Velohelmkampagne für BFU und Suva rollt an

Noch immer tragen erst vier von zehn Velofahrern einen Helm. Mit einer neuen Kampagne von Ruf Lanz wollen die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU und die Suva diese Quote erhöhen.

Noch immer tragen erst vier von zehn Velofahrern einen Helm. Mit einer neuen Kampagne der Zürcher Agentur Ruf Lanz wollen die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU und die Suva diese Quote erhöhen. Die Kampagne steht unter dem Motto «Was zerbrechlich ist, braucht Schutz. Tragen Sie einen Velohelm». Allein im vergangenen Jahr erlitten rund 1’500 Personen bei einem Velounfall teils schwere Schädel-Hirn-Verletzungen, wie aus einer Mitteilung der BFU und der Suva vom Mittwoch zu entnehmen ist. 30 Velounfälle endeten gar tödlich. Mit der Kampagne soll zum Tragen eines Velohelms motiviert werden, unter anderem mit dem TV-Spot «Die Melone». Die beiden Kampagnenpartner plädieren dabei dafür, den Helm auch auf kurzen Strecken und in der Stadt zu tragen. Sie erinnern aber auch daran, dass der Velohelm keine Lebensversicherung ist.

Radio Basel 1 meldet personelle Rochaden

Der Privatsender Radio Basel 1 meldet per Anfang April verschiedene personelle Veränderungen. Der 26-jährige Simon Thiriet, seit vier Jahren bei Radio Basel 1 als Moderator und Produzent tätig, übernimmt die Moderationsleitung.

 Der Privatsender Radio Basel 1 meldet per Anfang April verschiedene personelle Veränderungen: Der 26-jährige Simon Thiriet, seit vier Jahren bei Radio Basel 1 als Moderator und Produzent tätig, übernimmt die Moderationsleitung. Unterstützt wird er dabei vom 37-jährigen André Millischer als stellvertretender Moderationsleiter. Der 40-jährige Moderator Patrick Bardelli, seit 2005 bei Radio Basel 1, übernimmt die neue Funktion als Leiter Qualitätssicherung und Ausbildung. Er wird für das Coaching des Redaktions- und Moderationsteams zuständig sein. Die 30-jährige Lisa Mathys, die das Moderationsteam seit vier Jahren geleitet hat, tritt auf eigenen Wunsch als Moderationsleiterin zurück. Sie wird jedoch nach einem verlängerten Mutterschaftsurlaub als Moderatorin zurückkehren.
Schliesslich übernimmt der 32-jährige Daniel Studer nach über sechs Jahren bei Radio Edelweiss und Radio Basel 1, davon fünf als Leiter der Morgenshow, im Juli eine neue Aufgabe ausserhalb des Senders.

Publicis rückt Stars für SI mit neuen Sujets näher

Die Agentur Publicis realisiert die zweite Auflage der Kampagne für die Schweizer Illustrierte. Auch die drei neuen Sujets sollen die Nähe zu den Stars in den Vordergrund rücken.

Die Agentur Publicis realisiert die zweite Auflage der Kampagne für die Schweizer Illustrierte. Auch die drei neuen Sujets sollen die Nähe zu den Stars in den Vordergrund rücken und An- und Einblicke der Stars aus Kultur, Sport, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung gewähren. So spielt beispielsweise ein berühmter Natispieler zu Hause auf der Playstation gegen sein Töchterchen und kassiert ein Tor. Das «heisseste» Sujet der Kampagne zeigt nicht nur die entspannende Wirkung eines Hamam auf eine Diva, sondern demonstriert auch, wie viele Menschen in ein Dampfbad passen können. Und schliesslich erlebt der Betrachter einen Star, der ratlos vor seinem Kleiderschrank steht. Ein scharfes Wäschestück lässt das «Doppelleben» des VIP erahnen. Die Kampagne ist seit dem 25. März im Einsatz und auf Plakaten und Inseraten zu sehen.
Verantwortlich bei der Schweizer Illustrierten:
Urs Heller (Verlagsdirektor), Dominic Geisseler (Chefredaktor), Franziska Schmid (Werbeleiterin Ringier Zeitschriften), Nicole Wesche (Product Managerin). Verantwortlich bei Publicis: Florian Beck (CD), Thomas Berger (AD), Res Matthys, Nina-Britt Rauer (Text), Silvia Holend (Beratung), Christina Hengstmann (Art Buying). Verantwortliche bei OMD Media: Luise Diem (Managing Director OMD See). Fotograf: Holger Pooten.

