Kundenerwartungen im digitalen Wandel

Am Smart Business Day 2015 wagten die Referenten einen Blick auf die digitale Transformation durch die Brille der Endkunden. Die Werbewoche hat mit Christiane Lehrer, Leiterin Competence Center Social CRM an der Universität St. Gallen, und Jürg Stuker, CEO von Namics, über die neuen Möglichkeiten der Kundenbindung gesprochen.

Der digitale Wandel verändert auch die Erwartungen der Kunden. Und die Wünsche der Kunden haben sich fundamental gewandelt. «Die Kunden erwarten von einem Unternehmen heutzutage einen konsistenten und kontextbasierten Auftritt über alle Kanäle hinweg sowie flexible Bezahl- und Lieferoptionen», sagt Markus Wenger, Country Manager Customer Engagement & Commerce bei Hybris/SAP Switzerland, und ergänzt: «Wer ihnen das nicht bieten kann, hat sie schon verloren. Der Wettbewerb ist schliesslich nur einen Klick entfernt.» Rund um dieses Thema haben am Smart Business Day diverse Referenten praxisnahe Vorträge gehalten und Impulse für moderne Unternehmen gegeben. Simon Lehmann, CEO von Biketec, und Christiane Lehrer, Leiterin Competence Center Social CRM an der Universität St. Gallen, rückten die grössten Herausforderungen und Möglichkeiten der Kundenerwartung im digitalen Wandel in den Fokus. Christian Wiesendanger, Leiter Wealth Management bei der UBS Schweiz, gab Einblicke in den Einfluss der digitalen Strategie der Bank auf das Geschäft der Vermögensverwaltung. Kilian Eyholzer, Global Head of eCommerce bei Victorinox, sprach über die Grundelemente der Multi-Channel-Strategie des weltweit tätigen Familienunternehmens und diskutierte Chancen und Herausforderungen von deren Implementierung. Michael Kocher, Head of Information Technology bei Mammut, führte aus, wie das Unternehmen für Outdoor-Ausrüstung durch die Chancen der Digitalisierung nun Schritt für Schritt den direkten Dialog zum Endkunden erschliesst. Markus Steinke, Group Vice President Marketing bei Metrohm, sprach über die veränderten Kundenerwartungen im B2B-Umfeld des internationalen Konzerns in den vergangenen Jahren.

Social Media im Kundenbeziehungs-Management

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WW: Was sehen Sie anlässlich des Smart Business Day als Hauptherausforderungen?
Christiane Lehrer: Wenn es um die Digitalisierung der Kundeninteraktion geht, sind Themen wie «Mehrwert für den Kunden», «Personalisierung» und «Relevanz» von Informationen und Angeboten sehr zentral. Auch das Thema «Kundenvertrauen» ist in diesem Zusammenhang hochrelevant. Kundenvertrauen spielt gerade auch beim Umgang mit Daten eine sehr wichtige Rolle.

Welche Themen beschäftigen Sie in der Forschung mit Daten aus den Social-Media-Kanälen fürs Kundenbeziehungs-Management aktuell?
Christiane Lehrer: Unter Social CRM verstehen wir einen ganzheitlichen Ansatz, um mit Kunden über neue digitale Kanäle in Dialog zu treten. Anders als beim klassischen CRM hat das Unternehmen nun die Möglichkeit, zum Beispiel durch Social Media die Kundenbeziehung auf das soziale Umfeld des Kunden auszuweiten. Ziel ist es zum einen, den Kunden über die Kanäle abzuholen, die für ihn relevant sind. Zum anderen möchten Unternehmen auch mehr über den Kunden erfahren, um ihn auf Basis seiner Wünsche und Bedürfnisse möglichst passgenau zu bedienen. Viele Unternehmen stehen jedoch vor der Herausforderung, das für eine individuelle Kundenansprache nötige Kundenwissen aus den grossen verfügbaren Datenmengen zu generieren.
In einem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt uns deshalb die Frage, wie sich Customer Insights im Rahmen von Social CRM generieren und einsetzen lassen und welche Nutzenversprechen der Kunde erwartet. Da ein blindes Sammeln von Kundendaten aus unserer Sicht nicht sinnvoll ist, nähern wir uns dem Thema mit so genannten Use Cases. In Workshops definieren wir gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen Einsatzfelder für «Costumer Insights», die für das jeweilige Unternehmen relevant sind, und zwar immer unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse. Erst im zweiten Schritt legen wir die Analyseziele fest und überlegen, welche Kundendaten überhaupt benötigt werden und über welche Kanäle die Daten kommen.
Damit hängt auch das zweite aktuelle Forschungsprojekt zum Thema Omnichannel Management zusammen. Denn Social CRM zielt darauf ab, als personifiziertes Unternehmen mit dem Kunden zu interagieren. Dafür müssen Online- und Offline-Kanäle konsistent bespielt und sinnvoll miteinander verknüpft werden. Gleichzeitig können die Touchpoints als Datenquelle für Kundeninformationen dienen. Diese Informationen können wiederum zur Individualisierung der Kundeninteraktion genutzt werden.
«Customer Insights» und «Omnichannel Management» sind aber nur zwei der Themen, die uns beschäftigen. Seit dem Start des Competence Center Anfang 2014 haben wir uns unter anderem mit der Social Media Readiness von Unternehmen und deren Social-CRM-Zielen beschäftigt und ein Modell zur Performance-Messung von Social CRM entwickelt. Aus Kundensicht haben wir die Bedürfnisse des digitalen Konsumenten und die Bedeutung von Privacy untersucht.

