Werbedruck im Mai um 8,4 Prozent gestiegen

Der Mai 2008 erweist sich als sehr guter Werbemonat. Gemäss der am Donnerstag veröffentlichten Zahlen von Media Focus stieg der Werbedruck in der Schweiz um 8,4 Prozent auf 411,9 Millionen Franken. Seit Anfang Jahr beträgt das kumulierte Plus 9,6 Prozent.

 Der Mai 2008 erweist sich als sehr guter Werbemonat. Gemäss der am Donnerstag veröffentlichten Zahlen von Media Focus stieg der Werbedruck in der Schweiz um 8,4 Prozent auf 411,9 Millionen Franken. Seit Anfang Jahr beträgt das kumulierte Plus 9,6 Prozent. Der Schlüsselmarkt Unterhaltungselektronik/Foto/Filme verbuchte mit einem Plus von 79,7 Prozent auf 23,1 Millionen Franken einen der stärksten Zuwächse, wie es im Communiqué heisst. Wie bereits im Vormonat wurden die Flachbildfernseher stark beworben. Der Werbemarkt für Politische Kampagnen expandierte gar um 148,7 Prozent.
Ein weiterer Gewinner ist die Getränkebranche mit einer Zunahme um 17,6 Prozent auf 18,3 Millionen Franken. Dabei ging der Werbedruck für Bier um ein Drittel zurück. Anscheinend brauche es im Vorfeld eines Grossereignis wie der Fussball-EM keine zusätzliche Werbepräsenz, um den Konsum zu stärken, schreibt Media Focus.

Basel West verpasst «Respekt» von Euro<26 ein neues Konzept

Die Corporate Publishing-Agentur Basel West hat ein neues Konzept für die redaktionelle Beilage «Respekt» entwickelt, die mit dem Euro

Die Corporate Publishing-Agentur Basel West hat ein neues Konzept für die redaktionelle Beilage «Respekt» entwickelt, die mit dem Euro<26-Mitgliedermagazin Twen erscheint. Die Agentur hat die beiden ersten Respekt-Ausgaben zu den Themen Umwelt und Gerechtigkeit realisiert. Dazu wurde etwa der Ethiker Prof. Hans Ruh zum Thema gerechte Vermögensverteilung interviewt oder verschiedene Jugendinitiativen für mehr Solidarität wurden vorgestellt. Als weitere Themen sind «Körper & Geist» und «Miteinander/füreinander» geplant. Das Heft erscheint in Deutsch, Französisch und Italienisch. Euro<26 ist eine Freizeitkarte, die Jugendlichen Vergünstigungen in ganz Europa bietet. Das zugehörige Magazin Twen erreicht rund 300’000 Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren und informiert über aktuelle Angebote in der Schweiz.
Verantwortlich bei Euro<26 Schweizer Jugendkarte AG, Bern:
Ursula & Jörg Huggenberger. Idee/Koordination: Gedankensprung, Bern. Verantwortlich bei Basel West Unternehmenskommunikation AG: Albin Kirchhofer (Beratung), Stephan Lichtenhahn (Redaktion), Thomas Aerni (Design), Frédéric Giger (Fotografie).

DRS-Regionaljournal AG/SO neu mit Co-Leitung

Das Regionaljournal Aargau/Solothurn von Schweizer Radio DRS erhält eine Co-Leitung. Die 47-jährige Christine Ruf Erne wird zusammen mit dem bisherigen Leiter, dem 55-jährigen Andreas Capaul, dem Redaktionsteam vorstehen.

  Das Regionaljournal Aargau/Solothurn von Schweizer Radio DRS erhält eine Co-Leitung. Die 47-jährige Christine Ruf Erne wird zusammen mit dem bisherigen Leiter, dem 55-jährigen Andreas Capaul, dem Redaktionsteam vorstehen. Ruf Erne übernimmt die Co-Leitung der Regionalredaktion in Aarau per 1. August, wie Schweizer Radio DRS am Donnerstag mitteilte. Die Solothurnerin arbeitet seit 1995 in verschiedenen Funktionen für Schweizer Radio DRS, zuletzt als Redaktorin in Aarau. Der Aargauer Capaul leitet die «Regi»-Redaktion seit Mai 2006. Bereits in den sechs Jahren zuvor war der Redaktion mit Bea Stalder und Jakob Fuchs eine Co-Leitung vorgestanden.

