Zu guter Letzt: Übers Fernsehen lästern

Am Freitag wird im ZDF die Diskussion zwischen Gottschalk und Marcel Reich-Ranicki ausgestrahlt. Auch dort lässt es der leidenschaftliche Polteri nicht an deutlichen Worten fehlen. Seine Kritik am derzeitigen Fernsehprogramm hat inzwischen zahlreiche Nachahmer gefunden.

«Ich möchte die Liebe zur Literatur weiterleiten, weitergeben. Das ist eigentlich meine Hauptaufgabe», sagte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki in einem Einspieler während der Liveübertragung des deutschen Fernsehpreises 2008. Kaum waren diese Worte ertönt, schritt der 88-Jährige, wie wir alle wissen, zu der Erfüllung einer weiteren Aufgabe: Er lehnte die ihm zugedachte Auszeichnung, den Ehrenpreis der Stifter des deutschen Fernsehpreises, ab, und redete der versammelten TV-Prominenz mit erhobenem Zeigefinger ins Gewissen. Egal, wie man darüber denkt: Reich-Ranickis Auftritt war grosse Unterhaltungskunst. Immer wieder kann man sich die Schelte samt anschliessender Verbrüderung mit dem Moderator Thomas Gottschalk auf Youtube anschauen. Am Freitag wird im ZDF nun von Gottschalk ausgehandelte und am Mittwoch aufgezeichnete Diskussion ausgestrahlt. Und auch dort lässt es der leidenschaftliche Polteri nicht an deutlichen Worten fehlen: «Ich habe nichts bereut, ich nehme nichts zurück», sagte er gemäss der Süddeutschen Zeitung. «Das Fernsehen muss sich mehr Mühe geben.» – Dies finden übrigens auch viele Schweizer: Gleich Dutzende von abschätzigen Kommentaren zum Fernsehgeschehen generierte ein Aufruf von Blick.ch. Unter dem Titel «Welche Schweizer Shows sind Schrott?», schrieb dort beispielsweise User Setenca aus Zürich: «Zart oder Bart, Glanz und Gloria und alles, wo der Kilchsperger seinen Zinggen drin hat.»

Matter & Gretener verkünden den Tag des Originals

Fälschungen und Raubkopien sind weltweit auf dem Vormarsch, was für Konsumenten Risiken birgt. Darum findet am 25. Oktober schweizweit der erste Stop Piracy Day statt. Die Idee dafür stammt von Matter & Gretener, ebenso die Kommunikation dazu.

Fälschungen und Raubkopien sind weltweit auf dem Vormarsch, was für Konsumenten Risiken birgt. Darum findet am 25. Oktober schweizweit der erste Stop Piracy Day statt. Die Idee dafür stammt von Matter & Gretener, ebenso die Kommunikation dazu. Mit Bannern, POS-Postern, Produktklebern, Tragtaschen , Informationsflyern, Medienkooperationen sowie TV- und Radiospots wird auf das Thema aufmerksam gemacht. In den Spots engagieren sich der Schauspieler Anatole Taubman, der im neuen James Bond-Film den Bösewicht Elvis spielt, und der Musiker Marc Sway für den Stop Piracy Day. > Spot anschauen
Verantwortlich bei Stop Piracy: Iris Sidler (Geschäftsstellenleiterin) mit Sibylle Augsburger, Roger Chevallaz, Samuel Favre, Barbara Mögli, Ruth Mosimann, Jörg Rohrer und Elke Schäfer. Verantwortlich bei Matter & Gretener: Daniel Matter (CD), Dominik Imseng (Text), Karin Beerli, Wanda Michel (AD), Marcus Gretener, Jochen Hennecke (Beratung). Filmproduktion: Condor Films, Zürich. Regie: Martin Fueter.
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Flowcube und Zeta: Imagekampagne für Eventframe realisiert

Flowcube Communications und Zeta Communication + Design haben für die Zürcher Eventagentur Eventframe eine Imagekampagne realisiert. Die Idee, dass Eventframe jedem Ereignis den passenden Rahmen geben soll, wird dabei wörtlich genommen und mit verschiedenen Bilderrahmen visualisiert.

