Die bunte Welt der Waschmittelwerbung

Exxtra Kommunikation bewirbt das neue Total Color Protect Liquid für leuchtende Buntwäsche als «absolute Weltneuheit».

Das Wort «Waschmittelwerbung» weckt bei Kreativen nicht sofort Assoziationen zu Kunst und Kreativität. Umso höher darf deshalb gewertet werden, wenn eine Agentur für einen solchen Auftrag nicht nur eine gute Idee präsentieren kann, sondern ihre Waschmittelwerbung gleich noch in der Welt der Künstler spielen lässt. Total ist schon früher mit dem attraktiven Muskelprotz als Visualisierung für ein starkes Waschmittel aufgefallen. Eine zur Steckdose mutierte Verpackung kommunizierte das Energiesparen mit Total. Jetzt arbeitet Exxtra Kommunikation mit einer ganzen Palette von Farbideen, um für die Leuchtkraft von Buntwäsche zu werben.
Damit Buntwäsche die Leuchtkraft behält und beim Waschen nicht bunter wird, gibts jetzt das neue Total Color Protect Liquid. Es ist das «weltweit erste Flüssigwaschmittel mit der exklusiven Color Protect Formula in der patentierten Doppelkammerflasche». Diese Technik bringt einen leistungsfähigen Farb- und Schmutzfänger mit sich. Das bedeutet zum Beispiel für den Hausmann im Aargau: Er muss Buntwäsche nicht mehr trennen und seine weissen Socken werden trotzdem nicht rosa, wenn er sie zusammen mit einem roten Ferrari-T-Shirt wäscht.
Denn die Color Protect Formula filtert ausgewaschene Farb- und Schmutzpartikel verlässlich aus dem Wasser, sodass sie sich nicht auf andere Kleidungsstücke übertragen. «So spart man Zeit und die Leuchtkraft der Buntwäsche bleibt erhalten», weiss man bei der Migros. Und für den Zürcher Hausmann aus dem Bankgewerbe gilt: Das neue Total Color Protect Liquid sorgt auch dank integriertem Formschutz dafür, dass Kleidungsstücke selbst nach häufigem Waschen ihre Form behalten. Für Frauen sei schliesslich noch erwähnt: Da Total Color Protect Liquid seine Wirkung auch bei tiefen Temperaturen sowie im Sparprogramm entfaltet und ohne Bleichmittel und optische Aufheller auskommt, kann man ausgesprochen umweltschonend waschen.
All diese Vorzüge bewirbt Exxtra Kommunikation mit einem Auftritt, der zum innovativen Produkt passt. Auf Plakaten und Inseraten wird der Produktennutzen als Malkasten mit einer knackigen Headline dramatisiert: «Farben mischen, wie Sie wollen.»
Andreas Panzeri
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Der Reporter ohne Grenzen

Er verkörperte den Widerstand gegen die Olympiade in Peking. Der Milchskandal rechtfertigt seine Vorbehalte. Jetzt tritt der charismatische Chef von Reporter ohne Grenzen zurück – und wird nicht nur fehlen. Gastkommentar von Jürg Altwegg, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf und Buchautor.

