Hier kommt der Luxus-Journalismus

Journalismus Amerikas Verlage suchen nach neuen Finanzierungsmodellen für den Qualitätsjournalismus.

 
Journalismus Amerikas Verlage suchen nach neuen Finanzierungsmodellen für den Qualitätsjournalismus. 
Den meisten Zeitungsverlagen in den USA geht es wirtschaftlich nicht gut. Die vorhandenen Gelder werden dazu genutzt, um über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen zu berichten. Internationale Berichterstattung und vor allem investigativer Journalismus werden mehr und mehr als Luxus angesehen, den sich viele nicht mehr leisten können, also sehen sie sich nach alternativen Finanzierungsmethoden um. Eine davon ist das Projekt Pro Publica in New York, das aus der Feder des ehemaligen Wall-Street-Journal-Chefredaktors Paul Steiger stammt und sich ausschliesslich investigativen Recherchen widmet.Finanziert wird das ungewöhnliche Projekt durch eine Stiftung der US-Milliardäre Herb und Marion Sandler, die als liberal gelten und für die ersten drei Jahre zehn Millionen Dollar jährlich bereitgestellt haben. Sie wollen enthüllenden Journalismus fördern, ohne sich in die Berichterstattung einzumischen. 25 Reporter und Redakteure, viele davon renommierte, ehemalige Investigativreporter der New York Times oder der Washington Post, stehen auf der Gehaltsliste des neuen Unternehmens. Die Pro Publica Stories sollen kostenlos in grossen nationalen Medien wie der New York Times, dem Wall Street Journal oder dem Fernsehmagazin 60 Minutes publiziert werden, um grösstmögliche Breitenwirkung zu erzielen.
Branchenbeobachter begrüssen das Projekt. «Mir gefällt die Idee, investigative Recherchen im Rahmen einer unabhängigen Non-Profit-Organisation anzustellen», sagt Patrick Philips, Journalismusprofessor an der New York University. «Das bedeutet nicht unbedingt, dass alle investigativen Recherchen in Zukunft in ein solches Modell eingebunden werden müssen, um das Überleben des Genres zu sichern. Solange die Leser daran interessiert sind, werden auch traditionelle Medienbetriebe weiterhin Gelder dafür locker machen.»
Nötige AlternativenInvestigativjournalismus wird in den USA auch von anderen Organisationen wie etwa dem Pulitzer Center for Crisis Reporting oder dem Fund for Independence in Journalism gefördert, die beide durch Gelder öffentlicher Stiftungen finanziert werden und Zuschüsse für entsprechende Recherchen an Medienorganisationen vergeben. Gezielter Berichterstattung über regionale Gesundheitspolitik widmet sich dagegen die Non-Profit-Organisation Kansas Health Institute. Solche Initiativen werden als nötige Alternativen gesehen, um die Qualität des Journalismus zu sichern. «Eine grössere Rolle der Non-Profit-Organisationen könnte allen Medien helfen», glaubt Geneva Overholser, Autorin des Manifesto for Change, eines Leitfadens des Annenberg Public Policy Center für den Journalismus der Zukunft.
Ein anderer Weg, der Kosten für die Verlage sparen soll, ist das Konzept des User Generated Content. Das Prinzip, dass die Nutzer eines Mediums auch die Inhalte liefern, wird bei Online-Seiten wie YouTube längst praktiziert. Printverlage folgen auf dem Fuss: So publiziert etwa der Magazinverlag 8020 Publishing in San Francisco zwei Hochglanzblätter, die inhaltlich komplett von den Lesern bestückt werden. Der Verlag hat nur 19 Mitarbeiter: Redakteure und Verkaufspersonal, aber keine Reporter. Denn sowohl das Fotografiemagazin Jpeg wie auch das Reisemagazin Everywhere leben von den Bildern und Texten der Leser: Diese posten ihre Fotos auf einer Website, wo die Nutzer die besten auswählen, die dann in der Printausgabe publiziert werden. Die Fotografen erhalten hundert Dollar Honorar und ein Jahresabonnement.
Es herrscht MisstrauenDer Verlagsgründer, Halsey Minor, war auch der Gründer von Cnet. Er glaubt, dass man aus jedem Hobby ein Magazin machen kann, so zum Beispiel aus Essen und Autos – Themen, die schon bald in Form von User-Generated-Magazinen erscheinen könnten. Traditionelle Medienmacher beäugen das Modell mit Misstrauen, könnte es sie doch ihre Jobs kosten. «In manchen Fällen sind solche User-Generated-Medien nützlich für die Leser», so der Kommentar von Sree Sreenivasan, Kommunikationsprofessor an der New Yorker Columbia Universität. «Aber man verliert damit Geschichten, die man nur zu lesen bekommt, wenn ein Redakteur danach Ausschau hält.»
Gerti Schön, New York

Zweifel lässt es knackig rocken

Snacks Die Y&R-Gruppe Schweiz sucht für Zweifel die knackigsten Gitarrenriffs.

