Polyconsult: App für die perfekte Fleischzubereitung

Die neue Gratis-App «Schweizer Fleisch Academy» erklärt Schritt für Schritt, wie Fleischgerichte garantiert gelingen.

«Schweizer Fleisch» hat sich des Themas Fleischzubereitung angenommen und Polyconsult mit der Entwicklung der ersten App beauftragt, die zeigt, wie Fleisch perfekt zubereitet wird. Sie ist in vier Bereiche unterteilt.

– Fleischzubereitung: In 34 Videos und Schritt-für-Schritt-Fotoanleitungen werden alle wichtigen Zubereitungsarten einfach erklärt.
– Kochschule: In zehn Lektionen lernen Anfänger mithilfe von Videos und Fotoanleitungen, komplette Menüs nachzukochen.
– Gut zu Wissen: Wie zerlege ich ein Poulet? Was heisst eigentlich «saignant»? Diese Rubrik liefert Antworten und wertvolle Tipps für die Fleischzubereitung.
– Rezepte: Eine Sammlung von inspirierenden Fleisch-Zubereitungsideen rundet das Angebot der Academy ab.

Die App verfügt eine integrierte Fleischthermometer-Funktion. Und weil in der Küche saubere Hände rar sind, lassen sich die Foto-Anleitungen durch Handbewegungen berührungsfrei umblättern.

«Schweizer Fleisch Academy» ist ab sofort im App Store und bei Google Play erhältlich. Die App wird mit einer breit angelegten Kampagne lanciert und ist bereits jetzt in der Kategorie «Essen und Trinken» top rangiert. Ausserdem befindet sie sich unter den Master-Nominationen beim Best of Swiss Apps Award 2015.

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Verantwortlich bei Proviande: Marcel Portmann (Leiter Marketing & Kommunikation), Samuel Zaugg (Verantwortlicher Kommunikation Gastronomie), Esther Baumgartner (Verantwortliche Kommunikation Ernährung), Marcel Frey (Verantwortlicher Digitale Medien), Erich Schlumpf (Leiter Kommunikationsstelle). Verantwortlich bei Polyconsult: Mike Brodbeck (Gesamtverantwortung), Roger Ghezzi (Creative Direction/Konzept), Petra Brönnimann (Art Direction/Konzept), Helene Zenhäusern (Text), Karin Hirschi (Grafik), Doro Beck, Laura Marti (Beratung). Christian Splettstösser, Foodstyling. Verantwortlich bei Shining Pictures: Roland Schmid (Regie und Kamera), Jules Moser (Foodfotografie), Apps with love (Programmierung).

 

Publikumsrat: SRG-Berichterstattung «Eidgenössische Wahlen 2015»

Die fünf Publikumsräte der SRG führten im August/September eine gemeinsame Beobachtung der Berichterstattung im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2015 durch.

Das umfassende, vielfältige, sachliche und regional ausgerichtete Programm konnte die Publikumsräte überzeugen, wie es in einer Mitteilung des Publikumsrats der SRG auf Presseportal.ch heisst. Die SRG zeige über die Jahre hinweg eine konstant gute Leistung bei der Wahlberichterstattung. Anlass zu kritischen Diskussionen gaben insbesondere die nicht immer gendergerechte Sprache bei SRF und die Geschlechtervertretung im Programm von RSI sowie die Personalisierung der Berichterstattung.

Die nationale SRG-Arbeitsgruppe der Präsidien Publikumsräte stellt im Gespräch mit Marianne Gilgen, Wahlleiterin 2015 der SRG, sowie Verantwortlichen von SRF (Barbara Flückiger) und RTR (Isabelle Jaeger) fest, dass die vier sprachregionalen Unternehmenseinheiten und Swissinfo ein grosses Engagement für die Wahlberichterstattung erbracht haben. Quantitativ wurde über alle Vektoren (Radio, TV und Online) und Sprachregionen, sowie bei Swissinfo mit zahlreichen Artikeln zum Thema Wahlen, sehr viel gemacht. Dies obwohl nicht alle Regionen über die gleichen Ressourcen verfügten. Besonders gewürdigt wurden die Internetseiten mit Online-Dossiers sowie Zusatzsatzdiensten wie Wahlhilfen oder die «Politbox», welche insbesondere auf eine jüngere Zielgruppe fokussierten. Kritische Anmerkungen gab es bei den teilweise fehlenden Orientierungshilfen und der Navigation im Internet sowie der Priorisierung der Themen nach Relevanz.

Dem umfangreichen und vielfältigen SRG-Angebot wird insgesamt eine hohe Qualität attestiert. Es wurde sachlich und ausgewogen berichtet und alle Regionen stellen ein unabhängiges Angebot sicher. Wählerinnen und Wähler konnten sich ein umfassendes Bild über die politischen Themen und die Positionen der Parteien in ihren Regionen bilden. Gelobt wurde unter anderem die RTR-Sendung «battaporta», welche Jungparteien auf frische und lockere Art abholt, sowie «La mia Svizzera» auf RSI la Uno, welche elegant und sehr vif moderiert wurde. Einen Blick auf die anderen Sprachregionen ermöglichte ausserdem «Schweiz am Mittag», so Marianne Gilgen.

Personalisierung und Rankings

Zu Diskussionen Anlass gaben die Auswahlkriterien für die Aufnahme von Kandidatinnen und Kandidaten in Sendungen wie «Wahlfahrt» von SRF, welche den Porträtierten eine grosse Plattform boten. Im Fokus standen unbestrittene bekannte Persönlichkeiten für den Nationalrat, die nicht auf Wahlhilfe angewesen waren, so Marianne Gilgen. Dennoch sind die Publikumsräte der Meinung, dass trotz der innovativen und unterhaltenden Form als Infotainment-Sendung, die Auswahl der Porträtierten ein heikles Unterfangen ist. Der Einfluss auf die Meinungsbildung ist nicht zu unterschätzen. Ebenso heikel sind «Rankings» und Parteimeinungen, die eine echte Diskussion verhindern. Solche Sendungen sollten vermehrt mit Fakten angereichert und damit vertieft werden. Die Kassensturz-Sendung vom 22. September 2015 über das Parteien-Duell wird vom Publikumsrat dementsprechend als heikel eingestuft. Ebenso kritisch wurde Smartvote als Wahlhilfe hinterfragt. Interessanterweise wurde Smartvote sehr wenig genutzt, bestätigte Marianne Gilgen. Bemängelt wurde ausserdem die nicht immer gendergerechte Sprache bei den SRF-Sendungen und Online-Inhalten.  

Als Entwicklungsmassnahmen empfehlen die Publikumsräte, dass insbesondere die «Politbox» weiterverfolgt und idealerweise ausgebaut wird. Allenfalls könnte eine Neubenennung der SRG-App dabei helfen, das Tool bekannter zu machen. Ebenso sollten die Wahlhilfen von SRF auch den anderen Sprachregionen zur Verfügung gestellt werden.
 