Fan-Projekt will Spiele der Euro 08 ins Netz bringen

Das Fan-TV-Projekt Emotions08.tv will alle EM-Spiele mit Schweizer Beteiligung sowie die Halbfinal- und Finalspiele gratis im Internet zeigen. Die Uefa ist davon erwartungsgemäss nicht begeistert.

 Das Fan-TV-Projekt Emotions08.tv will alle EM-Spiele mit Schweizer Beteiligung sowie die Halbfinal- und Finalspiele gratis im Internet zeigen. Geschäftsführer Patrick Kappeler wollte allerdings gegenüber 20 Minuten nicht verraten, wie das technisch gehen wird: Man bewege sich nämlich in einer rechtlichen Grauzone. Emotions08.tv sucht nun für das Projekt Moderatoren, denn die Spiele sollen live kommentiert werden. «Alle, die von Hüppi und Co. die Nase voll haben, dürfen nun selbst ran», so Kappeler gegenüber 20 Minuten. Vor der Uefa scheint er keine Angst zu haben: Er werde einen Weg finden, die Spiele zu übertragen, auch wenn die Uefa klage. Beim Fussballverband ist man erwartungsgemäss nicht begeistert: «Derartige Aktionen werden von uns nicht toleriert. Wir behalten uns vor, im Einzelfall rechtliche Schritte zu unternehmen», so Martin Kallen, COO der Euro 2008 SA.

Update realisiert Redesign für Prospective

Die Zürcher Internet- und Kommunikationsagentur Update hat für die Multimedia-Beratungsagentur für Stelleninserate Prospective Media Services die Website erneuert.

Die Zürcher Internet- und Kommunikationsagentur Update hat für Prospective Media Services die Website erneuert. Die neue Site soll den Nutzern einen Einblick über Angebot, Referenzen und Partner der Multimedia-Beratungsagentur für Stelleninserate geben, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Gleichzeitig sei sie Einstiegspunkt zum E-Dispositionstool, mittels welchem die Kunden ihre Stelleninserate in Print- und Onlinemedien selbständig verwalten könnten.

TBS Identity:  Image-Clips stimmen auf Euro 08 ein

Die Euro 08 steht vor der Tür. Die Zürcher Agentur STBS Identity hat für die SRG das entsprechende Co-Branding konzipiert und umgesetzt. Mit zum Auftrag gehörte auch die Entwicklung der Image-Clip-Serie.

 Die Euro 08 steht vor der Tür. Die Zürcher Agentur STBS Identity hat für die SRG das entsprechende Co-Branding konzipiert und umgesetzt. Mit zum Auftrag gehörte auch die Entwicklung der Image-Clip-Serie, die im Vorfeld der Euro 08 auf den Sendern der SRG-Unternehmenseinheiten zu sehen ist. Zur Konzeption nahm TBS Identity das Zürcher Film,-Video- und Postproduktionsunternehmen Frame Eleven an Bord, welches die Image-Clips auch produzierte. Eine kleine Kostprobe der Clips kann auf   begutachtet werden.

Reinhold setzt für Rivella blau auf eine schlanke Taille

Mit der neuen Frühlingskampagne «Wer macht eine gute Figur?» startet die Werbeagentur Reinhold das Werbejahr für Rivella. Im Zentrum stehen die Frühlings-Outfits von Schweizer Promis.

