashprogrammierung).

Zu guter Letzt: Werbung und Kunst, Berlin Alexanderplatz

«Kunst statt Werbung» hiess das Ausstellungsprojekt in der Station U2-Alexanderplatz in Berlin, eine Auseinandersetzung mit Kunst und öffentlichem Raum. 1958 hervorgegangen aus einem Wettbewerb überlebte es sogar den Fall der Mauer. Den Druck zur Kommerzialisierung überlebte es nicht. Ein Nachruf.

 
1958 rief die Sektion Gebrauchsgraphik des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands (VBKD) alle Grafiker der DDR auf, Plakate für den Frieden zu entwerfen. Die Reproduktionen wurden danach unter dem Titel «Frieden der Welt» beim U-Bahnhof Alexanderplatz in Berlin ausgestellt, an der Linie U2 zwischen Ost und West. Das war die Geburtsstunde eines fast 50 Jahre währenden Ausstellungsprojekts, das die Station U2-Alexanderplatz zur dauerhaft werbefreien, kunstbestimmten Zone machte, und an dem ein paar hundert Künstlerinnen und Künstler teilgenommen haben – darunter auch Pablo Picasso. Nach dem Fall der Mauer wurde die Sache von einer neuen künstlerischen Projektgruppe unter dem Namen «Kunst statt Werbung» weitergeführt – und von der Stadt Berlin gesponsert. Laut einem Bericht der TAZ hat es den Berlinern (wahrscheinlich den Ossis) sichtlich Vergnügen gemacht, einmal nicht von glücklich konsumierenden Wesen angegrinst zu werden, die alle von einem anderen Stern zu kommen scheinen. Hier sei Freiraum markiert worden. Der Herr Kuno von der Vereinigten Verkehrs-Reklame habe das wahrscheinlich nüchterner gesehen. Er empfinde wohl die 130’000 Mark Mieteinnahmen, die da der Kunst zum Opfer fallen, schon als schmerzlichen Verzicht.
2007 musste das wohl auch die Stadt Berlin als schmerzlichen Verzicht empfunden haben (sie ist ja bekanntlich völlig pleite). Sie verkaufte die für die Berliner Bahnhöfe zuständige Reklame-Betriebsgesellschaft an JCDecaux – und damit auch die Kontrolle. Plakatgesellschaft und Projektgruppe konnten sich in der Folge nicht einigen. Im Februar 2008 war dann Schluss mit dem weltweit einzigartigen und international bekannten Ausstellungsprojekt. Im Nachruf schreibt die Projektgruppe, weltweit reagierten inzwischen Stadtplanung und Politik auf die prekäre Disbalance von Werbung, Architektur und öffentlichem Raum. Eine Stadt wie Berlin hingegen, die als Kulturmetropole beworben werde und zum Magneten für Künstler und Kunstinteressierte avanciere, verspiele hier einen beträchtlichen Aktivposten.
Einen ganz besonderen Aktivposten hinzugewonnen hat auf der anderen Seite die neue Pächterin der Werbeflächen der Station U2-Alexanderplatz. Schliesslich kann nicht jede Plakatgesellschaft von sich behaupten, sie könne Werbeflächen auf einem ehemaligen Picasso vermieten. In diesem Ruf zu stehen, hat aber auch etwas Zweifelhaftes.

Zu guter Letzt: Comtes geschenkter Gaul

Das 14 Jahre alte Nacktbild der aktuellen Madame Sarkozy hatte vergangene Woche für ein grosses Hallo gesorgt. Es soll nun unter den Hammer kommen – der Erlös davon aber nicht an das kambodschanische Kinderspital Kantha Bopha von Beat Richner gehen.

