Vier Fünftel zu Hause online

KommTech-Studie: Die Schweizerinnen und Schweizer besitzen heute mehr Geräte, rüsten im Bereich TV auf und sind vermehrt mit dem Internet verbunden.

Bereits zum fünften Mal haben die Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) und die Publica Data AG, die seit der Jahreswende zur Stiftung Media Pulse für Medienforschung gehört, die KommTech-Studie durchgeführt. Diese Befragungsstudie liefert umfassende Daten zum Besitz und zur Nutzung von Kommunikations- und Unterhaltungsgeräten in der Schweizer Bevölkerung und erfasst Informationen in den Bereichen Computer und Internet, Fernsehen, Radio, Telefonie, Gaming, Unterhaltungselektronik sowie zum Besitz von portablen Foto-, Video- und Organizer-Geräten.
Jährlich werden jeweils im Mai rund 2’500 Personen ab 15 Jahren telefonisch befragt. Die Stichprobe ist für die Schweizer Bevölkerung repräsentativ. Durchgeführt wird die Erhebung vom Institut Konso AG in Basel.
Die Studie kommt zum Schluss, dass bereits 5,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung das klassische Fernsehen auch über Internet (zum Beispiel Zattoo) nutzt, und zwar mindestens einmal pro Woche.
Bereits über elf Prozent der 15- bis 24-Jährigen nutzen Internet-TV. Auch das klassische Radio wird vermehrt über neue Geräte gehört: Radiohören über das Handy hat sich in den letzten vier Jahren beinahe verdoppelt. Rund sieben Prozent der Bevölkerung tun es. Vier Prozent der Schweizerinnen und Schweizer surfen auch übers Mobiltelefon im Internet, bei den Männern sind es sogar knapp sieben Prozent.
Der mobile, ortsunabhängige Gebrauch scheint dabei je länger, desto wichtiger zu werden. So hat sich der Besitz von MP3-Playern seit 2005 mehr als verdoppelt. Heute besitzen 34 Prozent der Bevölkerung einen solchen. Bereits ein Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren hört damit mindestens einmal wöchentlich Musik. Auch mobiles Internet auf Computern und Laptops stieg in der Gunst der Nutzer von 1 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2007 bis auf heute rund 5 Prozent. In der Zielgruppe der 15- bis 24-Jährigen sind es gar über 8 Prozent.
Beliebte Spielkonsolen
Erstmals befragt wurde in der KommTech-Studie 2008 auch der Umgang mit portablen Spielkonsolen. 13 Prozent der Bevölkerung besitzen eine solche, bei den 15- bis 24-Jährigen hat schon jeder Dritte eine. Rund 7 Prozent der Jugendlichen spielen einmal pro Woche oder häufiger damit.
In der aktuellen KommTech-Studie wurden auch neue Fragen unter anderen zu den Themen Wireless, HDTV und IPTV gestellt. «Einige Werte der Studie sind markant höher ausgefallen und sind damit realistischer als vorher», sagt IGEM-Geschäftsleiter Ueli Custer zur diesjährigen Ausgabe. (rw)

Peter Hody neues Mitglied der Cash-Chefredaktion

Der Medienkonzern Ringier hat Peter Hody zum Mitglied der Cash-Chefredaktion ernannt. In dieser Position werde er die Online-Plattform sowie die Internet-Applikationen von Cash weiter entwickeln, teilte Ringier am Mittwoch mit.

Der Medienkonzern Ringier hat Peter Hody zum Mitglied der Cash-Chefredaktion ernannt. In dieser Position werde er die Online-Plattform sowie die Internet-Applikationen von Cash weiter entwickeln, teilte Ringier am Mittwoch mit.
Hody ist seit dem 1. Februar 2007 als Blattmacher für Cash daily tätig. Zuvor war er für die Handelszeitung, die Nachrichtenagentur AP, Tele M1 und RTL/Pro7 tätig.
Als ehemaliger Fernsehjournalist bringe Hody das Rüstzeug mit, die multimedialen Aktivitäten der Tageszeitung, der Online-Plattform und der mobilen Applikationen von Cash weiter voranzutreiben, schreibt Ringier.

