MediaSense kombiniert Privatsender und DRS
Über MediaSense lassen sich nun Swiss Radio Pool und Radio DRS gemeinsam belegen. Rechtzeitig zur EM 2008.
Rechtzeitig zur Euro 08 lanciert die Publisuisse-Tochter MediaSense erstmals vier Angebote, die Sponsoring auf Radio DRS und Werbung auf Radios des Swiss Radio Pools (SRP) kombinieren. Konkret lassen sich der SRP City und die Kurzsendung «Wetter am Morgen» auf DRS 1 wochenweise für 50’000 Franken zusammen buchen für 42 Sponsornennungen und 24 Spotausstrahlungen. Der SRP City umfasst die Städte Basel, Bern, Luzern und Zürich (860’000 Hörer). Wer lieber ein jüngeres Publikum anspricht, kann auch SRP City und das «Wettergespräch» auf DRS 3 vorziehen (13’500 Franken für 12 Nennungen und 6 Spotausstrahlungen). Ein ähnliches Angebot richtet sich primär an Autofahrer, doch diesmal werden alle Deutschschweizer SRP-Radios mit den Verkehrsinfos auf DRS 1 (70’000 Franken für 51 Nennungen und 15 Spotausstrahlungen) oder auf DRS 3 (60’000 Franken für 54 Nennungen und 15 Spotausstrahlungen) kombiniert. Gemäss MediaSense lassen sich so je nach Angebot innert einer Woche über 3,3 Millionen Hörer und eine Nettoreichweite von bis zu 75 Prozent erreichen. Spots und gesponserte Sendungen werden immer etwa zeitgleich ausgestrahlt.
Dem SRP gehören mit One FM und Lausanne FM auch zwei Westschweizer Radios an. «Wir denken auch in der Romandie an ähnliche Angebote, etwa mit Couleur 3, doch sind wir dort noch nicht so weit», sagt MediaSense-Geschäftsführer Bernhard Krättli auf Anfrage.
MediaSense, die den SRP exklusiv abwickelt, vermittelt auch Radiosender ausserhalb des Pools. Insgesamt können mittlerweile 42 Radios und 100 Angebote über den Publiplan, das Planungstool von MediaSense, gebucht werden, darunter auch Ringiers Radio Energy Zürich, das exklusiv über die Goldbach-Tochter IP Multimedia gebucht werden muss. «Wir akzeptieren dort die Exklusivität der IP Multimedia», sagt Krättli.
Noch etwas jenseits der Vermittlung: Gemäss Geschäftsbericht 2007 der Publisuisse gewährte diese ihrer 51-Prozent-Tochter MediaSense zum Start ein Darlehen von 300’000 Franken. Krättli ergänzt, dass auch die zu 49 Prozent beteiligten SRP-Radios ein ähnliches Darlehen gesprochen hätten. Umsatzzahlen zum ersten MediaSense-Halbjahr nennt der Bericht hingegen keine. Auch Krättli will nichts sagen.
Markus Knöpfli