 Das 14 Jahre alte Nacktbild der aktuellen Madame Sarkozy hatte vergangene Woche für ein grosses Hallo gesorgt. Britische Revolverblätter druckten es rechtzeitig zum Insel-Besuch von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und seiner Liebsten Carla Bruni grossflächig ab. Das von Starfotograf Michel Comte als Safer-Sex-Kampagne geschossene Aktbild soll nun unter den Hammer kommen – der Erlös davon aber nicht an das kambodschanische Kinderspital Kantha Bopha von Beat Richner gehen, wie dies Die Bunte und die Zeitung Sonntag berichtet hatten. Richner bestätigte zwar gegenüber der SDA, dass er ein entsprechendes Angebot erhalten hatte. «Aus Respekt vor der französischen und der kambodschanischen Regierung» lehnt er aber ab. Dabei wäre wohl einiges zu holen gewesen: Comte rechnet damit, dass für sein Bild ein sechsstelliger Betrag erzielt wird. Richner, dessen Spital Spenden gut gebrauchen kann, möchte jedoch nicht mit diesem speziellen Foto in Verbindung gebracht werden. Wenn er Geld aus dem Erlös eines Fotos der nackten französischen Präsidentengattin annehmen würde, würde das seine Institution entwürdigen. Man merke: Richner ist zwar Kinder- und nicht Tierarzt. Beschlagen genug, um dem geschenkten Gaul ins Maul zu schauen, ist er aber alleweil.

Angelink yourposition macht Suchmaschinenmarketing für Piazza

Der Tamedia-Kleinanzeigenmarkt Piazza hat das Komplett-Mandat im Suchmaschinenmarketing der Agentur Angelink yourposition übertragen.

 Der Tamedia-Kleinanzeigenmarkt Piazza hat das Komplett-Mandat im Suchmaschinenmarketing der Agentur Angelink yourposition übertragen. Die Zürcher Suchmaschinenexperten sind somit zuständig für sämtliche Massnahmen rund um die Suchmaschinen-Präsenz der Tamedia-Tochter, wie die Agentur mitteilte. Dazu zählen Suchmaschinenoptimierung über Kampagnenführung mit Google Adwords bis hin zu Web-Analytics-Dienstleistungen und ROI-Analysen.

Kinderporno-Affäre bei RSR: Personal droht mit Streik

Das Personal von Radio Suisse Romande (RSR) droht mit Streik. Es fordert, dass ein Informatiker, der einen Fall von kinderpornografischen Bildern denunziert hat, wieder eingestellt wird.

  Das Personal von Radio Suisse Romande (RSR) droht mit Streik. Es fordert, dass ein Informatiker, der einen Fall von kinderpornografischen Bildern denunziert hat, wieder eingestellt wird. Der Informatiker hatte die Bilder 2005 bei einem Kadermitglied entdeckt und den Falls anfangs März an die Öffentlichkeit gebracht, worauf sich das Untersuchungsrichteramt einschaltete. Der Informatiker wurde in der Folge entlassen, das fragliche Kadermitglied bis zum Abschluss des Verfahrens suspendiert (siehe
). An einer Personalversammlung vom Montag erklärten die Anwesenden nun, dass die Wiedereinstellung des Informatikers als «einzig glaubwürdiges Zeichen» interpretiert werde, dass die Direktion den Willen habe, die Managementmethoden zu ändern. Bei der Versammlung waren 165 von rund 600 Angestellten anwesend. Sie setzten der Leitung ein Ultimatum bis am Freitag 4. April um 17 Uhr. Sollte die Wiederanstellung des Informatikers bis dann nicht offiziell kommuniziert werden, wird am kommenden Montag erneut eine Personalversammlung organisiert mit dem Ziel, während der Woche Streikaktionen zu organisieren.

Ruf Lanz: Frecher Werbeauftritt mit Köbi Kuhn

Seit 2001 wirbt die Werbeagentur Ruf Lanz für Airport Outlet in Rümlang. Diesmal hat die Agentur schnell geschaltet: Das neuste Ladenplakat bezieht sich auf das 0:4-Debakel der Schweizer Fussballnationalmannschaft gegen Deutschland.

