Radar für Strategen

Die Wemf baut die einzige Schweizer Intermedia-Studie mit psychografischen Daten aus – und denkt bereits weiter.

Nachdem die Wemf ihre Intermediastudie MA Strategy vor einem Jahr mit dem Medium Internet aus der NET-Metrix Profile erweitert hat, wartet sie dieses Jahr wieder mit einer Neuerung auf: Das Strategie-Tool wird ab der Publikation Anfang Dezember mit der Radar-Psychografie von Demoscope ergänzt, ähnlich wie die Wemf dies zuvor schon bei der Mach Basic getan hat. Mediaplaner können damit zum einen Zielgruppen nach Werthaltungen segmentieren, anderseits auch Mediennutzer, Konsumenten sowie Produkte, Marken und Absatzkanäle psychografisch darstellen.
Die MA Strategy dient Mediaplanern dazu, sich jenem Mediamix anzunähern, mit dem sie die festgelegten Werbe- und Mediaziele am besten erreichen können. Bisher konnten bei der MA Strategy aber ausschliesslich soziodemografische Kriterien und Konsummerkmale einbezogen werden. Neu ermöglicht die MA Strategy Radar nun auch die Kombination mit Wertvorstellungen. «Wertvorstellungen sind zunehmend entscheidende psychologische Bestimmungsfaktoren für das Kauf- und Konsumverhalten», sagt dazu Wemf-Geschäftsführer Marco Bernasconi. Die Wertestruktur des Käufers bestimme, welche Art Marketing, welcher Werbestil, welche Medien und welches Sponsoring die beste Wirkung zeige. Die Nutzer der MA Strategy Radar könnten auf einfache Art verschiedene Mediastrategien durchspielen, vergleichen und analysieren, um die anvisierte Zielgruppe optimal zu erreichen.
Der Ausbau der MA Strategy geht zurück auf Anregungen aus dem Markt. Letztes Jahr hatte die Wemf das Tool von diversen Vermarktern, Medienanbietern und Mediaagenturen unter die Lupe nehmen lassen. «Diese zeigten sich mit dem Instrument sehr zufrieden, brachten aber Ausbauwünsche an», sagt Marco Bernasconi. Neben der Ergänzung mit Radar-Daten erwarte der Markt den Einbezug weiterer Medien, so etwa die Aussenwerbung, Mobile, Direktmarketing und Sponsoring. Die Wemf fokussiere deshalb auf diese Wünsche und werde womöglich schon nächstes Jahr einen weiteren Ausbau präsentieren können, stellte Bernasconi in Aussicht.
Markus Knöpfli

MA Strategy Radar
Die in der MA Strategy Radar enthaltenen Informationen stammen aus der Reichweitenstudie Mach Basic und der Konsumstudie Mach Consumer. Die Mach Basic liefert die Medienwerte von Print und Kino, die soziodemografischen Daten sowie die Angaben über die Werthaltungen und Themeninteressen der Konsumenten und Mediennutzer. Die Mach Consumer liefert zu diversen Teilmärkten die Anzahl und das Profil der Konsumenten nach Einstellungen, Kauf- und Informationsverhalten.
Die MA Strategy und damit auch die MA Strategy Radar sind demgegenüber Intermediastudien, die für den Vergleich der Medien Print, Radio, TV, Kino und Internet auf dem «Engeren Nutzerkreis (ENK)» basieren. Denn diese Grösse wird – anders als die Reichweite – bei allen Medien auf dieselbe Weise definiert: Es handelt sich um den Personenkreis, der das betreffende Medium regelmässig nutzt. (mk)

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Wer hier hat das zu meinem Angebot passende psychologische Profil? MA Strategy kann neu auch diese Frage beantworten.

Liquid

Werbewoche-Redaktor René Worni über Flüssigkeitsprobleme.

