Die auf Sportvermarktung spezialisierte Affichage-Tochter Sportart hat Ende letzten Jahres zwei gewichtige Mandate verloren und wird nun deswegen in die APG integriert. Künftig ist sie nicht mehr als eigene Aktiengesellschaft, sondern als Profitcenter in der APG geführt. Anfangs August wird Jürg Müller die Nachfolge des bisherigen Geschäftsleiters Jakob Huber antreten, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt. Weil Sportart künftig keine eigene AG mehr darstellt, legen die beiden Verwaltungsräte Edwin Rudolf und Peter Weigelt ihr Amt nieder. Sportart musste Ende 2007 den Verlust der Mandate der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft und des Fussball Cups bzw. Swisscom Cups hinnehmen. Die Nati wird nun vom Schweizerischen Fussballverband SFV selber vermarktet. Auf die Verlängerung des Vertrags in Sachen Swisscom Cup verzichtete Sportart: «Wir haben vom SFV ein Angebot erhalten, das in unseren Augen nach nicht refinanzierbar ist. Deshalb stiegen wir aus», erklärte Müller auf Anfrage der Werbewoche. Beim Cup werden sich übrigens auch Hauptsponsor Swisscom und die beiden Sponsoren Basler Versicherungen und OBI zurückziehen.
Die Sportart AG hat eine allgemeine Phase der Veränderung hinter sich. «Vor drei Jahren beschäftigten wir 17 Personen, heute noch sechs», sagte Müller. Deshalb entschloss sich die Muttergesellschaft Affichage zu der Restrukturierung, die per 1. August erfolgt. Ziel sei es, dass die Sportart künftig drei oder vier Leute beschäftigt, erklärt der designierte Geschäftsführer. Entlassungen habe es aber keine gegeben. Auch nach der Restrukturierung wird Sportart weiterhin in der Sportvermarktung tätig sein. Zu den Kunden zählen der Schweizer Handballverband, der Uhrencup und das Frauen-Beachvolleyballduo Kuhn/Schwer. Ein Wachstum strebe man natürlich an, so Müller weiter. Er gehe aber davon aus, dass dies nicht «von heute auf morgen» klappe, da die Vermarktungsverträge oft langfristig geregelt werden.