Katrin von Niederhäusern: Pinke Panties als Visitenkarte genutzt

Groupie-Tradition wird zum Direct Mailing: Die Illustratorin Katrin von Niederhäusern möchte mit dem US-Rapper Action Bronson arbeiten und für ihn Illustrationen und Grafiken machen.

Um auf sich aufmerksam zu machen, hat sie sich ein ungewöhnliches Direct Mailing ausgedacht: Pinke Panties mit der URL Iwannaworkforactionbronson.com. Die zweckgerichtete Unterwäsche hat sie an einem Konzert von Action Bronson auf die Bühne geworfen. Auf der Website kann Action Bronson weitere Arbeiten von Katrin anschauen und sich dann entscheiden, ob er sie anheuert. Eine Antwort steht noch aus. Das Direct Mailing findet auf Facebook und Twitter grossen Anklang und wird fleissig weiterverbreitet.

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Zu guter Letzt: Bauer mit Power

Damit sie besonders schnell und frisch im Regal liegen, lässt Edeka die Äpfel von einem rasenden Bauer mit 425 PS transportieren.

Regional macht Sinn, denn kurze Lieferwege haben nur Vorteile. Für alle Beteiligten. Der Kunde kauft frisch, die Umwelt atmet auf – und der Händler darf sich Nachhaltigkeit auf die Fahne schreiben. Kurze Lieferzeiten erreicht man aber nicht nur durch kurze Lieferstrecken – sondern auch durch besonders schnelle Fortbewegung. Was sich in der Realität etwas schwierig gestaltet, klappt in der Werbung problemlos. Jung von Matt/Alster zieht für Edeka alle Register und schickt Bauer Georg mit einem auf über 400 PS aufgemotzten 1954er Ferguson auf Lieferfahrt. Wirklich nachhaltig ist das nicht, aber zumindest unterhaltsam. Und gut gemacht. An das Jung von Matt/Limmat-Huhn, das das Ei gleich in der Migros legte, kommt Raser-Bauer George punkto Frische dennoch nicht ganz heran. (hae)

Glaswerk: Coming out zum Coming Out Day

Für Pink Cross, LOS und die Aids-Hilfe Schweiz hat Glaswerk die neue Coming-Out Broschüre realisiert - und dies rechtzeitig zum Coming Out Day am 11. Oktober.

Wer oder was bin ich? Bin ich lesbisch, schwul, bi, trans oder nix von all dem? Wenn es um sexuelle Identität geht, fühlen sich 5 bis 10 Prozent der Menschen einer dieser Gruppen zugehörig. Das sind viele – alleine in der Schweiz sind es mehrere hunderttausend Menschen. Die Idee zur Coming-out-Broschüre entstand vor etwa vier Jahren in Kooperation mit der Aids-Hilfe Schweiz, der Lesbenorganisation Los, der Schwulenorganisation Pink Cross und der Agentur Glaswerk.

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Gemeinsames Ziel ist und war, mit der Broschüre Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren anzusprechen. Sehr junge Menschen also, die sich mit dem Thema der sexuellen Identität auseinandersetzen. Welche Identitäten gibt es überhaupt? Wo stehe ich? Gibt es Probleme, und wenn ja, wie kann man sie lösen? Die Broschüre zeigt anhand echter und teils fiktiver Testimonials, wie man in der Familie, in der Schule und überhaupt in der Gesellschaft mit dem Thema umgeht. Die Jugendlichen erhalten konkrete, praktische Informationen und Anleitungen dazu, wo und wie man Hilfe findet.

