Klick ins Bild genügt

Online-Werbung Das Hypervideo fordert Skyscraper und Pop-ups heraus. Künftig kann der User Details aus Webvideos direkt anklicken.

 
Online-Werbung Das Hypervideo fordert Skyscraper und Pop-ups heraus. Künftig kann der User Details aus Webvideos direkt anklicken.  
Es ist Samstagabend und die Schweizer Durchschnittsfamilie sieht fern. Plötzlich lehnt sich die Mutter nach vorne. Sie drückt einen Knopf, weil ihr ein Kleid von Julia Roberts gefällt. Auf dem Bildschirm erfährt sie die Kleidergrösse, aus welchem Material es ist und was es kostet. Ausserdem beamt sie sich ins Kleid, betrachtet sich von allen Seiten und bestellt das Ding. Am nächsten Tag liefert ihr der Kurier die Bestellung. Am Wochenende trägt sie das Cocktailkleid an einer Party.Das beschriebene Szenario ist Fiktion. Noch können Zuschauer keine Kleider über die Flimmerkiste bestellen. Was im Fernsehen noch nicht ist, funktioniert im Internet aber schon eine Weile. Internetvideos bieten heute mehr Inhalt, als man auf den ersten Blick vermutet. Ähnlich wie beim Hypertext Links in Texte eingebettet werden, verknüpfen heute Werber in Videos Objekte mit Webseiten oder Zusatzinfos. Ganze Filmstreifen sind verlinkt und erlauben dem Zuschauer, Informationen abzurufen. Sei es die Handtasche, die beispielsweise eine «Sex and the City»-Darstellerin trägt, ihre Schuhe oder den Champagner, den sie an einer Bar trinkt.
Alles ein LinkDer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Einzelne Regionen des Videos werden markiert und mit einer Beschreibung und Links versehen. Wandert der Mauszeiger beim Schauen des Films über die entsprechende Region, stoppt das Video, und die für das jeweilige Objekt hinterlegte Information wird eingeblendet. Damit das Ganze nicht zum Suchspiel ausartet, leuchten Markierungen im Video auf, sobald Informationen verfügbar sind. Selbst gefilmte Objekte wie vorbeifahrende Autos sind klickbar. Zuschauer können frei nach ihrem Interesse auf Informationen zugreifen.
Die Video-Technologie ist in den USA schon weit verbreitet. Inwiefern Werber in Übersee das Klickpotenzial erkannt haben, zeigt ein Besuch auf die Webseiten Asterpix.com oder Videoclix.tv. Die Filmdatenbanken bieten einen Einblick, wo und für was solche Hypervideos bereits zum Einsatz kamen.
Kommerziell führend in diesem Geschäft ist das Software-Unternehmen Eline Technologies, das die Software Videoclix entwickelt hat, um Links in Videos zu hinterlegen. Bereits haben Kunden wie Apple, Disney und Sony ihre Filmprojekte damit verlinken lassen. Wie Eline-Chef Babak Maghfourian sagt, seien die interaktiven Werbespots im Web, was die Zugriffszahlen im Web betrifft, weit erfolgreicher als traditionelle Fernsehwerbung.
Auch in der Schweiz wird mit dem Hypervideo-Format experimentiert. Die Firma Clixmedia aus Wädenswil hat die Technologie-Lizenzen aus Übersee eingekauft und ist gegenwärtig daran, Schweizer Kunden vom Vorteil interaktiver Videos zu überzeugen. Clixmedia-Chef Tom Lanbacher sieht deshalb grosses Potenzial, weil die Internet-User nach seinen Beobachtungen ein «Entdecker-Gen» hätten und alles anklicken, was sie interessiert. Die Akzeptanz dieser Art von Werbemodell sei gegeben, weil der Betrachter unaufgefordert mit Werbung bedient wird. Der User entscheidet, ob er sie anklicken und mehr wissen will. Um Kunden von der Technologie zu überzeugen, verfasste Lanbacher kürzlich ein mehrseitiges Plädoyer für die neue Technologie. Seine Botschaft: Die neue Generation von Werbung ist unaufdringlich und trotzdem effektiv.
Ringier prüft TechnologieVon den strategischen Möglichkeiten von Hypervideos zeigt sich das Medienunternehmen Ringier sehr angetan. Die Technologie wird seit Monaten einer Tauglichkeitsprüfung unterzogen. Noch sind aber keine konkreten Projekte umgesetzt worden. Man sei immer noch in einer «internen Prototyp-Phase», so ein Mitarbeiter. Die berühmte Nasenlänge weiter ist das Werbefilm-Unternehmen Pumpkin, das einen gedrehten Werbespot zum Hypervideo aufrüsten wollte. Noch ohne Erfolg. New Media Producer Götz Hudelmaier sagt: «Wir konnten den Film nicht wie geplant katalogisieren, weil er zu schnell geschnitten ist.»
Christian Lüscher
Product Placement – Austauschen leicht gemachtNeben den neuen Verlinkungsmöglichkeiten von Videos
ist auch eine neue Form von Product Placement ein grosses Thema. Das israelische Start-up Seambi hat eine Technologie entwickelt, die es erlaubt, Werbeflächen und dreidimensionale Objekte in fertig produzierten Web-Videos einzubinden. Was heisst, dass in einer TV-Serie die Wohnstube mit einer gut sichtbaren Stehlampe von Ikea ergänzt werden kann. Oder die Cola-Dose mit einer von Pepsi ersetzt wird. Für die Werbewirtschaft sind so gut wie keine Limits gesetzt, weder beim Videoformat noch bei der Werbeeinblendung. Die Vorteile gegenüber herkömmlicher Online-Werbung ist offensichtlich: Die einmal in das Video eingesetzten Werbeflächen können schnell mit verschiedenen Werbungen versehen werden. Wie in der Fachzeitschrift W&V zu lesen ist, gilt die Technologie als «kampagnenfähig» und wird bereits vom Medienunternehmen Hubert Burda Media verwendet. Die Branche dürfte grosse Hoffnung in solche Technologien legen, weil die Ausgaben für Product Placement jährlich ansteigen. Und Webvideos sind ein gern gesehenes Angebot. Bereits die Hälfte aller User im Internet ruft mindestens einmal pro Monat solche Filmchen ab. Rund ein Viertel der User klickt gelegentlich auf Videowebsiten, so eine Studie von Universal McCann. (cl)