Schnell, schneller, kleiner

Der neue Mini ist ausgesprochen flott. Sogar beim Bremsen, sagt Lowe.

Am Freitag dieser Woche kommt mit dem schnellsten Mini aller Zeiten zugleich das schnellste Serien-modell im Kleinwagensegment auf die Schweizer Strassen. Der Mini John Cooper Works sprintet mit seiner Motorenleistung von 211 PS von 0 auf 100 km/h in nur gerade 6,5 Sekunden. Und er hält – dank der Brembo-4-Kolben-Bremsanlage – auch wieder in weniger als 3 Sekunden.
Der heissblütige Mini bewahrt also auch in brenzligen Situationen kühlen Kopf. Diesen Doppelvorteil hat die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Agentur Lowe mit einem Augenzwinkern in Side-by-Side-Doppelplakaten, Follow-up-Anzeigen und animierten Web-Bannern dramatisiert. Die auf den ersten Blick simple Headline zündet in einer zweiten Stufe mit einem knackigen Witz: «Der schnellste Mini aller Zeiten. – Auch beim Bremsen.»
Lowe in Wallisellen hat das Budget für Mini vor zwei Jahren in einem Pitch gewonnen. Die Anzeigen werden exklusiv für den lokalen Markt gestaltet, «weil die Deutschen anders ticken als die Schweizer», wie CD Florian Birkner meint.
Zusätzlich kommen während der breit angelegten Lancierungskampagne flankierende Einzelsujets in Plakaten und Inseraten sowie Below-the-line-Massnahmen und händlerspezifische Aktionen zum Einsatz.(pan)

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Das Ende der Bollwerke

Man müsse «Marktentwicklungen antizipieren», lässt Edipresse verlauten und streicht 50 Stellen bei den Schweizer Titeln.

