Das Halbtax-Abo als Geldbeutel

Das Halbtax ist jetzt auch eine Kreditkarte. Euro RSCG visualisiert die Vorteile.

Weit über 2 Millionen Schweizerinnen und Schweizer nutzen heute das Halbtax-Abo der SBB und machen es damit zur beliebtesten Rabattkarte der Schweiz. Nun wollen die SBB ihren Stammkunden zusätzliche Dienstleistungen anbieten und so das Abo noch attraktiver gestalten. Nach dem 1-, 2- und 3-Jahres-Halbtax kommt jetzt neu ein Halbtax mit Visa-Karte auf den Markt: Gratis-Kreditkarte und Halbtax-Abo in einem.
Doppelten Nutzen visualisiert
Euro RSCG Zürich wurde im Rahmen des Mandats für das SBB-Stammkundenmarketing damit beauftragt, die Lancierungskampagne für das Halbtax mit Visa-Karte zu entwickeln und das neue Angebot in den laufenden Stammkunden-Bearbeitungsprozess zu integrieren. Mit «Bezahlen Sie mit Ihrem Halbtax» ist eine Kampagne entstanden, welche das Zugfahren und das Einkaufen und Bezahlen klug kombiniert. Der gemeinsame Nutzen wurde dramatisiert, indem man die beiden Welten zu einem Bild vereint. So werden die Zugbegleiter auch zum Dienstleister, bei denen man einkauft oder bezahlt: im Restaurant, in der Bijouterie, in einem Comestible-Geschäft oder im modernen Schuhfachgeschäft.
Die Kampagne ist ab Oktober on-air und fächert sich über ein breites Spektrum von Kommunikationsmedien. In einer ersten Phase kommen Broschüren am POS und an Bahnhöfen sowie die Integration in mehrstufige Direct-Mailings (offline und online) zum Einsatz. Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch Plakate und Inserate geplant.
Andreas Panzeri
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Ringier übernimmt serbisches Geschäft zu 100 Prozent

Der seit 2003 in Serbien aktive Zofinger Verlag Ringier hat alle Anteile seines Minderheitspartners aufgekauft. Das Unternehmen beschäftigt heute 477 Mitarbeiter im Balkanstaat.

Ringier kontrolliert ihr Verlags- und Druckgeschäft in Serbien neu zu hundert Prozent. Das Zofinger Unternehmen übernahm die Anteile vom Minderheitspartner VCP Media Partners B.V. am 7. Oktober 2008. VCP hatte sich seit dem Markeintritt Ringiers an Ringier.d.o.o und Blic Marketing d.o.o beteiligt, und zwar mit einem Anteil von 25,1 Prozent. Ringier ist seit November 2003 in Serbien tätig und verlegt dort insgesamt drei Zeitungen, darunter die meistgelesene Tageszeitung des Landes, den Blic. Ausserdem gehören Ringier zwei Magazine, drei Websites, die Vertriebs- und Abo-Firma Transpress sowie die Druckerei APM Print in Belgrad. Ringier Serbien beschäftigt heute 477 Mitarbeiter.

Zur Sache: Verkehrte Welt

Montagmorgen 08.30 Uhr. Neben der Werbewoche- Redaktion an der Neugasse 10 ist der Zugang zum Nachbarhaus abgesperrt. Der Eingang sowie Teile der Hausfassade sind mit roter Farbe verschmiert. Polizisten in Zivil sind am Fotografieren und sichern Spuren. In der Redaktion angekommen erfahre ich, dass der Farbanschlag der Filmverleihungsgesellschaft Pathé Film galt.

