Autor: admin
Weltuntergang reloaded
Kolumne Die grossen US-Medienkonzerne, denen man einst nachsagte, sie seien die einträglichste legale Geldanlage direkt nach den Spielcasinos, haben dramatisch an Marktwert verloren.
Selbst wer sich an Weltuntergangs-Szenarien aus der US-Zeitungsbranche gewöhnt hat, wird erst einmal tief Luft holen: Von den 8 Milliarden Dollar, die die Tribune Co. zur Jahrtausendwende aufgewendet hat, um sich Times Mirror und damit die Los Angeles Times in ihren Konzern einzuverleiben, mussten dieser Tage 3,8 Milliarden Dollar abgeschrieben werden. Die New York Times – eines der wenigen Blätter, die jenseits des Atlantiks die Berichterstattung über die Medienbranche und den Journalismus noch pflegen – hat vor kurzem vorgerechnet, wie sich die Börsenwerte von Zeitungshäusern entwickelt haben, denen man einmal nachgesagt hatte, sie seien die ¬einträglichste legale Geldanlage direkt nach den Spielcasinos.
Die grossen Konzerne haben dramatisch an Marktwert verloren. Die Washington Post Co. 24 Prozent seit Beginn des Jahres 2008, die New York Times Co. 26 Prozent und der grösste Zeitungskonzern der USA, Gannett, 52 Prozent. Bei vielen anderen börsen¬notierten Verlagshäusern sind Rückgänge der Notierungen von 50 bis 70 Prozent in den letzten ein bis zwei Jahren an der Tagesordnung. Und es gibt noch drastischere Fälle. So ist die Marktkapitalisierung der Journal Register Company, die den New Haven Register und Hunderte kleinerer Zeitungen herausgibt, im ¬August 2008 auf eine Million Dollar gesunken. Die Papiere haben damit seit Anfang des Vorjahres 99 Prozent ihres Wertes eingebüsst. Im selben Zeitraum hat GateHouse Media, ein anderes Verlagshaus, das Hunderte kleiner Lokalblätter herausgibt, nahezu 98 Prozent seines Börsenwertes verloren und notiert jetzt noch mit einem Marktwert von 26 Millionen Dollar. Die Sun-Times Media Group in Chicago notiert 91 Prozent niedriger als im Januar 2007. Ihr Aktienkapital wird derzeit mit 34 Millionen Dollar bewertet.
Die Börsianer mögen sich nun fragen, ob das Kaufkurse sind – und befinden sich damit gewiss in guter Gesellschaft einer Vielzahl branchenfremder Inves¬toren, die «jetzt oder nie» darüber nachdenken, diese Gelegenheit zu nutzen. Andere, die an Synergie-Effekte und ihre eigenen überlegenen Management-Talente geglaubt haben mögen – wie etwa Sam Zell in den USA und David Montgomery in Europa –, haben sich allerdings bereits blutige Nasen geholt. Weshalb auch wir besser an dieser Stelle auf den todsicheren Geldanlage- oder Geldvernichtungs-Tipp im Sommerloch verzichten.
Stattdessen möchten wir heute aus gegebenem Anlass – die Olympiade geht ja gerade zu Ende – an Al Neuharth erinnern. Er war sozusagen der Marathon¬läufer und Goldmedaillengewinner im amerikanischen Zeitungsgeschäft des ausgehenden 20. Jahrhunderts: Über viele Jahre hinweg hat er Gannett von Quartal
zu Quartal zu neuen Erfolgen geführt und innerhalb von zwei Jahrzehnten aus dem von ihm gegründeten ¬gehobenen Boulevardblatt USA Today die auflagenstärks¬te US-Zeitung gemacht – übrigens mit erstklassiger Sportberichterstattung.
Vorsorglich hat der Optimist und Lebemann ¬Neuharth allerdings vor zwanzig Jahren auch den Weltuntergang schon einmal durchgespielt – und sich ausgemalt, mit welchem Aufmacher die führenden US-Zeitungen unmittelbar zuvor darüber berichten würden. Seine Schlagzeilenversionen: New York Times: ‹Weltuntergang – Länder der Dritten Welt am stärks¬ten betroffen›; Wall Street Journal: ‹Weltuntergang – Dow Jones Index sackt auf Null-Marke›; Washington Post: ‹Weltuntergang – Aus Regierungskreisen verlautet: Weisses Haus hat Frühwarnungen ignoriert›; USA Today: ‹Wir sind alle tot! Allerletzte Sportergebnisse S. 6›. Der Scherz mag unter den heutigen Bedingungen makabrer klingen als zu dem Zeitpunkt, als Neuharth ihn erfunden hat. Sollte er indes zu heiterer, sommerlicher Gelassenheit im Umgang mit den Szenarien vom Exodus unserer Tageszeitungen verleiten, erfüllte er auch im Olympiajahr 2008 noch seinen Zweck.
Die grossen Konzerne haben dramatisch an Marktwert verloren. Die Washington Post Co. 24 Prozent seit Beginn des Jahres 2008, die New York Times Co. 26 Prozent und der grösste Zeitungskonzern der USA, Gannett, 52 Prozent. Bei vielen anderen börsen¬notierten Verlagshäusern sind Rückgänge der Notierungen von 50 bis 70 Prozent in den letzten ein bis zwei Jahren an der Tagesordnung. Und es gibt noch drastischere Fälle. So ist die Marktkapitalisierung der Journal Register Company, die den New Haven Register und Hunderte kleinerer Zeitungen herausgibt, im ¬August 2008 auf eine Million Dollar gesunken. Die Papiere haben damit seit Anfang des Vorjahres 99 Prozent ihres Wertes eingebüsst. Im selben Zeitraum hat GateHouse Media, ein anderes Verlagshaus, das Hunderte kleiner Lokalblätter herausgibt, nahezu 98 Prozent seines Börsenwertes verloren und notiert jetzt noch mit einem Marktwert von 26 Millionen Dollar. Die Sun-Times Media Group in Chicago notiert 91 Prozent niedriger als im Januar 2007. Ihr Aktienkapital wird derzeit mit 34 Millionen Dollar bewertet.
Die Börsianer mögen sich nun fragen, ob das Kaufkurse sind – und befinden sich damit gewiss in guter Gesellschaft einer Vielzahl branchenfremder Inves¬toren, die «jetzt oder nie» darüber nachdenken, diese Gelegenheit zu nutzen. Andere, die an Synergie-Effekte und ihre eigenen überlegenen Management-Talente geglaubt haben mögen – wie etwa Sam Zell in den USA und David Montgomery in Europa –, haben sich allerdings bereits blutige Nasen geholt. Weshalb auch wir besser an dieser Stelle auf den todsicheren Geldanlage- oder Geldvernichtungs-Tipp im Sommerloch verzichten.
Stattdessen möchten wir heute aus gegebenem Anlass – die Olympiade geht ja gerade zu Ende – an Al Neuharth erinnern. Er war sozusagen der Marathon¬läufer und Goldmedaillengewinner im amerikanischen Zeitungsgeschäft des ausgehenden 20. Jahrhunderts: Über viele Jahre hinweg hat er Gannett von Quartal
zu Quartal zu neuen Erfolgen geführt und innerhalb von zwei Jahrzehnten aus dem von ihm gegründeten ¬gehobenen Boulevardblatt USA Today die auflagenstärks¬te US-Zeitung gemacht – übrigens mit erstklassiger Sportberichterstattung.