Die Basler Zeitung kooperiert mit Tamedia. Sie druckt fleissig die stattliche Auflage von 42’000 Exemplaren des Pendlerblattes News. Sie verteilt es in ihrem Einzugsgebiet, vielmehr lässt sie es nach dem Verkauf der hauseigenen Prevag an die Post von selbiger verteilen. Sie akquiriert fleissig Inserate. Sie kooperiert auch im Internet mit Tamedia und ist Teil des Newsnetz, ein Zusammenschluss von Tagi, BZ und BaZ. Sie liefert regionale Beiträge für das Newsnetz. Sie ist mit 25 Prozent an der News Print AG beteiligt und darf weitgehend autonom operieren. Die BaZ wendet viel Geld auf. Verkraftbar, meint Verleger Matthias Hagemann. Dennoch bleibt die BaZ in der Zwickmühle. Tamedias Gratis-Zerstörer 20 Minuten verteilt ungebrochen 70’000 Exemplare täglich am Rheinknie. Verleger Hagemann erhofft sich dennoch fürs nächste Jahr eine deutliche Steigerung der Erlöse durch News. So schlecht sehe es nicht aus. Interna, die BaZ sei durch Produktion und Vertrieb von News bereits zweimal in Liquiditätsnöte geraten, dementiert er. Der einzige ihm bewusste Liquiditätsengpass sei jener, dass ihm auf der Bergwanderung soeben das Rivella ausgegangen sei. Wandern beruhigt die Nerven. Doch wenn News floppt, dann trifft es die Basler zuerst. News gilt der BaZ heute noch als Mittel gegen 20 Minuten und könnte schon morgen zum Brückenkopf von Tamedia an den Rhein werden.

Bauchgefühl oder Logik: Wer gewinnt?

Soll man Entscheide rational oder emotional treffen? Kommt auf die Umstände an, meint Professor Stefan Michel vom IMD Lausanne. Und schlägt eine kombinierte Methode vor.

Im Marketing, in der Werbung, in der Politik, im Privaten: Wenn Entscheidungen gefällt werden, vertrauen einige auf ihre Intuition, andere suchen die beste Lösung mit logischen Überlegungen. Als Berater und Dozent stelle ich fest, dass viele Manager vorgeben, sich rational zu entscheiden, in Wahrheit aber emotional vorgehen und ihre Entscheidungen dann rational rechtfertigen.
Auch die Wissenschaft befasst sich seit der bahnbrechenden Publikation von Herbert Simon vor fünfzig Jahren mit der Frage, inwieweit Entscheidungen rational gefasst werden können und sollen. Simon beschreibt, dass viele Entscheidungen nicht rational gefasst werden können, weil die Probleme zu komplex sind und Menschen nicht beliebig viele Informationen aufnehmen, speichern und verarbeiten können.
Die logische Methode
Trotzdem macht es Sinn, ein Problem logisch anzugehen. Allerdings darf nicht erwartet werden, dass eine logische Problemlösungsmethodik zum einzigen oder besten Resultat führt. Eine weitverbreitete Methode ist die Nutzwertanalyse (NWA): Für ein bestimmtes Problem werden verschiedene Alternativen definiert sowie Kriterien, anhand derer die Alternativen bewertet werden. In einem zweiten Schritt werden die Kriterien gewichtet und die Alternativen bewertet. Der Vorteil der NWA besteht meiner Ansicht weniger darin, dass die beste Lösung gefunden wird. Vielmehr hilft die NWA, Alternativen zu formulieren, Zielkriterien zu bestimmen und die Alternativen zu bewerten. Dies ist besonders wichtig, wenn mehrere Personen am Entscheidungsprozess beteiligt sind. Die Beteiligten erkennen, wo Meinungsdifferenzen entstehen: Eine Person möchte zum Beispiel die Investitionen gering halten, eine andere Person möchte Risiken eingehen, eine dritte Person möchte den Status quo wahren. Ein weiterer Vorteil dieser Quantifizierung besteht in der Berechnung von Sensitivitäten. Zum Beispiel kann man prüfen, bei welchen geschätzten Absatzvolumen Variante A besser ist als Variante B, oder wie stark das Risiko gewichtet werden muss, damit Variante G besser abschneidet als Variante H. Drittens werden solche Entscheidungsregeln oftmals formell verlangt, zum Beispiel bei Ausschreibungen von öffentlichen Aufträgen.
Die intuitive Methode
Konkurrenziert wird das logische Vorgehen von der Intuition. Immer wieder liest man in Interviews, wie erfolgreiche Manager oder Politiker sich bei wichtigen Entscheidungen auf ihre Intuition verlassen. Etwas salopp formuliert: Sie verzichten darauf, alle Varianten systematisch zu prüfen, sondern entscheiden emotional. Forschungsergebnisse zeigen, dass intuitive Entscheidungen erfolgreicher sein können als rationale Entscheidungen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Wie Gerd Gigerenzer in seinem hervorrageden Buch «Bauchentscheidungen» zeigt, beruht die Intuition auf Faustregeln (in der Fachsprache „Heuristiken“), die den Entscheidungenprozess radikal vereinfachen. Ein oft zitiertes Beispiel ist das Blitzschach, bei welchem Grossmeister in fünf Minuten eine Partie von sehr hoher Qualität spielen können. Da sie in dieser Zeit nur wenige Stellungen durchrechnen können, verlassen sie sich auf Faustregeln (z. B. bringt die Rochade den König in Sicherheit, ein Turm ist stärker auf einer halboffenen Linie etc.). Wichtig an diesem Beispiel ist die Erkenntnis, dass Grossmeister sich auf ihre Intuition verlassen können, gerade weil sie Hunderte von Eröffnungen auswendig kennen und schon Tausende von Stellungen durchgespielt haben.
Die beste Methode
Auch wenn ich in diesem kurzen Artikel die Gegensätze von Logik und Bauchgefühl nur ansatzweise aufzeigen kann, gehe ich davon aus, dass alle Leser die Konflikte kennen: eine logische Entscheidung wird kurzerhand über Bord geworfen, oder ein emotionaler Entscheid wird nachträglich mit einer zurechtgebogenen Analyse untermauert.
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Stefan Michel: «Viele Manager geben vor, sich rational zu entscheiden, gehen aber in Wahrheit emotional vor.»
Für die Lösung solcher Alltagsphänomene schlägt Edward de Bono die Methode der 6 Hüte vor. Jeder Hut repräsentiert einen Entscheidungsansatz (zum Beispiel Logik, Emotion etc.). Anstatt dass nun in einer Sitzung diese Methoden unkontrolliert gegeneinander ausgespielt werden, versuchen die Teilnehmer bewusst, das Problem mit verschiedenen Hüten zu lösen. Zuerst wird der Logik-Hut aufgesetzt und das Problem sachlich diskutiert. Danach wird das Problem emotional mit dem Emotionen-Hut diskutiert, und so weiter. De Bono schreibt, dass Teams, die mit den 6 Hüten arbeiten, besser und schneller entscheiden. Zudem entsteht weniger Frustration, weil es nicht mehr darum geht, ob Logik oder Bauchgefühl gewinnt.
Links
Die besprochenen Buchtitel finden sich auf www.michel-partner.ch/books.htm.
Wikipedia beschreibt die Methode der 6 Hüte von de Bono auf http://en.wikipedia.org/wiki/De_Bono_Hats.
Stefan Michel ist Professor für Marketing am IMD in Lausanne (www.imd.ch).