Zur Sache: Tante Guri adé

Sprache ist ein besonderes Gut. Sie ist nicht nur ein zentraler Teil unserer kulturellen Identität, sondern auch ein wichtiges Konstituens unserer Persönlichkeit.

Nicht von ungefähr sprechen wir von Muttersprache: Sprache ist uns ganz nah, sehr emotional, zentral mit unserem Fühlen, Denken und Handeln verknüpft und durch sie geprägt. Kinder, die nicht nur in einer Mutter-, sondern auch in einer Vatersprache – also zweisprachig – aufwachsen, haben besonderes Glück. Denn sie sind in zwei Sprachwelten zu Hause, können sich auf zwei Weisen ausdrücken und verstehen so vielleicht einmal etwas mehr von der Welt und von den Menschen.

Wer zweisprachig aufwächst, differenziert aber auch sehr genau, wann er welche Sprache verwendet: Um Gefühle und Gedanken, Wut und Trauer auszudrücken, gebraucht er meist die Sprache, die am häufigsten in seiner Lebensumgebung gesprochen wird. Die «andere» Muttersprache spricht er, wenn er mit Sprechern dieser Sprache zu tun hat, wenn es um Sachverhalte geht – oder schlicht, wenn ihm die Worte in der ersten Sprache gerade fehlen. Müttern und Vätern wird empfohlen, mit ihren Kindern immer nur ihre eigene Muttersprache zu sprechen. Denn selbst wer eine Fremdsprache sehr gut beherrscht – es bleibt eine Fremdsprache, nicht ganz lebensecht, aufgepfropft. So gehen wohl Facetten und Feinheiten des Gesprochenen verloren, die für die kindliche (Sprach-)Entwicklung zentral sind. Mutter, Vater und Kind merken das nicht. Ein Verlust ist es dennoch.

Dem Drang des Polyglotten erliegt aber nicht nur so manches Elternpaar, sondern immer wieder auch Werber und Marketingfachleute. Ich befürworte sprachliche Vielfalt. Anglizismen und Einfärbungen durch andere Sprachen zeugen von der Lebendigkeit und Anpassungsfähigkeit unserer Sprache, von offenem Wahrnehmen und geöffnetem Denken. Doch bei Werbebotschaften und Slogans ist Vorsicht geboten, insbesondere, wenn sie von international agierenden Unternehmen eingesetzt werden. Denn diese müssen damit rechnen, dass sie draussen auch jemand versteht – besser: versucht, sie zu verstehen. Und dass sich aus einer gut gemeinten Absicht dann ein dummer Schuss ins eigene Knie löst.

Wenn unser Vierjähriger, von einem Geburtstagsfest heimgekehrt, «Tante Guri adé» singt (Tanti auguri a te – viele Glückwünsche für dich), ist das goldig und schöpferisch zugleich. Denn er hat nicht nur versucht, den Klang der fremden Worte in seiner Sprache zu fassen, er hat uns auch ein neues Familienmitglied beschert. Tante Guri ist ab sofort überall dabei. Auch wenn sie immer grad wieder weg muss.

Doch wenn ein international agierendes Schweizer Industrieunternehmen sein Image nach innen und aussen aufpolieren und einen neuen Geist wehen lassen möchte, sollte es umsichtiger mit Sprache arbeiten als unser Grosser. Voller Stolz verkündete der Rüstungskonzern, man wolle die Marke stärken und Schulter an Schulter in die Zukunft ziehen: ­«Together ahead», heisst der Claim zum Vorhaben. Wenigstens bei einigen Briten unter den Mitarbeitern wurde dieser Zusammenschweiss-Versuch zur Lachnummer. «To get her a head» lasen diese und sahen sich in ihrer Meinung, ihr Arbeitgeber agiere völlig kopflos, einmal mehr bestätigt.

«Unsere Mitarbeitenden sind es, die uns ein Gesicht geben. Ihr Verhalten entscheidet über Erfolg oder Misserfolg», betont der Konzern in seinen Leitlinien. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, eben diesen Mitarbeitern im Vorfeld eine Stimme zu geben, ihre Reaktion auf den neuen Claim zu prüfen, oder gar: sie in die Kreation einzubinden. Wir erinnern uns: Sprache kann echte Emotionen transportieren oder aufgepfropft wirken. Und man merkt das sofort. Lerneffekt: Branding kann auch zu ernsthaften Verbrennungen führen.

Bekleidungshersteller machen ihr Geschäft mit der Idee, Schönheit und gutes Aussehen kaufen zu können. Ich bin wieder einmal darauf hereingefallen. Vor wenigen Tagen fand ich mich in einer Umkleidekabine wieder, gemeinsam mit hübschen Kleidungs­stücken, die ich innerlich bereits gekauft hatte, noch bevor sie anprobiert waren. Glückselig trug ich meine Beute zur Kasse, glückselig zahlte ich, glückselig nahm ich die Papiertüte mit meinem Kauf in Besitz. Vor dem geistigen Auge plante ich bereits, bei welcher Gelegenheit welcher Fummel zum Einsatz kommen könnte. Im Tram dann der Schock: Ich hatte den Sack auf meine Knie gestellt, fest mit meinen Händen umklammert. Und auf dem Beutel stand: «#ImPerfect». Waaaaaaas?! Ich gebe viel Geld für Kleidung aus, bin auch noch glücklich darüber, und dann steht da: «mangelhaft, defekt, unvollkommen»?? Was für eine frustrierende Botschaft! Daheim angekommen, zog ich gleich alle Teile noch einmal über – und fand, dass sie nicht mehr so gut sassen wie in der Umkleide. So ein ­blöder Laden!

Natürlich habe ich begriffen, dass «I’m perfect» gemeint war, das genaue Gegenteil von dem, was ich spontan verstanden hatte. Und dass man diesen Satz in den Sozialen Medien nicht korrekt schreiben kann. Dennoch: Für mich wiegt der Imageschaden dieses negativ doppeldeutigen Claims grösser als das Desaster bei VW. Doppelsinn ergibt also nur Sinn, wenn er doppelt Sinn ergibt. Tante Guri lässt grüssen.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]

Zu guter Letzt: Die fleissige Fleurop-Biene

Der olympische Sprinter von Fleurop bekommt ein Maskottchen zur Seite gestellt. Neben dem bekannten Logo des Blumenliefertanten schwirrt neu auch eine Honigbiene zu den Fleurop-Kunden.

Für den Kundenklub «MyFleurop» hat Lab2 Inserate gestaltet, die direkt auf die Vorteile aufmerksam machen sollen. Die fleissige Biene ist auch zentrales Element auf einer Broschüre sowie auf der Kundenkarte. (uma)

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Verantwortlich bei Fleurop Schweiz: Sandra Wittmann (Leiterin Direktverkauf), Monika Kessler (Leiterin Marketing Service). Verantwortlich bei Lab2 Kommunikation & Design: Roland Hess (Konzeption & Art Direction).
 

Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Spots bei den Konsumenten abschneiden.

Schon länger testet Marketagent.com für die Werbewoche einmal im Monat ausgewählte Plakate und Anzeigen. Seit Anfang 2015 werden alternierend auch TV-Spots von den Meinungsforschern untersucht. Die Redaktion hat fünf Filme ausgewählt, die in den letzten Wochen häufig am Bildschirm zu sehen waren. Vorgespielt wurden die Spots 457 webaktiven Personen aus der Deutschschweiz zwischen 14 und 65 Jahren. Bei der Befragung wurde getestet, wie gut die TV-Spots von der Bevölkerung erinnert werden (Awareness) und wie sie hinsichtlich der zentralen Eigenschaften «Gefällt mir» (Likeability), «Hebt sich von anderen TV-Werbungen ab» (Uniqueness) und «Passt zu meinem Bild von diesem Absender» (Brand Fit) auf einer sechsstufigen Skala abschneiden.

Die Werbewoche präsentiert in diesem Artikel die insgesamt erzielten Awareness-Werte und die Top-Box-Bewertungen der zentralen Eigenschaften.

WWF kommt mit Spinas Civil Voices sehr gut an

Die aktuellen Spots von WWF beschreiben die Wunder der Meere – «männliche Seepferdchen, die Kinder gebären», «Oktopus mit drei Herzen» oder «Delphine, die sich Namen geben». Damit rangiert der Spot zwar lediglich an zweiter Stelle der ungestützten Werbeerinnerung (76,1%), schneidet aber in allen anderen Eigenschaften sehr gut ab: Der Spot gefällt den Befragten am besten (35,3%). Er passe aber auch sehr gut zum Brand (38,5%) und hebe sich von anderen TV-Werbungen ab (25,7%). Der Swiss-Spot steht in der ungestützten Erinnerung auf Platz 1 (81,2%), auch wenn er in den anderen Eigenschaften nicht sehr weit vorn liegt. Der Spot von Raiffeisen liegt in der ungestützten Werbeerinnerung mit nur wenig Abstand (75,8%) hinter WWF zurück, dicht gefolgt von Micasa (74,7%). Auch an den Spot für Schulthess können sich die Befragten mit 59,1 Prozent gut erinnern.
Interviewt wurden die Mitglieder des rund 43 000 aktive Schweizer Teilnehmer (Stand: November 2015) umfassenden Marketagent.com-Online-Access-Panels mittels Computer Assisted Web-Interviews (CAWI). Die Online-Befragung als Methode gewährleistet Anonymität und Objektivität. (uma)

Zum detailierten Ergebnisbericht (PDF)

Die abgefragten Sujets:

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Rutishauser übernimmt Chefredaktion Tages-Anzeiger

Wie im Januar angekündigt, übernimmt Arthur Rutishauser auf Anfang 2016 die gemeinsame Chefredaktion des Tages-Anzeigers und der Sonntagszeitung. Nun stehen auch der Zeitpunkt des Wechsels sowie die zukünftige Organisation der erweiterten Chefredaktion fest.

Die Stabsübergabe beim Tages-Anzeiger erfolgt auf den Montag, 4. Januar 2016. Die gemeinsame Chefredaktion von Tages-Anzeiger und Sonntagszeitung wird neben Arthur Rutishauser in Zukunft Simon Bärtschi, Michael Marti, Armin Müller und Judith Wittwer umfassen. Dies schreibt Tamedia in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Simon Bärtschi, der seit 2003 für die Sonntagszeitung schreibt, war bisher in der erweiterten Chefredaktion der Sonntagszeitung für das Redaktions-Management verantwortlich. Michael Marti ist seit 2012 Mitglied der Chefredaktion des Tages-Anzeigers und war zuvor stellvertretender Chefredaktor des Newsnet. Er wird innerhalb der Chefredaktion für Digitalprojekte verantwortlich sein und in dieser Aufgabe von seinem Stellvertreter Samuel Reber unterstützt. Armin Müller stiess im März 2015 von der Handelszeitung zur Sonntagszeitung, für die er bereits zwischen 1999 und 2010 geschrieben hatte. Bei der Sonntagszeitung war er bisher Textchef und Autor. Auch Judith Wittwer kehrte 2014 von der Handelszeitung zum Tages-Anzeiger zurück, für den sie bereits von 2002 bis 2010 tätig gewesen war. Bisher leitete sie die Stabsstelle der Chefredaktion.

Andrea Bleicher sowie Andreas Kunz, die beide 2014 zur Sonntagszeitung stiessen, verantworten als Redaktionsleiter der Sonntagszeitung weiterhin die Blattplanung und Produktion. Ihr Pendant beim Tages-Anzeiger wird Alain Zucker, der die Leitung des Tagesleiter-Teams übernehmen wird.

Die Wochenendbeilage Das Magazin wird in Zukunft wieder enger mit dem Tages-Anzeiger zusammenarbeiten. Die Redaktion des Magazins unter der Leitung von Chefredaktor Finn Canonica, der direkt an Arthur Rutishauser berichtet, wird deshalb ein eigenständiges Team innerhalb der Redaktion von Tages-Anzeigers und Sonntagszeitung.

Res Strehle, seit 2009 Chefredaktor des Tages-Anzeigers, wird weiterhin als Autor für den Tages-Anzeiger tätig bleiben. Ausserdem wird er im Auftrag des Verlegers Pietro Supino ein Qualitätsmodell für alle Tamedia-Medien entwickeln.

Verleger Pietro Supino: «Arthur Rutishauser hat ein hervorragendes Team gebildet. Ich bin deshalb überzeugt, dass es dem Tages-Anzeiger und der Sonntagszeitung gelingen wird, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und journalistische Qualität mit den Vorteilen der digitalen Transformation zu verbinden. Für diese grosse Aufgabe wünsche ich Arthur Rutishauser, der neuen Chefredaktion und dem gesamten Team viel Erfolg.»
 

Werbewoche 20/2015: Das erwartet Sie

Die neue Werbewoche ist da! Acht Gründe, wieso es sich auch diesmal lohnt, sie zu lesen.

20-2015

Mut zum Druck

Die Nachfrage nach sorgfältig konzipierten Magazinen, Büchern oder Broschüren ist nach wie vor gross. Lesen Sie hier das Plädoyer eines Konsumenten, der gleichzeitig auch Macher ist.


Die Gewinner des Edi.15

Der Schweizer Preis für Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilme, wurde in diesem Jahr zum sechzehnten Mal durchgeführt. Vier Juryteams mit insgesamt 42 Jurorinnen und Juroren bewerteten an fünf Tagen in drei ­Kategorien rund 300 Filme.