Dreiundzwanzig Jahre sind genug, und Robert Ménard selber ist auch gerade 55 geworden. 1985 hatte er Reporters sans frontières mitbegründet. Nach dem Vorbild von Ärzte ohne Grenzen, die aus der antiideologischen Aufklärung gegen die linken und rechten Totalitarismen hervorgegangen waren. Geläuterte Linke und Revolution ersetzten die Hoffnung auf die Ideologien zur Verbesserung der Welt durch das konkrete humanitäre Engagement für die Opfer. Die Ärzte ohne Grenzen haben einiges bewirkt und viel geleistet. Bernard Kouchner, der zu ihren Begründern gehörte, ist heute Aussenminister.
Die Reporter ohne Grenzen blieben lange im ihrem Schatten. Sie setzten sich für verfolgte Journalisten ein. Am Anfang waren sie zu viert und operierten in der Provinz, in Montpellier. Vom Quartett der Begründer ist nur Robert Ménard geblieben. Die Reporter ohne Grenzen wurden um so bekannter, je stärker Ménard seine Organisation als Einmann-Show betrieb. Der Durchbruch kam, als französische Journalisten im Irak entführt wurden. Das Engagement für die Libération-Starreporterin Florence Aubenas war Ménards Meisterstück.
Praktisch im Alleingang verkörperte Robert Ménard auch den Kampf gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in China. Vor und während der Olympischen Spiele stand er permanent im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Er störte den Triumphzug der olympischen Flamme und wurde in Griechenland verhaftet. Vielfach ist er deswegen kritisiert worden. Der Milchskandal zeigt, dass es um die Medienfreiheit in China leider so bestellt ist, wie Ménard sagte. Er war schon vor den Spielen ausgebrochen und den Behörden bekannt. Sie verstanden es, ihn mit ihrer Zensur und der Propagandashow zu vertuschen. Hat diese Politik eine grössere Zahl von Todesopfern auf dem Gewissen? Die chinesischen Dissidenten haben mit Bestürzung von Ménards Rücktritt Kenntnis genommen.
Er will «etwas Neues» anfangen. Wie Bernard Kouchner liebäugelt er mit der Politik. Und mit der Gründung einer Zeitung. Oder mit der Arbeit in einer Redaktion. Das alles hat er in den unzähligen Interviews gesagt, die zu seinem Abschied geführt wurden. Einen eigenen Verlag hat er bereits gegründet. Und noch in diesem Monat wird sein Buch erscheinen: «Freiheiten und andere Chinoiserien» lautet der Titel. Es ist auch die Antwort auf den Vorwurf, Reporter ohne Grenzen habe es nie wirklich gewagt, die französischen Medien und die Politik zu kritisieren – und sei es aus Rücksicht auf die Geldgeber und Sponsoren, zu denen die grossen Verlage gehören: «Meine Organisation befasst sich in erster Linie mit den Ländern, in denen es um die Pressefreiheit am schlechtesten steht. Zu den französischen Medien äussere ich mich in meinem Buch. Natürlich sehe ich, welche Rolle Sarkozy spielt. Ich unterhalte gute Beziehungen zu ihm. Ich habe ihn gelobt, wenn mir das richtig schien. Heute denke ich, dass man sein Wirken nicht für gut befinden kann. Auf dem Feld der Menschenrechte hat er Schaden angerichtet. Sarkozy hält sich nicht an seine Versprechungen.»
Noch nie ging es Reporter ohne Grenzen so gut wie jetzt. Die Finanzen sind geregelt, die Organisation wird inzwischen sehr viel öfter zitiert als Ärzte ohne Grenzen. Auch wenn kaum jemand weiss, dass sie neben Robert Ménard über vierzig fest angestellte Mitarbeiter verfügt, von denen fünfzehn im Ausland wirken. Jedes Jahr erstellt Reporter ohne Grenzen einen Bericht über die Lage der Pressefreiheit in der Welt. Der neue Chef steht fest. Er heisst Jean-François Julliard und ist 35 Jahre alt, aber noch interessiert sich keine Zeitung für ihn. «Kollektiver» werde Reporter ohne Grenzen unter Julliard funktionieren, verspricht Ménard im Namen seines Nachfolgers. Er selber will «Basismitglied» bleiben. Von ihm wird man in diesem und in anderem Zusammenhang noch sehr viel hören. Aber Medienminister, nein, das will Robert Ménard denn doch nicht werden.

Intelligenter Journalismus erwünscht

In den USA macht eine neue Internet-Zeitung Schlagzeilen, die sich ausschliesslich der Politik widmet.