Vorsorglich hat der Optimist und Lebemann ¬Neuharth allerdings vor zwanzig Jahren auch den Weltuntergang schon einmal durchgespielt – und sich ausgemalt, mit welchem Aufmacher die führenden US-Zeitungen unmittelbar zuvor darüber berichten würden. Seine Schlagzeilenversionen: New York Times: ‹Weltuntergang – Länder der Dritten Welt am stärks¬ten betroffen›; Wall Street Journal: ‹Weltuntergang – Dow Jones Index sackt auf Null-Marke›; Washington Post: ‹Weltuntergang – Aus Regierungskreisen verlautet: Weisses Haus hat Frühwarnungen ignoriert›; USA Today: ‹Wir sind alle tot! Allerletzte Sportergebnisse S. 6›. Der Scherz mag unter den heutigen Bedingungen makabrer klingen als zu dem Zeitpunkt, als Neuharth ihn erfunden hat. Sollte er indes zu heiterer, sommerlicher Gelassenheit im Umgang mit den Szenarien vom Exodus unserer Tageszeitungen verleiten, erfüllte er auch im Olympiajahr 2008 noch seinen Zweck.
Der Geschmack des Sommers
Frisch, frech und anders präsentiert Velvet zwei neue Geschmacks¬richtungen für Stimorol.
Neue Verpackung und neues Aroma. Die Bottles (Car Can und Pocket Bottle) bieten optimalen Schutz für die Dragées von Stimorol und sind deshalb insbesondere ideal für den Sommer, wenn sich viele Menschen am und im Wasser aufhalten. Diese trendige Hülle sowie die neuen Geschmacksrichtungen werden von der Luzerner Agentur Velvet in einer Kampagne unter dem Motto «New Sommer Look» präsentiert. Die frischen und frechen Sujets sollen gleichzeitig den Status von Stimorol festigen.
Stimorol nimmt schon seit Jahren für sich in Anspruch, «das Original» zu sein. Die Tradition soll aber nicht vor Innovation abhalten.«Stimorol Kunden sind einzigartig, gehen ihren eigenen Weg und suchen immer nach neuen Horizonten. Sie bleiben auch sich selber treu und stehen zu ihrer Identität», schreiben dazu die Werber etwas gummig für ein Massenprodukt. Jedenfalls tönt das ähnlich profillos wie ein stundenlang im Mund herum geschobener Kaugummi. Interessanter als die theoretische Basis scheint aber das kreative Resultat. Wie sie wirken – das wird sich auch zeigen, wenn die Plakate nach dem Aushang mit dem Poster Performance Index PPI ausgewertet werden. Damit kann der qualitative und quantitative Leistungsausweis gemessen werden. Reichweite, GRP, Markenzuordnung, Gefallen und Erinnerungswerte sind die Hauptkriterien. Und die dürften nach erstem Zubeissen beziehungsweise Hinschauen gut ausfallen. (pan)
Stimorol nimmt schon seit Jahren für sich in Anspruch, «das Original» zu sein. Die Tradition soll aber nicht vor Innovation abhalten.«Stimorol Kunden sind einzigartig, gehen ihren eigenen Weg und suchen immer nach neuen Horizonten. Sie bleiben auch sich selber treu und stehen zu ihrer Identität», schreiben dazu die Werber etwas gummig für ein Massenprodukt. Jedenfalls tönt das ähnlich profillos wie ein stundenlang im Mund herum geschobener Kaugummi. Interessanter als die theoretische Basis scheint aber das kreative Resultat. Wie sie wirken – das wird sich auch zeigen, wenn die Plakate nach dem Aushang mit dem Poster Performance Index PPI ausgewertet werden. Damit kann der qualitative und quantitative Leistungsausweis gemessen werden. Reichweite, GRP, Markenzuordnung, Gefallen und Erinnerungswerte sind die Hauptkriterien. Und die dürften nach erstem Zubeissen beziehungsweise Hinschauen gut ausfallen. (pan)
Hier findet jeder Anschluss
Contexta präsentiert in einer gross angelegten Gesamtkampagne das erweiterte DSL-Angebot von Swisscom.
Vom gemütlichen DSL-Start bis zum superschnellen Infinity: Das neue, erweiterte DSL-Angebot von Swisscom bietet jedem genau den richtigen Internetanschluss. Diese Vielfalt hat Contexta in einer gross angelegten Gesamtkampagne auf den Punkt gebracht.
Die Bedürfnisse der Menschen sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Und manchmal kann es überraschend sein, wer da was wichtig findet. Die reiche, perlenbehängte Lady wünscht sich «das Günstigste». Das kleine Mädchen auf seinem Laufvelo möchte selbstverständlich «das Schnellste». Der Mathematikprofessor will «das Einfachste». Der grosse Basketballer «das Kleinste». Und der waghalsige und absolut unkonventionelle Artist sehnt sich nach dem «ganz Normalen». Sie alle finden bei Swisscom genau das, was sie suchen. Denn das vielseitige DSL-Internetangebot von Swisscom wird allen Ansprüchen gerecht.
Die DSL-Kampagne ist die umfassende und vollständig integrierte Gesamtkampagne von Swisscom. Entsprechend hoch waren die Ansprüche an das Kampagnenkonzept, welches in sämtlichen Disziplinen schnell und flexibel funktionieren muss. Contexta und das Team um die beiden CDs Bene Abegglen und Moritz Staehelin lösten die Aufgabe in einem geschickten Spiel mit Gegensätzen, Klischees und deren Widerlegung. Die Kampagne soll überraschen und damit die Vielfalt des DSL-Angebots verblüffend auf den Punkt bringen. Genauso betont sie die Breitbandkompetenz von Swiss¬com und den Nutzen, welche die Kunden davon haben. Durchgezogen wird die Idee nicht nur im TV und im Print, sondern auch im Kino, im Internet, in Direct Mailings, im Radio sowie in den Swisscom-Shops. «Der einfache und sehr clevere Mechanismus der breit angelegten Gesamtkampagne hat den grossen Vorteil, dass sich die einzelnen DSL-Abonnemente sehr spezifisch ausloben lassen, ohne dass die Hauptbotschaft verloren geht», freuen sich die Werbeleiter Roger Renfer und Patrizio Pivirotto bei Swisscom. Vom schnellsten über das günstigste bis hin zum ganz normalen DSL-Abonnement: Swisscom hat für jeden genau das Richtige.
Kernstück der Kampagne ist ein 30 Sekunden langer Basisspot aus der Produktion von Ping Pong, welcher die ganze Vielfalt des neuen DSL-Angebots präsentiert. Daraus ergeben sich mehrere kurze Produktespots, begleitet von entsprechenden Printsujets, welche die verschiedenen DSL-Abonnemente ausloben. Selbstverständlich findet sich die Kampagne auch im Internet wieder, dort mit viel Interaktion und hohem Unterhaltungswert.
Um das entsprechend umsetzen zu können, hat die Gesamtverantwortliche Nadine Borter auf illustre Leute gesetzt. Mit Regisseur Christian Aeby und Fotograf Giovanni Castell hat Contexta die neue Bildsprache von Swisscom sehr stimmungsvoll und eigenständig in Szene gesetzt. Auf einer eigentlichen Tour de Suisse ist man von Genf über Olten bis ins Tessin gereist und hat die verschiedenen Charaktere an treffenden Locations in Szene gesetzt: «Niemand ist nur das, was er zu sein scheint. Die reiche Lady will plötzlich das Günstigste und der ausgeflippte Artist das ganz Normale. Diese Gegensätze sind dann am spannendsten, wenn unsere Protagonisten glaubwürdig und authentisch bleiben», meint Aeby. Genauso hat auch Fotograf Giovanni Castell der Kampagne mit seinen Bildern eine zusätzliche Qualität verliehen. «Wir haben versucht das Unerwartete und das Zufällige festzuhalten, nicht das allzu Offensichtliche.»
Peter Eisenegger und Daniel Landolt von der Contexta-Tochter atfront haben die Kampagne online weiterentwickelt. Im Internet wohnen die verschiedenen Charaktere gemeinsam unter einem Dach: Auf www.swisscom.ch/dsl kann der Besucher das DSL-Haus und seine interessanten Bewohner näher kennenlernen und wird so auf unterhaltsame Weise mit den Vorzügen der neuen DSL-Abonnemente bekannt gemacht.
