André Béchir verlässt Konzertagentur Good News

Der Schweizer Konzertveranstalter André Béchir hat sich im Einvernehmen mit seinen Aktionären entschieden, die Agentur Good News auf Ende Jahr zu verlassen.

Der Schweizer Konzertveranstalter André Béchir hat sich im Einvernehmen mit seinen Aktionären entschieden, die Agentur Good News auf Ende Jahr zu verlassen. Dies teilte Good News am den Medien mit. Béchir werde jedoch im Jahr 2009 noch in beratender Funktion für Good News tätig sein, um die Kontinuität sicherzustellen. Sobald der Evaluationsprozess abgeschlossen sei, werde die Agentur auch die Regelung der Nachfolge bekannt machen.
Der Schritt sei absehbar gewesen, sagte Béchir auf Nachfrage der SDA. Er wolle jetzt eine Pause einlegen und sich dem Privatleben widmen. Zudem wolle er sich Gedanken über die berufliche Zukunft machen. Ideen habe er, diese seien aber noch nicht spruchreif, so Béchir.
André Béchir ist seit 36 Jahren Geschäftsführer der Agentur. Er wurde mehrfach mit dem Titel «Veranstalter des Jahres» ausgezeichnet und war von 1997 bis 2003 zudem Direktor des Zürcher Hallenstadions.

Edipresse: Entlassungs-Lösungen für Redaktoren

Edipresse hatte Ende August bekannt gegeben, man wolle 50 Stellen abbauen, um die Kosten zu senken und so sinkende Werbeerträge aufzufangen. Die Gruppe, die unter anderem die Zeitungen Le Matin, 24 Heures und Tribune de Genève verlegt, rechnet mit 25 Entlassungen, so eine Pressemitteilung der SDA.

Edipresse hatte Ende August bekannt gegeben, man wolle 50 Stellen abbauen, um die Kosten zu senken und so sinkende Werbeerträge aufzufangen. Die Gruppe, die unter anderem die Zeitungen Le Matin, 24 Heures und Tribune de Genève verlegt, rechnet mit 25 Entlassungen, so eine Pressemitteilung der SDA.
Für mehrere der 14 Redaktoren, die beim Westschweizer Medienkonzern Edipresse entlassen werden, konnte laut SDA-Mitteilung von Donnerstag eine Lösung gefunden werden: Einige würden intern oder extern eine andere Stelle erhalten. Der Konzern setze ausserdem auf natürliche Abgänge. Die Generaldirektion von Edipresse verpflichtete sich am Donnerstag zudem, im Falle künftiger Vakanzen den entlassenen Redaktoren den Vorzug zu geben.
Diese Einigung wurde bei einem Treffen in Lausanne mit der Koordination der Edipresse-Redaktionen erzielt.

Basler Start-Up Trigami vermittelt Blogger für Werbeaktionen

Remo Uherek und Alain Aubert haben vor zwei Jahren das Marketingpotential von Blogs erkannt. Über ihre Plattform Trigami, die nun seit über einem Jahr online ist, vermitteln sie Blogger an Werbekunden für Unternehmenskampagnen.