Es gibt einen Lichtblick im allseits maroden Zeitungsgeschäft in den USA: die Nachricht vom Erfolg einer neu gegründeten Zeitung, die nicht nur intelligent gemacht ist, sondern sich ausschliesslich einer vermeintlich langweiligen Thematik widmet: der Politik. Politico konzentriert sich ganz auf die Berichterstattung über die politische Maschinerie in Washington mit seinen Parteien, Interessengruppen, Lobbyisten und Nichtregierungsorganisationen.
Dazu konnten die beiden Gründer, zwei ehemalige Journalisten von der Washington Post, angesehene Reporter von Qualitätsmedien wie der Post oder dem Wall Street Journal anheuern, die bereits über gute Kontakte in der Hauptstadt verfügen und hochklassigen Content liefern. Die Reputation dieser journalistischen Profis verhilft ihnen ausserdem zu zahlreichen TV-Auftritten, wo ihre Kenntnisse mit dem Namen Politico in Verbindung gebracht werden, was widerum den gewünschten PR-Effekt hat. Der Schwerpunkt Politik zieht eine ganz bestimmte Leserschaft an: Männer aus jeder Altersklasse, eine Demographik, die man ansonsten vor allem durch Sportkanäle anzusprechen sucht.
Der US-Wahlkampf bringt Leser
Politico wurde im Januar 2007 gegründet und bekommt die meisten Leser durch seine Website Politico.com, die vor allem im derzeitigen Wahlkampf in den ganzen USA gelesen wird. Darüber hinaus erscheint in der Hauptstadt ausserdem eine Print-Ausgabe mit einer Auflage von 27’000 Exemplaren. Die Publikation gewann vor allem durch die Berichterstattung über die Präsidentschaftskampagne im US-Wahlkampf an Profil und hat derzeit zwischen drei und vier Millionen Unique Visitors monatlich, was sie zeitweise bereits auf Rang zehn der meistgelesenen Zeitungen katapultierte. «Ich bin sicher, dass Politico auch nach den Wahlen weiterhin Erfolg haben wird, wenn auch vielleicht nicht ganz so weitverbreitet. Der Bedarf an Informationen aus Washington ist gross genug, um sie zwischen zwei Wahlen über Wasser zu halten», sagt Alex Halavais, Professor für interaktive Kommunikation an der Quinnipiac-Universität.
Ein Vorteil könnte es für die neue Publikation sein, dass viele amerikanische Zeitungen allmählich Personal aus der Hauptstadt abziehen und ihre Korrespondentenbüros dort schliessen, um Kosten zu sparen. «Politico erfüllt eine wichtige Rolle, die andere Medien aufgegeben haben, vielleicht sogar als neues Modell für einen neuen Nischenjournalismus», sagt Halavais.
Obwohl Politico, dessen Hauptinvestor das Medien¬unternehmen Allbritton Communications ist, keine Zahlen herausgibt, geben die Geschäftsführer an, schon im nächsten Jahr schwarze Zahlen zu schreiben. Möglich werden soll dies durch einen Werbeverbund mit derzeit 30 anderen US-Zeitungen und politischen Organisationen. Die Zusammenarbeit funktioniert so: Politico stellt seinen Partnern die Inhalte seiner Publikation zum Nachdrucken zur Verfügung und ermöglicht es ihnen gleichzeitig, Anzeigenflächen ihrer Online-Ausgaben zu verkaufen. Die Anzeigenkunden sind hauptsächlich politische Interessengruppen in Washington, die ein regionales Publikum erreichen wollen. Der bisher grösste Werbekunde ist die Obama-Kampagne, die in diesem Jahr rund eine halbe Million Dollar für Online-Anzeigen bei Politico und seinen Partnern ausgegeben hat.
Das Modell hat sich in diesem Sommer bereits bewährt, als Politico mit den beiden Lokalzeitungen Denver Post und St. Paul Pioneer-Press kooperierte, die in jenen Städten dominieren, wo der demokratische respektive der republikanische Parteitag stattfand. Als Gegenleistung für die Inhalte von Politico erhielt der Medienbetrieb in Washington das Recht, Werbeflächen der Post und der Pioneer-Press online an Werbekunden wie eben die beiden Parteien, zu verkaufen. Politico erhielt für die Vermittlung dieser Anzeigenplatzierungen einen Anteil von rund 75 Prozent des Verkaufspreises.
Branchenbeobachter glauben, dass dieses Modell auch die Attraktivität regionaler Zeitungen vergrössern könnte. «Die Zeitungen bekommen auf diese Weise nationalen Content, der sich von anderen Quellen unterscheidet», sagt Joel Woldfogel, Wirtschaftsprofessor an der Wharton Business School. «In dieser Hinsicht können auch die regionalen Zeitungen profitieren.»
Gerti Schön, New York
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Das weisse Haus im Fokus: Politico konzentriert seine Berichterstattung auf die politische Maschinerie in Washington.

