Verleger treten mit Aktionsbündnis für freie Kommunikation ein
Mit der heutigen Mitgliederversammlung begann der zweitägige Kongress des Verlegerverbandes Schweizer Presse, welcher dieses Jahr unter dem Motto «Médias sans frontières» in Montreux stattfindet. Besonders einsetzen will man sich für die Pressefreiheit. Jedoch sprach sich Verbandspräsident Lebrument deutlich gegen einen GAV aus.
Mit der heutigen Mitgliederversammlung begann der zweitägige Kongress des Verlegerverbandes Schweizer Presse, welcher dieses Jahr unter dem Motto «Médias sans frontières» in Montreux stattfindet. Rund 400 Branchenvertreter fanden sich laut Mitteilung des Verbandes zum jährlichen Treffen ein. Besonders einsetzen will man sich für die Pressefreiheit. Jedoch sprach sich Verbandspräsident Lebrument deutlich gegen eine GAV aus.
Zuerst beschlossen die Mitglieder von Schweizer Presse eine Umbenennung des bisherigen «Departements Ethik» in «Departement Publizistik». Damit soll noch besser zum Ausdruck gebracht werden, dass die Verleger künftig ihre publizistische Verantwortung stärker wahrnehmen wollen. Dazu passt auch, dass die Verleger seit jüngster Zeit auch im Presserat vertreten sind – ein Umstand, der an der Mitgliederversammlung begrüsst wurde.
Der Verband konnte sich seinen Mitglieder finanziell in solidem Zustand zeigen und präsentierte auch für das nächste Jahr eine breite Palette von Aufgaben und Dienstleistungen, welche er für die Branche erbringen will. Dazu gehören auch zwei Projekte, welche speziell vorgestellt wurden.
Schweizer Presse engagiert sich seit Jahren im Gattungsmarketing, wozu vor allem die bekannte Image-Kampagne «Das kann nur ein Inserat» sowie die halbjährlichen Abo-Gewinnspiele gehören. In Ergänzung dazu soll nun eine breit angelegte Crossmedia-Kampagne für das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften durchgeführt werden.
Besonders wichtig ist dem Verband die Pressefreiheit. «Die freie kommerzielle Kommunikation sei die Grundlage freier Medien», betonte er in seiner Medienmitteilung vom Donnerstagabend. Deshalb engagiere er sich gegen weitere Einschränkungen der Werbefreiheit. Zusammen mit weiteren schweizerischen Kommunikationsverbänden will man sich zu einem Aktionsbündnis zusammenschliessen. Für Freitag hat Verbandspräsident Hanspeter Lebrument eine Brandrede zu diesem Thema angekündigt. Es soll dabei vor allem um die Abhängigkeit vom Staat und dessen Reglementierungen gehen.
Kein Gesamtarbeitsvertrag für Journalisten
Im Vorfeld des Kongresses hatten die Journalistenorganisationen impressum und comedia vom Verlegerverband Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verlangt. Diesen hatte der Verband im August 2004 gekündigt. In der Westschweiz besteht ein GAV.
Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument wiederholte, für einen neuen GAV sei keine Dringlichkeit gegeben. Mit ihrem Beitritt zum Presserat, dem Ethikorgan der Schweizer Medien, hiessen die Verleger die «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Jounalisten» gut.
Darin ist auch ein Kollektivarbeitsvertrag als Recht vorgesehen. Der Verlegerverband lege das enger aus, sagte Lebrument. Der Verband anerkenne das Recht der Journalisten auf eine Sozialpartnerschaft, bestreite aber einen Vertrag für die ganze Branche.
Zuerst beschlossen die Mitglieder von Schweizer Presse eine Umbenennung des bisherigen «Departements Ethik» in «Departement Publizistik». Damit soll noch besser zum Ausdruck gebracht werden, dass die Verleger künftig ihre publizistische Verantwortung stärker wahrnehmen wollen. Dazu passt auch, dass die Verleger seit jüngster Zeit auch im Presserat vertreten sind – ein Umstand, der an der Mitgliederversammlung begrüsst wurde.
Der Verband konnte sich seinen Mitglieder finanziell in solidem Zustand zeigen und präsentierte auch für das nächste Jahr eine breite Palette von Aufgaben und Dienstleistungen, welche er für die Branche erbringen will. Dazu gehören auch zwei Projekte, welche speziell vorgestellt wurden.
Schweizer Presse engagiert sich seit Jahren im Gattungsmarketing, wozu vor allem die bekannte Image-Kampagne «Das kann nur ein Inserat» sowie die halbjährlichen Abo-Gewinnspiele gehören. In Ergänzung dazu soll nun eine breit angelegte Crossmedia-Kampagne für das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften durchgeführt werden.
Besonders wichtig ist dem Verband die Pressefreiheit. «Die freie kommerzielle Kommunikation sei die Grundlage freier Medien», betonte er in seiner Medienmitteilung vom Donnerstagabend. Deshalb engagiere er sich gegen weitere Einschränkungen der Werbefreiheit. Zusammen mit weiteren schweizerischen Kommunikationsverbänden will man sich zu einem Aktionsbündnis zusammenschliessen. Für Freitag hat Verbandspräsident Hanspeter Lebrument eine Brandrede zu diesem Thema angekündigt. Es soll dabei vor allem um die Abhängigkeit vom Staat und dessen Reglementierungen gehen.
Kein Gesamtarbeitsvertrag für Journalisten
Im Vorfeld des Kongresses hatten die Journalistenorganisationen impressum und comedia vom Verlegerverband Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verlangt. Diesen hatte der Verband im August 2004 gekündigt. In der Westschweiz besteht ein GAV.
Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument wiederholte, für einen neuen GAV sei keine Dringlichkeit gegeben. Mit ihrem Beitritt zum Presserat, dem Ethikorgan der Schweizer Medien, hiessen die Verleger die «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Jounalisten» gut.
Darin ist auch ein Kollektivarbeitsvertrag als Recht vorgesehen. Der Verlegerverband lege das enger aus, sagte Lebrument. Der Verband anerkenne das Recht der Journalisten auf eine Sozialpartnerschaft, bestreite aber einen Vertrag für die ganze Branche.
Eine anonym an die Verleger verteilte, gefälschte Zeitung (siehe Bilder) hatte vermeldet, dass sich der Verband nun plötzlich für einen GAV einsetze und sorgte damit am Donnerstag in Montreux angeblich für den meisten Gesprächsstoff. Das Impressum der Zeitung mit Namen Montreux Flash weisst nur einen Urheber aus: Gavrilo A. Kollectinovic, Kürzel: gav. Humor nach unserem Geschmack.






