Y&R kämpft gegen Nix Sehitis

Die Y&R-Gruppe setzt die ÖKK-Kampagne fort mit vielen neuen Krankheiten, die sehr einfach kuriert werden können.

Oft machen Krankenversicherungen ihre Kunden mehr krank als gesund. Dagegen gibt es ein einfaches Mittel: einen Wechsel zur ÖKK, meinen die Kreativen bei Y&R.
In ihrer aktuellen Kampagnenerweiterung werden die Übel des Versicherungswesens einmal mehr «gnadenlos ausgemerzt», wie Markus Gut meint.
Kommuniziert wird dies konsequent auf allen Ebenen: von der klassischen Werbung über Sponsoring, Stelleninserate und Webbanner bis zu Kundenbindungsmassnahmen und Magazinen. Dabei soll auch «die Humorlosigkeit gängiger Versicherungswerbung» auf der Strecke bleiben. Schönes Beispiel: Für den Geschäftsbericht liess sich die Geschäftsleitung der ÖKK im Kampagnen-Stil des Illustrators Rob Hartmann verewigen. (pan)

Vogt-Schild klagt gegen Tamedia und will aus dem Verlegerverband austreten

Aufgrund eines von Vogt-Schild-CEO Christian Müller als «Dumping-Angebot» bezeichneten Abonnements von Tamedia hat der Solothurner Verlag nun Klage gegen das Zürcher Medienhaus wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht. Aus dem selben Grund droht der Verlag mit dem Austritt aus dem Verlegerverband.

Der bereits seit längerem andauernde Solothurner «Zeitungskrieg» zwischen der Solothurner Zeitung aus der Vogt-Schild Medien Gruppe und Tamedia, die mit dem Solothurner Tagblatt vor Ort präsent ist, scheint sich zuzuspitzen. Tamedia hatte im Sommer ein Jahresabo-Kombi von Solothurner Tagblatt und Sonntagszeitung für 100 Franken auf den Markt geworfen.
Aufgrund dieses «Dumping-Angebots», wie es Vogt-Schild-CEO Christian Müller gegenüber dem Schweizer Journalist nannte, hat der Solothurner Verlag nun Klage gegen das Zürcher Medienhaus wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht. Da es für solche «Lockvogelangebote» (Wettbewerbsrechtsexperte Michael Vlcek vom Rechtswissenschaftlichen Institut der Uni Zürich) bisher keine höchstinstanzliche Entscheidung gibt, könnte die Klage einen Präzendenzfall schaffen und durchaus Erfolg haben.
Ebenfalls aufgrund des «Dumping-Angebots» ist Vogt-Schild provisorisch dem Verlegerband ausgetreten. Der Verwaltungsrat des Unternehmens wird entscheiden, ob der Austritt tatsächlich vollzogen wird. Wie der Schweizer Journalist berichtete, wird Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument am kommenden Donnerstag beim Jahreskongress der Schweizer Presse in Montreux einen Vermittlungsversuch unternehmen.

Schweizer Datenschutz mahnt zur Vorsicht bei Google Chrome

Der US-Internet-Konzern Google ist als eifriger Datensammler bekannt. Internet-Benutzerinnen und -Benutzer sollten sich deshalb gut über den neuen Google-Browser Chrome informieren, rät der Schweizer Datenschutz.

Der Schweizer Datenschutz rät Internetnutzern, sich gut über den neuen Google-Browser Chrome zu informieren. Wenn zu viele Anwendungen wie E-Mails, Internetbrowser oder Suchmaschinen vom selben Anbieter genutzt würden, sei es datenschutztechnisch bedenklich, sagte Daniel Menna, Sprecher des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, gegenüber der SDA. Er rät daher den Internetnutzern, bei den Anwendungen zu diversifizieren. «Wenn man bei Google Suchbegriffe eingibt und dort einen E-Mail-Account hat, sollte man nicht auch noch den Browser von Google benutzen». Je mehr Zusatzfunktionen ein Internet-Konzern zur Verfügung stelle, desto höher sei das Risiko für die Privatsphäre. Ganz allgemein sollten Chrome-Interessierte die Nutzungsbedingungen des Browsers genau durchlesen.
Google weist die Kritik an Chrome und an seiner Datenschutzpolitik zurück, hat aber dennoch seine Datensammelpraxis geändert. Am Dienstag gab der Konzern bekannt, künftig schon nach neun Monaten die persönlichen Verbindungsdaten der User zu anonymisieren. Bisher speicherte Google die Suchanfragen jedes Computers während 18 Monaten. Die so gesammelten Daten sind für Google lukrativ, weil die Internetnutzer so ihre Interessen bekannt geben. Dies erlaubt es, ihnen gezielt Werbung zukommen zu lassen. Allerdings werden diese Daten gemäss Google auch zur Verbesserung der Suchmaschine benötigt.