Mit der neuen Frühlingskampagne «Wer macht eine gute Figur?» startet die Werbeagentur Reinhold das Werbejahr für Rivella. Der Fokus ist dabei auf die Stärkung und Aktualisierung des kalorienarmen Rivella blau gerichtet.
Kernpunkt der Kampagne sind prominente Schweizer, die wissen, was es braucht, um eine gute Figur zu machen. Schweizer Musiker und Models wie Seven, Nadine Strittmatter, Michael von der Heide, Lauriane Gilliéron oder Emel sprechen sich für das kalorienarme Rivella blau aus. Zu sehen sind die Lieblings-Outfits der Promis für den Frühling. «Wir zeigen bewusst nur die Outfits der Stars und nicht ihre Gesichter», erklärte Patrick Naef von der Reinhold Werbeagentur. «Wir finden es spannend, hier mal ein Promi-Testimonial auf eine andere Art und Weise einzusetzen».
Mit den Sujets möchte der Getränkehersteller ins Bewusstsein rücken, dass Rivella blau die Figur schont. Marktstudien haben nämlich gezeigt, dass das Getränk bei vielen Konsumenten nicht ausreichend als kalorienarmer Softdrink verankert ist. «Das ist erstaunlich, denn Rivella blau ist seit 1959 auf dem Markt und damit der erste Light-Softdrink Europas», sagt Naef. Ein starker Konkurrent um figurbewusste Getränkeliebhaber ist der Konzern Coca-Cola, der derzeit den Markt stark mit den «Zero»-Softdrinks beackert. Reinhold möchte mit Rivella aber einen anderen kommunikativen Weg gehen: Die Agentur wird auf Anglizismen verzichten und Rivella blau nicht als «Light»-Getränk anpreisen, sondern auf den deutschen Ausdruck «Mit wenig Kalorien» setzen. Schliesslich sei Rivella der Schweizer Softdrink schlechthin.
Die positionierende Aussage der Rivella blau-Kampagne ist denn auch «Wer macht eine gute Figur?». Sie ist gleichzeitig die Quizfrage für den Online-Wettbewerb auf der neuen Website
. Hier geht es darum, einzelne Outfits der oder dem richtigen Schweizer Prominenten zuzuordnen. Dabei werden zehn Outfits nach eigener Wahl im Wert von je 2’000 Franken verlost.
Insgesamt hat die Reinhold Werbeagentur elf Motive mit Schweizer Trendsettern aus allen Sprachgebieten ausgearbeitet. Den Auftakt der Kampagne machen doppelseitige Anzeigen in der Sonntagspresse sowie der Gesamtausgabe von 20 Minuten. Danach wird der Mediaplan durch Publikums- und Modezeitschriften ergänzt. Während zehn Wochen sind 1/1-Seiten und taktische Wettbewerbsanzeigen im Einsatz. Flankiert werden sie von einer breit angelegten Online-Kampagne mit Banner-Sonderformaten. Reinhold hat ausserdem ein komplettes Gastropaket geschnürt: Tischsets, Glasuntersetzer, Steller und Rotairs. Sie alle sind mit einer schlanken Taille ein Hingucker.
Verantwortlich bei Rivella AG:
Mike Brodbeck (Leiter Marketing), Esther Stalder (Group Product Manager Softdrinks). Verantwortlich bei Reinhold: Reinhold Weber (Creative Direction), Oli Kreienbühl (Art Direction), Wolfram Scherer (Text), Patrick Naef (Beratung). Fotografie: Federico Naef.

Zu guter Letzt: Spielerische Erziehung rund ums Recycling

Pet-Flaschen, Aludosen, Glas und Co. gehören nicht in den Abfalleimer, sondern in spezielle Sammelbehälter. Dies soll auch die Jugend von heute nicht vergessen, hat sich der Verein Swiss Recycling gedacht und kurzerhand ein Gruppenspiel namens Re-Tour kreiert.