Montagmorgen 08.30 Uhr. Neben der Werbewoche- Redaktion an der Neugasse 10 ist der Zugang zum Nachbarhaus abgesperrt. Der Eingang sowie Teile der Hausfassade sind mit roter Farbe verschmiert. Polizisten in Zivil sind am Fotografieren und sichern Spuren. In der Redaktion angekommen erfahre ich, dass der Farbanschlag der Filmverleihungsgesellschaft Pathé Film galt. Pathé verleiht den Film «Der Baader Meinhof Komplex».
Mal sehen, was im Internet bereits darüber zu finden ist. Auf 20minuten.ch werde ich zuerst fündig. Da steht ein längerer Artikel (rund 2’000 Zeichen) mit einer Bildstrecke von sechs Bildern. Es gibt Links zu einem Artikel über die Zürcher Première des Baader-Meinhof-Films und zum entsprechenden Trailer. Ein weiterer Link führt zu einem Interview mit dem Regisseur des Films. Eine hervorragend gemachte Kontext-Box über die Geschichte der RAF, mit einer Timeline von 1967 bis 1992, mit entsprechenden Artikeln aus der Presse und einer Terroristenfotogalerie vervollständigt das Bild. Im Laufe des Tages wurde noch ein zusätzlicher Artikel verlinkt: ein Interview mit einem ehemaligen Polizisten über die RAF-Schiesserei im Zürcher Hauptbahnhof im Jahre 1979.
Nächste Station: Tagesanzeiger.ch. Auch hier ein eher ausführlicher Artikel mit rund 16’00 Zeichen mit einem Bild. Es gibt Links zu einem Interview mit Stefan Aust, dem früheren Spiegel-Chefredaktor, dessen Buch die Grundlage zum Film lieferte, weiter zu einem Artikel über einen Farbanschlag auf das Wohnhaus von Aust vor zwei Wochen und einen solchen zur Filmkritik.
Weiter zur Neuen Zürcher Zeitung. Auf Nzz.ch findet sich mehr oder weniger die SDA-Meldung (540 Zeichen). Es gibt weder Bilder noch Verlinkungen. Ein bisschen mager, aber für ein Weltblatt scheint Zürich nicht erste Priorität zu sein. Das gleiche Bild auch auf Punkt.ch. Hier wurde die SDA Meldung wenigstens noch mit zwei Bildern ergänzt. Weiterführende Links fehlen aber auch hier.
Man würde meinen, dass ein solcher Anschlag ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Presse sein müsste. Doch weit gefehlt: Auf Blick.ch steht nämlich bloss die SDA-Meldung. Ohne Fotos, ohne Links.
Diese kleine Momentaufnahme der Websites von fünf Tageszeitungen ist nicht repräsentativ, sie zeigt aber, wie professionell oder doch eher amateurhaft die einzelnen Online-Redaktionen mit einem brandaktuellen Thema umgehen. Eine verkehrte Welt tut sich auf: Ausgerechnet 20 Minuten, das jahrelang geschmäht wurde, weil angeblich nur Agenturmeldungen weiterverbreitet würden, hat hier klar die Nase vorn. Mit einer respektablen Eigen¬leistung und einer internetgerechten Aufbereitung der Geschichte. Da könnten NZZ und Blick noch was lernen. Diese Lernphase hat der Tages-Anzeiger schon hinter sich, man hat von den Brüdern im Hause gelernt.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Das Papier gehört zum Büro-Team

Die Zürcher Agentur Noise macht im Auftrag von Papyrus Werbung in 22 Ländern Europas.

