Bluespirit realisiert blumige Kampagne für Marionnaud

Am 13. September 2008 ist der offizielle Tag der Düfte von Marionnaud. Die Agentur Bluespirit Communications mit Sitz in Schlieren und Lausanne hat dazu eine crossmediale Kampagne realisiert.

Am 13. September 2008 ist der offizielle Tag der Düfte von Marionnaud. Die Agentur Bluespirit Communications mit Sitz in Schlieren und Lausanne hat dazu eine crossmediale Kampagne für Print, Web, POS und die redaktionelle Einbindung bei den Medienpartnern Punkt.ch und Le Matin Bleu realisiert. Während rund zwei Wochen wurden in Anzeigen die besten internationalen Duftkreationen, Parfümdesigner, Star-Parfüms und exklusive Angebote kommuniziert.
Verantwortlich bei Marionnaud Schweiz: Peder Casanova (Marketing Manager). Verantwortlich bei Bluespirit: Patricia Müller (Account Manager), Kathleen Rieger (Account Coordinator), Peter Trüb (CD), Fritz Kreis (AD), Tizian Walti (Konzept/Text), Manuel Griestock (Grafik), Manuel Wagner (DTP).

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Internet und Gratiszeitungen keine Bedrohung für Tageszeitungen

Am Donnerstag hat in Montreux der Jahreskongress der Schweizer Presse begonnen. Drei Tage lang wird am Ufer des Genfersees über die aktuelle Lage und die Zukunft der hiesigen Medien debattiert. Im Vorfeld betonten verschiedene Experten, dass Internet und Gratiszeitungen nicht keineswegs eine Bedrohung für die klassischen Tageszeitungen darstellen müssen.

Am Donnerstag hat in Montreux der Jahreskongress der Schweizer Presse begonnen. Zwei Tage lang wird am Ufer des Genfersees über die aktuelle Lage und die Zukunft der hiesigen Medien debattiert. Im Vorfeld malen Experten ein keineswegs düsteres Bild. Sie sehen das Internet und die Gratiszeitungen nicht als Bedrohung der Tageszeitungen. Es komme auf das richtige Zusammenspiel an, sagen sie. In einem ausführlichen Interview mit dem Tages-Anzeiger zieht der Schweizer FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan interessante Vergleiche zum deutschen Markt.
Während die Schweizer Medienhäuser mit der Lancierung von Sonntags- und Gratisblättern verstärkt auf Printprodukte setzen, konzentrieren sich die Deutschen aufs Internet, stellt er im Gespräch fest. Ein kompetenter, ausführlicher Internetauftritt verdränge die klassischen Tageszeitungen keineswegs. «Gelingt es, im Netz erfolgreiche Geschäftsmodelle aufzubauen, dann entlasten wir die Printprodukte von Fixkosten. So ist es noch lange möglich, die Zeitung auf Papier zu drucken», erklärt Trevisan gegenüber dem Tages-Anzeiger. Ob sich der Betriebsaufwand eines grossen Newsportals lohne, stellt er allerdings in Frage.
Laufend Nachrichten zu generieren, sei sehr teuer. Über aktuelle Informationen könne man sich überdies kaum differenzieren und gegenüber anderen profilieren. Die Umsätze der Nachrichtenportale seien zudem begrenzt, da sie sich auf einen Erlöskanal, die Bannerwerbung, beschränken. Seine Zeitung, die FAZ, versuche ihre Website als Qualitätsplattform zu positionieren und mit vertikalen Themenportalen wie Onlinestellenbörsen zu verknüpfen.
«Deutschlands Medien haben die Bedeutung des Internets für ihre Zukunft erkannt. Die meisten Schweizer Verlage sind weniger weit. Starke Marken sind in unserer Branche zentral, die Qualität überprüfbar. Unsere Leser sollen den Unterschied sehen – im Blatt und im Internet», hält der 49-jährige ehemalige Ringier- und NZZ-Mitarbeiter fest.
Auch Oliver Michalsky, Chef des deutschen Nachrichtenportals Welt Online, ist der Überzeugung, dass die grossen Verlagshäuser das Internet nicht als Bedrohung empfinden dürfen, sondern sich dem «neuen» Medium zuwenden müssen. Es sei das Medium der Gegenwart und der Zukunft. Die Konsequenz, die sich daraus ergebe, sei das Prinzip «Online first». Die knapp 400 Journalisten des zum Springer Konzern gehörenden Zeitungshauses stellen ihre Arbeit immer zuerst dem Online-Auftritt zu Verfügung. So liest man auf Welt.de auch ausführlich recherchierte, lange Artikel. Ziel sei es, so Michalsky, dass die Leser sagen: wenn man bei uns etwas liest, dann weiss man nachher einfach mehr.
Die in Berlin stationierte Redaktion der Welt hat als Nachzüglerin im Online-Geschäft in den letzten Jahren stark an Boden gewonnen. Und das ohne die Printprodukte Hauses zu kannibalisieren. «Die Welt-Gruppe hat bei den Zeitungen sogar zugelegt, während Welt Online explodiert ist», sagte Michalsky gegenüber dem Tages-Anzeiger. Er höre das Totenglöcklein für die Zeitungen nicht klingeln. Es werde immer Leute geben wird, die das sinnliche Erlebnis einer Zeitung in der Hand einem elektronischen Gerät vorziehen.