 


Qualität der Medien: Nutzer in den Fokus

Das Fög Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft stellte am 26. Oktober sein frischgedrucktes sechstes Jahrbuch «Qualität der Medien» der interessierten Öffentlichkeit vor. Die Zahlen zur Mediennutzung alarmieren, diejenigen zur RTVG-Berichterstattung zeigen, wie sich die medienpolitische Debatte verändert hat.

 


«Der kleine Schweizer Markt hat uns schneller und besser gemacht»

Michael Baum, CEO von Stailamedia, verrät im Gespräch mit der Werbewoche, wie er Gegenwart und Zukunft des programmatischen Werbemarktes sieht und weshalb er dem geplanten Joint Venture von Swisscom, Ringier und SRG positiv entgegenschaut.

 


Kopf der Woche: Willensstark im Markt

Vor wenigen Monaten ist Stefanie Meierfrankenfeld von Mailand nach Zürich gezogen, um von hier aus den Verkauf für Gruner + Jahr zu managen. Als Managing Director bei Gruner + Jahr Sales-Offices Switzerland & Italy ist sie oft auf Reisen nach Mailand oder Paris anzutreffen.

 


Social-Media im Kundenbeziehungsmanagement

Am Smart Business Day 2015 wagten die Referenten einen Blick auf die digitale Transformation durch die Brille der Endkunden. Die Werbewoche hat mit Christiane Lehrer, Leiterin Competence Center Social CRM an der Universität St. Gallen, und Jürg Stuker, CEO von Namics, über die neuen Möglichkeiten der Kundenbindung gesprochen.

 


«Kommt meine Spende an?»

Es beginnt die Jahreszeit für Spendensammler. Theophil Butz hat den Glauben an die Wirkung von personalisiertem Direct Mailing für Spenden verloren und fragt, ob die Spenden aufgrund solcher Mailings die administrativ-organisatorischen Aufwände wieder einspielen oder gar einen Gewinn generieren.

 


Plus: Impact Check, Beat C. Hürlimann, IAB Switzerland, Shortlist Programmatic Advertisind Day, 13 Fragen, Déformation professionelle, Keystone-Ausstellung, Zu guter Letzt u.v.m.

Edi.15: Die Gewinner

Am Donnerstag, 5. November ging im Zürcher Schiffbau die Preisverleihung des Edi.15 über die Bühne. Rund 290 Filme wurden für den Wettbewerb der Swissfilm Association eingereicht. Das sind die Sieger.

Bereits zum sechzehnten Mal wurde in diesem Jahr der Edi., der Schweizer Preis für Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilme durchgeführt. Vier Juryteams mit insgesamt 42 Jurorinnen und Juroren bewerteten an fünf Tagen in drei ­Kategorien rund 300 Filme. Am Donnerstag, 5.11.2015, wurden bei einer feierlichen Gala im Zürcher Schiffbau die Gewinner aus der Shortlist prämiert.

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(Fotos: Werbewoche/uma)

Hier sehen Sie eine Zusammenstellung der 14 Siegerfilme mit Credits sowie einem kurzen Auszug aus jeder Laudatio. (uma)

Commercials: Fernseh- und Kinospots

Spezial Edi. für Idee / Konzept an die Serie: WOZ SVP / Marignano

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Eine politische Fragestellung mit einem positiven Rückwärtssalto. Ein aktuelles Thema, eine geniale Idee und einiges an Selbstironie. Nicht nur die Umsetzung, die Darstellung und die Regie, sondern vor allem die Idee und das Drehbuch überzeugten die Juroren. Das gibt einen Spezial-Edi. für Drehbuch und Konzept. Link zum Film.

Auftraggeber WOZ Die Wochenzeitung
Produktionsfirma Plan B Film
Agentur Leo Burnett Schweiz
Idee/Konzept Johannes Raggio, Pablo Schencke, Barbara Hartmann

Spezial Edi. für Regie an: Festival du Film Français d›Helvétie 2015

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Ein berühmter Schauspieler, perfekte Dialoge und drei verschiedene Rollen welche alle um die Teilnahme an einem Festival buhlen. Dies zusammengeführt durch eine grossartige Regie macht aus diesem Werk einen Minispielfilm mit Format. Die Jury zeichnet diese Leistung mit einem Spezial-Edi. für Regie aus. Link zum Film.

Auftraggeber Festival du Film Français d›Helvétie
Produktionsfirma Lunica Productions
Agentur Sofa Communication
Regie Sébastien Kühne

Gold: Scroll

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Wieder einer dieser Momente, die wir – die Generation Babyboomer – bestens kennen. Momente, in denen uns plötzlich bewusst wird, dass wir älter geworden sind. Einen solchen Moment fängt der Film ein. Eine alltägliche Situation, die alles ändert. Subtil erzählt von Darsteller und Regie. Etwas schmerzhaft vielleicht, aber zum Glück mit einer Leichtigkeit, die uns dazu bringt, uns – endlich – auf das Thema einzulassen. Dafür gibt’s von der Jury Gold! Link zum Film.

Auftraggeber UBS Schweiz
Produktionsfirma Pumpkin Film
Agentur Publicis Communications Schweiz

Silber: Find the one

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Ein Märchen mit Tempo und Witz, das uns für einen Moment in eine andere Welt entführt, um uns schliesslich samtweich auf dem Boden der Realität landen zu lassen. Grossartig produziert und auf internationalem Niveau umgesetzt zeichnet die Jury dieses Werk mit Silber aus. Link zum Film.

Auftraggeber Triumph Intertrade
Produktionsfirma Stories

Bronze: Weinkampagne – Surprise

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Jeden Tag leisten Menschen Unglaubliches. Die Handwerkskunst und Hingabe, die sie dabei an den Tag legen, findet sich auch in diesem Film. Wer es für die Sache tut und nicht für den Ruhm, der freut sich umso mehr über die Anerkennung, die er bekommt. Und das heisst Bronze für einen schönen Film. Link zum Film.

Auftraggeber Denner
Produktionsfirma Stories
Agentur Viznerborel

Bronze: WOZ SVP

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Dieser Film besticht durch seine reduzierte und konsequente Inszenierung. Mit erfrischender Selbstironie zeigt er uns die Macht, die Konsumenten heute haben können. Sie zufrieden zu stellen ist harte Arbeit. Und manchmal hilft dabei eine gute Fee. Die Jury schmunzelt und vergibt Bronze. Link zum Film.

Auftraggeber WOZ Die Wochenzeitung
Produktionsfirma Plan B Film
Agentur Leo Burnett Schweiz

Corporate: Imagefilme

Spezial Edi. für Schnitt an: Der Herzschlag der Schweiz

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Mit Poesie, Charme und Lebensfreude nimmt uns dieser Film mit auf eine Reise im rhytmischen Puls des Herzens. Der schmissige und freche Schnitt ist es, welcher die Geschichte vorwärtstreibt. Dafür gibt es einen Spezial-Edi. für Schnitt. Link zum Film.