Andreas Panzeri
Die Bedürfnisse der Menschen sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Und manchmal kann es überraschend sein, wer da was wichtig findet. Die reiche, perlenbehängte Lady wünscht sich «das Günstigste». Das kleine Mädchen auf seinem Laufvelo möchte selbstverständlich «das Schnellste». Der Mathematikprofessor will «das Einfachste». Der grosse Basketballer «das Kleinste». Und der waghalsige und absolut unkonventionelle Artist sehnt sich nach dem «ganz Normalen». Sie alle finden bei Swisscom genau das, was sie suchen. Denn das vielseitige DSL-Internetangebot von Swisscom wird allen Ansprüchen gerecht.
Die DSL-Kampagne ist die umfassende und vollständig integrierte Gesamtkampagne von Swisscom. Entsprechend hoch waren die Ansprüche an das Kampagnenkonzept, welches in sämtlichen Disziplinen schnell und flexibel funktionieren muss. Contexta und das Team um die beiden CDs Bene Abegglen und Moritz Staehelin lösten die Aufgabe in einem geschickten Spiel mit Gegensätzen, Klischees und deren Widerlegung. Die Kampagne soll überraschen und damit die Vielfalt des DSL-Angebots verblüffend auf den Punkt bringen. Genauso betont sie die Breitbandkompetenz von Swiss¬com und den Nutzen, welche die Kunden davon haben. Durchgezogen wird die Idee nicht nur im TV und im Print, sondern auch im Kino, im Internet, in Direct Mailings, im Radio sowie in den Swisscom-Shops. «Der einfache und sehr clevere Mechanismus der breit angelegten Gesamtkampagne hat den grossen Vorteil, dass sich die einzelnen DSL-Abonnemente sehr spezifisch ausloben lassen, ohne dass die Hauptbotschaft verloren geht», freuen sich die Werbeleiter Roger Renfer und Patrizio Pivirotto bei Swisscom. Vom schnellsten über das günstigste bis hin zum ganz normalen DSL-Abonnement: Swisscom hat für jeden genau das Richtige.
Kernstück der Kampagne ist ein 30 Sekunden langer Basisspot aus der Produktion von Ping Pong, welcher die ganze Vielfalt des neuen DSL-Angebots präsentiert. Daraus ergeben sich mehrere kurze Produktespots, begleitet von entsprechenden Printsujets, welche die verschiedenen DSL-Abonnemente ausloben. Selbstverständlich findet sich die Kampagne auch im Internet wieder, dort mit viel Interaktion und hohem Unterhaltungswert.
Um das entsprechend umsetzen zu können, hat die Gesamtverantwortliche Nadine Borter auf illustre Leute gesetzt. Mit Regisseur Christian Aeby und Fotograf Giovanni Castell hat Contexta die neue Bildsprache von Swisscom sehr stimmungsvoll und eigenständig in Szene gesetzt. Auf einer eigentlichen Tour de Suisse ist man von Genf über Olten bis ins Tessin gereist und hat die verschiedenen Charaktere an treffenden Locations in Szene gesetzt: «Niemand ist nur das, was er zu sein scheint. Die reiche Lady will plötzlich das Günstigste und der ausgeflippte Artist das ganz Normale. Diese Gegensätze sind dann am spannendsten, wenn unsere Protagonisten glaubwürdig und authentisch bleiben», meint Aeby. Genauso hat auch Fotograf Giovanni Castell der Kampagne mit seinen Bildern eine zusätzliche Qualität verliehen. «Wir haben versucht das Unerwartete und das Zufällige festzuhalten, nicht das allzu Offensichtliche.»
Peter Eisenegger und Daniel Landolt von der Contexta-Tochter atfront haben die Kampagne online weiterentwickelt. Im Internet wohnen die verschiedenen Charaktere gemeinsam unter einem Dach: Auf www.swisscom.ch/dsl kann der Besucher das DSL-Haus und seine interessanten Bewohner näher kennenlernen und wird so auf unterhaltsame Weise mit den Vorzügen der neuen DSL-Abonnemente bekannt gemacht.
Andreas Panzeri
Geschenke erhalten die Kundschaft
Rod und Sanitas sind bereit für den Prämienherbst.
Nach einem erfolgreichen Zusammenschluss mit Wincare und pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum gibt sich Sanitas, der viertgrösste Krankenversicherer der Schweiz, einen neuen Auftritt. Dieser wird im laufenden Prämienherbst erstmals für eine breite Öffentlichkeit sichtbar. Die Zürcher Agentur Rod Kommunikation entwickelte eine mehrstufige und integrierte Kampagne, die auf die Preisvorteile der cleveren Versicherungsprodukte von Sanitas setzt und die Marke als Krankenversicherung mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis positioniert. «Zu intelligenten Versicherungslösungen, die zeitgemässen Lebensentwürfen Rechnung tragen, gehören selbstverständlich auch attraktive Prämiensparmodelle und Rabatte», erklärt Valentin Hüsser, Leiter strategisches Marketing bei Sanitas.
Grundgedanke der Kampagne: Anhand von kleinen und grossen Träumen, visualisiert als grün verpackte Geschenke, wird diese Botschaft dramatisiert. Getragen wird das Motto «Mehr Geld übrig für alles, was Sie bewegt» von einer weit reichenden Kampagne, die auf zahlreichen Kanälen inszeniert wird. Sei dies in der internen Kommunikation, im TV-Spot, auf Plakaten und Anzeigen, Promotionen, Online-Aktivitäten oder mit einem auf Familien ausgerichteten Direct-Marketing-Konzept.
Die Kampagne findet mit dem TV-Spot ihren Anfang. Weitere Massnahmen sind im Laufe des Herbstes zu sehen. (pan)
Grundgedanke der Kampagne: Anhand von kleinen und grossen Träumen, visualisiert als grün verpackte Geschenke, wird diese Botschaft dramatisiert. Getragen wird das Motto «Mehr Geld übrig für alles, was Sie bewegt» von einer weit reichenden Kampagne, die auf zahlreichen Kanälen inszeniert wird. Sei dies in der internen Kommunikation, im TV-Spot, auf Plakaten und Anzeigen, Promotionen, Online-Aktivitäten oder mit einem auf Familien ausgerichteten Direct-Marketing-Konzept.
Die Kampagne findet mit dem TV-Spot ihren Anfang. Weitere Massnahmen sind im Laufe des Herbstes zu sehen. (pan)
Werbung auf tiefem Niveau
Eine neue Firma bietet grossformatige Werbeflächen an – und erhellt damit düstere Orte wie Tiefgaragen. Publicitas ist Hauptvermarkterin.
Was ist das: Es ist grau, düster, riecht nach Abgasen – und man verlässt es so schnell wie möglich? Richtig, ein herkömmliches Parkhaus. Doch diese Art von Autoabstellplatz könnte schon bald der Vergangenheit angehören, falls die junge Firma CS Media hierzulande Erfolg hat.
CS Media, vor einigen Monaten in Basel gegründet, ist für Kanada und Europa (ohne Portugal und Österreich) der einzige lizenzierte Anbieter von CarSpaze, einem neuen Produkt im Bereich Aussenwerbung. ¬Dabei handelt es sich um mindestens 20 aneinander gereihte, 1,5 Meter mal 1,2 Meter grosse Eternitplatten, die aber nicht mit Papier beklebt, sondern mittels eines speziellen Verfahrens bedruckt werden. CS Media hat jetzt damit begonnen, stark frequentierte Parkhäuser mit derartigen 24 Meter langen Werbeflächen auszustatten. Sie bekleiden die grauen Betonwände, vor ¬denen die Autos parkieren. Zugleich rüstet CS Media die Beleuchtung so um, dass die CarSpaze-Wände erhellt werden und dadurch auch die entsprechende Parkhaus-Etage etwas von ihrer oft bedrückenden Ungemütlichkeit verliert. CS ¬Media beschreibt die Veränderung so: «CarSpaze wandelt Parkhäuser in eine einprägende Medien-Landschaft und verbessert das Parking-Erlebnis beträchtlich.»
