Frank Bodin gewinnt Gold beim Deutschen ADC

Am Samstag sind in Berlin die «Nägel» des Deutschen ADC vergeben worden. Über 8000 Arbeiten in 46 Kategorien wurden beurteilt, 21 Mal wurde Gold verliehen.

 
Am Samstag sind in Berlin die «Nägel» des Deutschen ADC vergeben worden. Über 8000 Arbeiten in 46 Kategorien wurden gewertet. Nur 21 wurden mit Gold ausgezeichnet. Darunter auch Frank Bodins Idee für Greenpeace mit den Nackten von Spencer Tunick auf dem Aletsch-Gletscher. Neben der Zürcher Agentur Euro RSCG hat das Schweizer Fernsehen das zweite Edelmetall für Helvetien gewonnen. In der Kategorie TV-On-Air-Promotion gab es einen bronzenen Nagel für den Clip «SF Delikatessen» mit dem leicht lüsternen Sujet der «Zunge im Auge». Als Creative Director für diese Idee durfte Alex Hefter den Preis in Empfang nehmen. Andere Schweizer waren ebenfalls in Berlin, sind aber an der Gala leer ausgegangen.  
Am meisten Auszeichnungen sind an Horst Schlämmer und seine schräge Werbung für VW gegangen. Die Kunstfigur von Hape Kerkeling wurde in acht Kategorien mit Gold ausgezeichnet. Trotzdem gelang es der Agentur DDB damit nicht, Jung von Matt vom Platz eins des Deutschen Kreativrankings zu verdrängen. Diese Agentur hat insgesamt 54 Nägel einsammeln können. Nach DDB rangiert Scholz & Friends auf Platz 3, die Agentur Nordpol auf dem vierten Rang. Nordpol kam aber die besondere Ehre zuteil, den «nach ewigen Zeiten» bei diesem Wettbewerb wieder einmal vergebenen Grand Prix des ADC entgegennehmen zu dürfen. Ihr ausgezeichneter Kino-Spot handelt von einem scheinbar bösartigen Mann. Dieser hebt auf der Strasse den Frauen die Röcke hoch, zerzaust auf der Rolltreppe ahnungslosen Damen die schönen Frisuren, reisst Wäschestücke von der Leine, wirft grundlos einen Marktstand um, rüttelt wie ein Irrer an einer offenen Jalousie und klagt dazu, dass ihn niemand verstehe. Bis plötzlich eine zweite Figur in Szene tritt und dem Mann eine Visitenkarte des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz in die Hand drückt. Seither fühlt sich der Mann verstanden, denn er treibt jetzt Windmühlen an. Diese geniale Umsetzung des Werbeclaims «The Power of Wind» wurde von den 2500 Gästen an der Gala in der Premium Hallen in Berlin mit einer Standing Ovation gefeiert.
 
Rund um die Prämierung der Kreativ-Ernte des ADC Deutschland ist auch ein dreitägiger Kongress über die Bühnen gegangen. Am «Gipfel der Kreativität 08» haben über 50 Topshots über die neusten Trends in Kommunikation und Marketing referiert. Unter den Referenten waren auch Stars wie Karl Lagerfeld oder Michael Ballhaus. Der Starkameramann von Martin Scorsese und früher Rainer Werner Fassbinder hat ein Projekt lanciert, das es Nachwuchstalenten mit Hilfe der Werbewirtschaft ermöglichen soll, engagierte Kampagnen-Filme gegen die Energieverschwendung zu realisieren.
Andreas Panzeri

 
Mehr zum «Gipfel der Kreativität» findet sich in der kommenden Werbewoche.

NZZ Online legt zu, Bluewin verliert

Im März konnte sich NZZ Online bei den Nutzerzahlen vor den beiden bisherigen Spitzenreitern Blick Online und 20minuten.ch platzieren - zumindest, was die Unique Clients angeht. Dafür verlor Bluewin nach dem Relaunch bei den Visits an Terrain.