Betroffen sind 51 Leute, 25 von ihnen werden entlassen. Betroffen sind auch JournalistInnen, die meisten von ihnen bei der Lausanner Tageszeitung 24 heures. Am Montag kam es zu einem Protest-Sit-in der Edipresse-Angestellten vor dem Verlag.
Noch im April gab Edipresse bekannt, der Verlag habe letztes Jahr den Reingewinn um 7,3 Prozent auf 32,3 Millionen Franken steigern können. Kaum ein halbes Jahr später tritt der Verlag scharf auf die Bremse: Er habe im laufenden Jahr 10 Millionen Franken weniger Werbeeinnahmen gemacht als im Vorjahr. Um der Entwicklung im Werbemarkt und der abgeschwächten Wirtschaftslage Rechnung zu tragen, seien Einsparungen in der Höhe von 20 Millionen Franken nötig.
Die Entlassungen sind nur ein Teil des Programms. Bereits in wenigen Wochen werden das bezahlte Boulevardblatt Le Matin und die Waadtländer Tageszeitung 24 heures neu positioniert. Auch in der Direktionsetage gibt es Neuerungen: Alle Edipresse-Schweiz-Produkte werden unter die Leitung von Eric Hoesli gestellt, der bisher für die Regionalzeitungen zuständig war. Sein Stellvertreter wird Peter Rothenbühler, der den Chefredaktorenposten von Le Matin abgibt.
Die Neuerungen werfen Fragen auf, so etwa zur Neupositionierung von Le Matin. Sie war ursprünglich auf den Frühling, dann auf das Ende der Sommerferien angekündigt. Nun heisst es, der Relaunch komme Ende September oder Anfang Oktober. Zugleich wird bekanntgegeben, dass Rothenbühler auf Ende Jahr als Chefredaktor zurücktritt und stellvertretender Chef der Schweizer Edipresse-Produkte wird. Die grossen Manöver zeigen: Dies könnte der «Relaunch der letzten Chance» für den bezahlten Le Matin sein – er muss endlich die klare Abgrenzung zwischen Bezahl- und Gratisblatt bringen. Zwar hat Rothenbühler mit der Umstellung auf das Tabloid-Format punkten können, das Ausbluten des orangen zu Gunsten des blauen Gratisblattes Matin konnte er nicht stoppen. Intern wird Ariane Dayer als Rothenbühlers Nachfolgerin gehandelt. Sie hat sich konzeptionell stark für den Relaunch eingesetzt, ist Ex-Chefredaktorin des Ringier-Newsmagazins L’Hebdo, hatte das Satiremagazin Saturne gegründet und ist seit einem Jahr stellvertretende Chefredaktorin von Le Matin.
Enttäuschte Leser
Eine weitere Frage: Weshalb treffen die Sparmassnahmen besonders die Lausanner Tageszeitung 24 heures, die zehn Journalistenstellen verliert? Noch vor vier Jahren hatte Edipresse triumphierend verkündet, mit den vier regionalen Splitausgaben habe man die Quadratur des Kreises vollbracht. Man könne nun den Lesern eines grossen Kantons mit sehr unterschiedlichen Regionen gleichzeitig eine Vollzeitung und eine vollwertige Lokalzeitung bieten. Doch das Konzept der Splitausgaben hat offenbar nie richtig funktioniert. «Zu wenig Lokalinformation, zu viel Zentralisation in Lausanne, zu viel Papier im Briefkasten der Leser», lautete schon früh die Kritik, etwa von Isidore Raposo, der als Chefredaktor einer der Splitausgaben das Handtuch warf und seine eigene Lokalzeitung gründete. Den enttäuschten lokalen Lesern auf der einen Seite entsprachen offenbar die enttäuschten Leser einer regionalen Vollzeitung, wie 24-heures-Chefredaktor Thierry Meyer heute zugibt: «Die Leser wollen eine Zeitung, die den Zusammenhalt des Kantons fördert und über die ganze Diversität und den ganzen Reichtum des Kantons berichtet», gibt er seinem Blatt zu Protokoll. Dieses Bedürfnis müsse der auf den 11. Oktober angekündigte Relaunch befriedigen. Das bedeutet das Aus für die Regionalausgaben.
Erhellend zur Situation der Regionalpresse in der Romandie war eine Debatte zwischen dem neuen Verantwortlichen für die Edipresse-Schweiz-Produkte, Eric Hoesli, und Nicolas Willemin, Chefredaktor der zwei Neuenburger Zeitungen L’Impartial und l’Express, die dem französischen Pressemagnaten Philippe Hersant gehören. Die beiden Exponenten der beiden grössten Verlage in der Romandie beschworen vor laufenden Kameras des Westschweizer Fernsehens Zusammenarbeit und Austausch – bislang haben sich die beiden Verlage bis aufs Messer bekämpft. Und Hoesli formulierte sein Credo zur Zukunft der Regionalzeitungen, die in der Romandie noch immer in ihren kantonalen Hochburgen verankert sind: «Fusionen nein, Zusammenarbeit ja, die Zeit der kantonalen Bollwerke ist vorbei.» Eine spannende Aussage, vor allem wenn man weiss, dass es eine Studie zur Machbarkeit eines gemeinsamen Bundes für die sechs Westschweizer Regionalzeitungen der Gruppe Romandie Combi Roc gibt, von denen zwei Hersant gehören. Eine der geprüften Optionen ist die Herstellung des Mantelteils durch Edipresse. Die Studie liegt vorderhand aber noch auf Eis.
Helen Brügger

Der Arbeitskumpel auf vier Rädern

Vizner Borel leistet harte Arbeit für den VW Crafter. Die Amag-Kampagne stösst auch im Ausland auf Interesse.