Auftraggeber SBB
Produktionsfirma Lichtspiele,The Film Agency
Schnitt Wolfgang Weig

Spezial Edi. für Musik an: Maintenance Engine Change

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Unaufdringlich zieht die Musik den Zuschauer in den Bann und verstärkt den Gesamteindruck dieser Industrieproduktion auf elegante Weise. Variationen des Motivs, Zäsuren und Rhythmuswechsel erzeugen einen nahezu hypnotischen Sog. Für diese Leistung vergibt die Jury einen Spezial-Edi für Musik. Link zum Film.

Auftraggeber Swiss International Air Lines
Produktionsfirma Lauschsicht
Agentur Hinderling Volkart
Musik/Komposition Michael Rica

Gold: Der Test

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Dieser Film hat in allen Punkten überzeugt. Im Zentrum steht eine originelle Grundidee, welche die Marken-DNA überraschend und konsequent in einen Besucherfilm übersetzt. Die Geschichte wird mit viel Augenzwinkern und unterhaltend erzählt. Der Film ist handwerklich auf sehr hohen Niveau: Sei es die präzise Schauspielerführung, das überragende Production-Design, die witzige Bildsprache, die Liebe zum Detail oder das solide Sounddesign. Dafür vergibt die Jury Gold. Link zum Film.

Auftraggeber Zweifel Pomy-Chips
Produktionsfirma Boutiq

Corporate: Marketingfilme

Silber: Designer

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Die starke Handschrift der Regie zeigt sich im Look, im Sound, im Editing, der Fotografie und der Mise en Scène. Die Beweisführung im Narrativ suggeriert eine bereits vor-handene Sehnsucht. Diese stilsichere Umsetzung trifft das Zielpublikum ins Herz und nimmt sie mit auf eine cineastische Reise. Das ist der Jury einen Edi. in Silber wert. Link zum Film.

Auftraggeber Hoststar
Produktionsfirma Rosas & Co Films
Agentur Publicis Communications Schweiz

Corporate: Interne Kommunikation & Schulung

Bronze an Serie: Take Care – Objektsicherheit / IT-Sicherheit / Gesundheitsschutz

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Durch das rasante & witzige Animations-Konzept werden den Studierenden die wichtigsten Vorschriften und Verhaltensregeln zum Arbeiten im neuen Haus nähergebracht. Die auffallend frischen Illustrationen wirken lebendig vermitteln die wenig spannenden Inhalte auf unterhaltsame Art. Die Filme widerspiegeln damit das kreative Umfeld. Das gibt Bronze. Link zum Film.

Auftraggeber ZHdK
Produktionsfirma Marumar

Online & Multimedia: Internet Virals & Clips

Gold: Cupsieger

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Es gibt viele Experten im Fussball. Die Expertin dieses Films ist aber nicht nur schwer vom Gewicht, sondern auch von Begriff. Eigentlich müsste sie nur den nächsten Cupsieger prophezeien. Doch was sie in einem kurzen Pre-Roll souverän zu meistern scheint, erweist sich im anschliessenden Making-of als äusserst schwierig. Dafür als äusserst amüsant. Und damit wird der grösste Vorzug des Auftraggebers bewiesen: der Humor und die Selbstironie. Dafür vergibt die Jury Gold. Link zum Film.

Auftraggeber Valais/Wallis Promotion
Produktionsfirma Lineli Solutions
Agentur Contexta

Silber: Jonas Fricker – Ihre grüne Stimme im Nationalrat

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Wahlvideos von Politikern gehören nicht zu den üblichen Verdächtigen für einen Edi. Allzu oft regiert Inhaltsleere und Sauglattismus. Umso erfreulicher, wenn einer zeigt, dass es auch ganz anders geht. Mit einer Idee, die vom ersten Satz an aufhorchen lässt und die Botschaften überraschend transportiert. Und mit einer Umsetzung, die trotz begrenztem Budget charmant und professionell rüberkommt. Grund genug für die Jury, diesem Kandidaten ihre Stimme zu geben. Und zwar für Silber. Link zum Film.

Auftraggeber Jonas Fricker, Regula Fricker
Produktionsfirma Cat People Film

Online & Multimedia: Transmedia & Entertainment

Bronze: Foul?/Schwalbe?/Karte?/Handspiel?/Penalty?

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Eine Online-Rekrutierungskampagne voller Power und Action. Aus ungewohnter Sicht erlebt die Zielgruppe spielerisch, was es bedeutet auf dem Fussballfeld Entscheidungen zu treffen. Nahtlos gleiten Foul-Sequenzen aus verschiedenen Perspektiven ineinander. Ein audiovisuelles Erlebnis, dass über das ganze Spiel überzeugt. Auch das Resultat kann sich sehen lassen: Bronze an der Schweizer Meisterschaft in der Kategorie Online und Multimedia. Link zum Film.

Auftraggeber Aargauischer Fussballverband
Produktionsfirma Frame Eleven

Willensstark im Markt

Vor wenigen Monaten ist Stefanie Meierfrankenfeld von Mailand nach Zürich gezogen, um von hier aus den Verkauf für Gruner + Jahr zu managen. Als Managing Director bei Gruner + Jahr Sales-Offices Switzerland & Italy ist sie oft auf Reisen nach Mailand oder Paris anzutreffen.

tefanie Meierfrankenfeld ist seit Kurzem für das Schweizer Sales Office bei Gruner + Jahr zuständig. Zu ihrer Verantwortlichkeit gehört hier einerseits das internationale Geschäft, also die Anzeigenkunden für das gesamte Titel-Portfolio von Gruner + Jahr. Andererseits die Schweizer Splits. Hierzu gehört unter anderem das gerade neu in die MACH aufgenommene Magazin Gala. «Wir haben bereits 182 000 Leser, das ist ein gutes Resultat», konstatiert Meierfrankenfeld erfreut. «Damit sind wir sehr zufrieden.» Gala ist nun seit 5 Jahren in der Schweiz präsent, mit Schweiz-spezifischen Themen aus der eigenen Redaktion.

«Uns ist das Publishing-Geschäft sehr wichtig», betont Meierfrankenfeld. Man schaue schliesslich nicht nur auf das Anzeigengeschäft, sondern auch auf eine qualitativ hochstehende Publishing-Seite. So wurde für GEO in der Schweiz gerade eben erst eine neue Redaktion aufgestellt. Zuständig für das gesamte operative Publishing-Geschäft in der Schweiz und damit auch für Schöner Wohnen und Brigitte Schweiz ist Marco Vala.