  Bei den Nutzerzahlen der Medienwebsites kann im März eine kleine Überraschung verzeichnet werden: NZZ Online platziert sich vor den beiden bisherigen Spitzenreitern Blick Online und 20minuten.ch – zumindest, was die Unique Clients angeht, also die Anzahl verschiedener Computer, von denen aus eine bestimmte Website aufgerufen wird. Gerade noch in den Top Ten halten kann sich Tagesanzeiger.ch. Das ergeben die März-Zahlen von Net-Metrix Audit. Bei den Visits (Anzahl Besuche auf einer Website) ist die Rangfolge der Mediensites gegenüber Februar 2008 unverändert. Auf Platz zwei klettert die Community-Plattform Netlog, die bei den Page Impressions nach wie vor den Spitzenplatz hält.
Stark zugelegt haben punkto Visits unter anderem N24.ch (+ 185,7 Prozent), Pro7.ch (+64,5 Prozent), Bilan (+ 60,5 Prozent), Wetter.ch (+ 57,8 Prozent) und Konsum.tv (+ 40,7 Prozent). Verloren hat gegenüber dem Vormonat Bluewin.ch (- 11,5 Prozent). Der Ende Februar erfolgte Relaunch im neuen Swisscom-Kleid scheint also nicht überall auf Begeisterung zu stossen. Trotzdem kann sich das Portal bei den Werten Visits und Unique Clients an der Spitze der Top Ten behaupten.
Top-Ten-Websites mit Werbung im März 2008 nach Unique Clients:
Bluewin: 3’800’000
Search.ch: 2’684’000
Directories.ch: 1’990’000
Scout24: 1’738’000
NZZ Online: 1’400’000
Blick Online: 1’391’000
20minuten.ch: 1’333’000
Moneyhouse: 1’306’000
MySwitzerland.com: 957’000
Tagesanzeiger.ch: 919’000
Top-Ten-Websites mit Werbung im März 2008 nach Visits:
Bluewin: 39’911’674
Netlog: 10’972’382
Blick Online: 10’728’109
Search.ch: 9’858’857
20minuten.ch: 8’132’370
NZZ Online: 7’353’225
Directories.ch: 6’686’144
Scout24: 6’270’360
Tagesanzeiger.ch: 5’523’706
PartyGuide.ch: 3’985’289
Top-Ten-Websites mit Werbung im März 2008 nach Page Impressions:
Netlog: 422’590’231
Bluewin: 269’048’727
PartyGuide.ch: 204’439’522
Scout24: 187’879’626
Blick Online: 96’438’462
Homegate.ch: 91’273’226
20minuten.ch: 83’873’743
Tilllate: 63’555’377
Search.ch: 58’306’997
Directories.ch: 38’216’543

Bluegummy : Schlaue  Fragen für Minerva Schulen

Die Minerva Schule in Basel wird 111 Jahre alt. Die Werber der Agentur Bluegummy begiessen diese Schnapszahl nicht mit einer Flasche Schnaps, sondern stellen hintersinnige Fragen.

Die Minerva Schule in Basel wird 111 Jahre alt. Die Werber der Agentur Bluegummy begiessen diese Schnapszahl nicht mit einer Flasche Schnaps, sondern schlagen einen anderen Weg ein: In einer Fortsetzungskampagne stellen sie über das gesamte Jahr sinnig-hintersinnige Fragen zum Thema Bildung, zum Beispiel: «Kann man Bildung vergessen?» oder «Sind gebildete Menschen glücklicher?». Wie Bluegummy mitteilte, folgen die Sujets damit dem Motto: Auch nach 111 Jahren sind die Minerva Schulen noch nicht müde weiterzufragen. Weil Bildung eben nie zu Ende gedacht ist.
Verantwortlich bei Minerva Schulen Basel:
Sigi Schwob (Schulleiter). Verantwortlich bei Bluegummy Marketing Communications: Flavian Kurth (Gesamtverantwortung/Text), Kris Kronig, Helge Dilger (Art Direction), Franziska Liechti (Beratung).

Publicis Dialog wirbt im Sonderformat für Ferienregion Flims

Unter dem Motto «Abenteuer Berge» preist sich die Region Flims als Sommerferiendestination an. Dafür analysierte die Agentur Publicis Dialog die Auftritte von Mitbewerbern in Österreich und der Schweiz.

 
Unter dem Motto «Abenteuer Berge»  preist  sich die Region Flims als Sommerferiendestination an. Dafür analysierte die Agentur Publicis Dialog die Auftritte von Mitbewerbern in Österreich und der Schweiz. Sie fällte das Urteil, dass fast nichts und niemand auffällt. Fast alle werben laut Mitteilung der Zürcher Agentur mit einem Prospekt im gängigen A4-Format, einem Begleitbrief und einer Flut von Einzelprospekten. Ziel der Agentur und des Feriengebietes Films ist es aufzufallen. Kunde und Agentur erreichten dieses Ziel mit einem simplen Trick: mit Grösse. Und zwar in zweierlei Hinsicht. Erstens mit einem Versand im relativ kleinen Format C5, der die Portokosten im Rahmen hält. Und zweitens mit einem Prospekt, der in absolut riesiger Tageszeitungsgrösse einen Panoramablick in die Flimser Bergwelt erlaubt, den man laut Aussage von Publicis Dialog in den Prospekten der Konkurrenz vergeblich suche.Verantwortlich bei der Weissen Arena:
Andreas Bärtsch (Marketing und Sales), Britta Kaula, Julia Dimmler (Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei Publicis Dialog: Sandra Genge, Gabriele Knus, Monica Meuli, Alexandra Kellenberger (Beratung), Björn Brinkmann (Creative Director), Philipp Sträuli (Art Director), Raphael Schön (Grafik), Oliver Gisi, Fabian Zahner (Text), Peter Stäubli (DTP), Marco Kappeler (Druckvorstufe), Romeo Bucceroni (Produktion), Gaudenz Danuser (Fotografie).