Ein Duft kehrt zurück ins Rampenlicht

SFLB hat für Mum-Deodorant eine TV- und Printkampagne sowie neue Websites für Spanien, Deutschland, England und die Schweiz realisiert.

Eine Marke im Dornröschenschlaf: Die Vermarktung des Deodorants Mum war aufgrund wechselnder Markenbesitzer und Vertreiber ins Stocken geraten. Doch nun tritt Mum unter der Schweizer Lizenznehmerin Doetsch Grether in Europa und auf der Arabischen Halbinsel zurück ins Rampenlicht.
Das 120 Jahre alte Produkt ist die weltweit älteste Deo-Marke und wurde bereits 1888 entwickelt. Auf dieser langen Tradition baut auch die neue Kampagne auf: Unter dem Claim «Mum wirkt. Seit 120 Jahren.» hat Spillmann Felser Leo Burnett eine Kampagne kreiert, die zeigt, dass Mum schon seit vielen Jahren Menschen einander näherbringt. Also nicht nur die Jungen von heute. Auch viele ältere Semester sind sich vor Jahrzehnten dank Mum nähergekommen und auch heute noch zusammen. Der TV-Spot zeigt ebensolche Paare und wie sie immer noch leidenschaftlich zusammen sind. Der Film ist unter www.vimeo.com zu sehen. Die Kampagne läuft zurzeit unter anderem in England, Spanien, Deutschland und der Schweiz.
Dem neuen Auftritt angepasst wurde auch die Website www.mum-deo.com. Im nächsten Schritt wird die internationale Kommunikations-Offensive noch verstärkt mit Anzeigen und POS-Material.
Andreas Panzeri

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Flash-back aus Locarno

Am Filmfestival in Locarno ist Absolutturnus mit einem ästhetisch gestalteten Trailer aufgefallen.

Die Azienda Elettrica Ticinese (kurz AET) beliefert seit Jahren das Filmfestival Locarno mit Energie, beleuchtet die Piazza, powert die Projektoren. Als einer der Hauptsponsoren des Festivals war es AET ein Anliegen, dieses Engagement dem Publikum näherzubringen. «Unser Einsatz für das Filmfestival Locarno wurde in den letzten Jahren zu wenig wahrgenommen», befand Reto Brunett, CEO der AET. Das Ziel war formuliert: Die AET soll den Besuchern des traditionsreichen Filmfestivals als sympathischer Energielieferant und Sponsor in Erinnerung gerufen werden, ohne sich dabei anzubiedern.
Keine leichte Aufgabe, da allgemein bekannt ist, dass das anspruchsvolle Festivalpublikum auf der Piazza mit bis zu 9’000 Besuchern pro Abend je nach Tagesform gerne solche Sponsoring-Trailer auspfeifen.
Mit diesem Grauen im Nacken haben sich die Krea¬tiven der Zürcher Absolutturnus Film an die Ideen herangemacht. Siegerin wurde die Geschichte über die Entstehung eines Lichtes und seine Reise zur Grossleinwand nach Locarno.
Der künstlerische Anspruch an den Film hat sich während der Vorbereitungsphase unaufhörlich erhöht. Neue Techniken mussten entwickelt werden. Die digitalen Lichttrails sollten unbedingt organisch wirken, wie von Hand in die Luft gezeichnet. Eine enge Zusammenarbeit des Kameramannes Holger Diener, des Regisseurs Elias Ressegatti und der Postproduktions-Supervision unter Dany Bittel war unerlässlich und letztlich der Schlüssel zum Gelingen.
Gemäss Produzent Reiner Roduner war die Umsetzung dann alles andere als eine «nice/easy production». Die Dreharbeiten waren durchzogen von anhaltenden Regenperioden, einzelne Drehorte standen zeitweise unter Wasser. Wieder und wieder musste der Dreh wegen Regengüssen abgebrochen und verschoben werden – mit dem immer bedrohlich näher kommenden Abgabetermin vor Augen. Drei intensive Drehnächte mit 14 Locations, ein Team von mehr als 20 Leuten aus drei unterschiedlichen Nationen und Sprachregionen, und ein Cast von insgesamt 30 Schauspielern und Statisten haben den Verantwortlichen alles abverlangt.
Nach Drehschluss wurde das Material belichtet und geschnitten. Das war aber erst die Basis des Filmes. Der Hauptdarsteller, das umherschwirrende Lichtteilchen, musste zuerst «geboren» werden. Die Geburtshelfer der Elefantstudios in Zürich leisteten erhellende Arbeit und gaben dem Lichtteilchen seinen kennzeichnenden Charakter. Über eine Dauer von vier Wochen erwachte der Trailer langsam zum Leben, stark unterstützt von der Musikkomposition aus der Feder von Alex Kirschner. Der Film war ein Experiment.
Das Ergebnis konnte allabendlich auf der Piazza Grande begutachtet werden, und das erste Mal in der Geschichte des Festivals applaudierte das Publikum einem Sponsorenbeitrag.
Andreas Panzeri