Kopf der Woche: Der E-Rektor

Markus Berger will als SPRI-Direktor das Profil der Schule stärken, den Turnaround schaffen und für alle Kurse auch E-Learning anbieten.

Markus Berger will als SPRI-Direktor das Profil der Schule stärken, den Turnaround schaffen und für alle Kurse auch E-Learning anbieten.
Manchmal verläuft das Leben in einem fast perfekten Kreis. Nach der Wirtschaftsmatur sollte Markus Berger auf Wunsch seiner Eltern studieren. Der Filius erlag aber lieber dem Reiz einer längeren Reise nach Amerika. Nach ein bisschen verdientem Fun and Sun nach der Matur lockte ihn an der University of Arizona ein «Sommerkurs in Public Relations». Im Flyer wurde versprochen, dass die Studenten auch Radio- und TV-Stationen besuchen würden. «Das tönte nicht nur gut, sondern war eine sehr kompetente und kompakte Einführung in alle Aspekte von PR», erinnert sich Berger heute. Sein neues Berufsziel war jedenfalls gesetzt.
Noch aus Übersee schickte er Bewerbungen an alle möglichen Agenturen in der Schweiz. Bei der BPR Communications AG in St. Gallen wollte man ihm eine Chance geben. Nach einem Abstecher zur Konkurrenz konnte er später die Agentur im Management-Buyout kaufen. Seither wirkte er 15 Jahre in seinem eigenen Geschäft und wird das Unternehmen auch nach seiner Wahl zum neuen Direktor des SPRI strategisch weiter führen. Und wieso ist der Unternehmer jetzt Schulleiter geworden?
Auch hier schliesst sich der Kreis wieder perfekt. Berger hat selber ein Studium am SPRI als eidg. dipl. PR-Berater abgeschlossen, dozierte dann seit Jahren «PR an allen möglichen Schulen» und wirkte als Verantwortlicher für Bildungsfragen im Zentralvorstand der Schweizer PR-Gesellschaft. In dieser Funktion wurde er vor zwei Jahren in den Stiftungsrat des SPRI delegiert und war so involviert in die Suche nach einem neuen Direktor. Und dabei stellte er sich die Frage: «Warum bewirbst du dich nicht gleich selber?»
Das SPRI ist ein KMU mit zwölf festen Angestellten und vielen freien Dozenten. Das Bildungsinstitut erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund vier Millionen. Diese vielschichtige Firma zu managen, ist vordergründig die wichtigste Aufgabe für Berger. «Ich muss den Betrieb der Ausbildung gewährleisten.» Als fachliches Aushängeschild des SPRI wirkt der neue Direktor auch als Studienleiter für diverse Lehrgänge. Er muss «sicherstellen, dass die Qualität der Dozenten gewährleistet ist und das Curricula der Lehrgänge stimmt». All diese operativen Verpflichtungen lassen zumindest in der aktuellen Phase noch wenig Zeit, auch «über den Alltag hinaus neue Ideen für die Zukunft einer Ausbildung am SPRI zu entwickeln». Gedanken macht sich Berger aber schon jetzt. Wohin geht das Institut? Wohin die Kommunikation als Ganzes? Welche Rolle spielt die PR künftig?
Aktuell beschäftigt Berger das Thema Vernetzung und Web-Kommunikation bereits sehr stark. Zuerst glaubten der Direktor und seine Dozenten, beispielsweise einen Spezial-Lehrgang «Writing im Internet» präsentieren zu müssen. Aber inzwischen ist man beim SPRI zur Erkenntnis gelangt: «Die Web-Kommunikation muss in jede unserer Disziplinen integriert werden, denn sie spielt überall eine Rolle.» Und genau wie bei dieser Anpassung an die aktuellste Praxis will Berger in Zukunft auch bei anderen Programmen «nicht nur reaktiv handeln, sondern proaktiv selber etwas bewegen».
Die immer schnellere Veränderung in der Medienlandschaft hat nicht sichtbar zu anderen Schülern geführt. Dafür gibt es zwei andere prägende Faktoren. Einen teilt das SPRI mit fast allen Bildungsinstitutionen. «Das ist die zunehmende Anspruchshaltung der Teilnehmenden.» Man will mit 25 Jahren schon einen grossen Titel haben, diesen auf dem kürzesten Weg machen – und dazu möglichst wenig beitragen, sei es finanziell oder zeitlich. «Man sitzt nur noch konsumierend im Schulzimmer», klagen immer mehr Dozenten. Wo Studierende früher neugierig und interessiert gelernt haben, fehlt heute vielen dieses «feu sacré», wie es Berger früher selber als Student am SPRI noch erlebt hat. «Heute muss im Unterricht alles immer farbiger und noch interaktiver sein. Die Aufmerksamkeitsspanne wird ständig kürzer. Damit gehen Seriosität und Reflexion über Themen abhanden.» Den Schulen macht das zu schaffen. Den gesellschaftlichen Trend können sie aber nur beschränkt beeinflussen. Zudem kann das SPRI kaum Schüler aus obigen Gründen abweisen. «Wir sind nicht staatlich subventioniert, also müssen wir wie alle dem Trend ein Stück weit nachgeben. Wir versuchen aber das Beste daraus zu machen, indem wir beim Zusammenstellen der Lerngruppen entsprechende Defizite korrigieren. Die interessierten Schüler können die anderen auffangen.»
Ein zweiter Trend führte zu einer Vergrösserung der Teilnehmerzahl. «Die Kommunikation ist viel mehr ins Bewusstsein gerückt. Viele träumen von einem Job in dieser vermeintlichen Glamour-Branche.» Während früher vor allem Leute mit längerer Berufserfahrung ihr Fachwissen noch mit einem Diplom dokumentieren wollten, steht heute der Wunsch nach einem solchen Diplom meistens bereits am Anfang einer Karriere. Wer aber den klassischen dualen Weg geht und vor einem eidgenössischen Abschluss auch Praxiserfahrung sammelt, der hat grössere Chancen. Das SPRI vergrössert diese noch, denn auf Grund seiner Ausbildungspläne und auch seiner 40-jährigen Erfolgsgeschichte ist es «in der privilegierten Situation, dass die rund 600 Absolventen pro Jahr meistens rasch einen guten Job finden».
Dass rund um das SPRI die Konkurrenten fast wie Pilze aus dem Boden schiessen, macht dem neuen Direktor keine Sorgen. «Die vielen Kursanbieter beleben den Markt.» Mehr aufmerksame Beobachtung will Berger der Entwicklung an den (Fach-) Hochschulen zuwenden. Auch diese bilden inzwischen Ausbildungsgänge für PR an und «produzieren jedes Semester neue Leute für den Arbeitsmarkt». Berger kennt die Situation durch «zahlreiche Blindbewerbungen», die laufend auch in seiner eigenen Agentur auf dem Pult landeten. Er glaubt sich aber mit anderen Agenturchefs einig, dass diesen Hochschulabgängern meistens die nötige Praxis fehlt. Trotzdem muss natürlich das SPRI inzwischen ebenfalls Kursmodule anbieten, bei denen man Punkte für einen Masterabschluss an einer Hochschule sammeln kann. Für diese Zertifikatslehrgänge arbeitet man in Partnerschaft mit der HWZ der Fachhochschule Zürich.
Eine wichtige Rolle wird beim SPRI in Zukunft auch das E-Learning spielen. Man lernt zuhause, wo die Studierenden zu fixen Zeiten vor ihrem Computer sitzen und mit dem Dozenten «chatten». Zudem reist man regelmässig nach Zürich, um gemeinsam in einer Klasse das Gelernte zu vertiefen. Das neue System ist vor allem beim berufsbegleitenden Studium sehr beliebt. Berger ist auch vom Erfolg überzeugt. «Beim Unterricht am Computer kann sich keiner passiv verhalten. Man muss bei jeder Frage antworten, wenn man vom Dozenten angeklickt wird.» Das SPRI will darum demnächst kommunizieren, dass die Möglichkeit zum E-Learning neu für alle Kurse von der Grundausbildung bis zum Diplomlehrgang angeboten wird. Damit ist das SPRI wieder einmal Trendsetter.
Innerhalb dieser «dynamischen Entwicklung» im Bildungsmarkt sieht es Markus Berger als eine seiner wichtigsten Aufgaben, «das Profil des SPRI weiter zu schärfen». Er will dazu die «Berufsbildungsschiene» stärken und aufzeigen, dass ein eidgenössischer Abschluss seinen Wert hat. Auch wenn es nicht mehr so sexy wirke, «eidg. dipl.» zu sein und «Master» für viele weltmännischer tönt, ist Markus Berger überzeugt, dass die Absolventen des PR-Berater-Lehrgangs immer noch «die beste PR-Ausbildung geniessen» und in der Schweizer Wirtschaft entsprechend hoch willkommen sind.
Andreas Panzeri

1 Chance, 50 Leute

TV-Spot Die Londoner Werbeagentur Wieden + Kennedy realisierte im Auftrag von Honda den ersten Live-Spot Grossbritanniens.