Die erste Auflage der Broschüre erschien bereits im Februar 2012. Das visuelle Erscheinungsbild wurde damals von einer 19-jährigen Mitarbeiterin des glaswerk-Teams entwickelt, die altersmässig perfekt zur Zielgruppe passte. Seitdem hat sich vieles verändert, vor allem, wenn man den Blickwinkel der sehr jungen Zielgruppe einnimmt. Visuelle Gewohnheiten und Erwartungen entwickeln und verändern sich bei Jugendlichen rasend schnell. Gleichzeitig hängt die Akzeptanz einer solchen Broschüre sehr stark von ihrem äusseren Erscheinungsbild ab. Auch das Wording und einzelne Fachbegriffe haben sich seit damals geändert. glaswerk hat diese Veränderungen zum Anlass für ein Facelifting genommen – wohl dosiert und natürlich auf der Basis des vorhandenen Looks. Ziel war nicht die Entwicklung einer neuen Broschüre, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung der bereits bestehenden Broschüre.

Am 11. Oktober 2015 ist es soweit. Die Coming-out-Broschüre erscheint im überarbeiteten Look. Präzise geplant, denn der 11. Oktober ist der internationale «Coming Out Day». Schulen, Gruppen und natürlich auch Einzelpersonen können die Broschüre zum Beispiel bei der Aids-Hilfe Schweiz bestellen und anhand fachkundiger Statements, Fragen, Antworten und Perspektiven, die für sie relevanten Themen für sich klären, gemeinsam diskutieren oder in die Öffentlichkeit tragen.

 

Maxomedia: Auf Autoscout24 Neuwagen finden

Eine optimierte Suchmaske führt auf Autoscout24 Interessenten schnell und einfach zum neuen Auto. Maxomedia verantwortet die Konzeption und Realisation der Kommunikationskampagne.

Nebst über 120'000 Occasionen finden sich auf Autoscout24.ch auch rund 30'000 Neuwagen-Angebote. Diese können nun, dank dem neu geschaffenen Neuwagenbereich mittels integrierter, markenunabhängiger und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Suchanfrage schnell und einfach gefunden werden. Die enge Zusammenarbeit mit Garagisten und Partnern gewährleistet ein umfassendes Fahrzeugangebot im Neuwagen-Segment.

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Maxomedia kreierte das Kommunikationskonzept und ruft über unterschiedliche Werbeformate dazu auf, auf Autoscout24.ch Neuwagen zu entdecken. Das Key Visual bildet denn auch das Herzstück der Kampagne. Es positioniert die Plattform – bisher von Auto-Suchenden, -Verkäufern und Partnern vor allem als Occasions-Marktplatz wahrgenommen – ab sofort auch als innovative Neuwagen-Plattform. Die Kampagne umfasst Plakate, Banner, Trueview Ads und Radiospots.

Verantwortlich bei Autoscout24: Jean-Claude Zulauf (Marketing Manager), Andreas Schrag (Chief Marketing Officer Scout24). Verantwortlich bei Maxomedia: Michel Sulser (Beratung), Romaine Brunner (Beratung), Simon Muster, (Beratung), Reto Schild (Kreation), Daniel Rödel (Kreation), Antonia Bekiaris (Text), Philippe Stucki (Grafik), Noah Moor (Motion Design).

SNK: Engagement für fairen Wohnraum auf den Punkt gebracht

SNK schärft für Logis Suisse die Markenpositionierung und entwickelt das neue Erscheinungsbild sowie die Schlüsselkommunikation für Print und Web.

Logis Suisse setzt sich als gemeinnütziger Wohnbauträger seit über 40 Jahren für bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum in der gesamten Deutschschweiz ein. Als verantwortungsvolle Eigentümerin eines breiten Liegenschaftsportfolios ist Logis Suisse über den ganzen Lebenszyklus der Immobilien aktiv und handelt dabei stets nach sozialen und ökologischen Grundwerten.

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SNK unterstützte Logis Suisse bei der Schärfung der einzigartigen Positionierung im stark umkämpften Immobilienumfeld mit bekannten GU/TUs, Pensionskassen und Immobilienfonds sowie Baugenossenschaften. Dazu entwickelte SNK in enger Zusammenarbeit mit Geschäftsführung und Verwaltungsrat eine Vision und die Positionierung «Fairer Wohnraum» sowie die Markenidentität und die Schlüsselbotschaften für die verschiedenen Zielgruppen.