Flowcube Communications und Zeta Communication + Design haben für die Zürcher Eventagentur Eventframe eine Imagekampagne realisiert. Die Idee, dass Eventframe jedem Ereignis den passenden Rahmen geben soll, werde dabei wörtlich genommen und mit verschiedenen Bilderrahmen visualisiert, heisst es in einer Mitteilung. Die Ereignisse, welche es ins richtige Bild zu rücken gelte, würden dabei durch verschiedene stellvertretende Objekte dargestellt. Verbreitet wird die Kampagne über Inserate, Website, Mailing, Postkarten und einen Messeauftritt.
Die seit 1990 existierende Eventagentur firmierte bis Ende Juli 2008 als K&O Event Management und änderte danach den Namen und das Erscheinungsbild.
Verantwortlich bei Eventframe: Charles Krabichler, Geschäftsleiter/CEO (Gesamtverantwortung), Gaby Weigold (Event Manager). Verantwortlich bei Flowcube Communications: Alfredo Schiliro (Gesamtverantwortung Konzept/Beratung). Verantwortlich bei Zeta Communication + Design: Ibrahim Zbat (CD/Grafik), Helen Lagger, Bern (Text/Konzept).

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Rotor fordert für Toppharm zum Gesundheitscheck auf

Immer mehr Leute leiden unter dem sogenannten «Metabolischen Syndrom» und damit unter einem hohen Infarkt-Risiko. Die Agentur Rotor hat zu diesem Thema für die Toppharm Apotheken eine Gesundheitskampagne entwickelt, welche die Menschen dazu animieren soll, 15 Minuten in ihre Gesundheit zu investieren.

Immer mehr Leute leiden unter dem sogenannten «Metabolischen Syndrom» – sie haben beispielsweise bauchbetontes Übergewicht, zu hohen Blutdruck oder ungünstige Blutfettwerte und damit ein hohes Infarkt-Risiko. Die Agentur Rotor mit Sitz in Zürich hat zu diesem Thema für die Toppharm Apotheken eine Gesundheitskampagne entwickelt, welche die Menschen dazu animieren soll, 15 Minuten in ihre Gesundheit zu investieren. Die Apotheken bieten nämlich vom 16. Oktober bis 13. November einen Herz-Kreislauf-Check an. Die Kunden erhalten ein persönliches Risikoprofil und werden zu möglichen Massnahmen beraten.
Verbreitet wird die Kampagne über Plakate, Inserate, Flyer sowie über das Ratgeber Magazin.
Verantwortlich bei Toppharm AG: Judith Lanz (Leiterin Marketing und Kommunikation), Karin Walder (Leiterin Ausbildung und Kampagnen), Simone Stucki (Sachbearbeiterin Marketing und Kommunikation), Andrea Oesch (Sachbearbeiterin Ausbildung und Kampagnen), Christoph Baumgartner (Redaktor). Druck: Birkhäuser + GBC AG. Verantwortlich bei Rotor Agentur für Kommunikation: Alexander Gessert (CD), Sascha Kieslinger (AD), Sandra Eichenberger (Desktop), Nastja Burger (Beratung), Suzanne Regez (Beratungsassistenz), Martin Hauser (Produktion).

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Luzerner Agenturen Planet und Sepia schliessen sich zusammen

Die Werbeagenturen Planet und Sepia gehen gemeinsame Wege und schliessen sich unter dem Namen Planet zusammen. Ein Ziel der Fusion ist die Verbreiterung des Angebots.

Die beiden Luzerner Werbeagenturen Planet und Sepia gehen gemeinsame Wege und schliessen sich unter dem Namen Planet zusammen. Das Angebot soll mit der Fusion breiter werden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Das Handwerk der klassischen integrierten Marketing-Kommunikation von Planet werde ergänzt durch die Bereiche Konzept und Corporate Design von Sepia. Die Geschäftsleitung von Planet besteht aus Daniela Schmid und Silvan Kaeser, die von je zwei Creative Directors und Beraterinnen unterstützt werden. Die in Zukunft von der Gibraltarstrasse 23 in Luzern aus arbeitende Agentur hat sich im Zuge der Fusion das Credo «Wir verändern die Welt. Ihre Welt.» auf die Fahnen geschrieben.

Köpfe der Woche: Animiertruppe

In den Elefant-Studios wollen zehn 3D-Enthusiasten von Zürich aus die Filmwelt erobern.

