Comm-on freut sich auf die ersten Werber-Wies’n

Das laufende Jahr steht für Comm-on, die Vereinigung für Werbekommunikation, ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Die grosse Geburtstagsparty findet am 7. Oktober 2008 auf dem Zürcher Bauschänzli statt.

 Das laufende Jahr steht für Comm-on, die Vereinigung für Werbekommunikation, ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Die grosse Geburtstagsparty findet am 7. Oktober 2008 auf dem Zürcher Bauschänzli statt: Als Oktoberfest, besser gesagt als die erste Schweizer «Werber-Wies’n». Das erklärte Präsident Christian Staub an der Mitgliederversammlung vom letzten Freitag. Für die grosse Sause wurden bereits erste Partner gefunden, weitere sollen in den nächsten Wochen akquiriert werden. An der Versammlung erklärte sich Publigroupe Hans-Peter Rohner spontan bereit, den Fassanstich zu übernehmen; daneben wird sein Unternehmen den Anlass als Sponsor unterstützen. Wenn das Jubiläum auch ein gewichtiger Teil der Aktivitäten von Comm-on sein wird, so hat der Vorstand auch noch weitere Pläne: Man sei nach wie vor im Gespräch mit Branchenverbänden, die ähnliche Ziele verfolgen und Kooperations-Interesse zeigen, erklärte Staub. Daneben wird 2008 das Repertoire der Veranstaltungen mit wenigen Ausnahmen weitergeführt. Auch 2007 stand eine ganze Reihe von Events an: Soirée Française, Smoke-Event, Cannes-Rolle und Curlingturnier sind nur einige davon. Das vergangene Jahr war für Comm-on ein gutes, wie Staub ausführte. So konnte er das erste Mal seit 2003 ein positives Jahresergebnis präsentieren.
Auf dem Programm an der Mitgliederversammlung standen schliesslich auch die Vorstandswahlen. Ausgetreten aus dem Vorstand ist Natalie Schneider. Neu gewählt als Co-Präsident wurde Stefan Wyss. Wiedergewählt wurde Michèle-Claudine Leibacher. Neu im Gremium vertreten sind Alessandra Finazzi und Kim Osinga.

Mediaagenturen: BSW verweist auf Branchengrundsätze

Der BSW engagiert sich in der neu gegründeten Arbeitsgruppe zum Mediageschäft und unterstreicht die Wichtigkeit der Branchengrundsätze. Geschäftsführer Walter Merz ist nicht einverstanden mit dem Vorwurf, die Objektivität und Neutralität sei bei den Mediaagenturen nicht gegeben. Der Verband hofft nun auf konstruktive Lösungen.

