Erhebliche Differenzen

PubliGroupe Im Streit mit der Basler Zeitung Medien bleibt die PubliGroupe vage. Doch unterschwellig wiederholt sie ihre Vorwürfe an die BZM.

 
PubliGroupe Im Streit mit der Basler Zeitung Medien bleibt die PubliGroupe vage. Doch unterschwellig wiederholt sie ihre Vorwürfe an die BZM. 
2,5 Millionen Franken habe die P Basel im Januar zurück behalten – Geld, das eigentlich der BZM zugestanden hätte. So lautete der Vorwurf an PubliGroupe, den BaZ-Verleger Matthias Hagemann im März via persoenlich.com verbreitete. Umgekehrt hielt Thomas Bargetzi, CEO von Media Sales Schweiz, damals der BZM vor, sie trete am Markt mit Dumping-Angeboten auf.«Anlaufschwierigkeiten»In wenigen Tagen trennen sich die beiden Parteien räumlich voneinander (siehe Kasten). Die Werbewoche wollte deshalb beide Seiten zur aktuellen Situation befragen. Bargetzi zog jedoch die schriftliche Beantwortung vor. Dabei ging er mit keinem Wort auf den Betrag von 2,5 Millionen Franken ein. Er bestätigte lediglich, dass es nach dem Wechsel der BZM in die Eigenregie «zwischen der BaZ und Publicitas zu Anlaufschwierigkeiten» gekommen sei – trotz des seit Jahren geltenden und standardisierten Vorgehens bei der Abwicklung. Dabei habe die P wie angeblich üblich nur «einen tiefen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes» zurückbehalten. Indirekt stellt er somit die Höhe des von Hagemann genannten Betrages in Abrede.
Thomas Bargetzi erklärte das Abwicklungsprozedere mit folgenden Worten: «Publicitas kontrolliert routinemässig alle erschienenen Inserate bezüglich Grösse, Farbigkeit, Platzierung etc. Sie werden der Rechnungsstellung an den Kunden und der Rechnungsstellung des Verlegers an die Publicitas gegenübergestellt. Bei dieser Qualitätskontrolle kam eine erhebliche Anzahl von Differenzen zutage. Bis zur Richtigstellung respektive Bereinigung dieser Differenzen hält die Publicitas im Interesse der Kunden wie immer eine tiefe Summe zurück. Es handelt sich dabei um einen tiefen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes, der die Differenzsumme nur zum Teil deckt. Der Prozess für die Beseitigung der Differenzen läuft beim Baslerstab und seit kurzem auch bei der BaZ sehr positiv, so dass wir davon ausgehen, dass die Publicitas in absehbarer Zeit keine diesbezüglichen Rückstellungen mehr vorzunehmen braucht.»
Zu den seinerzeitigen, pauschalen Dumping-Vorwürfen an die BZM-Adresse mochte er sich weiterhin nicht konkret äussern. Allerdings tönt er an, dass offenbar noch nicht alles zum Besten steht. Hier die Antwort: «Gleichlange Spiesse sind eine elementare Voraussetzung für ein konstruktives Nebeneinander. Publicitas wird alles unternehmen, dass dieser Umstand möglichst schnell erreicht werden kann. Darum ziehen wir es vor, dieses Thema direkt mit der BaZ und nicht über die Medien zu klären.»
Markus Knöpfli
Die P Basel zieht an den BahnhofVor drei Jahren zog die P Basel zur BZM
ans Ufer des Flusses Wiese. Damit wollte man damals die gegenseitige Partnerschaft unterstreichen. Doch schon bald kam es zum Streit, weshalb die P Basel nun wieder auszieht – an zwei neue Standorte in Basel. Ab dem 16. Juni ist sie zum einen an der Kornhausgasse 5/7 zu finden, ferner an der Nauenstrasse 30, in einem ehemaligen Post-Schalter im Bahnhofsgebäude. «An dieser sehr zentralen Lage werden wir vor allem unsere lokalen Direktkunden in Print und anderen Medien beraten», schreibt Thomas Bargetzi, CEO Media Sales Schweiz. An der Kornhausgasse entstehe hingegen ein Allmedia-Haus, wo das Know-how aller spezialisierten Publicitas-Units Publimedia, Publimag, Cinecom, Publiconnect und der Publicitas selbst unter einem Dach zusammengeführt würden. Dort werde dann «die von den Kunden stark nachgefragte Allmediakompetenz» entwickelt. Zudem werde die Verkaufsmannschaft mit einem Verkaufsleiter und einer weiteren Verkäuferin aufgestockt. Bargetzi: «Mit der Eröffnung von gleich zwei Geschäftsstellen unterstreicht die Publicitas die strategische Bedeutung des Standorts Basel.» (mk)

Zum Geburtstag was Selbstgemachtes

Radio Das alternative Lokalradio LoRa wird 25 Jahre alt. Zum Jubiläum spendiert Publicis ganz unkommerziell ein Gratisplakat.

 
Radio Das alternative Lokalradio LoRa wird 25 Jahre alt. Zum Jubiläum spendiert Publicis ganz unkommerziell ein Gratisplakat. Darauf ist – in Anspielung auf die Machart des Senders – ein selbstgemachtes Radiogerät zu sehen.