Aufgefallen…

Der Cartoonist und Grafiker Walter Hollenstein entwarf ein Plakat für den Weltbrottag am 16. Oktober 2008. Aufgefallen ist ausserdem eine Cross-media-Kampagne von Bluespirit zur Wahl der Miss Watsons 2008.

Brot ist die Welt – Schweizer Cartoonist designt Plakat für Weltbrottag
Grosser Auftritt für Schweizer Design. Am 16. Oktober 2008 wird bereits zum siebten Mal der internationale Welttag des Brotes gefeiert. Das offizielle Plakat für diesen Anlass wurde von dem aus Winterthur stammenden Cartoonisten und Grafiker Walter Hollenstein entworfen. Es zeigt einen Globus in Form eines Brotes. Hollenstein weist damit auf die zentrale Bedeutung von Brot in der Welternährung hin. Auftraggeber war die International Union of Bakers and Bakers-Confectioners (UIB), betreut wurde das Projekt von der Schlieremer Kommunikationsagentur Karl F. Schneider AG.
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Bluespirit sucht die Miss Watsons 2008
Und wieder darf mal jemand Star für 15 Minuten sein. Als Anschluss an die letztjährige erfolgreiche Lancierung von Watsons in der Schweiz realisiert die Agentur Bluespirit aktuell eine Cross-media- Kampagne zur Wahl der Miss Watsons 2008. Die Kommunikation läuft über Online-Banner, die neue Website www.misswatsons.ch, die Kooperationen mit Radio 105 sowie Tilllate und zahlreiche Werbemittel in den über 100 Marionnaud-Parfümerien. Die Anmeldungs-und-Voting-Phase dauert insgesamt acht Wochen. Watsons ist die natürliche Pflegelinie für die jüngere Zielgruppe von Marionnaud, die auf Beauty-Lösungen mit natürlichen Essenzen setzt.
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Jetzt wirds persönlich. Auch in der Schweiz Als «weltweit einzige Technik» dieser Art hat die Werbewoche in der letzten Ausgabe eine Eigenwerbung der AlphaPicture i-clue zitiert. Die Rede war von individuell personalisierten Bildern. Solche können aber durchaus auch in der Schweiz produziert werden, wie uns die Firma Kasimir Meyer in Woh¬len mitteilt. Es gibt also diesbezüglich keine weltweite Exklusivität. Mittels Photoshop und der Personalisierungssoftware DirectType kann auch Meyer individuelle Bilder personalisieren. So wurde zum Beispiel der Umschlag der Fachzeitschrift Publi¬sher Ausgabe 1/08 beidseitig durch das Unternehmen in Wohlen bildpersonalisiert. Auch für den Bildaufbau der Personalisierung für den Umschlag der Fachzeitschrift viscom Ausgabe
Nr. 10 zeichnete dieses Unternehmen verantwortlich.
Bildpersonalisierungen verlangen nach einem speziellen technischen Know-how. «Darum ist der frühe Kontakt zwischen Kunde und dem Spezialisten für eine erfolgreiche Anwendung sehr hilfreich», meint Kasimir Meyer. Weitere Infos unter www.kasi.ch
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ADC-Jurierung 2009: Der Reigen ist eröffnet

Ab sofort können dem ADC Schweiz Arbeiten für die im Januar nächsten Jahres stattfindende Jurierung zugesendet werden. Einsendeschluss ist der 21. November 2008. Ganz besonderes Augenmerk richtet der ADC dieses Jahr auf eine Vermeidung von unlauteren Eingaben.