 SW-Präsident Carlo Schmid sorgte am Freitag mit kritischen Worten über das Mediageschäft für Aufsehen. Wie stellt sich der Verband der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen der Schweiz (BSW), dem auch einige der führenden Mediaagenturen angehören, zu den Vorwürfen? «Wir haben Branchengrundsätze für die Mediaagenturen, die unsere Haltung verdeutlichen», erklärte Geschäftsführer Walter Merz auf Anfrage der Werbewoche. Das im Jahr 2005 verabschiedete Papier hält die Arbeitsgrundlagen für Agenturevaluation, Leistungsprofil und Honorierung fest. Schmid erklärte allerdings am Tag der Werbung, dass namentlich der BSW-Grundsatz, wonach alle Kommissionen und Rabatte dem Kunden erstattet werden, nicht mehr immer eingehalten werde. «Dazu kann ich zwei Dinge sagen», fuhr Merz fort. «Erstens kann es zwischen Auftraggebern und Agenturen Vereinbarungen geben. Diese besagen vielleicht, dass die Agentur ein geringeres Honorar erhält, dafür die Kommissionen behalten darf. Das muss aber vertraglich geregelt sein», so Merz. «Zweitens kommen mir immer wieder Gerüchte zu Ohren, wonach es Unregelmässigkeiten gebe. Wenn ich nachfrage, will sich jedoch niemand dazu äussern. Solange nicht jemand konkret sagt, um wen und was es sich handelt, existieren die Unregelmässigkeiten für mich nicht.» Natürlich sei nicht auszuschliessen, dass einzelne Medien Kickbacks gewähren, von denen der Auftraggeber nichts wisse. Das aber seien eher Einzelfälle, so Merz.
«Anderes System als in Deutschland» Die Befürchtung von Carlo Schmid, dass es zu Gerichtsfällen wie in Deutschland kommen könnte, weist der BSW-Geschäftsführer zurück: «Das System ist ganz anders bei uns. Bei uns kaufen die Agenturen nicht als Broker Medien ein, sondern buchen nach Auftrag. Das ist ein Unterschied. Veruntreuungen wie im Fall Ruzicka kann es deshalb bei uns gar nicht geben.» Dass Agenturen Freespace von den Medien erhalten, gebe es wohl auch in der Schweiz, doch dies müsse deklariert sein und den Auftraggebern zugute kommen.
Ebenfalls nicht ganz einverstanden ist Merz mit dem Vorwurf, die Objektivität und Neutralität sei bei den Mediaagenturen nicht gegeben. «Objektivität per se gibt es natürlich sowieso nicht. Wenn drei Agenturen Mediapläne erstellen, werden diese unterschiedlich ausfallen – je nach Gewichtung und Vorlieben der Agenturen.» Die Neutralität dagegen sei gegeben, da Agenturen nicht zu den Medienhäusern gehörten.
Von Carlo Schmids Worten am Tag der Werbung war Merz nicht überrascht: «Man hört ja immer wieder entsprechende Vorwürfe. Bekannt war auch, dass SWA-Präsident Gérard Stalder den Mediaagenturen gegenüber skeptisch ist und ihnen teilweise unterstellt, sie würden nicht sauber arbeiten.» Für den BSW sei aber klar, dass die Branchengrundsätze eingehalten werden. Merz hofft, dass in der gebildeten Arbeitsgruppe mit offenen Karten gespielt werde und dort konstruktive Lösungen erzielt würden. Auch der BSW ist übrigens in der Gruppe vertreten, nämlich mit Peter Leutenegger von Draftfcb. Als Vertreter der Mediaagenturen sollen nach Absprache mit der Schweizer Werbung voraussichtlich Urs Schneider (mediaschneider) und Christof Kaufmann (OMD Schweiz) Einsitz nehmen.
Carole Scheidegger

Drei Mal Shortlist für JvM/Limmat bei den Clio Awards

Jung von Matt/Limmat ist mit Arbeiten für Panasonic, Titan und SBB auf der Shortlist der internationalen Clio Awards 2008 vertreten.

Jung von Matt/Limmat ist mit drei Arbeiten auf der Shortlist der internationalen Clio Awards 2008 vertreten. Die Zürcher Kommunikationsagentur sichert sich mit folgenden Arbeiten je eine Nomination: «Panoramatafeln» für Panasonic in der Kategorie «Innovative Media», «Trash» für die Titan AG (MINI) sowie das Plakat «Paris» für die SBB in der Kategorie «Print». Die Gewinner werden an den 49. Clio Awards und Festival vom 14. bis 17. Mai 2008 bekannt gegeben.

Zu guter Letzt: Töne statt Kaffee spucken

«Eine Premium Hot Chocolate Grande und die neue Morissette bitte!» – Nicht nur mit braunen Bohnen, Schaumschlägerei und vielen Kalorien macht der amerikanische Kaffeehausriese Starbucks den grossen Reibach...

 «Eine Premium Hot Chocolate Grande und die neue Morissette bitte!» – Nicht nur mit braunen Bohnen, Schaumschlägerei und vielen Kalorien macht der amerikanische Kaffeehausriese Starbucks den grossen Reibach. Nein. Im letzten Jahr hat die Kette mit ihren 172’000 Mitarbeitern und sogar in der Schweiz schon bald 40 Filialen – alleine 15 Stück in Zürich – eben auch mehr als viereinhalb Millionen Tonträger abgesetzt. Und obwohl Starbucks derzeit mit einem stark unter den Erwartungen liegenden Ertragsergebnis, schleppenden Verkäufen und einem schwächelnden wirtschaftlichen Stand zu kämpfen hat, bleibt neben der Rückbesinnung auf die Bohne auch das Geschäft mit der Musik im Zentrum des Riesen aus Seattle. Allerdings peilt Starbucks auf diesem Gebiet einen Strategiewechsel an: Man will nicht länger selber Platten produzieren oder sich auf die Suche nach neuen Künstlern machen, die man exklusiv an sich bindet, sondern viel stärker auf den physischen und digitalen Vertrieb setzen. So soll das bald erscheinende Album der Sängerin Alanis Morissette in allen Filialen zu kaufen sein. Ob man das neue Album der Gruppe Coldplay dort kaufen kann, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Die britische Band, die mit Einnahmen von über 50 Millionen US-Dollar die erfolgreichste Musiktruppe des Jahres 2006 war, geht den gleichen Weg wie ihre Kollegen von Radiohead (siehe
), wenn auch nicht ganz so konsequent. Die Band um Frontmann und Sänger Chris Martin stellt die erste Single-Auskopplung aus ihrem neuen Album für eine Woche als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Suche nach guten Rezepten zum Verkauf von Musik in Zeiten des Internets geht weiter. Vielleicht spielen Kaffeemaschinen demnächst auch MP3s ab.