«Portfolio und Kundenstamm wachsen stetig»

Das grösste Titel-Portfolio von Gruner + Jahr ist in Deutschland stationiert, das zweitgrösste in Frankreich. In Italien, wo Stefanie Meierfrankenfeld die letzten sechs Jahre war, hat der Verlag keinen eigenen Leserstamm – das Verlagsgeschäft wurde verkauft –, dafür aber viele Anzeigenkunden. Im Jahr 2009, als Meierfrankenfeld nach Milano gezogen war, um dort ein Sales-Office für Gruner + Jahr aufzubauen, wurde der Verlag noch fremdvertreten. Da in Italien einer der wichtigsten Auslandsmärkte liege, was das Anzeigengeschäft betreffe, habe man entschieden, den Markt besser in einem eigenen Büro vor Ort zu bearbeiten, erzählt Meierfrankenfeld. Sie hat daraufhin mit drei Mitarbeitern ein eigenes Sales-Offices in Milano gegründet. Mittlerweile sind es neun Mitarbeiter. «Das läuft sehr gut», erzählt sie freudig.

Das Sales-Office in Milano ist, ebenso wie das in der Schweiz, für alle ausländischen Medien des Verlags und von einigen führenden externen Verlagspartnern zuständig, sprich für das Titel-Portfolio in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Dänemark und China. Ein grosses Thema dabei sind auch die Inflight-Magazine. Dafür arbeitet Gruner + Jahr als Publisher und für den Anzeigenverkauf mit Lufthansa, Austrian Airlines und KLM zusammen sowie als Verkaufsbüro für British Airways und einige andere. «Das Portfolio und der Kundenstamm in Italien sind stetig gewachsen und somit auch das Team», erklärt Meierfrankenfeld.

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Mit Gala nach Zürich – und zurück

Nach einem erfolgreichen Aufbau des internationalen Sales-Offices in Milano ist Stefanie Meierfrankenfeld nun nach Zürich gezogen, um hier den Anzeigen­markt zu bearbeiten. «Ich bin sehr gut in Zürich angekommen», erzählt Meierfrankenfeld. Ganz anders als zuvor im verkehrslastigen Zentrum von Mailand sei sie bereits von den Nachbarn zum Halloween-Kürbissuppen-Essen eingeladen worden, während die Kinder in ihren Kostümen die Nachbarschaft unsicher machten. «Hier findet viel mehr draussen statt und die Kinder spielen auf der Strasse», freut sie sich. Das sei tatsächlich noch ein wenig ähnlich wie ihre Kindheit.

Da Meierfrankenfeld weiterhin für das internationale Geschäft in Italien zuständig ist, pendelt sie öfter nach Milano. Und auch die Publisher in Frankreich und weiteren Ländern wollen besucht werden. Doch so viel Zeit wie gerade im Moment wird sie auf Dauer nicht im Zug nach Milano verbringen. «Ich denke, dass ich so ungefähr alle 14 Tage nach Milano pendeln werde», erklärt sie ihre Pläne. Denn die Kunden in Milano kenne sie bereits, und ihre Sales-Directorin vor Ort leite das Team sehr gut.

Aktuell möchte sie den grössten Teil der Zeit darauf verwenden, in der Schweiz die Kunden kennenzulernen. «Denn die Schweiz ist ja auch gross», führt sie aus und meint den Schweizer Anzeigenmarkt. Gruner + Jahr hat für das internationale Geschäft neben der Deutschschweiz auch viele Kunden in der Westschweiz – dazu gehören vor allem Uhrenkunden. Französisch spricht Meierfrankenfeld zwar nicht, dafür aber Englisch und Italienisch. «Es gibt Menschen, die haben ein gewisses Sprachtalent – bei mir dauert es etwas länger, bis ich frei sprechen kann», erklärt sie. «Ich muss eine Sprache irgendwie logisch durchdringen, das fliegt mir nicht so zu», lacht sie.

Die internationalen Kunden in der Schweiz seien neben Uhren- und Luxuskunden auch Finanzmarkt, Tourismus, Design, Mode – «und Käse», erläutert sie. «Ein grosser Unterschied zu Milano ist hier in der Schweiz, dass ich mit deutschsprachigen Kunden zu tun habe, die auch unsere Produkte super gut kennen», so Meierfrankenfeld. So könne man dann mit den Partnern noch etwas mehr ins Detail gehen. Was jedoch die Titel-Selektion oder auch die Platzierung angehe, bestehe kein grosser Unterschied zur Tätigkeit, die sie in Milano ausgeführt habe, erzählt Meierfrankenfeld. «Generell habe ich das Gefühl, dass sowohl in Italien als auch hier, zusätzlich zu allen Zahlen und Leistungswerten, die natürlich stimmen müssen, immer das persönliche Gespräch als sehr wichtig erachtet wird, um kreative Ansätze zu finden und die Köpfe hinter den Titeln kennenzulernen.»

Der Schaumbadmoment

Stefanie Meierfrankenfeld konnte in Milano ihre gesamte Belegschaft selbst wählen, hat das Team nach und nach aufgebaut und hat bisher auch noch keinen dieser Mitarbeiter verloren. «Wir alle haben mit einem Start-up-Gefühl angefangen, hatten aber immer den grossen Mutterkonzern dahinter», beschreibt sie die gute Ausgangslage. Dies habe Sicherheit, aber gleichzeitig auch die notwendige Flexibilität gegeben. Gerade auch für die Mitarbeiter sei dies auch immer sehr motivierend gewesen. «Wir wussten, der Businessplan muss stimmen, wir müssen auch auf die Kosten und Erlöse schauen. Aber wir haben auch jedes Jahr was Neues», führt Meierfrankenfeld aus. Jedes Jahr kämen neue Länder zur Betreuung und neue Titel dazu. «Das alles zusammen ist wohl Teil des Erfolgs dort», fasst sie zusammen.

Auch was die internationalen Märkte angeht, passe alles ins Bild, meint sie. «Das funktioniert sehr gut», konstatiert sie, «vor allem im internationalen Luxusgüterbereich setzt man weiterhin auf hochwertigen Print. Im nationalen Bereich oder anderen Branchen hat da bereits ein grosses Shifting stattgefunden.» Daher nehme der Verlag auch an den digitalen Veränderungen teil. «Gruner + Jahr bietet über alle Kanäle – und dazu gehört sicherlich digital und mobil mit steigendem Anteil – hochwertige journalistische Inhalte und massgeschneiderte Lösungen wie die Kunden dort eingebunden werden können», führt sie aus. «Doch Luxus hängt schönerweise noch am Print. Man möchte Opulenz, gerade im Uhren- und Luxussegment, sowie nur ein bestimmtes ­Umfeld.»

