Bene Abegglen ist in der Jury des ADC*E 2008

Die Jury für die ADC of Europe Awards 2008 ist bestimmt. In der Kategorie Film wird Bene Abegglen, ADC-Mitglied und Creative Partner der Agentur Contexta, als Jurymitglied Einsitz nehmen.

 
Die Jury für die ADC of Europe Awards 2008 ist bestimmt. In der Kategorie Film wird Bene Abegglen, ADC-Mitglied und Creative Partner der Agentur Contexta, als Jurymitglied Einsitz nehmen. Bene Abegglen hat selber schon über 100 Werbefilme konzipiert, darunter auch die mehrfach mit ADC-Gold prämierte «Beck & Bondi»-Kampagne. Als Juror blickt er auf eine langjährige Erfahrung mit vielen nationalen und internationalen Preisen zurück. Der Wettbewerb des ADC of Europe findet am 7. Juni 2008 in Barcelona statt. Juriert werden alle prämierten europäischen ADC-Arbeiten.

Zu guter Letzt: Die Win-win-win-Situation

An Freitagabend trifft Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf auf alt Bundesrat Christoph Blocher. Dem gingen ein paar personelle Rochaden voraus. SF-Chefredaktor Haldimann schreibt in seinem Blog, wieso er das akzeptierte und glaubt an eine «Win-win-win-Situation».

 
High-noon im Fernsehen: Am Freitagabend werden sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und alt Bundesrat Christoph Blocher in der Arena im Schweizer Fernsehen gegenüberstehen. Es geht um die Einbürgerungsinitiative. Der Blick freute sich schon auf die TV-Begegnung und titelte «Hass-Duell in der Arena». Allerdings ist die Konfrontation etwas entschärft, weil Widmer-Schlumpf in der Diskussion nicht bei den Gegnern der Initiative steht, sondern auf einer dritten Position. Diese wurde am Mittwoch mehr oder weniger per Bundesratsbeschluss für die Mitglieder der Landesregierung in Arena-Sendungen geschaffen. Die Landesregierung möchte sich wohl, da momentan auch noch die «Maulkorbinitiative» hängig ist, nicht allzu sehr exponieren. Die Rochade von Widmer-Schlumpf von der Position «Gegner» auf eine Position «neutral» gab natürlich zu reden. Zu reden gab aber auch die Rochade der SVP innerhalb der Position «Befürworter», da sie für den ursprünglich vorgesehenen SVP-Nationalrat Adrian Amstutz plötzlich Christoph Blocher aufstellte. In seinem Blog hat SF-Chefredaktor Ueli Haldimann nun ausführlich erklärt, wieso er beide Rochaden akzeptiert hat. Nachzulesen unter
http://cr.blog.sf.tv/p97.html
. Sein Fazit ist jedenfalls, weil nun für Widmer-Schlumpf SP-Nationalrat Jositsch auf die Position «Gegner» nachgerutscht ist, sei die Situation sozusagen «win-win-win»: Die SVP hat Blocher drin, Widmer-Schlumpf ist etwas aus dem SVP-Sperrfeuer genommen und mit Jositsch hat jetzt auch die Linke eine Stimme. Dass auch das Fernsehen von diesem Duell profitieren wird, sagte Haldimann nicht. Aber man ahnt es: Das ist eine Win-win-win-win-Situation.

«Wir sind noch im Pionierbereich»

IPTV Zattoo expandiert und kämpft mit nicht selbst verschuldeten Kinderkrankheiten.