Neue Köpfe und höhere Gebühren bei der SW

Im statuarischen Teil der SW-Mitgliederversammlung am Tag der Werbung in Luzern standen Ersatzwahlen in den Vorstand an. Daneben wurde die Erhöhung der Mitgliederbeiträge gutgeheissen.

 Im statuarischen Teil der SW-Mitgliederversammlung am Tag der Werbung in Luzern standen Ersatzwahlen in den Vorstand des Verbandes auf dem Programm. Zurückgetreten sind die fünf langjährigen Vorstandsmitglieder Henri Robyr, Albert P. Stäheli, Otto Meier, Claudio Rollini und Diego Bally. Neu gewählt worden sind: Michael Waldvogel (ASW), Michel Repond (FRP), Hans-Peter Hess (SWA), Norbert Neininger (Schweizer Presse) und Thomas Bargetzi (Publicitas). Präsident Carlo Schmid, selbst seit zehn Jahren im Amt, verabschiedete die bisherigen Vorstandsmitglieder und hiess die neuen nach deren einstimmigen Wahl willkommen im Gremium der SW. Die Jahresrechnung schloss die Schweizer Werbung mit einer «schwarzen Null» ab. Trotz dieser «Punktlandung» ist es laut Carlo Schmid zwingend, dass die Mitgliedschaftsgebühren um zehn Prozent erhöht werden müssen. Die Anwesenden hiessen die Erhöhung ohne Diskussion gut.
Hinsichtlich der Organisation des Verbandes stellte Schmid eine Diskussion in Aussicht. Vor einigen Jahren sprach man schon einmal darüber, zu einem «Verband der Verbände» zu werden, der keine Einzelpersonen, sondern nur noch Verbände als Mitglieder hätte. Diese damals verworfene Idee soll gemäss Schmid nochmals aufs Tapet kommen.

Punkt.ch und Moneycab mit Storyspots-Regionalnews

Die Gratiszeitung .ch baut in Zusammenarbeit mit Moneycab ihr Online-Angebot aus: Moneycab liefert mit der Dienstleistung Storyspots.com aggregierte News aus sechs Schweizer Regionen.

 Die Gratiszeitung .ch baut in Zusammenarbeit mit Moneycab ihr Online-Angebot aus: Moneycab liefert mit der Dienstleistung Storyspots.com aggregierte News aus sechs Schweizer Regionen, nämlich Zürich/Schaffhausen, Aargau/Solothurn, Bern/Freiburg/Wallis, Basel, Zentralschweiz und Ostschweiz. Zusätzlich beliefert Moneycab Punkt.ch mit einem Newsfeed für sechs Themenbereiche rund um die Wirtschaft. Storyspots.com basiert auf Mash-up-Technologie. Damit sollen verschiedene Newsquellen vereint und aktuell dargestellt werden. Die Regionalisierung der Website soll gemäss Mitteilung die regionale Berichterstattung in den Printausgaben von .ch fortsetzen.

Der Stuhl von Spiegel-Geschäftsführer Frank wackelt

Schon wieder Unruhe unter dem Dach des Wochenmagazins Der Spiegel. Nachdem Chefredaktor Stefan Aust begleitet von einem sehr unschönen Kündigungsszenario seinen Platz räumen musste, steht nun der Agitator der Affäre Aust unter Beschuss.