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Auf dieser Grundlage kreierte SNK das Erscheinungsbild inklusive Logo und Claim. Das neue Logo thematisiert den Facettenreichtum von Wohnraum auf eine offene, zukunftsorientierte Art. Die neuen Farben sind frisch und lebendig und schaffen gleichzeitig die Verbindung zur Geschichte von Logis Suisse. Darauf aufbauend wurden erste zielgruppenspezifische Broschüren sowie die responsive Website Logis.ch umgesetzt. Mit kompakten, pragmatischen CI-Guidelines wird die konsistente Anwendung des neuen Erscheinungsbilds sichergestellt.

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Warum Leser Lösungen wollen (und nicht nur Probleme)

Weil die Zeit knapp wurde, kam Dominique Eigenmann beim Medienkongress in Interlaken nicht zu Wort – zum Bedauern vieler Zuhörer. Was er eigentlich sagen wollte, fasste er für die Printausgabe der Werbewoche zusammen.

«Probleme schreien, Lösungen flüstern», schreibt David Bornstein. Der Publizist und Kolumnist der New York Times hat 2011 das Konzept des «Solution Journalism» massgeblich entwickelt, das heute als «konstruktiver» oder «lösungsorientierter» Journalismus in aller Munde ist. Was Bornstein meinte: Weil die Probleme so laut sind, übertönen sie in den klassischen News-Medien fast alles andere: Kriege, Krisen, Katastrophen, wohin man schaut. «So ist die Welt halt», sagt der klassische Journalist, und er hat Recht. Aber die Welt ist eben nicht nur so: Täglich gibt es auch positiven Wandel, soziale Verbesserungen, Reformen, die Fortschritte bringen, kleine, alltägliche Geschichten des Gelingens. Nur berichten die Medien selten darüber. Das hat natürlich mit dem klassischen Selbstverständnis des Journalismus zu tun, das darin besteht, Aufpasser der Gesellschaft zu sein, weniger ihr Gestalter. Die edelste Aufgabe der Medien ist es, «dreckige Geheimnisse» zu enthüllen und damit der Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, Missstände zu beheben. Das bleibt eine unverzichtbare Aufgabe, aber der heutige Journalismus täte gut daran, sich nicht darin zu erschöpfen.

Bernd Ulrich von der Zeit hat kürzlich in einem Essay über den gegenwärtigen Zustand des Journalismus geschrieben: «Nicht nur das Böse tarnt sich heute, auch das Gute ist verdeckt.» Deswegen müssten sich die Medien mehr bemühen, auch das Wegweisende darzustellen, der Hoffnung Raum zu geben. David Bornstein schreibt, ihm komme der klassische Krisenjournalismus vor wie ein Vater, der seinem Kind jeden Morgen all seine Mängel und Fehler vorhalte und glaube, das mache es zu einem besseren Menschen. «Kinder aber brauchen Vorbilder. Und die Gesellschaft auch.»

Bevor ich zur Rolle der Medien in der Gesellschaft zurückkomme, möchte ich die Sache aus der Sicht der Leserin und des Lesers ansehen. Viele, vor allem junge Leser, wenden sich heute von den klassischen News-Medien ab. Laut Umfragen ist einer der Gründe, den sie dafür angeben, dass sie «die Negativität der Nachrichten nicht mehr ertragen». Studien belegen, dass die Dominanz negativer Berichterstattung Mediennutzer tendenziell ängstlich, mutlos und passiv macht. Sich an den klassischen Hardnews abzuarbeiten, kann auf Dauer eine ganz schön anstrengende, deprimierende Angelegenheit sein.

Krisen oder Katzenbilder

Leser sehnen sich nach Positivem. Und eine Vielzahl von neuen Online-Medien gibt es ihnen – in Form von putzigen Katzenbildern, lustigen Videos und Absurditäten aus dem Reich der so genannten People. Dieser Feel-Good-Fast-Food wärmt die Menschen, ja. Aber für Nachrichtenmedien gibt es Besseres, Nahrhafteres, Relevanteres.