 
TV-Spot Die Londoner Werbeagentur Wieden + Kennedy realisierte im Auftrag von Honda den ersten Live-Spot Grossbritanniens. 
Es dürfte in mancher Hinsicht eine Premiere gewesen sein, was das Honda-Team von Wieden + Kennedy (WK), London, für den 1. Juni 2008 auf die Beine gestellt hat oder besser gesagt, abheben liess: «Jump» war der erste live auf dem britischen Sender Channel 4 ausgestrahlte TV-Spot. Und was zu sehen war, war nicht minder spektakulär: Während dem freien Fall aus luftigen Höhen verkoppelten sich Fallschirmspringerinnen und ihre Kollegen zur Buchstabenfolge H, O, N, D und A. Ansonsten gab es keinen Hinweis auf den Auftraggeber.Um dieses ambitiöse wie riskante Unterfangen zu realisieren, bedurfte es eines Jahres Planung. Jedes erdenkliche Szenario wurde zu Papier gebracht. Jede Eventualität wurde in Betracht gezogen, nichts dem Zufall überlassen. Wie in einem gigantischen Ballet musste jede Bewegung choreografiert und berechnet werden, damit sie auch sitzt, wenn es schliesslich ernst gilt.
«Wir haben ein Team der besten Fallschirmspringer der Welt zusammengestellt», verrät BJ Worth, Koordinator für Stunts in der Luft, auf dem Blog www.difficultisworthdoing.typepad.com. Die meisten von ihnen haben weit über 10’000 Sprünge hinter sich und schätzen die Herausforderung, die ihnen der Dreh für den neuen Honda Accord abringt. «Für Honda war es nicht einfach zu entscheiden, was in das neue Modell gehört und was nicht», erklärt Tony Davidson, Creative Director bei Wieden + Kennedy. «Diese Spannung gehört gewissermassen zur DNA von Honda.» Und die sollte in dem komplexen Dreh widergespiegelt werden.
Minutiöse Vorbereitungen«Wenn man das tägliche Brot der Honda-Ingenieure in einem Satz zusammenfassen müsste, so hiesse der ‘difficult is worth doing – es lohnt sich, etwas Schwieriges zu machen’», sagt Kim Papworth, CD bei WK. Für die Protagonisten des Spots bedeutete dies nach den Skizzen von BJ Worth so genannte «dirt dives» zu üben. Die Formationen wurden zuerst auf dem Boden tanzend geprobt und anschliessend auf Rollbrettern liegend, damit die verschiedenen Drehungen und Wendungen blind ausgeführt werden konnten.
«Wir hatten eine Chance, zwei Flugzeuge und fünfzig Leute, die sprangen», erinnert sich Worth. Verfolgt wurden die verschiedenen Formationen von sieben Kameras, eine davon in einem Helikopter, eine andere trug Tom Sanders auf seinem Helm: «Sie ist sehr schwer. Das ist besonders heikel beim Ausstieg aus dem Flugzeug und später bei der Landung. Es gibt nur wenige Leute, die dies machen, und das hat einen Grund.»
Nebst dem live gesendeten Spot aus Spanien gibt es noch eine geschliffene Variante der TV-Werbung, in der nicht der Name von Honda, sondern ein Steuerrad, eine Federspirale und eine Heck-Kamera von 50 Springern konstruiert wurden. Verfolgt wird diese aussergewöhnliche Darbietung von einem Herrn, der in einem schnittigen Honda Accord angebraust kommt und zum Schluss lakonisch meint: «What’s next?» Ja, was kommt wohl als nächstes?
Der Honda-«Jump»-Spot und mehr Infos im Internet unter der Adresse www.difficultisworthdoing.typepad.com.
Marc Bodmer

Infos für Praktiker

Papier UPM bringt zur Drupa 2008 eine neue Broschüre mit Hintergrundinformationen zu seinen Bogenoffsetpapieren heraus.

 
Papier UPM bringt zur Drupa 2008 eine neue Broschüre mit Hintergrundinformationen zu seinen Bogenoffsetpapieren heraus.  
Papiere von UPM durchlaufen strenge Qualitätskontrollen während der gesamten Herstellung. Die Prüfmethoden zu kennen und die technischen Messwerte einordnen zu können, ist auch für Papiereinkäufer und Drucker ein grosser Vorteil beim Vergleich unterschiedlicher Papierqualitäten. Begriffe verständlich erläutertIn der neuen Broschüre «Papierprüfung und Papierauswahl» erklärt UPM die wichtigsten Grundeigenschaften von Bogenoffsetpapieren und relevanten Prüfmethoden. Begriffe wie Farbort oder Normlichtarten werden ebenfalls erläutert wie Methoden zur Kontrolle von Mottling, Wegschlagverhalten und Falzbruch. UPB gibt in der Broschüre ausserdem Praxistipps zur Papierauswahl und -bestellung und liefert drucktechnische Informationen zu den holzfreien gestrichenen und ungestrichenen Sorten UPM Finesse und UPM Fine. Die Broschüre ist die erste Ausgabe der neuen Serie «Printing and Paper Fact Books» mit technischen Hintergrundinformationen zu Bogenoffsetpapieren.
 
Die Broschüre ist in Deutsch und Englisch verfügbar unter der Internetadresse [email protected]. (sf)

Tangram gewinnt neue Kunden

Die Agentur Tangram freut sich über Zuwachs in ihrem Kunden-Portfolio. Sie konnte drei neue Mandate aus unterschiedlichen Branchen für sich gewinnen.