KSB/SJ kreiert für Coop neue Sujets

KSB/SJ hat für eine Coop-Plakatkampagne vier neue Sujets gestaltetet. Die Motive sind alle auf denselben Slogan «Für mich und dich» bezogen und werden gesamtschweizerisch ausgehängt.

KSB/SJ hat für eine Coop-Plakatkampagne vier neue Sujets gestaltetet. Die Motive sind alle auf denselben Slogan «Für mich und dich» bezogen und werden gesamtschweizerisch ausgehängt.
Seit dem Start der Plakat-Kampagne «Für mich und dich» Anfang 2006 lanciert Coop jährlich zwei bis drei neue Sujets für diese Werbe-Plattform. Jeweils im Frühjahr und im Herbst erscheinen in einem nationalen Plakat-Aushang mehrere solcher Motive. Sie solle laut Agentur ein Schmunzeln auslösen.
Die neuen Sujets hängen ab Mitte Oktober an den Plakatwänden. Viele dieser Motive werden jeweils auch für die heimischen Wohnzimmerwände bestellt, so eine Pressemitteilung der KSB/SJ.
Verantwortlich bei Coop: Jürg Peritz (Leiter Direktion Marketing/Beschaffung), Lydie Goltdammer (Leiterin Werberealisation), Stefan Schwär (Projektleiter). Verantwortlich bei KSB/SJ: Flo Wacker (Creative Director), Mario Moosbrugger (Art Director), Mareike Jansen (Grafik), Marion Lim (Text), Dany Kielholz (Beratungsleitung), Rahel Isler, Nathalie Pasternak (Beratung), Nadia Bachmann, Adriana Stepanov (DTP). Fotografie: Andrea Vedovo, Sonja Schäfer, Bildbearbeitung: Felix Schregenberger, Litho: Detail AG, Media: Coop Media (Karin Heliopoulos), sowie Initiative Media Western AG.
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Werbung in der Abendkiste

Werbeclip «Viva la Grischa» in der Sendung «Die grössten Schweizer Hits».