Solution Journalism, lösungsorientierter Journalismus, konstruktiver Journalismus, Impact Journalism – es existieren mittlerweile viele Namen für eine Berichterstattung, die Lösungen in den Vordergrund stellt statt Probleme. Und von der New York Times über die Washington Post, die Huffington Post, das dänische Staatsfernsehen, Sparknews in Paris, die globalen Positive News bis zu Zeit, Spiegel online und dem Tages-Anzeiger gibt es mittlerweile auch viele Medien, die Erfahrungen mit dem Konzept gesammelt haben. Vor einem Jahr nahm der Tages-Anzeiger unter meiner Leitung erstmals am so genannten Impact Journalism Day teil. An diesem Aktionstag stellen in einer weltweiten Kooperation Zeitungen innovative Lösungen für soziale Probleme vor. Dieses Jahres gehörten der in Paris gegründeten Initiative 47 führende Zeitungen von China bis Südamerika an, aus der Schweiz neben dem Tages-Anzeiger auch die Tamedia-Titel Tribune de Genève und La Regione. Sie präsentierten 104 Projekte, die die Welt verbessern, und erreichten damit 120 Millionen Leser, dazu kamen 22 Millionen Kontakte in den sozialen Medien. In einer Vielzahl von Ländern, auch in der Schweiz, war der Twitter-Hashtag #ImpactJournalism an diesem Tag der Trend Nummer 1. Die Reaktionen der Leserinnen und Leser auf die Aktion waren überwältigend. Dutzende schrieben uns in Briefen und Mails von ihrer Begeisterung: «Endlich einmal etwas, das mich inspiriert, etwas, das Hoffnung gibt.» Und: «Toll, dass der Tages-Anzeiger so etwas macht.» Sehr viele Reaktionen gab es auch aus der Branche der Sozialunternehmer und Non-Profit-Organisationen.

Gut kommt gut an

Eine Folge dieses Echos ist, dass sich in Zürich auf Initiative von Ashoka und dem Right Livelihood Award, besser bekannt als «Alternativer Nobelpreis», eine Gruppe von Journalisten und Sozialunternehmern gebildet hat, die das Ziel verfolgt, eine von einzelnen Organisationen und Medien unabhängige Schweizer Internet-Plattform zu schaffen. Auf ihr sollen einerseits Medien interessante soziale Innovationen und Projekte finden und sich über die Best Practices des lösungsorientierten Journalismus informieren können, während andererseits Sozialunternehmen und Stiftungen dort mit ihren innovativen Projekten die Gelegenheit haben, die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu lenken. Der Tages-Anzeiger wiederum hat sich in den vergangenen Monaten bemüht, den lösungsorientierten Journalismus im redaktionellen Alltag besser zu verankern. Sichtbarstes Resultat ist die neue wöchentliche Rubrik «Die Lösung».

Konstruktiver Journalismus ist nicht nur gut für das Image eines Mediums, sondern auch kommerziell interessant. Studien aus den USA belegen, dass Artikel, die Lösungen in den Vordergrund stellen, signifikant häufiger gelesen und kommentiert werden als solche, in denen Probleme im Zentrum stehen, und sie werden sogar viermal so häufig mit Freunden geteilt. Belegt ist ebenso, dass die Verbundenheit zu einem Medium steigt, wenn dieses seine Leserschaft inspiriert. Vor allem junge Leser wollen heute nicht mehr nur informiert werden, sondern sich selber engagieren und einbringen. Von der neuen Medienwelt erwarten sie, dass diese sie nicht nur als Leser behandelt, sondern als möglichen Akteur. Sie wollen aktiv gestalten, nicht nur erleiden. Wenn es also nicht an den Lesern liegt, dass die Lösungen in den Medien nur flüstern, liegt es dann vielleicht an den Journalisten? Die alte Branchenmaxime «Only bad news are good news» ist in der DNA des News-Journalismus immer noch tief verankert. Journalisten sind zumeist auf Empörungen, Dramen und Skandale fixiert. Dabei wäre der lösungsorientierte Journalismus gerade bei Problemen leistungsfähig und interessant, die sattsam bekannt sind.