Wenn früher der Volksmund ein Transportfahrzeug brauchte, sprach man automatisch von einem VW-Bus. Das ist heute für viele Handwerker oder andere Transportwillige immer noch so. Nur redet man jetzt vom VW Crafter. Der neue Universaltransporter von VW ist das ultimative Arbeitstier für Profis. Ob Maler, Metzger, Kurier oder Gärtnerin: Der Crafter unterstützt mit all seinen Vorzügen jedes Unternehmen, wenn es darum geht, seinen Job perfekt zu machen. Diese Einschätzung liefert auch die Grundidee für die Launch-Kampagne des Crafter.
Das Team um Lajos Vizner und Guillaume Borel hat Wert darauf gelegt, für die Fotos richtige Arbeiter vor die Kamera zu bringen. Denn nur richtige Profis können als Botschafter für den Crafter auch ein richtiges Urteil für ein gutes Nutzfahrzeug abgeben: Stark, zuverlässig und flexibel muss der neue Crafter sein. So wie ein Arbeitskumpel eben. Die nationale Kampagne wird bei VW auch aufs Intranet gestellt und hat «gute Chancen», auch international in einzelnen Ländern übernommen zu werden. Ein früheres Sujet ist bereits in Portugal zu sehen. So ist nur ein Jahr nach dem Budgetgewinn bei ViznerBorel statt Adaptieren bereits mehrheitlich eigenes Kreieren für VW-Nutzfahrzeuge angesagt.
Andreas Panzeri

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Wer den Rappen nicht ehrt …

Die Idee des Klimarappens wird von Weissgrund nachhaltig ins Bild gerückt.

Der Klimawandel und seine Folgen sind definitiv in des Schweizers Bewusstsein gerückt. Also ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um der Bevölkerung zu zeigen, dass die Schweiz mit dem Klimarappen bereits eine gut funktionierende Lösung hat.
Wer heute in der Schweiz Benzin und Diesel tankt, unterstützt mit 1,5 Rappen pro getanktem Liter wirkungsvolle Projekte zur CO2-Reduktion. Die Stiftung Klimarappen koordiniert seit 2005 die Projekte in der Schweiz und in der ganzen Welt. Doch immer noch kennt kaum jemand den Klimarappen. Mit einer schweizweiten Kampagne will die Stiftung Klimarappen deshalb jetzt mehr Aufklärung schaffen.
Verantwortlich für die Inserate- und Plakatkampagne zeichnet die Agentur Weissgrund in Zürich. Die Sujets bringen Bilder von Menschen, die im Umfeld der unterstützten Projekte arbeiten oder von ihnen profitieren. Gleichzeitig springt die Frage ins Auge, wie der Klimarappen in Davos oder Indien unser Klima schützt. Die Spannung löst sich beim Lesen des kurzen Textes: Er stellt das Projekt, seinen Beitrag zur CO2-Reduktion und die Stiftung Klimarappen vor.
Die Kampagne will so mit starken Bildern und seriöser Sachinformation «ein gutes Klima» schaffen, wie der Gesamtverantwortliche Christian Toberer bei Weissgrund erklärt. Die erfrischend andere Kampagne ist noch bis Mitte Oktober in der deutschen, französischen und italienischen Schweiz zu sehen.
Andreas Panzeri
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Verhaltener Werbemonat Juli

Gegenüber dem Vorjahr ist der Werbedruck um 1,8 Prozent auf 205 Millionen Franken gesunken. Dessen ungeachtet beträgt das kumulierte Plus seit Jahresbeginn 6,2 Prozent. Mit plus 33,4 Prozent liess der Schlüsselmarkt Getränke den Negativtrend aus dem Euro-Monat Juni vergessen (-56,3%). Mit plus 48,1 Prozent (+1,0 Mio. Fr.) zeigt Uhren/Schmuck seine positive Werbedruckentwicklung.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Werbedruck um 1,8 Prozent auf 205 Millionen Franken gesunken. Dessen ungeachtet beträgt das kumulierte Plus seit Jahresbeginn 6,2 Prozent. Mit plus 33,4 Prozent liess der Schlüsselmarkt Getränke den Negativtrend aus dem Euro-Monat Juni vergessen (-56,3%). Mit plus 48,1 Prozent (+1,0 Mio. Fr.) zeigt Uhren/Schmuck seine positive Werbedruckentwicklung. Mit plus 53,7 Prozent Zuwachs stoppte der Negativtrend der Branche Tabakwaren. Zudem weisen Politische Kampagnen (+183,1%), Unterhaltungselektronik/ Foto/Film (+22,4%) und Haushaltsartikel/-geräte (+18,9%) ein Plus aus.