 
Snacks Die Y&R-Gruppe Schweiz sucht für Zweifel die knackigsten Gitarrenriffs. 
Im Sponsoring positioniert sich Zweifel seit Jahren im Musikbereich. Um die diesjährige Sponsoring- Performance zu erhöhen, lanciert der Chips-Hersteller nun im Vorfeld der grossen Openair- Festivals das Online-Game «Guitar Hero» auf der eigenen Website. Dabei gibt es als Hauptpreis Openair- VIP-Tickets zu gewinnen.Die Young-&-Rubicam-Gruppe Schweiz wurde mit dem Auftrag betraut, der Wettbewerbs-Promotion mittels Online-Banner und Zeitungsanzeige zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Resultiert sind freche, dynamische und für die junge Zielgruppe affine Werbemassnahmen. Der weltbekannte Gitarrist Slash wird dabei von zwei eigens dafür illustrierten Chips-Experten bei seinem heissen Gitarrensolo energiegeladen unterstützt. Zweifel trifft auf Guitar Hero III: Ohne Zweifel eine knackige Sache, die rockt.
Rockig und knackig präsentiert sich Zweifel schon seit 50 Jahren der Öffentlichkeit. In diesem Jahr kann das Familienunternehmen in Höngg das runde Jubiläum feiern. Auf einem Bauernhof in Katzenrüti bei Rümlang frittierte Hans Meier, ein Cousin des Vaters des heute aktiven Hansheiri Zweifel, in einer riesigen Feldküchen-Pfanne die ersten Chips. Bereits 1958 wurden sie unter der Marke Zweifel schweizweit lanciert. Heute gehört die Marke gemäss dem Brand Asset Valuator von AY&R zu den ersten 20 von 1’100 Marken. Das hat Zweifel neben der frischen Qualität auch schon immer dank einer knackigen Werbung erreicht.
Bereits beim Start vor 50 Jahren wurden die Chips mit einer innovativen Idee lanciert. Zehn VW-Busse, mit dem Zweifel-Logo dekoriert, fuhren jeweils am Samstag in einer «Zweifel-Karawane» hintereinander durch Dörfer und Städte. Die mitfahrenden «Verkaufsberater» waren einheitlich in weisse Uniformen gekleidet und verteilten «Müsterli» an die staunende Bevölkerung. Diese werden wohl auch bei den kommenden Openairs das Publikum genau so wie damals erfreuen.
Andreas Panzeri

Die Zeitung ganz für mich allein

Internet Dailyme.com ist eine virtuelle Zeitung, die sich aus rund 2000 Quellen zum persönlichen Blatt komponieren lässt. Ein ehrgeiziges Projekt aus den USA.