Papyrus ist einer der führenden Papier¬grosshändler Europas. Der Konzern mit Hauptsitz im schwedischen Mölndal bei Göteburg ist derzeit daran, sein internationales Sortiment zu harmonisieren. Im Zuge dieser Neuausrichtung setzt Papyrus auf wenige, dafür starke Marken. Eine davon ist Plano. Das Plano-Business-Papier-Sortiment ist für Geschäftskunden bestimmt und in einigen Ländern bereits bestens eingeführt. Für andere Länder ist Plano neu. Diese Marke gilt aber als die stärkste innerhalb des Konzerns. Deshalb werden jetzt bei weiteren lokalen Tochtergesellschaften alle Kräfte auf Plano konzentriert. Diese Marke war bis anhin in Deutschland, der Schweiz und einigen Ländern Osteuropas erhältlich und hat in jedem dieser Märkte eine starke Marktposition.
Die Zürcher Agentur Noise hat ihre ers¬ten Arbeiten in der Papierbranche für die Schweizer Marke Sihl Eika realisiert. Mit der Konzentration im europäischen Papiermarkt ist auch Noise mit diesem Job über die Landesgrenzen hinweg nach Deutschland «mitgenommen» worden. Daraus hat sich jetzt das Mandat für Papyrus ergeben.
Hohe Affinität zum Sport
Für die Kommunikation wird auf der bestehenden Markenheritage aufgebaut, die voll und ganz im Bereich des Sports liegt. So erscheint auf jeder Plano-Packung eine andere Sportart und diese bilden gemeinsam ein Team. Der Grund für die Fortsetzung dieses erfolgreichen Konzeptes liegt in der hohen Akzeptanz in den bisherigen Plano-Ländern. Hier wurde von den Kunden oft das «Plano mit dem Fussballer» bestellt. Und nicht etwa nach der offiziellen Bezeichnung Plano Universal geordert. «Für die Weiterführung der Idee sprach zudem der grundsätzlich positive und nationenübergreifende Approach des Themas Sport», wie Konzepter Martin Rüegg bei Noise erklärt.
Dementsprechend lautete der Auftrag an Noise: Aktualisierung der Marke Plano mit Fokus auf dem bestehenden Kernthema Sport und der Positionierung «Das Business-Paper von Teamplayer für Teamplayer». Diese Markenwelt galt es in die Werbemittel für den Relaunch in den bestehenden Ländern zu implementieren. Zudem musste in den neuen Ländern Akzeptanz für die neue Marke geschaffen werden.
Noise hat «diesen Auftrag gerne angenommen und Plano ein neues und international kompatibles Gesicht gegeben», erklärt Projektleiter Christian Frey. Erarbeitet wurden Verpackungen, die sich neu durch einen modernen Bildstil und eine aufgeräumte Grafik von der Konkurrenz abheben, ohne mit der Vergangenheit zu brechen. Im Print zeigen die Keyvisuals klassische Büroszenen, in denen alle Protagonisten von ein und demselben Sportler gespielt werden. Unterstrichen wird die Leistungsfähigkeit durch den Claim «Plano – Made to perform». Im Bereich der Give-Aways wurden hochwertige Football-Bälle produziert, die im Verkaufsgespräch an potenzielle Kunden abgegeben werden. Ein Spot wurde mit dem Regisseur Siro Micheroli und Gregor Fitz von Noise realisiert.
Wolkenbilder für High-End-Kunden
Ebenfalls für Papyrus hat Noise eine Kampagne für das Kopier- und Druckpapier Sky realisiert. Diese richtet sich an den Fachhandel in 19 europäischen Ländern. Papyrus hat nämlich den strategischen Entscheid gefällt, das hochwertige Sky nur über den Fachhandel zu verkaufen. So sind die Papeterien weniger vom preisaggressiven Grosshandel betroffen. Bei der Umsetzung sollte für Noise die Bildwelt die Marke Sky und die Positionierung stärken und den Auftritt komplett machen. Fündig wurden die Zürcher Kreativen bei den Wolkenbildern des amerikanischen Professors Richard E. Carlson. Dessen Passion ist das Sammeln von Wolkenbildern, die – vielleicht auch erst auf den zweiten Blick – die Form realer Lebewesen oder Dinge haben.
Andreas Panzeri
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Werber der ersten Stunde

Die Graphische Sammlung der Zürcher Zentralbibliothek und das Museum für Gestaltung zeigen Illustrationen von Otto Baumberger.