Ich gebe Ihnen drei Beispiele, wie Berichte über neue Ideen, Vorbilder oder Erfindungen die Wahrnehmung eines Problems verändern könnten. Erstens Armut: Statt wieder und wieder über die Misere in amerikanischen Ghettos zu berichten, könnte man über ein Projekt informieren, das derzeit in verschiedenen Städten erprobt wird: Statt Eltern mehr Sozialhilfe zu geben, um sie aus der Armut zu befreien, bezahlt man ihre Kinder dafür, dass sie zur Schule gehen. Der Idee liegt die Einsicht zu Grunde, dass der Schulerfolg der Kinder das künftige Fortkommen der Familien stark beeinflusst. Zweitens Korruption: Statt immer von neuem Bestechungsfälle von Fussballfunktionären in all ihren Verästelungen zu erzählen, könnte es lohnend sein zu fragen, wie eigentlich das Internationale Olympische Komitee seine Korruptionssorgen weitgehend losgeworden ist und was der Weltfussballverband aus dieser Erfahrung lernen könnte. Drittens Behinderung: Forscher haben in Österreich ein Tablet für Blinde entwickelt, aus dessen Bildschirm die Brailleschrift hervortritt, sobald die Finger über einen Text streichen – ein Projekt, das der Tages-Anzeiger am Impact Journalism Day vorgestellt hat.

Journalismus hat gestalterische Kraft

Meine These ist, dass sich der Journalismus heute nicht mehr darin erschöpfen sollte, Probleme zu beschreiben und zu verwalten. Mit vergleichbarem Engagement sollte er Lösungen für soziale Probleme suchen, präsentieren und debattieren, um für seine Nutzer wieder relevanter zu werden. Viele sagen, die Glaubwürdigkeit der Medien in der Gesellschaft habe gelitten. Das trifft zu. Ein Grund dafür liegt darin, dass sie nach Meinung des Publikums nicht mehr genügend mithelfen, die Zukunft der Gesellschaft zu gestalten. Um die Zukunft mitzugestalten, müssten sie sich aber auf die Suche nach sozialen Lösungen begeben und untersuchen, welche funktionieren und welche nicht. Medien müssten zur «subversiven Kraft der Zuversicht» zurückfinden, schrieb Bernd Ulrich in der Zeit, wenn sie der ungeteilten Wahrheit und den Bedürfnissen ihrer Leser wieder gerechter werden wollen.

Margaret Thatcher und Angela Merkel sind berüchtigt für den Satz: «There is no alternative.» Keine Situation ist für Bürger und Leser frustrierender, als wenn es keine Alternativen mehr gibt. Konstruktiver Journalismus sagt: «Es gibt eine Alternative» und erzählt von ihr. Für Medien im Umbruch und in der Krise kann der lösungsorientierte Journalismus selber eine Lösung für die Zukunft sein.

Dominique Eigenmann, 47, ist Deutschland-Korrespondent des Tages-Anzeigers. Zuvor war er acht Jahre lang Nachrichtenchef der Zeitung.

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Dieser Artikel stammt aus der Printausgabe 18/2015. Hier geht's zu den Abos.
 

Herger Imholz: Neue Schritte und Wege

Neuorganisation: Herger Imholz macht einen weiteren Schritt. Personell, unternehmerisch und strategisch.

Herger Imholz organisiert sich neu. Mitte September 2015 hat Yves Herger das Aktienpaket des Unternehmens zu 100 Prozent übernommen. «Ich danke meinem bisherigen Geschäftspartner Sämi Imholz für die langjährige gute Zusammenarbeit und wünsche ihm bei der beruflichen Neuorientierung viel Erfolg.» Mathias Bamert bleibt Geschäftsleiter. Die 14-köpfige Designagentur mit Büros in Uri und Zürich konzentriert sich künftig noch stärker auf ihre Kernkompetenzen Markenstrategie, Markenkonzeption, Markendesign und Markenführung. Dies in den Disziplinen Print, Web, Bewegtbild und Ton. Ziel ist es laut Mitteilung, die Kunden noch umfassender im Bereich der visuellen Markenbildung zu beraten. «Nur höchste Qualität bis ins Detail ist gut genug» betont Yves Herger. «Ich freue mich, mit meinem fachkompetenten Team auch weiterhin unsere treuen Kunden in die Zukunft begleiten zu dürfen.»