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Euro RSCG inszeniert knackigen Carboy als Annabelle-Gratulanten

«Die Annabelle ragt aus der Masse der Frauenzeitschriften heraus», finden der Autohersteller Peugeot und die Zürcher Werbeagentur Euro RSCG. Deshalb haben sie sich entschlossen, ihr gebührend zum siebzigsten Geburtstag zu gratulieren.

«Die Annabelle ragt aus der Masse der Frauenzeitschriften heraus», finden der Autohersteller Peugeot und die Zürcher Werbeagentur Euro RSCG. Deshalb haben sie sich entschlossen, ihr gebührend zum siebzigsten Geburtstag zu gratulieren.
Zu diesem Zweck hat die Agentur eine Sonderanzeige ersonnen, die in der aktuellen Jubiläumsausgabe der Annabelle zu sehen ist. Sie zeigt einen leicht bekleideten, gut aussehenden Mann, der sich auf der Haube eines Peugeot 207 CC räkelt. Ein Spiel mit Klischees, das ganz in der Tradition der Annabelle stehe, findet die Agentur.
Veranwortlich bei Peugeot (Suisse): Marcus Brugger (Leiter Werbung und Promotion), Marion Pfäffli (Werbeleiterin). Verantwortlich bei Euro RSCG: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Jürg Aemmer (CD), Nemi Gajic (Text), Marietta Albinus (Art Direction), Regine Cavicchioli (Grafik), Caroline Webb (Art Buying), Niklaus Huwyler, Fiona Gottwald (Beratung), Nancy Fina (Fotografie).
Bildbearbeitung: Colore Due.

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Mit Humor Eishockey-Jargon büffeln

Für die Eishockey-WM 2009 in der Schweiz realisierte Frank Baumann Fernseh- und Audiospots mit dem Duo Lapsus. Den Auftrag erhielt er vom Schweizer Organisationskomitee der Weltmeisterschaft.