Theo Zijdenbos ergänzt Geschäftsleitung bei Burson-Marsteller

Burson-Marsteller Schweiz mit Niederlassungen in Zürich, Bern und Genf verstärkt seine Beratungs- und Führungskompetenz. Theo Zijdenbos wird per 1. November 2008 die Geschäftsleitung der Agentur ergänzen und damit die strategische Weiterentwicklung mitbestimmen.

 Burson-Marsteller Schweiz mit Niederlassungen in Zürich, Bern und Genf verstärkt seine Beratungs- und Führungskompetenz. Theo Zijdenbos wird per 1. November 2008 die Geschäftsleitung der Agentur ergänzen und damit die strategische Weiterentwicklung mitbestimmen. Ausserdem wird er seine langjährige Erfahrung in den Bereichen Public Affairs, Campaigning, Issue Magagement, Lobbying und Policy Affairs bei Burson-Marsteller einbringen. Zijdenbos ist derzeit Leiter Bundeshausgeschäfte/Public Affairs des Dachverbandes der Schweizer Wirtschaft Economiesuisse in Bern. In dieser Funktion ist er verantwortlich für den Aufbau und die Pflege von Kontakten zu Parlament und Verwaltung und die Ausarbeitung von Policies für Mitglieder von Economiesuisse. Er ist langjähriges Geschäftsleitungsmitglied von Economiesuisse und der Vorgängerorganisation «WF» und führte mehrere Jahre das Büro des Verbandes in Brüssel.

Das Newsnetz wirft seine Schatten voraus

Bluewin blieb im Mai die meistbesuchte Schweizer Website, die von Net-Metrix mit der Audit-Statistik erhoben wird. Bewegung in die Online-Landschaft wird im August kommen, wenn das Newsnetz von Tamedia, Espace Media und Basler Zeitung Medien startet.

 Bluewin bleibt die meistbesuchte Schweizer Website, die von Net-Metrix mit der Audit-Statistik erhoben wird. Die Swisscom-Tochter verzeichnete im Mai 42,90 Millionen Visits (Besuche) und 3,74 Unique Clients (einzelne Computer, die eine Website ansteuern). Bei den Visits folgen Search.ch, Directories, Scout24, Blick Online und NZZ Online. Auf Ebene der Unique Clients sind es Netlog, Blick Online, Search.ch, 20minuten.ch und NZZ Online. Bewegung in die Online-Landschaft wird im August kommen, wenn das Newsnetz von Tamedia, Espace Media und Basler Zeitung Medien startet. Die drei Websites Tagesanzeiger.ch, Baz.ch und Espace.ch kommen zusammen auf 1’344’000 Unique Clients. Damit liegt das Newsnetz zwar vor NZZ Online, aber hinter Blick Online. Damit könnte das Online-Projekt der drei Verlagshäuser mit den Mai-Zahlen das Ziel noch nicht einlösen, die meistbesuchte Medien-Site der Schweiz zu sein. Diese Vorgabe hatten die drei Medienhäuser bei der Ankündigung der Gratiszeitung News formuliert (siehe
). Allerdings wird die prominent besetzte Newsnetz-Redaktion mehr Inhalte als bisher auf die drei Seiten packen. Das gesteigerte Angebot wird wohl zusätzliche Nutzer anziehen. Top-Ten-Websites mit Werbung im Mai 2008 nach Unique Clients:
Bluewin: 3’742’000
Search.ch: 2’508’000
Directories.ch: 1’867’000
Scout24: 1’594’000
Blick Online: 1’391’000
NZZ Online: 1’335’000
20minuten.ch: 1’322’000
Moneyhouse: 1’201’000
MySwitzerland.com: 912’000
Tagesanzeiger.ch: 874’000
Top-Ten-Websites mit Werbung im Mai 2008 nach Visits:
Bluewin: 42’906’019
Netlog: 11’890’737
Blick Online: 11’064’748
Search.ch: 9’554’419
20minuten.ch: 8’405’780
NZZ Online: 7’094’706
Directories.ch: 6’529’443
Scout24: 5’797’332
Tagesanzeiger.ch: 5’403’621
PartyGuide.ch: 3’982’809
Top-Ten-Websites mit Werbung im Mai 2008 nach Page Impressions:
Netlog: 410’641’481
Bluewin: 277’338’868
PartyGuide.ch: 196’182’185
Scout24: 176’008’501
Blick Online: 107’959’623
20minuten.ch: 95’777’160
Homegate.ch: 86’298’551
Search.ch: 57’377’758
Tilllate: 47’926’554
Lautundspitz: 40’761’648

Köpfe der Woche: Unter Hochspannung

Matthew Katumba und Alex Taiganidis sehen die Zeit bald reif, um das Konzept ihrer Agentur Hochspannung auch über Satelliten verbreiten lassen.