Bier und Berge, Rap und Trio Eugster: Jung von Matt/Limmat schnürte für Graubünden Ferien ein gemeinsames Paket mit Calanda-Bier und Brandet Entertainment. Jetzt hat es das freche Experiment mit der kreativen Fusion von Bier, bierseligen Ideen, Film, Volksmusik, Rap und Ethno-Chaos in die grosse Abendkiste «Die grössten Schweizer Hits» auf SF geschafft, am Sonntag, 26. Oktober.
Graubünden Ferien geht im Rahmen der Dachmarkenkommunika-tion gerne neue Wege. In der letzten Kampagne von Jung von Matt haben uns witzige Sprüche von Steinböcken unterhalten. Jetzt wird der Spassfaktor noch einmal eine Stufe höher gedreht. Die Agentur verkuppelte dazu zwei Marken und macht jetzt mit dem Bündner Calanda-Bier Werbung für Graubünden Ferien. Vehikel dazu ist «der erste interaktive Musikclip» der Werbegeschichte. Bei diesem wurden die Fans in die Kampagne eingebunden. Der Ursprung der Idee war ein Song, den das Trio Eugster vor musikalischen Urzeiten zum 225-Jahr-Jubiläum der Brauerei Calanda komponierte. Damals ein Hit. Heute nostalgischer Ulk. «Da kann man doch etwas Neues daraus machen», sagten sich die Kreativen um CD Alexander Jaggy und steckten ihre Idee Gimmas Chaostruppe OBK. Die Bündner, die unter diesem Kürzel «die fidelen Oschtblock Kuabuaba» verstehen, zeigten nicht nur Humor, sondern auch Interesse. So hat Markenfilm mit dem auf solche Clips spezialisierten Regisseur Alex E. Kleinberger ein Musikvideo produziert. Die Kopfidee des Clips ist ein kopfloser Tänzer – Bündnerdeutsch «eina ohni Bira». Dieser fordert die Zuschauer im Netz auf, ihm ihre Stimme zu schenken und selber interaktiv via Webcam bei diesem Video mitzuwirken.
Die Idee hat funktioniert, wie die Clicks auf www.bira.ch ebenso beweisen wie die schon über 40’000 Fans auf Youtube «Viva La Grischa» und jetzt noch als Topper «Die grössten Hits». Und die Geschichte soll weitergehen, denn bald startet die Snowboard-Saison.
Andreas Panzeri
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Westside, Bern: Ihr Sowohl-als-auch-Zentrum

Polyconsult zeigt, dass man im neuen Freizeit- und Einkaufszentrum Westside bei Bern mehr als nur einkaufen kann.

Rund 42 Jahre hat es gedauert von den ersten Gedanken zur Stadterweiterung in Bern-Brünnen bis zur Eröffnung des Freizeit- und Einkaufszentrums Westside. Ein erstes Projekt aus dem Jahre 1972 wurde ein Opfer der Ölkrise, ein zweites mit 6’000 Wohnungen und rund 4’000 Arbeitsplätzen lehnte das Volk 1978 an der Urne ab. Nach einer Reihe weiterer Projekte sagten die Bernerinnen und Berner im Jahr 2000 schliesslich Ja zum ausgereiften Grossprojekt in Bern-Brünnen. Zur Realisierung dieses Freizeit- und Einkaufszentrums gründete die Genossenschaft Migros Aare die Neue Brünnen AG. Jetzt ist das Westside am 8. Oktober eröffnet worden.
Mit der Gesamtkommunikation für die Eröffnung wurde die Berner Agentur Polyconsult beauftragt. Für CD Jürg Tscharner und die Beraterinnen Caroline Bühler und Jasmin Stadelmann galt es eine integrierte Kampagne mit einer einheitlichen Bildsprache zu entwickeln, die sowohl dem vielseitigen Angebot von Westside gerecht wird als auch dem ästhetischen Ambiente des Erlebniscenters. Die Sujets dramatisieren eingängig, was Westside ausmacht: Die Kombination von unterschiedlichsten Angeboten an einem Ort. In Westside kann man seine Samstagseinkäufe mit einem Wellness-Ausflug verbinden, den Kinoabend mit einem feinen Essen oder ein Business-Seminar mit Action im Erlebnisbad.
Tatsächlich hat «das spektakulärste Freizeit- und Erlebniszentrum der Schweiz» seinen Besuchern viel zu bieten: Nebst einer Einkaufsmeile mit 55 Geschäften auch ein gigantisches Erlebnisbad & Spa, 10 Restaurants, 11 Kinos und ein Seminarhotel. Das alles wird umrahmt von der eindrücklichen Architektur von Daniel Libeskind. Westside ist einem natürlich gewachsenen Stadtteil ähnlich, der bei Tag und bei Nacht belebt ist. Die Fassade der grossen Baukörper ist in Robinienholz gefasst und verbindet den Gebäudekomplex auf schlichte Art und Weise mit der Landschaft, die sich nach Westen öffnet.
Westside ist aber nicht nur architektonisch viel mehr als eine blosse Hülle für ein Einkaufszentrum. Es ist ein Lebensraum. Das nahtlose Nebeneinander von Einkaufszentrum, Altersresidenz, Hotel und Freizeitangeboten in Verbindung mit der Natur, der neuen Wohnüberbauung Brünnen und der Bausubstanz der nahen Berner Altstadt ist einmalig. «Westside ist ein urbaner Marktplatz und eine stimulierende Erlebnisdestination mit internationalem Flair», freut sich der Architekt.
Andreas Panzeri
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Edi.08: «Ausgezeichnet»