 Die Agentur Tangram mit Sitz in Zürich und Vaduz freut sich über Zuwachs in ihrem Kunden-Portfolio. Sie konnte drei neue Mandate aus unterschiedlichen Branchen für sich gewinnen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Für das international tätige und auf Balanced Scorecard spezialisierte Software-Unternehmen Procos wird die Agentur für Markenentwicklung verantwortlich zeichnen. Ebenfalls im Bereich Branding ist das Mandat des Kunden Econorm anzusiedeln. Der Spezialist für das Entspiegeln von Luxus-Uhrengläsern vertraut auf die Dienste der Agentur. Schliesslich wird Tangram für die Liechtenstein Musical Company sämtliche Kommunikationsmittel zur Bewerbung ihrer Bühnenproduktionen entwickeln und umsetzen.

Sicher muss nicht teuer sein

Versicherungen Contexta zeigt: Die Basler Versicherungen sparen für den Kunden, aber nicht bei der Werbung.

 
Versicherungen Contexta zeigt: Die Basler Versicherungen sparen für den Kunden, aber nicht bei der Werbung. 
Die Basler Autoversicherungen sind preiswerter, als man denkt, ja sogar preiswerter als die Konkurrenz – laut Statistik bis zu 30 Prozent. Um diese Tatsache zu kommunizieren und zugleich eine Imagekorrektur vorzunehmen, haben die Basler Versicherungen die Berner Contexta damit beauftragt, eine Verkaufsförderungs-Kampagne zu entwickeln. In deren Zentrum steht eine ebenso klare wie sympathische Aussage, die von viel Verständnis der Basler für die wahren Bedürfnisse der Versicherten zeugt: «Sparen Sie nicht beim Auto. Sparen Sie bei der Autoversicherung.»Die Sujets funktionieren immer mit einer direkten und kostenlosen Response-Möglichkeit, sollen doch möglichst viele dazu gebracht werden, sich eine persönliche Offerte bei ihrem Basler Versicherungsberater machen zu lassen.
Damit die Kampagne für das gewünschte Aufsehen sorgt, hat Contexta um CD Moritz Staehelin die Kernbotschaft mit einer zusätzlichen Prise Humor gewürzt. Im Print, indem sie an Stelle von Traumautos günstige bis schrottreife Autos zeigt. Im Radiospot, indem sie die Verkehrsmeldungen parodiert. Und im Ambient Marketing schliesslich, indem sie die Kernbotschaft dem jeweiligen Werbeumfeld anpasst und ganz ohne Bild verwendet, so zum Beispiel auf Benzin-Zapfhähnen an Grosstankstellen in der ganzen Schweiz.
Andreas Panzeri

Masciadri: Republica übernimmt Bereich Communication & Design

Die Agentur Masciadri übergibt den Bereich Communication & Design an die Berner Kommunikationsagentur Republica. Geschäftsführer Peter Masciadri konzentriert sich ab 1. Juli 2008 auf die strategische Beratung und auf seine Lehrtätigkeiten.

 Die Agentur Masciadri übergibt den Bereich Communication & Design an die Berner Kommunikationsagentur Republica. Geschäftsführer Peter Masciadri konzentriert sich ab 1. Juli 2008 auf die strategische Beratung und auf seine Lehrtätigkeiten an der Universität St. Gallen und an der Hochschule Luzern.Republica beabsichtige, verschiedenen Mitarbeitenden von Masciadri eine Festanstellung zu offerieren, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Peter Masciadri wird Republica im Bereich Strategie-Beratung und Branding unterstützen. Ausserdem wird er Verwaltungsrat der Berner Agentur.
Republica beschäftigt zur Zeit 22 Mitarbeitende und unterstützt Unternehmen und Marken in den Bereichen Corporate Identity, Werbung, Public Relations, Internet und Events. Inhaber der Agentur sind Barbara Trachsel (CEO), Chris Morgan (CD) und Re Wilk (CD).

«Die P muss jetzt aufpassen»

Vermarktung Anfang Jahr gab es heftige Turbulenzen zwischen der Basler Zeitung Medien (BZM) und ihrer Minderheitsaktionärin PubliGroupe. BaZ-Verleger Matthias Hagemann stand der Werbewoche Red und Antwort.