 
Internet Dailyme.com ist eine virtuelle Zeitung, die sich aus rund 2000 Quellen zum persönlichen Blatt komponieren lässt. Ein ehrgeiziges Projekt aus den USA. 
Unter «The Daily Me» fasst die englische Fachliteratur eine ganz bestimmte Form eines Zeitungsprojektes zusammen: Gemeint ist die jederzeit aktualisierte und auf persönliche Bedürfnisse zugeschnittene Online-Zeitung. Seit die Zeitungshäuser das Internet entdeckt haben, suchen sie nach Möglichkeiten, ihren Zielgruppen personalisierte Startseiten oder Zeitungen anzubieten. Bis heute kränkeln aber alle Bemühungen an der oft ungenügenden Auswahl der präsentierten Informationen. Der Grossteil der Angebote scheitert am Unvermögen, Kontext und Zusammenhänge zu erkennen. Entsprechend gering ist der Mehrwert gegenüber den klassischen Medien. Nun macht in den USA ein Projekt von sich reden, das auf gutem Weg ist, den hohen Ansprüchen einer persönlichen Zeitung gerecht zu werden. Die Webseite heisst Dailyme.com und hat ihren Dienst im Oktober letzten Jahres aufgenommen. Die Macher haben sich zum Ziel gesetzt, jedem Nutzer ein individuelles Angebot aus rund 2000 Quellen zusammenzustellen.
Details entscheidend andersDer Dienst ist im Prinzip keine Neuheit, wenn man sich die zahlreichen Informationsdienste zu Gemüte führt, die bereits um ihre Daseinsberichtigung kämpfen. Insbesondere die US-amerikanischen Zeitungen wie die New York Times bieten mit Services wie MyTimes einen schon umfassenden und auf persönliche Präferenzen zugeschnittenen Nachrichtendienst. Und auch ausserhalb der USA sind solche Infodienste dran, sich zu etablieren. In England erfreuen sich «Daily Me»-Projekte des Boulevardblattes The Sun und der Tageszeitung The Telegraph einer grossen Nachfrage.
Unterscheiden tut sich Dailyme.com von solchen Angeboten aber mit Details, die den Medienkonsum entscheidend vereinfachen. So haben die Nutzer die Möglichkeit, sich die Inhalte als Mail und in einem druckerfreundlichen Format schicken zu lassen. Die Macher von Dailyme.com sind der Meinung, dass viele Leser den Nachrichtenkonsum auf Papier jenem am Bildschirm vorziehen. Ein weiterer Mehrwert gegenüber den Informationsdiensten der Zeitungshäuser ist die Verlinkung mit Originalquellen. Obwohl viele Zeitungen ihre Archive öffnen und ihre Berührungsängste gegenüber dem Internet abgelegt haben, verfolgen die Verleger immer noch meist eine restriktive Verlinkungspolitik.
Dailyme.com-Gründer Eduardo Hauser will mit seinem Projekt nach eigenen Aussagen nicht die Zeitungshäuser konkurrenzieren. Viel mehr will er die tägliche Nachrichtenflut in geordnete Bahnen lenken und für einen ausgewogenen Mix sorgen. Zwischen den Inhalten der Zeitungen und jenen der Online-Welt gebe es einen grossen Unterschied bezüglich Format und redaktioneller Leistung, so Hauser.
Um ein auf das jeweilige Bedürfnis zugeschnittenes Angebot zu gewährleisten, haben die Macher das Nachrichtenangebot im Netz und ausserhalb analysiert. Ein ganzes Jahr beanspruchte die Entwicklung eines Algorithmus, der die Vielzahl von Informationen wie ein riesiger Trichter punktgenau selektiert. Am Tag verarbeitet die Seite zwischen 120’000 und 150’000 Artikel. Der Durchschnitts-User liest am Tag allerdings nur 10 bis 15 Artikel.
Auf Dailyme.com sind deshalb Nachrichtenfilter zu finden, um Inhalte zu sortieren. Für jeden Artikel sind verschiedene Kategorien wie Original-Quelle, Schlüsselwörter und Textlänge hinterlegt. Längere Artikel werden beispielsweise nicht in die druckfreundliche Version von Dailyme.com aufgenommen.
«Das Internet und die Welt der Zeitungen laden zu grossartigen Entdeckungsreisen ein», meint Hauser. Deshalb haben die Macher die Seite so programmiert, dass Nutzer in Kategorien wie «Computerists», «Strictly Sport» oder «Chic Moms» nachschauen können, welche Inhalte diese Gruppen konsumieren. In den Kategorien «Member Picks» kann der User gar recherchieren, welche Quellen einzelne Leser abonnieren. Damit will man vermutlich den Gegnern von «Daily Me»-Initiativen die Stirn bieten, welche die Demokratiefeindlichkeit solcher Projekte als Argument ins Feld führen. Empfehlenswert ist ein Artikel im Time Magazine mit dem Titel «Boycott the Daily Me».
Ehrgeizige ZieleDailyme.com will im Nachrichtenmarkt an zwei Fronten aktiv sein. So erwartet Eduardo Hauser nicht, dass Zeitungsleser ihre Abos wegen Dailyme.com einstellen, sondern den Dienst als ergänzendes Angebot wahrnehmen. Bei den jungen Internetnutzern will Dailyme.com allerdings zur führenden Nachrichtenquelle werden. Insbesondere bei denjenigen, die nicht bereit sind, für Zeitungsinhalte zu bezahlen. Und das macht Dailyme.com äusserst attraktiv, denn der Nachrichtenkonsum ist gratis. Von den nahezu 2000 Quellen sind 10 Prozent von Zeitungen, die 85 Prozent des aggregierten Inhaltes bereitstellen. Dieser Inhalt ist gratis, weil Dailyme.com mit einem Grossteil der Zeitungen aus den Medienunternehmen Gannett, McClatchy und mit der Associated Press eine Partnerschaft eingegangen ist.
Prominenter NeuzugangDamit das Projekt publizistisch an Gewicht gewinnt, kommunizierte das ehrgeizige Start-up vor kurzem gar einen prominenten Neuzugang. Der frühere Yahoo-Nachrichtenchef  Neil Budde stösst zum Team, um das Zeitungsprojekt weiter zu entwickeln. In seinem Weblog schreibt Budde: «Es wartet eine spannende Zeit auf uns. Wir sind erst am Anfang des digitalen Nachrichtenkonsums.»
Christian Lüscher