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Die Herger Imholz Führungscrew, von links: Yves Herger (Inhaber und Creative Director), Mathias Bamert (Geschäftsleiter), Beat Schuler (Leiter Administration) und Philipp Michel (Art Director)

Gestalt und Quickline bringen die Kunden der Konkurrenz in Versuchung

Telekom-Anbieter Quickline hat verlockende Mobile-Abos ab zehn Franken pro Monat im Angebot. Gestalt Kommunikation hat dazu eine Kampagne kreiert.

Die Berner Agentur entschied sich, anstelle der Verführung das Geständnis hinterher zu zeigen. So zeigt das Kampagnensujet die Beichte, der grossen Versuchung nachgegeben zu haben. Wobei für einmal nicht die geringste Reue angezeigt ist. Die Kampagne läuft ab sofort im Verbreitungsgebiet von Quickline. Die Massnahmen: Kinospot, Plakate, Flyer, Online- und Mobile-Banner, Inserate und Massnahmen am POS.

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Beratung und Konzept: Gestalt Kommunikation, Bern;
Media: Gestalt Kommunikation, Bern und Quickline, Nidau;
Key Visual: Twin Design, Liebefeld;
Produktion Spot: Twin Design, Liebefeld
 

Google stellt Plattform für Multimedia-Inhalte vor

Mit Google bietet nach Facebook und Apple der nächste Online-Riese Medienfirmen eine neue Plattform für deren Inhalte an. Der Internetkonzern verspricht einen offenen Ansatz, bei dem die Partner die Kontrolle behalten sollen.

Google will Medienfirmen eine technische Plattform für die bessere Anzeige von Multimedia-Inhalten auf mobilen Geräten bieten. Der Internetkonzern stellte am Mittwoch ein Projekt vor, mit dem zum Beispiel Bildergalerien, Videos oder Grafiken schneller geladen werden sollen. Google setzt dabei auf eine offene Plattform. Der Software-Code für die «Accelerated Mobile Pages» (beschleunigte mobile Seiten) wird frei verfügbar sein. Die Inhalte sollen weiterhin bei den Medienanbietern lagern, aber über eine effiziente Zwischenspeicher-Technologie flüssiger auf den Endgeräten der Nutzer angezeigt werden. Bei Werbung will Google verschiedene Formate, Anzeigen-Netzwerke und Technologien unterstützen.

Auch Abo-Modelle und Bezahlschranken sollen eingebunden werden können. Das Geschäftsmodell hinter dem Angebot soll noch entwickelt werden. Google will im Rahmen des Projektes aber keinen Anteil an Werbeeinnahmen. Unter den Medienpartnern sind laut Website des Projekts unter anderem Zeit Online, BBC, Financial Times, das Wall Street Journal, Buzzfeed sowie die Washington Post und die New York Times. Teilnehmer des Projekts bekommen keinen Vorteil in der Anzeige von Suchergebnissen, kürzere Ladezeiten könnten sich allerdings in dem Algorithmus niederschlagen.

Aktuell gibt es eine Vielzahl von Plattformen von Online-Unternehmen für Anbieter von Medieninhalten. So wirbt auch Facebook um ihre Gunst. Das weltgrösste Online-Netzwerk startete im Frühjahr das Angebot «Instant Articles». Die Inhalte werden dabei direkt bei Facebook gespeichert und müssen nicht wie bisher über einen Link von der Medien-Website geladen werden. Das soll die Ladezeiten auf mobilen Geräten verringern. Apple startete in den USA die App «News» für Medieninhalte, in der es ebenfalls Werbung gibt. Auch der Fotodienst Snapchat versucht, den Medienfirmen eine Plattform zu bieten. (SDA)

Zu guter Letzt: Idee adé

Nicht jede Idee ist gut. Die US-Effies feiern in einer amüsanten Kampagne Ideen, die gut gemeint – aber nicht gut genug sind. Und das ist eine wirklich gute Idee.