 
IPTV Zattoo expandiert und kämpft mit nicht selbst verschuldeten Kinderkrankheiten. 
Vor knapp zwei Jahren, im August 2006, startete Zattoo in der Schweiz eine bisher einzigartige Applikation, um herkömmliche Fernsehprogramme auf einfache Weise auf den Computer holen zu können – bis heute kostenlos. Sie funktioniert nach dem Peer-to-Peer-Verfahren, wie man das zum Beispiel von den Musiktauschbörsen kennt, wo sich der Datenstrom aus verschiedenen Einzelrechnern zusammensetzt.Am Anfang standen bloss die vier SRG-Sender im Angebot. Bereits ein halbes Jahr später bot Zattoo 41 Programme an. Heute sind es bereits 60 Sender, darunter BBC, Al Jazeera, Arte, sowie die bedeutendsten französischen, deutschen, italienischen und Schweizer privaten und öffentlich-rechtlichen Kanäle. Aber auch Spartensender wie TV gusto, Automoto TV oder Game TV stehen auf der Liste. Die Technologie setzt der Sendervielfalt keine Grenzen, doch einfach wahllos Sender aufzuschalten, mache keinen Sinn, findet Dominik A. Schmid, Chef für den deutschen Sprachraum bei Zattoo. Man könne das beim Satellitenempfang sehen: «Die Leute beschränken sich in der Regel auf stets dieselben acht bis zwölf Sender», sagt er.
Zattoo verzeichnete in den letzten Monaten einen enormen Zuwachs. In der Schweiz haben sich rund 675 ‚000 Personen den Gratisplayer heruntergeladen. Tendenz stark steigend, ganz besonders im Hinblick auf die Euro 08. RingierTV wird zum Beispiel einen eigenen EM-Sportkanal launchen und diesen über Zattoo verbreiten. Indessen zeigt sich die Werbung zwar interessiert, zögert aber mit Investitionen.
Die EM dürfte auch zum technologischen Prüfstein erster Güte werden. Denn nicht immer sind die Bilder sauber empfangbar. In der Primetime zum Beispiel auf den SRG-Sendern kommt es gerne vor, dass die Bilder verpixeln oder man gar nicht erst zugreifen kann. Das Problem liegt meist an der mangelnden Bandbreite oder aber an fehlender Rechnerleistung. «Das hat mit den Kapazitäten in unseren Netzen zu tun», sagt Schmid. Was sich bei anderen Web-Applikationen nicht so stark, sei für Zattoo bereits verheerend. Das Problem liegt für Schmid zur Hauptsache an der mangelnden Infrastruktur mit überbuchten Zugängen. Der Fall könne auch auftreten, wenn beispielsweise mehrere Parteien gleichzeitig über ein drahtloses Netzwerk Zattoo nutzten. Man könne zwar eine wesentlich grössere Anzahl gleichzeitiger Nutzer auf demselben Kanal bedienen, wesentlich höher als jeder andere Anbieter heute. «Wenn jedoch zuviele Leute draufkommen, dann ist irgendwann fertig.»
Zattoo richtet sich deshalb nach der laufend sich verbessernden Infrastruktur der Netzanbieter und der privaten Nutzer. Das sei eine Frage der Zeit und werde nicht mehr allzu lange dauern.
Bis heute ist Zattoo kostenlos. Wer keinen Fernseher hat, kann dennoch über Internet fernsehen, ohne Gebühren zu zahlen. Schmid geht davon aus, dass sich das ändern wird. Doch als Guillotine für Zattoo wertet er das nicht. «Das wird unser Wachstum nicht einschränken.» Denn immerhin 80 Prozent der Zattoo-Nutzerinnen und -Nutzer hätten zu Hause ein TV-Gerät und zahlten ohnehin Gebühren.
Zattoo expandiert nebst der Schweiz europaweit in derzeit weiteren sieben Märkten, so in Spanien, Frankreich, Belgien, Dänemark, Norwegen, England, Deutschland. Im Lauf dieses Jahres sind USA und Asien geplant sowie die weitere Expansion in Europa mit Fernziel globale Verbreitung. Zattoo hat vor einiger Zeit technologisch mit einem elektronischen Programmguide aufgerüstet. Neuerungen werden laufend eingeführt, so die Verbesserung der Qualität, aber auch für die User wird es einen Kanal-Manager zum Sortieren der Sender geben sowie Teletext. Im Lauf dieses Jahres will Zattoo auch eine «Social Space» sowie Sender anbieten, die man nur gegen eine Gebühr abonnieren kann.
Wie lange Zattoo in der Beta-Version , ist offen. «Wir sind noch in einem Pionierbereich, denn alles, was wir einführen, ist neu», sagt Schmid.

René Worni

Steilpass für Schweizer Milch

Nahrungsmittel Ruf Lanz und die Kuh Lovely wissen, was die Helden von morgen am besten trinken.