Blosser Luxus

Kolumne René Worni über Gratis- Qualitätsjournalismus.

 
René Worni über Gratis-Qualitätsjournalismus. 
Kurz nach Erscheinen dieser Ausgabe der Werbewoche will die deutsche Journaille an der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche in Hamburg zusammentreten, um «die Innenausstattung und die Qualität» des deutschen Journalismus auszuloten. Die Versammelten (darunter über 100 Referenten) wollen die journalistische Recherche «als Instrument zur Verbesserung aller journalistischen Genres» hochleben lassen. Das kommt nicht von ungefähr. Die deutschen Journalisten reagieren damit auf die offenbar katalytische Wirkung von «Flat Earth News», einem jüngst in England erschienenen Rundumschlag gegen die britischen Medien von Guardian-Sonderkorrespondent Nick Davies. Darin stellt er fest, dass Journalisten im «professionellen Käfig» ihrer «Nachrichtenfabriken» gefangen, nur noch Agenturmeldungen umschreiben würden, ohne selber nachzuforschen. Sechzig Prozent von über 2000 für Davies’ Buch analysierten Berichten aus Grossbritanniens Qualitätsblättern (Guardian, Independent, Daily Telegraph, Times etc.) bestünden praktisch aus PR-Material. Nur zwölf Prozent der Stories seien auch recherchiert. «Das Grundproblem ist, dass eine kommerzielle Logik die journalistische abgelöst hat», meint Nick Davies.
In Amerika gehen die gebeutelten Verlage einen Schritt weiter. Denn internationale Berichterstattung und investigative Recherchen gelten dort vermehrt als Luxus, den man sich nicht mehr leisten will und kann.
Ex-WSJ-Chefredaktor Paul Steiger hat deshalb das Projekt Pro Publica gelauncht. Es widmet sich ausschliesslich investigativer Recherche und wird von zwei Milliardären finanziert (siehe Seite 16). Damit bleiben diese Stories – empfindlicher Schönheitsfehler – von der Wertschöpfungskette und damit von der verlegerischen Verantwortung abgekoppelt. Dann kann man nur noch von «Gratis-Qualitätsjournalismus» sprechen und unterminiert so seine Wertigkeit.
Solches müsste hiesige Verleger nachdenklich stimmen. Wie lange es wohl noch geht, bis in Zeiten von forciertem Gratis-Content die Erlösmodelle zusammenbrechen und private Sponsoren auch bei uns in die Bresche springen müssen?
René Worni, Redaktor

Schawi, bleib bei deinen Quoten

Kolumne Ein Geburtstagsgruss an den Radiopionier mit der Bitte, er möge sich künftig doch besser auf die Kernkompetenzen beschränken. Von Oliver Classen.

 
Kolumne Ein Geburtstagsgruss an den Radiopionier mit der Bitte, er möge sich künftig doch besser auf die Kernkompetenzen beschränken. Von Oliver Classen. 
Nach deutschen Telenovelas und Moritz Leuenbergers Psyche analysiert Tausendsassa «Roschee» nun auch die Schweizer Medienkritik – und verwechselt dabei einmal mehr (Selbst-)Marketing mit Journalismus.Schuster, bleib’ bei deinen Leisten: Roger Schawinski hält sich für eine Vox Populi und ist bekennender Berlin-Fan. (Diese Warnung des deutschen Volksmunds ignoriert er aber seit jeher geflissentlich.) In seinem Hausorgan Persönlich hat sich Mister Forever Young, der diese Woche immerhin seinen 63. Geburtstag feiert und seit einigen Monaten Radio für Erwachsene zu machen vorgibt, dieser Tage zu einer Bestandesaufnahme des Schweizer Medienjournalismus verstiegen. Herausgekommen ist eine mit Anekdötchen und persönlichen Abrechnungen gespickte Grabrede auf dem Reflexionsniveau jener Gratispresse, die er für so «gesichtslos und uninspiriert» hält, dass sie nicht zum Gegenstand von Medienkritik taugt. Womit wir auch schon beim ersten Grundmissverständnis sind: Medienjournalisten besprechen wohl gelegentlich Medieninhalte, betätigen sich also auch als Medienkritiker. Ungleich wichtiger ist jedoch ein Medienjournalismus, der sich als Metaressort im Sinne einer internen Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Kultur begreift und seine Aufgabe darin sieht, (als quasi fünfte) der vierten Gewalt in unserer Demokratie auf die Finger zu sehen und zu klopfen.
Hier zu Lande wird diese anspruchsvolle Form und Funktion derzeit nur von der NZZ gepflegt. Dafür wurde dem zuständigen Redaktor Rainer Stadler kürzlich zu Recht der Zürcher Journalistenpreis zugesprochen. Schawinski deutet diese Geste als «Schwanengesang auf eine früher florierende Gattung». Zum Beweis führt er an, dass im Nordkanton mehrere Qualitätsblätter tägliche Medienseiten führen – wohl wissend, dass der deutsche Markt mehr als zwanzigmal grösser ist, auch was seriösen Medienjournalismus betrifft. Wohlgemerkt: Dieser hinkende Vergleich entbindet Tagi & Co. nicht von ihrer publizistischen Pflicht, von punktuellen, People orientierten Medienstories (gerne z. B. über Schawi) wieder zurück zu einem kontinuierlichen und kompetenten Medien-Monitoring zu finden. Denn Konkurrenz belebt in diesem Fall nicht nur das selbstreflexive Geschäft, sondern bringt wechselseitige Kontrolle und mittelfristig auch höhere Branchenstandards.
Zum Schluss seines Elaborats verteilt der Marathonmeinungsmann dann noch die üblichen Rosen und Kakteen. Sein Bashing der hervorragenden Medienseite der Süddeutschen Zeitung basiert dabei auf ebenso privaten Motiven («ein bösartiger Artikel des Ressortchefs») wie das Lob von Kurt W. Zimmermann als «Schweizer Bannerträger der Zunft». Keine Frage, bis zu seinem Seitenwechsel war Zimmermann ein ernstzunehmender Journalist mit dem hier zu Lande seltenen Killerinstinkt für gute Geschichten. Auch die Kolumne des jetzigen Beraters in der Weltwoche – für die Schawinski bekanntlich selber Interviews führt – sind häufig genüssliche Tramlektüre, von relevantem Medienjournalismus aber etwa gleich weit entfernt wie Roger Köppel von professioneller Objektivität.
Kurzum: Der beste, weil glaubwürdigste Medienjournalismus kommt nach wie vor von einfachen Journalisten – und nicht von Medienunternehmern und/oder deren Einflüsterern. Denn die Grenze zwischen Marketing und Journalismus ist nirgends so heikel und heilig wie in dieser heimlichen Königsdisziplin.
Schade bloss, dass Journalismus heute kein Beruf mehr ist, in dem man würdevoll älter werden kann. Wohl auch deshalb hat Schawinski (wie Zimmermann) beizeiten ins Unternehmerfach gewechselt, das er blendend beherrscht. Dort soll er aber bitte schön auch bleiben und es bei seinen Sonntagsausflügen ins alte Metier belassen. Denn zugegeben: Wenn am Tage des Herrn auf Radio 1 der Chef persönlich diesen oder jenen Politiker zerpflückt, dann schalte auch ich nicht ab.
Oliver Classen war Medienredaktor, bevor er als Pressesprecher zur entwicklungspolitischen Organisation Erklärung von Bern wechselte.

