Swisscable verkabelt weiterhin sehr erfolgreich

Die Schweizerinnen und Schweizer setzen weiterhin voll auf Kabelfernsehen. Swisscable, der Branchenverband der hiesigen Kabel-TV-Unternehmen, hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich.

 Die Schweizerinnen und Schweizer setzen weiterhin voll auf Kabelfernsehen. Swisscable, der Branchenverband der hiesigen Kabel-TV-Unternehmen, hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Wie der Verband am Freitag in einer Pressemitteilung verlauten liess, stiegen die Kabelanschlüsse 2007 um 0,75 Prozent auf 2,9 Millionen an. Damit sind nun rund 92 Prozent aller Schweizer Fernsehhaushalte und 87 Prozent aller Haushalte insgesamt verkabelt. Im europäischen Vergleich ist die Schweiz damit Spitzenreiter.Das Wachstum liege über den Erwartungen,  kommentierte Hajo Leutenegger, Präsident von Swisscable, in der Mittteilung. Als Erklärung nennt er die im Herbst erfolgte Einstellung der analogen Verbreitung via Antennen durch die SRG. Die Sender der SRG sind seit der Umstellung auf digitales Antennen-Fernsehen (DVB-T) nur noch auf dem Kabel in analoger Form empfangbar.
Wachstumstreiber sind weiterhin auch Kabelinternet und Kabeltelefonie. So konnte Kabelinternet im vergangenen Jahr um knapp 8 Prozent zulegen: Per Ende 2007 nutzten rund 710’000 Kunden den Kabel-TV-Anschluss, um im Internet zu surfen. Auch in der Kabeltelefonie verzeichnete die Branche ein erfreuliches Wachstum: Knapp 320’000 Haushalte nutzten per Ende 2007 den Kabel-TV-Anschluss auch zum Telefonieren (Vorjahr: 280’000). Markant ist hier, dass sich das Wachstum (knapp 14 Prozent) gegenüber dem Vorjahr (40 Prozent) deutlich verlangsamt hat.
Ein starkes Wachstum von mehr als 43 Prozent konnte die Kabelbranche beim Digital-TV verzeichnen. Per Ende 2007 bezogen über 400’000 Haushalte digitales Fernsehen via Kabel. Dazu beigetragen hat auch das hochauflösende Fernsehen HDTV, das im Kabel 2007 breit eingeführt worden ist.

Nati verliert – jetzt auch ihre Sponsoren

Nach Swisscom wollen auch Sporttip und Carlsberg ihr Engagement als Sponsoren der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft beenden, weil ihnen neuen Tarife des Verbands nicht passen.

 Nach Swisscom wollen auch Sporttip und Carlsberg ihr Engagement als Sponsoren der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft beenden. Grund seien auch hier die gestiegenen Gebühren des Schweizer Fussball-Verbands (SFV), berichtet Cash Daily am Freitag. Gemäss der Wirtschaftszeitung will der SFV künftig von jedem der vier Co-Sponsoren ab Juli zwei statt wie bis anhin eine Million Franken kassieren. Die Swisslos-Tochter Sporttip wird deshalb den Ende Juni auslaufenden Vertrag nicht erneuern und statt dessen künftig die Axpo Super League unterstützen. Der Bierbrauer Carlsberg will sein Engagement zu den neuen Konditionen ebenfalls nicht fortsetzen, ist aber gewillt, nochmals das Gespräch mit dem SFV zu suchen. Von den bisherigen Co-Sponsoren hat bis anhin Swiss Life den neuen Vertrag unterzeichnet. Dass Swisscom aussteigt, wurde bereits bekannt (siehe
). Neu stösst Ferrero als Geldgeber dazu.

Werner De Schepper verlässt Ringier

Nach fünfzehn Jahren in den Diensten von Ringier verlässt der ehemalige Blick-Chefredaktor Werner De Schepper den Medienkonzern. Die Beziehung zu Ringier habe sich erschöpft, erklärt er. Wohin er sich wendet, ist noch offen.