Ab sofort können dem ADC Schweiz Arbeiten für die im Januar nächsten Jahres stattfindende Jurierung zugesendet werden. Einsendeschluss ist der 21. November 2008. Dieses Jahr legt der Art Directors Club ganz besonderen Wert auf die Vermeidung gefälschter oder vorgegebener Arbeiten. «Es lebe die Ehrlichkeit», schreibt er in der Mitteilung vom Mittwoch. Der ADC Schweiz juriere nur Eingaben, die in der eingereichten Form erschienen seien. Immer wieder werde jedoch versucht, der Jury andere Arbeiten unterzujubeln. Das widerspreche dem Sportsgeist. Als Massnahme gegen Fälschungen verlangt der ADC mit der Einreichung neu eine Einsatzbestätigung und eine Auftraggeber-Referenz.
Juriert wird auch dieses Jahr in insgesamt elf Kategorien: Anzeigen, Plakate, Film, Radio, Direktwerbung (und POS und Events), Ambient Media, Design, Fotos & Illus, Digital, Low’n’no-Budget und Gesamtkampagne. Bewertet werden die Arbeiten von rund 100 Jurorinnen und Juroren aus dem Mitgliederkreis des ADC, die allerdings noch nicht ernannt worden sind. Der ADC erwartet wie in den letzten Jahren einen Eingang von um die 1000 Arbeiten aus Schweizer Werbeagenturen. Sämtliche Eingaben können am 26. Januar 2009 wie letztes Jahr im WTC in Zürich-Oerlikon von 18.00 bis 21.00 Uhr besichtigt werden. Die Jurierung findet am 27. und 28. Januar statt, die Preisverleihung mit Gala am 2. Februar. Alles über die Ausschreibung und Anmeldung: www.adc.ch/ausschreibung.

Natur-Moleküle statt Food-Chemie

Krieg Schlupp Bürge/Springer & Jacoby lanciert für Coop Naturaplan eine Herbstwelle von neuen Ideen.

Neue Ausrichtung, neue Produkte, neue Verpackungen, neues Design, neues Logo, neues Image – und nicht zuletzt der neue, eindrückliche Marken-Auftritt: Coop hat im Frühjahr mit Naturaplan einen Riesenschritt in die Zukunft gemacht. Das belegt auch der neuerliche Umsatzzuwachs von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Und dieser Zuwachs findet auf höchstem Niveau statt: «Coop ist ja bekanntermassen mit Abstand Marktführer im Bio-Segment mit einem Marktanteil von weit über 50 Prozent», wissen die Kreativen bei Krieg Schlupp Bürge/Springer & Jacoby. In konkreten Zahlen: Heute führt Coop unter der Marke Naturaplan über 1600 Bio-Produkte, alle ausgezeichnet mit der bekannten Knospe.
Rasant wachsendes Bedürfnis
Damit kann Coop eindrücklich unter Beweis stellen, weshalb der neue Claim «Für Bio ohne Kompromisse» kein leerer Claim ist. Und auch die drei neuen Sujets der Herbstwelle nehmen den Bio-Lifestyle, also das rasant wachsende Bedürfnis nach gesundem, gerechtem, aber auch genussvollem Konsum, so eindrücklich auf wie die Motive zum Kampagnenstart im Frühjahr.
Wie in den vorangegangenen Sujets werden Bio-Produkte kunstvoll zu «Bio-Molekülen» arrangiert und die Schlagzeile «Geschmacksverstärker: Natur» auf den Punkt gebracht.
Und wiederum entstanden die Bilder in Hamburg unter «der meisterlichen Regie» von Meister Reinhard Hunger, wie sich CD Flo Wacker offensichtlich freut. Die neuen Motive erscheinen national in der gesam¬ten Presse. Dazu gibt es Plakate und Grossplakate sowie natürlich Material am POS.
Andreas Panzeri
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Einsendefrist für Das Goldene Ohr 2008 verlängert

Der Radiospot-Wettbewerb Das Goldene Ohr verlängert seine Einsendefrist. Werbeagenturen können ihre Radiospots und audiovisuelle Beiträge noch bis am Mittwoch, 15. Oktober einsenden.