Welche Kundendaten sind aus Ihrer Sicht besonders relevant?
Christiane Lehrer: Social Media ist für Social CRM ein wichtiger Aspekt. Soziale Netzwerke enthalten zum Beispiel Informationen über die Bedürfnisse der Kunden, aber auch über Privates wie Hobbies. Hinzu kommen Kunden-Feedbacks zu Marken und Produkten. Bei Daten aus den Sozialen Medien ist sicher die Herausforderung, dass Unternehmen häufig von externen Plattformen abhängig sind. Daher gründen immer mehr Unternehmen ihre eigenen Communities, um die Hoheit über ihre Kundendaten zu haben.
Neben mobilen Daten werden in Zukunft auch Sensor Data an Relevanz gewinnen. Daten, die über Wearables gewonnen werden, von Smartwatches bis hin zu Internet of Things, werden wichtiger. Produkte, die bisher nur einen Verkaufs-Touchpoint hatten, wie etwa eine Kaffeemaschine, werden durch pro-aktive Serviceangebote im sozialen Umfeld des Kunden integriert.

Wenn diese Daten aber nun zu wenig transparent genutzt werden, fühlt sich der Kunde schnell mal überwacht und zieht sich zurück.
Christiane Lehrer: Das stimmt. Insbesondere bei der individuellen, proaktiven Ansprache von Kunden kann man zentrale Fehler machen. Entweder man tritt mit einem falschen Inhalt an den Kunden heran, der für ihn gar nicht relevant ist. Oder man spricht den Kunden zu einem falschen Zeitpunkt an, wie etwa eine Umzugshilfe, obwohl der Kunde bereits vor einem halben Jahr umgezogen ist. Besonders heikel aber sind persönliche Ereignisse, die als Trigger für eine Kundenansprache genutzt werden. Während das Spezialangebot zum Geburtstag für die meisten noch in Ordnung ist, sind Ereignisse wie Hochzeit oder Familiengründung für viele ein Tabu. Mit solchen Triggern muss man daher extrem vorsichtig sein.
Jürg Stuker: Ein gutes Beispiel hierfür ist die neue Facebook-Funktion «Memories». Wenn ein Kunde im eigenen Stream einen alten Post wieder vorgesetzt bekommt, jemand unbedacht den Knopf drückt – und die Datenanalyse dann davon ausgeht, dass dies ein aktuelles Ereignis war. Gerade wenn sich solche Funktionen verändern, zeigt sich jeweils, wie kritisch die Datenanalysen aus den Sozialen Netzwerken noch sind. Zudem ist es auch schwer einzuschätzen, ob die Kunden ihre Daten aus den Sozialen Netzwerken auch wirklich alle sicht- und verwertbar haben wollen oder ob sie teilweise einfach zu wenig darüber informiert sind.

Sie sehen hier noch viel Entwicklungspotenzial?
Christiane Lehrer: Die Qualität von Social-Media-Daten ist aktuell nicht immer befriedigend. Oft ist beispielsweise nicht mit Sicherheit zu sagen, ob die Kundenangaben richtig sind – z. B. gibt nicht jeder seine richtige Adresse, Namen und Geburtsdaten auf Facebook an. Über mobile Apps oder Sensordaten wird es leichter, den Kunden zu identifizieren. Mit diesen Daten wird es möglich sein, bessere Prognosen abzugeben und so eben auch relevantere Kundenansprachen zu generieren.
Jürg Stuker: Es darf dabei jedoch nicht ausser Acht gelassen werden, dass der Kunde schneller misstrauisch wird, je weniger er eine Verbindung herstellen kann zwischen seinen gegebenen Daten und der Verarbeitung. Er fühlt sich schnell unterwandert oder fremdbestimmt. Und gerade im Bereich Mobile ist das heikel, auch wenn die Apps heute Berechtigungen der Datenverwendung erfragen, in der neuen Android-Version als Möglichkeit auch vor der ersten Nutzung. Man gibt jedoch trotzdem über Zugriffsberechtigungen indirekt schnell Informationen frei, die man gar nicht freigeben wollte.
Christiane Lehrer: Da bin ich derselben Meinung: Die Leute sind zunehmend sensibilisiert, weshalb Privacy und Datentransparenz wichtiger werden. Ich glaube auch, dass sich diejenigen Unternehmen differenzieren können, welche jetzt schon verantwortungsvoll damit umgehen.

Interview: Ursina Maurer

Match Communications: Kampagne für Oswald

Für den Gewürzehersteller Oswald steht die Konsumentennähe an erster Stelle. Treue Kunden binden, neue Kunden finden – das ist das Ziel der von Match Communications kreierten Promokampagne mit dem Wettbewerb um die beste Barbecue-Würzmischung.