 
Vermarktung Anfang Jahr gab es heftige Turbulenzen zwischen der Basler Zeitung Medien (BZM) und ihrer Minderheitsaktionärin PubliGroupe. BaZ-Verleger Matthias Hagemann stand der Werbewoche Red und Antwort. 
WW: Die BaZ betreibt mitten in der Basler Euro-Fanzone eine Public-Viewing-Tribüne. Haben Sie dort das Eröffnungsspiel mitverfolgt?Matthias Hagemann: Nein, da unser Unternehmen lokaler Medienpartner ist, hatte ich das Glück, mit meinem Sohn das Spiel Schweiz-Tschechien im St. Jakob-Park erleben zu können.
Just zur Euro reduzierten Sie die BaZ von fünf auf drei Bünde. Warum dünnten Sie das Blatt ausgerechnet jetzt, wo soviel internationales Publikum hier ist?Das ist keine Ausdünnung, sondern eine Umstellung: Der erste Bund ist der Euro gewidmet. Damit wollen wir all jene abholen, denen die Euro das Wichtigste ist. Wer sich nicht dafür interessiert, kann den ersten Bund weglegen und hat dann eine Euro-freie BaZ. Diese wurde deshalb aber nicht dünner.
Eine Reduktion erfährt die BZM aber bei PresseTV: Mit der neuen Kooperation zwischen SF und Verlegerfernsehen wird Ihr Fussballtalk ab 2009 ersatzlos gestrichen. Was bedeutet das für die BZM?SF und PTV haben sich nach längerem Hin und Her wieder gefunden, so dass es für uns Sinn macht, die Sendung BaZ-Standpunkt weiter zu führen. Die bescheidenen TV-Aktivitäten sind für uns allerdings kein Drama, denn wir werden künftig vermehrt Bewegtbilder über Online machen.
Denken Sie dabei an die Internetplattform, die Sie mit Tamedia betreiben?Das ist nur ein Teil der Aktivitäten, die wir entfalten wollen. Wir berichten schon jetzt auf baz.ch mit Videos über FCB-Pressekonferenzen oder von der Fasnacht. Das wird jeweils sofort genutzt. Wir wollen das lokale Angebot in Zukunft massiv ausbauen.
Kein Ausstieg aus dem TV-Business also?Nein. Man sprach früher viel von Konvergenz, ohne zu wissen, wie sie konkret aussehen könnte. Nun zeichnet sich ab, dass uns Online nicht nur Ärger verursacht, weil es an unseren Margen knabbert, sondern dass es auch neue Chancen eröffnet – eben in Richtung Konvergenz, deren Konturen nun sichtbar werden.
Reduktion zum Dritten: Bei der BZM steht Ende Juni der Jahresabschluss an. Ich vermute, das Ergebnis wird diesmal gegenüber 2006/07 reduziert ausfallen – wegen des Wechsels in die Eigenregie und weil die PubliGroupe offenbar Geld zurückhält.(lacht) Der Jahresabschluss enthält tatsächlich verschiedene Unwägbarkeiten. Wir wussten, dass die Eigenregie ein riesiges Projekt mit bedeutenden unternehmerischen Risiken sein würde. Umgekehrt haben wir damit auf dem Markt Erfolg. Verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode haben wir Monat für Monat deutliche Mehreinnahmen. Auch der Marktanteil verschiebt sich klar von der Publicitas zu uns. Trotzdem rechne ich für 2007/08 mit einem Übergangsjahr, nicht zuletzt wegen des sehr befremdlichen Verhaltens der PubliGroupe im zweiten Semester 2007 und im ersten Semester 2008.
Im März warfen Sie der P vor, sie halte das Januargeld von 2,5 Millionen Franken zurück. Wie steht es damit?Nach über 100 Tagen wurde das Januargeld schliesslich bezahlt, insofern ist das gelöst. Wir führten Gespräche mit der PubliGroupe-Spitze. Doch wir haben den Eindruck, dass diese unseren Wechsel in die Eigenregie im Grunde nach wie vor nicht akzeptiert, obwohl das entsprechende Übereinkommen vor über einem Jahr unterzeichnet wurde.
Fliesst das Geld nun regelmässig?Es fliesst grösstenteils und nach den vereinbarten Fristen. Es gibt noch Ausstände.
Worin besteht denn das Problem?Die P erzählt viel im Markt herum. Die Frage ist, was wirklich dran ist. Sie behauptet zum Beispiel, wir träten mit Dumping-Angeboten auf. Das ist nicht wahr. Die Beispiele, die man uns auf Nachfrage hin vorgelegt hat, waren nicht stichhaltig. Richtig ist, dass wir seit Anfang Jahr einen neuen Inseratetarif haben und dass wir einzelne Preise, die bisher zu hoch waren, tiefer ansetzten. Die so genannten Dumping-Angebote stellen sich somit als Tarifangebote heraus.
…die auch die P im Markt anbieten kann?Ja. Wir verhalten uns vertragskonform.
Sie erwägten gegen die P eine Zivilklage.Wir liessen uns vom Verwaltungsrat die Ermächtigung geben, sofort zu klagen, falls die P nochmals Geld zurückbehält. Die noch offenen Beträge dienen gemäss P der Bereinigung gewisser Differenzen. Man kann sich streiten, ob dies gerechtfertigt ist. Die P muss jetzt aufpassen, dass sie nicht zu weit geht.
Auch eine Klage bei der Wettbewerbskommission (Weko) war ein Thema.Die Weko war aktuell, als die P die Konto-Bonifikation einführte, ohne uns zu informieren. Aber die P versprach ja dann öffentlich Besserung und hat nun offenbar damit aufgehört.