Der Radiospot-Wettbewerb Das Goldene Ohr verlängert seine Einsendefrist. Werbeagenturen können ihre Radiospots und audiovisuelle Beiträge noch bis am Mittwoch, 15. Oktober einsenden. Die Veranstalter entsprechen damit dem Wunsch vieler Einsender, nachdem sie das Einsendefenster für gerade mal drei Wochen geöffnet hatten.
Die Goldene Ohr-Jury tagt am Freitag 17. Oktober in Zürich. Am 31. Oktober findet dann die Preisverleihung in der Zürcher Limmat Hall statt.

Erstes abhörsicheres Kommunikations-Netzwerk getestet

In ein paar Jahren könnten Kommunikationspartner ihre Daten möglicherweise abhörsicher über ein Netzwerk übertragen. Am Mittwoch wurde eine dementsprechende Verschlüsselungstechnologie getestet.

In ein paar Jahren könnten Kommunikationspartner ihre Daten möglicherweise abhörsicher über ein Netzwerk übertragen. Am Mittwoch wurde eine dementsprechende Verschlüsselungstechnologie getestet.
Quantenphysiker haben in Wien nach eigenen Angaben zum ersten Mal über ein komplett abhörsicheres Netzwerk telefoniert. Mit Hilfe einer Technologie der so genannten Quantenkryptographie lassen sich jegliche Informationen wie Mails oder Videokonferenzen sicher verschicken.
Aus physikalischen Gründen sei ein Abhören nicht möglich. Ein Lauscher kann laut den Physikern prinzipiell keine Informationen bekommen. Wer versucht, auf die Übertragung zuzugreifen, wird durch die Kommunikationspartner bemerkt.
Diese Technologie der Verschlüsselung von Daten ist nicht neu, doch mehr als zwei Stellen direkt miteinander zu verbinden war bisher nicht möglich. In Wien wurden nun erstmals 6 Punkte miteinander vernetzt.
Die Übertragung ist jedoch noch deutlich langsamer als das Internet, wie der Quantenphysiker Anton Zeilinger der Universität Wien mitteilte. Und die Daten können erst auf einer Strecke von höchstens 100 Kilometer verschickt werden. Zeilinger sieht darin keine prinzipiellen Probleme, das seien nur noch technische Herausforderungen, meint er.
Siemens denkt bereits über potentielle Kunden nach. In Frage kämen das Militär, Banken, Regierungen und Unternehmen. Das System soll den Kunden in drei bis vier Jahren angeboten werden können, so die Einschätzung der Siemens-Vorstandsvorsitzenden Brigitte Ederer.
Schweizer Forscher aus den Universitäten Genf und Lausanne hatten einen Anteil an der Errichtung des Netzwerkes. Wie eine SDA-Mitteilung vom Mittwoch schreibt, halfen sie mit, mehrere der benutzten Systeme aufzubauen.

Die freundlichste Übernahme der Schweiz

Freiburghaus und Partner machen bekannt: Randstad ist ab sofort ein wichtiger Player unter den Personalvermittlern in der Schweiz.