Aus 24 Zutaten wählt der Teilnehmer 8 aus, bestimmt die Intensität und gibt seiner Würzmischung einen Namen. Der Sieger oder die Siegerin, ermittelt von Oswald-Fachleuten, wird mit einer BBQ-Party im Wert von 1000 Franken belohnt und die Siegermischung wird im Frühjahr 2016 ins Oswald-Sortiment aufgenommen. Unter allen Teilnehmern werden zudem 100 Grillzangen verlost. Die Zürcher Agentur Match Communications hat die Kommunikationsmassnahmen für die BBQ-Promokampagne kreiert und realisiert: eine Website Oswald-bbq.ch für die Teilnahme am Wettbewerb, einen Flyer sowie Messepanels und Werbemittel für den Einsatz an den diversen regionalen und lokalen Herbstmessen.

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Bis Mitte Oktober haben über 4300 Teilnehmende ihre Würzmischung bestimmt und eingesandt. Die Kampagne läuft noch bis zum 30. November.

Verantwortlich bei Oswald: Lea Imwinkelried. Verantwortlich bei Match Communications: Roland Sennhauser, Christian Staub.

 

Déformation professionelle – Berufskrankheiten in Werbung und Marketing

Axel Eckstein, Executive Creative Director bei Leo Burnett Schweiz, schreibt in der Werbewoche über Pathologisches in Werbung und Marketing. In der sechzehnten Folge: Werbespot-Akzent-Syndrom (dyslalie promotoris).

Beschreibung

Ändert sich die Sprachmelodie eines Presenters oder Off-Sprechers in einer Weise, die von Zuhörern als Akzent einer Fremdsprache interpretiert werden kann, handelt es sich um das Werbespot-Akzent-Syndrom.

Fälle

Insgesamt sind nur wenige Fälle dokumentiert, die durch ihr aussergewöhnliches Erscheinungsbild jedoch eine gewisse Bekanntheit erlangten. So der Fall eines 36-jährigen Deutschen, der plötzlich mit schwedischem Akzent sprach. Die dadurch erzwungene Beschränkung auf eine Möbelhausmarke empfindet der langjährige Sprecher amerikanischer Actionfilm-Trailer als grosse Belastung. Eine 26-jährige Österreicherin spricht mit scheinbar französischem Akzent TV-Spots für Schaumweingetränke und Unterwäsche. Einen anderen Umgang mit der Erkrankung zeigt ein Bauer aus dem Appenzell. Über Nacht entstand sein italienisch anmutender Akzent, der ihm zahlreiche Sprechrollen für Pasta, Motorroller und Online-Marktplätze bescherte.

Auslöser

Das Werbespot-Akzent-Syndrom wird durch neurologische Veränderungen hervorgerufen. Dazu langen bereits leichte Schläge auf den Hinterkopf, beispielsweise durch einen im Tonstudio anwesenden Konzeptverantwortlichen.

Therapie

Eine wirksame Behandlung steht noch aus. Mit dem Absaugen von Stereotypen wurden jedoch erste Erfolge erzielt. Dies geschieht endonasal, bei chronisch poly-stereotypischen Fällen wird der gesamte cerebrale Cortex mit entfernt.

Bisher erschienen:

Grauer Star (celebriti invisibilis)
Kampagnenbruch (damnatio memoriae)
Ordnungszwang (normomanie)
Kunde-Staupe (procure distemper)
Director’s Cut (conceptus amputatis)
Lach-Stau (risum interrupta)
Vorzeitiger Markenerguss (ejaculatio logo praecox)
Ideen-Wundliegen (decubitus idea)
Panisch-progressive Störung (morbus pendulum)
Margenentzündung (gastritis profit)
Erfolgsschielen (strabismus successus)
Goldfieber (febre auri)
Platitourette (repetitio nausea)
Visueller Fetischismus (stimulus best practice)
Probonose (thrombosis facsimile)

Zu guter Letzt: Verpasste Aufrufe

Es gibt unzählige Kampagnen, die Autofahrern das Handy austreiben wollen. Längst nicht alle sind jedoch so gut wie diese Strassenschilder-Aktion aus der Türkei.

Der Blick aufs Handy kann tödlich sein. Zumindest, wenn er am Steuer stattfindet. Kampagnen aus der ganzen Welt thematisieren die Gefährlichkeit von SMS hinter dem Steuer (vgl. «Zu guter Letzt», 28.10.2014). Dass das Tippen von Textnachrichten die Aufmerksamkeit fatalerweise komplett von der Strasse weglenkt, dürfte langsam klar sein. Eine andere Unart ist nicht viel ungefährlicher – dafür aber umso verbreiteter: Der Kontrollblick aufs Smartphone, um zu schauen, was man alles so verpasst hat. Verpassen tut man aber dabei vor allem das, was auf der Strasse passiert. Das hat die Agentur McCann Istanbul mit geringem Aufwand und polizeilicher Erlaubnis kommuniziert, indem sie besonders sicherheitsrelevante Verkehrsschilder mit «Verpasst»-Symbolen und entsprechenden Hinweisen präparierte. (hae)

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Axel Springer steigert Gewinn kräftig und erhöht Umsatzprognose

Axel Springer hat im dritten Quartal den Gewinn kräftig gesteigert und dabei vom boomenden Internetgeschäft profitiert. Auch die Adblocker-Blockade auf Bild.de zeigt Wirkung.