Matthew Katumba und Alex Taiganidis sehen die Zeit bald reif, um das Konzept ihrer Agentur Hochspannung auch über Satelliten verbreiten lassen.
Wenn ein Kunde mit Hochspannung arbeiten will, dann hat er es vom Briefing über die Realisation bis zur Abnahme direkt mit den beiden CDs zu tun. «Dieser persönliche Kontakt unterscheidet uns von anderen Agenturen», glauben die Werber von Hochspannung. Obwohl sie ihren Namen nicht in ihr Label einbringen wollten, sind Matthew Katumba und Alex Taiganidis in jedem Job die beiden Köpfe der Agentur. «Die Kunden wissen genau, was sie bekommen, weil sie uns kennen.» Diese «Nähe» werten sie als einen der wichtigsten Grundgedanken in ihrem Konzept. Für ein geplantes Wachstum wollen die Verantwortlichen für Hochspannung deshalb nicht einfach weitere Leute an ihrem Hauptsitz einstellen. Die Idee der Nähe soll mit dem Modell von Satelliten mit jeweils eigenen Verantwortlichen auch in anderen Märkten garantiert werden. «Wieso nicht sogar im Ausland?», meinen die Gründer von Hochspannung. Als eine realistische Möglichkeit sehen sie Berlin. «Die Synergien wären sicher interessant.»
Dass Katumba und Taiganidis jeweils im ganzen Prozess ihrer Werbearbeit dabei sind, hat sicher auch etwas mit der Geschichte ihrer Agentur zu tun. Die beiden Freunde haben vor fünf Jahren nicht nur in einem Zweierteam und ohne Angestellten ihre Agentur gestartet. Bereits vorher haben die Jungs Alex und Matthew schon viele Aktivitäten im Duo durchlebt. Die beiden sind als Teenager im Zürcher Kreis 3 und 4 zusammen aufgewachsen und spielten auch in der gleichen Rock-Band. Ein erstes gemeinsames Businessprojekt war bereits 1990 ein Falafel-Stand an der Zürcher Seepromenade. «Damit wollten wir uns nach der Lehre die Ferien in Griechenland verdienen», erinnern sich die zwei. Die Idee funktionierte, und der mobile Imbiss war der erste seiner Art neben dem heute noch legendären Glacéstand von René.
Bevor ihn die Welt der Werbung lockte, hat Alex Taiganidis eine kaufmännische Lehre absolviert. Nicht irgendwo, sondern auf einer Privatbank. Das Ambiente spornte ihn zu Höherem an. Taiganidis holte an der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene das nötige Papier für den Eintritt in die Uni nach und studierte dann Japanologie und Philosophie. «Das hatte wohl etwas mit meiner damaligen Freundin aus China zu tun», meint er. Weil Japanisch aber doch nicht ganz sein Ding war, folgte er 1997 einem Ruf von Matthew Katumba zu Metzger Lehner Bricola und startete dort als Juniortexter. Nach diesem Einstieg in die Werbung sind die beiden bereits als Team zu Seiler DDB weiter gezogen. Als Matthew Katumba von einem Headhunter als Creative Director Publikationen zur Expo.02 geholt wurde, zog auch Taiganidis zu Guye Benker weiter. «Dieser Kontakt hat sich über die Kreativschule ergeben.»
Als dann die Selbständigkeit mit Hochspannung folgte, hat Taiganidis parallel dazu noch einmal einen Anlauf an der Uni für einen Abschluss in Philosophie genommen. Als aber immer mehr Jobs reingekommen sind, musste er die Doppelbelastung schliesslich aufgeben.