 
Nahrungsmittel Ruf Lanz und die Kuh Lovely wissen, was die Helden von morgen am besten trinken. 
1 Glas Milch, 1 Jogurt und 1 Stück Käse: Das ist der tägliche Bedarf, den Ernährungswissenschafter für heranwachsende Jugendliche als ideal erachten. Für die Schweizer Milchproduzenten SMP ist das Menü auch das Rezept für ihre neue Kampagne. Der Verband nährt die Schweizer Medien jedes Jahr mit erfrischenden Plakaten und anregenden Inseraten. Die Botschaft fürs Jahr 2008 lautet glasklar: Werde gross, bleibe stark.Die Agentur Ruf Lanz hat bei diesem Slogan aus aktuellem Anlass nicht an der Fussball-EM 2008 vorbeischauen können. Schweizer Fussballstars von morgen stehen deshalb vor Lovely Schlange. Die Schweizer Milchproduzenten wollen sich mit ihrer Kampagne diesmal an Eltern wie auch an Kinder wenden, um ihnen die Ernährungsvorzüge der Milch schmackhaft zu machen. Nicht nur gemäss SMP ist erwiesen: Milch macht die Helden von morgen fit und gibt starke Knochen. Die Sympathiebeigabe als Schaumkrönchen von Ruf Lanz: Milch ist ein natürliches Schweizer Produkt.
Im Mittelpunkt des neusten Auftritts steht einmal mehr die beliebte Milchkuh Lovely. In ihrem neusten Streich stehen elf aufgeweckte Fussballknirpse vor ihr Schlange, um sie zu melken. Dazu meint Creative Director Markus Ruf: «Gut möglich, dass sich hier gerade die Fussballnati des Jahres 2025 die Kraft für kommende grosse Taten holt.» Und weil die Fussballbegeisterung im Jahr der Euro vor dem weiblichen Geschlecht nicht Halt macht, «müssen auch die Mädchen nicht im Abseits stehen», wie Danielle Lanz ergänzt. Neben dem Sujet mit den elf Buben kommt auch eines mit elf Mädchen im Fussballtrikot zum Einsatz.
Beide Sujets werden ab Ende Mai in einem nationalen F12-Plakataushang sowie auf Inseraten in Publikumstiteln zu sehen sein.
 
Andreas Panzeri 

Y&R-Gruppe kämpft für Blaues Kreuz gegen Alkohol

Für ihren neuen Kunden Blaues Kreuz hat die Y&R-Gruppe eine Kampagne realisiert, welche Alkoholkranken und deren Angehörigen den Weg zur Beratung erleichtern soll.

 Für ihren neuen Kunden Blaues Kreuz hat die Y&R-Gruppe eine Kampagne realisiert, welche Alkoholkranken und deren Angehörigen den Weg zur Beratung erleichtern soll. Banner auf diversen Websites zeigen eine Frau, die ins Bodenlose stürzt. So soll laut Mitteilung der Agenturen-Gruppe veranschaulicht werden, was Alkohol bewirkt und wie hilflos die Betroffenen sind. Wer den Banner anklickt, kommt direkt auf die Homepage des Blauen Kreuz Zürich.Während die Online-Massnahmen die Tragik der Alkoholsucht thematisieren, sollen die Ambient-Sticker zur offenen Diskussion anregen. Mit gewollter Ironie seien die fluoreszierenden Kleber unter an Tischplatten in Szene- und Ausgehvierteln als «Erste-Hilfe-Stationen» angebracht, heisst es in der Mitteilung weiter. Wer vom Stuhl kippe. Sehe, dass einem das Blaue Kreuz helfen könne.
Verantwortlich beim Blauen Kreuz Zürich:

Stephan Kunz (Geschäftsleitung), Henrik Viertel (Kommunikation und Fundraising). Verantwortlich bei der Y&R-Gruppe: Markus Gut (CCO), Christian Erni (CD), Marietta Albinus (AD), Spiros Margaris, Urs Breton (Animation), Martin Stulz, Andi Portmann (Text).

JvM/Limmat tischt für Saisonküche Kampagne auf

Die Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat hat für das Magazin Saisonküche eine crossmediale Kampagne unter dem Motto «Was gibt’s» realisiert. Herzstück der Kampagne ist ein Onlinequiz.