Die erste CarSpaze-Wand der Schweiz wird just heute, am 21. August, im Bahnhof-Parking in Bern enthüllt. Als erster Kunde liessen die SBB gleich das ganze dritte Stockwerk (insgesamt 150 Meter) mit einem imposanten Werbesujet ausstatten. Natürlich ist das keine kurzfristige Angelegenheit: Für Produktion und Installation benötigt CS Media sechs Wochen. «Der Aushang, der sich primär für Imagewerbung eignet, dauert in der Regel ein Jahr, mindestens aber sechs Monate», sagt Grégoire Schnegg, COO von CS Media. Eine Mindestfläche von 24 Metern Länge kostet rund 100000 Franken, ein Fünftel davon ist für die Produktion. CarSpaze-Platten sind rezyklierbar.
Bereits hat CS Media mit rund zehn weiteren Parkhausbetreibern in der ganzen Schweiz Verträge abgeschlossen. Auch mit mehreren Werbekunden laufen Verhandlungen. Schnegg, der übrigens bis vor acht ¬Monaten noch CEO des Kinobetreibers Pathé Suisse war, rechnet mit etwa vier weiteren CarSpaze-Werbewänden bis Ende Jahr. Auch in Deutschland und Grossbritannien ist CS Media startbereit. «Vorläufig fokussieren wir auf Parkhäuser, doch wir können uns andere Standorte, zum Beispiel auch im Freien, vorstellen. Wir haben einige Ideen», so Schnegg.
Ein Detail am Rande: Um hierzulande Fuss fassen zu können, waren Gespräche mit den Aussenwerbern APG und Clear Channel Outdoor (CCO) nötig. Denn diese haben teils Exklusiv-Verträge mit Parkhäusern, nutzen diese aber nur bei der Ein- und Ausfahrt und beim Lift. Wegen der geringeren Frequenzen interessieren sie sich kaum für die Parkplätze selbst. «Sie haben an uns natürlich keine Freude, sahen aber ein, dass wir eine andere Arbeit machen und ihnen auch keine Flächen wegnehmen», sagt Schnegg.
In der Vermarktung ist CS Media selbst aktiv, kooperiert aber auch mit andern Agenturen. Und als Hauptagentur wurde die PubliGroupe gewählt. «Wir sind auf die P zugegangen und haben mit ihr eine vertragliche Partnerschaft vereinbart», erklärt Schnegg.
Markus Knöpfli
Ein neues Medium für die PThomas Bargetzi, bei Publicitas CEO von Media Sales (Schweiz), zeigt sich erfreut darüber, neben Print, TV, Radio, Online, Kino, Mobile und AdScreen nun mit CarSpaze ein weiteres Medium im Vermarktungsportfolio zu haben. «Die Aussenwerbung ist ein Teil von Allmedia und generiert jährlich 600 Millionen Franken Nettoumsatz», sagt er. Zwar sei CarSpaze nicht direkt mit dem Medium Plakat vergleichbar, es sei eher eine Spezialität. «Doch die Kunden fragen nach neuen Kommunikationsformen, deshalb sind wir verpflichtet, ihnen Lösungen anzubieten», sagt er. In der neuen, seit dem 1. August gültigen P-Struktur werde die CarSpaze-Vermarktung im Bereich Direct Sales untergebracht, und zwar in der Abteilung New Sales. «Diese Abteilung kann nun sofort starten. Wir werden jedenfalls aktiv auf die Kunden zugehen», sagt Bargetzi. (mk)
CS Media, vor einigen Monaten in Basel gegründet, ist für Kanada und Europa (ohne Portugal und Österreich) der einzige lizenzierte Anbieter von CarSpaze, einem neuen Produkt im Bereich Aussenwerbung. ¬Dabei handelt es sich um mindestens 20 aneinander gereihte, 1,5 Meter mal 1,2 Meter grosse Eternitplatten, die aber nicht mit Papier beklebt, sondern mittels eines speziellen Verfahrens bedruckt werden. CS Media hat jetzt damit begonnen, stark frequentierte Parkhäuser mit derartigen 24 Meter langen Werbeflächen auszustatten. Sie bekleiden die grauen Betonwände, vor ¬denen die Autos parkieren. Zugleich rüstet CS Media die Beleuchtung so um, dass die CarSpaze-Wände erhellt werden und dadurch auch die entsprechende Parkhaus-Etage etwas von ihrer oft bedrückenden Ungemütlichkeit verliert. CS ¬Media beschreibt die Veränderung so: «CarSpaze wandelt Parkhäuser in eine einprägende Medien-Landschaft und verbessert das Parking-Erlebnis beträchtlich.»
Die erste CarSpaze-Wand der Schweiz wird just heute, am 21. August, im Bahnhof-Parking in Bern enthüllt. Als erster Kunde liessen die SBB gleich das ganze dritte Stockwerk (insgesamt 150 Meter) mit einem imposanten Werbesujet ausstatten. Natürlich ist das keine kurzfristige Angelegenheit: Für Produktion und Installation benötigt CS Media sechs Wochen. «Der Aushang, der sich primär für Imagewerbung eignet, dauert in der Regel ein Jahr, mindestens aber sechs Monate», sagt Grégoire Schnegg, COO von CS Media. Eine Mindestfläche von 24 Metern Länge kostet rund 100000 Franken, ein Fünftel davon ist für die Produktion. CarSpaze-Platten sind rezyklierbar.
Bereits hat CS Media mit rund zehn weiteren Parkhausbetreibern in der ganzen Schweiz Verträge abgeschlossen. Auch mit mehreren Werbekunden laufen Verhandlungen. Schnegg, der übrigens bis vor acht ¬Monaten noch CEO des Kinobetreibers Pathé Suisse war, rechnet mit etwa vier weiteren CarSpaze-Werbewänden bis Ende Jahr. Auch in Deutschland und Grossbritannien ist CS Media startbereit. «Vorläufig fokussieren wir auf Parkhäuser, doch wir können uns andere Standorte, zum Beispiel auch im Freien, vorstellen. Wir haben einige Ideen», so Schnegg.
Ein Detail am Rande: Um hierzulande Fuss fassen zu können, waren Gespräche mit den Aussenwerbern APG und Clear Channel Outdoor (CCO) nötig. Denn diese haben teils Exklusiv-Verträge mit Parkhäusern, nutzen diese aber nur bei der Ein- und Ausfahrt und beim Lift. Wegen der geringeren Frequenzen interessieren sie sich kaum für die Parkplätze selbst. «Sie haben an uns natürlich keine Freude, sahen aber ein, dass wir eine andere Arbeit machen und ihnen auch keine Flächen wegnehmen», sagt Schnegg.
In der Vermarktung ist CS Media selbst aktiv, kooperiert aber auch mit andern Agenturen. Und als Hauptagentur wurde die PubliGroupe gewählt. «Wir sind auf die P zugegangen und haben mit ihr eine vertragliche Partnerschaft vereinbart», erklärt Schnegg.