 Ein turbulenter Tag für die Personalabteilung von Ringier: Am Freitag gab der grösste Schweizer Medienkonzern gleich vier gewichtige personelle Änderungen bekannt. Neben den Nominationen von Peter Röthlisberger zum neuen Chef von Blick am Abend, von Peter Helbling zu dessen Stellvertreter und von Hannes Britschgi zum neuen stellvertretenden Chefredaktor des Sonntagsblick, ist auch ein Abgang aus dem Medienhaus zu vermelden. Der ehemalige Chefredaktor des Blick, Werner De Schepper, wird Ringier nach 15 Jahren verlassen. Der studierte Theologe arbeitete zuerst von 1993 bis 1995 als Redaktor bei der Schweizer Illustrierten, dann von 1995 bis1999 beim Sonntagsblick, wo er zuletzt als Stellvertreter des Chefredaktors wirkte. 1999 wechselte De Schepper in derselben Position zum Blick, dessen Chefredaktion er von Februar 2003 bis März 2007 innehatte. 2003/2004 wirkte De Schepper interimistisch zudem auch noch als Chefredaktor des Sonntagsblick. In seinen vier Jahren als Chefredaktor entwickelte der Oltner den Blick zu einer modernen Tabloid-Zeitung.
Im letzten Sommer übernahm er in Lausanne bei Ringier Romandie eine Aufgabe als publizistischer Berater. Zusammen mit der Redaktion von L’Hebdo arbeitete er an der publizistischen Weiterentwicklung und grafischen Neugestaltung des Nachrichtenmagazins. Mit der Lancierung des neuen Auftritts von L’Hebdo im Mai 2008 beendet De Schepper seine Tätigkeit bei Ringier. Wohin er sich wendet, sei noch völlig offen, sagte der 42-Jährige gegenüber der SDA. Die Beziehung zu Ringier habe sich erschöpft, erklärte er. Nach 15 Jahren sei es Zeit zu gehen.

Christoph Soltmannowski wird Mediensprecher von Ticketcorner

Der bisherige Kommunikationschef von Ringier Schweiz, Christoph Soltmannowski, übernimmt am 1. Juli eine neue Aufgabe: Er wird Mediensprecher und PR-Verantwortlicher beim Ticketing-Unternehmen Ticketcorner.

 Der bisherige Kommunikationschef von Ringier Schweiz, Christoph Soltmannowski, übernimmt am 1. Juli eine neue Aufgabe: Er wird Mediensprecher und PR-Verantwortlicher beim Ticketing-Unternehmen Ticketcorner. Mitarbeiter der Kommunikation von Ringier ist Soltmannowski seit knapp drei Jahren, zum ersten Mal für das Medienhaus tätig war er aber schon vor 23 Jahren. «Ich habe in all den Jahren fast immer in irgendeiner Form als freier oder fester Mitarbeiter für Blick, Sonntagsblick oder Schweizer Illustrierte geschrieben», sagte der 43-Jährige gegenüber der Werbewoche. Parallel arbeitete er während 14 Jahren als selbstständiger Kommunikationsberater und war Mitgründer von Pressetext Schweiz. «Ringier verlasse ich nun nicht etwa, weil ich nicht mehr Freude an meiner Aufgabe hätte», so Soltmannowski weiter. «Mich reizt die neue Herausforderung und das Umfeld bei Ticketcorner.» Mit Musikanlässen hat er auf alle Fälle schon Erfahrung: Er amtete von 1995 bis 1999 als Mediensprecher der Zürcher Street Parade.

Peter Röthlisberger wird Chefredaktor von Blick am Abend

Die Umwandlung der Abendzeitung Heute in den Blick am Abend nimmt Gestalt an: Ringier gab am Freitag bekannt, dass Peter Röthlisberger, bis anhin stellvertretender Chefredaktor des Sonntagsblick, die Redaktion ab 2. Juni als Chefredaktor leiten wird. Sein Nachfolger beim Sobli wird Hannes Britschgi, zuletzt Chefredaktor und Leiter von RingierTV. Erscheinungstermin des Gratisblatts ist der 2. Juni 2008.