Bei Matthew Katumba hat der Weg in die Kreation mit Graffitis angefangen. Das leidenschaftliche Sprayen ist später in der Werbeagentur Carat in ein bisschen mehr geordnete Bahnen gelenkt worden mit einer Lehre als Grafiker. Einen ersten Job in der Werbung fand Katumba über Markus Cavegn bei GGK Basel. «Hier bin ich vom Regen in die Traufe gekommen», erinnert er sich an diese Zeiten, wo die Kreativen oft nur noch «unter dem Tisch» im grafischen Atelier schlafen konnten, wenn ein wichtiger Pitch angesagt war. Später wechselte Katumba in den GGK-Ableger nach Zürich und jobbte eine Zeitlang auch als Freelancer. Weitere Erfahrungen sammelte Matthew in der Postproduction von Crambambouli, der Filmproduktion seines Bruders Andrew. Für diesen betreute Hochspannung später auch den Wahlkampf für den Nationalrat. Zu einem Sitz hat es nicht gereicht. Dafür hat es die Kampagne «Wenn sich immer mehr Schweizer wie Neger fühlen, dann braucht es im Nationalrat endlich einen echten» bis ins Time Magazine geschafft. Etwas mehr schweizerische Kommunikation gab es vorher noch bei Metzger Lehner sowie schliesslich rund um die Expo, bevor es zur Gründung von Hochspannung kam.
Matthew Katumba meinte, nach der Expo würden die Aufträge «wie automatisch» kommen. Schliesslich wurde die Landesausstellung zum Abschluss doch noch ein populärer Erfolg. Matthew als Creative Director hatte sich in dieser Zeit ein grosses Beziehungsnetz aufbauen können und lernte auch, wie man vor wichtigen und oftmals sehr grossen Gremien Projekte und Ideen präsentieren muss. Die guten Referenzen als CD bei der Expo brachten trotzdem nicht so kurzfristig Erfolg auch in der Werbung, und so mussten Katumba und Taiganidis als Selbstständige auch neu lernen, wie man «aktiv auf Kunden zugeht». Sie waren aber schon damals überzeugt: «Wir haben eine Berechtigung auf dem Markt.» – Und diese haben die Kunden inzwischen auch bestätigt. «Viele Anfragen kommen inzwischen tatsächlich fast automatisch.» Aktuell arbeitet die Agentur an einer breiten Kampagne für Tele Züri und Radio 24. Ein wichtiger Kunde zu Beginn war Phonak.
Stolz zeigen sich Katumba und Taiganidis immer noch auf einen Pitchgewinn für Finanz und Wirtschaft, wo sie die Zeitung mit dem Kampagnen-Claim «Ohne geht’s nicht» drei Jahre lang betreuen durften. «Diese Idee zeige, dass Hochspannung auch in der Entwicklung von strategischen Botschaften stark geworden ist.» Ein neuster Pitchgewinn in diesem Sinn ist das Budget für Züri Werk. Und falls es bei einem Pitch einmal nicht klappt, «muss man bei solchen Enttäuschungen auch lernen, sich und die Mitarbeiter weiter zu motivieren».
Beim ersten Weihnachtsessen noch in der konjunkturellen Krisenzeit der Werbewirtschaft machte die Crew von Hochspannung das noch mit einer Bratwurst und einer Dose Bier. An einem Stand in klirrender Kälte träumten die Kreativen von einer besseren Zukunft. Wenige Wochen später entwickelte sich 2004 für die junge Agentur «zu einem Superjahr». Bald musste das Duo die Untermiete im Keller des Tonstudios Jingle Jungle aufgeben und grössere Räume für ihr Wirken suchen. An der Splügenstrasse 9 beim Bahnhof Enge arbeiten heute sieben Personen. Als Chefberater ist Tom Fäh als dritter Kopf zum Führungsteam dazu gestossen. Hochspannung hat sich zu einer Fullservice-Agentur entwickelt. An den kreativen Groove eines nach wie vor unkonventionellen Start-ups erinnert aber auch im neuen Büro die etwas spezielle Architektur. Wo heute Hochspannung herrscht, war früher eine Garage. Praktisch ist es vor allem im Sommer, dass die Wand im Sitzungszimmer immer noch wie ein grosses Garagentor funktioniert und bei schönem Wetter hochgefahren werden kann. Das bringt auch im fünften Jahr den frischen Wind in die Brainstormings bei Hochspannung – auch wenn die beiden Chefs inzwischen nicht nur erwachsene Unternehmer, sondern auch bestandene Familienväter geworden sind.
Andreas Panzeri