Markus Knöpfli
Ein neues Medium für die PThomas Bargetzi, bei Publicitas CEO von Media Sales (Schweiz), zeigt sich erfreut darüber, neben Print, TV, Radio, Online, Kino, Mobile und AdScreen nun mit CarSpaze ein weiteres Medium im Vermarktungsportfolio zu haben. «Die Aussenwerbung ist ein Teil von Allmedia und generiert jährlich 600 Millionen Franken Nettoumsatz», sagt er. Zwar sei CarSpaze nicht direkt mit dem Medium Plakat vergleichbar, es sei eher eine Spezialität. «Doch die Kunden fragen nach neuen Kommunikationsformen, deshalb sind wir verpflichtet, ihnen Lösungen anzubieten», sagt er. In der neuen, seit dem 1. August gültigen P-Struktur werde die CarSpaze-Vermarktung im Bereich Direct Sales untergebracht, und zwar in der Abteilung New Sales. «Diese Abteilung kann nun sofort starten. Wir werden jedenfalls aktiv auf die Kunden zugehen», sagt Bargetzi. (mk)
Dynamit für Verleger
Printwerbung gilt als unflexibel. Das muss nicht sein, sagt Publicitas und hilft den Verlegern, beweglicher zu werden.
Möchten Sie demnächst rund ein Viertel aller Haushalte im Zürcher Unterland günstig mit Werbung erreichen? Dann können Sie noch bis 22. August (16 Uhr) an einer Online-Versteigerung von je zehn ganz- und halbseitigen Inseraten im Zürcher Unterländer (ZU) und im Neuen Bülacher Tagblatt (NBT) teilnehmen. Der Startpreis pro Seite beträgt 999 Franken, pro halbe Seite 555 Franken, was einem Rabatt von rund 80 Prozent gegenüber dem Normaltarif entspricht.
Dieser Aufruf ist nicht fiktiv. Man findet ihn auf der von der Publicitas aufgeschalteten Website www.dynamicpricing.ch. Und dort ist auch nachzulesen, dass die ZürichseeZeitung (ZSZ) vor den Sommerferien eine ähnliche Auktion durchgeführt hat, die Titel der Société Neuchâteloise de la Presse (SNP) L’Impartial und L’Express sogar schon im April. Allen Versteigerungen gemeinsam ist, dass sie in Kooperation mit der Publicitas lanciert und nur Inserate in Montagausgaben angeboten wurden. Doch während die SNP-Zeitungen bis Ende Jahr je total 45 Inserate mit saisonal unterschiedlichen Startpreisen (zu 1500, 2500 und 3000 Franken) zur Auktion anmeldeten, beschränkten sich ZSZ sowie Zürcher Unterländer (ZU) und Neues Bülacher Tagblatt (NBT) auf Anzeigen im Sommer beziehungsweise Herbst und auf je nur einen Anfangspreis.
Positive BilanzDie Erfahrungen bei der ZSZ und in der Westschweiz waren ähnlich: «Sämtliche Inserate wurden gebucht, es gab keine Lücken», sagt ZSZ-Geschäftsführer Erland Herkenrath. «Der erzielte Preis betrug durchschnittlich 30 Prozent des Anfangspreises», ergänzt SNP-Direktor Jacques Matthey. Das Minimum lag nur leicht über dem Startpreis, das Maximum etwa beim doppelten Wert. Somit wurde kaum je die Hälfte des Normalpreises erreicht. «Stimmt», sagt Herkenrath, «doch das ist immer noch mehr, als wenn wir Füllinserate platzieren müssten – wie so oft an Montagen.» Zudem sei der Umsatz sogar um 40 Prozent höher ausgefallen als erwartet. Matthey führt noch einen Aspekt an: «Die Auktion machte uns im lokalen Markt zum Gesprächsthema. Insgesamt haben etwa 100 Kunden teilgenommen, darunter auch einige Neukunden.»
Beiderorts zieht man eine positive erste Bilanz, dennoch gibt es Einschränkungen: «Wir werden dies sicher nicht ständig machen, denn wir wollen ja unsern Tarif nicht unterlaufen», sagt Herkenrath. Ob und wie ZSZ und ZU weitermachen, will er deshalb erst im Rahmen der Züriland-Zeitung erörtern. Matthey seinerseits gibt zu bedenken, dass solche Aktionen zwar den Anzeigenmarkt etwas beleben. «Doch sie können immer nur wenig zu unserem Gesamtumsatz beitragen.»
Diese Einschätzung wird grundsätzlich auch von der Publicitas geteilt. Séverine Lago, Leiterin des Projektes Dynamic Pricing und seit kurzem Head of Market Development, betont aber, es handle sich bei den beschriebenen Auktionen um erste Tests in lokalen Märkten. «Wir möchten damit Erfahrungen sammeln und die Bedürfnisse der verschiedenen Marktpartner ausloten», sagt sie. Ziel sei es, die Printwerbung flexibler zu machen. «Wir wollen das Image der Presse entstauben und zeigen, dass Printwerbung modern und dynamisch sein kann», sagt Lago. Ihr Team habe in den letzten zwei Jahren weltweit in verschiedenen Branchen recherchiert und Ideen für eine flexiblere Preisgestaltung zusammengetragen. Derzeit würden mit zehn Regieverlagen und mit über 25 Zeitungen oder Kombis gut 40 verschiedene Angebote getestet. Dabei handelt es sich nicht nur um Auktionen. Andere Instrumente, etwa Last-Minute-Angebote der Aargauer Zeitung und von Edipresse-Titeln, sind derzeit am Laufen oder noch in Vorbereitung. Auch funktionieren nicht alle Ideen webbasiert, einige werden über Aussendienstmitarbeiter in den Markt getragen, so etwa «Name your own price». Dabei kann der Kunde selbst einen Preis vorschlagen. Ist sein Angebot gleich hoch oder höher als der festgelegte Mindestpreis des Verlegers, erhält er das Inserat. Eine weitere Idee sind Standby-Anzeigen: Der Kunde bucht ein Inserat ohne fixen Termin, zum Beispiel irgendwann im September. Der Verleger publiziert es dann, wenn er dafür freien Platz hat. Weiter lancierte das Dynamic-Pricing-Team den «Pubbooster», ein erstes crossmediales Paket für den lokalen Markt: Für beispielsweise 330 Franken erhält der Kunde ein kleines Inserat, den Druck eines Flyers, ein Kinodia (Cinepicture), jeweils Grafik inklusive, dazu einen Monat Präsenz in der PDF-Ausgabe der Zeitung sowie eine Branchenanalyse.
Nicht alle Dynamic-Pricing-Ideen sind neu. So kann es vorkommen, dass Lagos Team einem Verleger bloss einen herkömmlichen Sommerrabatt vorschlägt, weil er dies noch nie ausprobiert hat. Lago sieht ihre Rolle denn auch nicht primär in der Entwicklung von Neuheiten, sondern im systematischen Sammeln und Aufarbeiten von Ideen – und als Motivatorin, Neues auszuprobieren. «Wir wollen zeigen, dass man den Preis für gezielte Angebote als Marketinginstrument benützen kann», sagt sie. Gleichzeitig will sie auch Voraussetzungen schaffen, um Probeläufe zu erleichtern. Während zum Beispiel die SNP-Titel ihre Versteigerung noch über die Website ricardo.ch abwickeln mussten, stand ZSZ und ZU/NBT bereits eine P-eigene Auktions-Plattform zur Verfügung.