Damals gab es noch keinen ADC. Dieser wurde in der Schweiz erst 1976 gegründet. Aber bereits in der Epoche des Jugendstils wäre einer sicher Mitglied geworden: Otto Baumberger (1889–1961) war einer der führenden Illustratoren und gilt als der erste Werbegrafiker der Schweiz. Jedenfalls wurde ihm als einer der ersten Schweizer die Berufsbezeichnung «Plakatgestalter» gerecht, meinen die Ausstellungsmacher beim Zürcher Museum für Gestaltung. Dieses präsentiert seit Anfang Oktober und bis Ende Januar im Plakat¬raum eine Werkschau mit Grafiken und Illustrationen von Otto Baumberger. Gleichzeitig sind Baumbergers Buchillustrationen und Arbeiten auf Papier in einer Retrospektive zu sehen in der Schatzkammer der Zentralbibliothek am Predigerplatz 33 in Zürich.
Die räumliche Distanz macht Sinn. Baumbergers Schicksal war es nämlich, dass er eigentlich als Gestalter gar nie Werbung machen wollte. Sein Wunsch, auch als Künstler zu Ehren zu kommen, wird ihm aber erst heute mit dieser rückblickenden Show erfüllt.
In der Show des Museums für Gestaltung dürfte er heute allerdings trotzdem mit Stolz erfüllt werden. Baumberger gestaltete über 200 Plakate, mit denen er die Erneuerung des noch jungen Mediums vorantrieb. «Ohne einen eigentlichen Stil zu prägen, suchte er nach der jeweils adäquatesten Lösung für die Übermittlung einer Botschaft», heisst es im Text zur Ausstellung. Seine originellen Bildfindungen führten dabei zu einer bis zur Abstraktion reichenden Reduktion, wobei Bild- und Schriftelemente «eine immer prägnantere Synthese eingingen». In diesem Sinn verkörpert Baumbergers Werk in seiner Vielfalt fast exemplarisch die schweizerische Plakatgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Indem Baumberger als Autodidakt bereits wesentliche Aspekte der Konsumgüterwerbung erkannte, war er seiner Zeit voraus. In der Ausstellung wird aufgezeigt, wie er mit seinem Schaffen die Entwicklung vom malerischen Künstlerplakat bis zum grafisch geprägten Corporate Design geprägt hat.
Otto Baumberger hat seine Ausbildung in Zürich und München durchlaufen. Er war zuerst Entwerfer, später künstlerischer Leiter der Lithographischen Anstalt Wolfensberger in Zürich. Dort konzipierte er neben Plakaten auch Logos und Briefmarken. Für die Firmen Grieder und PKZ verantwortete er ganze Werbekampagnen. Er wirkte auch als Bildredaktor beim Nebelspalter und konnte seinen dadurch etwas «links» gewordenen Ruf wieder zurechtbiegen mit einem monumentalen patriotischen Wandgemälde für die Landesausstellung 1939. Nach dem Krieg wird Baumberger zum ausserordentlichen Professor an der Abteilung für Architektur der ETH ernannt für das neue Fach «Beziehung der Farbe zu Bau und Raum».
Die aktuellen Ausstellungen basieren zum Teil aus dem Nachlass, den Sohn Rudolf Baumberger der Zentralbibiliothek geschenkt hat.
Andreas Panzeri
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Publicis handelt für Garnier Schaufensterpuppen Sonnenbrand ein

Rechtzeitig zu den Herbstferien, in denen viele Schweizerinnen und Schweizer gen Süden flüchten, hat die Werbeagentur Publicis in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Bademode-Geschäft Tabou eine Schaufenster-Aktion für den Sonnencrème-Fabrikanten Garnier Ambre Solaire gestartet.

Rechtzeitig zu den Herbstferien, in denen viele Schweizerinnen und Schweizer gen Süden flüchten, hat die Werbeagentur Publicis in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Bademode-Geschäft Tabou eine Schaufenster-Aktion für den Sonnencrème-Fabrikanten Garnier Ambre Solaire gestartet: Mit rot eingefärbten, «von der Sonne verbrannten» Schaufensterpuppen in Bikinis, weist die Agentur auf die gesundheitlichen Gefahren des Sonnenbadens ohne Sonnenschutz hin. Das Motto: «Sonnenschutz kommt nie aus der Mode.»
Die Präventions-Aktion war während zwei zweieinhalb Wochen zu sehen. Sie endete letzten Freitag.
Verantwortlich bei Garnier: Raphael Thürig (Group Manager Garnier). Verantwortlich bei Publicis: Florian Beck (CD), Denis Schwarz (AD), Claude Catsky (Text), Valentin Cheli (Grafik), Mark Becher und Simone Keusch (Beratung).

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Neue Lgk: Den Trainer Max im Büro losgelassen

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Zu guter Letzt: Rekordglotzen mit dem Rekordmann

Es gibt Leute, die haben seltsame Berufe. Suresh Joachim konzentriert sich beruflich darauf, Rekorde zu brechen. Der Kanadier tamilischer Abstammung hält 32 Titel im Guinness Buch der Rekorde. Der Neuste ist taufrisch.

Es gibt Leute, die haben seltsame Berufe. Zum Beispiel der amerikanische Filmemacher Melvin van Peebles, mittlerweile stolze 76 Jahre alt und aktiv wie eh und je: Erst war er Militärpilot, dann Cablecar-Fahrer in San Francisco, selbsternannter Regisseur, Clochard in Paris, gefeierter Kinostar und Musiker, zwischendurch Wallstreet Broker und Buchautor, und dann wieder Filmheld und Produzent. Andere konzentrieren sich beruflich darauf, Rekorde zu brechen. So zum Beispiel Suresh Joachim. Der Kanadier tamilischer Abstammung hält 32 Titel im Guinness Buch der Rekorde. Der 32. Titel ist noch taufrisch: Gemeinsam mit der deutschen Filmliebhaberin Claudia Wavra aus Petersberg bei Fulda hat Joachim am Dienstag in New York einen Weltrekord im Dauerschauen von Kinofilmen aufgestellt. Die beiden sahen sich 123 Stunden und 10 Minuten ohne Unterbruch Filme an.
Zum Endspurt des Kinomarathons bekamen sie moralische Unterstützung von Oscar- Preisträgerin Susan Sarandon. Joachim hält daneben Titel im Dauertanzen, Dauerbügeln und Dauerkaraokesingen (25 Stunden und 49 Minuten). Ob er während seinem Filmglotz-Rekord gleichzeitig gebügelt hat, wurde von der SDA nicht überliefert.