Mit einem Marktanteil von künftig rund zehn Prozent rückt Randstad in die Top-Liga der Schweizer Personalvermittler auf», rechnet Simone Nijsen, Managing Director von Randstad (Schweiz). Schon im Sommer 08 wurde der Zusammenschluss der Randstad Holding und von Vedior formell abgeschlossen, nachdem die Wettbewerbsbehörden ihre Zustimmung gegeben hatten. Damit wurde der Weg frei für die operative Zusammenlegung der beiden Unternehmen in den einzelnen Märkten. Per 1. Oktober 2008 ist das Zusammengehen aktiv geworden. Die beiden hollandstämmigen Personaldienstleister Randstad und Vedior treten in Zukunft nur noch unter der Marke Randstad auf. Damit legen die den Grundstein für eine führende Marktposition in der Schweiz. Der zukünftige Auftritt der Marke wird von Freiburghaus und Partner unterstützt mit integrierten und kreativen Kommunikationslösungen.
Das neue Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich verfügt nach dem Zusammenschluss über 40 Standorte und rund 280 Mitarbeitende in der Schweiz. «Die neue Grösse verleiht uns mehr Gewicht am Markt, schafft Stabilität und ermöglicht Wachstum», erklärt Simone Nijsen. Dank der verstärkten Präsenz im Markt will Randstad künftig noch näher bei den Kunden und den Mitarbeitenden auftreten und damit die Position als attraktiver Arbeitgeber stärken.
Um dieses Zusammengehen der beiden Holländer zu kommunizieren, hat Freiburghaus und Partner auf Bilder zurückgegriffen, die vielen noch in bester Erinnerung sind. Bereits in diesem Sommer 2008 sorgten die Holländer in der Schweiz für enorme Aufmerksamkeit und generierten viel Sympathie in der Öffentlichkeit. Mit ihrem Support für die «Elftal», ihre Fussball-Nationalmannschaft, die viermal in der Schweiz auftrat, sorgten die Oranjes weltweit für Begeisterung.
«Was also lag näher, als diese frohe Erinnerung für die Fusion der beiden Holländer Firmen in der Schweiz nochmals in Erinnerung zu rufen», erklärt Simon Freiburghaus, CD der jetzt lancierten Integrationskampagne, die Idee. Sie soll der Marke Randstad als Erstes einmal höchste Aufmerksamkeit zukommen lassen, um für das «neue» Unternehmen eine Brücke zur öffentlichen Wahrnehmung zu bauen.
Andreas Panzeri
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Ammarkt schickt für Léman Combi die Affen los

Die St. Galler Werbeagentur Ammarkt hat von Léman Combi den Auftrag bekommen, die Werbung von national tätigen Unternehmen in Westschweizer Gratiszeitungen anzukurbeln. Dies geschieht auf sehr forsche und humorvolle Art: In Anzeigen und auf Plakaten wird das Gesicht eines zutraulichen, jedoch zutiefst betrübten Menschenaffen gezeigt.

Die St. Galler Werbeagentur Ammarkt hat von Léman Combi den Auftrag bekommen, die Werbung von national tätigen Unternehmen in Westschweizer Gratiszeitungen anzukurbeln. Mit dem neuen Marktauftritt sollen 30 ausgewählte Unternehmen aus der Deutschschweiz für Werbeschaltungen in den beiden Gratis-Titeln von Léman Combi (Lausanne Cités und GHI Genève) gewonnen werden.
Dies geschieht auf sehr forsche und humorvolle Art: In Anzeigen und auf Plakaten wird das Gesicht eines zutraulichen, jedoch zutiefst betrübten Menschenaffen gezeigt. Die Werbebotschaft lautet «Viele Media-Entscheider sehen die Westschweizer immer noch so. Und Sie?»
Zeitgleich mit dem Plakataushang hat die Agentur ein Mailing an die CEO’s und Marketingleiter verschiedener Unternehmen verschickt. Das Mailing in Form einer aufklappbaren Banane soll die Botschaft untermauern, dass die Westschweizer absolut nicht auf Bäumen leben. Sogar im Gegenteil: Sie pflegen einen konsumfreundlichen Lebensstil und seien stark an Themen wie Lifestyle, Automobil, Unterhaltungs-Elektronik interessiert, schreibt die Agentur.
Die Kampagne ist seit Mitte September im Media Trend Journal, in der Werbewoche und im Persönlich zu sehen und dauert mit den Plakataushängen bis Mitte Oktober.
Verantwortlich bei der Léman Combi: Jean-Marc Vellemann (Directeur Général GHI & Léman Combi), Pascal Fleury (Directeur Lausanne Cités). Verantwortlich bei der Agentur Ammarkt: Michael Schmid (Gesamtverantwortung), Heinz Frischknecht, Lucia Burtscher (Beratung), Axel Hinnen (Creative Direction), Severino Clerici (Art Direction), Angelina Camichel (Grafik/DTP), Felix Schregenberger (Composing), Michael Frey (Text), Mäggie Widmer (Media).