 
Pet-Flaschen, Aludosen, Glas und Co. gehören nicht in den Abfalleimer, sondern in spezielle Sammelbehälter. Dies soll auch die Jugend von heute nicht vergessen, hat sich der Verein Swiss Recycling gedacht und kurzerhand ein Gruppenspiel namens Re-Tour kreiert: 50 wetterfeste Posten werden im Gelände verteilt. Der Würfel entscheidet, wie weit die Spielfigur gezogen werden kann. Wenn die Recycling-Aufgaben gelöst sind, geht’s weiter – inklusive Falltüren und Umwege. Wie beim Leiterlispiel eigentlich, nur alles viel grösser und unter freiem Himmel. Das Spiel wird kompakt im Re-Tour-Rucksack verpackt, wie auf der Website zu lesen ist. Wer nun denkt, das wäre ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk für seine Kinder, der soll sich nicht zu früh freuen – die Sache hat einen Haken: Re-Tour steht exklusiv für Abteilungen und Scharen der Jugendverbände Pfadi, Blauring & Jungwacht und Cevi zur Verfügung. Wer seine Kinder also noch nicht zu den Pfadfindern schickt, der soll es jetzt tun: Die Umwelt wird danken.

Basler Fussball bereits wieder eingestellt

Für die Fussballzeitung Basler Fussball ist knapp zwei Monate nach der Lancierung schon der Schlusspfiff erklungen. Laut Verleger Michael Martin lag das Interesse der Werbewirtschaft trotz Euro 08 und dem erfolgreichen FCB weit unter den Erwartungen. Die Initianten haben nun die Notbremse gezogen.

Für die Fussballzeitung Basler Fussball ist knapp zwei Monate nach der Lancierung schon der Schlusspfiff erklungen. «Das Interesse der Werbewirtschaft war weit unter den Erwartungen», bestätigte Verleger Michael Martin gegenüber der Werbewoche eine Meldung der Basler Zeitung. «Bei der Leserschaft und den Sponsoren war die Akzeptanz sehr gut, doch das Werbeaufkommen hat alle Worst-Case-Szenarien gesprengt». Deshalb erschien vergangene Woche die letzte Nummer des Fussballblatts, das am 2. Februar gestartet war (siehe
Tout Bâle ist am Ball
). «Unsere Partnerin im Inseratebereich, die Publicitas, konnte für die vergangenen vier Wochen nicht einen neuen Inserenten finden – und sei es nur für eine Achtelseite. Die Auflage von 20’000 war womöglich zu klein angesichts der Grossauflagen der Gratiszeitungen und dem Preiszerfall auf dem Markt», erklärte Martin. Die Initianten hatten ursprünglich damit gerechnet, schon dieses Jahr eine schwarze Null zu schreiben. Doch der tatsächliche Verkauf lag weit unter dem Fahrplan, den Martin und der Mitgründer Daniel Schaub gemeinsam mit der Publicitas erarbeitet hatten.
Natürlich sei ihnen bewusst gewesen, dass ein solches Projekt eine Anlaufsphase brauche. «Doch wenn der Verkauf selbst dann nicht funktioniert, wenn der FC Basel an der Tabellenspitze steht und Basel Gastgeberstadt der Euro sein wird, muss man einfach nach neuen Lösungen suchen», so Martin weiter. Er nehme aber keine Schuldzuweisungen vor. Die Partnerin Publicitas habe in seinen Augen «alle in ihrer Macht stehenden Möglichkeiten» ausgeschöpft. Doch selbst bei den Kleininseraten sei für die Fussballzeitung weit weniger als erhofft zu holen gewesen. Begeistert hätten sich dagegen die Leser und die Fussballclubs im Raum Basel gezeigt, bei denen rasch ein hoher Bekanntheitsgrad erreicht worden sei.
Der Verleger zeigte sich sehr enttäuscht, weil er an sein Projekt geglaubt hatte. «Aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende». Der kleine Verlag hätte, wenn es im gleichen Stil weiter gegangen wäre, auf das erste Jahr gerechnet 300’000 Franken Minus gemacht, «aber wichtiger als die Summe waren uns letztlich die Zeichen, als kleine Zeitung auf dem heutigen Markt in der geplanten Form nicht bestehen zu können.» Den Abonnenten erstattet man nun den vollen Preis zurück, mit den Sponsoren seien vorsichtshalber monatliche Verträge vereinbart worden. In den nächsten zwei Wochen wird sich entscheiden, ob der Basler Fussball in anderer Form und an anderer Stelle wieder erscheinen wird.
Für die Redaktoren sind nach Angaben Martins Lösungen gefunden worden: «Die meisten arbeiteten freischaffend oder mit einem kleinen Pensum für uns; sie haben alle eine neue Aufgabe gefunden oder stehen kurz davor». Weiterhin herausgeben wird der Verleger das Monatsmagazin Rotweiss, das sowohl bei den Lesern wie bei den Inserenten sehr gut laufe.