Mediapulse veröffentlicht die neusten Ergebnisse zur Mediennutzung

Der soeben erschienene Jahresbericht des Medienforschungsinstituts Mediapulse gibt einen Überblick über die Nutzung der elektronischen Massenmedien im vergangenen Jahr. So wurde 2007 durchschnittlich 139 Minuten pro Tag ferngesehen und 105 Minuten Radio gehört.

 Der soeben erschienene Jahresbericht des Medienforschungsinstituts Mediapulse gibt einen Überblick über die Nutzung der elektronischen Massenmedien im vergangenen Jahr. So wurde 2007 durchschnittlich 139 Minuten pro Tag ferngesehen und 105 Minuten Radio gehört. Des Weiteren zeigen die neusten Ergebnisse unter anderem, dass die Nutzung traditioneller Medien wie Radio und Fernsehen nach wie vor deutlich dominiert und dass das Klischee, wonach sich Frauen neueren Medientechnologien gegenüber etwas zurückhaltender verhalten als Männer, durchaus seine Gültigkeit besitzt.Die Time Use Study 2006/2007 zeigt auf, wie sich die Mediennutzung in den Tagesablauf der Schweizer Bevölkerung einfügt. In über 3’200 Face-to-Face-Interviews wurden Daten zur Mediennutzung und zum Tagesablauf der Schweizer Bevölkerung erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass diesbezüglich auch sprachregionale Unterschiede bestehen: So haben die Deutschschweizer mehr freie Zeit als die anderen Schweizer, und sie verbringen diese vor allem zu Hause. Hingegen wird in der italienischen Schweiz zu Hause sowohl mehr Zeit für das Essen als auch für die Arbeit aufgewendet als dies in der Deutsch- und der Westschweiz der Fall ist. Allgemein dominiert die Nutzung traditioneller Medien wie Radio und TV nach wie vor deutlich. Die Nutzung der neuen Medienformen wie etwa Chatten oder der Austausch von SMS-Nachrichten ist bei den französischsprachigen Schweizern am stärksten ausgeprägt.

Basel West verpasst Viscom einen neuen Look

Der Arbeitgeberverband für die grafische Industrie Viscom zeigt sich in neuem Kleid. Die Agentur Basel West hat ein Konzept zur Stärkung des Verbandes nach innen und aussen erarbeitet und sein Erscheinungsbild aufgefrischt.

Der Arbeitgeberverband für die grafische Industrie Viscom zeigt sich in neuem Kleid. Die Agentur Basel West hat ein Konzept zur Stärkung des Verbandes nach innen und aussen erarbeitet und sein Erscheinungsbild aufgefrischt. Das sanfte Redesign stehe für einen innovativen Verband, der aber klar wiedererkennbar bleibe, heisst es in einer Mitteilung. Als Key Visual dienen Stimmungsfotografien von unbedrucktem Papier. Der Geschäftsbericht 2007 ist das erste Medium, das nun mit dem neuen Konzept umgesetzt worden ist. Neben den Zahlen und Fakten enthält der Bericht verschiedene Artikel wie ein Interview mit dem Direktor Dr. Thomas Gsponer über Innovationen der grafischen Industrie oder ein weiteres Interview über die Bedeutung der Schweiz in der Berufsbildung. Wolfau-Druck in Weinfelden hat die fotorealistische Bildwiedergabe optimiert.
Basel West war für das gesamte Corporate Redesign und für das neue Inhalts- und Gestaltungskonzept der Verbandsmedien beauftragt. Die Implementierung für weitere Publikationen wie Newsletter und Verbandsportrait ist in Vorbereitung.
Verantwortlich bei Viscom, Schweizerischer Verband für visuelle Kommunikation, Zürich:
Dr. Thomas Gsponer, Beat Kneubühler. Verantwortlich bei Basel West Unternehmenskommunikation, Basel: Albin Kirchhofer (Beratung), Markus Siegenthaler (Konzept), Thomas Aerni (Art Direction), Marc Eggimann, Frédéric Giger (Fotografie).