Leserzahlen: Gratis sei Dank!

Die Leserzahlen der Mach Basic wachsen vor allem dank den Gratis-Tageszeitungen. Klammert man die ganze Tagespresse aus, haben die übrigen Titel innert Jahresfrist fast eine Million Leser verloren.

Innert Jahresfrist sind der Presse 717’000 Leserinnen und Leser abhanden gekommen. Total 36 Titel haben signifikant verloren aber immerhin 14 zugelegt. Bei der Tagespresse stehen vier Gewinnern fünf Verlierer gegenüber. Bei der Publikums- und Wirtschaftspresse sind es vier Gewinner und elf Verlierer und bei der Spezialpresse sechs Gewinner und 20 Verlierer.
Titel mit signifikanten Veränderungen gegenüber Mach Basic 2007-2 und 2008-1
40 Prozent lesen gratis
Weiter zugenommen hat der Gratisanteil der Tagespresse. In der Westschweiz werden jetzt erstmals die Auswirkungen der Distributionserweiterungen von Le matin bleu und 20 minutes auf das ganze Sprachgebiet voll sichtbar. Die beiden kleinformatigen Gratisblätter erzielen einen Lesermarktanteil von nicht weniger als 45 Prozent. Dabei liegt der Gratismatin weiterhin vor 20 minutes.
Der Abstand hat sich aber um etwa einen Drittel reduziert, da 20 minutes stärker zulegen konnte. Lag das Tamediablatt vor einem Jahr noch drei Prozentpunkte hinter dem bezahlten matin zurück, so hat es ihn inzwischen um über 13 Punkte distanziert. Denn der orange matin hat 2,8 Reichweitenpunkte verloren und ist neben der Tribune de Genève (-1,4 Prozentpunkte) der zweite Titel mit signifikanten Verlusten in der Westschweiz.
In der deutschen Schweiz ist 20 Minuten dagegen nur noch bescheiden – aber doch signifikant – gewachsen. Mit einer Reichweite von 30,5 Prozent übertrifft das Pendlerblatt jetzt die Sonntags-Werktagskombination des Blick (Power Duo) bereits um zwei Prozentpunkte. Der Metropool liegt sogar schon sechs Punkte zurück. Denn sowohl Blick und Sonntagsblick als auch Tages-Anzeiger und Basler Zeitung haben gegenüber 2007-2 signifikant an Reichweite verloren. Zugelegt hat dagegen das durch den Brombeerblick abgelöste heute. Mit einer Reichweite von 6,8 Prozent liegt es jetzt auf der Höhe der NZZ (6,9%). Der Gratisanteil ist in der deutschen Schweiz auf 30 Prozent angestiegen – allerdings ohne News und .ch von denen es noch keine Zahlen gibt.Erstmals separat ausgewiesen wird dagegen das Magazin des Sonntagsblick. Mit 11,8 Prozent erreicht es aber nur gerade 56 Prozent der Leserinnen und Leser des Trägerblattes, übertrifft damit aber immerhin die NZZ am Sonntag. Für die Zukunft ist im Sonntagsmarkt allerdings mit deutlich mehr Bewegung zu rechnen. Sonntag und Zentralschweiz am Sonntag werden auf die Leserzahlen der sprachregionalen Titel sicher Einfluss haben. Bis sich das in der MACH Basic niederschlägt, dürften aber noch ein bis zwei Jahre vergehen.
Publikumspresse geht weiter bergab
Bei der Publikumspresse kommen die Verlierer aus allen Titelgruppen. Besonders gebeutelt ist aber die Programmpresse in der deutschen Schweiz. Vier der sieben Titel haben gegenüber 2007-2 signifikant verloren. Zu den Verlierern gehören auch die Marktleader TV täglich und Tele. Der Abotitel von Springer erreicht aber zusammen mit den anderen Programmzeitschriften aus dem gleichen Haus als Tele Kombi XXL mit 22,6 Prozent die praktisch gleiche Reichweite wie die Gratisbeilage TV täglich von Ringier und Tamedia.
Zusammen mit dem Beobachter (der ebenfalls signifikant verloren hat) erreicht das Springer-Millionenkombi sogar mehr als einen Drittel der Bevölkerung in der deutschen Schweiz. Gegen die Genossenschaftstitel von Migros und Coop hat aber auch das Millionenkombi keine Chance – obwohl beide signifikant an Reichweite eingebüsst haben.
Bei der Wirtschaftspresse sieht es auf den ersten Blick positiv aus. In der Westschweiz erhöhte das populäre Tout compte fait seine Reichweite innert Jahresfrist um über 20 Prozent. Und in der Deutschschweiz legte die Handelszeitung um 13,5 Prozent zu. Zu verdanken ist dieser Zuwachs der Übernahme des Abonnentenstamms der Cash-Wochenzeitung.
Wie weit diese Leser langfristig gehalten werden können, muss sich aber noch zeigen. Zum insgesamt positiven Bild bei der Wirtschaftspresse trägt auch der Umstand bei, dass Cash vor Jahresfrist bereits nicht mehr ausgewiesen wurde. Im Vergleich zu 2004 fehlen deren fast 300’000 Leser natürlich weiterhin. Die 85’000 von Cash daily machen sie noch lange nicht wett – allerdings enthalten diese Werte nach wie die Bildschirmnutzung via Livepaper nicht. Es zählt nur die Nutzung auf Papier.
Ueli Custer