Das Betriebsergebnis stieg zwischen Juli und September binnen Jahresfrist um knapp einen Drittel auf 129 Millionen Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss stieg um 30 Prozent auf 62 Millionen Euro. Der Herausgeber von Bild und Welt bestätigte seine Wachstumsprognose für den Gewinn im Gesamtjahr und erhöhte das Umsatzziel leicht. «Unsere Priorität in diesem Jahr ist Wachstum», sagte Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner. Er sieht grosses Potenzial bei den Rubrikenangeboten – das sind Kleinanzeigen im Internet, etwa Auto-, Job- oder Immobilienportale. Auch die journalistischen Marken in Europa und zunehmend auch im englischen Sprachraum hätten Potenzial, sagte Döpfner.

Axel Springer nimmt verstärkt den angloamerikanischen Markt ins Visier und hat zuletzt das US-Wirtschafts- und Nachrichtenportal Business Insider übernommen. In einer Präsentation zu den Quartalszahlen hiess es, der Konzern habe ausreichend finanziellen Spielraum für weitere Investitionen im Digitalgeschäft. Der Medienkonzern verlagert sein Geschäft zunehmend ins Internet und ins Ausland. Das digitale Geschäft trug in den ersten neun Monaten mehr als 60 Prozent zum Umsatz bei und gut 70 Prozent zum Gewinn. Der Anteil der auf den internationalen Märkten erwirtschafteten Umsätzen stieg auf knapp 48 Prozent der gesamten Erlöse.

Bild.de: Adblock-Blocker erfolgreich

Bild.de sperrt seit Mitte Oktober das Angebot für Nutzer von Adblockern (Werbewoche.ch berichtete). Wie Döpfner laut New-Business.de auf der Bilanz-Pressekonferenz vom Mittwoch erklärte, hat sich der Vorstoss bereits nach zwei Wochen als Erfolg erwiesen: Zwei Millionen Unique User hätten ihren Adblocker seit Beginn der Anti-Adblocker-Aktion ausgeschaltet. Zwar ist die absolute Reichweite von Bild.de durch die Anti-Adblocker-Aktion leicht gesunken, so Döpfner, die vermarktbare Reichweite sei aber um drei Millionen Visits pro Monat gestiegen. Nur wenige Nutzer hätten hingegen als Alternative das neue Abo-Angeobt «Bild Smart» für 2,99 Euro pro Monat gewählt. (hae/SDA)

 

Hofer inszeniert neue Software-Generation

Garaio ist eine Softwareenwicklungsfirma im Raum Bern.
Für die Lancierung der neuen Software-Generation Garaio REM (Real Estate Management) hat Hofer sowohl das Kreativkonzept erstellt wie auch die Werbemassnahmen umgesetzt.

Die Agentur will aufzeigen, wie einfach und praktisch die Immobiliensoftware aufgebaut ist. Ob bequem vom Bürosessel aus oder mit dem Mobile Device von unterwegs – ein Bewirtschafter kann künftig mit Garaio REM alle Immobilien effizient verwalten. Der Claim und das in 3D aufgebaute Keyvisual zeigen spielerisch die neue Garaio REM-Welt auf. Neben dem Keyvisual wurden eine Microsite, der Produkterelease-Event und ein aufwändiges Verkaufsmailing gemeinsam mit dem Garaio Marketing-Team realisiert.
 

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Neue Directors & Sales Representative bei MCQ

Die Werbefilmproduktion Who’s Mcqueen Picture, welche seit Oktober 2015 in neuen Räumlichkeiten an der Badenerstrasse 571a sitzt, hat mit Nina Notter Verstärkung bekommen.

Die diplomierte Marketingfrau erweitert das Team in Zürich als Directors & Sales Representative. Allem voran wird sie Agenturen beratend bei der Regiewahl zur Seite stehen und das Portfolio der MCQ-Regisseure betreuen. Mit ihrer lebensfrohen, nahbaren Art bringe sie einen frischen Wind in das Team und die Branche mit, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Nach jahrelanger Erfahrung in der Medienbranche in den Bereichen Sales und Promotion bei Radio Energy, Radio 24, Tele Zueri und Belcom unterstützt sie nun die Gestaltung und Weiterentwicklung von Who's Mcqueen Picture.

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Das MCQ-Team von links nach rechts: Sabine Strastil (Finance & Administration), Clemens Petersson (Line Producer), Nina Notter (Directors & Sales Rep.), Philipp Petersson (Executive Producer)
 

Zehnder Print schliesst Zeitungsdruck in Rickenbach

Zehnder Print gibt den Zeitungsdruck in Rickenbach TG per Mitte 2016 auf. Er erfolgt künftig im Zürcher Druckzentrum von Tamedia. Alle Vollzeitmitarbeitenden erhalten eine Jobgarantie, bei den Teilzeitstellen sind Entlassungen «nicht ausgeschlossen».