L’Hebdo versetzt Leserschaft in Führungsrolle

Um auf das neue Erscheinungsbild des Nachrichtenmagazins L’Hebdo aufmerksam zu machen, hat sich die Agentur Tasmanie einen ganz speziellen Wettbewerb ausgedacht.

 
Um auf das neue Erscheinungsbild des Nachrichtenmagazins L’Hebdo aufmerksam zu machen, hat sich die Agentur Tasmanie einen ganz speziellen Wettbewerb ausgedacht. Im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen in den USA stellt das Lausanner Kreativbüro die Frage «Was, wenn Sie gewinnen würden?». Die beste Antwort wird von L’Hebdo mit einem tollen Preis belohnt: Während fünf Tagen hat der Gewinner die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Präsidentschaftswahlen zu werfen und dabei Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu treffen. Nebenbei darf der Gewinner in Fünfsterne- Hotels übernachten und einen Limousinenservice nutzen.L’Hebdo erscheint am 30. April erstmals in einem neuen Layout. Das neue Erscheinungsbild soll laut einer Mitteilung der Agentur den Zugang für die Leserschaft erleichtern. Im Zentrum stehe die Positionierung des Titels bei Entscheidungsträgern und Studenten. Inhaltlich will man den altbewährten Grundsätzen treu bleiben und das Tagesgeschehen neugierig und treffend begleiten. L’Hebdo konnte sich letztes Jahr mit einer Auflage von 48’451 Exemplaren als meistgelesene Wochenzeitung der Westschweiz behaupten.

Agentur am Wasser: Natürlich propagiert Lebensqualität als Programm

Das Magazin Natürlich aus dem AZ Fachverlag präsentiert sich im neuen Kleid. Die Anzeigenkampagne der Zürcher Agentur am Wasser positioniert das Monatsmagazin programmatisch als Quelle für Lebensqualität.

Das Magazin Natürlich aus dem AZ Fachverlag zeigt sich im neuen Kleid. Auch im Internet und in der Werbung präsentiert es neue Seiten. Die Zeitschrift für Natur, Gesundheit und Gesellschaft ist 30 Jahre alt geworden und will nach dem Redesign die Themen rund um einen gesunden Lifestyle weiterhin unverkrampft, lebensfreudig und konsequent mit vielen Serviceleistungen inszenieren. Es verzeichnet monatlich 227’000 Leser. Die neue Anzeigenkampagne der Zürcher Agentur am Wasser positioniert das Monatsmagazin programmatisch als Quelle für Lebensqualität. Mit Umsetzungen, die keine Zweifel zulassen, dass ein gesunder Lifestyle und Lebenslust sehr viel miteinander zu tun haben. Die Kampagne startet im April 2008 mit Inseraten in Publikumszeitschriften und Tageszeitungen.
Verantwortlich bei AZ Fachverlage:
Irene Frei (Verlagsleitung), Peter Jauch (Product Management). Verantwortlich bei Agentur am Wasser, Maeder & Partner Werbeagentur: Ruedi Maeder (CD/Text), André Juchli (AD), Sonya Fricker (Beratung).

Deutsche Agentur wirbt mit Hitler für Huthändler

Das Hamburger Büro der deutschen Werbeagentur Serviceplan hat einen Tabubruch gewagt. Für ihren Bonner Kunden Hut Weber zeigt sie auf einer neuen Plakatkampagne ein Piktogramm von Hitler.

 
Das Hamburger Büro der deutschen Werbeagentur Serviceplan hat einen Tabubruch gewagt. Für ihren Bonner Kunden Hut Weber zeigt sie auf einer neuen Plakatkampagne ein Piktogramm von Hitler neben einem Piktogramm von Charlie Chaplin, inspiriert von dessen Auftritt im Film «Der grosse Diktator».Die Bilder unterscheiden sich nur durch einen Hut. Der Text darunter lautet: «It’s the hat». Wie der Branchendienst Horizont.net berichtet, hat die Kampagne bereits lebhafte Diskussionen ausgelöst.

Verleger empört über Zeitungspläne der deutschen Post

Die Deutsche Post will mit einer Gratiszeitung in den Markt für überregionale Anzeigenblätter einsteigen. Die Verleger im nördlichen Nachbarnland protestieren und sprechen von «Skandal» oder «ordnungspolitischem Super-Gau».