Remo Uherek und Alain Aubert haben vor zwei Jahren das Marketingpotential von Blogs erkannt. Über ihre Plattform Trigami, die nun seit über einem Jahr online ist, vermitteln sie Blogger an Werbekunden für Unternehmenskampagnen.
Zu Beginn einer Kampagne steht laut Uherek ein Bewerbungsverfahren. Die Ziele und Hauptkriterien würden ausgearbeitet und daraufhin schreiben sie die Kampagne zur Bewerbung für die Blogger aus. Ausgewählt werden diese einerseits nach thematischen Kriterien, in Bezug auf die Themen der Blogs. Ein zweites Kriterium sei die Reichweite.
Letzten Monat hat Trigami Blogger für eine Kampagne von McDonalds vermittelt. «Dafür haben wir 200 Blogs ausgewählt» so Uherek. Die Trigami hat sich allgemein auf grössere Kampagnen spezialisiert. Im Durchschnitt würden 50 Blogs pro Kampagne vermittelt, wie Uherek ausführt.
Die für die Leistungen von Trigami verrechneten Preise, könnten nicht in einem einfachen Prozentsatz angegeben werden, meint Uherek. Sie seien je nach Kampagnengrösse und den Bedürfnissen der Kunden abhängig. Je nach Auftrag fielen andere Bearbeitungsgebühren für Briefings, Gebühren für Kampagnen-Management und -Betreuung, sowie für individuelles Reporting an. Oft kämen auch noch individuelle Beratungsleistungen pro Kampagne dazu. Die Endpreise der Kampagne liegen zwischen einem Mindestbudget von 1’500 Franken und bis zu 15’000 Franken.
Die Blogger selber erhalten für ihre Marketingleistungen ein Honorar in Form von Testprodukten und einer Aufwandentschädigung in Höhe von 50-100 Franken pro Kampagne, so Uherek. Das Honorar der Blogger sei im Preis inbegriffen, welcher den Kunden in Rechnung gestellt werde. Unter den Bloggern entstand nach dem Markteintritt von Trigami eine lebhafte Diskussion, ob trotz des angebotenen Honorars eine neutrale, authentische Sicht der Dinge beschrieben werden könne, oder ein Blog dadurch an Glaubwürdigkeit verliere. Mittlerweile sind die meisten zum Schluss gekommen, dass dies durch eine klare Deklaration der Umstände geregelt werden kann.
Die Trigami-Plattform wächst
Die Idee für Trigami sei im Oktober 2006 am ersten Schweizer Bar Camp in Zürich entstanden, im Anschluss an den Vortrag von Dominik Tarolli mit dem Titel; «Quo Vadis Blogging – Geldmaschine oder Lustiges Hobby?». «Das Thema dieses Vortrags, war ein zusätzlicher Impuls für mein Vorhaben» führt Uherek gegenüber der Werbewoche aus. Er habe seine Idee dann stärker bearbeitet und gemeinsam mit Alain Aubert in die Tat umgesetzt.
Trigami wurde schliesslich am 12. Juni 2007 in Basel gegründet. An der Entwicklung des Prototyps massgebend beteiligt waren Alain Aubert als Finanzchef und Remo Uherek als Geschäftsführer, wobei David Burkardt und Dominik Tarolli unterstützend zur Seite standen.
Bis jetzt habe Trigami schon über 200 Kampagnen an Blogger vermittelt, so Uherek. Auf der Webseite bieten sich zurzeit über 5000 Blogger für Kampagnen an. Die Plattform ist bis anhin vor allem auf Deutschland konzentriert. 80 Prozent der Blogger sind dort stationiert, der Rest in der Schweiz. Eine Expansion in weitere Länder ist ins Auge gefasst. Auf einer eben erst abgeschlossenen Geschäftsreise hat Uherek die Möglichkeiten des amerikanischen Marktes ausgelotet. Vielleicht liegt ja dort die grosse Zukunft von Trigami.
(Bild: Remo Uherek (links) und Alain Aubert)
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Catherine Mühlemann im Verwaltungsrat von Rod Kommunikation

Die einstige Geschäftsführerin von MTV Central & Emerging Markets, Catherine Mühlemann, engagiert sich ab sofort als Verwaltungsrätin in der Zürcher Werbeagentur Rod Kommunikation. Für die Gründer Regula Fecker, David Schärer und Oliver Fennel ist dies ein entscheidender Schritt für die weitere Entwicklung ihrer Agentur.

Die einstige Geschäftsführerin von MTV Central & Emerging Markets, Catherine Mühlemann, engagiert sich ab sofort als Verwaltungsrätin in der Zürcher Werbeagentur Rod Kommunikation.
Für die Gründer Regula Fecker, David Schärer und Oliver Fennel ist dies ein entscheidender Schritt für die weitere Entwicklung ihrer Agentur. In der 41-jährigen Bernerin sehen sie in vielerlei Hinsicht die perfekte Besetzung: «Im ersten Jahr hatten wir ein flottes Wachstum. Als erfolgreiche Unternehmerin mit nüchternem Blick ist Catherine Mühlemann für uns eine wertvolle Ergänzung», erklärten die Inhaber in einer Pressemitteilung vom Freitag. Aus TV- Sendern habe sie starke, plattformübergreifende Marken entwickelt. Für ihre Kunden wolle die Agentur medienneutrale Konzepte entwerfen und umsetzen. Daher sei es für sie interessant, mit erfahrenen Kreativen aus anderen Disziplinen zu arbeiten und mit ihnen neue Kommunikationsprodukte zu erfinden. MTV Networks entwickle seit jeher Formate, die ihrer Zeit voraus sind, liessen die drei Inhaber weiter verlauten.
Rod Kommunikation wurde im Juli 2007 von der strategischen Planerin Regula Fecker, Art Director Oliver Fennel und PR-Berater David Schärer gegründet und beschäftigt 12 Mitarbeitende. Die Agentur in Zürich arbeitet für Kunden wie die Krankenversicherung Sanitas, 20 Minuten, Ikea, Knorr, Informatica08, Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen, Weleda und viele weitere. Zuvor waren die Partner mehrere Jahre bei Jung von Matt/Limmat tätig