Die Idee ist schon länger in den Köpfen der zehn Inhaber herumgegeistert. Dreidimensional konkret wurde das ambitionierte Projekt zu Beginn dieses Jahres. Seither haben sich die Elefant-Studios an der Zürcher Lessingstrasse innert kürzester Zeit zu einem Top-Player in der Schweizer Kreativszene entwickelt. Ob für Spielfilm, Werbung, Corporate oder Print: Die Elefant-Studios bieten vom ersten Konzept bis zum finalen Bild die ganze Bandbreite an kreativen Dienstleistungen in der Postproduktion. 3D-Animation, Visual Effects und Compositing, 2D-Animation sowie Motion Graphics und Design sind die Spezialitäten, mit denen die kleinen Zürcher Elefanten sich schon bald auch mit den ganz Grossen in der internationalen Szene messen wollen.
Kein Traum, sondern machbare Realität, seit im modernen Filmschaffen die Ideen wichtiger als die Technik oder die Software entscheidender als die Hardware geworden sind.
«Die Arbeit an 3D erfordert sehr viel Know-how und Zeit. Die Preise für die Technik sind massiv gesunken. Eine Software-Lizenz, die früher 15’000 kostete, ist heute für 3’000 Franken zu haben», erklären Dany Bittel und Marco Fischer. Und auf der Basis dieser Software, die jeder im Handel bekommen kann, bauen die zehn Spezialisten bei Elefant dann «mit viel Manpower» ihre eigenen Systeme auf. «Wir investieren sehr viel in Forschung und Entwicklung», meint Miklos Kozary. «Jeder Franken, den wir verdienen, wird sofort reinvestiert», ergänzt Sandra Milly Pötschacher. Sie erledigt die ganze Organisation und Verwaltung und ist als Visual Effects Producer der «Tätschmeister» im Elefantenhaus. In diesem treten zehn Jungs als die gemeinsamen Besitzer auf. Es gibt aber keine Bullenkämpfe im Gehege. Dieses in der heutigen Kommunikationsbranche ziemlich verlorengegangene Unternehmerdenken – mit zehn gleichberechtigten Besitzern wie in uralten Genossenschaftszeiten – wird bei einem Besuch in den Elefant-Studios glaubhaft sichtbar. Aber es handelt sich bei diesem Start-up um eine klar geführte Aktiengesellschaft und keine «Cinéma-Copains», obwohl natürlich alle im Team von Elefant vertraute und langjährige Kollegen sind.
«Die Szene ist klein. In Zürich kennen sich wohl alle. Deshalb dachten wir schon länger, wir könnten uns zusammentun, gemeinsam eine grössere Technik kaufen, das Know-how poolen und uns damit noch mehr spezialisieren», ist die Grundidee von Elefant. «Mit einem grösseren Laden können wir auch bei grösseren Projekten offerieren», ist Dany Bittel überzeugt.
Konkret hat sich dieses Bedürfnis bei Billag ergeben. Als das Inkassounternehmen für die Radio- und TV-Gebühren mit Tobias Fueter eine Serie von sechs Werbespots realisieren wollte, suchte der Regisseur nach Alternativen in der Produktion. Dany Bittel hat die Herausforderung gereizt. Aber er konnte es «nicht allein stemmen». So hat er drei Kollegen gesucht – und das führte schliesslich zur Geburt des Elefäntchens.
Kreativer Bunker
Die digitalen Wilden im Loft an der Lessingstrasse könnten zum Teil fast noch an der Kinokasse als Studenten durchgehen, verfügen aber zusammengezählt über eine stattliche Anzahl Jahre im Geschäft. «Wir alle haben als Freelancer schon vorher mit interessanten Auftraggebern und vielen Agenturen zusammengearbeitet. Diese Verbindungen spielen immer noch. Inzwischen können wir unseren alten Kunden aber viel mehr anbieten», meinen die vereinigten Jungunternehmer. Deshalb empfinden sie es inzwischen auch nicht mehr als Manko, dass ihr Studio mit den vielen Bildschirmen eher wie der kreative Bunker an einer Filmschule als eine teure Adresse für Werber wirkt. Auch Kunden wie Bucherer, Mini, Sandoz, das Locarno Filmfestival, Swisscom oder Swisslos, die hier schon ein und aus gegangen sind, lieben die Atmosphäre – «und sie sehen auch, für was wir unser Geld ausgeben».