Die Umwandlung der Abendzeitung Heute in den Blick am Abend nimmt Gestalt an: Ringier gab am Freitag bekannt, dass Peter Röthlisberger, bis anhin stellvertretender Chefredaktor des Sonntagsblick, die Redaktion ab 2. Juni als Chefredaktor leiten wird.Ebenfalls am 2. Juni wird der Blick am Abend auch zum ersten Mal erscheinen. Röthlisbergers Nachfolger beim Sobli wird Hannes Britschgi, der zuletzt als Chefredaktor und Leiter für RingierTV tätig war. Der Chefposten bei RingierTV wird ad interim von Marc Görtz übernommen. Röthlisberger ist seit Februar 2007 stellvertretender Chefredaktor beim Sonntagsblick. Der Historiker war zuvor Chefredaktor und Programmleiter bei TeleZüri, anschliessend Inlandchef der Weltwoche und Wirtschaftschef der Schweizer Illustrierten. Stellvertretender Chefredaktor beim Blick am Abend wird der 36-jährige Markus Helbling, der zuvor in verschiedenen Funktionen im Sportbereich des Schweizer Fernsehens tätig war und seit 2007 Projektleiter Euro 08 bei Ringier Schweiz ist.
«Der designierte Chefredaktor
Peter Röthlisberger und sein Stellvertreter Markus Helbling verfeinern im Moment das Grundkonzept des Blicks am Abend», sagte Ringier-Konzernsprecher Marco Castellaneta gegenüber der Werbewoche. Auch die Mitarbeiter von Heute würden in Projektgruppen per sofort sehr stark in diese Entwicklung miteinbezogen. Ebenfalls zu erfahren ist, dass der Blick am Abend vom selben Redaktionsteam wie Heute weitergeführt wird. Das Grundkonzept des neuen Gratistitels wurde von Marc Walder zusammen mit Daniel Pillard, Geschäftsführer von Ringier Schweiz, und Stephane Carpentier, Ringier Art Director, erarbeitet.
Daniel Steil, der Heute von Beginn weg mitentwickelte hatte und seit Bernhard Weissbergs Berufung an die Blick-Spitze Chefredaktor der Abendzeitung war, räumt somit bei der Gratiszeitung das Feld. Er sei noch in Gesprächen über eine weitere Tätigkeit im Ringier Verlag, heisst es im Communiqué des Medienkonzerns.
Als stellvertretender Chefredaktor beim Sonntagsblick bleibt neben Britschgi Christian Dorer tätig. Britschgi arbeitete vor seinem Wechsel zu Ringier 15 Jahre lang als Journalist, Moderator und Redaktionsleiter beim Schweizer Fernsehen in den Sendungen «Rundschau», «Kassensturz», «Max» und «Karussell» und später drei Jahre als Chefredaktor des Nachrichtenmagazins Facts. Britschgi beginnt am 15. April beim Sonntagsblick. Geleitet wird das Sonntagsblatt wie bis anhin von Marc Walder, der zugleich Redaktionsdirektor der Ringier Zeitungen Blick, Sonntagsblick und Heute beziehungsweise Blick am Abend ist.

Frei wirbt für Hauptsponsor der Euro 08

Im vergangenen Herbst trat Fussballnationalspieler Alex Frei erstmals als Markenbotschafter für JVC Schweiz in Erscheinung. In Anzeigen und auf Plakaten wurde der Spieler des deutschen Vereins Borussia Dortmund als Testimonial der japanischen Unterhaltungselektronikmarke vorgestellt.

Im vergangenen Herbst trat Fussballnationalspieler Alex Frei erstmals als Markenbotschafter für JVC Schweiz in Erscheinung. In Anzeigen und auf Plakaten wurde der Spieler des deutschen Vereins Borussia Dortmund als Testimonial der japanischen Unterhaltungselektronikmarke vorgestellt.  
Wurde Frei in der ersten Kampagne ganz bewusst als Privatperson in Szene gesetzt, so wird er im Frühjahr 2008 in der zweiten Kampagne als Fussballer in Aktion zu sehen sein: Dynamische Bilder sollen das Markenimage verstärken und auf leistungsstarke Produkte von JVC verweisen.
 
Neben Frei  werden in erster Linie Harddisk-Camcorder und ein LCD-TV die Hauptrollen spielen. Flankierend zu den Plakataushängen der Kampagne in den Monaten März und April wird der Hauptsponsor der Euro 08 mit Anzeigen in publikumswirksamen Printmedien
präsent sein.
 
Verantwortlich bei JVC Schweiz:
Herbert Eichelberger (General Manager Advertising & Promotion), Thomas Häberling (Advertising & Promotion).Verantwortlich bei Werbeagentur WS Kommunikation:
Reto Meyer (Strategie/Beratung), Gabriel Heuberger (CD), Markus Stöckli (AD), Andrea Sutter (Grafik), Christoph Läser (Fotografie).

Post verrät Teufel-Kampagne: Tele 2 und Euro RSCG stecken dahinter

Die in düsterer Optik gehaltene Teaser-Kampagne mit Versprechen wie «Du bekommst unbegrenzte Macht – ich bekomme deine Seele» sorgte in den vergangenen Tagen für Wirbel. In Bülach rief die teuflische Werbung drei ältere Damen auf den Plan, die ein Plakat mit Klebeband attackierten.