Zweifeln Sie daran?Mein Vertrauen in diesen einst so soliden Partner ist durch die angesprochenen Vorgänge arg angeschlagen.
Brachte der Amtsantritt von Thomas Bargetzi als CEO von Media Sales Schweiz kein Tauwetter?Mit Herrn Bargetzi habe ich nicht direkt zu tun. Für mich geht es im Kern um die Frage, ob die oberste P-Spitze unsere Eigenregie und damit die Existenz der freien Marktwirtschaft akzeptiert. Oder ob sie uns irgendwie zu Fall zu bringen will.
War der 37-Prozent-Anteil, den die PubliGroupe bei der BZM hält, im letzten halben Jahr im VR mal ein Thema?Nein, nie.
Zurück zum Jahresabschluss: Wie schätzen Sie die Entwicklung des ganzen Unternehmens ein?Da noch die Zahlen von Mai und Juni fehlen, ist eine Bilanz schwierig. In den Druckbetrieben der Birkhäuser+GBC AG werden wir aber einen brillanten Abschluss mit rund 120 Millionen Umsatz und einem schönen Gewinn haben. Diesbezüglich sind wir vermutlich schweizweit an der Spitze. Im Verlag werden wir hingegen trotz der bereits erfolgreichen Eigenregie aus den genannten Gründen sowie wegen diversen Investitionsprojekten, etwa News, eher verhalten abschneiden.
Welches Fazit ziehen Sie vom ersten News-Semester?News ist sehr gut gemacht. Doch noch ist offen, ob es sich durchsetzen wird und ob es sich auch budgetkonform verhält. Ein sekundäres Ziel haben wir allerdings erreicht, nämlich .ch ins Sandwich zu nehmen.
Wie beurteilen Sie die weitere Entwicklung der BZM? Ich denke, dass sich die Geschehnisse an den Finanzmärkten und die Teuerung als Konjukturabschwächung niederschlagen werden. Das ist das Thema, mit dem ich mich derzeit am meisten befasse – neben den Problemen mit der P. Doch damit sind wir nicht allein. Wir haben zwar einige grosse Projekte: News ist eines, die OnlinePlattform ein zweites, und die Eigenregie ist das Grösste. Doch bei einer Abschwächung gehen die Stellenanzeigen zurück, was dann für alle Verlage eine Herausforderung wird. Wir werden unsere Herausforderungen meistern, und ich bin gespannt, wie dies bei jenen sein wird, die Sonntagsausgaben machten oder planen.
Denken Sie also nicht über ein eigenes Sonntagsprojekt nach? Obwohl der Sonntag aus dem Hause AZ Medien nach Basel kommt?Der Sonntag findet in Basel schon seit Jahrhunderten statt, mit Peter Wanners Sonntag wird sich deswegen nicht viel ändern. Im Ernst: Sein Blatt ist gut gemacht. Doch wir sind der Überzeugung, dass es schwer rentabel gemacht werden kann. Zwar sagte Peter Wanner in der eigenen Zeitung, der Sonntag schreibe schwarze Zahlen, wenn man ihm die Hälfte der Stellenanzeigen anrechne. Somit ist der Sonntag möglicherweise nicht in den schwarzen Zahlen. Denn die Stellenanzeigen hatte Peter Wanner schon, als er nur sechs Ausgaben machte. Jetzt macht er sieben mit entsprechenden Mehrkosten, und um diese zu decken, benötigt er Geld, das er vorher schon hatte. Unter dem Strich bleibt ihm also wahrscheinlich weniger. So lange das so ist, ist eine Sonntagsausgabe für uns kein Thema. Abgesehen davon, dass auch unsere Leser bisher keine wünschten, wie eine Umfrage zeigte. Sollte sich aber abzeichnen, dass der Sonntag nicht nur für die drei Grossen, sondern auch für die anderen ein Geschäft wird, wirds auch für uns interessant.
Herr Wanner machte Ihnen kürzlich einmal mehr ein Kooperationsangebot, das Sie erneut ausschlugen. Warum bleiben diese Fronten so verhärtet?Das ist ganz einfach: Vor seinem Einstieg bei der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) sagten wir ihm: Peter, du kannst wählen, mit wem du in der Nordwestschweiz zusammenarbeiten willst. Er hat gewählt und mittlerweile die bz übernommen, die er von der P vermarkten lässt. Dadurch besteht nun ein Interessenskonflikt, welcher eine Zusammenarbeit ausschliesst. Persönlich verstehen wir uns aber gut.
Sie arbeiten nun umso intensiver mit Tamedia zusammen, obwohl deren Verhalten bisher dem von Wanner ähnlich war: Wer mit ihnen kooperiert, wird geschluckt.(lacht) Das sehe ich anders. Zwar tickt Peter Wanner bis jetzt leider tatsächlich so, und ich denke, dass dies bei der bz auch seine Übungsanlage war. Bei Tamedia haben wir jedoch nicht denselben Eindruck. Aus zwei Gründen: Erstens offeriert sie uns operativ sinnvolle Projekte. Und zweitens entstand das Vertrauen, dass es ihr um eine echte Zusammenarbeit geht, ohne Übernahmeabsicht. Doch wir sind uns natürlich bewusst, dass Tamedia das mächtigste Unternehmen im Schweizer Zeitungsmarkt ist und über enorme finanzielle Power verfügt.
Interview: Markus Knöpfli
 