 
Die Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat hat für das Magazin Saisonküche eine crossmediale Kampagne unter dem Motto «Was gibt’s» realisiert. Herzstück der Kampagne ist laut Mitteilung der Agentur das Onlinequiz: Dabei gilt es herauszufinden, was man mit auf den Anzeigen abgebildeten Zutaten kochen könnte. Auf Saison.ch oder per SMS kann mit der Lösung am Quiz teilgenommen werden.Ebenfalls zur Kampagne gehören eine Print-Kampagne und eine Guerilla-Aktion: Hunderte Tischtücher wurden in der ganzen Schweiz auf Tische drapiert, um die breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, «dass guter Geschmack immer Saison hat».
Dem Publikum habe die Kampagne bis dato offenbar geschmeckt, heisst es in der Mitteilung weiter: Bis zur Halbzeit der Kampagne hätten bereits 26’000 Personen am Onlinequiz teilgenommen, und 7’000 hätten eine Probenummer des Magazins bestellt.
Die nächste Runde der Kampagne soll im Herbst starten.
 
 
 
 
 
Verantwortlich bei JvM/Limmat: Alexander Jaggy (Creative Direction), Thomas Ammann (Text), Patrick Beeli (Art Direction), Ariel Zumstein (Grafik), Petra Gayko, Dennis Busch (Beratung), Erasmo Palomba (Art Buying), Armin Zogbaum (Fotografie).

Valencia versichert Roger Federer für Nationale Suisse

Bereits zum zweiten Mal setzte Valencia Kommunikation mit Sitz in Zürich und Basel den Tennisstar Roger Federer in Szene. Die neue Kampagne schliesst an diejenige vom letzten Jahr an und präsentiert wieder einen perfekten Federer.

 
Bereits zum zweiten Mal setzte Valencia Kommunikation mit Sitz in Zürich und Basel den Tennisstar Roger Federer in Szene. Die neue Kampagne schliesst laut Mitteilung der Agentur an diejenige vom letzten Jahr an und präsentiert wieder einen perfekten Federer – und wenn doch mal was schief läuft, dann ist er zumindest perfekt versichert. Die Kampagne wurde am 14. Februar im noch nicht eröffneten Hotel Dolder Grand realisiert. In zwei identischen Suiten wurden abwechselnd die Szenen für den TV-Spot gedreht und die Anzeigensujets fotografiert.
Die Kampagne startete am 11. Mai 2008. Sie umfasst TV-Spots sowie Inserate- und Onlineschaltungen in der ganzen Schweiz.

 

Verantwortlich bei Nationale Suisse:
Willi Erdin (Leiter Marketing), Adrian Lichtin (Marketing). Verantwortlich bei Valencia: Michael Gerber (CD), Patricia Heyne (Text/Konzept), Tommy Schilling (Senior AD), Nadine Weber (AD), Marianne Weibel, Nicole Metz und Tanja Rhein (Beratung). Fotografie: Marc Gysin. Film: Wirz & Fraefel Productions AG. Styling Roger Federer: Ruth Bugmann. Ausstattung und Styling Location: Anita Bruehlmann.

Ringier lanciert Academy und Media Lab

Anlässlich des 175. Geburtstags lanciert das Verlagshaus Ringier neue Projekte: Das Bildungsnetzwerk Ringier Academy, das digitale Kompetenzzentrum Media Lab und eine Stiftung in Rumänien.