Vier Teilzeitmitarbeitende sind im Pensionsalter. Weitere 14 Teilzeitmitarbeitende werden darin unterstützt, eine Lösung ausserhalb des Unternehmens zu finden. Der Verlag und Inserateverkauf an neun Standorten in der Deutschschweiz und der Akzidenzdruck in Wil mit insgesamt 230 Mitarbeitenden sind von den Veränderungen nicht berührt.

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Bild: Google Streetview

Garstiges Marktumfeld

Der Zeitungsdruck verzeichnet Überkapazitäten. Die Marktpreise sind unter starkem Druck. Nebst bestehenden Druckaufträgen schweizerischer Medien hat Zehnder Print auch namhafte englischsprachige Zeitungen wie International New York Times oder The Wall Street Journal im Auftrag gedruckt. Unter dem Eindruck des im Vergleich zum Euro überbewerteten Frankens haben die Auftraggeber den Druck dieser Publikationen nach Norditalien verlegt. Aufgrund sinkender Marktpreise und ungenügender Auslastung der Produktionskapazität, vornehmlich in der Nachtschicht, kann das Druckzentrum in Rickenbach TG in naher Zukunft nicht mehr kostendeckend betrieben werden.

Job-Garantie für alle Vollzeit-Mitarbeitenden

Von der Aufgabe des Zeitungsdrucks sind 40 Mitarbeitende von Zehnder Print in Rickenbach betroffen. Sie wurden vom Inhaberehepaar letzten Dienstag persönlich informiert. 22 Mitarbeitenden, darunter zwei Lehrlingen, wurden garantierte Anschlusslösungen angeboten. Ein weiterer Lehrling beendet seine Lehre bei Zehnder Print. Die sieben Vollzeitmitarbeitenden der Abteilungen Administration und Technik werden von Zehnder Print bis auf Weiteres weiter beschäftigt. Deren Beschäftigungsgarantie endet Ende Juni 2017. Die Unternehmensleitung ist erleichtert, für den Rotationsdruck eine Lösung mit Schweizer Partnern gefunden zu haben. Dies erlaubt es, Arbeitsplätze langfristig in der Schweiz zu halten und zu sichern. Die Job-Garantie bedeutet, dass der Mitarbeitende intern oder extern einen Job angeboten bekommt, welcher mindestens so gut entlöhnt ist wie der bisherige.

Teilzeit-Mitarbeitende: Entlassungen nicht ausgeschlossen

Bei den 18 Teilzeitmitarbeitenden, vier von ihnen haben das Pensionsalter erreicht, sind Entlassungen nicht ausgeschlossen. Die Mitarbeitenden, die noch im aktiven Erwerbsalter stehen, werden durch die Personalabteilung der Zehnder Gruppe umfassend bei der Stellensuche unterstützt. Sollten wegen der Produktionsaufgabe in Rickenbach TG Kündigungen für Teilzeitmitarbeitende unausweichlich werden, so erhalten die Betroffenen ohne Anschlusslösung über ein allfälliges Kündigungsdatum hinaus drei Monatslöhne ausbezahlt. Nicht weiterbeschäftigte Mitarbeitende im Pensionsalter erhalten einen Monatslohn über das Datum des Ausscheidens aus der Firma hinaus. Wie gesetzlich vorgesehen wurden die Betroffenen zudem eingeladen, in einem Konsultationsverfahren zu den geplanten Massnahmen Stellung zu beziehen und Vorschläge zu unterbreiten, wie Kündigungen vermieden respektive ihre Folgen gemildert werden könnten. Der Vertrag mit der DZZ tritt nicht in Kraft, wenn aus diesem Konsultationsverfahren bessere Lösungen hervorgehen, die vom Verwaltungsrat der Zehnder Print angenommen werden.

Kundenaufträge nahtlos weitergeführt

Mit der Schliessung des Rotationsdrucks in Rickenbach TG gibt das traditionsreiche Ostschweizer Druckunternehmen zwar den Zeitungsdruck in eigener Produktion auf. Jedoch wird durch die Zusammenarbeit mit der DZZ die Leistung für die Zeitungdruck-Kunden von Zehnder Print noch besser, wie das Unternehmen in einer Mitteilung betont: Die Anlagen in Zürich bieten die Möglichkeit der Produktion von Mehrbundzeitungen und schaffen mehr Flexibilität bei den Seiten-Sprüngen (zwei statt vier). 

Gegenwärtig wird geprüft, ob der erfolgreiche, in Wil unter Platznot leidende Akzidenzdruck nach Rickenbach verlegt werden soll. Fällt diese Prüfung negativ aus, stehen die Produktionsgebäude und Teile der Anlagen in Rickenbach TG zum Verkauf.
 

Tracking der Zukunft

Mit zunehmender Digitalisierung wachsen im Online-Marketing die Anforderungen an die Marktforschung. Die Werbewoche hat mit Alexander Horn, Research Consultant Media Insights bei GfK, über aktuelle Entwicklungen in der Werbe­effizienz­forschung gesprochen.