SFLB ist neue Agentur von Micasa

Spillmann/Felser/Leo Burnett hat Micasa als neuen Kunden gewonnen. Die Agentur hat sich mit dem Konzept unter dem Claim «Fürs Leben gemacht» in einer Konkurrenzpräsentation durchgesetzt.

 
Spillmann/Felser/Leo Burnett hat im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation Micasa als neuen Kunden gewonnen. Mit dem Konzept unter dem Claim «Fürs Leben gemacht» habe sich die Agentur durchgesetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Agentur arbeitet bereits intensiv am neuen Markenauftritt, der sich vom POS über den Katalog bis zur Imagewerbung erstreckt.

Fünf positive Perspektiven

BrancheCorporate Publishing ist ein Wachstumsmarkt, mehr denn je. Wunsch und Behauptung sind Realität geworden.

 
 
Branche Corporate Publishing ist ein Wachstumsmarkt, mehr denn je. Wunsch und Behauptung sind Realität geworden. 
Immer mehr Unternehmungen entscheiden sich für Corporate Publishing, offline und online. Die aktuelle Basisstudie für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz im Auftrag des die drei Länder umfassenden Verbandes Forum Corporate Publishing belegt diesen Erfahrungswert statistisch. Auch in anderen Ländern, so in jenen, in denen sich die Spezialisten bereits vor Jahren zu Customer-Publishing-Verbänden formiert haben, also in den USA, England und den Niederlanden, wird die wachsende Tendenz festgestellt, sowohl im Bereich B2B als auch B2C. Länder mit relativ jungen Customer-Publishing-Verbänden, so Schweden und Norwegen, oder mit jüngst gegründeten Verbänden, so Belgien, geben erst recht Indizien des Wachstums – denn: was wächst, ruft nach Struktur. In weiteren Ländern, so Slowenien, wo gegenwärtig ein Customer-Publishing-Verband gegründet wird, Tschechien oder etwa der Türkei, rückt Corporate Publishing bzw. Customer Publishing zunehmend ins Interesse. Dass sich Verbände, also Mitbewerber, formieren und sich die Verbände untereinander organisieren – der lockere Verbund des International Customer Publishing Forum (ICPF) besteht seit einigen Jahren –, all das sind untrügliche Zeichen des quantitativen Wachstums; zunehmend mehr Unternehmungen setzen auf Corporate Publishing, die Zahl von spezialisierten Dienstleistern wächst. Im September 2007 erschien in der Financial Times nach der ICPF-Tagung in Zürich ein Artikel mit dem selbstredenden Titel: «The Glossy and Growing World of Customer Magazines».
Wachsende Auflagen? Die Herausgeber und Dienstleister von Corporate-Publishing-Produkten im Printbereich sprechen oft gerne und mit Stolz von hohen Auflagen. Signifikanterweise ist dies vor allem ein Thema in Ländern mit grossen Heimmärkten, also Deutschland, England oder etwa Spanien, weniger in der Schweiz, den Niederlanden oder Schweden. Grosse Auflagen sind in der Regel mit einem ausgefeilten Verlagsmanagement, einem verlegerischen Denken und mit (Teil-)Refinanzierungen verbunden. Die Distributionskosten aber gebieten dem Wachstum der Auflagen oft Einhalt. Abgesehen von den Kosten ist aber auch der Aspekt Distributionsqualität ein entscheidender Faktor: Adressdateien in schlechtem Zustand oder unsensibel gewählte Distributionswege sind in der heutigen Kommunikationsüberflutung zum Sakrileg geworden. Die passende und innovativ gelöste Distribution gehört unabdingbar zu einem erfolgreichen Corporate Publishing: In welcher Situation kriegt der Adressat das Corporate-Publishing-Produkt in die Hand (etwa am POS), oder wird es ihm in den Briefkasten oder auf den Arbeitsplatz gelegt? Eine kommunikativ stimmige Lösung in diesen Fragen – dies gilt auch für das Online-Publishing! – ist oft nicht mit Wachstum der Auflage und Empfängerzahl, sondern mit deren Reduzierung verbunden. Ähnliche Überlegungen gelten für den Seitenumfang und die Erscheinungsintervalle eines Printprodukts. Dem Wachstum steht das Prinzip des Gleichgewichts gegenüber. Oft ist weniger mehr.
Wachsende Internationalität Gerade in Ländern mit kleinen Heimmärkten, so der Schweiz, ist die Internationalität in der Corporate-Publishing-Arbeit schon lange ein Thema. Handle es sich um kommunikative Lösungen für internationale Riesen mit Head Office in der Schweiz oder für schmucke Middle-Market-Unternehmen mit internationaler Verankerung – interkulturell und multikulturell anspruchsvolles Corporate Publishing hat für stolze Beispiele gesorgt. Mittlerweile ist Internationalität im Corporate Publishing überall zum prioritären Thema und äusserst geschätzten Gut geworden; längst geht es um weitaus mehr als um den Gemeinplatz Vielsprachigkeit und mehrsprachige Ausgaben bzw. Sprachversionen. Es geht um internationale Standards in der täglichen Arbeit, um internationale Journalisten-Netzwerke, um Konkurrenzfähigkeit von internationalen Mitbewerbern. Das Wachstum der Internationalität und der Internationalisierung hat eingesetzt und nimmt seinen Fortgang.
Wachsendes crossmediales PublishingWas «klassische» Verlage unter grossem Veränderungsdruck eher mühsam einrichten, nämlich das crossmediale Publishing (oft bei hinderlichem Konkurrenzdenken zwischen Print-Redaktion und Online-Redaktion im gleichen Haus), das findet in der Corporate-Publishing-Szene einen ungleich leichteren Ablauf. Die integrierte Redaktion ist in Unternehmungen und in Zusammenarbeit mit Corporate- Publishing-Dienstleistern zur gut funktionierenden Realität gediehen. Das kosteneffiziente und kommunikativ starke Prinzip der einmaligen Recherche und der mehrfachen Nutzung für diverse Kommunikationsplattformen hat sich durchgesetzt. Es geht nicht mehr um die Frage des «ob», nur noch um die Fragen «wie viel und wo noch». Durch seine crossmediale Prädestination hat Corporate Publishing im Vergleich zu anderen Kommunikationsdisziplinen mittlerweile noch mehr gewonnen, authentische und glaubwürdige Inhalte auf allen «Kanälen» laufen der klassischen Werbung und dem herkömmlichen Direct Marketing den Rang ab. Tendenz wachsend.
Wachstum der Qualität und KreativitätDiese hier letztgenannte Perspektive ist wohl die wichtigste. Nur was unverwechselbar ist und eine Marke wirklich stärkt, nur was dem Adressaten einen Nutzen bringt, nur was optimal und kreativ distribuiert und gekonnt crossmedial aufbereitet wird, hat im Corporate Publishing einen wirklichen Wert und wird Bestand bzw. ein Weiterentwicklungspotenzial haben. Auch wenn in allen Branchen tendenziell auf Authentizität und Journalismus bzw. Glaubwürdigkeit gesetzt wird, wenn ausgetretene Pfade der «klassischen» Kommunikation zu Gunsten Story Telling verlassen werden, auch wenn die Imagebroschüre durch ein Corporate- Publishing-Annual, der Katalog durch einen Magalog oder der Werbespot durch einen dokumentarischen Kurzfilm ersetzt wird – Corporate Publishing in seinem quantitativen Wachstum ist im Begriff, selber zum Moloch des Verwechselbaren, der Durchschnittlichkeit und repetitiven Abgegriffenheit zu werden. Corporate Publishing, bewerkstelligt nach gefälligem und reproduzierbarem Convenience-Kochrezept, funktioniert immer weniger. Corporate Publishing offline und online wird mittelfristig nur dort weiterwachsen, wo die Nullachtfünfzehn-Markierung auf dem Qualitätsbarometer überwunden wird. Der Ruf nach Wachstum der Qualität ist kein elitäres Gehabe. Qualität und Kreativität sind überlebensnotwendig im Kampf um Beachtung und Aufmerksamkeit der Zielgruppen und Communities.
Viviane Egli, Primafila AG

Stark und sanft

Lifestyle KSB/SJ hat für Similasan einen neuen Markenauftritt kreiert. Unter besonderer Berücksichtigung der Zielgruppe Lohas.