 Anlässlich des 175. Geburtstags lanciert das Verlagshaus Ringier neue Projekte: Das Bildungsnetzwerk Ringier Academy, das digitale Kompetenzzentrum Media Lab und eine Stiftung in Rumänien. Mit der Ringier Academy entsteht eine Netzwerkplattform, welche die Aus- und Weiterbildungsangebote in allen Ländern fördert, in denen das Verlagshaus aktiv ist. Bestehende Angebote wie die Journalistenschule in der Schweiz werden dadurch nicht ersetzt, sondern gebündelt. Die Academy richtet sich nicht nur an die Redaktionsleute, sondern auch an die Mitarbeiter im Verlag, wie CEO Martin Werfeli am Donnerstag im KKL Luzern vor den Medien bekannt gab. «Damit wollen wir den Ausbildungsbedarf decken, der in vielen Ländern sehr hoch ist», antwortete Werfeli auf die Frage der Werbewoche, welche Gründe für die Schaffung des Angebots ausschlaggebend waren. Man wolle vom Gewinn, den Ringier erwirtschaftet, etwas zurückgeben.  
Aufbauen wird die Acamdey ab September Rolf Probala, der derzeit das Jubiläumsprojekt des Verlagshauses leitet. Er hat reichlich Erfahrung in der Medienbranche; zu seinen Stationen zählen Radio DRS und die Leitung der SF-«Tagesschau». Von 2000 bis 2006 leitete er die Kommunikation der ETH Zürich.
Mit dem Media Lab setzt Ringier auf Digitalisierung: In diesem Kompetenzzentrum für digitale Medien werden neue Trends aufgespürt und der Nutzen neuer Technologien für das Unternehmen analysiert. Das Media Lab beschäftigt sich mit der Frage, wie Inhalte digital wirkungsvoll vermittelt werden können und soll die Mitarbeitenden für die neuen Medien sensibilisieren. Angesiedelt ist das Kompetenzzentrum bei Thomas Trüb, Leiter New Media bei Ringier.
Als drittes Projekt gab die Konzernspitze die Gründung der Ringier Foundation in Rumänien bekannt. Sie unterstützt vor allem ältere Menschen und Jugendliche. «Mir liegt diese Stiftung sehr am Herzen», erklärte Verleger Michael Ringier. «Wir haben eine soziale Verpflichtung und wollen etwas gegen die grassierende Armut in Rumänien tun.» Gegründet wurde die Stiftung im vergangenen Dezember, seit März diesen Jahres wird bereits ein medizinisches Zentrum in Bukarest unterstützt. Präsident der Stiftung ist Marius Hagger, der Geschäftsführer von Ringier Rumänien. Wie Michael Ringier weiter sagte, sollen ähnliche Stiftungen mittelfristig auch in anderen Ländern aufgebaut werden, in denen Ringier aktiv ist.

Tele News Combi mit neuer Geschäftsführung

Die Programm- und Werbekombination Tele News Combi (TNC) hat seine Geschäftsführung neu bestellt. Als Nachfolgerin für den abtretenden Martin Bürki wird per 1. Juni 2008 Andrea Haemmerli das Amt der Geschäftsführerin übernehmen.

 Die Programm- und Werbekombination Tele News Combi (TNC) hat seine Geschäftsführung neu bestellt. Als Nachfolgerin für den abtretenden Martin Bürki (ConRadio TV/Tele Bärn) wird per 1. Juni 2008 Andrea Haemmerli das Amt der Geschäftsführerin übernehmen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Haemmerli ist seit Februar 2008 die kommerzielle Leiterin der Belcom (Tele Züri und Radio 24). Für die neu geschaffene Funktion des Marketingleiters wählten die TNC-Sender Urs Gerber von Publicitas Radiotele. Er unterstützt Andrea Haemmerli im Bereich der kommerziellen Vermarktung der Werbekombination. Gerber ist seit 2004 bei Radiotele und leitet die Unit Regional TV.
Willy Surbeck (Chefredaktor Tele Basel) bleibt weiterhin als Programmverantwortlicher tätig. Er koordiniert in dieser Funktion gemeinsame Programminhalte innerhalb des Tele News Combi. Surbeck ist seit 1996 bei Tele Basel.

Ringier feiert mit Prominenz und Kunst den 175. Geburtstag

Das Verlagshaus Ringier setzt zum Höhepunkt in seinem Jubiläumsjahr an: Es feiert den 175. Geburtstag mit gleich zwei grossen Festakten und einer Ausstellung im KKL Luzern. Am Freitag strömen 1'500 Gäste ins Kultur- und Kongresszentrum, am Samstag 3'500 Mitarbeiter. Die Ausstellung «Blasted Allegories» gewährt erstmals einen Einblick in die umfangreiche Kunstsammlung Ringier.