Um Ideen von der ersten Skizze in 3D-Form zu bringen, werden je nach Projekt verschiedene Teams gebildet. In diesen Pools gibt es Spezialisten für jedes Gebiet. Einige haben sich komplett der Animation verschrieben. Andere kommen vom Lighting, Shading, Modeling oder Compositing. Die zehn «Chefs» haben ihre Erfahrungen in den verschiedensten namhaften Unternehmen sammeln können.
Miklos Kozary hat in Bern Informatik abgeschlossen, Bereich Computergrafik. Nach einem London-Aufenthalt landete er beim Schweizer Ableger von Treibhaus Postproduction als Compositer im Bereich Film und Commercials. Eine Zeit bei Mr. X. Inc. in Toronto war «hart, aber sehr lehrreich», weil er auch für mehrere Spielfilme wie «Resident Evil» oder «Shoot ’Em Up» verantwortlich war, aber «bis zum Umfallen» arbeiten konnte. In der Schweiz war Kozary Digital Compositor für «Grounding».
Marco Fischer ist gelernter Grafiker. Seine Spur bewegte sich aber während einer über zehn Jahre langen Freelance-Zeit in verschiedenen Werbe- und Designagenturen «immer mehr in Richtung Animation». Viele seiner Kunden hat er später mit seiner eigenen Firma Tronics animated design betreut, wo er auch Image- und Corporate-Filme machte, meistens aber «auf niedriger Flamme», weshalb er Lust auf einen Zusammenschluss mit der Möglichkeit zu grösseren Projekten hatte.
Dany Bittel war schon als Teenager von der Magie des 3D fasziniert. Nach der Matura konstruierte er in Lausanne mit einem Freund zusammen Webseiten. Dazwischen lockte immer wieder das Dreidimensionale, auch bei der Firma Regardez in Zürich. Hier gestaltete er Logos und Trailers für das Schweizer Fernsehen. Nach der Auflösung von Regardez bot er sein Wissen weiter als Freelancer an und arbeitete in dieser Zeit auch für «Grounding» sowie an etlichen Werbespots.
Fabian Gasser hat 1997 als visueller Gestalter an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen, war ebenfalls Partner bei Tronics und Graphic Designer in diversen Multimedia-Agenturen.
Fadri Jecklin war Geomatiker und 3D-Artist in der von ihm mitgegründeten QBUS.
Kunal Ghosh Dastider kommt von der Animations-Fachklasse an der Hochschule für Gestaltung in Luzern und war als 3D-Spezialist bisher hauptsächlich im Ausland unterwegs. Er arbeitete unter anderem an «Lissi und der wilde Kaiser», «In the Name of the King: A Dugeon Siege Tale» mit und ist seit neustem certified Pixar Renderman Instructor.
Patrick Graf hat einen Abschluss als Wissenschaftlicher Illustrator und arbeitete zuletzt sieben Jahre bei Treibhaus.
Vladimir Jankijevic hat Fotografie an der Zürcher F+F abgeschlossen und arbeitete danach vier Jahre bei Frame-Eleven als 3D-Artist im Bereich Werbung und Corporate. Yukio Satoh studierte Medienkunst an der Fachhochschule für Gestaltung in Aarau und sammelte seine Erfahrungen unter anderem mit Feature Films bei The Mill in London.
Stephan Schweizer war schon früh Dozent für Compositing am SAE College in Berlin. Später arbeitete er im Ausland als Freelancer unter anderem an Spielfilmen wie «The Chronicles of Narnia: Prince Caspian», «The Red Baron», «300» oder auch «Lissi und der wilde Kaiser» von Michael Bully Herbig.
Sandra Milly Pötschacher startete ihre Medienkarriere bei IP Multimedia. Zuerst wirkte sie im Online-Bereich, später beim Broadcasting. Das weckte das Interesse für eine Weiterentwicklung in der Postproduction. Als das Treibhaus Konkurs anmelden musste, wurde Pötschacher freie Produktionsassistentin, zum Beispiel beim Kinofilm «Elisabeth Kopp», Pipilotti Rists erstem Spielfilm «Pepperminta» oder Reto Caffis inzwischen weltweit ausgezeichnetem Abschlussfilm «Auf der Strecke». Ihre letzte Station war Egli Film, bevor sie von den «Jungs» zu Elefant geholt wurde.
Andreas Panzeri
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Geburtshelfer für den Start-up: die Billag-Kampagne.
Referenzen
Mehr zu diesen vielseitigen Bios und Arbeiten finden sich auf der natürlich sehr elefanten-gerecht gestalteten Website www.elefantstudios.ch. Nichts zu lesen ist dort vom heimlichen, aber natürlich offensichtlichen Traum, dass dieser Start-up demnächst auch im Spielfilm aktiv werden will.