Der Edi. 08 ist «wiederum ein ausgezeichneter Jahrgang», meldet die Swissfilm Association of Swiss TV, Corporate & Commercial Producers. Beim Einreichen konnte sogar am letztjährigen Rekord angeknüpft werden. Die Werbewoche zeigt die Juroren und die Shortlist.

«Sehr erfreulich» ist auch das hohe Niveau der Schweizer Filmproduktion, lautet das Verdikt. «Schon die Nomination auf die Shortlist ist eine beachtliche Auszeichnung», ergänzte die Jury. Die Hauptpreise werden am 6. November im Schiffbau vergeben. Die Shortlist wird am 30. Oktober ab 11 Uhr im Zürcher Kino Arthouse Piccadilly öffentlich vorgeführt werden. Die Hauptpreise werden am 6. November im Schiffbau vergeben. Die Shortlist wird am 30. Oktober ab 11 Uhr im Zürcher Kino Arthouse Piccadilly öffentlich vorgeführt werden.
> Zu den Juroren
> Zur Shortlist

Werbeagentur S&W wird 30

Die S&W Werbeagentur bsw aus Baden feiert 2008 ihren 30. Geburtstag. Geleitet wird sie von Urs Wiezel, Alfredo Biffi, Martin Perini und Jörg Krummenacher.

Die S&W Werbeagentur bsw aus Baden feiert 2008 ihren 30. Geburtstag. Das 1978 als «Dr. Schweizer & Wiezel, Agentur für Werbung und PR» gegründete Kommunikationsunternehmen gehört damit zu den älteren Werbeagenturen der Schweiz. S&W betreut nationale und internationale Kunden, ist aber auch im regionalen und kantonalen Markt präsent. S&W wird von Urs Wiezel, Alfredo Biffi, Martin Perini und Jörg Krummenacher geleitet. Pünktlich zum Geburtstag sind die Bademer Werber in neue Agenturräumlichkeiten im Merker-Areal eingezogen.

Gratisanzeiger wollen auf den nationalen Markt

Mit einem eigenen Inseratenpool wollen die VSGZ-Gratisblätter ihren USP ausspielen.