 
Schon wieder Unruhe unter dem Dach des renommierten deutschen Wochenmagazins Der Spiegel. Nachdem Chefredaktor Stefan Aust begleitet von einem sehr unschönen Kündigungsszenario seinen Platz räumen musste (siehe ), steht nun ausgerechnet der Agitator der Affäre Aust unter Beschuss. Angeblich sind die Tage von Spiegel-Geschäftsführer Mario Frank gezählt. Nach Informationen des deutschen Magazins Kontakter soll sich die mächtige Mitarbeiter KG von Frank abgewendet haben. Als Nachfolger wird Verlagsleiter Matthias Schmolz gehandelt, der seit 2003 neben Fried von Bismarck als Verlagsleiter des Spiegel-Verlags fungiert. Schmolz ist zurzeit unter anderem für die Bereiche Vertriebsmarketing, Allgemeine Verwaltung, Herstellung und Projektentwicklungen zuständig. Frank hatte Anfang 2007 die Nachfolge von Karl-Dietrich Seikel angetreten.Offiziell hat sich der Spiegel Verlag noch nicht zu einem Führungswechsel geäussert. Franks Verhältnis zur Mitarbeiter KG soll sich in den vergangenen Monaten allerdings rapide verschlechtert haben. Wirtschaftlich steht der Spiegel-Verlag gut da, kaufmännische Kompetenz wird Frank von seinen Kritikern nicht abgesprochen.
Der Verlag Gruner + Jahr dementiert die Gerüchte bislang. Nach Willen des Miteigentümers soll Frank im Amt bleiben, teilte G+J-Vorstandschef Bernd Kundrun am Montag der DPA in Hamburg mit. Mario Frank geniesse das volle Vertrauen und stehe in keiner Weise zur Disposition, erklärte G+J-Vorstandschef Bernd Kundrun am Montag. Wie viel Gewicht diese Aussage hat, ist allerdings in Anbetracht der besonderen Besitzverhältnisse des Spiegel unklar. Die Mitarbeiter KG hält 50,5 Prozent, G+J 25,5 Prozent, die Augstein-Erben 24 Prozent am Spiegel-Verlag

Guy Ritchie dirigierte neuen Nike-Spot

Nike richtet in einem neuen Spot mit der grossen Kelle an: Regie führte der englische Star-Regisseur Guy Ritchie, zu sehen sind im zweiminütigen Spot einige der weltbesten Fussballer.

Nike richtet in einem neuen Spot mit der grossen Kelle an: Regie führte der englische Star-Regisseur Guy Ritchie, zu sehen sind im zweiminütigen Spot einige der weltbesten Fussballer wie Cristiano Ronaldo, Cesc Fabregas, Ronaldinho, Wayne Rooney, Ruud van Nistelrooy, Zlatan Ibrahimovic, Marco Materazzi, Rafael Marquez sowie Trainerlegende Arsene Wenger.
Die Botschaft, die der rechtzeitig zur Euro 08 lancierte Clip transportieren soll: «Erreich Dein nächstes Level». Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive eines jungen Fussballers. Der Zuschauer erlebt, wie der Kicker alle Höhen und Tiefen eines Fussballerlebens durchmacht.
Der Spot feiert am 29. April Europapremiere und wird in der Schweiz ab dem 29. April am TV sowie in ausgewählten Kinos zu sehen sein. Zusätzlich zu dem TV-Spot werden ab dem 28. April auf
einige der Topstars aus dem Spot als Testimonial zu sehen sein.
Der «Evolution»-Werbespot wurde von Nike und der Agentur 72andSunny produziert. Die Regie führte Guy Ritchie. Die Musik stammt von Eagles of Death Metal. Der Spot wird in Versionen von 120, 90, 60 und 30 Sekunden im TV und online unter www.nikefootball.com zu sehen sein.

Umfrage sieht Tele Züri und Radio 24 vorne

Laut einer von Tamedia in Auftrag gegebenen Umfrage würden im Raum Zürich-Schaffhausen-Thurgau 59 Prozent der befragten Bevölkerung eine TV-Konzession an Tele Züri verteilen und nur 16 Prozent an Tele Top.