 
Seit 2001 wirbt die Werbeagentur Ruf Lanz für Airport Outlet in Rümlang. Diesmal hat die Agentur schnell geschaltet: Das neuste Ladenplakat bezieht sich auf das 0:4-Debakel der Schweizer Fussballnationalmannschaft gegen Deutschland. Zum Bild des konsternierten Köbi Kuhn ist der spöttische Hinweis zu lesen: «Möchten Sie am liebsten dorthin, wo Sie keiner kennt? Im Airport Outlet gibt’s Trekkingschuhe und Outdoor-Mode von Topmarken zu Fabrikpreisen.» Dazu Creative Director Markus Ruf: «Es ist ja aus vielen Interviews bekannt, dass sich Köbi Kuhn gerne auf die Rigi zurückzieht, um sich dem Medienrummel zu entziehen. Vielleicht hat er dieses Mal das Bedürfnis, noch ein bisschen weiter weg zu gehen….»
Verantwortlich beim Airport Outlet: Peter Wider (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf und Danielle Lanz (CD), Torsten Maas (Text), Grit Wolany (AD) und Michèle Leibacher (Beratung).

Euro-Hauptsponsoren enttäuschen Austragungsorte

Die 14 Schweizer Euro-Hauptsponsoren kommen gemäss einem Bericht der Sonntagszeitung ihren Verpflichtungen gegenüber den Austragungsorten nur mangelhaft nach. Es drohen finanzielle Ausfälle in Millionenhöhe.

 
Nach der Spielpleite gegen Deutschland droht nun auch ein Einbruch an der Geldfront: Die 14 Schweizer Euro-Hauptsponsoren kommen gemäss einem Bericht der Sonntagszeitung ihren Verpflichtungen nur mangelhaft nach. Laut Vertrag mit der Uefa müssten sie sich nebst offiziellem Engagement auch für die Fan-Zonen der Austragungsorte Bern, Basel, Genf und Zürich einsetzen. Die Euro-Beauftragten sind bisher aber nicht begeistert. «Unter den Erwartungen», heisst es aus Basel und Zürich. «Enttäuscht» ist man in Bern und Genf. Einzig die UBS engagiert sich überall gemäss den Erwartungen. Laut Sonntagszeitung hätte das Arrangement pro Stadt etwa eine Million Franken bringen sollen. Problematisch für die Städte ist nun die Tatsache, dass die Sponsoren trotz ihrer Untätigkeit Exklusivrechte haben, die ein Sponsoring von anderen Firmen aus ähnlichen Branchen verhindern.

Telebasel: Neuer Chef eingestellt und Ausbau eingeleitet

Telebasel stellt den 32-jährigen Basler Dominik Prétôt per 1. April 2008 als neuen Geschäftsführer ein. Zusammen mit dem bereits im Oktober 2007 begonnenen Ausbauprozess will sich der Sender damit auf den Betrieb mit Konzession vorbereiten.

 
Das Nordwestschweizer Regionalfernsehen Telebasel stellt den 32-jährigen Basler Dominik Prétôt per 1. April 2008 als neuen Geschäftsführer ein. Zusammen mit dem bereits im Oktober 2007 begonnenen Ausbauprozess will sich der Sender damit auf den Betrieb mit Konzession vorbereiten. Telebasel ist der einzige Sender, welcher sich um eine TV-Gebührenkonzession für die Nordwestschweiz beworben hat (siehe: )
Prétòt war bei Telebasel seit 2002 regelmässig als Aufnahmeleiter für verschiedene Sendungen tätig. Er arbeitete als Kinooperateur bei East Cinémas und für Helvetia Versicherungen, die Messe Schweiz (Art Basel) und die Wirtschaftskammer Baselland. Sein Vorgänger Willy Surbeck wird sich auf die publizistischen Belange konzentrieren, wie es in der Mitteilung vom Sonntag heisst.
Die Verstärkung der Führung erfolgt auch im Blick auf die vom Bundesrat vorgeschriebene Trennung von Programm und Werbung. Während sich die langjährige Finanzchefin Pia Bossert in den Ruhestand begibt, wird die Geschäftsleitung für den Bereich Sponsoring und Marketing um Diana Bevilacqua und für den Bereich Produktion In-House um Linus Pauls erweitert.
Für die Erweiterung des Programms, wie im Konzessionsgesuch beschrieben, werden 18 zusätzliche 100-Prozent-Stellen für Programmschaffende benötigt. Zurzeit beschäftigt Telebasel 73 Mitarbeitende, davon knapp die Hälfte in Vollzeit. Der erforderliche Ausbau hat bereits im Oktober 2007 mit dem Umzug in ein grösseres Studio begonnen.
Im Gesuch an das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) um eine TV-Konzession in der Nordwestschweiz wurde von Montag bis Freitag jeweils ab 18.00 Uhr ein Vollprogramm von täglich zwei Stunden angekündigt. Jeden Samstag gelangt eine regionale Live-Aufzeichnung aus den Sparten Musik, Theater, Kabarett oder Galaevents zur Ausstrahlung. Das Prinzip der Dauerwiederholungen wird abgeschafft. Die Sendung 7vor7 in der bewährten Stundenschlaufe ab 20.00 Uhr bleibt jedoch im Programm.