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TBWA will Neugier auf Schauspielhaus wecken

Mit Postern und Plakaten wirbt das Schauspielhaus Zürich für seine Vorstellungen und Abonnements. Im Rahmen einer Dachkampagne hat TBWA/Zürich zwei Sujet für das Abo-Angebot des Hauses entwickelt.

Mit Postern und Plakaten wirbt das Schauspielhaus Zürich für seine Vorstellungen und Abonnements. Im Rahmen einer Dachkampagne hat TBWA/Zürich zwei Sujet für das Abo-Angebot des Hauses entwickelt.
Die Motive sollen den Eindruck wecken, dass kurz zuvor etwas Aufregendes geschehen ist, was man verpasst habe, so die TBWA/Zürich. Die so erzeugte Neugier des Betrachters könne daraufhin in den Vorstellungen des Schauspielhauses befriedigt werden.
Auf die Plakate und Poster werden später noch Inserate folgen.
Verantwortlich beim Schauspielhaus Zürich: Markus Sulzer (Leiter Marketing), Tina Kornfeld (Assistenz Marketing). Verantwortlich bei TBWA/Zürich: Urs Schrepfer (CD), Martin Friedlin (Konzept/AD), Simon Smit (Konzept/Text), Matthias Kiess (Gesamtverantwortung), Duri Sulser (Beratung), Diana Magnaguagno (Art Buying), Andrea Vedovo (Fotografie).

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AY&R kreiert Online-Banner für «Bauer sucht Frau»

Die Sendung «Bauer sucht Frau» von 3+ wird neu auch online beworben. Eine animierte Fliege holt die Welt des Bauernhofes direkt auf den Bildschirm.

Die Sendung «Bauer sucht Frau» von 3+ wird neu auch online beworben. Eine animierte Fliege holt die Welt des Bauernhofes direkt auf den Bildschirm. Das Tier könne mit der Maus aber auch direkt weggeklickt werden, verrät die verantwortliche Agentur Advico Young & Rubicam.
Der Werbebanner ist ab sofort auf verschiedenen Websites zu sehen.
Verantwortlich bei 3+: Dominik Kaiser (Hauptverantwortung). Verantwortlich bei Advico Y&R: Philipp Skrabal (ECD), Christian Erni (ECD), Christo Margaris (Flash), Ruben Feurer (Grafik), Dario Bernardi (Beratung).

Laut Mediascope-Umfrage trauen Journalisten den Banken nicht

Die Zürcher Kommunikationsagentur Mediascope hat erste Erkenntnisse aus einer Befragung zur Kreditkrise und dem Informationsverhalten der Banken gewonnen. Journalisten trauen den Banken nicht, schlussfolgert die Agentur.

Die Zürcher Kommunikationsagentur Mediascope hat erste Erkenntnisse aus einer Befragung zur Kreditkrise und dem Informationsverhalten der Banken gewonnen. Journalisten trauen den Banken nicht, schlussfolgert die Agentur.
Die Agentur startete im Juli eine Umfrage bei Journalisten aus der Deutschschweiz. Schwerpunkt war Zürich. Nun hat Mediascope die Ergebnisse der ersten Runde vorleget. Aufgrund der kleinen Stichprobe seien diese jedoch ohne Prozentangaben und würden keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben, schreibt Mediascope in einer Mitteilung vom Freitag.
Erste Erkenntnisse aus der regelmässigen Umfrage würden sich eindeutig präsentieren: Die grosse Mehrheit der befragten Journalisten ist der Meinung, dass die durch den US-Immobiliencrash ausgelöste Kreditkrise erst Mitte 2009 überwunden sein wird. In Bezug auf die Kommunikation der Schweizer Banken ergebe sich eine ebenso klare Aussage. Niemand sei der Meinung, dass die Banken transparent kommunizieren, schreibt Mediascope weiter. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten meine, die Schweizer Banken kommunizieren momentan nicht offen. Die andere Hälfte könne die Situation nicht einschätzen.
Die befragten Journalisten seien bei den verschiedensten Medien und in unterschiedlichen Verantwortlichkeitsstufen tätig. Keiner von ihnen sei Mitglied einer politischen Partei, obwohl mehr als die Hälfte eine bestimmte Partei favorisiere.