 
Die in düsterer Optik gehaltene Teaser-Kampagne mit Versprechen wie «Du bekommst unbegrenzte Macht – ich bekomme deine Seele» sorgte in den vergangenen Tagen für Wirbel. Nun ist das Rätsel um den Auftraggeber gelöst: Der Werbeauftritt stammt von Tele 2. Das Telekommunternehmen bietet ein neues Handyabo an, mit dem man für 39 Rappen pro Stunde in alle Netze telefonieren kann. Wie die Abendzeitung Heute berichtet, wollte Tele 2 das Geheimnis erst am Montag lüften, doch schon am Freitag lagen auf Poststellen entsprechende Broschüren auf. Die Kampagne stammt aus der Küche von Euro RSCG, die das Werbebudget von Tele 2 vor kurzem gewonnen hatte (siehe ). Die Kampagnenauflösung zeigt einen naiven Möchtegern-Teufel, der schlechte Deals an den Mann bringen will. Wer ihm ein Schnippchen schlagen will, telefoniert mit Tele 2, so die Botschaft der Auflösung. Der Werbeauftritt richtet sich auf allen Kanälen gezielt an alle Jungen und Junggebliebenen, die es verstehen, nach besten Deal Ausschau zu halten.Die Kampagne war nicht unumstritten: Zahlreiche Christen würden sich durch die teuflisch angehauchte Werbung in ihren Gefühlen verletzt fühlen, schrieb 20 Minuten. Dafür traten am Donnerstagnachmittag drei ältere Damen am Bahnhof Bülach (ZH) den Tatbeweis an: Das Trio deckte das ihnen nicht genehme Sujet kurzerhand mit Klebeband ab. Da es sich um eine elektronische Plakatstelle handelte, erwischten die drei allerdings die Glaswand und nicht das Plakat selbst. Dass sie mit der Zensuraktion fremdes Eigentum beschädigten, beeindruckte sie wenig. «Dieses Plakat ist bewusst und offensichtlich satanistisch. Wir sind gute Christen und setzen uns dagegen zur Wehr», entgegnete das Trio auf Nachfrage, wie die Werbewoche in Erfahrung brachte. Die umstehenden Passanten konnten die Bilderstürmerinnen nicht von der Klebeattacke abbringen.
Die Broschüre von Tele 2:

Bilder: Benkoe.ch

JWT+H+F positioniert die Uhren von British Masters filmisch

Die Zürcher Werbeagentur JWT+H+F hat für The British Masters, einen britisch-schweizerischen Uhrenhersteller aus La Chaux-de-Fonds, einen Unternehmensfilm kreiert.

 
Die Zürcher Werbeagentur JWT+H+F hat für The British Masters, einen britisch-schweizerischen Uhrenhersteller aus La Chaux-de-Fonds, einen Unternehmensfilm kreiert. Er besteht aus zwei Teilen: Der erste ist very british, der zweite very swiss. Zunächst wird der exzentrische Charakter der Briten durchleuchtet und deren historisch gewachsenes Verhältnis zur Schweiz aufgezeigt. Im zweiten Teil werden die neuesten Modelle von Graham in klassisch schweizerischer Produktästhetik präsentiert. Der Film soll in Zukunft sowohl intern als auch zur Händler- und Messepräsentation verwendet werden.Verantwortlich bei The British Masters:
Max Imgrüth (Delegate of the board of directors, marketing and sales). Verantwortlich bei JWT+H+F: Remy Fabrikant (Creative Direction), Magnus Sambo (Text), Cyprian Sutter (Beratung).

Stefan Hackh wird Kommunikationschef bei Ringier Schweiz

Der ehemalige Cablecom-Sprecher Stefan Hackh wird am 1. Juli neuer Leiter der Kommunikationsabteilung von Ringier Schweiz. Er wird damit Nachfolger von Christoph Soltmannowski, der den Medienkonzern verlässt.

Der ehemalige Cablecom-Sprecher Stefan Hackh wird am 1. Juli neuer Leiter der Kommunikationsabteilung von Ringier Schweiz. Er wird damit Nachfolger von Christoph Soltmannowski, der Ringier verlässt. Hackh verantwortet in seiner neuen Position die interne und externe Kommunikation für die Schweizer Verlagsaktivitäten von Ringier und ist direkt dem Head Group Communications und Konzernsprecher Marco Castellaneta unterstellt.
Der 41-jährige Hackh studierte Rechtswissenschaften und startete parallel in der Kommunikationsbranche. Er schloss eine Weiterbildung zum Eidg. dipl. PR Fachmann ab, arbeitete im Bereich Werbung/Sponsoring beim Bund Verlag und war für die PR-Agenturen Howald + Partner in Bern und Wirz PR in Zürich tätig. Ab 2002 amtete Hackh als Pressesprecher von Cablecom, seit Januar 2007 ist er als Communication Manager verantwortlich für die Kommunikation der Media Swiss AG, die seit Ende 2007 zu Ringier gehört.

SF-Sendung «Leben live» kurz vor Absetzung?

Die Tage der Sendung «Leben live» sind wohl gezählt. Nachdem sich der Nachfolger von «Quer» nie wirklich etablieren konnte und bereits im letzten Sommer bei einem Marktanteil von weniger als 20 Prozent herumdümpelte, droht der von Fabienne Pfammatter moderierten Sendung nun die Absetzung.

