Faspo beklagt Berichterstattung über Sport-Sponsoring
Die im Fachverband für Sponsoring organisierten Unternehmen beklagen in einem offenen Brief die Medienberichterstattung in Bezug auf das Sponsoring von sportlichen Grossveranstaltungen.
Die im Fachverband für Sponsoring organisierten Unternehmen beklagen die Medienberichterstattung in Bezug auf das Sponsoring von sportlichen Grossveranstaltungen. Nach Ansicht des Faspo interpretieren viele Medien die von Marktforschungsinstituten veröffentlichten Untersuchungsergebnisse zu Sponsorenerinnerung falsch. In einem offenen Brief wandte sich Verbandspräsident Bernd Reichstein deshalb an den deutschen Presserat und den Arbeitskreis deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute. Reichstein schreibt, dass verschiedene Medien den Bekanntheitsgrad der Sponsoren bei Kunden mit der Effektivität der Sponsoringmassnahmen gleichgesetzt hätten. Vielfach sei dann von Fehlinvestitionen die Rede. Nach Auffassung des Verbandes und der in ihm organisierten Mitglieder sei ein solches Vorgehen stark fahrlässig und nicht mit geltenden Qualitätsstandards vereinbar. Die Sponsorenerinnerung allein sei keine ausreichende Kontrollgrösse, um über Erfolg- oder Misserfolg einer Sponsoringinvestition urteilen zu können. «Dies ist allein schon deshalb nicht möglich, weil die Sponsoringziele der Unternehmen nicht bekannt sind und diese sich in der Regel nicht in dem Merkmal Werbeerinnerung erschöpfen», schreibt Reichstein weiter. Validität scheine als Gütekriterium nicht ausreichend hinterfragt zu werden. Der Verband appelliert deshalb an die beiden angeschriebenen Standesorganisationen, intern zu diskutieren, inwiefern diese Berichtspraxis einer wissenschaftlichen Vorgehensweise und der im Pressekodex geforderten sorgfältigen Recherche entspreche.