Markus Knöpfli
Noch kein grosser WurfIn der Branche hat das Projekt Dynamic Pricing auch Unmut ausgelöst. Die P, Gralshüterin der Tariftreue, bewege sich damit fast nur in lokalen Märkten und denke in erster Linie über Vergünstigungen nach, ist zu hören. Dem hält Séverine Lago entgegen, dass sie sich keineswegs auf das Backen kleiner Brötchen beschränken wolle, dass sie aber verstehe, wenn Verleger erste Tests im lokalen Markt durchführen. Zudem bleibe die Tarifhoheit, auch bei Auktionen, immer beim Verleger. «Wir beraten ihn nur», betont sie. Auch die Tariftreue werde keinesfalls unterwandert. Weiteres Kopfschütteln löste Lagos Behauptung aus, Dynamic-Pricing-Massnahmen hätten insgesamt bereits zu sechsstelligen Monatsumsätzen geführt. «Eine Wachstumsrate von mehreren 100 000 Franken pro Monat ist nun realistisch», schrieb sie Mitte Juli. Das wirkt tatsächlich etwas grossspurig angesichts der Tatsache, dass erst zwei Auktionen messbare Resultate lieferten – die zudem niemals monatlich 100 000 Franken einbrachten. Doch Lago bleibt dabei: «Es gibt noch viele andere Zeitungen und etwa 40 verschiedene Angebote, deshalb macht mir diese Aussage keine Sorge.» (mk)
Dieser Aufruf ist nicht fiktiv. Man findet ihn auf der von der Publicitas aufgeschalteten Website www.dynamicpricing.ch. Und dort ist auch nachzulesen, dass die ZürichseeZeitung (ZSZ) vor den Sommerferien eine ähnliche Auktion durchgeführt hat, die Titel der Société Neuchâteloise de la Presse (SNP) L’Impartial und L’Express sogar schon im April. Allen Versteigerungen gemeinsam ist, dass sie in Kooperation mit der Publicitas lanciert und nur Inserate in Montagausgaben angeboten wurden. Doch während die SNP-Zeitungen bis Ende Jahr je total 45 Inserate mit saisonal unterschiedlichen Startpreisen (zu 1500, 2500 und 3000 Franken) zur Auktion anmeldeten, beschränkten sich ZSZ sowie Zürcher Unterländer (ZU) und Neues Bülacher Tagblatt (NBT) auf Anzeigen im Sommer beziehungsweise Herbst und auf je nur einen Anfangspreis.
Positive BilanzDie Erfahrungen bei der ZSZ und in der Westschweiz waren ähnlich: «Sämtliche Inserate wurden gebucht, es gab keine Lücken», sagt ZSZ-Geschäftsführer Erland Herkenrath. «Der erzielte Preis betrug durchschnittlich 30 Prozent des Anfangspreises», ergänzt SNP-Direktor Jacques Matthey. Das Minimum lag nur leicht über dem Startpreis, das Maximum etwa beim doppelten Wert. Somit wurde kaum je die Hälfte des Normalpreises erreicht. «Stimmt», sagt Herkenrath, «doch das ist immer noch mehr, als wenn wir Füllinserate platzieren müssten – wie so oft an Montagen.» Zudem sei der Umsatz sogar um 40 Prozent höher ausgefallen als erwartet. Matthey führt noch einen Aspekt an: «Die Auktion machte uns im lokalen Markt zum Gesprächsthema. Insgesamt haben etwa 100 Kunden teilgenommen, darunter auch einige Neukunden.»
Beiderorts zieht man eine positive erste Bilanz, dennoch gibt es Einschränkungen: «Wir werden dies sicher nicht ständig machen, denn wir wollen ja unsern Tarif nicht unterlaufen», sagt Herkenrath. Ob und wie ZSZ und ZU weitermachen, will er deshalb erst im Rahmen der Züriland-Zeitung erörtern. Matthey seinerseits gibt zu bedenken, dass solche Aktionen zwar den Anzeigenmarkt etwas beleben. «Doch sie können immer nur wenig zu unserem Gesamtumsatz beitragen.»
Diese Einschätzung wird grundsätzlich auch von der Publicitas geteilt. Séverine Lago, Leiterin des Projektes Dynamic Pricing und seit kurzem Head of Market Development, betont aber, es handle sich bei den beschriebenen Auktionen um erste Tests in lokalen Märkten. «Wir möchten damit Erfahrungen sammeln und die Bedürfnisse der verschiedenen Marktpartner ausloten», sagt sie. Ziel sei es, die Printwerbung flexibler zu machen. «Wir wollen das Image der Presse entstauben und zeigen, dass Printwerbung modern und dynamisch sein kann», sagt Lago. Ihr Team habe in den letzten zwei Jahren weltweit in verschiedenen Branchen recherchiert und Ideen für eine flexiblere Preisgestaltung zusammengetragen. Derzeit würden mit zehn Regieverlagen und mit über 25 Zeitungen oder Kombis gut 40 verschiedene Angebote getestet. Dabei handelt es sich nicht nur um Auktionen. Andere Instrumente, etwa Last-Minute-Angebote der Aargauer Zeitung und von Edipresse-Titeln, sind derzeit am Laufen oder noch in Vorbereitung. Auch funktionieren nicht alle Ideen webbasiert, einige werden über Aussendienstmitarbeiter in den Markt getragen, so etwa «Name your own price». Dabei kann der Kunde selbst einen Preis vorschlagen. Ist sein Angebot gleich hoch oder höher als der festgelegte Mindestpreis des Verlegers, erhält er das Inserat. Eine weitere Idee sind Standby-Anzeigen: Der Kunde bucht ein Inserat ohne fixen Termin, zum Beispiel irgendwann im September. Der Verleger publiziert es dann, wenn er dafür freien Platz hat. Weiter lancierte das Dynamic-Pricing-Team den «Pubbooster», ein erstes crossmediales Paket für den lokalen Markt: Für beispielsweise 330 Franken erhält der Kunde ein kleines Inserat, den Druck eines Flyers, ein Kinodia (Cinepicture), jeweils Grafik inklusive, dazu einen Monat Präsenz in der PDF-Ausgabe der Zeitung sowie eine Branchenanalyse.
Nicht alle Dynamic-Pricing-Ideen sind neu. So kann es vorkommen, dass Lagos Team einem Verleger bloss einen herkömmlichen Sommerrabatt vorschlägt, weil er dies noch nie ausprobiert hat. Lago sieht ihre Rolle denn auch nicht primär in der Entwicklung von Neuheiten, sondern im systematischen Sammeln und Aufarbeiten von Ideen – und als Motivatorin, Neues auszuprobieren. «Wir wollen zeigen, dass man den Preis für gezielte Angebote als Marketinginstrument benützen kann», sagt sie. Gleichzeitig will sie auch Voraussetzungen schaffen, um Probeläufe zu erleichtern. Während zum Beispiel die SNP-Titel ihre Versteigerung noch über die Website ricardo.ch abwickeln mussten, stand ZSZ und ZU/NBT bereits eine P-eigene Auktions-Plattform zur Verfügung.
Markus Knöpfli
Noch kein grosser WurfIn der Branche hat das Projekt Dynamic Pricing auch Unmut ausgelöst. Die P, Gralshüterin der Tariftreue, bewege sich damit fast nur in lokalen Märkten und denke in erster Linie über Vergünstigungen nach, ist zu hören. Dem hält Séverine Lago entgegen, dass sie sich keineswegs auf das Backen kleiner Brötchen beschränken wolle, dass sie aber verstehe, wenn Verleger erste Tests im lokalen Markt durchführen. Zudem bleibe die Tarifhoheit, auch bei Auktionen, immer beim Verleger. «Wir beraten ihn nur», betont sie. Auch die Tariftreue werde keinesfalls unterwandert. Weiteres Kopfschütteln löste Lagos Behauptung aus, Dynamic-Pricing-Massnahmen hätten insgesamt bereits zu sechsstelligen Monatsumsätzen geführt. «Eine Wachstumsrate von mehreren 100 000 Franken pro Monat ist nun realistisch», schrieb sie Mitte Juli. Das wirkt tatsächlich etwas grossspurig angesichts der Tatsache, dass erst zwei Auktionen messbare Resultate lieferten – die zudem niemals monatlich 100 000 Franken einbrachten. Doch Lago bleibt dabei: «Es gibt noch viele andere Zeitungen und etwa 40 verschiedene Angebote, deshalb macht mir diese Aussage keine Sorge.» (mk)
Google lanciert Web-Browser Chrome
Die Web-Browser erhalten Konkurrenz: Google hat heute etwas überhastet den eigenen Browser Chrome lanciert, nachdem ein Comic zum Thema versehentlich an einen Internet-Blog geschickt worden war.
