Knackige Verführung weckt die Gier

Cosmic hat für Chio Chips von Intersnack eine eigene Welt mit Groove, Lifestyle und auch Humor geschaffen.

Ohne Zweifel: Hier hat eine junge Marke den Konkurrenzkampf mit Volldampf aufgenommen. Nach einem auf Consumer Insights beruhenden Relaunch sind zuerst die vier Packungen von Chio Chips viel dynamischer und mit klarer Farbcodierung als bisher gestaltet worden. Jetzt startet Intersnack Schweiz mit den neuen Chips eine breite Kommunikationsoffensive. Die Ausgestaltung und Umsetzung der Kampagne dazu hat die Berner Cosmic in einem Pitch gegen drei andere Agenturen gewonnen.
Die Aufgabe, die die Agentur zu lösen hat, heisst «Bekanntheitsgrad aufbauen» für Chio Chips, die in der Schweiz erst vor drei Jahren auf den Markt gekommen sind. Cosmic will dazu neben POS-Massnahmen beim Hauptverteiler Coop vor allem auf drei TV-Spots setzen. «Wichtig war dabei die Schaffung einer Chio-Welt mit besonderer Bildästhetik», erklärt CD Tom Pfister. Zwei junge und attraktive Protagonisten sollen als Identifikationsfiguren für die Zielgruppe einen hohen Impact garantieren.
Um die Hauptbotschaft «Weck die Gier in dir» auf spannende Art umzusetzen, wurden in allen drei Spots unterschiedliche, aber jeweils sehr überraschende Spezialeffekte eingesetzt. Die Bilder vermixen eine junge Welt mit Retro-Ästhetik.
Das Budget ist eine erste grosse Zusammenarbeit von Cosmic Bern mit Cosmic Romandie von Suzanne Scherer, welche hier die Gesamtverantwortung hat.
Andreas Panzeri
> Spot Grill
> Spot Lift
> Spot Basketball

Lowe lockt Erstautofahrer zum Mini

Damit die Marke Mini weiterhin ihren Platz im Segment der Erstautofahrer beanspruchen kann, haben die Unternehmen Autoverkehr Aarberg und Mini das Aktivierungsangebot «Dein 24-Stunden-Mini» eingeführt. Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Werbeagentur Lowe hat für diese Kampagne ein Werbesujet gestaltet.

Damit die Marke Mini weiterhin ihren Platz im Segment der Erstautofahrer beanspruchen kann, haben die Unternehmen Autoverkehr Aarberg und Mini das Aktivierungsangebot «Dein 24-Stunden-Mini» eingeführt. Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Werbeagentur Lowe hat für diese Kampagne ein Werbesujet gestaltet. Das Angebot ist ein vom Aarberger Kleinwagen-Vertreter für einen Tag geschenkter Mini für alle, die bei der regionalen Fahrschule Driving School Richard den Führerschein machen.
Das Werbesujet zeige, dass der Kleinwagen von den jungen als Lock- und Verführungsmittel eingesetzt werde, um in den vorgegebenen 24 Stunden das Maximum an Spass herauszuholen, so die Agentur in einer Mitteilung. Damit drücke das Sujet aus, was ein Mini für einen 18-jährigen bedeute.
Das Angebot «Dein 24-Stunden-Mini» wird in einem ersten Schritt mit Direct Mailings und weiteren Below-the-line-Massnahmen beworben.
Verantwortlich bei Mini Schweiz: Patrick Cupelin (Leiter Mini Schweiz), Jonas Theiler (Leiter Kommunikation MINI), Miriam Flückiger (Leiterin Administration Autoverkehr AG Aarberg). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Group: Florian Birkner (Creative Director), Frédéric Nogier (Art Direction), Ivan Madeo (Text/Konzept), Matteo Lonati, Laura Müller (Beratung).
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Buzzilla sorgt für Wybomania

Numéro 10 hat mit Buzzilla ein polnisches Wässerchen kredenzt.