Vermeintlicher Verbraucherschutz

Mehr Aufklärung über den Medienbetrieb statt Reglementierung: Höchste Zeit in diesen Tagen des Umbruchs, wo sich viele den regulierenden Staat zurückwünschen, das Hohelied der Freiheit anzustimmen. Gastkommentar von Stephan Russ-Mohl, Leiter des European Journalism Observatory an der Universität Lugano.

Neuerlich macht sich eine Koalition der Besserwisser und Schutzpatrone für Werbeverbote stark. Sie wollen anderen vorschreiben, ob sie Zigaretten- oder Alkoholwerbung sehen dürfen. Werbetreibende möchten sie zwingen, 20 Prozent einer Werbefläche für Hinweise auf schädliche Nebenwirkungen bestimmter Produkte zu reservieren. Solche Kleingeister offenbaren damit nicht nur ihre Krämerseelen, sie würden am liebsten mündige Mitmenschen in einer Weise bevormunden, die einer Demokratie unwürdig ist. Und entzögen damit gerade jenen Medien die Ressourcen, die mit gut ausgestatteten Redaktionen und seriösem Journalismus aufklären könnten – allerdings nicht nur über die Gefahren, die von Drogen ausgehen, sondern auch über die Risiken von Machtphantasien, mit denen Populisten, Bürokraten und Bürgerbevormunder in ihrer Regulierungswut Freiheit zu ersticken drohen.
Wem dies zu platt und «neoliberal» gedacht ist, der sei zu einem Gedankenspiel eingeladen: Warum schaffen wir nicht ganz radikal jedwede Werbung ab? Was die «geheimen Verführer» so alles an Bösem im Schilde führen, wie sie uns manipulieren, lässt sich im Klassiker von Vance Packard nachlesen – wobei die Methoden seither sicherlich noch raffinierter geworden sind. Also höchste Zeit, diesen Unfug zu stoppen…
Denkt man solche Experimente zu Ende, merkt man schnell, dass der vermeintliche Verbraucherschutz mit grossen Informations- und Freiheitsverlusten erkauft würde – und dass die Reglementierer, wie so oft, die ungeplanten Folgen ihrer «guten» Absichten nicht zu übersehen vermögen. Die meisten von uns, die ihr Leben westlich des Eisernen Vorhangs leben durften oder durch die Gnade der späten Geburt den Realsozialismus nur aus dem Kino kennen, vermögen sich ja kaum noch auszumalen, wie trist eine Welt ohne Werbung wäre. Irgendwie ist es ja auch schön, dass uns dieses bleierne Grau unvorstellbar geworden ist.
Weil solch ein Sozialexperiment bereits unsere Phantasie überfordert, hier Gedankenspiel Nr. 2. Gehen wir den Freiheits-Räubern mit ihren eigenen Mitteln an den Kragen: Wie wäre es, wenn jede Europa-Werbung der Brüsseler EU-Kommission einen Hinweis auf die lähmenden Nebenwirkungen von Regulierungswut und Eurosklerose enthalten müsste? Und jede Wahlanzeige einer politischen Partei mit grossaufgedruckten Hinweisen wie diesen zu versehen wäre: «Vorsicht! Glauben Sie besser keine Wahlversprechen» oder «Wer ans Gemeinwohl appelliert, verfolgt möglicherweise Eigeninteressen.» Ein solcher Regulierungsvorschlag wäre bei einer Volkabstimmung vermutlich mehrheitsfähig.
Weshalb wir uns flugs Gedankenexperiment Nr. 3 zuwenden: Wenn schon Reglementierung, warum nicht anders herum? Um ein Minimum an Unabhängigkeit, Seriosität und Integrität eines Medienprodukts zu garantieren und um Redaktionen und Verlage nicht gänzlich zum Spielball der Werbetreibenden zu machen, könnte der Gesetzgeber Medienunternehmen darauf verpflichten, mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes von den Mediennutzern zu generieren. Das wäre das sichere Aus für Gratiszeitungen. Es würden tagtäglich Dutzende Bäume gerettet, auch die Verschandelung von Bahnhöfen, Trams und Innenstädten durch herrenloses Altpapier wäre gestoppt – gar nicht zu reden von der geistigen Umweltverschmutzung, die uns mit «Gratis»-Journalismus zugemutet wird und künftig erspart bliebe.
Aber auch in solch einem Gemeinwesen, in dem uns der Staat zwingt, für weitere Medienprodukte bezahlen zu müssen, möchten wir vermutlich nicht leben. Ist ja schon schlimm genug, dass wir mit der Radio- und Fernsehgebühr Monat für Monat geschröpft werden. Höchste Zeit also, gerade jetzt, in diesen Tagen des Umbruchs, wo sich viele Menschen den regulierenden Staat zurückwünschen, das Hohelied der Freiheit anzustimmen. Was wir uns allerdings hinzu wünschen sollten, ist verantwortlicher Umgang mit Freiheit. Der wiederum setzt ein bestimmtes Wissen voraus. Statt Reglementierung also mehr Aufklärung über den Medienbetrieb und das Geschehen hinter seinen Kulissen – und damit auch über Public Relations, Marketing und Werbung. In der Schule, an den Unis, aber bitte auch in den Medien selbst.