Jung von Matt/Limmat: Vier Nominationen bei ADC Europe Awards

Jung von Matt/Limmat holte vier Nominationen bei den ADC Europe Awards. Sehen Sie hier die Bilder.

 
Jung von Matt/Limmat holte vier Nominationen bei den ADC Europe Awards. Erwählt wurden folgende Arbeiten: «Blitzplakat» für SI Style in der Kategorie Poster Advertising, «Parklückenplakat» für Mercedes-Benz in den Kategorien Poster Advertising und «Ambient Media» sowie «XXL» für Gesundheitsförderung in der Kategorie Mixed Media. Blitzplakat
Parklückenplakat

XXL

Berner Marketingtag 2008 widmet sich dem Arbeiten unter Druck

Beim diesjährigen Berner Marketingtag geht’s um die Frage, wie man auch beim Arbeiten unter Druck das Wesentliche nicht aus den Augen verliert. Begleitet wird die Veranstaltung von einer illustren Diskussionsrunde mit Reto Brennwald, Ottmar Hitzfeld und Monika Seps.

 
Beim diesjährigen Berner Marketingtag geht’s ums Arbeiten unter Druck, genauer um die Frage, wie man auch unter Zugzwängen und Druck das Wesentliche nicht aus den Augen verliert. Sie findet unter dem Titel «Under Pressure – wer unter Zugzwang ins Schwitzen gerät» am 28. Oktober 2008 statt. Zu Gast sind der neue Arena-Moderator Reto Brennwald, der zukünftige Trainer der Schweizer Nati Ottmar Hitzfeld und die Schachspielerin Monika Seps. Der Berner Marketingtag sieht sich als Plattform, wo Wissenschaft, Ausbildung und unternehmerisches Denken und Umsetzen vernetzt werden. Er wurde 1987 erstmals durchgeführt. An den letzten elf Anlässen nahmen gesamthaft über 5’000 Gäste teil. 

ZürichTokio: Für Radio 11 den Ball platziert

ZürichTokio hat für die während der Fussball-EM sendende Radiostation Radio 11 den Gesamtauftritt realisiert. Jimi Hendrix und Amy Winehouse lassen grüssen.

 
ZürichTokio hat für die während der Fussball-EM sendende Radiostation Radio 11 den Gesamtauftritt realisiert. Dabei waren sich die Kreativen der Zürcher Agentur einig, dass die Werbung nicht in der Masse von grünem Rasen und Nobbenschuhen untergehen soll, sondern überraschend und unkonventionell zu sein hat, wie es in der Mitteilung vom Dienstag heisst. Dafür bürgen Jimi Hendrix und Amy Winehouse.Verantwortlich bei Radio 11:

Oliver Scotoni und Miguel Alvarez.Verantwortlich bei ZürichTokio:
Dani Donati (CD), Niels Schäfer (AD/Grafik), Fabian Widmer (Grafik), Micha Schmid (DTP), Stefan Lemberger (Beratung), Scheffold. Vizner (Fotografie) Styling: Find a face. Animation: Combo entertainment. 

Zu guter Letzt: Randnotiz zu US-Wahlkampfgeldern

Angesichts der Gelder, die in den Vereinigten Staaten während dem Präsidentschaftswahlkampf in die Werbung fliessen, bleibt hiesigen Werbetreibenden nur ein sehnsüchtiger Blick über den Atlantik. Oder aber etwas ganz anderes.