«Zu unsittlich»: Kein EM-Tram von Tally-Weijl in Zürich

Die Verkehrsbetriebe Zürich haben nach wochenlangen Erörterungen ein Gesuch der Modefirma Tally Weijl für ein Werbetram während der Fussball-EM abgelehnt. Die darauf abgebildeten Sujets im Playboy-Chic finden die Behörden «zu unsittlich» und «sexistisch».

 Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben nach wochenlangen Erörterungen ein Gesuch der Modefirma Tally Weijl für ein Werbetram während der Fussball-Europameisterschaft abgelehnt. Im Bericht der Sonntagszeitung sagte Renata Huber vom städtischen Departement der industriellen Betriebe, das Tram wäre «zu unsittlich» gewesen. «Wir hätten das nicht verantworten können.» Auf dem Fahrzeug wäre ein spärlich bekleidetes Model in Tally-Weijl-Kleidung zu sehen gewesen, zudem Silhouetten weiblicher Fussballfans, die auf Sprechblasen Fussballern unzweideutige Angebote zugehaucht hätten: «Sei mein Lover, Michael», oder: «Marek, ich will ein Kind von Dir.» «Ganz klar sexistisch», sagte gemäss Sonntagszeitung die Leiterin des Zürcher Gleichstellungsbüros Dore Heim dazu; das Tram hätte ein «absolut stereotypes Geschlechterbild» vermittelt. In Basel ist dasselbe Tram seit bereits zwei Wochen auf den Linien 10 und 11 unterwegs.

Sulzer, Sutter hebt für Mobitare das Besondere heraus

In der neuen Kampagne von Sulzer, Sutter für das Möbelhaus Mobitare soll die Besonderheit jedes einzelnen Mobitare-Möbels oder -Accessoires zum Tragen kommen.

In der neuen Kampagne von Sulzer, Sutter für das Möbelhaus Mobitare soll die Besonderheit jedes einzelnen Mobitare-Möbels oder -Accessoires zum Tragen kommen. Ins Zentrum gerückt werden die Einrichtungsgegenstände gerade durch ihre Abwesenheit. Wer ein oder mehrere Stücke von Mobitare bei sich zu Hause hat, sollte sich nicht wundern, wenn Gäste für nichts anderes mehr Augen haben, teilte die Agentur mit. Die neue Kampagne ist ab sofort während zwei Wochen auf Plakaten im Raum Zürich zu sehen.
Verantwortlich bei Mobitare:
Christine Roth (Leiterin Kommunikation), Mathias Faerber (Category Manager Mobitare). Verantwortlich bei Sulzer, Sutter: Michael Kathe (Creative Direction), Florian Bachofen, Sandro Nicotera (Art Direction), Sini Oh (Grafik), Sven Oeschger (Strategie), Manuela Gualeni, Roland Sutter (Beratung), Toni Leimer (Fotografie).

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