Jung von Matt/Limmat emotionalisiert für die SRG das Medium Radio

Um das Digitalradio zu stärken, hat die SRG die Zürcher Agentur Jung von Matt/ Limmat mit einer neuen Imagekampagne beauftragt. Diese inszeniert nun den Übergang vom analogen zum digitalen Zeitalter.

Das Medium Radio ist im Wandel begriffen. Der Übergang vom analogen zu digitalen Zeitalter hat sich vor allem die Art der Übermittlung ausgewirkt. Bereits heute sendet Schweizer Radio DRS mehr Sender über digitale Kanäle als über UKW.
Um das Digitalradio zu stärken, hat die SRG die Zürcher Agentur Jung von Matt/ Limmat mit einer neuen Imagekampagne beauftragt. Diese inszeniert nun die Zäsur in der Radiogeschichte, die mit der Geschichte von Mensch und Technik untrennbar verbunden ist und versucht das Digitalradio als logische Weiterentwicklung des Mediums zu positionieren.
Herzstück der Kampagne ist ein emotionaler Film, der Schlüsselmomente der vergangenen Jahrzehnte mit Originalaufnahmen Revue passieren lässt und laut Agentur aufzeigen will, in welchen Sternstunden uns das Radio bewegt, berührt und begleitet hat. Vor diesem Hintergrund wird eine Brücke in die digitale Zukunft geschlagen. Das Motto der Kampagne lautet schliesslich: «Hier endet die Geschichte. Und eine neue beginnt. Digitalradio, das Radio der Zukunft.»
Der neue Auftritt umfasst zudem Informationsmassnahmen am POS.
Verantwortlich bei Schweizer Radio DRS: Max W. Gurtner (Leiter Unternehmenskommunikation SRG) Simon Meyer (Unternehmenskommunikation SRG) Béatrice Merlach (Abteilungsleiterin Kommunikation + Marketing SR DRS) Ernst Werder (Product Manager Digitalradio SR DRS) Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Alexander Jaggy (Creative Direction), Samuel Christ (Text), Patrick Beeli (Art Direction), Ariel Zumstein (Grafik), Martin Fritsche, Claudia Camenisch, Felix Zürcher (Beratung) Erasmo Palomba, Ilonka Galliard, Didi Knall (Art Buying), Filmproduktion: Panam Film, Soundmix: Kirschner Music, Postproduction: Südlich-t OHG, München.

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Furrer Hugi&Partner baut Beratung aus

Furrer Hugi&Partner verstärkt sein Team. Die in Bern, Zürich und Brüssel tätige Public Affairs- und Public Relations-Agentur hat mit Willi Brand und Cristina Schaffner zwei neue Leute verpflichtet.