Werbeanstalt mit makabrer Kampagne für Lungenliga Zürich

Mit Bildern von Restaurantbesuchern, die in den 20er und 30er Jahren von der Mafia getötet wurden, will die Lungenliga Zürich die Leute über die Gefahren des Passivrauchens aufklären. Verantwortlich für die Kampagne ist die Werbeanstalt Schweiz.

In den nächsten drei Wochen wird im Kanton Zürich die neue Präventionskampagne der Lungenliga zu sehen sein. Die von der Werbeanstalt Schweiz kreierten Sujets zeigen Archivfotos von Menschen in den USA, die in den 20er und 30er Jahren in Restaurants von der Mafia getötet wurden. Dazu die Überschrift «Auch Passivrauchen tötet».
Die provokativen Bilder sollen bewusst schockieren und die Bevölkerung aufrütteln, heisst es in einer Medienmitteilung der Werbeanstalt. Es sei zu wenig bekannt, dass die als Raucherlunge bekannte Krankheit COPD hierzulande die dritthäufigste Todesursache nach Herzkreislauferkrankungen und Krebs sei und auch Passivraucher daran erkranken können.
Die Lizenzen für die Bilder hat die Agentur direkt vom Los Angeles Police Department erhalten. Nebst den Plakaten werden als Werbemittel die Gratispostkarten «Cardsforfree» sowie als Below-the-line-Massnahmen Plakate auf Müllwagen der Stadt Zürich eingesetzt. Die treffende Botschaft darauf: «Wirf Dein Leben nicht weg!»
Verantwortlich bei der Lungenliga Zürich: Robert Zuber (Geschäftsführer).
Verantwortlich bei der Werbeanstalt Schweiz: Reto Dürrenberger (Strategie, Beratung), Sarah Hiltebrand (CD), Michael Manzardo (Text/Konzept), Mike Surovka (AD-Assistent), Cilgia Lang (Beratung), Andi Laub (DTP), Altamont (Bildbearbeitung).

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Euro RSCG wirbt für Weight Watchers Abnehmwillige an

Die Schweizer Vertretung von Weight Watchers wirbt auf die kalte Saison hin neue Abnehmwillige an. Realisiert wird die Kampagne von der Zürcher Werbeagentur Euro RSCG.