Aktuell 17 regionale Gratisanzeiger sind im Verband Schweizer Gratiszeitungen (VSGZ) zusammengeschlossen. Diese wollen ein eigenes, nationales Inseratenkombi lancieren, das noch in diesem Herbst mit einem Versuch startet. «Wir werden einen ersten Versuch mit interessierten Firmen starten», sagt VSGZ-Präsident Thomas Akermann. Akermann ist Direktor des Anzeigers Luzern und der Luzerner Woche und amtet seit dem Sommer 2007 als Präsident, nachdem der Verband über mehrere Jahre ein Dornröschendasein gefristet hatte.
Fallen die Erfahrungen des Feldversuchs positiv aus, will der Verband im kommenden Jahr dem neuen Kombi auch Name und Logo geben. Die Grösse des Angebots ist noch offen. Der Kernteil umfasst die Deutschschweizer Zentren Zürich, Basel, Bern, Luzern und St. Gallen, erweiterbar um die Westschweizer Zentren Genf und Lausanne mit den Titeln GHI und Lausanne Cité. «Selbstverständlich ist das modular weiter ausbaubar, wenn zum Beispiel ein Anbieter von 4×4-Fahrzeugen in Graubünden inserieren will, dann kann man dort ebenfalls einen Titel anhängen», sagt Akermann.
Nach dem Systemwechsel beim Gratisblatt .ch, das sich per Ende Oktober von der Hauszustellung verabschiedet, sind die im VSGZ zusammengeschlossenen Gratiszeitungen die einzigen Blätter, die in alle Briefkästen verteilt werden, notabene auch in solche, die wegen der Stoppkleber nicht mit Werbung bedient werden können. «Da sind wir jetzt die einzigen, das ist unsere klare Stärke im Sinne einer USP», sagt Akermann. Grund dafür: Die Zeitungen verfügen über einen eigenen redaktionellen Teil mit mindestens 20 Prozent Anteil am Gesamtumfang, und sie funktionieren in der Regel als amtliche Mitteilungsblätter.
Mehrwert Hauszustellung
Die meisten Titel befinden sich schon sehr lange auf dem Markt – den Anzeiger Luzern beispielsweise gibt es bereits seit 80 Jahren – und sind in den meisten Haushaltungen zur unverzichtbaren Lektüre geworden. «Sie gehören praktisch zur Familie», sagt Akermann, das habe auch viel mit Sympathie zu tun. Das Ziel sei, diese Leistung den Inserenten jetzt zu einem möglichst günstigen Tausendleser-Kontaktpreis anbieten zu können. «Wir haben einen guten Preis, obwohl wir nicht auf den von 20 Minuten herunterkommen», sagt Akermann. Dort liege der TKP um 50 Franken, bei den VSGZ-Titeln etwa um 80 Franken. Die Preisdifferenz begründet Akermann mit dem aufwändigen Vertriebskonzept, das auf ein ganz anderes Publikum fokussiere als die Pendlerpresse.
So ist auch nicht zu erwarten, dass die Herausgeber der Pendlerzeitungen dem Verband beitreten werden. Denn nicht nur beim Vertriebskonzept und beim Zielpublikum unterscheiden sich die VSGZ-Titel von den Pendlerzeitungen, sondern auch beim Abfall. Die Littering-Problematik ist derzeit durch den kürzlich von Medienminis- ter Moritz Leuenberger angeregten Roundtable zum Thema geworden. Akermann weist darauf hin, dass seine Verbandsmitglieder, bedingt durch die Briefkasten-Zustellung, im Gegensatz zu den Pendlerblättern keine Mitverantwortung für den Anfall an Altpapier im öffentlichen Raum trügen.
René Worni
1,3 Mio. Leserinnen und Leser
In der Deutschschweiz kamen die VSGZ-Gratisanzeiger laut Mach Basic 2007 auf total 1,28 Millionen Leserinnen und Leser schweizweit, 320’000 allein in der Romandie. Von den 962’000 Lesern aus der deutschen Schweiz lesen 446’000 einen Gratisanzeiger exklusiv. Das heisst, die Titel erreichen im Schnitt über 40 Prozent eines Publikums, das normalerweise keine abonnierten Zeitungen liest. In der Romandie sind es 147000 Exklusivleser. In den Zahlen ist der Anteil der Fremdsprachigen von 15 Prozent nicht berücksichtigt, weil deren Lesegewohnheiten nicht in die Mach Basic einfliessen. (rw)
Wie vor 30 Jahren
Der Anzeiger Luzern und die Luzerner Woche verschmelzen zum Anzeiger Luzern, der ab dem 1. Januar 2009 in neuer Aufmachung mittwochs und freitags erscheinen wird. Das bisher im Volksmund als Stadtanzeiger bekannte Blatt wird freitags zum eigentlichen Anzeigenblatt für den Stadtraum Luzern mit einer Auflage von 50’000 Exemplaren. Damit sollen Gewerbetreibende so günstig wie vor 30 Jahren inserieren können. Der neue Millimeterpreis ist mit 83 Rappen um 57,2 Prozent tiefer angesetzt als vorher. Die redaktionellen Inhalte verschieben sich auf die mit 124’000 Exemplaren auflagenstarke Mittwochsausgabe, die laut Mach Basic 150’000 Personen erreicht. Der Anzeiger Luzern bleibt weiterhin das offizielle Mitteilungsorgan der Stadt Luzern und geht in jeden Briefkasten der Stadt. Der bisherige Direktor Thomas Akermann wird neuer Leiter der UD-Mediengruppe Luzern, die den Anzeiger Luzern herausgibt. (rw)
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Von Meistern und Mastern in Marketing und Verkauf