 
Lifestyle KSB/SJ hat für Similasan einen neuen Markenauftritt kreiert unter besonderer Berücksichtigung der Zielgruppe Lohas. 
Lohas steht für «Lifestyle of Health and Sustainability». Die Mitglieder dieser Lebensstilgruppe möchten grundsätzlich «ethisch und ökologisch korrekt» konsumieren und leben. Sie möchten aber nicht mit der ersten Generation der Fundamental-Ökos verwechselt werden. Lohas legen sehr viel Wert auf gutes Design und Genuss. Nicht zufällig heisst «lohas» im Chinesischen auch «glückliches Leben». In den USA sollen rund 30 Prozent der Verbraucher diesem Typ entsprechen, in Deutschland 15 Prozent und in der Schweiz wohl ähnlich viel wie in den USA, wie Krieg, Schlupp, Bürge / Springer & Jacoby schätzt. Mehr als eine Zielgruppe sind die Lohas für die Werbeagentur somit eine wachsende gesellschaftliche Mehrheit.Genau auf diesen Zeitgeist zielt auch die Kampagne von KSB/SJ für Similasan.
Similasan basiert auf den Erkenntnissen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann, der die Homöopathie zwischen 1755 und 1843 begründet hat. Homöopathie befleissigt sich nicht der Formel oder Medikamentendosierung «je stärker, desto wirksamer», sondern verwendet massiv verdünnte und gleichzeitig potenzierte Wirkstoffe.
 
Megatrend GesundheitDie schwache Wirkstoff-Dosierung kommt einem grossen Bedürfnis entgegen. Oder anders gesagt: «Trifft voll einen der wichtigsten Bestandteile des Megatrends Gesundheit, der wiederum massgebend auf die neue Zielgruppe Lohas wirkt», wie die beiden CD Flo Wacker, Uwe Schlupp erklären.
Immer mehr Menschen suchen nach unproblematischen, aber dennoch wirksamen Mitteln, um ein Leiden zu behandeln. Also nach Arzneimitteln, die weder Nebenwirkungen haben noch belasten und die sich mit anderen Mitteln, die allenfalls einzunehmen sind, vertragen.
Genau diesen zeitgemässen Lohas-Ansprüchen entsprechen die Arzneimittel von Similasan. Das Wort Similasan kommt von den lateinischen Begriffen «simile» und «sanum» und bedeutet «Ähnliches, das gesund macht». Dass dies kein leeres Versprechen ist, erkennen immer mehr Menschen. Und so ist Similasan im Bereich der homöopathischen Heilmittel zum Marktleader in der Schweiz geworden und ist zum Beispiel auch in den USA, Österreich und Holland überaus erfolgreich.
Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 1975 mit dem ersten Produkt, dem Heuschnupfenmittel. Inzwischen gibt es von Similasan 80 Arzneimittel und 33 Einzelmittel für verschiedenste Alltagsbeschwerden. Massgeblich zum Erfolg Similasans trägt auch die Tatsache bei, dass man Similasan problemlos selbst anwenden kann – Fachwort: Selbstmedikation. «Und natürlich auch die Tatsache, dass Similasan wirkt, selbst wenn man nicht daran glaubt», wie die Werber überzeugt sind.
Diese zentrale Insight war auch das Sprungbrett für den neuen Markenauftritt, der aus einer Vielzahl von Sujets besteht. Fürs erste gehen acht Motive on air, weitere werden laufend folgen.
Stimmungsvolle BilderDie Motive rücken mit stimmungsvollen Bildern von Frédéric Auerbach Themen wie Heuschnupfen, Reisebeschwerden, Hautreizungen im Sommer oder auch Grippe und Erkältungen im Winter sanft angedeutet ins Bild. Kontrastierend dazu stehen Schlagzeilen, die selbstbewusst und deutlich die gängigen Vorurteile gegen homöopathische Heilmittel widerlegen oder mit diesen Vorurteilen spielen. Abgerundet wird jeder Auftritt durch den neuen Markenclaim: «Stark, weil es sanft ist.»
Passend zum Markenauftritt erscheinen spezielle Produktanzeigen und eine Vielzahl von POS-Massnahmen: vom Strassensteller über Displays und Bodenkleber bis zu Thekenmatten und Wechselgeldtellern. Die Motive sind seit kurzem national in Publikumszeitschriften, Special-Interest-Titeln sowie in Apotheken und Drogerien zu sehen. Die Kampagne wird mit saisonalen Schwergewichten das ganze 2008 und 2009 durch fortgesetzt.
Andreas Panzeri

Marcel Baumann leitet APG Montagne

Per Anfang Juli übernimmt Marcel Baumann die Leitung des neu organisierten Profitcenters APG Montagne, das aus dem Zusammenschluss von APG Montagne und Visiorama entstanden ist.