Publicitas International vertritt Publiprint und Zefir Web

Per sofort übernimmt Publicitas International exklusiv für den Schweizer Markt die Vertretung der Titel von Publiprint (Groupe Figaro) und Zefir Web.

 Per sofort übernimmt Publicitas International exklusiv für den Schweizer Markt die Vertretung der Titel von Publiprint (Groupe Figaro) und Zefir Web. Zu Publiprint gehören Titel wie Le Figaro, Figaro Magazine, Madame Figaro, zu Zefir Web verschiedene Online-Angebote wie Lefigaro.fr, L’express.fr oder L’Expansion.com. Damit ergänze Publicitas International ihr Portfolio um weitere Titel im Bereich Wirtschaft und Lifestyle für den französischen Markt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Radio Sunshine mit neuer Moderationsleitung

Marco Thomann und Thomas Zesiger übernehmen die Moderationsleitung beim Zentralschweizer Sender Radio Sunshine. Sie besetzen die derzeit vakante Stelle der Moderationsleitung und ergänzen damit die Programmleitung.

 Marco Thomann und Thomas Zesiger übernehmen die Moderationsleitung beim Zentralschweizer Sender Radio Sunshine. Sie besetzen die derzeit vakante Stelle der Moderationsleitung und ergänzen damit die Programmleitung, wie der Sender am Mittwoch mitteilte.Thomann war bisher als stellvertretender Moderationsleiter und Zesinger als stellvertretender Musikchef bei Radio Pilatus in Luzern beschäftigt.
Unter den beiden Radiomachern soll das Programm weiterentwickelt und ausgebaut werden. Gleichzeitig sollen die notwendigen Strukturen geschaffen werden, um die definierten Prozesse und die internen Richtlininien zur Erreichung der Qualitätsziele für die im Sommer 2008 erwartete Konzession sicherzustellen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

«Wir stocken bei den Service-Infos und im News-Bereich auf»

Das Verlagshaus AZ Medien hat eine neue Online-Plattform angekündigt. Christoph Marty, Leiter Crossmedia, gibt Auskunft über lokale Inhalte, Vorbilder und den Ausbau der News-Inhalte.