 Laut einer von Tamedia in Auftrag gegebenen Umfrage würden im Raum Zürich-Schaffhausen-Thurgau 59 Prozent der befragten Bevölkerung eine TV-Konzession an Tele Züri verteilen und nur 16 Prozent an Tele Top. Anders sieht das Bild aus, wenn man nur die im Thurgau Befragten betrachtet: Von ihnen wollen 59 Prozent Tele Top. Das berichtet interessanterweise nicht ein Tamedia-Blatt, sondern der Sonntagsblick, dem die Umfrage anscheinend vorliegt. Es darf spekuliert werden, ob damit seitens Tamedia der in der letzten Zeit häufig geäusserte Vorwurf des «Konzernjournalismus» vermieden werden solle. Das mit der Erhebung beauftragte Forschungsinstitut GFS Bern machte sich im März und April auch über die Meinung der Bevölkerung in Sachen Radio schlau: Würde es der Bevölkerung im Grossraum Zürich zustehen, die drei Konzessionen für den Raum Zürich-Glarus zu verteilen, entschieden sich 55 Prozent für Radio 24 und 51 Prozent für Radio Zürisee. 46 Prozent wollen den Sender Energy Zürich, der wie der Sonntagsblick zu Ringier gehört. Radio 1 erhielt von 30 Prozent grünes Licht und Radio 105 von 12 Prozent.
Etwas anders sieht die Lage bei den Befragten in Glarus aus: Hier wollen 72 Prozent Radio Zürisee konzessioniert sehen, 58 Prozent Radio 24, 51 Prozent Energy Zürich, 22 Prozent Radio 105 und 20 Prozent Radio 1.
Da die Umfrage im März und April stattfand, reichte für das eben gestartete Radio 1 die Zeit wohl nicht, um in der breiten Bevölkerung bekannt zu werden. In der Ausschreibung für die Konzessionen spielen ausserdem genau definierte Kriterien eine Rolle; Beliebtheit unter den Hörern oder Zuschauern ist keines davon. In dieses Horn stösst auch der vom Sonntagsblick befragte Radio 1-Gründer Roger Schawinski: «Die Umfrage ist unsinnig. Die Beliebtheit ist kein Kriterium, sonst hätte ein neuer Sender ja gar keine Chance.»

Bundesrat Schmid über die glamouröse Welt der Werber

Bundesrat Samuel Schmid sprach am Tag der Werbung zu den versammelten Branchenangehörigen und überzeugte mit einer humorvollen Rede. Von den Werbern wünscht er sich intelligente und pfiffige Werbung, bei der er das Gefühl habe, er würde ernst genommen.

 Bundesrat Samuel Schmid sprach am Tag der Werbung zu den versammelten Branchenangehörigen und überzeugte mit einer humorvollen Rede. Schon die Ankündigung durch Moderator Frank Baumann, der Schmid als «halben Bundesrat» begrüsste, parierte der Verteidigungsminister gekonnt: Baumann solle sich doch in den Bundesrat wählen lassen, dann wäre er nämlich nicht einmal ein Zweitel, sondern nur ein Siebtel. Schmid liess sich launig darüber aus, ob man ihn vielleicht nur eingeladen habe, um hinter das Geheimnis der Politplakate seiner Partei zu kommen. Sein Kommentar fiel knapp aus: «Diese Plakate sind eben plakativ. Deshalb heissen sie ja so. Mehr sage ich dazu nicht.» Von den «glamourösen Werbern» wünsche er sich intelligente und pfiffige Werbung, bei der er das Gefühl habe, er würde ernst genommen. Als Beispiel nannte er eine Headline von M&C Saatchi London für die Reiseagentur Lastminute.com: «Surprise the girl in your life. Take her sister to Paris».
Weniger gut kommt beim Bundesrat die Werbung für den Wagen an, den er privat fährt: Auf der BMW-Website heisse es nämlich: «Welche Fragen sich Ihnen im Laufe eines Tages auch stellen mögen, die neue BMW 5er-Limousine bietet eine Antwort darauf.» Ihm stellten sich jeden Tag viele Fragen, erklärte Schmid: «Welches neue Kampfflugzeug soll ich kaufen? Wie schaffe ich es, dass die Schweizerinnen und Schweizer mehr Sport treiben? Habe ich das Nötige veranlasst, damit die Sicherheit in unserem Land gewährleistet ist?» Er wisse nicht, wer die BMW-Werbung verantworte – aber er könne versichern, dass ihm sein Wagen die Antworten auf diese Fragen bisher schuldig geblieben sei.
Schmid sprach aber nicht nur über Werbung, sondern nützte den Anlass elegant für ein bisschen Werbung in jenen Angelegenheiten, die ihm selber am Herzen liegen: Für die Euro 08 beispielsweise. Aber auch für eine Erinnerung daran, dass Parlament und Bundesrat die Initiative «Volkssouveränität statt Behördenpropaganda» ablehnen. An diesem Punkt würden sich auch Bundesrat und Werber treffen: Beide sollten vom mündigen Bürger ausgehen. Und für die Werber gelte es, den Konsumenten «kurz und wahr und erst noch legal» zu bestechen.