 Die Deutsche Post will mit einer Gratiszeitung in den Markt für überregionale Anzeigenblätter einsteigen. Die Verleger im nördlichen Nachbarnland protestieren und sprechen von «Skandal» oder «ordnungspolitischem Super-Gau». Post-Vorstand Jürgen Gerdes sagte der Financial Times Deutschland, dass zunächst ein Wochenblatt rund um das Thema Internet und Computer geplant sei. Es solle direkt in Millionen von Briefkästen verteilt werden. Der definitive Entscheid steht allerdings noch aus und soll in den nächsten Wochen fallen. Der Computer-Zeitung könnten weitere Blätter folgen, im Visier hat der Logistikkonzern anscheinend auch das Thema Auto. Mit der Zeitungsoffensive greift die deutsche Post direkt das Stammgeschäft der Medienunternehmen in unserem nördlichen Nachbarland an, auch wenn Gerdes betonte, dass redaktionelle Kooperationen vorgesehen sind.
Die Verleger laufen denn auch Sturm: «Das ist ein Skandal», schimpfte Wolfgang Fürst vom Verband deutscher Zeitschriftenverleger gegenüber dem Tagesspiegel. Man werde «mit aller Härte» auf diese Offensive reagieren. Eine Option ist es für ihn, dass die Verlage alternative Vertriebsmöglichkeiten suchen und damit der Post einen wichtigen Umsatzteil entziehen.
Für Jörg Laskowski, Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger, kommen die Zeitungspläne einem «ordnungspolitischen Super-Gau» gleich: Der Staat subventioniere die Post, weil der Briefdienst von der Mehrwertsteuer befreit ist. Das gehe nicht an, wenn sie auch noch verlegerisch tätig werde.
Spekulationen über einen Einstieg der deutschen Post ins Zeitungsgeschäft wurden in den vergangenen Monaten immer wieder laut, das Empörungsgeheul der Verleger blieb dabei nie aus. Bereits aktiv ist der Briefkonzern mit der Beilage Einkauf aktuell, die allerdings keine redaktionellen Inhalte aufweist.
 

Draftfcb realisiert Fitness-Kampagne für Daihatsu

Rechtzeitig für die hoffentlich bald beginnende Badesaison thematisiert die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Draftfcb die besondere Form der aktuellen Daihatsu-Flotte.

 
Rechtzeitig für die hoffentlich bald beginnende Badesaison thematisiert die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Draftfcb die besondere Form der aktuellen Daihatsu-Flotte. Denn alle Modelle seien auf das Wesentliche reduziert, bräuchten wenig Treibstoff und böten trotzdem den Komfort und die Ausstattung grösserer Fahrzeugklassen, schreibt die Werbeagentur in einer Mitteilung. Um dies zu veranschaulichen, wählten die Kreativen den für Automobile ungewöhnlichen Vergleich mit der körperlichen Fitness. Verantwortlich bei Daihatsu:
Roland Hüsser (CEO). Verantwortlich bei Draftfcb: Diana Weikert, Michael Ottinger (Beratung), Roland Jäggi (AD), Boris Beuckmann (Text), Nicole Cannabona (DTP).

Publimedia zieht um und erweitert ihren Namen

Ab Montag hat die Publimedia einen neuen Namen – oder, genauer gesagt, einen Namenszusatz: Sie nennt sich künftig Publicitas Publimedia. Gleichzeitig zügelt sie nach Zürich-Altstetten.

 Ab Montag hat die Publimedia einen neuen Namen – oder, genauer gesagt, einen Namenszusatz: Sie nennt sich künftig Publicitas Publimedia. Die Umfirmierung wird gleichzeitig mit dem Umzug der Zürcher Einheiten der Publimedia in den neuen, operativen Hauptsitz der Publicitas in Zürich Altstetten vorgenommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Änderung des Firmennamens ist Teil der Einführung der Markenarchitektur der neuen Publicitas. Sie folgt dem neuen Markenkonzept, nach dem der Name Publicitas den bisherigen Marken der Schweizer Vermarkter vorangestellt wird. Dies wird auch im neuen Logo der Publimedia ersichtlich. Wie bereits bekannt wurde, sollen die anderen Schweizer Vermarkter der neuen Publicitas dem Beispiel der Publimedia folgen: Mit ihrem Umzug an den neuen Standort Baslerpark werden per Ende Mai auch Cinecom, Cinecom & Media, Mosse Media, Publimag, Radiotele und Web2com den Namen Publicitas an erster Stelle in ihre Firmennamen aufnehmen. Nach einer Übergangsphase von rund 18 Monaten werden die Ursprungsmarken dann ganz in der Marke Publicitas aufgehen: Publicitas ist dann die alleinige Marke für das Geschäftssegment «Media Sales» der Publigroupe.
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