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Ruf Lanz thematisiert für Real Clean die Herkunft des Firmengründers

Der Boss des Reinigungsunternehmens Real Clean wurde in Neapel geboren und wanderte später in die Schweiz aus, um hier für Sauberkeit zu sorgen. Diese Tatsache hat Ruf Lanz zum Aufhänger der ersten Imagekampagne für Real Clean gemacht.

Das in Kloten beheimatete Dienstleistungsunternehmen Real Clean säubert mit seinen 110 Teil- und Vollzeitmitarbeitern Büros, Praxen, Restaurants, Fabriken und Betriebe aller Art. Gegründet wurde das Unternehmen von Toni Romano. Der Boss von Real Clean wurde in Neapel geboren und wanderte später in die Schweiz aus, um hier für Sauberkeit zu sorgen.
Diese Tatsache hat Ruf Lanz zum Aufhänger der ersten Imagekampagne für Real Clean gemacht. Die Sujets spielen auf das Problem mit dem Dreck in Neapel an. Frei nach dem Motto: Seit Real-Clean-Boss Toni Romano in die Schweiz ausgewandert ist, ist die Stadt Neapel einfach nicht mehr dieselbe.
Die Sujets erscheinen doppelseitig und halbseitig in ausgewählten Wirtschafts- und KMU-Magazinen.
Verantwortlich bei Real Clean: Toni Romano (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Marcel Schläfle (Art Direction), Markus Ruf (Text), Michael Gassler (Beratung). Fotos: Keystone.

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Präsenz Schweiz soll künftig drohende Imagekrisen des Landes auffangen

Präsenz Schweiz soll eine stärkere Rolle einnehmen, wenn das Land in eine Imagekrise zu geraten droht. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch im Rahmen der Diskussion um die Gesamtstrategie der Landeskommunikation entschieden.

Präsenz Schweiz soll eine stärkere Rolle einnehmen, wenn das Land in eine Imagekrise zu geraten droht. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch im Rahmen der Diskussion um die Gesamtstrategie der Landeskommunikation entschieden. Das Pflichtenheft der bundeigenen «Werbeagentur» wurde entsprechend erweitert.
Präsenz Schweiz soll weiterhin die «Visibilität» der Schweiz steigern, der ausländischen Öffentlichkeit die politischen Anliegen und Positionen der Schweiz näher bringen, Netzwerke aufbauen und die Auftritte an Weltausstellungen und andern Grossveranstaltungen betreuen.
Hinzu kommen nun als neue Aufgabe die «imagerelevanten Aspekte der Landeskommunikation in ausserordentlichen Lagen». Wenn der Schweiz nachhaltige Imagekrisen drohen, soll Präsenz Schweiz die Wahrnehmung des Landes im Ausland intensiver beobachten, damit rasch und umfassend reagiert werden kann.
Vollzogen wird nun auch der vom Parlament gutgeheissene Entscheid des Bundesrates, die Kommission von Präsenz Schweiz aufzulösen und die Organisation ganz unter die Obhut des EDA zu stellen. Auf den 1. Januar 2009 wird die Geschäftsstelle von Präsenz Schweiz ins EDA-Generalsekretariat integriert.