Gratistitel liegen nachhaltig im Trend

Die Wemf-Auflagenzahlen zeigen ausserdem: Die Sonntagspresse hat noch weiteres Potenzial.

Am ersten Oktober hat die Wemf AG für Werbemedienforschung die jährlich eruierten Auflagenzahlen der Schweizer Presseerzeugnisse publiziert. Sie gelten für den Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2007 und dem 30. Juni 2008 und basieren auf dem Prinzip der Selbstdeklaration.
Immer wieder 20 Minuten
Die Gratistitel haben die Nase vorn und bestätigen den anhaltenden Aufwärtstrend in diesem Segment erneut. Grosse Gewinnerin ist das Pendlerblatt 20 Minuten. Der Titel steigerte seine Auflage um weitere 90 891 Exemplare von 435 460 auf 526 351 Exemplare. Auch die Westschweizer Ausgabe 20 minutes trieb ihre Auflage von 210 108 auf 221 560 Exemplare. Das Kopf-an- Kopf-Rennen in der Romandie entschied jedoch Le Matin Bleu aus dem Hause Edipresse mit einer Steigerung um 47’862 Exemplare von 183’011 auf 230’873 Exemplare. Blick am Abend wies erstmals und noch provisorische 210’692 Exemplare aus. Für News und .ch liegen noch keine offiziellen Wemf-Zahlen vor.
Bezahlzeitungen verlieren erneut
Der positive Trend bei der Gratispresse geht indessen weiter auf Kosten der bezahlten Tageszeitungen. Einzig die Südostschweiz legte minim von 126’613 auf 127’428 Exemplare zu, die übrigen Tageszeitungen verloren. Namentlich der Blick fiel um 8’831 Exemplare von 240’066 auf 231’235 Exemplare. Auch der Tages-Anzeiger verlor trotz regionaler Wachstumsstrategie 2673 Exemplare und weist total 213’738 Exemplare aus. Kleine Einbussen verzeichnen die Neue Zürcher Zeitung, die Berner Zeitung und die neue Luzerner Zeitung. Das St. Galler Tagblatt fiel erstmals unter die Marke von 100’000 Exemplaren.
Keine Engpässe am Sonntag
Auffällige Bewegungen zeigt der Markt der Sonntagszeitungen. Obwohl mehr Sonntagszeitungen und Sonntagsausgaben von Tageszeitungen auf den Markt drängen, verlor unter den bisherigen Sonntagsblättern nur der SonntagsBlick an Auflage. Der Markt scheint noch weiteres Potenzial zu haben und Befürchtungen, die neuen Sonntagstitel könnten die bisherigen allzu stark bedrängen, haben sich nicht bewahrheitet. So konnte die NZZ am Sonntag ihre total verkaufte Auflage um weitere 4’000 Exemplare von 122’072 auf 126’371 Exemplare steigern. Die Sonntagszeitung blieb mit einer Auflage von 202’141 gegenüber 202’222 Exemplaren im Vorjahr stabil. Sonntag aus dem Hause AZ-Medien stieg mit einer provisorisch beglaubigten Auflage von 190’107 Exemplaren in den Markt ein.
Einbussen musste erneut der SonntagsBlick hinnehmen, dessen Auflage mit 3’290 Exemplaren von 265’478 auf 262’188 Exemplare weniger stark zurückging als noch vor Jahresfrist. Grösser ist der Verlust bei Le Matin Dimanche. Das Westschweizer Blatt verlor mehr als 8’000 Exemplare und kommt jetzt auf 202’030. In der Romandie setzt die Gratispresse dem Titel stark zu.
Den Bereich Spezialpresse führen die dreisprachigen Publikationen der beiden Grossverteiler Coop und Migros an. Wie schon letztes Jahr, aber nicht mehr so ausgeprägt, konnte die Coop-Presse um 26 000 Exemplare zulegen, während beim Migros-Magazin die Auflage um 24’000 sank. Um 17’000 Exemplare zurück ging auch die Auflage der TCS-Zeitung Touring.
Im Bereich Publikumspresse gehören die Schweizer Illustrierte und Tele mit Einbussen von je rund 16’000 Exemplaren zu den Verliererinnen. Die Schweizer Familie konnte um rund 3’000 Exemplare zulegen. Die Auflagen von Beobachter, Glückspost, Weltwoche und WoZ blieben ungefähr gleich.
Die Finanzpublikationen konnten allesamt zulegen. Am stärksten stieg die Auflage der Handelszeitung und zwar von 30’861 auf 45’190 Exemplare. Die neuste Zahl ist laut Wemf-Angaben jedoch provisorisch. Hintergrund für die Auflagensteigerung war die Einstellung der Wirtschaftszeitung Cash Mitte 2007. Rund 27’000 der ingesamt 43’000 Cash-Abonnenten abonnierten neu die Handelszeitung, etwa 5’000 entschieden sich für die Bilanz, 2’000 für das Anlegermagazin Stocks. (red/sda)