 
 
>> dies sagt die PubliGroupe zum Zwist mit der Basler Zeitung: «Erhebliche Differenzen»
 
 
 
Mögliche weitere Keymedia-BürosDie BZM-eigene Vermittlerin Keymedia und die BaZ-Tochter BZM Werbe AG
haben kürzlich Büros in Aarau und Bern eröffnet. Anzunehmen ist, dass bald eines in Zürich folgt. Und vielleicht auch anderswo. Roland Steffen, Leiter Verlage bei der BZM, will sich nicht in die Karten blicken lassen. «Wir sind offen und beobachten die Märkte», sagt er. Doch mit den Verkaufsbüros in Basel, Liestal, Bern und Aarau sei man derzeit gut aufgestellt. «Ob weitere dazu kommen, werden die Marktgegebenheiten und die Konjunkturentwicklung zeigen.»In Bern wird das Keymedia-Büro
von Michael Seiler, dem ehemaligen Anzeigenleiter der Berner Zeitung, geführt. Beginnt die BZM nun, Tamedia zu provozieren? «Natürlich nicht», sagt Steffen. Man wolle nur «die Fähigkeiten und Beziehungen unserer Mitarbeiter bestmöglich zur Umsetzung der eigenen Strategie einsetzen». Provokationen würden dem BZM-Credo nicht entsprechen. (mk)

