Erhebliche Differenzen
PubliGroupe Im Streit mit der Basler Zeitung Medien bleibt die PubliGroupe vage. Doch unterschwellig wiederholt sie ihre Vorwürfe an die BZM.
PubliGroupe Im Streit mit der Basler Zeitung Medien bleibt die PubliGroupe vage. Doch unterschwellig wiederholt sie ihre Vorwürfe an die BZM.
2,5 Millionen Franken habe die P Basel im Januar zurück behalten – Geld, das eigentlich der BZM zugestanden hätte. So lautete der Vorwurf an PubliGroupe, den BaZ-Verleger Matthias Hagemann im März via persoenlich.com verbreitete. Umgekehrt hielt Thomas Bargetzi, CEO von Media Sales Schweiz, damals der BZM vor, sie trete am Markt mit Dumping-Angeboten auf.«Anlaufschwierigkeiten»In wenigen Tagen trennen sich die beiden Parteien räumlich voneinander (siehe Kasten). Die Werbewoche wollte deshalb beide Seiten zur aktuellen Situation befragen. Bargetzi zog jedoch die schriftliche Beantwortung vor. Dabei ging er mit keinem Wort auf den Betrag von 2,5 Millionen Franken ein. Er bestätigte lediglich, dass es nach dem Wechsel der BZM in die Eigenregie «zwischen der BaZ und Publicitas zu Anlaufschwierigkeiten» gekommen sei – trotz des seit Jahren geltenden und standardisierten Vorgehens bei der Abwicklung. Dabei habe die P wie angeblich üblich nur «einen tiefen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes» zurückbehalten. Indirekt stellt er somit die Höhe des von Hagemann genannten Betrages in Abrede.
Thomas Bargetzi erklärte das Abwicklungsprozedere mit folgenden Worten: «Publicitas kontrolliert routinemässig alle erschienenen Inserate bezüglich Grösse, Farbigkeit, Platzierung etc. Sie werden der Rechnungsstellung an den Kunden und der Rechnungsstellung des Verlegers an die Publicitas gegenübergestellt. Bei dieser Qualitätskontrolle kam eine erhebliche Anzahl von Differenzen zutage. Bis zur Richtigstellung respektive Bereinigung dieser Differenzen hält die Publicitas im Interesse der Kunden wie immer eine tiefe Summe zurück. Es handelt sich dabei um einen tiefen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes, der die Differenzsumme nur zum Teil deckt. Der Prozess für die Beseitigung der Differenzen läuft beim Baslerstab und seit kurzem auch bei der BaZ sehr positiv, so dass wir davon ausgehen, dass die Publicitas in absehbarer Zeit keine diesbezüglichen Rückstellungen mehr vorzunehmen braucht.»
Zu den seinerzeitigen, pauschalen Dumping-Vorwürfen an die BZM-Adresse mochte er sich weiterhin nicht konkret äussern. Allerdings tönt er an, dass offenbar noch nicht alles zum Besten steht. Hier die Antwort: «Gleichlange Spiesse sind eine elementare Voraussetzung für ein konstruktives Nebeneinander. Publicitas wird alles unternehmen, dass dieser Umstand möglichst schnell erreicht werden kann. Darum ziehen wir es vor, dieses Thema direkt mit der BaZ und nicht über die Medien zu klären.»
Markus Knöpfli
Die P Basel zieht an den BahnhofVor drei Jahren zog die P Basel zur BZM
ans Ufer des Flusses Wiese. Damit wollte man damals die gegenseitige Partnerschaft unterstreichen. Doch schon bald kam es zum Streit, weshalb die P Basel nun wieder auszieht – an zwei neue Standorte in Basel. Ab dem 16. Juni ist sie zum einen an der Kornhausgasse 5/7 zu finden, ferner an der Nauenstrasse 30, in einem ehemaligen Post-Schalter im Bahnhofsgebäude. «An dieser sehr zentralen Lage werden wir vor allem unsere lokalen Direktkunden in Print und anderen Medien beraten», schreibt Thomas Bargetzi, CEO Media Sales Schweiz. An der Kornhausgasse entstehe hingegen ein Allmedia-Haus, wo das Know-how aller spezialisierten Publicitas-Units Publimedia, Publimag, Cinecom, Publiconnect und der Publicitas selbst unter einem Dach zusammengeführt würden. Dort werde dann «die von den Kunden stark nachgefragte Allmediakompetenz» entwickelt. Zudem werde die Verkaufsmannschaft mit einem Verkaufsleiter und einer weiteren Verkäuferin aufgestockt. Bargetzi: «Mit der Eröffnung von gleich zwei Geschäftsstellen unterstreicht die Publicitas die strategische Bedeutung des Standorts Basel.» (mk)