Jean Claude hat einen Traum: Er möchte die polnische Staatsangehörigkeit erhalten. Und dazu ist er zu allem bereit. Auch ein Identitätswechsel oder äusserliche Veränderungen seiner Persönlichkeit halten ihn nicht davon ab. Schliesslich schafft es Jean-Claude: Er wird Jankludowisz Wyborowski alias Mister Wybo.
Mit diesem Klamauk hat die auf Guerilla-Werbung spezialisierte Agentur Buzzilla von Numéro 10 in Bern in den letzten Wochen für kreative Verwirrung in ausgewählten Bars sowie vor allem im Internet gesorgt.
Gestartet wurde die Aktion mit einer Teasing-Kampagne: Jean-Claude will zum Polen mutieren. Um das bekannt zu machen, hat Buzzilla in je fünf Bars in Zürich und Lausanne mit Klebern und Flyern Jean-Claudes Anliegen publik gemacht. Wer neugierig wurde, konnte sich auf www.misterwybo.ch durch ein witziges Prüfungsformular klicken. Auch 18 Jahre alt musste man sein. Dann konnten die Teilnehmer dieses Wettbewerbs per PDF einen wie echt wirkenden polnischen Pass ausdrucken. Der Ausweis öffnete die Türen zu einer Reihe von «Polnischen Nächten» in Bars wie Casa Loca in Kilchberg oder Zic Zac im Zürcher Niederdorf.
In zehn solchen Locations war zu bestimmten Zeiten auch der «echte» Mister Wybo anzutreffen. Dieser ist charakterlich ähnlich schräg wie der Filmkomiker Borat gestylt worden. Nur stammt Mister Wybo nicht aus Kasachstan – so wie Wodka der Marke Wyborowa nicht in Russland gebrannt wird. Wer also mit Wybo die polnische Nationalhymne singen oder andere schrägen Dinge verrichten konnte, ohne dabei zu lachen – denn Polen lachen nie, weiss das Klischee –, der konnte an der Verlosung für eine Reise nach Warschau teilnehmen. Wer nicht gewonnen hat, durfte sich wenigstens über ein paar lustige Erinnerungsfotos auf Tilllate freuen. Und zum Trost einen Wodka kippen.
Alkoholwerbung trotz Restriktionen
Mit diesem «Trick», das Zielpublikum in eine Bar zu locken, um dort Werbung für Wodka zu inszenieren, hat Buzzilla nach einem Weg gesucht, wie Alkoholwerbung trotzdem unters Volk gebracht werden kann, auch wenn die Medien immer restriktiver werden. So dürfen bekannterweise keine Sujets gezeigt werden, wo jemand genussvoll Alkohol trinkt. In den 10 Bars als POS hat Buzzilla einiges mehr an Freiheiten ausschöpfen können. Die Partys sollen nicht nur unter Heimwehpolen sehr angesagt gewesen sein.
Der polnische Wodka Wyborowa wird in der Schweiz von Pernod Ricard Swiss vertrieben. Diese hat rund 40 internationale Marken im Portfeuille. Das Projekt mit Mister Wybo hat nicht über ein hochprozentiges Budget verfügen können. Trotzdem ist dank dem Guerilla-Charakter einiges ins Fliessen gekommen. Bereits in der Teasing-Phase hat sich auf Facebook eine Fangruppe gebildet. Über diese sind zahlreiche Journalisten auf die Aktion aufmerksam geworden. Unter den Besuchern, welche die Website von Mister Wybo angeklickt haben, wollten 30 Prozent einen polnischen Pass bestellen. Dazu sind die Besucher im Durschnitt fünf Minuten auf der Website geblieben.
Andreas Panzeri

Virus-Alarm in Lausanne
Eigentlich waren die Plakataushänger für Barack Obama reserviert,
der soeben zum amerikanischen Präsidenten gewählt worden war. Doch Buzzilla machte der Weltpolitik einen Strich durch die Rechnung. Am Tag, an dem wegen der Allmedia.09 rund 300 Marketingfachleute, Mediaspezialisten und Journalisten in Lausanne versammelt waren, hat der Guerilla-Spezialist der Berner Agentur Numéro 10 bei unzähligen Zeitungsboxen und Kioskaushängen im Umfeld der Fachtagung die Obama-Schlagzeilen mit einer Meldung über Buzzilla ersetzt. «Le virus du buzz attaque la Suisse» war zu lesen auf den Plakaten von 20 minutes, Le Temps, 24 Heures, Tribune de Genève und Blick. «Das hat zu lebhaften Diskussionen geführt», freut sich Buzzilla-Chef Gilles Aeby.