Per Anfang Juli übernimmt Marcel Baumann die Leitung des neu organisierten Profitcenters APG Montagne, das aus dem Zusammenschluss von APG Montagne und Visiorama entstanden ist. Der 33-jährige Baumann trat im Februar 2000 in die Allgemeine Plakatgesellschaft ein. Nach diversen Jahren in leitenden Funktionen in den Bereichen Beschaffung und Verkauf war er seit Mai 2007 als Key Account Berater in Zürich tätig. APG Montagne kümmert sich als Out-of-Home-Spezialistin um die Aussenwerbung in den Wintersportregionen der Schweiz.

AdLink ergänzt Superpool durch Blick.ch

Blick.ch ergänzt ab 1. Juli 2008 den von AdLink Media lancierten Superpool. Durch diesen Zugewinn erreicht der Online-Pool nun 83% aller Schweizer Internetnutzer.

 Blick.ch ergänzt ab 1. Juli 2008 den von AdLink Media lancierten Superpool. Durch diesen Zugewinn erreiche der Online-Pool nun 83% aller Schweizer Internetnutzer, heisst es in einer Mitteilung von AdLink Media.Nicht zuletzt dank der jüngsten Publikation Blick am Abend vermöge das Boulevardblatt eine reichweitenstarke Nutzerschaft sowohl Off- als auch Online auf ihren News-Angeboten zu vereinen, heisst es weiter. Diese Ausgangslage sei für eine Aufnahme im Superpool ideal.
AdLink hatte den Superpool vor rund zwei Jahren lanciert. Er bündelt Schweizer Portale zu einem Angebot, welches eine maximale Reichweite innerhalb der Schweizer Online-Nutzerschaft erreicht.

Werben ohne Grenzen

Unternehmen Bei der Attilio Meyer AG dreht sich alles um Werbe- und Präsentationsmittel. «Nichts ist unmöglich», so das Credo des Familienbetriebes.