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In 225 Tagen ist Anpfiff zur Eishockey-Weltmeisterschaft 2009 in Bern und Kloten. Bereits am 8.9.2008 um 8.09 Uhr erfolgte der Anpfiff zum Ticketverkauf für den von der Zuger 2009 IIHF World Championship AG organisierten Grossanlass. Grund genug, dies dem breiten Publikum demnächst via Werbekampagne bekanntzumachen. Frank Baumann, Gründer und Inhaber der Kommunikationsfirma Wörterseh, realisierte sie im Auftrag der Zuger.
Damit uns Schweizern als Gastgeber kein Lapsus passiert, schafft das gleichnamige Komikerduo in skurrilen Fernsehspots Abhilfe, indem Theo Hitz in Anzug und Brille zusammen mit Bruno im orangefarbenen Arbeitergewand Fachbegriffe aus der Welt des Eishockeys erklärt. Und zwar bildlich in gewohnter Lapsus-Manier. Da sind zum Beispiel der Zweilinien-, der Flach- oder der Doppelpass, die mit roten Schweizer Pässen dargestellt werden. Oder der Stockschlag und der hohe Stock, bei denen Kartoffelstock herhalten muss, und der Sturm mit einem frisierten Laubsauger. Danach wird der Zuschauer dazu aufgerufen, jetzt die Tickets für die Eishockey-WM zu «poschten».
Das Duo Lapsus übte sich auch in Italienisch und Französisch. Heinz Mazenauer, Head of Communication & Media Service vom Organisationskomitee sowie Verwaltungsratsmitglied bei der EQ Media AG, erklärt: «Mit dem breiten Deutschschweizer Akzent des Duos sollen nicht die Welschen und Tessiner veräppelt werden, sondern des Deutschschweizers Français fédéral und Italienisch. Man kann die Spots lustig finden oder nicht. Aber sie sind bestimmt ein pièce de dialogue, und das ist das Wichtigste.»
Gezeigt werden die Werbespots vorwiegend in Eishockeystadien, aber auch im Fernsehen. Verhandlungen mit dem Schweizer Fernsehen und weiteren Sendern laufen.
Bei einem breiten Publikum ankommen
Im Frühjahr 2008 lotete das WM-Organisationskomitee die Möglichkeiten aus, um mit einer Produktionsfirma eine Werbekampagne für den Event zu realisieren. «Das Werbebudget ist nicht besonders gross. Deshalb wollten wir etwas kreieren, das mit erträglichem finanziellem Aufwand viel Aufmerksamkeit weckt, Spass vermittelt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt», so Mazenauer. Luciana Crameri, Marketingverantwortliche im WM-OK und früher bei St.-Moritz-Tourismus tätig, hatte bereits Anlässe mit dem Duo Lapsus durchgeführt. So schlug sie dieses für die Kampagne vor. Ein wichtiges Kriterium war, dass die beiden Komiker in einem breiten Publikum ankommen.
Das Duo Lapsus liess sich nicht zweimal bitten. Als im vergangenen April das WM-Maskottchen «Cooly» – in Anlehnung an das Wort «Chueli» – getauft wurde, diskutierte das Duo mit Mazenauer und Crameri erste Ideen für die WM-Spots. Nicht nur Hardcore-Fans, sondern die breite Masse sollte damit angesprochen werden, hält Mazenauer fest. Nun stellte sich die Frage, mit welcher Agentur diese realisiert werden sollten. «Wir kamen schnell auf Frank Baumann, weil er bekannt ist für die etwas andere Werbung. Als Journalist, Werber, Satiriker, Fernseh- und ehemaliger Radiomoderator vereint er alle relevanten Gebiete», so Mazenauer. Baumann, der das Duo Lapsus von früheren Projekten wie den legendären Gran-Canaria-Werbespot für Arosa kennt, war von der Anfrage begeistert: «Ich spielte in meiner Schulzeit selber Eishockey und finde es eine grosse Chance, dass die WM 2009 in der Schweiz stattfindet.»
Innert kurzer Zeit trugen Baumann und das Duo Lapsus Ideen für die Fernsehspots zusammen. «Wir haben uns gegenseitig befruchtet», beschreibt Baumann die Teamarbeit. Im August ging es los mit den Dreharbeiten. Innerhalb eines einzigen Tages nahm die Crew in Schlieren 15 Video- und 6 Audio-Spots in drei Sprachen auf. Hochprofessionell und dennoch locker sei es zu und her gegangen, erinnert sich Mazenauer. Es seien immer wieder neue Ideen entstanden, alte seien weiterentwickelt worden. Baumann ist überzeugt, dass dieser intensive Drehtag nicht zuletzt dank der grossen Erfahrung der Beteiligten möglich war. «Wir waren quasi eine Grossvatertruppe, ein Rentnerkollektiv», so der TV-Mann, der vor zwei Wochen seinen 51. Geburtstag feierte. «Wir kamen bei den Dreharbeiten schnell in Schuss, eines ergab das andere. Es war wie beim Windsurfen oder Segeln, es lief einfach.»
Scheinbar einfachste Spots am schwierigsten
Besonders herausfordernd waren laut Baumann die Spots, die am einfachsten aussehen: Der mit dem Schwein und der mit dem Huhn. Da man nicht recht steuern könne, was die Tiere wann tun, sei der Dreh mit ihnen ziemlich schwierig gewesen, zumal jeder Spot aus einem einzigen Take besteht. Für die tierischen Schauspieler holte sich die Crew übrigens im Vorfeld der Dreharbeiten eine Bewilligung des kantonalen Tierschutzverbands ein. «Die Sau fühlte sich sauwohl», glaubt Baumann.
Er und Mazenauer sind überzeugt, dass die Spots in einer breiten Masse Anklang finden werden. «Sie sind uneitel und jenseits von Glamour oder hochkarätigem Design. Ich glaube, sie sind so doof, dass sie genial sind», meint Baumann lachend.
Olivia Raths