Der neue Edipresse-CEO heisst Serge Reymond

Serge Reymond wird per 1. Januar 2009 neuer stellvertretender CEO des Medienhauses Edipresse Schweiz. Im Verlauf des Jahres 2009 soll er dann Théo Bouchat als CEO ablösen. Reymond ist seit 1997 bei Naville tätig, das Presseerzeugnisse und Trendprodukte vertreibt und zu 35 Prozent der Edipresse gehört.

Serge Reymond wird per 1. Januar 2009 neuer stellvertretender CEO des Medienhauses Edipresse Schweiz. Im Verlauf des Jahres 2009 soll er dann Théo Bouchat als CEO ablösen. Reymond übernimmt zudem die Funktion eines Direktors Verkauf, die ebenfalls Anfang 2009 geschaffen wird. Théo Bouchat will sich nächsten Sommer sukzessive vom operativen Geschäft zurückziehen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Der 45-jährige Serge Reymond kommt aus Lausanne, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er studierte Mathematik und Wirtschaft. Seine Karriere habe sich stets am Schnittpunkt zwischen Unternehmensmanagement und Verkauf bewegt, heisst es in der Mitteilung weiter. Reymond war in der Folge beim Medizinalvertrieb Galenica und bei der Swatch Group tätig. 1997 wechselte er zu Naville, das Presseerzeugnisse und Trendprodukte vertreibt und zu 35 Prozent Edipresse gehört. Bei Naville war Reymond für die Läden und Kioske zuständig, 2007 wurde er zum Vorsitzenden ernannt.

Screen-up 2008 verzeichnet Besucherrekord

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Aufforderung zur Tanzbetrachtung

Die Zürcher Agentur Eyeworks realisierte mit Alberto Venzago Tanzkunst im Grossformat.

Visuell dankbar präsentierte sich die Kunst des Balletts schon immer. Zum Spitzentanz der Plakatkunst wird es, wenn die Primaballerinnen und Startänzer auch noch von einem Starfotografen ins richtige Licht gerückt werden. Alberto Venzago hat zusammen mit der Zürcher Agentur Eyeworks von Daniel Soldenhoff eine Imagekampagne für das Zürcher Ballett gestaltet. Der neue Auftritt stellt die Essenz der Tanzkunst in den Mittelpunkt und setzt Heinz Spoerlis Zürcher Ballett gross in Szene. Der international gefeierte Choreograph hat früher schon mit Alberto Venzago für die Ballett-Zeitung des Opernhauses zusammengearbeitet.
Die aktuellen Plakate sind noch bis zum 12. Oktober an ausgewählten APG-Stellen in der Zürcher Innenstadt zu sehen. Wer die Show verpasst hat, kann die Sujets auch im Format F4 an der Kasse des Opernhauses finden. Unterstützt wurde die Kampagne von der UBS und den Freunden des Zürcher Balletts. Neben den fünf Plakatsujets sind die tänzerischen Figuren als «Male» und «Female» auch auf zwei Transportern des Zürcher Balletts zu entdecken.
Mehr von Venzago ist derzeit im Casino Zug zu sehen. Dort ist nach vier Jahren Tour um die Welt die Show «Voodoo, Mounted by the Gods» wieder zurück. Von Heinz Spoerli wird als nächste Premiere im Opernhaus «La Sylphide» am 18. Oktober gezeigt.
Andreas Panzeri

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