 Das Verlagshaus Ringier setzt zum Höhepunkt in seinem Jubiläumsjahr an: Es feiert den 175. Geburtstag mit gleich zwei grossen Festakten und einer Ausstellung im KKL Luzern. Man wolle mit den Jubiläumsfeiern im hektischen Medienalltag innehalten und an «gestern, heute und morgen» denken, wie CEO Martin Werfeli am Donnerstag vor den Medien sagte. Am Freitagabend werden 1’500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur ins Kultur- und Kongresszentrum strömen. Redner wird Bundesrat Moritz Leuenberger sein. Am Samstag sollen sogar 3’500 aktive und ehemalige Mitarbeiter an die interne Feier ins KKL pilgern. Zugegen sind auch die Gewinner des Online-Quiz «Ringier Destination». An einem «Boulevard der Zeit» präsentieren sich Ringier-Unternehmen aus der ganzen Welt. Noch im Aufbau war dieser Boulevard am Donnerstag: Im KKL wurde tüchtig geschuftet, um die Jubiläumskulisse pünktlich für Freitag flott zu kriegen.
Dieses Wochenende wird der vorläufige Abschluss der Aktivitäten zum Jubeljahr bilden, worüber Michael Ringier «nicht unfroh» ist, wie er durchblicken liess: Die bisherigen Festivitäten in allen Ländern, in denen Ringier tätig ist, haben ihn wohl ziemlich in Beschlag genommen.
Ausstellung gibt erstmals Einblick in Sammlung Ringier Die Medienorientierung vom Donnerstag gab dem Verleger aber auch die Gelegenheit, die Ausstellung «Blasted Allegories» im Kunstmuseum vorzustellen. Sie gewährt erstmals einen Einblick in die umfangreiche Kunstsammlung Ringier. Die ganze Sammlung zu zeigen wäre mit rund 2000 Gemälden unmöglich. Trotzdem seien die 165 gezeigten Werke repräsentativ, sagte Beatrix Ruf, Kuratorin der Kunsthalle Zürich. Der Ausstellungstitel, einem Bild John Baldessaris von 1978 entnommen, lasse auch den Overkill an Informationen anklingen – für die Ausstellung eines Verlagshauses nicht unpassend. Wenn die Ausstellung auch eine Premiere als Einblick in die Sammlung bedeutet, so sind Ringier-Mitarbeiter schon mit manchen Werken vertraut, weil sie in den Gebäuden des Medienkonzerns zu sehen sind – ganz abgesehen vom Abdruck in den Jahresberichten. Michael Ringier gehe beim Kauf von Werken für die Sammlung eher emotional vor, erzählte er den Journalisten. «Und Gefühl braucht man auch als Unternehmer, man wagt nur manchmal nicht, sich ganz darauf zu verlassen.» Dass die Ausstellung der Werke aus seiner Sammlung ein Projekt des Herzens für den Verleger ist, war deutlich spürbar.

Coop-Geld wird fair gefaltet

Finanzen Ruf Lanz zeigt für Bank Coop, wie man Geld einnehmen kann, ohne Mensch und Umwelt auszunehmen.