 
Unternehmen Bei der Attilio Meyer AG dreht sich alles um Werbe- und Präsentationsmittel. «Nichts ist unmöglich», so das Credo des Familienbetriebes. 
Das Bild als Werbeträger hatten bereits Attilio und Elsa Meyer im Visier, als sie 1945 mit einem Fotolabor ihr eigenes Geschäft aufbauten. Heute beschäftigt die Attilio Meyer AG ca. 50 Mitarbeitende. Die Kunden kommen praktisch aus allen Branchen. Das Unternehmen ist in der Lage, alle Bedürfnisse, die rund um das Bild entstehen, zu erfüllen. Das betrifft nicht nur den Bilddruck auf unterschiedlichste Materialien, sondern auch die verschiedenen Präsentations- möglichkeiten. Damit unterscheidet sich die Attilio Meyer AG von ihren Wettbewerbern. Leistungen rund um das BildSpektakuläre Fassadenverkleidungen, attraktive Leuchtwerbung, moderne Beschriftungssysteme, ausgefallene Displays und Sonnensegel – der Stoff, aus dem die Werbeträume sind, hat heute viele Gesichter. Marco A. Meyer kennt sie alle. Bereits 1961 in den elterlichen Betrieb eingetreten, hat er die rasante Entwicklung im Bildbereich hautnah miterlebt. Heute nimmt er im Generalunternehmen für digitalen Grossbilddruck und Leuchtwerbung gemeinsam mit Ehefrau Monika nur noch punktuelle Führungsaufgaben wahr. Der Generationenwechsel ist bei den Meyers praktisch vollzogen. Tochter Marina und Sohn Marc leiten die Produktion eigenständig. Marina M. Meyer ist verantwortlich für Arbeitsvorbereitung und Bildproduktion, Marc A. Meyer für den Leuchtkasten- und Metallbau.
Alles aus einer HandDie Attilio Meyer AG hat – anders als ihre Mitbewerber – den Metallbau als selbständige Abteilung in das Unternehmen integriert. Für Marco A. Meyer eine zukunftsweisende Entscheidung. «Damit sind wir in der Lage, dem Kunden von der Idee über die komplette Fertigung bis zur Montage vor Ort Gesamtlösungen aus einer Hand anbieten zu können.» Eine moderne Infrastruktur und ein gut ausgebildetes Mitarbeiterteam, bestehend aus Gestaltern Werbetechnik, Näherinnen, Sattlern, Schlossern, Spenglern, Elektrikern und Metallbauern, steht dafür zur Verfügung. Die Kunden profitieren zudem vom umfassenden Know-how und der langjährigen Erfahrung in den einzelnen Bereichen. «Es ist die professionelle Mischung aus verschiedenen Angebotsbereichen, die unser Profil ausmacht», bringt es Sohn Marc A. Meyer auf den Punkt. Heute werden in einem einzelnen Objekt sehr viele unterschiedliche Werbe- und Präsentationslösungen eingesetzt. Ein Beispiel dafür sind Einkaufszentren, wo der Besucher auf Kundenleitsysteme, Leuchtschriften bis hin zu Werbefahnen, Grossplakaten und Displays trifft. Riesenposter und Leuchtkästen müssen zudem professionell montiert und unterhalten werden. Die Kunden schätzen es, wenn dafür ein Ansprechpartner zur Verfügung steht, an den sie sich mit allen Fragen wenden können.
Grosszügiger NeubauWeil die Firma am alten Produktionsstandort Bertschikon förmlich aus allen Nähten zu platzen drohte, fiel vor zwei Jahren der Entscheid zu Gunsten eines Neubaus auf der grünen Wiese. Auf einer Fläche von ca. 5300 m2 entstand ein ultramodernes zweistöckiges Produktionshaus für Werbemittel, ausgestattet mit der neuesten Technik. Im Februar 2008 wurde der Firmensitz an der Industriestrasse 57 in Gossau/ZH bezogen. 1600 m2 Landreserve stehen für einen weiteren Ausbau zur Verfügung, der in einer zweiten Etappe bis 2011 vollzogen werden soll.
Hohe Qualität zu günstigen KonditionenDie von der Attilio Meyer AG realisierten Aussenwerbeprojekte sind in der Regel nicht zu übersehen. Riesenposter an Fassaden, Leuchtschriften an Gebäuden oder bedruckte LKW-Blachen sorgen für die gewünschte Aufmerksamkeit. Zu den besonders spektakulären Objekten gehört z. B. das Megaposter in der Grösse von 7500 m2, mit der ein Teil der Fassade des Glattzentrums verhüllt wurde. Im Display-Bereich konzentriert sich das Unternehmen hauptsächlich auf die Verarbeitung von Metall und Plexiglas. Neben kundenspezifischen Aufträgen wird auch eine inhouse entwickelte Display-Linie produziert.