Es herrscht Verunsicherung bei vielen Führungskräften in Marketing und Verkauf, wenn es um die Wertigkeit von Diplomen geht; insbesondere bei jenen, die im Laufe ihrer Karriere dipl. Verkaufsleiter oder dipl. Marketingleiter geworden sind.

Es herrscht Verunsicherung bei vielen Führungskräften in Marketing und Verkauf, wenn es um die Wertigkeit von Diplomen geht; insbesondere bei jenen, die im Laufe ihrer Karriere dipl. Verkaufsleiter oder dipl. Marketingleiter geworden sind. Mit dem Absolvieren der höheren Fachprüfung und dem Erlangen des eidg. Diploms gelten dipl. Verkaufsleiter/innen und dipl. Marketingleiter/innen zu Recht als Meister ihres Metiers. Dennoch blicken sie mit einem gewissen Argwohn auf die Absolventen zahlreicher Master-Programme in Marketing, die in den letzten Jahren im Zuge der Fachhochschulentwicklung entstanden sind. Man fürchtet, dass die fachliche Exzellenz diplomierter Verkaufs- oder Marketingleiter durch schön klingende Bezeichnungen auf Hochschulurkunden in den Schatten gestellt wird. Auf der anderen Seite unterschätzen Personen solcher Masterprogramme regelmässig das Niveau der nicht akademischen höheren Fachprüfungen. Entspannung im gegenseitigen Verhältnis tut Not. Da hilft es, wenn man sich vor Augen führt, was denn die verschiedenen Programme prägt.
Die höheren Fachprüfungen orientieren sich als «Meisterprüfungen» an Berufsbildern. Dipl. Verkaufsleiter/innen und Marketingleiter/innen sind Fach- und Führungskräfte, die ihren Beruf von der Pike auf gelernt haben und über langjährige praktische Erfahrung im Beruf verfügen. Zudem haben sie sich im Rahmen der Diplomprüfung einem äusserst selektiven Verfahren unterzogen. Berufsorganisationen, wie z. B. Swiss Marketing (SMC), spielen eine tragende Rolle und bringen somit die ganz wichtige Sicht der Arbeitswelt in die höheren Fachprüfungen ein.
Master-Programme leiten sich nicht direkt von Berufsbildern ab und haben oft in einem oder mehreren Fachgebieten vertiefenden Charakter. Berufsorganisationen spielen, wenn überhaupt, eine Nebenrolle. Die Lerninhalte werden von Hochschul-Professoren und Dozenten festgelegt. Die Prüfungsverfahren haben formativen Charakter; Ziel ist es, den Lernerfolg sicherzustellen. Natürlich lernt man auch in Masterprogrammen für den Beruf und nicht nur Theorie, wie oft behauptet wird.
Das Vorurteil, Master-Absolventen seien nicht praxistauglich und der Abschluss sei wegen mangelnder Durchfallquoten geschenkt, ist ebenso falsch wie die Behauptung, dipl. Marketing- und Verkaufsleiter/innen seien nur auf der operativen Seite stark und für strategische Aufgaben wenig geeignet. Versöhnen wir die beiden unterschiedlichen Bildungswege für Führungskräfte in Marketing und Verkauf doch mit folgender Formel: Meister und Master in Marketing und Verkauf sind gleichwertig, aber andersartig.
Dr. Peter Petrin, Vizepräsident Swiss Marketing (SMC) und Direktor des SIB (Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie)

Zur Sache: Bloss nicht umdenken

In Frankfurt feiert sich die Buchbranche. Vor einem Jahr hat der Bundesrat die für die Deutschschweiz geltende Buchpreisbindung verboten. Die Buchhändler konnten ihre Preise selber festlegen und mussten sich nicht mehr an die von den Verlagen vorgeschriebenen Preise halten.