Auf diese Weise stehe Gruner + Jahr sehr stabil im Markt – gerade mit den weiterentwickelten Flaggschiffen, wie Stern, Capital, Häuser oder Geo. Gala etwa liege nicht nur international stabil im Markt, sondern verzeichne in der Schweiz gar steigende Auflagen und Leserschaft. Spannende Berichte aus der Welt der Schweizer Celebrities, Neuheiten aus Fashion, Beauty, Gourmet und Wellness. «Diesen Themenmix wissen unsere LeserInnen in der Schweiz sehr zu schätzen, quasi der Schaum­bad­moment der Woche», so Meierfrankenfeld. Der Verlag setze gleichzeitig auf erfolgreiche Neueinführungen. So wurden in Deutschland vor 5 Jahren Grazia oder erst kürzlich Magazine wie Barbara ­lanciert. «Des Weiteren trauen wir uns an die Einführung neuer Premium-Nischenprodukte», so Meierfrankenfeld , «wie etwa Salon. Dieses ist sehr haptisch, elegant und opulent.» Sie vergleicht das Magazin mit einer «Vogue für Essen und Gastlichkeit», das eine sehr hochwertige Zielgruppe ansprechen soll. «Es macht total Spass, diese Magazine in den Markt zu tragen.»

Dem Verlag treu

Aufgewachsen ist Stefanie Meierfrankenfeld in Westfalen. Als Kind war sie eher auf Tiere und Landwirtschaft fokussiert. «Ich hatte sogar einmal kurz überlegt, Tierärztin zu werden», erzählt sie. Während des Abiturs habe der Hang zu den Fächern «Deutsch» und «Philosophie» sie dann aber in eine andere Richtung verschlagen. «Selber schreiben könnte ich aber nicht», ist sie überzeugt. «Es gibt ja Leute, die genial in einer Sache sind. Das war ich nie», fügt sie an. Ausserdem sei ihr zunächst nicht ganz klar gewesen, was sie machen wolle. Und BWL habe für eine spätere Berufswahl einen relativ grossen Raum für Entscheidungen geboten. So hat Meierfrankenfeld nach dem Studium im Verkauf der Verlagsbranche angefangen. «Mein Job bietet nun eine gute Verbindung zwischen meinen Interessen», führt sie aus.

Angefangen hat Meierfrankenfeld bereits im Lager bei Bertelsmann, zu dem Gruner + Jahr zu 100 Prozent gehört. Deren Hauptquartier liegt in Güters­loh, wo sie aufgewachsen ist. Bei Gruner + Jahr war sie nach einem Praktikum in NY und Hamburg und einem Traineeship als Portfolio-Manager Digital tätig, bevor sie als Business & Sales Strategy Manager zu AOL ging. Zweieinhalb Jahre später stieg sie als internationale Verkaufsleiterin wieder bei Gruner + Jahr ein und ist seit da rund elf Jahre für den Verlag tätig. Die langjährige Erfahrung beschert ihr nicht nur ein gutes Netzwerk. Auch die Nähe zu den Redak­tionen wie auch zu den Kunden ist ihr wichtig.

Was sie antreibt, ist kurz beschrieben. Abgesehen davon, dass sie ein gutes Selbstvertrauen mitbringt – was unter anderem auch durch den selbstständigen Aufbau eines Sales-Office in Milano gewachsen ist – beschreibt Meierfrankenfeld ihre Motivation sehr leicht verständlich: «Ich habe eine klare Vorstellung davon, was möglich ist – und den Willen, was nötig ist, einfach gut zu machen.» In Milano etwa habe sie sich zu Anfang mit viel Mühen durchgewurstelt, am Ende habe dann aber genau diese Entschlossenheit zum Erfolg geführt. «Ich bin wohl ziemlich willensstark und auch etwas ungeduldig», fügt sie an. «Es macht mich einfach glücklich wenn’s funktioniert, für unsere Anzeigenpartner und damit auch für uns.»

Ursina Maurer

Calanda sponsert jetzt auch Fussball

Seit der laufenden Saison ist das Bündner Traditionsbier offizieller Sponsor der UEFA Europa League in der Schweiz. Und obwohl Fussball und Bier normalerweise zueinander passen wie Hopfen und Malz, hat weder Calanda noch das Bündnerland etwas mit Fussball am Hut.

Dieses vermeintliche Defizit wandelt Publicis nun geschickt in einen Vorteil um: Im Mittelpunkt stehen zwei Bündner Jungs, die sehr interessiert die Spiele der Europa League vom Sofa aus verfolgen. Dabei äussern sie – wie man es eben so macht – zahlreiche Kommentare und outen sich so zwar auch als Fussball-Begeisterte, aber eben auch als ziemliche Fussball-Anfänger. Da die zwei das Geschehen auf dem Rasen allerdings in ihrer typischen, bündnerischen Art und auf überraschende Art und Weise analysieren, unterhalten nicht nur sich selbst, sondern garantiert auch andere Fussball-Begeisterte vor den Bildschirmen.

Die selbstironische Sponsoring-Kampagne führt die im letzten Jahr erarbeitete Strategie nahtlos weiter. Mit Break-Bumpern, einer voll integrierten Website, Bannern, Online-Gewinnspielen und einer Plakatkampagne wird die Position als sympathische und nahe Marke, die nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben nicht allzu ernst nimmt, weiter gestärkt.

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Die Kampagne startete Ende Oktober und wird bis zum Finale der UEFA Europa League am 18. Mai 2016 dauern.

Verantwortlich bei Calanda: Nabil Nasser (Marketing Director), David Kistler (Group Brand Manager) Riccardo Dillier (Brand Manager), Caroline Senn (Junior Brand Manager). Verantwortlich bei Publicis: Thomas Wildberger (CCO), Lorenz Clormann (CD), Wim Roelfs (CD Digital), David Lübke, Jan Kempter, Patrick Suter, Silja Rast (Text), Marvin Hugentobler (AD), Dominik Locher (Grafik), Cem van der Schaar (Head of TV), Matthias Koller (BGL), Manuela Schikor (Senior Brand Director), Alexandra Stojanovic (Brand Director), Claudia Ziltener (Junior Brand Director), Simon Grasser (Head of Digital), Sandro Duccheschi (Programmierung). Verantworltich bei Czar Film Berlin: Simon Verhoeven (Regie), Daniel Gottschalk (Kamera), Thorne Mutert (Executive Producer), Rahel Klemperer (Producer), Jingle Jungle (Tonstudio).

 

https://www.youtube.com/watch?v=FHxrqFAjQ_M

https://www.youtube.com/watch?v=pi0w86eSWfQ

https://www.youtube.com/watch?v=gRLFQTjI-K8

https://www.youtube.com/watch?v=t_irAuZvpjU

https://www.youtube.com/watch?v=P4GapTaHt7s

https://www.youtube.com/watch?v=y00LPvdy3Rg

https://www.youtube.com/watch?v=qVB49KH3YU4

https://www.youtube.com/watch?v=kBUOFsP9n1U

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AXA Winterthur startet eigenen Newsroom

Axa Winterthur eröffnet einen Newsroom. Der Schweizer Versicherer setzt damit seine «Online first»-Strategie in der Unternehmenskommunikation konsequent um.