Tag der Onlinewerbung bei AdLink Media

Am Mittwoch fand bei dem zur Goldback-Media-Gruppe gehörenden Unternehmen AdLink Media der alljährliche Tag der Onlinewerbung statt. Zusammen mit über 100 geladenen Gästen wurde am Mittwochvormittag über die Entwicklung und Zukunft der Online-Werbung diskutiert, wie in einer Medienmitteilung der AdLink Media zu lesen war.

Am Mittwoch fand bei dem zur Goldback-Media-Gruppe gehörenden Unternehmen AdLink Media der alljährliche Tag der Onlinewerbung statt. Zusammen mit über 100 geladenen Gästen wurde am Mittwochvormittag über die Entwicklung und Zukunft der Online-Werbung diskutiert, wie in einer Medienmitteilung der AdLink Media zu lesen war. Der Schweizer Werbemarkt entwickle sich weiter positiv und das Segment der Online-Werbung befinde sich dabei ganz oben.
Unter Anderen referierten Neil Scoble über seine Erfahrungen im E-Mail Marketing und die Geschäftsführerin der European Interactive Advertising Association (EIAA), Alison Fennah. Sie präsentierte Daten über den gesamteuropäischen Online-Markt und internationale Online-Werbetrends.
Mit einem Praxisbeispiel erläuterte Giovanni Piccheri die Rolle und Vorteile von Online-Werbung und Martin Sinning zeigte, ebenfalls praxisorientiert, wie eine Vermarktungsstrategie ausschliesslich für den Online-Kanal entwickelt werden kann.
Online Plattformen und darauf realisierte Werbung seien ein ideales Mittel, um effizient für Umsatzwachstum zu sorgen, folgerte Stephan Suter von AdLink Media laut der Mitteilung dann abschliessend.

Mach Basic stösst an ihre Grenzen

Die Wemf evaluiert die dritte Mach-Generation. Methodisch setzt sie weiter auf Befragungen.