 
In den Vereinigten Staaten steigert sich nicht nur die Begeisterung für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten ins kaum je Dagewesene, auch die potenziellen Werbegelder schwingen sich in bisher unbekannte Höhen. Was sich damit ankündigt, ist nichts weniger als der feuchte Traum jedes Werbetreibenden: Gemäss Aussagen des wirtschaftlichen Beraters der Demokraten, Wade Randlett, könnte Obama allein diesen Juni 100 Millionen Dollar an Spendengeldern generieren, andere prophezeien 630 Millionen Dollar bis zum Ende des Wahlkampfs im November, wobei das meiste Geld in TV-Werbung fliesst. Zum Vergleich: Für den Bundestagswahlkampf in Deutschland hat sich die CDU ein Ausgabenlimit von 20 Millionen Euro gesetzt. In der Schweiz sind zwar keine offiziellen Limiten bekannt, aber auch der SVP gehen irgendwann die Gelder aus. Was also bleibt angesichts der gigantischen Beträge, die in den US-Wahlkampf fliessen? Ein sehnsüchtiger Blick über den Atlantik – oder die Lancierung einer Initiative für die Volkswahl des Bundesrates. Die Wahl des Staatsoberhaupts durch das Volk scheint sich zu lohnen.

Presserat: Beschwerde gegen Gesundheitstipp teilweise gutgeheissen

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen die Zeitschrift Gesundheitstipp teilweise gutgeheissen. Er kam zum Schluss, dass in einem Artikel über Rückenprobleme ein Zitat in unzulässiger Weise gekürzt und eingebettet wurde.

 Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen die Zeitschrift Gesundheitstipp teilweise gutgeheissen. Er kam zum Schluss, dass in einem Artikel über Rückenprobleme ein Zitat in unzulässiger Weise gekürzt und eingebettet wurde, wie die SDA meldete. Mit dem Artikel «Eine Therapie sorgt für Wirbel» habe der Gesundheitstipp die Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten verletzt, schreibt der Presserat in seiner am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.Im Artikel ging es um eine Behandlungsmethode mit dem Namen Atlaslogie. Beschwerde eingereicht hatte der Schweizerische Verband für Atlaslogie.
Durch die Kürzung und Einbettung des Zitats eines Arztes sei der Eindruck entstanden, dieser stehe der Atlaslogie kritisch bis negativ gegenüber, schreibt der Presserat. Der Mediziner habe sich aber in Tat und Wahrheit positiv geäussert.
In anderen Punkten stellte sich der Presserat hinter den Gesundheitstipp. Es liege in dessen redaktionellem Ermessen, Rücken-Therapien zu vergleichen. Der Verband für Atlaslogie müsse es sich gefallen lassen, wenn die vom ihm vertretene Therapie kritisch oder ablehnend beurteilt werde.

Zattoo besteht EM-Belastungsprobe und hat 14 neue Sender

Der IPTV-Player Zattoo hat die EM-Belastungsprobe bestanden. Trotz einem massiven Zuschaueransturm am ersten Spielwochenende funktionierte das Programm weitgehend störungsfrei. Mit der neu lancierten Version kommen zudem vierzehn Sender und ein paar Features hinzu.

 
Der Internet-Fernseh-Player Zattoo hat die EM-Belastungsprobe bestanden. Trotz einem massiven Zuschaueransturm am ersten Spielwochenende der Fussball-EM funktionierte das Programm weitgehend störungsfrei mit nur seltenen Einbussen bei der Bildqualität. Da die zusätzliche Belastung vorauszusehen war, hatte Zattoo fünf Tage vor dem Start der EM eine aufdatierte Version des Players ins Netz gestellt, der die Ressourcen weitaus effizienter nutzt und besser skalierbar ist.Zusätzlich wurde in neue Hardware investiert, um sicherzustellen, dass die zu erwartenden Zuschauer keine Ballpässe, Aufschläge oder Boxenstopps verpassen, wie es in der Mitteilung vom Dienstag heisst. Die neue Version 3.2.0 wartet zudem mit drei Neuerungen auf: Ab sofort ist die IPTV-Software ausser auf Englisch auch auf Deutsch, Französisch und Spanisch verfügbar, Teletext wird unterstützt und die TV-Sender lassen sich verschieben und gruppieren.
Mit der neuen Version sind in der Schweiz auch vierzehn Sender hinzugekommen: Bloomberg (auf Französisch und Italienisch), BR, Das Vierte, HR, MDR, NDR, Phoenix, RBB, SR, SWR, Tele5, The Poker Channel und TierTV.Auch können neu Blogger und Nutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Bebo ein Widget auf ihren Blog oder ihre Seite laden, um Lesern und Freunden mitzuteilen, was sie aktuell auf Zattoo schauen. Ein Klick auf das Widget startet den Player auf dem entsprechenden Kanal.