Das Verlagshaus AZ Medien hat eine neue Online-Plattform angekündigt. Christoph Marty, Leiter Crossmedia, gibt Auskunft über lokale Inhalte, Vorbilder und den Ausbau der News-Inhalte.Werbewoche: AZ Medien hat eine neue Online-Plattform angekündigt. Planen Sie ein neues Portal mit eigener URL oder wird die bestehende Seite azonline.ch ausgebaut?Christoph Marty: Wir starten ein neues Portal mit eigener Adresse; die URL wollen wir aber noch nicht kommunizieren. Darauf werden zum Start im Frühsommer hin zu etwa 60 Prozent neue Inhalte und zu etwa 40 Prozent bestehende Inhalte zu sehen sein. Bietet die neue Plattform vor allem Service-Informationen? Ja, wir werden hier stark auf Dienstleistungen im Bereich strukturierte Verzeichnisse setzen.
Wieso bauen Sie den Service-Teil aus und nicht die klassischen redaktionellen Inhalte, so wie dies andere Medienhäuser tun? Wir machen beides! In einem ersten Schritt, ab Frühsommer 2008, bauen wir die Informationen im Bereich strukturierte Verzeichnisse aus. In einer zweiten Phase, ab Herbst diesen Jahres, werden wir aber auch das News-Angebot aufstocken.
Sie sehen offensichtlich ein Bedürfnis für lokale Service-Infos? Ja, wir wollen den Nutzern Informationen auf lokaler Ebene bieten. So wie sie sich bei Swissquote über Börsenkurse und bei der NZZ über Wirtschaftsthemen informieren, sollen sie bei uns alles Wissenswerte über ihren Wohnort finden – von Veranstaltungen über Vereine bis zu lokalen Nachrichten.
Arbeiten Sie dafür mit Partnern zusammen? Ja. So wird uns beispielsweise Swisstombola Angaben zu Vereinen liefern. Daneben sind weitere Partnerschaften in der Pipeline, die wir aber noch nicht nennen wollen. Beispielsweise werden wir auch Veranstaltungen aus dem Raum Zürich, Basel und Bern publizieren; diese Inhalte produzieren wir aber nicht selbst.
Das neue Portal wird auch einen Teil enthalten, der sich «Nachbarschafts-Plattform» nennt. Er enthält von Vereinen, Institutionen und Parteien eingesandte Beiträge. Verdrängt er die bisherigen Forums-Seiten in der gedruckten Ausgabe der Mittelland-Zeitung? Nein, die bleiben erhalten. Wir können bis anhin nur etwa 10 Prozent der eingesandten Beiträge drucken; mit der Online-Plattform bieten wir hier Abhilfe. Die in der Zeitung abgedruckten Beiträge werden künftig also eine Art «Best-of» sein.
Sind darauf auch Community-Elemente vorgesehen? Ja, sie werden aber redaktionell bearbeitet. Wir wollen redaktionelle Inhalte mit Community-Elementen verbinden.
Gibt es Vorbilder für Ihre neue Plattform? Wir haben uns natürlich umgesehen, was es bereits gibt. Unsere Plattform wird sicherlich Elemente der deutschen Plattform «Der Westen» der WAZ-Mediengruppe enthalten, aber auch Aspekte der Community-Site Meinberlin.de.
Sie werden also mit der neu angekündigten Plattform und der bisherigen News-Site azonline.ch zwei Auftritte im Netz haben? Es ist gut möglich, dass die beiden Sites zusammengeführt werden.
Wie gross wird die Redaktion sein? Wir stocken um 14 Stellen auf. Insgesamt sollten wir bis Ende Jahr für das Online-Angebot über 25 Stellen verfügen, die sich auf Technik, Redaktion und Verkauf/Marketing verteilen.
Werden Sie das Portal gemeinsam mit anderen Medienhäusern realisieren? Die Zeitungen des Mittelland-Verbunds sind in der vorbereitenden Arbeitsgruppe mit dabei und wir hoffen, dass sie auch an der Umsetzung beteiligt sein werden. Es hängt davon ab, wie gut unser Konzept ankommt. Für weitere Partner sind wir darüber hinaus offen.
Ist Ihre Plattform eine Reaktion auf das angekündigte News-Netzwerk von Tamedia, Espace Media und Basler Zeitung Medien? Nun, wir passen uns natürlich den Veränderungen in der Medienbranche an. Aber es ist keine direkte Antwort, denn die Service-Plattform planen wir schon seit langem. Wir reagieren damit vor allem auf Anbieter wie Swisscom Directories oder Local.ch, die Verzeichnisse für den lokalen Raum lanciert haben.
Sie investieren in die Online-Inhalte – da drängt sich die Frage auf, ob Sie auch auf den derzeit beliebten Newsroom setzen werden? Es kommt natürlich darauf an, wie man Newsroom definiert – aber einen übergreifenden Newsdesk haben wir bereits geplant. Die baulichen Veränderungen dafür sind gestartet und sind im Herbst 2009 fertig. Wie dann neben Print und Online auch TV und Radio am Newsdesk beteiligt sein sollten, muss noch entschieden werden.

Interview: Carole Scheidegger

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