Die Printreichweiten-Studie Mach Basic kommt langsam an ihre Grenzen: In wenigen Jahren ist sie nicht mehr repräsentativ genug. In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die Printmedienforschung derart schnell geändert, dass sich die AG für Werbemedienforschung (Wemf) bereits seit zwei Jahren Gedanken über die dritte Mach-Generation macht. Anders als beim letzten Generationenwechsel geht es diesmal aber nicht primär um eine Verbesserung der Währung. «Der LpA-Wert ist auch international gesehen nach wie vor absolut state of the art», sagt Wemf-Forschungsleiter Harald Amschler. Das Ziel sei aber, die bisherige Währungsqualität zu halten. Denn diese sei gefährdet.
Amschler nennt zwei Hauptgründe. Seit man die eigene Telefonnummer nicht mehr ins Telefonbuch eintragen lassen muss, fehlen dort immer mehr Festnetz- und erst recht die Handy-Nummern. Personen, die auf ein Festnetztelefon verzichten und einzig über ein Handy verfügen, sind somit auf diesem Weg nicht mehr kontaktierbar. Zwar sei diese Personengruppe «noch überschaubar», sagt Amschler. Aber die Zahl wachse und stelle früher oder später die Repräsentativität der Mach-Stichprobe in Frage. Der zweite Grund für eine drohende Qualitätseinbusse: Im Schweizer Blätterwald existieren immer mehr Titel mit ähnlichen Namen. «Sonntag» zum Beispiel heisst die siebte Ausgabe der MittellandZeitung, jedoch auch ein Wochenmagazin des Verlags CAT-Medien. Weitere Beispiele: NZZ und NZZ am Sonntag, Schweizer Illustrierte und SI Style, 20 Minuten und 20 Minuten Week, Blick, SonntagsBlick und Blick am Abend. Dies erhöht bei diesen Titeln bei rein telefonischer Abfrage das Verwechslungsrisiko – und führt damit zu falschen Angaben. Dasselbe gilt für Brandwechsel wie von TR7 zu TVStar oder von 20 Minuten Week zu 20 Minuten Friday.
Qualitätsprobleme werden beseitigt
Die Wemf hat inzwischen schon eine Reihe neuer Erhebungsmethoden evaluiert und dabei auch elektronische Messsysteme geprüft. Doch Amschler und der Wemf-Verwaltungsrat kamen zum Schluss, dass für eine elektronische Messung der Printnutzung die Technik entweder ungeeignet oder noch zu unausgereift ist (siehe Kasten). Die Konsequenz: Die Wemf bleibt methodisch bei Befragungen, wie das im Übrigen auch die Forschungsorganisationen unserer Nachbarländer tun. Die Wemf modifiziert diese aber so, dass die erwähnten Qualitätsprobleme beseitigt werden. Konkret hat sie sich für ein mehrstufiges Verfahren («Zweiteiliges CATI mit RDD») entschieden. Dabei sucht man die Nummern nicht mehr wie heute computerunterstützt aus den (unvollständigen) Telefonverzeichnissen, sondern lässt sie von einem Zufallsgenerator (RDD) zusammenstellen (auch solche mit Mobile-Vorwahl 079, 078 …) und automatisch anwählen.
Ist die Nummer in Betrieb, kann die entsprechende Person für eine Studienteilnahme angefragt werden. Macht sie mit, erhebt man in einem ersten kurzen telefonischen Interview die Grunddaten (Alter, Geschlecht, Wohnort …) und kündigt ihr an, dass sie per Post Zeigematerial erhält. Darin sind unter anderem die zur Befragung anstehenden Printtitel mit ihrem Logo abgebildet. Gleichzeitig vereinbart man mit der Person einen Termin für das Hauptinterview (Abfrage der gelesenen Titel). Dieses wird ebenfalls telefonisch geführt, wobei die befragte Person das Zeigematerial zu Hilfe nimmt, um Titelverwechslungen zu vermeiden.
Im Wesentlichen möchte die Wemf also von einer rein verbalen zu einer kombinierten gestützten Befragung (verbal und optisch) wechseln, ähnlich wie sie es heute schon bei der MA Leader tut. Gleichzeitig will sie Gewähr bieten, dass wieder alle telefonisch erreichbaren Personen in der Anfangsstichprobe enthalten sind.
Ob sich mit der Methodik auch der Befragungsinhalt ändert, steht noch nicht fest. Amschler geht aber davon aus, dass die Reichweiten weiterhin nach dem LpA-Ansatz (bei Zeitungen etwa «gestern gelesen») erhoben werden. «Wahrscheinlich kommen andere Zusatzfragen hinzu – etwa zur crossmedialen Nutzung von Channels und Content», sagt er. Doch Amschler warnt davor, den Fragebogen der Mach3 Basic zu überladen. «Es ist schon heute schwierig, die Leute zum Mitmachen zu gewinnen. Für zusätzliche Bedürfnisse gibt es die Möglichkeit, parallele Erhebungen im Mach-System durchzuführen», sagt er.
Teurer als heutige Studie
Nächstes Jahr will die Wemf eine erste Mach3-Pilotstudie durchführen lassen, parallel zur heutigen Erhebungsart. Sie soll nicht nur zeigen, ob die neue Methodik funktioniert, sondern auch, wie stark die Ergebnisse von jenen der heutigen Erhebung abweichen. Die Mach3 wird auf jeden Fall teurer als die heutige Studie.
Läuft alles nach Plan, wird die Mach3 Basic bereits im Jahr 2010 erstmals voll erhoben. In diesem Fall könnte die Wemf 2011 die Resultate publizieren. Doch Amschler betont: «Dank unserem proaktiven Handeln haben wir genug Zeit, die Mach3 sorgfältig zu entwickeln und auszutesten. In der Zwischenzeit allerdings tut die Mach2 nach wie vor zuverlässig ihren Dienst.»
Markus Knöpfli