Zu Beginn der kalorienreichen Herbst- und Winterzeit werden seit Ende August neue Teilnehmer für die landesweiten Treffen der Weight Watchers angeworben. Dabei tritt das seit 1974 in der Schweiz aktive Unternehmen mit Above-the-line-Massnahmen in Erscheinung. Den Auftrag dafür erhielt die Zürcher Werbeagentur Euro RSCG. In der West- und Deutschschweiz werden unter anderem Anzeigen in den Zeitschriften Annabelle, Femina und SI-Style geschaltet. Auch mehrstufige Direct-Mailings gehören zu den Massnahmen der Kampagne.
Die Sujets zeigen Menschen, die sich entschlossen haben, gemeinsam abzunehmen. Im Vordergrund steht die laut Weight Watchers erwiesene Tatsache, dass das Abnehmen in der Gruppe dreimal effizienter ist als der Selbstversuch.
Verantwortlich bei Weight Watchers: Peter Kascha, Caroline Dütsch, Nadia Rimann (Marketingleitung).
Verantwortlich bei Euro RSCG: Axel Eckstein (Creative Direction), Rob Hartmann, Oliver Fröhnel (Art Direction), Nemanja Gajic, Thomas Bruns (Text), Isabelle Bühler (Grafik), Sheila Wan, Walter Tagliaferri (Beratung), Roman Emunds (Strategie), Caroline Webb (Art Buying), Sonja Bloch (Produktion), Frank Bodin (Gesamtverantwortung). Andrea Diglas (Fotografie), Marlies Lanker (Produktion).

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Es raschelt im grünen Blätterwald: Coop lanciert Bio-Magazin Verde

Das Bio-Magazin Verde des Detailhandelsriesen Coop ist mit einer Startauflage von 3,3 Millionen Exemplaren am Dienstag erstmals erschienen. Es stellt sich ganz in einen Trend bei Publikationen, die genussvolles Leben mit umweltschützerischen Ambitionen verbinden wollen.

Am Dienstag ist das Bio-Magazin Verde des Detailhandelsriesen Coop mit einer Startauflage von 3,3 Millionen Exemplaren erstmals erschienen. Informieren will es in sorgfältig recherchierten Berichten über interessante Aspekte und Hintergründe zu Bio und Ernährung, Lifestyle und Mode, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Blatt rückt damit wie das vor kurzem erschienene Magazin Ecolife oder weitere angekündigte Publikationen in die Nähe von Lohas – Lifestyle of Health and Sustainability–, einer Trendkreation, die genussvolles Leben mit umweltschützerischen Ambitionen verbinden will.
Das neue Magazin hat 48 Seiten und erscheint in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Als breite Marketingmassnahme lag die Erstauflage der Coopzeitung und anderen Publikationen wie SI Style, Bilanz, NZZ Folio und L’Hebdo bei. In Zukunft soll das Biomagazin vier Mal pro Jahr erscheinen und wird unter Coop.ch/verde auch online präsent und abonnierbar sein. Coop betrachtet das Magazin als Ausbau seiner Position im Schweizer Biomarkt, bei dem es eine Marktführerschaft beansprucht.

Stagnation der Leserzahlen bei der bezahlten Tagespresse

Anders als bei der Gratispresse, wo die Leserzahlen immer noch munter steigen, herrscht bei der bezahlten Tagespresse im besten Fall Stagnation. Den meisten überregionalen Titeln sind erneut Leser davongelaufen.

Anders als bei der Gratispresse, wo die Leserzahlen immer noch munter steigen, herrscht bei der bezahlten Tagespresse auch im besten Fall Stagnation. Die meisten überregionalen Titel haben Leser verloren, das Niveau halten konnten nur die Regionalzeitungen, wie aus der am Dienstag publizierten neuesten Erhebung der Wemf AG für Werbemedienforschung hervor geht.
Zahlenmässig am meisten Leser verloren hat der Blick (-22’000 oder -3,2 Prozent), der als grösste kostenpflichtige Tageszeitung immerhin noch auf 650’000 Leser zählen kann. Den Leserschwund gegenüber früheren Befragungen etwas bremsen konnte die Neue Zürcher Zeitung mit minus 6’000 Lesern oder – 2 Prozent.
Die – nach dem Blick – drei grössten Titel Tages-Anzeiger, Mittelland Zeitung und Berner Zeitung (inklusive Der Bund) mussten ebenfalls eine kleinere Leserschaft hinnehmen. Deren Zahlen sind jedoch aus methodischen Gründen nicht mit der letzten Befragung vergleichbar.
Ein Plus von 13’000 Leserinnen und Lesern verzeichnet die Zürcher Landzeitung, die damit den Leserschwund aus der letzten Befragung mehr als kompensierte. Stabil blieben das St. Galler Tagblatt und die Südostschweiz.
Auch in der Westschweiz konnten vorab Regionalzeitungen ihre Leserschaft halten, so die Freiburger Liberté und der Walliser Nouvelliste. Die Konkurrenz durch Gratistitel macht sich hingegen bei Le Matin (-13’000 oder -4,4 Prozent), bei 24 Heures (-11’000 oder -4,6 Prozent) und Tribune de Genève (-4000 oder -2,6 Prozent) bemerkbar.