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Vielleicht hat Julia Onken nachgedacht

Stellenabbau und Kostendruck auf den Redaktionen treiben die Redaktoren dazu, bei ausserordentlichen Ereignissen auf allerlei gratis Expertenwissen zurückzugreifen – dabei entstehen oft Expertenmeinungen, die die Aussagekraft einer Strassenumfrage haben. Gastkommentar von Hans Stutz, freier Journalist.

Wir wissen es: Die Redaktionen sind ausgedünnt, die Stellen reduced to the max und die Budgets gekürzt bis unter die Armutsgrenze der Freien. Der Abbau geschah schrittweise über Jahre und jedes Mal versprach der Verleger und auch der Chefredaktor, die journalistische Qualität sei nicht gefährdet, nein, nein, viel eher sei das Gegenteil wahr. Wers glaubt, darf sich Manager oder Berater nennen.
Aber auf den Redaktionen herrscht täglich der normale Wahnsinn: Politiker treten zurück oder in Fettnäpfchen. Firmen fusionieren oder kollabieren, Manager erhöhen ihre Boni und wollen nicht darüber reden. Lohnabhängige streiken. Menschen töten Menschen, häufig als Soldat, manchmal aber aus Eifersucht oder Geldnot. Menschen betrügen Gutgläubige oder sich selber. Menschen fallen im Flugzeug vom Himmel oder in Sportkleidern von Felswänden. Manchmal pfeift der Wind, bis Hausdächer davonfliegen. Alltäglich geschieht also das Aussergewöhnliche, und der Redaktor weiss kaum noch, wo er seinen Kopf hat. Er aber hat den Kostendruck der Verleger verinnerlicht und ruft daher ganz selbstverständlich ausgelagertes Wissen ab, häufig bei staatlich besoldeten Universitätsprofessoren, manchmal aber auch bei Interessenvertretern, wie jenen der Arbeitgeber-Stiftung Avénir Suisse.
Diese Experten-Branche hat ihre bekannten Gesichter. Der Soziologe Kurt Imhof ist Experte für jeden und alles, besonders aber für das, was er «Medientreibjagd» zu nennen beliebt. Psychiater Frank Urbaniok ist Experte für die schweren Jungs mit guter Aussicht auf jahrzehntelang vergitterte Luft. Der forensische Psychiater Josef Sachs liefert regelmässig Spontanerklärungen von Mord und Totschlag ohne persönliche Kenntnis des Täters. Journalist Sepp Moser gibt den Experten für Abstürze von Flugzeugen und Fluggesellschaften, die Psychologin Julia Onken ist zuständig für Trennungsschmerz und Menopause und Klaus Herr für Paare und Paarungen. Auch der Schreibende gehört zu diesem Kreis, er erhält Anrufe, wenn irgendwelche Nazischläger irgendwo wieder einmal zugeschlagen haben. Anfragen, die ihren ganz besonderen ökonomischen Reiz haben: Als Experte soll der freischaffende Journalist gratis Inhalt liefern.
Die Erfahrung lehrt: Je geringer das Redaktionsbudget, desto öfter rufen die Berufskollegen an. Zuerst melden sich also Privatradios und Gratiszeitungen, dann Privat-TVs, erst später telefonieren die Kollegen der Tageszeitungen oder der SRG, dafür sind diese dann auch besser vorbereitet. Aber immer muss alles ganz schnell gehen: Der Redaktor fasst eine aktuelle Agentur- oder Polizeimeldung in höchstens zwei Sätzen zusammen und will dann gleich eine Stellungnahme. («Entschuldigung, darf ich Sie gleich ins Studio schalten?») Verweist der Experte darauf, dass er den konkreten Fall noch zu wenig genau kenne, erwidert ihm der Redaktor, er könne sich ja ganz allgemein zum Thema äussern. Eine Aufforderung zur Vorspiegelung ungenauer Tatsachen also. Es gibt immer wieder «Experten», die ein solches Angebot sogar mitmachen. Daraus resultieren journalistische Beiträge, die nicht einmal Party-Geschwätz-Niveau erreichen.
Nehmen wir ein aktuelles Beispiel. Die Neuigkeit: Die deutsche Milliardärin Susanne Klatten, deren Namen vorher nur interessierten Lesern von Wirtschaftsnachrichten bekannt war, hegt für kurze Wochen Leidenschaft zu einem unscheinbaren Schweizer Ex-Banker. Diesem fiel es offenbar leicht, Zuneigung und Gelder reicher Frauen zu erlangen. Das Portal «Newsnetz» befragt daraufhin die Psychologin Julia Onken, die selbstverständlich die unlängst verliebte Milliardärin auch nicht näher kennt. Onken mutmasst zuerst ganz allgemein von «vielleicht etwas unterversorgt», steigert sich dann zu «Frau Klatten ist natürlich ein armes Schwein» und schwafelt dann noch: «Vielleicht hatte Klatten noch nie so guten Sex.» Sicher ist, wenn es so weitergeht, brauchen die Redaktionen bald einen Experten, der die Redaktoren im Umgang mit Expertinnen und Experten berät. Dieser wird ihnen dann erklären, dass Aussagen, die das Wort «vielleicht» enthalten, zwar immer richtig sind, da sie auch die Behauptung des Gegenteils mit enthalten, deshalb aber null Aussagekraft haben. Oder anders gesagt: Dafür braucht man keinen Experten, da genügt eine Strassenumfrage.