Elektronische Printmessung – wo haperts?Mit Mediawatch, MediaScan, Arbitron, Eurisko oder Handycameras existieren zwar mehrere Ansätze für die elektronische Messung der Printnutzung, doch ist immer die aktive Mitarbeit des Probanden erforderlich: Er muss ins Gerät sprechen, per Taste eingeben, fotografieren oder einscannen, was er gerade liest – und wie lange. Das erfordert viel Disziplin. Und führt gemäss Harald Amschler kaum zu zuverlässigeren Resultaten als das Erinnerungsvermögen, auf dem die Mach-Interviews aufbauen.
Derzeit misst nur eine Methode passiv, das heisst ohne bewusstes Zutun des Probanden. Dabei werden die zu untersuchenden Printtitel mit einem RFID-Tag versehen, ein flacher Chip, ähnlich wie er heute zur Diebstahlsicherung unter Etiketten Anwendung findet. Das vom Probanden getragene Messgerät erkennt dann mittels ausgesandter und reflektierter Radiowellen, welches Medium wann wie lange genutzt wurde. Das Problem hier: Für die Zwecke der Medienforschung steht diese Technologie erst am Anfang. Sie ist deshalb noch sehr teuer und vor allem fehleranfällig. Zum Beispiel werden die Radiowellen von anderen Metallgegenständen reflektiert, was zu Fehlsignalen führt. (mk)
Mach-GenerationenWenn in der Schweizer Medienforschung in Zukunft häufiger die Begriffe Mach1, Mach2 und Mach3 fallen, so ist nicht von Schallgeschwindigkeit die Rede. Mach steht für Media-Analyse Schweiz (CH) und mit den Zahlen benennt man die Studiengenerationen. Derzeit stehen wir im Zeitalter der Mach2, die seit 2000 für Print und Kino mit dem LpA-Wert (Leser pro Exemplar) die offizielle Reichweitenwährung liefert. Die Grundlage dafür bilden 23’500 Telefoninterviews à rund 35 Minuten zur Nutzung von Presse und Kino, die pro Jahr und über 365 Tage verteilt geführt werden (sogenannte CATI-Methode). Die erste Mach-Generation mit dem unschärferen K1-Wert war übrigens von 1991 bis 1999 im Markt. Zuvor gab es von 1965 bis 1989 die Medienstudie «MS». (mk)

SRG unterliegt: Regionale TV-Sender haben Recht auf eigene Kurzberichte

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Die privaten Schweizer Regional-Fernsehsender dürfen von Eishockey- und Fussballspielen vor Ort eigene Kurzberichte drehen. Laut einem am Mittwoch verkündeten Entscheid, muss sich die SRG diesen Eingriff in ihre Exklusivrechte gefallen lassen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Die privaten Schweizer Regional-Fernsehsender dürfen von Eishockey- und Fussballspielen vor Ort eigene Kurzberichte drehen. Laut einem am Mittwoch verkündeten Entscheid, muss sich die SRG diesen Eingriff in ihre Exklusivrechte gefallen lassen.
Im Jahr 2006 hatten die Privat-Fernsehsender Tele Bärn, Tele Basel, Tele M1, Tele Ostschweiz, Tele Südostschweiz, Tele Tell, Tele Top und Tele Züri von der SRG erhalten. Ihnen wurde mitgeteilt, dass bei Fussball- und Hockeyspielen, bei denen die SRG das Exklusivrecht habe, künftig keine Drehgenehmigung für Kurzberichte mehr gewährt werde.
Zudem legte die SRG die Tarife für die Abgabe ihrer eigenen Spiel-Mitschnitte oder Kurzberichte fest. Das Bundesamt für Kommunikation verfügte im vergangenen Oktober, dass die SRG den Regionalsendern eigene Bild- und Tonaufnahmen erlauben müsse. Die Tarifgestaltung wurde teilweise für unzulässig erklärt.
Laut dem jetzt gefällten Urteil umfasst das Recht auf Kurzberichte auch den Anspruch auf das Erstellen eigener Bilder. Beim Erlass des neuen Radio- und Fernsehgesetzes habe das Ziel im Vordergrund gestanden, die lokalen Programmveranstalter zu stärken.
Mit dem Recht auf Kurzberichterstattung über öffentliche Ereignisse sei zudem die Förderung der Meinungsvielfalt bezweckt worden. Dies bedinge eine Berichterstattung aus unterschiedlichen Perspektiven und die Herstellung eigener Spielbilder durch die verschiedenen Sender.
Der Eingriff in die Exklusivrechte der SRG sei auch nicht gravierend oder unverhältnismässig, zumal ein Kurzbericht maximal 180 Sekunden dauern und erst nach dem Spielende ausgestrahlt werden dürfe. Nun kann der Entscheid noch beim Bundesgericht angefochten werden.

KSB/SJ macht Coop den Preisbewussten schmackhaft

Der Detailhändler Coop will mit verschiedenen Schlagwörtern in Verbindung gebracht werden: Vielfalt, Nachhaltigkeit – und neu auch Preisgünstigkeit. Um die Botschaft durchzusetzen, hat das Unternehmen die Zürcher Agentur KSB/SJ mit einer neuen Kampagne beauftragt.