 
Die Tage der Sendung «Leben live» sind wohl gezählt. Nachdem sich der Nachfolger von Patrick Rohrs Quotenhit «Quer» nie wirklich etablieren konnte und bereits im letzten Sommer bei einem Marktanteil von weniger als 20 Prozent herumdümpelte, droht der von Fabienne Pfammatter moderierten Studiosendung nun die Absetzung. Wie der Blick in seiner Ausgabe vom Freitag schreibt, wird die Sendung vor allem durch die neue Krankenhaus-Soap, die im Herbst auf «Lüthi & Blanc» folgen wird, bedroht. Da der Sonntagabend mit «Giaccobbo/Müller» besetzt ist, bietet sich für die Soap der Freitagabend an. Beim Schweizer Fernsehen gibt man sich dazu allerdings noch bedeckt. Es würden verschiedene Optionen diskutiert, entschieden sei aber noch nichts, sagte Pressesprecher David Affentranger gegenüber dem Blick. Die Boulevardzeitung hält es aber für sehr wahrscheinlich, dass die Sendung schon im Sommer von der Mattscheibe verschwinden wird.

Vom Milchtrinker zum Kuhclip-Regisseur

Seit 15 Jahren wirbt Swissmilk mit der sportlichen Kuh Lovely. Während dieser Zeit hat sie schon in praktisch allen Bereichen des Sports ihr Können bewiesen.

 
Seit 15 Jahren wirbt Swissmilk mit der sportlichen Kuh Lovely. Während dieser Zeit hat sie schon in praktisch allen Bereichen des Sports ihr Können bewiesen: Balljonglage, Stepptanz, Eiskunstlauf, Flamenco und vieles mehr. Nun lässt die polysportive Kuh ihre Kunden selbst ans Ruder. Unter Swissmilk.ch/create kann jeder sein eigenes TV-Spot-Ende kreieren.Und so fängt’s an: Ein Schuss auf’s Goal, ein Vierfach-Salto direkt auf den Melkstuhl und danach ein frisches Glas Milch. Der junge Hauptdarsteller im neuen Milch-Fernsehspot hat so einiges drauf. Da ist Lovely, die Werbekuh, gefordert. Was sie dem jungen Talent entgegnen soll, bestimmt nun der kreative Zuschauer. Das beste Spot-Ende wird ab Mitte April in der TV-Werbung zu sehen sein. Unter allen Online-Einsendungen werden Preise im Gesamtwert von 20’000 Franken verlost.
Von Luft und Liebe kann man leben, von Fussball und Luft jedoch nicht. Wer nicht hungrig in die Euro starten will, findet unter
www.swissmilk.ch/panini
Fussball-Rezepte. Kreiert wurden die Panini-Rezepte vom Schweizer Starkoch Ivo Adam. Bewusst einfach und schnell seien die Häppchen zu präparieren, betont Swissmilk in einer Pressemitteilung. So sollte sich jeder kleine Snacks wie «Halbzeitmuffins» oder «Pfostenknaller» oder eine «Schwalbenmilch» präparieren können. Denn bei drei Wochen Fussball braucht es Abwechslung auf dem Teller und im Glas, findet Swissmilk.

Rohner: «Der Kampf verschärft sich»

Publigroupe-CEO Hans-Peter Rohner spricht im Interview mit der Werbewoche über die neue Strategie und die Baustellen seines Hauses, über die Situation in Basel und über die Probleme in der Kino-Vermarktung.