Weltwoche feiert 75-jähriges Jubiläum

Die Weltwoche hat ein Jubiläum zu feiern. Die Wochenzeitung besteht nun seit 75 Jahren. In Gesprächen, Porträts, Glossen und Anekdoten lässt die Weltwoche in einer am 20. November erscheinenden Jubiläumsnummer ihre Geschichte und grossen Köpfe Revue passieren.

Die Weltwoche hat ein Jubiläum zu feiern. Die Wochenzeitung besteht nun seit 75 Jahren. Gegründet von Karl von Schumacher und Manuel Gasser während einer Bahnfahrt nach Paris, erschien die Weltwoche zum ersten Mal im November 1933. In Gesprächen, Porträts, Glossen und Anekdoten lässt die Weltwoche in einer am 20. November erscheinenden Jubiläumsnummer ihre Geschichte und grossen Köpfe Revue passieren.
Zu ihrem 75. Geburtstag hat das Wochenmagazin ausserdem einen neuen Internet-Auftritt lanciert. Auf der Website sind in Zukunft auch digitalisierte Inhalte aus vergangenen Jahrgängen abrufbar. Für jede Dekade ist rund ein Zeitungsjahrgang digital zugänglich.
In der ab Donnerstag erscheinenden Jubiläumsweltwoche kommen die ehemaligen Chefredaktoren Jürg Ramspeck und Rudolf Bächtold zu Wort, die einstigen Feuilletonleiter Hugo Lötscher, Peter Rüedi und Wolfram Knorr, die Korrespondenten Peter Hartmann und Hanspeter Born. Auch die Begründerin des Ressorts Gesellschaft in der Schweiz Margrit Sprecher und People-Journalistin Hildegard Schwaninger lassen 75 Jahre Weltwochegeschichte aufleben.
Ein Dreivierteljahrhundert «Streitfreudigkeit und Respektlosigkeit», wie der Verlag die Weltwoche in einer Mitteilung beschreibt, brachten ihr einige Gratulationsverweigerungen ein. Der Zürcher Stapi Elmar Ledergerber sah keinen Grund, zu gratulieren. Ebenso Doris Leuthard und Pascal Couchepin. Die Bundesräte Hans Rudolf Merz und Moritz Leuenberger hätten sich immerhin abgemeldet, wie die Weltwoche weiter vermeldet.
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Wunderman knetet für Microsoft

Wunderman hat für die Technical-Audience-Abteilung von Microsoft eine umfangreiche internationale Kampagne gestaltet. Der Star: Originelle Kreationen aus Plastilin.