Zu guter Letzt: LHC, THC, RIP

Wenn die Weltuntergangstheoretiker recht haben, bringt der grosse Teilchenbeschleuniger in Genf am Mittwoch die Erde zum verschwinden. Ein gut gemeinter Rat also: Verpassen Sie das letzte Raumschiff nicht.

Morgen Mittwoch wird der leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Erde in Genf in Betrieb genommen, und mit ihm, dem sogenannten Large Hadron Collider (LHC), wird man Elementarteilchen mit Quasi-Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen lassen. Ein grosses Ereignis für die Quantenphysik, hofft sie doch, die kleinsten Bausteine der Welt zu finden. Und ebenso hofft sie, den wilden Theorien, die wegen dem Stillstand in der experimentellen Physik seit Jahrzehnten ins Kraut schiessen, damit ein Ende zu setzen.
Welche Ironie, dass ausgerechnet dieser Versuch zu einer Neuauflage der nicht totzukriegenden Weltuntergangstheorien geführt hat, diesmal: Der LHC produziere ein Schwarzes Loch, und dieses verschlucke die Erde. Sollte diese eher an exzessive Drogenräusche erinnernde Phantasie tatsächlich eintreffen, wäre irgendwann im Lauf des morgigen (oder wenn Sie das am Mittwoch lesen: heutigen) Tags die Erde einfach weg. Etwa so wie am Anfang des Buchs «Per Anhalter durch die Galaxis», als die Erde wegen dem Bau einer intergalaktischen Autobahn gesprengt werden musste. Wenn es so kommt, naja, dann ruhen Sie in Frieden. Oder verpassen sie das letzte Raumschiff nicht.

Südostschweiz gibt ab 2009 eine Grossauflage heraus

Der Zeitungsverbund Südostschweiz in Chur wird ab Januar 2009 wöchentlich eine Grossauflage herausgeben. Mit einer Auflage von 229'000 statt 127'000 Exemplaren.

Der Churer Zeitungsverbund Südostschweiz wird ab Januar nächsten Jahres wöchentlich eine Grossauflage herausgeben. Gedruckt werden insgesamt knapp 229’000 Zeitungen anstelle der Normalauflage mit täglich fast 127’000 Exemplaren. Mit der Grossauflage erreicht der Verbund von 12 Tageszeitungen 301’000 Leserinnen und Leser oder 70’000 mehr als mit der normalen Ausgabe, wie die Südostschweiz Publicitas am Dienstag mitteilte. Die verschiedenen Tageszeitungen werden an unterschiedlichen Wochentagen, zwischen Dienstag und Freitag, mit der Grossauflage herauskommen.

Es harzt beim Mobile TV

Die Revolution des Mobile TV ist (noch) ausgeblieben. Gemäss einer Studie sind viele der heutigen Formate nicht aufs Handy-Fernsehen zugeschnitten. Werbespots haben hingegen Erfolg bei den Nutzern.