Publigroupe-CEO Hans-Peter Rohner spricht im Interview mit der Werbewoche über die neue Strategie und die Baustellen seines Hauses, über die Situation in Basel und über die Probleme in der Kino-Vermarktung. Werbewoche: Herr Rohner, Sie sagten, der letztjährige Umbau von Publigroupe sei der grösste in der Geschichte des Unternehmens gewesen. Wo steht Publigroupe jetzt und welches sind die nächsten Schritte? Hans-Peter Rohner: Die neue Grobstruktur steht. 2008 wird nun insbesondere für Media Sales, das heisst die «neue Publicitas» ein sehr intensives Jahr. In Zürich werden demnächst über 500 Personen aus sechs verschiedenen Standorten an die neue Zentrale im Baslerpark zügeln. Dort wird dann die neue Publicitas sichtbar: Radio-, TV-, Internet-, und Printvermakter – alle unter einem Dach und in Grossraumbüros. Ein wirklich umfassender Neubeginn. Dasselbe setzen wir an jedem der weltweit über 150 Standorten um. Bei Search & Find (S&F) steht die Umsetzung der Portalstrategie im Vordergrund – also die Migration der Plattformen Directories.ch, Gelbeseiten.ch, Weisseseiten.ch und Local.ch auf eine grosse, trafficstarke Plattform Local.ch. Ein Riesenprojekt, das wir zusammen mit Swisscom Directories machen. Im Bereich Costum Publishing geht es um das Zusammenwachsen der Firmen Denon und Emphasis und um das Vorbereiten von Expansionsprojekten in Europa und Asien. Und im vierten Geschäftsfeld Digital and Marketing Services liegt der Fokus auf Synergien zwischen Zanox und den meisten Publicitas- und S&F-Gesellschaften sowie auf der Weiterentwicklung von Namics. Zudem prüfen wir hier einige weitere Akquisitionen.
Welchen Schluss ziehen Sie aufgrund der Proforma-Jahresrechnung 2007 gemäss neuer Struktur? Es wird deutlich, dass der steigende Onlineumsatz den leichten Rückgang bei Print kompensiert. Wichtig für uns ist, dass die Rentabilität bei S&F auf hohem Niveau gehalten werden kann. Wenn wir das schaffen, ist dies in Anbetracht der massiv verschärften Konkurrenz ein Erfolg, während wir bei Media Sales schon in diesem Jahr ein markantes Ertragswachstum realisieren werden. Denn wenn wir dort mit über 2 Milliarden Umsatz nur gut 13 Millionen EBIT realisieren würden, wäre dies keinesfalls akzeptabel.
Wie wollen Sie bei Media Sales zusätzlichen Gewinn realisieren? Zunächst intern dank der neuen, effizienteren Strukturen, dann wollen wir auch mehr verkaufen und schliesslich soll das Lohnsystem noch leistungsorientierter werden. Kurz: Gute Zeiten für gute Performer, schlechte Zeiten für schlechte Performer.
Werden alle Mitarbeiter weltweit mit der neuen Struktur auch neue Arbeitsverträge erhalten? Nein, aber sicher alle Verkaufsmitarbeiter mit Kundenkontakt. Pro Sektor wird an neuen Lohnmodellen gearbeitet, die zwar nicht auf einen Schlag umgesetzt werden, aber ganz klar überall ein Thema sind.
Wo erwarten Sie das Ertragswachstum, eher im Ausland oder mehr in der Schweiz? Mit Unterschieden weltweit, also auch in der Schweiz. Letztes Jahr mussten wir in den USA eine Totalsanierung vornehmen und gehen jetzt mit einem Neustart an den Markt. Dort erwarte ich keine Wunder, aber wieder schwarze Zahlen. In der Schweiz schreiben wir überall schwarz ausser bei der Cinecom. Hier erwarten wir dank der effizienteren Backoffice-Strukturen einen Ertragssprung nach vorne. Und im Ausland, wo wir in Indien und China grosse Investitionen tätigten, beginnen wir nun quasi das Jahr 1 nach der Konsolidierung.
Publigroupe generierte 2007 rund 20 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Wie gross wird dieser Anteil in diesem Jahr ausfallen und wie gross wird er in fünf Jahren sein? 2007 trug die Schweiz 82 Prozent zum Gesamtumsatz bei, das Ausland 18 Prozent. 2008 werden wir im Ausland nahezu 30 Prozent erreichen – was ein gewaltiger Sprung ist, weil wir in der Schweiz nicht kleiner werden. Etwa die Hälfte des Auslandzuwachses ist allein der Tatsache zuzuschreiben, dass unser Zanox-Anteil nun voll konsolidiert werden kann. In fünf Jahren erhoffe ich mir gegen 40 Prozent Umsatz im Ausland, wobei wir gleichzeitig von einem leichtwachsenden Schweizer Markt ausgehen.