Presserat: Beschwerde gegen Weltwoche abgewiesen

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen die Weltwoche abgewiesen. Zu beurteilen hatte er ein Interview mit dem Anthropologen Gregory Cochran über die Intelligenz ost- und mitteleuropäischer Juden.

 Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen die Weltwoche abgewiesen. Zu beurteilen hatte er gemäss SDA ein Interview mit dem Anthropologen Gregory Cochran über die Intelligenz ost- und mitteleuropäischer Juden. Cochran hatte im Interview gesagt, Juden hätten einen höheren Intelligenzquotienten, aber kein besonders ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen. Ausserdem litten sie an eigenen Erbkrankheiten.Das Interview habe die Juden nicht kollektiv herabgesetzt, schreibt der Presserat in seiner am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Auch werde nicht Vorurteilen oder sachlich ungerechtfertigten Verallgemeinerungen Vorschub geleistet.
 
Das Diskriminierungsverbot sei nicht im Sinne einer «political correctness» zu interpretieren. Medien dürften auch «politisch unkorrekte» Stimmen zu Wort kommen lassen, so der Presserat weiter. Beim fraglichen Interview sei die Leserschaft in der Lage, die Person des Interviewten und dessen Aussagen einzuordnen.
Ein latentes Diskriminierungspotenzial sei allerdings nicht zu übersehen, räumt der Presserat ein. Die Ausgrenzung einer Gruppe könne sich unter Umständen auch aus einer Differenzierung aufgrund «positiver» Merkmale ergeben.

SFLB kreiert Euro-Spot für Feldschlösschen

Spillmann/Felser/Leo Burnett hat für Feldschlösschen einen EM-Spot realisiert. Er soll die Fussballfans darauf aufmerksam machen, dass sie in den nächsten Wochen nicht nur an Fussball denken sollten, sondern ab und zu auch an den Bier-Nachschub.

 Spillmann/Felser/Leo Burnett hat für Feldschlösschen einen EM-Spot realisiert. Er soll die Fussballfans darauf aufmerksam machen, dass sie in den nächsten Wochen nicht nur an Fussball denken sollten, sondern ab und zu auch an den Bier-Nachschub. Was den Fans ansonsten passieren kann, ist im TV-Spot zu sehen, wie es in einer Mitteilung der Zürcher Agentur heisst. Ausgestrahlt wird er während der drei Wochen der Euro 08. 
 
Verantwortlich bei Feldschlösschen Getränke:
Marlis Ackermann (Leiterin Marketing), Dominik Nyffenegger (Brand Manager Feldschlösschen). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Beat Egger (Text), Katja Puccio (AD), Martin Spillmann, Peter Brönnimann (CD), Rolf Zimmermann, Silvia Peter (Beratung), Sebahat Derdiyok (TV Production). Filmproduktion: Snap Film AG: Michael Kindermann (Produktionsleitung), Luzius Rüedi (Regie).

SRG Region Basel: Gruppe zur Sicherung des Standorts Basel gegründet

Die SRG Region Basel fürchtet öffentlichkeitswirksam um den Standort Basel. Eine siebenköpfige Arbeitsgruppe aus Baselland und Basel-Stadt will einen «konstruktiven Beitrag an die Erhaltung und längerfristige Sicherung des SRG-Medienstandortes Basel» leisten.

 Die SRG Region Basel fürchtet öffentlichkeitswirksam um den SGR-Medienstandort Basel. Eine siebenköpfige Arbeitsgruppe aus Baselland und Basel-Stadt will einen «konstruktiven Beitrag an die Erhaltung und längerfristige Sicherung des SRG-Medienstandortes Basel» leisten, wie die Basler Zeitung am Dienstag berichtete. Inszeniert hat die Aktion Niggi Ullrich, Kulturbeauftragter Baselland sowie Präsident der Trägerschaft SRG Region Basel. Ihm zur Seite stehen unter anderem die kantonalen «Medienexperten» Samuel Hess und Michael Bammatter sowie der bikantonale Handelskammer-Präsident Andreas Burckhardt.Mit 60’000 Franken ausgestattet wolle die Gruppe im Herbst ein Dossier vorlegen, das «eine fundierte Grundlage zur medienpolitischen Diskussion» biete, heisst es in der Basler Zeitung weiter. Ausgangspunkt seien die vagen Pläne einer Medienkonvergenz der SRG, wonach die Fernseh- und Radiostationen der SRG weitgehend in Zürich zusammengelegt werden sollen (siehe
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