Die Web-Browser Internet Explorer von Microsoft, Mozilla Firefox und Safari von Apple erhalten Konkurrenz von Google: Der Suchmaschinengigant hat den eigenen Web-Browser Chrome lanciert, der seit heute gratis zum Herunterladen im Internet bereitsteht – vorerst jedoch nur für das Betriebssystem Windows. Versionen für Apple und Linux sind laut Google in Vorbereitung.
Man sei wegen Unzulänglichkeiten bisheriger Browser zu dem Entschluss gekommen, eine eigene Software zu entwickeln, liess Google am Dienstag in einer Stellungnahme verlauten. Die wichtigste Neuerung dürfte sein, dass einzelne Unterfenster, so genannte Tabs, getrennt voneinander wie einzelne Prozesse betrieben werden. Das soll die Stabilität des Programms erhöhen.
Wie Mozilla Firefox ist Chrome als Open-Source-Programm konzipiert, das von Anwendern weiterentwickelt werden kann. Teilweise werden die gleichen Bauelemente wie bei Mozilla und Safari verwendet. Beobachter gehen davon aus, dass sich Chrome vor allem zulasten von Mozilla verbreiten wird, der seinen Marktanteil bisher auf rund 20 Prozent erhöht hat. Rund sechs Prozent der User nutzen Safari.
Die überraschende Ankündigung der neuen Software geht laut Google auf eine Panne zurück. Das Unternehmen schickte dem Internet-Blog «Google Blogoscoped» zu früh die Kopie eines Comics, in dem die Vorzüge von Chrome dargestellt werden. Nachdem sich die Information im Netz ausgebreitet hatte, reagierte Google mit einer offiziellen Stellungnahme.
Die Lancierung von Chrome weckt Erinnerungen an den so genannten Browser-Krieg Mitte der Neunzigerjahre. Microsoft hatte damals binnen kurzer Zeit den führenden Netscape Navigator in die Bedeutungslosigkeit versenkt, etwa durch die kostenlose Beigabe des Internet Explorer zum Windows-Betriebssystem.
Man sei wegen Unzulänglichkeiten bisheriger Browser zu dem Entschluss gekommen, eine eigene Software zu entwickeln, liess Google am Dienstag in einer Stellungnahme verlauten. Die wichtigste Neuerung dürfte sein, dass einzelne Unterfenster, so genannte Tabs, getrennt voneinander wie einzelne Prozesse betrieben werden. Das soll die Stabilität des Programms erhöhen.
Wie Mozilla Firefox ist Chrome als Open-Source-Programm konzipiert, das von Anwendern weiterentwickelt werden kann. Teilweise werden die gleichen Bauelemente wie bei Mozilla und Safari verwendet. Beobachter gehen davon aus, dass sich Chrome vor allem zulasten von Mozilla verbreiten wird, der seinen Marktanteil bisher auf rund 20 Prozent erhöht hat. Rund sechs Prozent der User nutzen Safari.
Die überraschende Ankündigung der neuen Software geht laut Google auf eine Panne zurück. Das Unternehmen schickte dem Internet-Blog «Google Blogoscoped» zu früh die Kopie eines Comics, in dem die Vorzüge von Chrome dargestellt werden. Nachdem sich die Information im Netz ausgebreitet hatte, reagierte Google mit einer offiziellen Stellungnahme.
Die Lancierung von Chrome weckt Erinnerungen an den so genannten Browser-Krieg Mitte der Neunzigerjahre. Microsoft hatte damals binnen kurzer Zeit den führenden Netscape Navigator in die Bedeutungslosigkeit versenkt, etwa durch die kostenlose Beigabe des Internet Explorer zum Windows-Betriebssystem.

Axel Springer übernimmt Partyguide.ch und Usgang.ch
Die Portale Partyguide.ch und Usgang.ch werden von Axel Springer Schweiz übernommen. Zusammen mit dem bereits vom Verlag gekauften Studentenportal Students.ch werden sie Marktführer bei den 18- bis 34-jährigen Nutzer.
Axel Springer Schweiz hat die Schweizer Freizeit- und Partyportale Partyguide.ch und Usgang.ch übernommen. Zusammen mit dem 2007 vom Verlag gekauften Studentenportal Students.ch werden die beiden Portale unter dem Dach der neu geschaffenen Amiado Group zusammengefasst, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung vom Dienstag verlauten liess.
Der 31-jährige Adrian Bührer, Mitgründer von Students.ch, übernimmt die Gesamtleitung der neuen Amiado Group. Ralph Büchi, CEO von Axel Springer Schweiz und Präsident von Axel Springer International, wird Verwaltungsratspräsident der Amiado Group. Die Mitgründer und bisherigen Leiter von Partyguide.ch und Usgang.ch, Jason Fellmann sowie Symeon Virlis und Markus Soller, bleiben Geschäftsführer ihrer Portale.
Zusammen werden die drei Online-Angebote zum Marktführer in der Altersgruppe der 18- bis 34-jährigen Nutzer, und bei den Schweizer Online-Anbietern steigt Axel Springer Schweiz in die Top 5 auf. «Der Amiado Group eröffnen sich attraktive Wachstumsperspektiven», wird Adrian Bührer in einer Medienmitteilung vom Dienstag zitiert. «Werbetreibenden in der Schweiz wird ein perfektes Umfeld geboten, um eine junge Zielgruppe crossmedial anzusprechen.»
Der 31-jährige Adrian Bührer, Mitgründer von Students.ch, übernimmt die Gesamtleitung der neuen Amiado Group. Ralph Büchi, CEO von Axel Springer Schweiz und Präsident von Axel Springer International, wird Verwaltungsratspräsident der Amiado Group. Die Mitgründer und bisherigen Leiter von Partyguide.ch und Usgang.ch, Jason Fellmann sowie Symeon Virlis und Markus Soller, bleiben Geschäftsführer ihrer Portale.
Zusammen werden die drei Online-Angebote zum Marktführer in der Altersgruppe der 18- bis 34-jährigen Nutzer, und bei den Schweizer Online-Anbietern steigt Axel Springer Schweiz in die Top 5 auf. «Der Amiado Group eröffnen sich attraktive Wachstumsperspektiven», wird Adrian Bührer in einer Medienmitteilung vom Dienstag zitiert. «Werbetreibenden in der Schweiz wird ein perfektes Umfeld geboten, um eine junge Zielgruppe crossmedial anzusprechen.»
Bush als Komiker am Zürichsee
AY&R hat die SonntagsZeitung an die Festivals gebracht.
Der Festival-Sommer läuft immer noch auf Hochtouren und damit auch das Sponsoring. Die SonntagsZeitung der Zürcher Tamedia engagiert sich unter anderem beim Orange Cinema und am Jazz Festival Montreux. Passend zum jeweiligen Anlass hat sich AY&R einen Spot sowie ein Plakatmotiv ausgedacht. Diese sollen die Babuschka-Kampagne der SonntagsZeitung weiter etablieren.
«Gewaltige Reaktionen»
Der Spot nimmt sich zum Ende der Amtszeit des amerikanischen Präsidenten George W. Bush nochmals einem Thema an, welches seine Präsidentschaft noch lange überdauern wird: dem Irak-Krieg. Und das Plakatsujet wirft einen ironischen Blick auf das liebste Spielzeug böser Buben: die Elektro-Gitarre.
«Die Reaktionen sind gewaltig», freut sich Markus Gut. Viele wollen den Film auf ihrem Compi oder Handy haben, und auch das Plakat «wird ständig von Fans bestellt». Es schliesst damit an den Erfolg der ersten Sujets an, die in Cannes bereits einen Shortlistplatz gewonnen haben.