Eine Kugel Plastilin ist eine leblose Masse. Sie ist wie ein Fussball, der auf seinen Brasilianer wartet. Erst unter den Händen eines kreativen Menschen entsteht daraus etwas Einzigartiges. Genauso ist es mit Software: Die Produkte des weltgrössten Herstellers Microsoft werden erst durch ihre Benutzer zum Leben erweckt. Diese Aussage macht eine neue Kampagne, welche die Zürcher Agentur Wunderman für die in Zürich beheimatete Technical-Audience-Abteilung des amerikanischen Softwarehauses entwickelt hat. «You shape it» – «du formst es», lautet ihr Titel, und die Knetmasse ist dabei das grosse Symbol.
Ein Film empfängt die Besucher auf der Website Microsoft.com/youshapeit. «Your ideas transform the digital world», sagt ein Sprecher, nachdem der Betrachter von einem Cursor durch eine eben entstehende Plastilinwelt geführt worden ist. Am Ende des kurzen Introstreifens landet der Benutzer auf einem Textfeld, und kann dort gleich selber loslegen: Seine Texteingaben erscheinen in Knetschrift, der kreative Prozess hat begonnen. Angesprochen werden sollen mit diesem Webauftritt IT-Spezialisten, Entwickler und Designer – Fachleute, die mit der Software von Microsoft täglich die digitale Welt verändern.
Die Website bildet das Dach verschiedener Themenseiten, auf denen die Fachkräfte neue Produkthinweise, redaktionelle Inhalte und Informationen zu Fachveranstaltungen finden. «Microsoft ging es darum, drei wichtige Zielgruppen zusammenzufassen und ihnen zu erklären, dass sie mit ihren Tools die Welt verändern. Sie haben jeden Tag wieder ein leeres Blatt Papier oder eben eine neue Kugel Plastilin vor sich», erklärt Christian Erni, Creative Director von Wunderman. «Wir wollten eine Kampagne machen, die mit spielerischen Elementen arbeitet und Freude vermittelt.» Eine Idee, die von den 15 beteiligten Wunderman-Mitarbeiter viel Flexibilität verlangte.«Es gab viele Herausforderungen, bei denen man nicht auf bestehende Erfahrungen zurückgreifen konnte. Immer wieder mussten neue Lösungen gefunden werden», sagt Samuel Textor, der das Projekt als Texter gemeinsam mit Art Director Daniel Schranz bis am Schluss begleitete.
Doch neben ihnen musste noch ein Künstler her: «Wir haben keinen Reinzeichner gebraucht, sondern einen Reinkneter!» sagt Erni lachend. Diesen fand man in Gestalt des Freelancers Marco Wyss. Neben der Website und dem Film half Wyss auch mit, zusätzliche Werbebanner, wunderschöne Bildschirmhintergründe und Bildschirmschoner zu gestalten. Werbemassnahmen, die nun schon auf Software-Blogs in der ganzen Welt besprochen werden und von Microsoft in über 60 Ländern eingesetzt werden. «Es war ein schöner, grosser, intensiver Auftrag», sagt Christian Erni zum Schluss. Dann müssen alle wieder los. Neue Ideen wollen geformt werden.
Adrian Schräder
Verantwortlich bei Microsoft Schweiz: Christian Frei (Sen. Marketing Director), Urs Müller (Developer Marketing Manager). Verantwortlich bei Wunderman, Y&R Gruppe Schweiz: Christian Erni (CD), Claus Bornholt (Head of Consulting), Daniel Schranz (AD), Samuel Textor (Texter), Simon Gerber (Beratung), Isabelle Bischoff (Screen Design), Philippe Gassmann, Patrick Schwegler (Programming).

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(Bild: Geknetetes Plakat der «You shape it»-Kampagne)

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(Bilder: Ausschnitte aus dem Opener der Website www.microsoft.com/youshapeit)

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(Bild: Die kreativen Köpfe hinter der Microsoft-Kampagne: AD Daniel Schranz mit Texter Samuel Textor und Berater Simon Gerber (v. l.) von Wunderman)

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(Bild: Der Künstler bei der Arbeit: Knetmeister Marco Wyss (([email protected])) beim Kreieren der Microsoft-Logos)

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Christophe Giovannini neuer Swissinfo-Chefredaktor

Christophe Giovannini wird neuer Chefredaktor bei Swissinfo. Der 43-Jährige tritt bei der internationalen Nachrichten- und Informationsplattform der SRG die Nachfolge von Peter Schibli an, der im Oktober zum neuen Direktor gewählt worden war.