Asia-line.ch«Nachdem wir feststellen mussten, dass der Markt mit kostengünstigen Nachahmerprodukten aus dem asiatischen Raum überschwemmt wurde, haben wir uns entschlossen, nicht weiter in unsere eigene Display-Linie zu investieren, sondern selbst in China einzukaufen. Verschiedene mobile Trägersysteme, Leuchtplatten und Klapprahmen lassen wir heute in China fertigen und vertreiben diese unter der Bezeichnung Asia-line. «Alle Produkte werden von uns streng kontrolliert und bei Bedarf verbessert, angepasst und nachbearbeitet. Der Kunde profitiert von einem günstigeren Preis bei gleich hoher Qualität», so Marco A. Meyer. Weil sich mit dem Einkauf grösserer Mengen auch bessere Konditionen erzielen lassen, konnte die Attilio Meyer AG neun Mitbewerber von den Vorteilen einer gemeinsamen Einkaufspartnerschaft überzeugen. Ein System, das sich mittlerweile bestens bewährt hat.
Trend zum StoffDen Bilddruck – Digitaldruck auf verschiedene Materialien – mit den dazugehörigen unterschiedlichen Präsentationsmöglichkeiten bezeichnen die Meyers heute als den wichtigsten Bereich im Unternehmen. Ohne den Metallbau, der mit der Fertigung von Leuchtkästen integriert wurde, hätte sich das Unternehmen nicht in der heutigen Grösse weiterentwickeln können, sind sie überzeugt. Dafür wurde kräftig investiert. Allein im letzten Jahr sind u. a. eine Million Franken in einen modernen Flachbettdrucker und in eine Wasserstrahl-Schneideanlage geflossen. Die in der Werbung eingesetzten Materialien werden immer vielfältiger. «Wir stellen einen Trend zum Stoffdruck fest und wollen uns u. a. darauf spezialisieren», erklärt Marina M. Meyer. Werbemittel aus Stoff werden heute hauptsächlich als Fahnen, Segel, im Laden- und Messebau eingesetzt und sorgen für eine besonders angenehme Atmosphäre. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Motive auf den transparenten Werbeträger zu hinterleuchten.
Der Stoffdruck ist ein sehr aufwändiger Prozess. «In den letzten Jahren wurde die Digitaldrucktechnologie stark verbessert, so dass wir den Kunden heute höchste Druckqualität auch auf Stoff bieten können», sagt Marina M. Meyer. Mit dem Flachbett- und Rollendrucker besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Materialien wie Stoffe, Gewebe, Vinyl, Leder, Glas und vieles mehr bis zu einer Materialdicke von 100 mm zu bedrucken, so dass auch materialseitig eine sehr hohe Flexibilität besteht. Gestaltung nach Wunsch ermöglicht auch der Wasserstrahlschneider. Damit können Materialien wie Metall, Plexiglas, Stein, aber auch Kunststoffe und Gummi bearbeitet werden. Je nach Auftrag werden aus solchen Materialien Buchstaben, Figuren oder andere Formen gefertigt.
Um sich aus der Vielzahl der verschiedenen Werbemittel hervorheben zu können, steigen die Ansprüche an Gestaltung und Produktion. «Als Familienunternehmen mit einem Vollservice sind wir sehr flexibel und in der Lage, auch ungewöhnliche Ideen zu realisieren. Das stellt uns täglich vor neue Herausforderungen und ist ein Teil unserer Erfolgsstrategie», sagt Marco A. Meyer abschliessend.
Sabine Flachsmann
 
 
Attilio Meyer AG Digitaldruck & Leuchtwerbung
Industriestrasse 57, 8625 Gossau ZH
Angebotsspektrum: Digitaldruck, Werbetechnik, Leuchtwerbung, Metallbau, Montage, Service und Unterhalt
[email protected]

Christian Brütsch wird Redaktionsleiter beim AvU

Christian Brütsch löst per 16. Juni Christian Brändli als Redaktionsleiter beim Anzeiger von Uster ab. Brändli wechselt innerhalb der Zürcher Oberland Medien zum Zürcher Oberländer und übernimmt dort das Amt des Chef-Blattmachers.