Der Umsatz im Schweizer Anzeigengeschäft (PubliPresse) konnte 2007 vor allem dank Stellenanzeigen 1,1 Prozent zulegen. Wie wappnen Sie sich auf schlechtere konjunkturelle Zeiten? Mit einem Plan B (lacht). Nun, unsere Situation spiegelt sich bei der ganzen Schweizer Tagespresse wider: Das Resultat ist insgesamt erfreulich ausgefallen, aber primär dank Stelleninseraten. Im Moment zeigt der Trend zwar weiter nach oben, doch es ist offen, ob die momentane Krise im Finanzmarkt auf diesen beschränkt bleibt. Wenn nicht, könnte dies von den USA auf Europa überschwappen und auch den Arbeitsmarkt tangieren. Die einzige mögliche konzeptionelle Antwort darauf ist eine höhere Flexibilisierung der Kostenstruktur im Unternehmen, das heisst Reduktion der Fixkosten und mehr variable Kosten, damit man nicht schon nach den ersten Anzeichen für einen Wetterwechsel allzu drastische Massnahmen einleiten muss. Aber es ist klar: Wenn ein wirklich markanter Einbruch bei den Stelleninseraten kommen würde, ginge es nicht ohne Kostenreduktion.
Was heisst das – Leute entlassen? Das heisst sicher Einstellungsstopp. In unserem Unternehmen haben wir viele junge Mitarbeiter und demzufolge eine Fluktuationsquote von 12 bis 15 Prozent pro Jahr. Insofern führt allein schon ein Einstellungsstopp zu einer Kostenreduktion. Aber das kann je nach Stärke des Einbruchs zu wenig sein. Und dann käme halt doch Plan B zum Zug.
In der Schweiz kam es im letzten Jahr zu grossen Umwälzungen: Tamedia schluckte Espace Media, Axel Springer erstarkte, die SRG griff massiv in die Privatradiovermarktung ein und Ringier wurde dank Media Swiss im Rubrikengeschäft zu einem gewichtigen Konkurrenten der P. Wo sieht sich Publigroupe in dieser neuen Konstellation? In derselben Woche, in der Tamedia die Akquisition der Espace Media bekanntgab, teilten wir zusammen mit Axel Springer unsere Beteiligung an Zanox mit – die grösste Akquisition in unserer Firmengeschichte. Dass dies zeitlich zusammen fiel, war zwar Zufall, aber hat durchaus eine tieferliegende symbolische Bedeutung. Nämlich die: Ob im Bereich Directories oder im Bereich Vermarktung – für uns wird der printorentierte Teil unserer Tätigkeit zwar noch lange eine wichtige Rolle spielen, aber das substantielle Wachstum sehen wir ganz klar ausserhalb der Schweiz und zu einem bedeutenden Teil im Nonprintbereich.
Was bedeutet es für Publigroupe, dass Ringier via Swiss Media ebenfalls ins Drittkundengeschäft eingestiegen ist? Das ist eine interessante Entwicklung, die man nicht unbedingt erwarten konnte. Aber ich finde das grundsätzlich gut. Dadurch wird sich der Markt in diesem Bereich sicherlich dynamisieren. Hier darf man ja auch Google und andere nicht ausser Acht lassen. So gesehen finde ich es positiv, wenn andere starke Schweizer Player in diesem Markt mitspielen.
Bei Cinecom verzeichneten Sie 2007 einen starken Einbruch. Warum? Es spielten drei Faktoren mit. Zum einen hatten wir in der Schweiz ein schlechtes Kinojahr, ohne Blockbuster und mit rückläufigen Besucherzahlen. 2008 sieht es deutlich anders aus. Zum zweiten hatten wir Turbulenzen in der Führung der Cinecom, worauf Matthias Luchsinger und weitere Kadermitarbeiter unser Unternehmen verlassen haben – just im wichtigen 4. Quartal, in dem in der Vergangenheit rund 30 Prozent des gesamten Kinoumsatzes erwirtschaftet wurde. Letztes Jahr war dies nun aber nicht der Fall und verursachte einen Grossteil des Loches im Ertragsbereich. Das ist schlicht Missmanagement. Punkt. Der dritte Punkt: Cinecom war punkto Angeboten gegenüber den Werbekunden zu wenig innovativ. Der Digitalisierung, die wir vor zwei Jahren einführten, wurde bisher viel zu wenig Rechnung getragen. Dabei macht sie das Kino eigentlich zu einem sehr flexiblen Medium. Mit Beat Mühlemann, der innerhalb von Media Sales unter anderem für innovative Angebotsgestaltung verantwortlich ist, sollten wir hier neue Impulse erhalten. Er war ja jahrelang der grösste Werbeauftraggeber und bekannt für innovative Werbekonzepte. Eine seiner neuen Aufgaben ist es, beim Definieren von Angeboten die Sichtweise der Grossauftraggeber einfliessen zu lassen.
Sie sagten Missmanagement – heisst das, dass Herr Luchsinger nicht freiwillig ging? Das will ich nicht so interpretiert sehen. Schon als wir die Cinecom übernahmen, war klar, dass er nicht 20 Jahre dabei bleiben würde. Doch es ist aus dem Ergebnis 2007 auch unschwer zu erkennen, dass wir unsere gesetzten Zielen nicht erreichten. Die Diskussionen darüber führten dann dazu, dass Herr Luchsinger sich entschloss, zu gehen.