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Einpendeln

René Worni über den Zuwachs bei der Pendlerpresse.

Beargwöhnt von vielen Argusaugen hat sich die Gratispresse seit Mitte letzten Jahres im Land weiter aufgestellt und sich zum Teil neu positioniert. Aus heute wurde endlich der Blick am Abend, News erschien im goldenen Mediendreieck und fiel ins Mittelland ein, und 20 Minuten schrieb seine Erfolgsgeschichte fort, vor der die Branche immer noch kollektiv in die Knie geht.
In diesem Verdrängungs- und Selbstfindungskampf, bei dem der Leser zuletzt und der Inserateverkauf zuerst eine Rolle spielen, schien das als «kleine NZZ der Gratispresse» gehandelte Blatt .ch die schlechtesten Karten zu haben; kaum Inserate, und ein so mutiges und originelles wie gleichzeitig halsbrecherisches Vertriebskonzept, das bei den Inserenten wenig Vertrauen weckte. Das kontrastierte auffällig mit den Beteuerungen seines Gründers, Sacha Wigdorovits, alles sei nur halb so schlimm und werde sich bald einspielen.
Der PR-Berater und Medienmann ist für seine Hartnäckigkeit bekannt und gibt nicht auf, ehe seine Gegner mausetot darnieder liegen. Und als Bilder über Haufen sich türmender Zeitungsständer im SonntagsBlick erschienen, klagte er gegen Ringier wegen Rufschädigung. Doch alles nützte nichts, und so mancher dieser halbhohen Podeste dient seither in den Proberäumen den Gitarristen als Notenpult.
Das Pendlerblatt kann sich womöglich erst in direkter Konkurrenz zu 20 Minuten einpendeln. Der Rest bleibt abzuwarten. Schon einmal hat ein Konkurrenztitel gegen 20 Minuten verloren…

ProSiebenSat.1: Online-Werbemöglichkeiten ausgebaut

Die Schweizer Websites von Sat.1, ProSieben und Kabel 1 bieten neu aktuelle Folgen ausgewählter Sendungen als Streams in voller Länge via Internet an. Dazu verkaufen sie Werbeplatz für Spots, die unmittelbar vor oder als Unterbrechung während einer Sendung laufen.

Die Schweizer Websites von Sat.1, ProSieben und Kabel 1 bieten neu aktuelle Folgen ausgewählter Sendungen als Streams in voller Länge an. Die Videos stehen den Nutzern direkt nach der Ausstrahlung im Fernsehen eine Woche lang gratis zur Verfügung. Interessant seien in diesem Zusammenhang die neuen Pre- und Mid-Roll-VideoAds, also Werbespots, die unmittelbar vor dem Inhalt oder als Unterbrechung innerhalb des Inhalts laufen.
Angesprochen werden sollen Leute, die ihre Lieblingssendung verpasst haben und sie sich nachträglich im Internet ansehen wollen. Gemäss Erfahrungen in Deutschland würden such junge Frauen und Männer zwischen 14 und 29 Jahren bereits mehrmals pro Woche ganze Sendungen im Internet anschauen. Die sich damit eröffnenden Platzierungsmöglichkeiten für Online-Videowerbung zeichneten sich zudem durch eine hohe Aufmerksamkeit der Zuschauer aus.
Bei ProSieben.ch sind folgende Sendungen bereits verfügbar: «Popstars – Just 4 Girls», «It’s my sexy life», «Galileo», «Jana Ina & Giovanni», «Lebe Deinen Traum», «Quatsch Comedy Club», «Sexreport», «Singing Bee», «Switch Reloaded» und «Taff». Bei Sat1.ch: «Anna und die Liebe», «K11», «Geheime Helfer», «Jugendcops», «Lenssen und Partner» und «Zieh mich an». Und schliesslich bei Kabeleins.ch: «Fast Food Duell», «Hagen hilft» und «Mein neues Leben».
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