 Beim Anzeiger von Uster (AvU) kommt es zu einem Wechsel an der Front der Redaktion. Christian Brütsch löst per 16. Juni Christian Brändli als Redaktionsleiter ab, wie der AvU am Mittwoch berichtete. Brändli wechselt innerhalb der Zürcher Oberland Medien nach Wetzikon und übernimmt das Amt des Chef-Blattmachers beim Zürcher Oberländer (ZO). Er war seit 1996 Redaktionsleiter beim AvU. Brütsch war seit Mitte 2002 Leiter des Ressorts Glattal und zuständig für die Gemeinden Dübendorf und Fällanden. Ab Herbst 2006 wirkte er zusätzlich als Blattmacher für ZO und AvU. Zu diesem Zeitpunkt wurde er zum stellvertretenden Leiter der AvU-Redaktion ernannt.

1 : 0 für Bern

Standortmarketing Die Region Bern will die Euro 08 auch für Werbung in eigener Sache nützen. Contexta hat dazu einen Case gestaltet.

 
Standortmarketing Die Region Bern will die Euro 08 auch für Werbung in eigener Sache nützen. Contexta hat dazu einen Case gestaltet. 
Die Euro 08 der Uefa ist eine einmalige Chance für die Schweizer Austragungsorte. Bern hat sie – nicht nur mit Hilfe der Holländer – bereits professionell für ein aktives Standortmarketing genutzt.In Bern realisierte man relativ schnell, dass die Vergabe der Euro 08 an die Schweiz und Österreich über den Anlass hinaus von Bedeutung für die touristische Entwicklung der Stadt und Region ist.
So gründeten Stadt und Kanton gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern bereits 2006 den Verein Euro 08 Bern, um eine Vielzahl von Aktivitäten zu planen, zu organisieren und zu koordinieren: Angefangen bei der feierlichen Wiederauferstehung der alten Wankdorf-Stadionuhr im Dezember 2007 über das Street-Soccer-Turnier bis hin zum Euro-08-Begrüssungsfest «FussBall & MundArt» auf dem Bundesplatz.
Im Herbst 2007 wurde dann Contexta, die als grösste Berner Werbeagentur selbstverständlich auch Vereinsmitglied ist, damit beauftragt, all diese Aktivitäten zu kommunizieren. Und zwar unter einem einheitlichen visuellen und inhaltlichen Dach, so dass diese trotz Euro-08-Werbeflut die verdiente Beachtung finden, wie CD und Partner Bene Abegglen erklärt.
Das Resultat ist eine intelligente und modulare Standortmarketing-Kampagne mit Vorbildcharakter, welche die Bevölkerung bereits im Vorfeld der Euro 08 involvierte und Präsenz markierte – auch auf Werbemitteln der einzelnen Vereinsmitglieder.
Während der Spiele entwickelt sich die Kampagne jetzt zur reinen Tourismuswerbung, welche die Gäste aus ganz Europa auf die Highlights der Zähringerstadt aufmerksam macht und für die Destination Bern begeistern soll. Schliesslich soll am Ende der Kampagne nicht der Fussball, sondern die Stadt als deren Gewinnerin dastehen.
Bei der Kreation einer allumfassenden Kommunikationsplattform war Contexta zudem vor die Herausforderung gestellt, dass bereits verschiedenste Vorarbeiten existierten, die integriert werden mussten. So gab es bereits das Logo mit dem Fussball in Form einer Sprechblase des Berner Graphic Designers Balsi, welches aus einer Konkurrenzpräsentation als Sieger hervorgegangen war. In einem Publikumswettbewerb war zudem ein Euro-08-Slogan für Bern auserkoren worden: «Bern wirkt Wunder.»
Diese beiden Steilpässe nahm die Agentur denn auch dankbar ab: Contexta integrierte das Logo in ein unverwechselbares Layout und machte den Slogan zum gemeinsamen Nenner einer Textkampagne, bei der jedes Sujet zu einem von vielen, durchnummerierten Wundern von Bern wird. Die Textkampagne erlaubt es zudem, schnell auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. Weitere Sujets können jederzeit kostengünstig realisiert werden.
Apropos Kosten: «Contexta nutzt konsequent die Synergien, welche sich mit den verschiedenen Mitgliedern des Vereins Euro 08 Bern ergeben», erklärt die neue CEO Nadine Borter. So begegnen einem die unzähligen Sujets nicht nur auf städtischen Plakatstellen, sondern auch in den Kundenmagazinen von BKW und BEKB oder den Pressetiteln der Espace Media Groupe – selbstverständlich immer mit einem Hinweis auf die Website www.bernwirktwunder.ch, auf der alle Details zu allen Aktivitäten zu finden sind.
Unter dem Dach der Kampagne können aber auch die einzelnen Mitglieder in eigener Sache werben und so ihr Engagement nach aussen tragen, wie ein Beispiel der Coop-Papiersäcke zeigt.
Andreas Panzeri?
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