Die zwölfköpfige Kommunikationsabteilung der AXA Winterthur bedient ab sofort Medienschaffende, Öffentlichkeit und Mitarbeitende aus einem eigenen Newsroom im neuen Winterthurer Superblock. Thomas Hügli, Leiter Kommunikation und Nachhaltigkeit bei der AXA Winterthur: «Durch die digitale Transformation von Medienwelt und Versicherungsindustrie verändern sich die Kommunikationsbedürfnisse kontinuierlich. Mit dem Newsroom-Ansatz können wir den erhöhten Anforderungen an Aktualität, Relevanz und Dialog schneller und effizienter gerecht werden und gleichzeitig die damit anspruchsvoller werdende Kommunikation besser steuern.»

Ständiger Abgleich mit Aktualität

Zentrales Element der Arbeitsweise im AXA Newsroom sei denn auch ein ständiger Abgleich zwischen der kurz- und mittelfristigen Kommunikationsplanung und der aktuellen Nachrichtenlage, heisst es in einer Mitteilung des Schweizer Versicherers. Bei Bedarf werde die eigene Agenda übersteuert, um kurzfristige Opportunitäten zu nutzen und sich in laufende Debatten einzubringen. «Aktive Unternehmenskommunikation ist dann erfolgreich, wenn die Inhalte, die wir transportieren wollen, dem momentanen Interesse der Öffentlichkeit entsprechen und eine neue Perspektive in die Diskussion einbringen», erklärt Lorenz Heinzer, der den Newsroom zusammen mit seiner Stellvertreterin Nicole Horbelt, Head Media Relations, leitet.

AXA-Newsroom

Integrierte Organisation mit Fokus Storytelling

Gleichzeitig mit der Eröffnung der neuen Schaltzentrale für sämtliche externen und internen Kommunikationsaktivitäten stellt sich der Bereich organisatorisch komplett neu auf: War man bisher klassisch nach Zielgruppen ausgerichtet, steht nun die Themen- und Medienkompetenz im Vordergrund – und damit ein auf Nutzerinteressen und Tagesaktualität ausgerichtetes Storytelling quer über die Kanalgrenzen hinweg.

Statt Mediensprecher und Spezialisten für die Mitarbeiterkommunikation arbeiten im Newsroom der AXA Themen- und Channelmanager. Die Themenmanager verantworten die vernetzte Kommunikation ihres Dossiers gegenüber allen Zielgruppen, seien es Medien, Mitarbeitende oder Öffentlichkeit. Aufgabe der Channelmanager ist es, über den Themenmix im jeweiligen Kanal zu wachen und diesen ständig weiterzuentwickeln. «Mit diesen Berufsbildern berücksichtigen wir die Entwicklung, dass die Unterschiede zwischen den verschieden Zielgruppen schwinden, gleichzeitig aber die Anforderungen an die Relevanz und Qualität der Inhalte sowie an die Benutzerfreundlichkeit der Kanäle stark zunehmen», so Lorenz Heinzer.

«AXA Blog» als zentraler Kanal für alle Zielgruppen

Ein neuer Kanal ist der «AXA Blog», der gleichzeitig mit dem Newsroom lanciert wird und hinter die Kulissen des Unternehmens AXA Winterthur blickt, etwa mit Schadenreportagen, Agentur- und Mitarbeiterporträts oder Serviceartikeln. Bisher wurden solche Geschichten vornehmlich in der internen Kommunikation erzählt. Mit dem Unternehmensblog will das Newsroom-Team die AXA Welt neben den Mitarbeitenden vermehrt auch der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Plattform für die Social-Media-Generation

«Auf Grund des Medienwandels verliert die klassische Medienarbeit in der Unternehmenskommunikation tendenziell an Bedeutung», erklärt der Leiter Newsroom Lorenz Heinzer. Die Dienstleistung für Journalisten werde zwar weiterhin eine zentrale Aufgabe seines Teams sein und mit einem neugestalteten Media Newsroom unter axa.ch/medien sogar noch ausgebaut. Mehr und mehr Menschen informierten sich aber hauptsächlich über Social Media und damit Medien, in denen nicht Medienschaffende, sondern die Nutzer selbst die Inhalte generieren. «So geben laut «Jahrbuch 2015 Qualität der Medien» des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (Fög) mittlerweile 56 Prozent der jungen Erwachsenen an «nie» eine Abonnementszeitung zur Hand zu nehmen. Wenn wir auch diese Zielgruppe erreichen wollen, müssen wir eigene Artikel und Videos veröffentlichen und in die sozialen Netzwerke tragen können. Dafür brauchen wir eine Plattform wie den AXA Blog.»

Sharen, kommentieren, twittern

Viel Wert wird im «AXA Blog» deshalb auf die Sharing-Möglichkeiten gelegt. In der mobilen Version kann man in Whats App-Chats verlinken. Auch die Interaktion mit den Lesern schreibt das Redaktionsteam im Newsroom gross: Sämtliche Artikel lassen sich von den Nutzern kommentieren. «Dass es gelingt, in einen Dialog mit den Nutzern zu treten und eine Reaktion auszulösen, wird sicher einer der Erfolgsfaktoren des Newsroom-Ansatzes in der Unternehmenskommunikation sein», sagt Thomas Hügli, Leiter Kommunikation und Nachhaltigkeit. Auf Twitter ist der AXA Newsroom dementsprechend natürlich ebenfalls zu finden: @AXACH_Media.

 

Longchamp bleibt vorerst bei der SRG

Politologe Claude Longchamp behält die Deutungshoheit in der SRG noch mindestens bis Mitte 2016.

Denn das öffentlich finanzierte Medienunternehmen will erst Ende April entscheiden, welches Forschungsinstitut die Trendumfragen vor Abstimmungen für die Legislatur 2016 bis 2019 durchführen darf. Dies bestätigt SRG-Sprecher Daniel Steiner auf Anfrage der Handelszeitung. Man wolle äus-serst sorgfältig abklären, welches Institut die Anforderungen am besten erfülle. «Die Ausschreibung ist viel detaillierter als früher. Das Evaluationsverfahren dauert entsprechend länger», so Steiner. Auch werde man externe Experten herbeiziehen.

Die SRG hat vergangene Woche 17 Forschungsinstitute und Universitäten angeschrieben, die für den Auftrag in Frage kommen, wie das Medienunternehmen in einer Mitteilung auf Presseportal.ch schreibt. Bis Ende Jahr müssen die Bewerber ihre Offerten einreichen. Als aussichtsreichster Herausforderer Longchamps hat sich Michael Hermann mit seinen Institut Sotomo in Position gebracht.
 

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