In diesem Fall sind die hellen Köpfe mit den genialen Einfällen Personen aus dem sozialen Umfeld von Werbern. Schliesslich sind Kreative immer auf der Suche nach DER Idee. Und folglich froh um Inputs von aussen. Mach doch mal das, mach doch mal das, das wäre doch eine super Idee, oder? Nein. Für die wirklich guten Ideen gibt's Festivals wie die North American Effie Awards 2016. Oder natürlich die Swiss Effies im Frühjahr 2016. (hae)

Chefredaktoren-Rochade in der Blick-Gruppe

Eine Woche lange tauschen die Blick-Chefredaktoren René Lüchinger, Christine Maier, Rüdi Steiner, Peter Röthlisberger und Felix Bingesser ihre Aufgaben. Mit dem Experiment soll das gegenseitige Verständnis gefördert werden.

Wie der Tages-Anzeiger-Blog «Off the Record» schreibt, wird die Rochade am 19. Oktober nach den Wahlen starten. Die Vermutung, es könnte sich um eine Prüfung der Konvergenzqualitäten handeln, wird seitens Ringier dementiert. Vielmehr gehe es darum «die Zusammenarbeit und das Verständnis für die jeweiligen Bedürfnisse zu verbessern».

Zudem wird aktuell ein Blick-Deskmanager gesucht. Der Blick-Desk wird künftig alle Kanäle mit Inhalte beliefern. Entsprechend gross wird der Einfluss des Deskmanagers sein, während die genannten Chefredaktoren «nur noch kleine Autorenteams zur Markenpflege» führen werden, wie es im Artikel heisst. Anwärter für den Posten sollen Peter Röthlisberger, Rüdi Steiner und Andreas Dietrich sein. (hae)
 

Walker für Ifolor: Blutige 60-Sekunden-Version

Von der neuen Ifolor-Kampagne der Zürcher Agentur Walker gibt es auch eine lange Version mit zahlreichen Extra-Szenen – und Blut. Wir zeigen die 60-Sekunden-Version vorab. Als Nachtrag.

Gedreht wurde der aufwendige Spot übrigens in Lettland – mit Darstellern, die in ihrer Freizeit Wikinger-Schlachten nachstellen aber nicht immer bis ins kleinste Detail auf Authentizität achten. «Wir haben viel über Wikinger gelernt», erinnert sich Agentur-Gründer und Creative Director Pius Walker. «Zum Beispiel, dass sie entgegen unseren gängigen Bildern keine Hörner auf den Helmen trugen». Walker ist glücklich über das Resultat – auch mit der langen Version, was keine Selbstverständlichkeit ist: «Bei einminütigen Spots besteht oft die Gefahr, dass sie etwas langweilig werden. Das ist hier meiner Meinung nach nicht der Fall». Die lange Version wird wie der 35-Sekunden-Spot im TV ausgestrahlt. Zuerst in der Schweiz. Später dann auch in Finnland. (hae)

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Zur 35-Sekunden-Version

Verantwortlich bei Ifolor: Dominique Baumann (Head of Marketing and Communications DACH). Verantwortlich bei Walker: Pius Walker (CD), Roger Beckett (CW), Jenny Grunberg (AD), Cornelia Nünlist (Account Director), Catherine Elf (Art Buying) Ben Gregor (Director), Sara Cummins (Producer), Knucklehead (Production), Finish (Post Production), Whitehouse Post (Editing Company), Paul Harrison (Colourist), Christopher Sabogal (Director of Photography), Cheryl Payne (Post Producer), Ben Stephens (Editor), Parv Thind (Sound @Wave), Baltic Pine (Latvian Prod Company).

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