Die immer stärker anwachsenden Datenmengen in intelligente Daten zu verwandeln, ist eine Herausforderung. Durch den digitalen Wandel sind in der Marktforschung neue Denkansätze und Algorithmen entstanden und Data-Science hat in der Physik Einzug gehalten. So entstehen neue Methoden zur Auswertung der Daten in Echtzeit – die Werbe­effizienz­forschung wird immer umfassender. Digitale Tools und Technologien versprechen einen effizienten MarKom-Mix, ein umfassendes Tracking, Realtime-Report, alle Werte kombiniert auf einem Dashboard.

Umfassender Controlling-Ansatz für Online-Kampagnen

Alexander Horn, Research Consultant Media Insights bei der GfK Switzerland in Hergiswil befasst sich seit Jahren schwergewichtig mit dem Thema der Online-Kampagnen-Messung. Mit der Werbewoche hat er über Tracking-Methoden, Effizienzforschungstools und umfassende Reports gesprochen.

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Werbewoche: In der Online-Werbung liegt noch viel ungenutztes Potenzial. Können die neuen Tracking-Methoden und Effizienzforschungstools dem gerecht werden?
Alexander Horn: Die Mess-Ergebnisse haben bisher sehr genau gezeigt, dass Online-Werbung effektiv Potenzial zur Optimierung hat. Und dieses wird tatsächlich noch stark unterschätzt; sowohl für den Reichweitenzugewinn als auch was die Kosten-Effizienz betrifft. Kunden, die einen Teil des bisherigen Media-Mixes neu in Online-Marketing investieren, können damit kostengünstiger und effizienter eine grössere Zielgruppe erreichen. Unterm Strich soll dabei eine bessere Verteilung auf die einzelnen Media-Kanäle zum Einsatz kommen, welche eine maximale Leistung bei minimalem Budget-Einsatz generiert.

Das bedeutet aber auch, dass möglichst alle Kanäle berücksichtigt werden.
Die Daten können neuerdings auf mehreren Geräten (PC, Smartphone, Tablet) gemessen werden, im Browser als auch in den entsprechenden Vermarkter-Apps. Zudem haben wir eine Zusammenarbeit mit Facebook, welche zwar schon länger besteht, aber jetzt weiter ausgebaut wurde. Das ist ein sichtbares Indiz dafür, dass wir in diesem Bereich sehr stark aktiv sind und auch weitere Partner ins Boot holen, um den umfassenden Ansatz auszubauen.

Wo steht die Werbeeffizienzforschung für den digitalen Bereich in der Schweiz?
Wir investieren momentan alle Kraft und Zeit darin, die hauptsächlich nachgefragten Produkte zu kanalisieren, um daraus ein umfassendes Produkt zu etablieren. Das ist aktuell eines der Haupt-Themen; ein umfassender Controlling-Ansatz für Online-Kampagnen. Im Wesentlichen zeigt dieser Ansatz alle relevanten KPIs der gemessenen Nutzungsdaten und verknüpft diese mit hinterlegten Strukturdaten. Die Nutzungsdaten beinhalten auf der einen Seite die Viewability-Messung – also die Sichtbarkeit und Dauer der Online-Werbung auf dem aktiven Bildschirm des Nutzers – und auf der anderen Seite die Messung der tatsächlich erfolgten Kampagnenkontakte pro Person, die innerhalb des GfK-Cookie-Pools erfolgt sind. In diesem Pool sind von über 21 000 Personen sämtliche Strukturdaten hinterlegt. Dazu gehören die Grundstruktur wie etwa Geschlecht, Alter, Region, Haushaltsgrösse und Erwerbstätigkeit als auch planungsrelevante Zusatzinformationen wie etwa Konsumdaten und Mediennutzung. Zu jedem Kontakt mit der Online-Werbung können wir sagen, welche Strukturdaten dahinter liegen. Diese zwei Pole – Sichtbarkeitsmessung sowie Kontakt- und Strukturdaten bringen wir für unsere Kunden in einem Dashboard zusammen. Somit hat man auf einen Blick sozusagen einen allumfassenden Ansatz, mit dessen Hilfe man direkt alles ablesen kann. Auf diese Weise lassen sich dann auch mehrere Kampagnen miteinander vergleichen.

Und on top kann man auch noch die Werbewirkung der Kampagne evaluieren. Unsere Messtechnologie ermöglicht es also, herauszufinden, welche Person Kontakt hatte mit der Kampagne. Diese werden nach dem Kampagnen-Zeitraum befragt. Damit kann man zusätzlich herausfinden, wie die Kampagne auf verschiedensten Branding-Leistungs-Dimensionen gewirkt hat. Diesen klassischen Test-und-Kontrollgruppen-Ansatz wenden wir als eine zusätzliche Option an, um die drei Wirkungsparameter Zielgruppenerreichung, optimale Kontakt­dosis & Sichtbarkeit und Kreationsüberprüfung optimal zu verknüpfen.