Neuer Preis für freie Journalisten

Der Verein der Freien Berufsjournalisten Zürich (FBZ) hat den ersten Deutschschweizer Pressepreis für freie Journalistinnen und Journalisten lanciert. Er will sich damit für die Reputation und Honorierung des frei ausgeübten Journalismus’ einsetzen.

 Der Verein der Freien Berufsjournalisten Zürich (FBZ) hat den ersten Deutschschweizer Pressepreis für freie Journalistinnen und Journalisten lanciert. Die Auszeichnung wird im Herbst verliehen, wie der FBZ am Mittwoch mitteilte. Mit dem Preis will sich der Verein für die Reputation und Honorierung des frei ausgeübten Journalismus’ einsetzen. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben. In der ersten werden bereits publizierte Artikel prämiert, die in freier Mitarbeit entstanden sind. In der zweiten noch unveröffentlichte Texte. Die Preise sind mit 3’000 beziehungsweise 2’000 Franken dotiert. Die Preisgelder kommen laut FBZ durch Sponsoring zusammen.

SDA verbucht satte Gewinnsteigerung

Die Schweizerische Depeschenagentur AG hat ihren Konzerngewinn im vergangenen Jahr praktisch verdoppelt. Unter dem Strich verdiente die SDA-Gruppe 2,0 Millionen Franken. Der Umsatz nahm um 2 Prozent zu.

 Die Schweizerische Depeschenagentur AG hat ihren Konzerngewinn im vergangenen Jahr praktisch verdoppelt. Unter dem Strich verdiente die SDA-Gruppe 2 Millionen Franken. Der Umsatz nahm um 2 Prozent auf 36,9 Millionen Franken zu. Das Stammhaus, also die Nachrichtenagentur SDA, verbuchte einen Jahresgewinn von 1,5 Millionen Franken, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Betriebsertrag lag bei 27,8 Millionen Franken. Das sind rund 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Zur SDA-Gruppe gehört auch die Sportinformation (SI). Zudem hält sie Beteiligungen an der im Versand von Medienmitteilungen tätigen News aktuell und der Finanznachrichtenagentur AWP (AG für Wirtschaftspublikationen). Im vergangenen Jahr übernahm die SDA-Gruppe zudem einen 40-Prozent-Anteil an der Bild-Agentur Keystone. Die restlichen 60 Prozent liegen bei der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
Rückkehr von Ringier Der Nachrichtenagentur SDA gelang es im vergangenen Jahr, Ringier als Kunden zurückzugewinnen, nachdem das Verlagshaus 2005 abgesprungen war. Ebenso konnte 2007 der Vertrag mit der Bundeskanzlei für drei Jahre erneuert werden. Hingegen kündigten die Mittelland Zeitung und die Neue Luzerner Zeitung ihren Vertrag mit der SDA.
An der Generalversammlung der SDA-Gruppe am Mittwoch in Bern wurde Hans Heinrich Coninx als Verwaltungsratspräsident bestätigt. Auch die übrigen Verwaltungsräte wurden für eine weitere Amtsdauer gewählt. Die Aktionäre erhöhten ausserdem die bisher gültige Beteiligungsgrenze eines Aktionärs von 10 Prozent des gesamten Kapitals auf 20 Prozent.

BaZ spielt der Post in die Hände

Distribution Seit kurzem ist die Post in der Nordwestschweiz regionale Monopolistin in der adressierten Frühzustellung. Das wird für die Zuvo Folgen haben.