 
Finanzen Ruf Lanz zeigt für Bank Coop, wie man Geld einnehmen kann, ohne Mensch und Umwelt auszunehmen. 
Langfristiges Denken statt trendiges Markenversprechen prägt die Geschäftspolitik der Bank Coop. Wo bei Grossbanken vor allem die Finanzkrise «nachhaltig» wirkt, zeigt sich Nachhaltigkeit bei Coop bei Anlageprodukten, die zum Beispiel zukunftsträchtig in die Solarindustrie investieren, oder auch bei Beratungsangeboten für Frauen und Senioren.«Fair Banking – bei der Bank Coop ist dies kein frommer Wunsch», meint Mathias von Wartburg, Leiter Kompetenzzentrum Vermarktung Bank Coop. Der Claim ist ein Markenversprechen für nachhaltige Anlageprodukte, «die streng geprüft werden».
Für Ruf Lanz und die Bank Coop lag es darum auf der Hand, die neue Imagekampagne mit diesem Kundennutzen zu unterlegen. In ihrer ersten Kampagne hat die Agentur reine Imagewerbung kreiert – Diktatoren, die kein Konto bei der Bank Coop haben, oder Ermittler Ed Fagan, der die Bank zum Glück gar nicht kennt.
Für die Präsentation der Produkte hat Ruf Lanz das Kerngeschäft gleich zum Sujet gemacht. Sauberes Geld wird mit einer entsprechend gepflegten Origami-Kunst visualisiert. Die fantasievollen Papierobjekte hauchen selbst Banknoten Leben ein. Da treten zum Beispiel zwei Zweihunderternoten – kunstvoll gefaltet – als Bulle und Bär gegeneinander an und machen klar, dass die Bank Coop die Risiken im Anlagegeschäft immer deutlich erläutert. Und für ein Sujet wurde sogar der gesamte Schweizer Banknotensatz zurechtgebogen: Eine Tierpaarkolonne schreitet in Richtung Arche Noah – um daran zu erinnern, dass Investitionen in nachhaltige Bankprodukte auch dem Ökosystem zugute kommen.
Recherchiert wurden die Origami-Künstler von Art Director Lorenz Clormann zusammen mit dem Art-Buying. Fünf Spezialisten aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz kamen in die enge Auswahl. Entscheidend war das virtuose Beherrschen der Faltkunst. «Wir mussten ja aufpassen, dass nicht die Hälfte des Werbebudgets fürs Falten draufgeht», erklärt Markus Ruf. Entscheidend war aber auch, dass der Termin eingehalten werden konnte. Nicht jeder Origami-Künstler sei gewohnt, mit Terminen zu arbeiten.
Glücklich geworden ist Ruf Lanz mit dem in Süddeutschland lebenden Armin Täubner. Ein Profi, der schon mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht hat. Täubner hat in vier Wochen filigraner Arbeit die Tiere oder Gegenstände für insgesamt 13 Sujets gefaltet. Fotografiert wurden diese von Felix Streuli. Bildbearbeiter war Felix Schregenberger.
Die Sujets kommen auf Inseraten, Plakaten sowie als POS-Material in den Bank-Coop-Filialen zum Einsatz.
Andreas Panzeri

Mehr als eine leere Hülle

Rückblick Die Interpack gehört zu den Mammutveranstaltungen der Verpackungsbranche. Sie fordert nicht nur Aussteller, sondern auch Besucher.