Der Detailhändler Coop will mit verschiedenen Schlagwörtern in Verbindung gebracht werden: Vielfalt, Nachhaltigkeit – und neu auch Preisgünstigkeit. Um die Botschaft durchzusetzen, dass besonders die Eigenmarken Coop Qualité & Prix («Für 500-mal günstig & gut.») mit niedrigen Preisen aufwarten, hat das Unternehmen die Zürcher Agentur KSB/SJ mit einer neuen Kampagne beauftragt. Sie soll die «Preisführerschaft» zwar kompetitiv, aber trotzdem charmant und sympathisch kommunizieren.
Die Werbemassnahmen sind seit einiger Zeit in der ganzen Schweiz auf Anzeigen und Plakaten zu sehen. Laut Agentur soll sie zum Schmunzeln, Diskutieren und Kommentieren anregen.
Verantwortlich bei Coop: Jürg Peritz (Leiter Direktion Marketing/Beschaffung), Lydie Goltdammer (Leiterin Werberealisation), Andrea Schaller (Projektleiterin).
Verantwortlich bei KSB/SJ: Flo Wacker (Creative Direction), Christian Kahl, Tino Heuter (Art Direction), Sabina Meyer (Grafik), Andy Lusti, David Hugentobler (Text),
Dany Kielholz (Beratungsleitung), Rahel Isler (Beratung), Nadia Bachmann, Bettina Beyeler (DTP). Foto: Laurent Schmid Fotostudio, Bildbearbeitung und Litho: Rtk Reprotechnik Kloten. Media: Coop Media, Karin Heliopoulos & Initiative Media.

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New York Times lagert Vertrieb aus und entlässt 550 Mitarbeiter

Die wohl bedeutendste Zeitung der USA, die New York Times, löst ihre Vertriebstochter auf. Ab Januar 2009 trennt sich das Millionenblatt damit von rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Zwischenhandel sei nun einfach kein ertragsreiches Geschäftsmodell mehr, teilte der Verlag trocken mit.

Die wohl bedeutendste Zeitung der USA, die New York Times, löst ihre Vertriebstochter auf. Ab Januar 2009 trennt sich das Millionenblatt damit von rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Zwischenhandel sei nun einfach kein ertragsreiches Geschäftsmodell mehr, teilte der Verlag trocken mit. Künftig will die Zeitung diese Aufgabe an Fremdfirmen vergeben, die kostengünstiger arbeiten.
Nachdem sich die von Adolph Ochs im Jahr 1896 gegründete Zeitung jahrelang vor den Gewerkschaften, und vor allem vor derjenigen, deren Mitglieder die Zeitung auslieferten, gefürchtet hatte, gründete man im Jahr 1992 eine eigene Vertriebstochter auf. Neben der Zeitung liefert sie derzeit rund 200 Publikationen an Kioske, Buchläden und Cafés. Dies ist nun bald vorbei. Wie die New York Times anführt, hätten besonders das Internet und die hohen Treibstoffkosten dem Tochterunternehmen zugesetzt.

Kontaktplattform Xing meldet über halbe Million zahlende Kunden

Xing vernetzt mit Erfolg. Wie der Betreiber des Netzwerkes für Geschäftskontakte am Mittwoch vermeldet hat, konnte das deutsche Unternehmen vor kurzem die Schwelle von 500'000 zahlenden europäischen Usern überschreiten.

Xing vernetzt mit Erfolg. Wie der Betreiber des Netzwerkes für Geschäftskontakte am Mittwoch vermeldet hat, konnte das deutsche Unternehmen vor kurzem die Schwelle von 500’000 zahlenden Usern überschreiten. In einer Pressemitteilung präsentierte Xing die Proforma-Zahlen für das erste Halbjahr 2008 und sprach von einer Umsatzverdopplung und einer Verdreifachung des Halbjahresgewinns im Vergleich zum Vorjahr. Man habe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 140’000 neue zahlende Mitglieder gewinnen können.
Die Nachhaltigkeit dieses Geschäftsmodells werde durch eine hohe Kundenbindungsrate belegt. Mehr als 75 Prozent aller zahlenden Mitglieder nutzen laut Xing auch drei Jahre nach ihrer Anmeldung noch die Premium-Mitgliedschaft.
Die Xing AG ist über ihren Hauptsitz in Hamburg hinaus in Barcelona, Peking und Istanbul vertreten. Das Unternehmen ist seit Dezember 2006 börsenkotiert.
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