Schweizer Fernsehen in olympischem August-Hoch

Sportliche Topleistungen wie die von Michael Phelps oder Usain Bolt stossen auf grosses Publikumsinteresse: Vor allem dank der Olympischen Sommerspiele in Peking erreichte das Schweizer Fernsehen im August 2008 im Ganztagesschnitt einen Marktanteil von 35,2 Prozent.

Sportliche Topleistungen wie die von Michael Phelps oder Usain Bolt stossen auf grosses Publikumsinteresse: Vor allem dank der Olympischen Sommerspiele in Peking erreichte das Schweizer Fernsehen im August 2008 im Ganztagesschnitt einen Marktanteil von 35,2 Prozent. Damit liegt der Sender mit seiner Quote 2,6 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat.

Future Connection mit Neugestaltung von Viseca.ch beauftragt

Future Connection hat von Viseca Card Services den Auftrag für Neugestaltung und Konzeption ihrer Website erhalten. Die Zürcher Fullservice Kommunikationsagentur setzte sich in einem Pitch gegen drei Agenturen durch.

Future Connection hat von Viseca Card Services den Auftrag für Neugestaltung und Konzeption ihrer Website erhalten. Die Zürcher Fullservice Kommunikationsagentur setzte sich in einem Pitch gegen drei Agenturen durch und kann damit die bereits 6-jährige Zusammenarbeit mit Viseca weiter fortsetzen.
Umgesetzt wird der neue Auftritt durch die Firma Additiv. Mit dem Relaunch soll der Webauftritt des zweitgrössten Kreditkartenunternehmens der Schweiz laut einer Mitteilung der Agentur «zeitgemässer, frischer und interaktive» werden. Darüber hinaus sind Aktivitäten im E-Marketing-Bereich geplant.
Verantwortlich bei Viseca: Karin Wüthrich, Sasa Grzinic. Verantwortlich bei Future Connection: Martina Waser (Projektleitung), Davor Radisic und Karin Gleichner (Design), Daniel Tschanz (E-Marketing).

Agentur Megura ist umgezogen

Die Werbeagentur Megura ist von Baden nach Wettingen umgezogen. Gleichzeitig mit dem Umzug wurde die Firma eine Aktiengesellschaft mit Namen Megura AG Werbeagentur umgewandelt.

Die Werbeagentur Megura ist von Baden nach Wettingen umgezogen. Der Grund dafür ist das kräftige Wachstum der Firma, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Vor knapp fünf Jahren gründete René Utiger die Einzelfirma Megura Werbung+Produktion in Baden. Aus der «One-Man-Show» ist eine Agentur mit sieben Mitarbeitern geworden. Gleichzeitig mit dem Umzug wurde Megura Werbung+Produktion in eine Aktiengesellschaft mit Namen Megura AG Werbeagentur umgewandelt.

Zur Sache: Volltreffer

Die alte Tante an der Falkenstrasse ist immer wieder gut für eine Überraschung. Männiglich war überrascht, als Verwaltungsratspräsident Conrad Meyer vor einem halben Jahr verkündete, dass nach einem CEO gesucht würde. Eine Position, die es in der Vergangenheit des Hauses NZZ noch nie gegeben hatte.