 
Rückblick Die Interpack gehört zu den Mammutveranstaltungen der Verpackungsbranche. Sie fordert nicht nur Aussteller, sondern auch Besucher. 
Vom 24. bis 30. April 2008 war es wieder soweit. In Düsseldorf präsentierte die internationale Verpackungsbranche all die Produkte, ohne die eine Verpackung nicht zu dem wird, was sie sein soll. Von Rohstoffen über Packmaterialien, Verpackungs- und Abfüllanlagen und Prozesstechnik wurde fast alles gezeigt, was die Industrie derzeit anbietet. Die Zeiten für die Verpackungsindustrie sind gut. Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie haben volle Auftragsbücher, und auch bei der Pharmaindustrie läufts rund. Die Verpackung wird immer mehr zum Markenzeichnen, das gezielt im Wettbewerb um die Gunst der Verbraucher eingesetzt wird. Positive Stimmung Gemäss der Veranstalterin handelte es sich um die bisher grösste Interpack, die auch für äusserst gute Geschäfte bei den 2744 Ausstellern gesorgt habe. Rund 179 000 Besucher drängten sich durch die Messehallen. Erhard Rustler, Präsident der Interpack Process and Packaging 2008, bestätigte die aussergewöhnlich gute Stimmung der Aussteller. «Wir haben nur Positives von den Unternehmen gehört. Besonders die Geschäftsabschlüsse sind mehr als erfreulich. Das wird weiter zur positiven Entwicklung der Branche beitragen und gilt sowohl für die Maschinenseite und die Prozesstechnik als auch für den Packmittelbereich.» Auffallend sei auch das zunehmende Interesse an kompletten Linien und Prozesstechnik. Auch die erstmalige Zulassung von Stand-alone-Lösungen für die Packmittelproduktion wurde von den Fachbesuchern sehr gut angenommen.
Wer sich gezielt auf die Suche nach Innovationen machen wollte, stiess schnell an die Grenzen des Mach- und Sichtbaren. Sehr oft waren neue Produkte als solche nicht  auf den ersten Blick erkennbar. Wem Kollege Zufall nicht zu Hilfe kam, der lief an solchen Messeständen einfach vorbei. Hier wäre eine Übersicht, wie sie früher von der Messe als Service angeboten wurde, hilfreich gewesen. Auch ein als Innovation bezeichnetes Exponat hielt nicht immer, was es versprach – alter Hut in neuer Schachtel. Insbesondere im Bereich der Packmaterialien blieben grosse Überraschungen aus.
Gut besucht war auch die Halle 7a, in der die beiden Sonderthemen «Bioplastics in Packaging» und der «Innovationspark Packaging» platziert waren. Insbesondere das Konzept der Kompetenzzentren mit der thematischen Bündelung verschiedener Stufen der Wertschöpfungskette kam bei Ausstellern und Besuchern gut an.
Zweistellige WachstumsratenMit der Sonderschau «Biokunststoffe» hatten die Veranstalter voll ins Schwarze getroffen. Das Thema ist hochaktuell. Auf einer Ausstellungsfläche von 100 m2 zeigten Aussteller Rohstoffe, Halbzeuge, Produkte, Verfahren, Maschinen und Dienstleistungen der Biokunststofftechnologie. In den Gängen herrschte dichtes Gedränge. Auf ein solches Interesse waren einige Aussteller gar nicht vorbereitet. Bereits nach den ersten Messetagen waren ihnen die Prospekte ausgegangen. Weltweit wächst der Markt für bioabbaubare und biobasierte Kunststoffe um mehr als 20 Prozent pro Jahr.
Biokunststoffe sind in Bezug auf Nachhaltigkeit eine valable Alternative zu ihren aus Erdöl gefertigten konventionellen Verwandten. Hinter den Begriffen «Biokunststoff» bzw. «Bioplastic» stehen jedoch zwei unterschiedliche Konzepte. Beim einen handelt es sich um biologisch abbaubare Polymere und daraus hergestellter kompostierbarer Kunststoffprodukte. Hier steht die Funktionalität im Vordergrund. Das andere Konzept, mit Fokus auf der Rohstoffbasis, beruht auf bio-basierten Polymeren, das heisst Kunststoffprodukten, die auf der Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden. Biokunststoffe werden heute u. a. zur Produktion von Tragtaschen, Biomüllbeuteln, für Lebensmittelverpackungen, Biokunststoffflaschen und von Folien zum Abdecken von Pflanzen in der Landwirtschaft verwendet.
Neue ErkenntnisseWo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. So könnte eine neue Studie der Biokunststoff-Euphorie einen empfindlichen Dämpfer versetzen. Ein internationales Wissenschaftlerteam um den niederländischen Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen will den Nachweis erbracht haben, dass die für Biokunststoffe zum Einsatz kommenden Energiepflanzen hochgradig klimaschädlich sein sollen. Durch die starke Düngung gelange das gefährliche Stickoxid in die Atmosphäre. Ein Teil des Treibhausgases wird durch chemische Reaktionen in Lachgas umgewandelt und ist damit 300 mal stärker als Kohlendioxid. In die Kritik ist auch der Rohstoff Polymilchsäure (PLA) gelangt. Er soll sich, so die britische Zeitung The Guardian, nur auf Deponien abbauen lassen und darüber hinaus nur in wenigen anaerobischen Digestionsverfahren, die es in Grossbritannien gibt, kompostierbar sein. Diese Verfahren können jedoch nicht für Verpackungen eingesetzt werden.
Neue Schweizer BranchenplattformWährend die nächste Interpack erst wieder in drei Jahren stattfinden wird, hat im November in Basel die Schweizer Fachmesse für Verpackungstechnik und integrierte Logistiklösungen Pack & Move Premiere. Um einiges kleiner und damit auch übersichtlicher, will sie vom 18. bis 21. November 2008 die komplette Prozesskette der Logistik und Verpackung abbilden. Ein spezieller Branchenfokus soll den Ausstellern die zielgruppengerechte Präsentation ihrer Angebote erleichtern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Lösungen für die Anwenderbranchen Pharma/Chemie, Nahrungsmittel/Getränke, Fertigungstechnik sowie Versandhandel/E-Commerce. Zusätzliche Attraktion ist das dreitägige Forum «logistics talks» mit renommierten Referenten und Beiträgen aus der Branche.
Sabine Flachsmann
Pack & MoveSchweizer Fachmesse für integrierte Logistiklösungen und Verpackungstechnik
Dienstag, 18. bis Freitag,
21. November 2008
Täglich von 9 bis 17.00 Uhr
Messezentrum Basel, Halle 3
get_footer();