Furrer Hugi&Partner verstärkt sein Team. Die in Bern, Zürich und Brüssel tätige Public Affairs- und Public Relations-Agentur hat per 1. Oktober Willi Brand als neuen Senior Consultant verpflichtet. Brand war die letzten 3 Jahre bei PR Access als PR-Director tätig. Zuvor wirkte er als Kommunikationsverantwortlicher bei der Stadtplanung Bern. Bei Furrer Hugi&Partner wird laut einer Mitteilung vom Mittwoch insbesondere seine Kompetenz, politisch sensible Bauprojekte kommunikativ zu begleiten, gefragt sein.
Des Weiteren ist Mitte September Cristina Schaffner neu zum Beratungsteam gestossen. Schaffner hat diesen Sommer an der Universität St. Gallen die letzten Veranstaltungen für den Erwerb des Master of Arts in International Affairs and Governance besucht. Zudem wird die vormalige Praktikantin Lisa Fankhauser künftig im Bereich Monitoring und Projektassistenz tätig sein.
Auch einen Abgang hat die Agentur zu vermelden: Beraterin Bettina Fischer hat das Büro an der Weinbergstrasse in Zürich verlassen und den Weg in die Selbständigkeit gewählt.

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Klimawechsel sorgt für Spitzenleistungen

Heye Zürich hat den mehrstufigen Pitch für eine internationale Kampagne von Odlo gewonnen. Die Sujets für Sportunterwäsche zeigen, dass man sich Sommer wie Winter in der richtigen Temperatur bewegen kann.

Die Kampagnenidee von Odlo lautet bisher: «Gefühlte Temperatur 20 Grad.» Die Sportunterwäsche ist bekannt dafür, dass sie sich dank einem atmungsaktiven HighTec-Gewebe nicht nur zum Wärmen, sondern auch zum Kühlen eignet. Dazu arbeiten die hauseigenen Produktingenieure und Modeschöpfer bei der Nummer 1 der Sportunterwäsche unentwegt an neuen Lösungen, die im anspruchsvollen Leistungssport wie auch in der aktiven Freizeit über das ganze Jahr zu überzeugen vermögen. So viele Neuentwicklungen rufen auch nach neuen Aktivitäten im Marketing.
Trotz oder gerade wegen des enormen Potenzials der Marke und der Produkte wurden 2007 die Ziele bei Odlo neu ausgerichtet. Geplant wurde der Ausbau des Vorsprungs im Bereich Funktionswäsche, eine verstärkte Ausrichtung auf Running und Outdoor sowie die gezielte Ausweitung der Vermarktung in die Sommermonate. Die kreative Herausforderung, die es im 2007 ausgeschriebenen Pitch um die Odlo-Markenkampagne von den Agenturen zu lösen galt, lässt sich auf dieser Basis wie folgt umschreiben: Die Entwicklung einer Kommunikationsidee, welche die Brücke schlägt zwischen einer starken Penetration des technischen Produktvorteils und der nachhaltigen Emotionalisierung des Markenkerns.
Heye Zürich setzte sich unter der kreativen Führung von Daniel Bieri bei einem mehrstufigen Pitch letztendlich durch. Mit der Kampagnen-Idee «Adjust your comfort zone» gelang Heye «die Verschmelzung der rationalen mit den emotionalen Benefits von Odlo», wie sich Bieri freut.