Andreas Panzeri
«Gewaltige Reaktionen»
Der Spot nimmt sich zum Ende der Amtszeit des amerikanischen Präsidenten George W. Bush nochmals einem Thema an, welches seine Präsidentschaft noch lange überdauern wird: dem Irak-Krieg. Und das Plakatsujet wirft einen ironischen Blick auf das liebste Spielzeug böser Buben: die Elektro-Gitarre.
«Die Reaktionen sind gewaltig», freut sich Markus Gut. Viele wollen den Film auf ihrem Compi oder Handy haben, und auch das Plakat «wird ständig von Fans bestellt». Es schliesst damit an den Erfolg der ersten Sujets an, die in Cannes bereits einen Shortlistplatz gewonnen haben.
Andreas Panzeri
Hans Verbeke verstärkt Admazing
Der ehemalige Mosse Media-Vizedirektor Hans Verbeke steigt ab sofort beim Online-Werbevermittler Admazing ein. Als Key Account Manager könne er dabei auf ein umfangreiches Netzwerk zurückgreifen, so eine Pressemitteilung von Milestone.
Der ehemalige Mosse Media-Vizedirektor Hans Verbeke steigt ab sofort beim Online-Werbevermittler Admazing ein. Als Key Account Manager könne er dabei auf ein umfangreiches Netzwerk zurückgreifen, so eine Pressemitteilung von Milestone. Zudem werde er den Ausbau des Standorts Zürich vorantreiben.
Als Product und Key Account Manager, Projektleiter und schliesslich Vizedirektor, arbeitete Hans Verbeke fast 20 Jahre lang in der zur Publigroupe gehörenden Mosse Media. 2006 erfolgte der Wechsel in die Selbstständigkeit als Marketing- und Kommunikationsberater. In Zukunft werde er seine Media-Erfahrung in den Dienst der Onlinewerbung stellen und bei Admazing die laufende Expansion vorantreiben, so die Mitteilung von Milestone.
Als Product und Key Account Manager, Projektleiter und schliesslich Vizedirektor, arbeitete Hans Verbeke fast 20 Jahre lang in der zur Publigroupe gehörenden Mosse Media. 2006 erfolgte der Wechsel in die Selbstständigkeit als Marketing- und Kommunikationsberater. In Zukunft werde er seine Media-Erfahrung in den Dienst der Onlinewerbung stellen und bei Admazing die laufende Expansion vorantreiben, so die Mitteilung von Milestone.
Tibits wächst weiter – in London
Im Herbst wird das erste Tibits im Ausland eröffnet. Wirz hängt dazu im Herzen von London schon mal die Plakate auf.
Tibits wächst und wächst. Was im Jahr 2000 im Zürcher Seefeld mit einem ersten vegetarischen Restaurant/Take-away begann, nimmt immer mehr Formen an. Bereits 2002 eröffnete das Tibits Winterthur, 2003 kam Bern dazu und 2007 dann Basel. Und es geht weiter. Zum ersten Mal in der Firmengeschichte wagt Tibits jetzt den Schritt ins Ausland. Mitten in London wird Tibits in diesem Herbst die Tore öffnen.
Damit die Londoner schon vor der Eröffnung wissen, was auf sie zukommt, hat Wirz Werbung eine 30 Meter lange Bauwand entwickelt, die während dem Umbau auf das neu entstehende Restaurant neugierig machen soll. Später will Wirz mit einer Kampagne und auch Below-the-Line die Londoner ins Tibits lotsen. CD Matthias Freuler liebt dabei die Herausforderung, sich als Schweizer mit den Kreativen von London einmal in einer direkten Begegnung messen zu können. Verraten sei schon, dass bei diesen Ideen die legendären Blumenkübel an der nahen Regent Street eine Rolle spielen könnten.
Wirz ist seit dem Beginn von Tibits mit dabei. Die Agentur hat sowohl den Namen als auch das Logo geliefert. Der Name Tibits wird abgeleitet aus dem englischen Wort «titbits/tidbits» was «Leckerbissen» bedeutet. Die Marke steht somit für genussvolles, frisches sowie gesundes Essen und Trinken.
Mit der Idee, hoch stehende vegetarische Fast-Food-Restaurants aufzubauen, nahmen die drei Brüder Reto, Christian und Daniel Frei im Jahre 1998 am Businessplan-Wettbewerb Venture der ETH Zürich und der Unternehmensberatung McKinsey teil. Die Idee entsprach dem eigenen Bedürfnis nach genussvollem vegetarischem Essen in lockerer Atmosphäre. Der Businessplan überzeugte die Jury, das Konzept wurde prämiert.
Die Reaktionen waren derart positiv, dass sich die Gebrüder Frei entschlossen, die Idee umzusetzen. Für die Umsetzung fehlte jedoch ein Gastroprofi. Rolf & Marielle Hiltl, Inhaber des Restaurants Hiltl, das als ältestes und führendes vegetarisches Restaurant Europas gilt, erfuhren aus den Medien vom Projekt und kontaktierten die Gebrüder Frei. Die Chemie stimmte auf Anhieb, die Ergänzung war perfekt. Gemeinsam wurden eine Firma gegründet und das Konzept weiter entwickelt. Tradition und Innovation wurden so auf ideale Weise miteinander verbunden.
Andreas Panzeri
Damit die Londoner schon vor der Eröffnung wissen, was auf sie zukommt, hat Wirz Werbung eine 30 Meter lange Bauwand entwickelt, die während dem Umbau auf das neu entstehende Restaurant neugierig machen soll. Später will Wirz mit einer Kampagne und auch Below-the-Line die Londoner ins Tibits lotsen. CD Matthias Freuler liebt dabei die Herausforderung, sich als Schweizer mit den Kreativen von London einmal in einer direkten Begegnung messen zu können. Verraten sei schon, dass bei diesen Ideen die legendären Blumenkübel an der nahen Regent Street eine Rolle spielen könnten.
Wirz ist seit dem Beginn von Tibits mit dabei. Die Agentur hat sowohl den Namen als auch das Logo geliefert. Der Name Tibits wird abgeleitet aus dem englischen Wort «titbits/tidbits» was «Leckerbissen» bedeutet. Die Marke steht somit für genussvolles, frisches sowie gesundes Essen und Trinken.
Mit der Idee, hoch stehende vegetarische Fast-Food-Restaurants aufzubauen, nahmen die drei Brüder Reto, Christian und Daniel Frei im Jahre 1998 am Businessplan-Wettbewerb Venture der ETH Zürich und der Unternehmensberatung McKinsey teil. Die Idee entsprach dem eigenen Bedürfnis nach genussvollem vegetarischem Essen in lockerer Atmosphäre. Der Businessplan überzeugte die Jury, das Konzept wurde prämiert.
Die Reaktionen waren derart positiv, dass sich die Gebrüder Frei entschlossen, die Idee umzusetzen. Für die Umsetzung fehlte jedoch ein Gastroprofi. Rolf & Marielle Hiltl, Inhaber des Restaurants Hiltl, das als ältestes und führendes vegetarisches Restaurant Europas gilt, erfuhren aus den Medien vom Projekt und kontaktierten die Gebrüder Frei. Die Chemie stimmte auf Anhieb, die Ergänzung war perfekt. Gemeinsam wurden eine Firma gegründet und das Konzept weiter entwickelt. Tradition und Innovation wurden so auf ideale Weise miteinander verbunden.
Andreas Panzeri
Tibits heuteInzwischen konzentriert sich der geschäftsführende Sohn Rolf Hiltl wieder mehr auf das grosse und neu umgebaute Restaurant im Zentrum der Stadt Zürich. An Tibits ist er noch mit 25 Prozent der Aktien beteiligt. Da im Ausland Hiltl kein Begriff ist, wird die Unterlinie «by Hiltl» in London nicht mehr im Logo integriert.