JvM/Limmat: Emil wirbt in Deutschland für Rivella

Ab Montag hat Rivella in Deutschland eine neue Werbefigur. Seit neustem wirbt Emil Steinberger in einer Kampagne von Jung von Matt/Limmat für das mit Milchserum versetzte Erfrischungsgetränk.

 
Seit Montag hat Rivella in Deutschland eine neue Werbefigur. Wie die Werbewoche im Februar vermeldete (siehe ), wirbt der im ganzen deutschsprachigen Raum bekannte Schweizer Kabarettist Emil Steinberger seit neustem für das mit Milchserum versetzte Erfrischungsgetränk. Die dazugehörige Kampagne stammt von Jung von Matt/Limmat. Der Werbeauftritt soll sich ebenso sehr am Werbeträger wie am Produkt ausrichten. Die Kulisse ist spartanisch, der Rest ist Emil. Auch die Texte für die TV-Spots stammen aus seiner Feder. Es ist das erste Mal, dass Emil Steinberger selber als Werbeträger auftritt. Erfahrung hat er allerdings als Konzepter und Autor von TV-Spots.Dass er nun mit 75 Jahren doch noch für ein Produkt öffentlich auftrete, liege am Konzept der Kampagne. «Ich kann mich voll und ganz einbringen. Ich muss kein Schauspieler sein, sondern mich selber», wird er in einer Pressemitteilung von Rivella zitiert. Der zweite Grund sei schlicht das Produkt: «Rivella hat mich immer begleitet. Auf meiner Tournee mit kabarettistischen Lesungen stelle ich aber fest, dass Rivella in deutschen Restaurants viel zu wenig bekannt ist.»
Die Aktion beschränkt sich auf Süddeutschland, mit Fokus auf München und Stuttgart, und soll Rivella bekannter machen.

Verantwortlich bei Rivella International AG:

Cornelia Marending (Head of International Department), Patrik Marty (Product Manager International). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Michael Rottmann, Alexander Jaggy (Creative Direction), Bruce Roberts (Art Direction), Emil Steinberger, Alexander Holtz (Text), Conny Jäger (Grafik), Fabian Röthlisberger, Claudio Gentili (Beratung), Didi Knall, Erasmo Palomba (Art Buying). Produktion: Peter Hebeisen, Patrick Rohner (Fotografie). Film Production: Peacock, Elena Pedrazzoli. Regie: Rolando Colla, Kamera: Tomi Albrecht. Postproduction: Frame 11. Ton: Jingle Jungle.

Swisscom will mit Kunden neuzeitlich kommunizieren

Die Swisscom versucht die Möglichkeiten des Web 2.0 voll auszuschöpfen: Die dreisprachige Geschäftskunden-Plattform Swisscom.ch/dialogue wurde statt mit einem konventionellen CMS komplett mit der Opensource- Blog-Software «Wordpress» erstellt.

  
Die Swisscom versucht die Möglichkeiten des Web 2.0 voll auszuschöpfen: Die dreisprachige Geschäftskunden-Plattform Swisscom.ch/dialogue wurde statt mit einem konventionellen CMS komplett mit der weit verbreiteten Opensource- Blog-Software «Wordpress» erstellt. Dadurch ist sie mit den gängigen Web-2.0- Standards wie Kategorisierung, Tagging, Time-Stamp-Archivierung, Kommentierbarkeit, RSS, Trackback, Ping, URL-Rewrite, Widgets und anderen mehr ausgerüstet. Die Plattform dient als crossmediale Drehscheibe zwischen der Kundenzeitschrift «Dialogue» und dem elektronischen Newsletter und bietet Interessierten weiterführende Informationen und audiovisuelle Inhalte. Verantwortlich für Konzept, Design und Content-Pflege zeichnet die Agentur für digitale Kommunikation Nemuk. Technisch umgesetzt wurde das Projekt von der Crossover-Agentur Angelink.
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