Einst als revolutionär betitelt, hat sich Mobile TV bis heute doch nicht zu dem gemausert, was sich die Entwickler erhofft haben. Das Fernsehen für unterwegs komme nur schleppend voran, schreibt die deutsche Zeitschrift «Werben & Verkaufen».
Im Auftrag der Serviceplan-Gruppe hat sich die Forschungsinitiative Zukunft Digital dieser Problematik angenommen und eine Studie bei 200 Probanden durchgeführt. Heraus kam, dass speziell für Mobile TV zugeschnittene TV-Formate bei den Nutzern besser ankommen als unveränderte Formate aus dem herkömmlichen Fernsehen. Will heissen: Beiträge, die zwischen fünf und zehn Minuten oder gar kürzer sind, haben am meisten Erfolg. Der Grund ist, dass Mobile TV hauptsächlich unterwegs und während Wartezeiten konsumiert wird und kein Ersatz für das Fernsehen zu Hause ist. Das erklärt wohl den Erfolg der fürs Mobile TV konzipierten «Tagesschau in 100» Sekunden vom Schweizer Fernsehen.
Beliebt sind nebst Nachrichten, Musikbeiträgen, Sportsendungen und Serien mit kurzen Episoden (sogenannte Mobisodes) auch Werbespots, die auf Mobile TV zugeschnitten sind. Im Vergleich zu den Spots im Fernsehen, Radio oder Internet werden jene auf dem Handy als weniger störend empfunden, oft sogar als unterhaltsam. Das sei eine grosse Chance, wird Christian Bopp, Geschäftsführer des Serviceplan-Forschungsinstituts Facit Digital, im Artikel zitiert. Werbung im mobilen TV habe sich noch nicht verbraucht, die Menschen stünden ihr noch aufgeschlossen und neugierig gegenüber.

Tamedia mit mehr Umsatz und weniger Gewinn

Tamedia hat im ersten Halbjahr 2008 den Umsatz gesteigert, jedoch einen leicht tieferen Gewinn erzielt. Erstmals wurden die Zahlen der übernommenen Espace Media Groupe mitberücksichtigt.

Das Zürcher Verlagshaus Tamedia hat im ersten Halbjahr 2008 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 32,1 Prozent auf 472,8 Millionen Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat insbesondere die kürzlich übernommene Berner Espace Media Groupe, wie der Konzern in einer Medienmitteilung vom Dienstag verlauten lässt. Hingegen ging das Gesamtergebnis um 4,4 Prozent auf 49 Millionen Franken zurück. Begründet wird dies mit den hohen Investitionen in die neue Gratiszeitung News, die Pendlerzeitung 20 Minuten sowie die Lancierung von L’essentiel und des Online-Angebots Newsnetz.
Das Potenzial des Zusammenschlusses mit der Espace Media Groupe sei noch nicht ausgeschöpft, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Weiterhin realistisch erscheint der Tamedia das Ziel, mit der Espace Media Groupe mittelfristig ein mit den Tamedia-Margen vergleichbares Rentabilitätsniveau zu erreichen. Die Integration der übernommenen Mediengruppe schreite rasch voran, heisst es weiter in der Medienmitteilung.
Die Werbeinvestitionen erlitten wegen der sich abschwächenden Wirtschaftslage einen Dämpfer, insbesondere zum Semesterende. Die Fussball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich hat die Werbeausgaben offenbar ebenfalls negativ beeinflusst. Werbekunden haben ihre Produkte im Juni mit Sponsoring oder anderen Werbeformen als Inseraten an die Konsumenten gebracht. Dennoch liegen die Umsätze mit Stellenanzeigen nach einem Rückgang im Juni kumuliert nach wie vor über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Im Geschäftsfeld Zeitungen stieg der Umsatz um 25 Prozent auf 337,2 Millionen Franken. Dazu beigetragen haben nebst den Publikationen von Espace Media auch 20 Minuten und die Thurgauer Zeitung. Während sich die Finanz und Wirtschaft stabil entwickelte, verzeichneten Tages-Anzeiger, Sonntagszeitung, Alpha und Stellen-Anzeiger tiefere Umsätze als im Vorjahr.
Bei den Zeitschriften ist der Umsatz unter anderem dank der Schweizer Familie sowie den Auto-Fachzeitschriften um 37,9 Prozent auf 54,8 Millionen Franken gewachsen. Gut entwickelt haben sich mit einem Umsatzplus von 38,7 Prozent auf 38,8 Millionen Franken auch die elektronischen Medien. Dazu beigetragen haben im Wesentlichen das neu mitberücksichtigte Berner Radio Capital FM, der lokale TV-Sender Tele Bärn und die Immobilienplattform Homegate.
Im Bereich Services (Druck- und Zustelldienstleistungen) ist der Umsatz um 51,1 Prozent auf 169,7 Millionen Franken gestiegen. Hier haben vor allem das Druckzentrum Espace sowie die Berner Zustellorganisation Bevo positiv zum Wachstum beigetragen.
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