Die alte Tante an der Falkenstrasse ist immer wieder gut für eine Überraschung. Männiglich war überrascht, als Verwaltungsratspräsident Conrad Meyer vor einem halben Jahr verkündete, dass nach einem CEO gesucht würde. Eine Position, die es in der Vergangenheit des Hauses NZZ noch nie gegeben hatte. Der Leidensdruck muss sehr gross gewesen sein, dass sich Meyer zu diesem Schritt entschloss. Rüttelte er doch an einer jahrzehntelangen Führungstradition. Möglich geworden war dieser schon längst fällige Schritt aber erst, als der NZZ-Übervater Hugo Bütler pensioniert wurde. Mit Daniel Hofer, dem Verlagsdirektor, und Markus Spillmann als Chefredaktor verpflichtete man eine neue, junge Führungsriege. Diese stand und steht immer noch vor der gewaltigen Aufgabe, die Neue Zürcher Zeitung in die Neuzeit zu führen, verkrus¬tete Strukturen aufzulösen, Gutes zu erhalten und weniger Gutes zu ändern.
Aber es gibt ja nicht nur die NZZ, es gibt auch die NZZ-Gruppe. Dazu gehören neben der Neuen Zürcher Zeitung die Freie Presse Holding mit ihren massgeblichen Beteiligungen an den Medienhäusern St. Galler Tagblatt, LZ Medien sowie den Zürcher Landzeitungen. Diese haben in ihren jeweiligen regionalen Märk¬ten eine starke Position.Sie tragen auch massgeblich zum finanziellen Erfolg der NZZ-Gruppe bei.
Die starke Stellung der Töchter bringt es mit sich, dass der Einfluss der NZZ auf diese Titel relativ gering war. Eine gemeinsame Strategie war nicht zu erkennen, man führte an der langen Leine. Dass diese Laissez-faire-Haltung auf Dauer kein Erfolgsmodell sein kann, war allen Branchenkennern klar. Die Herausforderungen durch aggressive Mitbewerber, sei es im Print oder im Online, steigen ständig. Ein Strategiewechsel ist überfällig. Dafür braucht es aber jemanden, der die ganze Gruppe operativ führen kann. Einen CEO eben.
Lange wurde gerätselt, wer diesen verantwortungsvollen Posten übernehmen würde. Namen wurden herumgeboten, die Gerüchteküche brodelte. Die Wahl von Albert P. Stäheli scheint mir eine ausgezeichnete zu sein. Am Montagabend traf ich zufälligerweise Maili Wolf, die einstige Tamedia- und langjährige Ringier-Verlagsleiterin. Sie meinte spontan: «Einer der besten Entscheidungen, die Conrad Meyer für die NZZ getroffen hat. Polo Stäheli, ein Mann mit Biss und der entsprechenden Erfahrung. Einen solchen Querdenker kann die NZZ gut gebrauchen.»
Polo Stäheli steht nun vor der grossen Aufgabe, die NZZ-Gruppe mit einer stringenten Strategie in die Zukunft zu führen. Es wird nicht leicht sein, aber Stäheli hat in seinen langen Jahren in Bern bewiesen, wie er einen verschlafenen Laden auf Vordermann bringen kann.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
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Schweizer Tierschutz kritisiert Einsatz von Affe als Co-Moderator bei 3+

Der Schweizer Tierschutz stellt sich gegen die Verwendung eines kostümierten Schimpansen in der am Dienstag erstmals ausgestrahlten Unterhaltungssendung «Upps! Die Schweizer Pannenshow» auf dem TV-Sender 3+.

Der Schweizer Tierschutz stellt sich gegen die Verwendung eines kostümierten Schimpansen in der am Dienstag erstmals ausgestrahlten Unterhaltungssendung «Upps! Die Schweizer Pannenshow» auf dem TV-Sender 3+. Der Affe kommt jeweils als tierischer Co-Moderator zum Einsatz.
Diese «Vermenschlichung und Ausnutzung» des Tieres stelle einen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz dar, schreibt der Schweizer Tierschutz STS in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Würde des Affen werde eindeutig missachtet. Schimpansen seien hoch entwickelte Säugetiere, die sich vom Menschen nur marginal unterschieden. Sie seien hoch sozialisiert und verfügten über komplexe Kommunikationsmöglichkeiten. Die Dressur von Schimpansen sei entschieden abzulehnen. Dass 3+ das Tier zur Unterhaltung des Publikums einsetze, sei absolut unverständlich.
Der Verein protestierte deshalb beim Privatsender und verlangte von der verantwortlichen Redaktion, künftig auf die Verwendung des Affen zu verzichten.

3+ wehrt sich gegen Vorwürfe
Der Fernsehsender wehrte sich am Mittwochabend in einer Mitteilung gegen die Proteste des STS. Die Produktion entspreche den rechtlichen Anforderungen an Filmaufnahmen mit Tieren, so Senderchef Dominik Kaiser. Dem Affen würden keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt.
Der Sender versicherte ausserdem, dass es sich beim eingesetzten Schimpansen um ein Tier handle, welches von einer Tiertrainerin speziell für Filmaufnahmen ausgebildet wurde und über reichliche Erfahrung darin besitze. Die Tiertrainerin begleite die Dreharbeiten aktiv. Zudem sei dafür Sorge getragen worden, dass die Drehzeiten tiergerecht und entsprechend den Bedürfnissen des Tieres ausgestaltet wurden.
Man sei der Überzeugung, dass der Einsatz von Jean-Luc nicht gegen dessen Würde verstosse und man werde ihn auch in die weiteren Folgen der Sendung integrieren.

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