Neuer Schweizer Film zeigt die Bestie in uns

Keiner will sie und trotzdem schaut jeder hin: Tierkämpfe sind seit Menschengedenken ebenso verpönt wie beliebt. Was den Menschen dazu treibt, Tiere gegeneinander antreten zu lassen, dem geht der neue Schweizer Dokumentarfilm «Die Bestie in uns» des Zürcher Filmemachers Yves Scagliola nach.

Keiner will sie und trotzdem schaut jeder hin: Tierkämpfe sind seit Menschengedenken ebenso verpönt wie beliebt. Was den Menschen dazu treibt, Tiere gegeneinander antreten zu lassen, dem geht der neue Schweizer Dokumentarfilm «Die Bestie in uns» des Zürcher Filmemachers Yves Scagliola nach. Es sei eine Spurensuche, die auf den Fährten unserer martialischen Instinkte in diverse Kulturen führe, schreibt der Filmer in einer Pressemitteilung.
In der schweizerischen Tradition des beobachtenden Dokumentarfilms, übe «The Beast Within» eine neutrale Sicht auf ein Thema aus, über das sich zu Recht die Geister scheiden. So erhalte das Publikum beispielsweise einen Einblick in die Lebenswelt eines jungen Mexikaners, der seinen Pitbull-Terrier an illegalen Kämpfen teilnehmen lässt, während die Zuschauer sich ihr eigenes Bild machen können über die zweifelhaften Machenschaften eines Mitglieds dieser sehr schwer zugänglichen und illegalen Szene, schreibt Scagliola weiter.
Der knapp 80minütige Film, eine Produktion der Maximage Filmproduktion, läuft ab morgen in den Schweizer Kinos.

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Es war einmal

«Läb wohl, liebs Beromünster», trällert Folklorenudel Maja Brunner zu den neorustikalen Viervierteln, die Komponist Carlo Brunner mit seiner Superländlerkapelle intoniert. Den Folkloresong hat er eigens für Radio DRS geschrieben. Denn am 28. Dezember will, beziehungsweise muss die SRG den mit 215 Metern als höchstes Gebäude der Schweiz geltenden Sendeturm auf dem Blosenberg bei Beromünster stilllegen.

«Läb wohl, liebs Beromünster», trällert Folklorenudel Maja Brunner zu den neorustikalen Viervierteln, die Komponist Carlo Brunner mit seiner Superländlerkapelle intoniert. Den Folkloresong hat er eigens für Radio DRS geschrieben. Denn am 28. Dezember will, beziehungsweise muss die SRG den mit 215 Metern als höchstes Gebäude der Schweiz geltenden Sendeturm auf dem Blosenberg bei Beromünster stilllegen. Abgesehen davon, dass die Mittelwelle mit dem Aufkommen der Ultrakurzwelle kontinuierlich an Bedeutung verlor, waren auch die Elektrosmog-Grenzwerte der Sendeanlagen viel zu hoch. «Doch was da draa so schön gsi isch, das gaht öis nöd verlore. Es wird im digitale Radio wider nöi gebore…», singt Brunner optimistisch und zweckdienlich im Sinne der SRG-Kommunikatoren. Bis dato hatte der Sender mit seiner folkloristischen Musigwälle 531 noch 300 000 Hörerinnen und Hörer, doch viele unter ihnen in einem Alter, wo der Umstieg auf ein DAB-Gerät keine Kleinigkeit mehr ist.
Weitaus interessanter als die Herausforderung der SRG, ihrer heimatlosen Hörerschaft das Prozedere zu erklären, ist ein Blick auf ein paar Kuriositäten rund um den so genannten Landessender, der auf den Skalen älterer Transistorradios mit Beromünster vermerkt ist und der älteren Generation als Synonym für eine freiheitliche und unabhängige Schweiz während des Zweiten Weltkrieges gilt.
Wenn am Wochenende vom 11. Oktober in der Nachbargemeinde Gunzwil, auf deren Gemeindegebiet der Sender steht, die Abschiedsfete steigt, dann tun das die Gunzwiler mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Denn bei der Inbetriebnahme des Senders im Mai 1931 hielten die PTT den Ortsnamen Gunzwil (im Lokalkolorit «Gunzbu») für einen Landessender als zu wenig repräsentativ, als zu «bünzlig», um international auf die Senderskalen der Radios geprägt zu werden. Doch die Nachbargemeinde, damals Münster (heute noch «Möischter») geheissen, kam nicht in Frage, weil es im deutschen Münster bekanntlich schon einen Sender gibt und Verwechslungen damit programmiert gewesen wären. So erinnerten sich die «Möischterer» ihrer Historie und an den Namen Beromünster, den der einstige Marktflecken bis 1798 trug. Der Luzerner Grosse Rat segnete 1934 die offizielle Umbenennung ab, und Beromünster ging um die Welt. Wäre die Umbenennung schief gelaufen, hätten die PTT den Sender – weitaus weniger exotisch – nach dem benachbarten Städtchen Sursee benannt.
Das Abschiedsfest in «Gunzbu» Mitte Oktober wird übrigens zu einer Art später Anerkennung der Standortgemeinde durch die Senderverantwortlichen. Denn die Gunzwiler hatten den Sender stets als ihren eigenen betrachtet und fühlen sich seit der Namensgebung schmerzlich übergangen. Doch damit nicht genug: Die Anerkennung ist von kurzer Dauer, denn am 1. Januar 2009 fusioniert die Gemeinde endgültig mit Beromünster …
René Worni
Hören Sie hier: Läb wohl liebs Beromünster