 
Distribution Seit kurzem ist die Post in der Nordwestschweiz regionale Monopolistin in der adressierten Frühzustellung. Das wird für die Zuvo Folgen haben. 
Verleger, die ihre Tageszeitung per Frühzustellung zu ihren Abonnenten bringen lassen wollten, waren bis vor kurzem bei der Zuvo, der Distributionstochter von NZZ und Tamedia, gut beraten. Denn die Zuvo, die in Zürich und in der Ostschweiz tätig ist, hat sich in der Deutschschweiz bei den meisten Frühzustellfirmen der anderen Verlage beteiligt – entweder direkt oder aber über eines ihrer Mutterhäuser. Das einzige «Loch» ohne direkten Zuvo-Einfluss existiert in der Nordwestschweiz. Hier besteht lediglich eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit mit der Prevag, der Frühzustellfirma der Basler Zeitung Medien (BZM). Noch vor gut einem Jahr hatte die Zuvo mit Nachdruck versucht, sich an der Prevag zu beteiligen, sie wurde jedoch von der BZM abgewiesen.Und jetzt verkauft die BZM ihre Prevag ausgerechnet an die Schweizerische Post, seit Anfang Jahr für die Zuvo und die anderen verlagseigenen Zustellfirmen die Konkurrenz schlechthin im Bereich adressierte Frühverteilung. Denn die Post, die bis dahin einzig in Bern und in der Innerschweiz in der adressierten Frühzustellung aktiv war, weitete diese Tätigkeit dank Blick-Auftrag ab März auf alle Deutschschweizer Agglomerationen aus. Klar ist aber: Die Distribution des Blick allein rentiert für die Post nicht. Sie benötigt dringend weitere Frühzustellaufträge. Doch um solche zu gewinnen, braucht man gute Konditionen und einen langen Atem – wegen der Kündigungsfristen.
Für die Zuvo, die sich ebenfalls für die Frühzustellung des Blick interessiert hatte, war Ringiers Auftrag an die Post eine erste Niederlage. Dass nun auch die BZM ausschert und der Post ihre Frühzustellfirma vollständig verkauft, dürfte die Zuvo und ihre Deutschschweizer Partner vermutlich ins Wanken bringen. Denn die Post kommt ab sofort gleich zu mehreren Aufträgen, verteilte doch die Prevag in der Nordwestschweiz neben der Basler Zeitung (BaZ) auch die Basellandschaftliche Zeitung (bz), den Tages-Anzeiger, die NZZ und weitere Titel. Ferner kann die Post nun dank Prevag ihr Tätigkeitsgebiet ins ganze WG 31 ausdehnen und sogar einen ersten Fuss in die sonntägliche Frühzustellung setzen.
Das Wichtigste aber: Weil die BZM die Prevag vollständig verkaufte, verfügt der Gelbe Riese erstmals punkto adressierter Frühzustellung über ein regionales Monopol – und dies erst noch in einem wirtschaftlich wichtigen Gebiet. Positiv ausgedrückt: Die Post kann nun vom WG 31 aus die Verlage ködern, wie sie will. Nirgends ist sie in der Angebotgestaltung derart frei, denn überall sonst reden noch Partner mit. Zunächst wird sie nun versuchen, jene Verlage, deren Titel sie derzeit im WG 31 verträgt, mit Konzern- oder Mengenrabatten sowie Treueboni stärker an sich zu binden. So wie man es schon bei den Pressetransporttarifen in der Tagzustellung kennt. Kurz: Die Post erhielt von der BZM ein Instrument, mit dem sie nun der Zuvo einen Kunden nach dem andern abjagen kann.
Den Beginn machte sie mit der BaZ. Denn es ist anzunehmen, dass sie der BaZ ein interessantes Angebot unterbreitete – nicht nur für die Distribution im WG 31. Vielmehr dürfte sich der Preis noch verbessern, wenn die BaZ auch ihre Frühzustellauflagen in Zürich, Aarau oder Luzern den Zuvo-Partnern entzieht und stattdessen der Post übergibt. Ist dies erst einmal so weit, dürfte bald ein Domino-Effekt einsetzen: Nach der BaZ ziehen sich vermutlich auch die AZ-Medien aus der Frühzustellung zurück, dann die gesamte Mittelland Zeitung, weiter die Zürcher Landzeitung und schliesslich die Zuvo und ihre Assoziierten selbst. Warum? Es wird eben günstiger sein, der Post möglichst die ganze Auflage statt bloss Teilauflagen zu übergeben. Und weil der Zuvo nach Blick-Verlust und Prevag-Verkauf rentable Expansionsmöglichkeiten praktisch verbaut sind.
BZM-CEO Beat Meyer kam wohl zu einem ähnlichen Schluss. Im DRS-Regionaljournal legte er jedenfalls seine «private Einschätzung» der Situation wie folgt dar: «Die klare Aussage der Post und die Ressourcen, mit denen sie in den Frühzustellmarkt drängen kann, werden den einen oder andern Verleger sicher zu Überlegungen anspornen. Und vielleicht kommt ja der eine oder andere zum selben Entscheid wie wir.»
Markus Knöpfli
Ein ungünstiger ZeitpunktNach dem Entscheid der Post,
mit der Blick-Frühzustellung die Zuvo direkt anzugreifen, kündete Tamedia an, ihre Beziehung zur Post zu «klären». Dies in erster Linie bei der Frühzustellfirma Bevo in Bern, wo Tamedia und Post je hälftig beteiligt sind. Schlimmstenfalls könnte Tamedia dort der Bevo einen Grossteil der Aufträge künden und diese einer noch zu gründenden Parallelorganisation übertragen. Doch lohnt sich das? Die Post würde deswegen bestimmt nicht klein beigeben. Zudem ist kaum anzunehmen, dass sich die Zuvo-Partnerin NZZ auf einen derartigen Machtkampf mit der Post einlässt. Warum sollte sie? Doch bis Ende Juni sollte bei Tamedia und Zuvo die «Klärung» erfolgt sein, um der Bevo rechtzeitig per Ende Jahr kündigen zu können. Dort aber erscheint man ob der neusten Entwicklung etwas ratlos. Laut Tamedias Cheflogistiker Jürg Brauchli, gleichzeitig VR-Präsident der Zuvo, ist jedenfalls zur Bevo und zum Verhältnis mit der Post noch nichts entschieden worden. Doch schon besteht im WG 31 ein neuer Klärungsbedarf. (mk)