Diesen umfassenden Ansatz verfolgt auch das Link Institut in Zusammenarbeit mit Adwebster; soziodemografische Daten in Echtzeit.
Das stimmt, offenbar wird hier eine grosse Innovation gefeiert. Dieses Produkt haben wir aber bereits seit drei Jahren auf dem Markt. Für uns ist dies bereits ein Standardprodukt, welches von der GfK bereits über 70-mal verkauft wurde. Für die Validität der Daten ist vor allem entscheidend, dass die Messung der Kampagne sowohl auf dem Desktop PC als auch auf den Mobile Devices (Smartphone und Tablet) erfolgt – was bei GfK bereits seit Längerem erfolgen kann. Diese Unterscheidung sollte bei dem Vergleich von Angeboten stets beachtet werden.

Der angekündigte Realtime-Report beinhaltet jedoch einen Aspekt, der sich von Ihrem Produkt unterscheidet; eine intelligente Verknüpfung der Befragungs- und Verhaltensdaten.
Für die Analyse der Werbewirkung ist die Verknüpfung der Mess- und Befragungsdaten unerlässlich, da der Impact der Kampagne ansonsten nicht auf der Ebene der erfolgten Kontakte analysiert werden kann. Die Analyse der Wirkung erfolgt dabei anhand von verschiedenen Kontaktklassen. In einem Realtime-Report sind Befragungsdaten aus unserer Sicht ein nützlicher, aber nicht wirklich relevanter Zusatz, da die Messung bereits abgeschlossen ist, bevor die Befragungsdaten vorliegen. Wir setzen viel eher auf die Integration des Viewability-Reportings, welche ab 2016 zusammen mit den Kontakt- und Strukturdaten innerhalb eines Dashboards erfolgen wird.

Wie misst GfK die Viewability?
Wir arbeiten für die Viewability-Daten exklusiv mit Meetrics zusammen, dem einzigen MRC-zertifizierten Unternehmen in Europa. Die amerikanische Non-Profit-Organisation Media Rating Council (MRC) hat eine Definition darüber erstellt, ab wann eine Werbeform offiziell als sichtbar gilt. Meetrics misst somit normgerecht die Viewability von Video- und Display-Ads.
Aktuell ist die Viewability-Messung einer Kampagne noch auf Basis von GfK Reports abgebildet, aber das wird 2016 ins GfK-eigene Dashboard integriert. Kunden können diese Messungen zwar zusammen buchen, ausgewiesen werden die Werte momentan aber nur in getrennten Reportings. Mit der neuen technischen Lösung werden dann alle Werte auf einen Blick sichtbar sein.

Interview: Ursina Maurer

Am 16. November findet das GfK Insights Referat zum Thema Digital Research im Park Hyatt in Zürich statt. Im Fokus der Tagung steht unter anderem ein allumfassender Controlling-Ansatz für Online-Kampagnen, welcher sowohl die Viewability der eingesetzten Formate als auch die soziodemografische Struktur des erreichten Publikums ausweist. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Anzahl der Teilnehmer begrenzt.

 

Rosarot: Die männlichste Website kreiert

Das Modelabel AD.M erhält neuen Onlineauftritt. Für die Neugestaltung zeichnet die Agentur Rosarot verantwortlich.

Das Modelabel AD.M, das insbesondere Poloshirts für den Mann entwirft und aus dem Hause Rosarot stammt, hat die Webseite optisch aufgefrischt und in der Nutzerfreundlichkeit perfektioniert. Natürlich hat die Zürcher Werbeagentur Rosarot gleich selbst Hand angelegt: Das Verhalten der Online-Shopper wurde analysiert, die Seite entsprechend weiterentwickelt und das Design mit neuer Männlichkeit versehen. Die Website ist responsive und bedient den Mann somit auf allen Geräten in einer klaren, männlichen Optik.

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Die Neugestaltung der Webseite ist eine Fortsetzung der laufenden Kampagne, zu welcher neben Prospekten, Inseraten und Flyern auch ein TV-Spot gehört. Für alle Werbemassnahmen zeichnet sich rosarot verantwortlich.

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Verantwortlich bei AD.M: Peter Picca (Geschäftsführer), Chantal Jenny (Product Management). Verantwortlich bei Rosarot: René Karrer (Creative Director), Andreas Steiner (Konzept, Text), Sven von Osten (Grafik), Stephanie Steimer (Polygraphie).
 

Teleboy lanciert erste kostenlose TV-App für Apple TV

Als erster Anbieter in der Schweiz lanciert Teleboy eine kostenlose Live-TV-App für das neue Apple TV der 4. Generation. Zattoo arbeitet noch dran, zieht aber bald nach.

Seit dieser Woche wird die neue Generation des Apple TV in Deutschland und der Schweiz ausgeliefert. Im Angebot von Teleboy befinden sich 113 Sender, davon 47 in HD. Darunter alle wichtigen öffentlich-rechtlichen und Privatsender der Deutsch- und Westschweiz. Für die Nutzung der App ist keine Registrierung notwendig. Die erste Version steht ab sofort im App Store zur Verfügung. Diese wird zunächst nur wesentliche Funktionen umfassen, um den Nutzern das Live-TV zu ermöglichen. Features wie zum Beispiel eine Aufnahmefunktion sowie zeitversetztes Fernsehen sollen laut Mitteilung noch dieses Jahr folgen. Teleboy will mit der App für Apple TV seine Positionierung auf dem TV-Markt vorantreiben und sich gegenüber den klassischen Anbietern durchsetzen.