In Frankfurt feiert sich die Buchbranche. Vor einem Jahr hat der Bundesrat die für die Deutschschweiz geltende Buchpreisbindung verboten. Die Buchhändler konnten ihre Preise selber festlegen und mussten sich nicht mehr an die von den Verlagen vorgeschriebenen Preise halten. Die parlamentarische Kommission für Wirtschaft und Abgaben erteilte dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) den Auftrag, einen Bericht über die ersten Auswirkungen der Abschaffung der Buchpreisbindung zu verfassen. Nun liegen die Untersuchungsergebnisse vor.
Wie hat sich die Aufhebung der Buchpreisbindung ausgewirkt? Die Durchschnittslistenpreise aller Bücher stiegen zwischen März 2007 und März 2008 in der Deutschschweiz um 6,8 Prozent. Diese Zahl ist ganz im Sinne des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbandes (SBVV), der schon immer argumentiert hatte, dass durch die Aufhebung der Buchpreisbindung mit Ausnahme der Bestseller die Bücher teurer würden. Deshalb sei die Aufhebung der Buchpreisbindung auch für die Konsumenten schädlich.
Aber betrachten wir die Angelegenheit mal genauer. Die Zunahme von 6,7 Prozent bezieht sich auf die Listenpreise in der Deutschschweiz und nicht auf die effektiven Verkaufspreise.
Hier sieht die Sache ganz anders aus. Der bis anhin passsive Buchhandel bewegte sich plötzlich. Ex Libris offeriert 15 Prozent Rabatt auf den Listenpreis beim Vollsortiment und 30 Prozent auf seine Bestseller. Grosse Buchhandelsketten bieten Rabatte bis zu 30 Prozent auf ihre eigenen Bestseller. Kleinere Buchhändler offerieren Rabatte auf ausgewählte Sortimente oder haben Kundenbindungssysteme eingeführt, bei denen Stammkunden ebenfalls von Rabatten profitieren können.
Der Konsument kann also – wenn er sich informiert – Geld sparen. Für einen Warenkorb mit 20 Titeln ohne Bestseller waren dies im Juni 2008 14,7 Prozent und bei einem solchen mit Bestsellern 16,5 Prozent.
Dies passt natürlich dem SBVV nicht, prompt wurde Ex Libris eingeklagt. Der SBVV malt mit dem Fallen der Buchpreisbindung das Sterben von kleineren Buchhandlungen an die Wand. Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Horrorszenario falsch ist. Es wird immer dann angewendet, wenn in einer Branche geschützte und starre Verhältnisse seit Jahrzehnten gehegt und gepflegt werden. Zugunsten der Branche, zulasten des Konsumenten.
Die kleine Buchhandlung hat eine reale Überlebenschance im Markt. Aber nur dann, wenn sie sich um ihre Kunden bemüht. Viele haben die Zeichen der Zeit erkannt, nur der Verband versucht noch eine normale Entwicklung aufzuhalten. Strukturerhaltung statt Innovation. Wie üblich. Schade.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
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Goldbach Media erwartet steigende Werbeerträge bei mobilen Datendiensten

Die kürzlich veröffentlichte Studie «Mobile Life 2012» der Active Mobile Media prognostiziert eine immer grössere Bedeutung von mobilen beruflichen und privaten Anwendungen.

Die kürzlich veröffentlichte Studie «Mobile Life 2012» der Active Mobile Media prognostiziert eine immer grössere Bedeutung von mobilen beruflichen und privaten Anwendungen.
Für die mobilen Datendienste Video, Games, Music und Werbung sagt die Studie ein steigendes Marktvolumen für die nächsten Jahre voraus. Ein grosser Teil soll dabei durch Werbung finanziert werden, was in Deutschland die Netto-Erlöse bis 2012 um das Dreifache ansteigen lassen soll, wie Active Mobile in einer Mitteilung schreibt.
Der Managing Direktor von Active Mobile Mike A. Weber geht davon aus, dass in der Schweiz im Bereich mobiler Dienste eine ähnlich starke Entwicklung stattfinden wird wie in Deutschland.
Dass sich diese Prognose auch für die Schweiz bewahrheiten könnte, zeigen verschiedene Indikatoren, heisst es in der Mitteilung weiter. Einerseits nehme die Attraktivität der mobil nutzbaren Angebote in den Bereichen Medien, News, Services und Unterhaltung zu. Andererseits erleichtern die verbesserten technischen Voraussetzungen und sinkende Kosten für Datenverbindungen den mobilen Zugriff.
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