SMC ist neu Mitglied des europäischen Branchenverbands

Der Schweizer Berufsverband Swiss Marketing (SMC) spielt ab sofort in der europäischen Liga mit: Er wurde von der European Marketing Confederation (EMC) einstimmig als neues Mitglied aufgenommen.

 Der Schweizer Berufsverband Swiss Marketing (SMC) spielt ab sofort in der europäischen Liga mit: Er wurde von der European Marketing Confederation (EMC) einstimmig als neues Mitglied aufgenommen. Die EMC ist der Dachverband für europäische Verbände in den Bereichen Marketing, Verkauf und Kommunikation und vertritt rund 250’000 Einzelmitglieder. Eines der Hauptziele der EMC sei es, die Standards der beruflichen Qualifikation zu vereinheitlichen und anzuheben, heisst es in einer Mitteilung. Sie hat deshalb in Anlehnung an den Standard EQF (European Qualification Framework) ein EMQF (European Marketing Qualification Framework) geschaffen. Die Mitgliedschaft von Swiss Marketing (SMC) in der EMC ermöglicht es nun, dass die Berufs- und höheren Fachprüfungen mit Mitträgerschaft des SMC und die Höhere Fachschule für Marketing mit diesem Standard kompatibel sind und damit auf die europäische Ebene gehoben werden können.

Neuer Direktor für RSR-Station Espace 2

Das Westschweizer Radio RSR hat Alexandre Barrelet zum neuen Direktor für den Sender Espace 2 ernannt. Er folgt auf Pascal Crittin, der per Anfang Dezember den Posten als RSR-Generalsekretär antritt.

 Das Westschweizer Radio RSR hat einen neuen Direktor für den Sender Espace 2 ernannt. Am 1. September übernimmt der Journalist und Musikspezialist Alexandre Barrelet die Führung des zweiten RSR-Programms. Er folgt auf Pascal Crittin, der auf Anfang Dezember den Posten als RSR-Generalsekretär antritt. Wie das Westschweizer Radio am Mittwoch weiter mitteilte, arbeitet Barrelet seit 1995 beim Radio. Er war unter anderem für die Sendegefässe «Matinales» und «Mémoires de la musique» verantwortlich.

Contexta gewinnt Läckerli Huus als Kunden

Die Berner Agentur Contexta hat im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation den Süssigkeiten-Produzenten Läckerli Huus als Neukunden gewonnen. Das Basler Unternehmen hat die Agentur mit der Kreation und Umsetzung des neuen Markenauftrittes beauftragt.

 Die Berner Agentur Contexta hat im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation den Süssigkeiten-Produzenten Läckerli Huus als Neukunden gewonnen. Das Basler Unternehmen, seit Januar 2007 im Besitz von Christoph Blochers Tochter Miriam, hat die Agentur mit der Kreation und Umsetzung des neuen Markenauftrittes beauftragt. Mit einem umfassenden Relaunch soll das Potenzial der traditionsreichen Marke noch besser genutzt werden, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Erste Arbeiten werden im September zu sehen sein. 
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