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Auch Zattoo in den Startlöchern

Wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst, wird auch Zattoo «sehr bald» eine Live-TV-App für die vierte Apple-TV-Generation lancieren. Das Team arbeite mit Hochdruck an der ersten Version, die in Kürze im App Store bereitgestellt werde. Wie Teleboy beschränkt sich auch Zattoo bei dieser ersten Version «im Sinne einer Preview» auf «wesentliche Funktionen rund ums Live-TV». Weitere Funktionalitäten wie zum Beispiel ein Programmführer und zeitversetztes Fernsehen würden anschliessend in kurzen Entwicklungszyklen ergänzt. Für Zattoo stelle die Präsenz auf Apple TV ein wichtiges Puzzlestück dar, um sich als echte TV-Alternative auch im Wohnzimmer gegenüber Kabel- und Satelliten-TV zu positionieren, heisst es weiter. Zu diesem Zweck seien in den letzten Monaten bereits Applikationen unter anderem für Plattformen wie Android TV, Amazon Fire TV und Google Chromecast entwickelt worden. (hae/pd)

Partner & Partner lanciert Twint

Der Launch der neuen Marke Twint erfolgt durch Partner & Partner seit August 2015 in drei Stufen mit individuellen Kommunikationsmassnahmen für jede Anspruchsgruppe. Dabei wird gemeinsam mit Ronorp stark auf den Community-Effekt gesetzt.

Mit Twint erhält die Schweiz seine erste integrierte Payment- und Shopping-App. Sie verspricht ein neues Einkaufserlebnis ohne Bargeld und Karten und funktioniert an der Ladenkasse genauso wie in Online- oder App-Shops, an Automaten oder zwischen Freunden. Nach einem Pitch-Verfahren im Frühjahr wurde Partner & Partner mit der Entwicklung der Kommunikationsstrategie von Twint betraut. «Die Herausforderung bei der Lancierung von Twint ist gleich eine doppelte: Es wird nicht nur eine neue Marke etabliert, sondern gleichzeitig ein ganz neues Produkt eingeführt», umschreibt Luc Holzach, Stratege bei Partner & Partner, den Reiz dieser Aufgabe.  «Die Lancierung erfolgt in drei Stufen: Zuerst wollen wir die Marke in einem spezifischen Umfeld verankern, in einem zweiten Schritt Händler gewinnen und in der dritten Etappe Twint flächendeckend etablieren», erläutert er die Kommunikationsstrategie.

In der ersten Phase steht der Aufbau einer Community über Social Media im Vordergrund. Zur primären Zielgruppe zählen die 25- bis 45-jährigen Städter mit Affinität zu Technologie und Lifestyle. Mit dieser Twint Community wird die Marktposition aufgebaut und gestärkt, da sie die konvergierende Lebenseinstellung und die Vorliebe zur Marke zusammenhält. «Die Pflege derselben durch Marktkooperationen im Eventbereich ist zentral», führt Luc Holzach aus und unterstreicht dabei die Notwendigkeit eines einprägsamen Claims: «Um das Markengefühl nachhaltig zu kommunizieren, wird Twint als Adjektiv verwendet. Der Claim lautet «… das ist Twint». Er ist gleichzeitig die sprachliche Klammer um die emotionale Positionierung.»
«Twint ist nicht nur eine Bezahl-App, sondern eine Lebenseinstellung.»

Die Phase der Geschäftskunden-Gewinnung war erfolgreich. In Zusammenarbeit mit Ronorp konnten schweizweit viele Händler und Szene-Shops gewonnen werden. Nationale Twint Pioniere sind die Coop-Gruppe und die SV Group. Ab November rüstet die SBB ihre Billettautomaten schrittweise mit Twint aus.

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Der grossflächige Roll-out in der dritten und aktuellen Phase hat zum Ziel, Twint in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, ohne sich jedoch von der Twint Community der ersten Stunde zu entfernen. Als Kommunikationsmassnahmen werden TV-Spots und viral gestreute Clips eingesetzt, die zusammen mit Plakaten die frischen, jungen Markenbotschaften langfristig und emotional verankern sollen. Die Kommunikation mit den Händlern findet hauptsächlich mit Mailings, Anzeigen, Bannern und Messeauftritten statt.

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Verantwortlich bei Twint: Michael Hügli (Gesamtverantwortung/Marketingleitung), Evelyn Schneider Reyes (Projektleitung Kommunikation), Christine Kilchör (Messen/Events). Verantwortlich bei Partner & Partner: Luc Holzach (Strategie/Beratung), Martina Sager (Projektleitung), Michèle Shouman (Projektleitung digital), Benno Maggi (CD Film), Gianfranco Acocella (CD Art), Chris Fotheringham (AD Grafik Design), Phillip Bührer, Jonas Lutz (Grafik Design), Matthias Ziegler, Mathias Zimmermann (Text), Stefan Weber (UX Design), Andreas Beugger (UI Design); Community Activities (Ronorp); Who’s McQueen (Videoproduktion), Humbi Entress (Regie); Oppenheim & Partner (PR); Goldbach Media (Mobile/Online Advertising).
 

 

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