Von Zürich in die weite Welt
Die kreative Lösung fand Heye Zürich in der modernen Darstellung einer Temperatur-Skala, auf welcher die Zeile «Adjust your comfort zone» situationsbezogen im kühlenden oder im wärmenden Bereich erscheint.
In mehr einheimischem Werberdeutsch bedeutet der Claim der international angelegten Kampagne: Mit Odlo kann man sein Körperklima selber bestimmen. Selbst bei grossen Anstrengungen und widrigen Bedingungen ist Wohlbefinden jederzeit möglich. So lässt sich dank Odlo der Sport ungetrübt geniessen. Zusammen mit der Tagline «Funktionelle Sportbekleidung für ein perfektes Körperklima», wird dieses Markenverständnis auch in mehreren Sujets bildlich auf den Punkt gebracht.
Überzeugt hat das Skala-Konzept nicht nur, weil Heye Zürich damit «eine Schlüssel-Idee vorlegte, die über alle Disziplinen und alle Kanäle spielbar ist», wie Marco Hubeli, Head of Marketing & Communication Services bei Odlo, überzeugt ist. Die neue Idee wird auch über kulturelle Grenzen hinweg von jeder Einkommens- und Altersgruppe verstanden. Dazu war schliesslich wichtig, dass «Adjust your comfort zone» nachvollziehbar an die Vorgängerkampagne anknüpfen kann.
Die bisherige Kommunikationsidee «Gefühlte Temperatur 20 Grad» wird im Sinne der Odlo-Markenphilosophie «Passion for Sports» inhaltlich aufgenommen, aber um die Faktoren «Kontrolle» und «Individualität» entscheidend erweitert. Schliesslich sei es nicht nur strategisch, sondern auch unternehmerisch sinnvoll, auf getätigte Marketing-Investitionen aufzubauen.
Die Kampagne «Adjust your comfort zone» soll eine deutliche Abgrenzung zu Mitbewerbern schaffen und der Marke Odlo einen modernen Auftritt ermöglichen. Hierfür hat sich Odlo auch von den bisherigen Schwarzweissbildern verabschiedet. Neu wirken imposante und emotionale Landschaftsfotografien. Die Herausforderung für den Münchener Sportfotograf Andi Frank war es, «den Moment eines sportlichen Höhepunkts unter Extrembedingungen möglichst eindrücklich einzufangen und so miterlebbar zu machen», wie Martin Kraus von Heye erklärt.
Odlo definiert sich als eine authentische Sportmarke. Dieses Kapital nicht aufzugeben, sondern die Nähe zum Sportler noch auszubauen, sollte mit diesen Bildern vermittelt werden – aktiver Sport, echte Naturerlebnisse, aktiver Lebensstil.
Speziell für Märkte und Zielgruppen, in welchen Odlo noch eine geringe Bekanntheit hat, wurden flankierend zu den Vollbildumsetzungen Lösungen entwickelt, welche die Integration eines prominenten Produkt-Packshots erlauben.
Einen besonders hohen Stellenwert hatten die Bilddarstellung und das Design mit Premium-Anspruch bei der Neugestaltung der Fach- und Publikums-Kataloge. Diese sind diesen Sommer nach erfolgreichem Pitch ebenfalls vom Team Heye in Zürich umgesetzt worden.
Von Norwegen in die Schweiz
Odlo wurde 1946 von Odd Roar Lofterød in Norwegen gegründet. In der sportlichen Familie verlagert sich die Herstellung von Damenunterwäsche bald einmal zu Trainingsanzügen. 1972 trugen bei den Olympischen Spielen in Sapporo bereits 25 Nationalmannschaften Odlo-Wettkampfbekleidung. 1986 wurde daraus auch modische Sportbekleidung. Im gleichen Jahr verlegte Odlo International seinen Hauptsitz nach Zug und diversifiziert in immer weitere Linien rund um funktionale Mode.
Andreas Panzeri

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Condor Films wirbt im Auftrag von Ruag für die Zielgruppe Polizei

Condor Films hat für das Technologie- und Rüstungsunternehmen Ruag Electronics einen Produktfilm umgesetzt. Der nun entstandene Film über das Einsatzführungssystem «Panther Command» wurde unter der Leitung von Regisseur Claudio Fäh abgedreht. Ziel des Produktfilms sei es gewesen, eine realitätsnahe Geschichte für die Zielgruppe Polizei zu produzieren.

Condor Films hat für das Technologie- und Rüstungsunternehmen Ruag Electronics einen Produktfilm umgesetzt. Laut einer Pressemitteilung der Zürcher Filmproduktionsfirma konnte die Abteilung Corporate mit einem «innovativen Konzept» überzeugen.
Der nun entstandene Film über das Einsatzführungssystem «Panther Command» wurde unter der Leitung von Regisseur Claudio Fäh abgedreht. Fäh war in der Vergangenheit bereits für Hollywood-Streifen wie «Hollow Man II», «Starship Troopers: Marauder» und «Gostwhisperer» verantwortlich. Ziel des Produktfilms sei es gewesen, eine realitätsnahe Geschichte für die Zielgruppe Polizei zu produzieren, schreibt Condor Films weiter. Dabei ging es darum, den Nutzen einer Systemlösung für die Einsatzführung aufzuzeigen. Die Dreharbeiten fanden in polizeinahem Umfeld in Prag und Zürich statt.
Verantwortlich bei Condor Films: Olivier Egli (Creative Producer), Kristian Widmer (Producer).

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