Kommentar: Kaukasus-PR

Werbewoche-Redaktor René Worni übers Kommunizieren, das gelernt sein will.

Die NZZ hat ihren CEO nominiert, Ringier im Departement Schweiz weitere Feinjustierungen vorgenommen, Tamedia will gegen die Zentralschweiz am Sonntag aus dem Hause NLZ gerichtlich vorgehen, weil das Blatt den fünften Bund mit «Piazza» überschreiben wird, Edipresse muss zehn Millionen einsparen, baut 50 Stellen ab und will künftig mit Erzkonkurrent Philippe Hersant zusammenarbeiten, Axel Springer Schweiz bringt es über Tochter Amiado Group mit Neuakquisitionen (Partyguide.ch und Usgang.ch) zur Marktführerschaft bei den 16- bis 34-Jährigen – dies eine kleine Auswahl jüngster Bewegungen in der Schweizer Medienlandschaft. Jedes der Ereignisse erfordert – je nachdem – einen grösseren oder geringeren Kommunikationsaufwand.
Wozu Kommunikation in der Lage ist, demonstrieren gegenwärtig Exponenten der Kriegskommunikation im Kaukasus-Konflikt. Die Süddeutsche Zeitung verlegte in einem Bericht den Schauplatz dieses Konfliktes zwischen Georgien und Russland nach Brüssel und spürte dort zwei Profis in Krisenzeiten auf, die von den verfeindeten Seiten eingespannt wurden, um in der Öffentlichkeit die Deutungsmacht zu erlangen, wer letztlich wen angegriffen hat. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili steht derzeit als Gewinner dieser Medienschlacht da. «Die Russen haben auf dem Boden gesiegt, nicht aber in den Medien», schrieb die New York Times. Offenbar gelang dem von Georgien angeheuerten James Hunt mit einem Sperrfeuer an Medienmitteilungen, das Steuer zu Gunsten seiner Auftraggeber herumzureissen, die sich sein Engagement knapp eine Million Euro pro Jahr kosten lassen. Weit von solchen Leistungen entfernt sind die Russen, die erst einen Monat nach Kriegsausbruch konstatierten, dass die Weltöffentlichkeit erfahren müsse, was tatsächlich geschehen sei. Kommunizieren will gelernt sein. Auch die Süddeutsche hat gepunktet und 197 Online-Kommentare für ihren Bericht eingeheimst.
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