Auch bei der Radiovermarktung lief nicht alles rund: Nach dem Einstieg der Publisuisse in dieses Geschäft hat Publigroupe in diesem Bereich plötzlich eine Drei auf dem Rücken. Wir habe uns letztes Jahr effektiv voller Dynamik um die Vermarktung des Swiss Radio Pools bemüht und sind dann gegen die Publisuisse unterlegen. Dies hat sowohl bei uns als auch bei der IP Multimedia für Irritationen gesorgt. Dass sich die Privatradios der Schweiz der SRG-Tochter an die Brust werfen, hat uns erstaunt. In der Zwischenzeit ist aber eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Denn es ist ja zu hören und auch aus den Statistiken herauszulesen, dass die ersten Gehversuche der Publisuisse im Radiobereich vom Markt nicht als inspirierend honoriert wurden. Und jetzt ist absehbar, dass durch die Konzessionsvergabe eine neue Konstellation geschaffen werden könnte. Jedenfalls können Sie davon ausgehen, dass die neue Publicitas im Radiogeschäft sicht- und hörbar in der ganzen Schweiz eine aktive Rolle spielen wird.
Nur lief Ihnen ausgerechnet bei Radiotele die halbe Crew und beinahe das ganze Knowhow davon. Wie soll es da weitergehen? Radiotele ist tatsächlich stark durchgeschüttelt worden. Der Nichterhalt des Mandates von Swiss Radio Pools war verständlicherweise eine Riesenentäuschung. Kommt dazu, dass Radiotele-Gründer Bruno Oetterli immer schon auf Special Deals verzichtete. Er geschäftete immer nach der Tarifkartei – ein Prinzip, das wir auch im Print vertreten. Doch diese Haltung hat Radiotele Marktanteile gekostet. Wir fühlen uns heute gut aufgestellt und voll motiviert, auch im Radiomarkt eine wichtige Rolle zu spielen.
Sie glauben, dass Sie dazu noch genügend Knowhow haben? Ja, auf jeden Fall, wobei für die neue Publicitas insgesamt die grosse Herausforderung darin besteht, das grosse vorhandene Spezialistenknowhow möglichst rasch weltweit auf alle Niederlassungen zu übertragen. Eine Aufgabe, der im laufenden Jahr grosse Pirorität zukommt.
Ein weiterer Unruheherd besteht bei der Basel Zeitung Medien (BZM): Sie waren bis vor einem halben Jahr selbst VR-Mitglied der BZM. Was ist dort los – man hat den Eindruck, es entgleiten Ihnen die Dinge. Als die Basellandschaftliche Zeitung entschloss, sich der MittellandZeitung anzuschliessen, gerieten wir bei der BZM in einen Interessenkonflikt. Wir boten deshalb Hand für eine vorzeitige Beendigung des BZM-Regievertrages und regelten unsere Zusammenarbeit ab 2008 in einem neuen Kooperationsvertrag. Nun macht es noch Mühe, die an sich einfachen neuen Abmachungen zum Funktionieren zu bringen. Ich möchte hier nicht noch zusätzliches Öl ins Feuer giessen. Aber im Moment sind die Spannungen auf persönlicher Eben leider noch sehr gross – nicht zwischen mir und Herrn Hagemann, sondern auf der Ebene der Mitarbeiter im Markt Basel.
Ist das wirklich so? Letztlich ist doch ein imageschädigender Machtkampf im Gang. Ist wirklich eine Lösung in Sicht? Wir arbeiten daran und sind als erste daran interessiert, den Konflikt auf eine sachliche Art zu lösen. Wir haben ja zum Beispiel in Bern mit der Espace Media ebenfalls während Jahrzehnten einen sehr intensiven Wettbewerb um jedes Inserat, dort aber immer in hohem gegenseitigem Respekt, ohne persönliche oder unsachliche Verunglimpfungen. Wir müssen versuchen, dies so schnell wie möglich auch in Basel hinzukriegen.
Was passiert mit der 37-Prozent-Beteiligung bei der BZM? Die steht jetzt nicht zur Diskussion, aber was mittelfristig geschieht, ist naturgemäss offen. Aber wir haben keinen Anlass, diesbezüglich in hektischen Aktivismus auszubrechen.
Das Beispiel Basel wird unter Verlegern immer wieder herangezogen dafür, dass die P zumindest in der Schweiz den Boden unter den Füssen verloren hat. Ist das so? Ist das Problem in Basel aus internationaler Sicht tatsächlich Peanuts? Nein, sicher nicht, Basel ist doch der zweitgrösste Werbe- und Kommunikationsmarkt der Schweiz. Aber das Problem bei der BZM ist ganz klar ein isoliertes Ereignis. Wir haben letztes Jahr mit verschiedenen Zeitungen neue Verträge abschliessen können. Daher ist Basel nicht der Beginn eines neuen Trends, sondern es geht um einen Interessenkonflikt, den es wieder irgendwo geben kann. Eine der Konsequenzen sowohl der Marktentwicklung wie auch unserer Strategie ist, dass wir es in Zukunft nicht mehr jedem werden recht machen können. Das gilt nicht nur im Printbereich, sondern generell: Der Kampf um den Werbekuchen verschärft sich. Wenn wir nun weiterhin versuchen würden, möglichst mit allen in Beziehung zu bleiben, wären wir überfordert oder würden unglaubwürdig. Deshalb gewinnen wir an Profil, wenn wir im Einzelfall halt eine Regieverbindung auflösen und uns ganz auf eine andere konzentrieren.
Interview: Markus Knöpfli

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