Stöhlker gründet Tochtergesellschaft in St. Petersburg

Die Agentur Klaus J. Stöhlker hat eine Tochtergesellschaft in St. Petersburg gegründet. Die Firma Stöhlker LLC wird russische Unternehmen darin unterstützen, ihre Interessen in Westeuropa wahrzunehmen.

 Die Klaus J. Stöhlker AG reagiert auf die zunehmende Nachfrage nach Öffentlichkeitsarbeit aus Russland. Die PR-Agentur hat in St. Petersburg eine Tochtergesellschaft gegründet, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
 
Die neu gegründete Firma Stöhlker LLC in St. Petersburg werde russische Unternehmen unterstützen, ihre Interessen in Westeuropa wahrzunehmen, schreibt die Agentur. Bisher erledigte sie diese Aufgabe in den Niederlassungen in Zollikon und Berlin.
 
Geschäftsführer der Tochtergesellschaft in Russland ist der 38-jährige Fidel Stöhlker, während sein 34-jähriger Bruder Raoul Stöhlker für die Niederlassung in Berlin verantwortlich zeichnet. Als geschäftsführende Partner leiten die beiden Brüder gemeinsam die Klaus J. Stöhlker AG in Zollikon.

Überdimensionale Fussballer im HB

Fussball Aufmarsch der Giganten im Zürcher Hauptbahnhof: Neun überdimensionale Spieler verschiedener Mannschaften beherrschen während der EM die Bahnhofshalle - für Adidas.

 
Fussball
Seit Beginn des Fussball Europameisterschaft sind im Zürcher Hauptbahnhof elf 17 Meter hohe Fussballstars aus neun Nationen zu bestaunen. Entwickelt hat die Kampagne TBWA\Berlin in Zusammenarbeit mit Adidas. Die Installation am Zürcher Hauptbahnhof ist Teil der aktuellen Kampagne für Adidas.

Fabienne Pfammatter übernimmt Moderation von «Horizonte»

Für die Sendung «Leben live» hat bald die letzte Stunde geschlagen, nicht aber für Moderatorin Fabienne Pfammatter: Sie wird die Moderation von «Horizonte» übernehmen.

 
Ihre Sendung «Leben live» wird am 4. Juli begraben – für Moderatorin Fabienne Pfammatter aber hat die letzte TV-Stunde noch nicht geschlagen: Wie die Fernseh-Magazine Tele und TV-Star in ihren neusten Ausgaben berichten, moderiert Pfammatter bald die Sendung «Horizonte» am Sonntagnachmittag. Die bisherige Moderatorin Michèle Sauvain wird künftig nur noch im Hintergrund wirken und den Einkauf von Dokumentationen verantworten, die unter anderem im Rahmen von «Horizonte» ausgestrahlt werden.

Mission Possible im grossen Apfel

Fotografie In New York hat das 1. Internationale Foto-Festival NYPH08 Trends gezeigt. Unsere Fotografin war vor Ort.

 
Fotografie In New York hat das 1. Internationale Foto-Festival NYPH08 Trends gezeigt. Unsere Fotografin war vor Ort. 
Die Fotografie ist eines der präsentesten Medien unserer Zeit. In den USA wurde diesem Umstand bisher wenig Rechnung getragen. In New York, der Heimat vieler leidenschaftlicher und einflussreicher Fotografen, hat man dieses Manko jetzt endlich korrigiert.
In Dumbo, einem hübschen Quartier in Brooklyn mit ausgedienten Fabrikbauten, am Ufer des East River gleich zwischen der Brooklyn- und der Manhattan-Brücke, fand das 1. Internationale New Yorker Foto-Festival NYPH08 statt. Kuratiert wurde es unter anderen vom Magnum-Fotografen Martin Parr und der Bildredaktorin Kathy Ryan vom New York Times Magazine. Sie schafften eigenständige Zusammenstellungen von Werken internationaler Fotografen. Im Mittelpunkt stand die Zukunft der Fotografie und das Entdecken neuer, frecher und emotioneller Bildsprachen.
Es gab viele bekannte Namen, Alexandra Boulat zum Beispiel. Die letztes Jahr verstorbene Reportagefotografin war mit ihren eindrücklichen Arbeiten aus dem fernen Osten vertreten. Horacio Salinas, der verrückte Still-Life-Fotograf aus New York, war mit seinen geplatzten Autoreifen dabei. Wassink Lundgren mit «Empty bottles». Das niederländische Duo platzierte auf den Strassen Chinas Plastikflaschen und fotografierte die Leute dabei, wie sie die Objekte wieder aufhoben.
Das Festival machte mit solchen Ideen ausgesprochen viel Spass und hat weit über hunderttausend Besucher angelockt. Die NYPH findet im nächsten Jahr zum zweiten Mal statt: same town, same place.
Iris Stutz
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