Christophe Giovannini wird neuer Chefredaktor bei Swissinfo. Der 43- Jährige tritt bei der internationalen Nachrichten- und Informationsplattform der SRG die Nachfolge von Peter Schibli an, der im Oktober zum neuen Direktor gewählt worden war. Giovannini tritt sein neues Amt am 1. Dezember 2008 an.
Wie Swissinfo am Mittwoch mitteilte, wurde Giovannini am Vortag vom Besonderen Ausschuss von Swissinfo gewählt. Giovannini leitet bei Swissinfo seit Februar 2007 das English Department. Im Sommer 2008 habe er als Tagesleiter im Newsteam redaktionsübergreifende Koordinations- und Führungserfahrung gesammelt, heisst es in einer Medienmitteilung.
Vor 2007 arbeitete er in verschiedenen Funktionen bei der Nachrichtenagentur SDA, zuletzt als Zürcher Korrespondent und mehrere Jahre als Dienstchef in der Zentrale in Bern. Zuvor hatte er an der Universität Neuenburg Philosophie und Journalismus studiert.
Vermeldet wird eine weitere personellen Änderung: Eva Herrmann wird auf den 1. März 2009 Nachrichtenchefin von Swissinfo. Sie arbeitet seit Mitte 2004 bei der SDA und ist derzeit als Korrespondentin in Brüssel tätig. Sie tritt die Nachfolge von Christian Schmid an, der Swissinfo verlässt.
Ebenfalls per 1. Dezember 2008 hat der Ausschuss Pascal Dreer zum neuen Vizedirektor gewählt. Der Leiter der Abteilung Information Technology von Swissinfo vertritt den Direktor bei dessen Abwesenheit. Dreer gehört der Swissinfo-Geschäftsleitung seit 2002 an.

Life stellt zehn Millionen Fotos ins Internet

Zehn Millionen Fotos des US-Magazins Life werden frei zugänglich ins Internet gestellt. Das gab der Medienkonzern Time am Dienstag in New York bekannt.

Zehn Millionen Fotos des US-Magazins Life werden frei zugänglich ins Internet gestellt. Das gab der Medienkonzern Time am Dienstag in New York bekannt. Sämtliche Archivbestände von Life sollen demnach für die persönliche Nutzung zugänglich sein, das Copyright bleibt jedoch bei Time.
Der Zugriff auf die zehn Millionen Fotos soll in den kommmenden Wochen sukzessive gewährleistet werden. Laut Time wurden 97 Prozent der Bilder noch nie der Öffentlichkeit präsentiert. Auch der Amateurfilm von Abraham Zapruder über die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy gehört zu dem Bestand. Zu den bekannten Fotografen, die für Life arbeiteten, gehören Alfred Eisenstaedt, Margaret Bourke-White, Gordon Parks und W. Eugene Smith.

Je grösser, desto frecher

Print ist teuer, heisst es. Leider nicht zu Unrecht. Es gibt dafür viele Gründe, auch selbstverschuldete. So muss doch nachdenklich stimmen, dass vorab Grossverlage immer höhere Preise verlangen, aber immer weniger Leistung bieten. Kommentar von Werbewoche-Mitarbeiter Markus Knöpfli.

Print ist teuer, heisst es. Leider nicht zu Unrecht. Es gibt dafür viele Gründe, auch selbstverschuldete. So muss doch nachdenklich stimmen, dass vorab Grossverlage immer höhere Preise verlangen, aber immer weniger Leistung bieten. Die aktuelle Printtarif-Runde führt dies einmal mehr vor Augen. Beispiele gefällig? Bitte. Allein seit 2005 hat der Tages-Anzeiger 80’000 Leser oder 14 Prozent seiner Reichweite verloren. Doch hat Tamedia seither auch den Tagi-Seitentarif gesenkt? Nein, der Konzern hat ihn 2006 gar um 10 Prozent erhöht. Bei Blick und NZZ ist es ähnlich: Ihre Leserschaft reduzierte sich seit 2006 um 10 beziehungsweise 16 Prozent, doch beide Verlage liessen ihre Preise unverändert – was einer versteckten Erhöhung gleichkommt.
Kleinere Verlage agieren da meist bescheidener und kundenbewusster. Sinkt ihre Reichweite, reduzieren sie oft auch den Preis. Kleine Lesergewinne geben sie als Supplement weiter. Oder sie schlagen um bloss ein halbes bis zwei Prozent auf – wegen der Teuerung.
Zu viel Zurückhaltung kann allerdings für kleine Titel rasch gefährlich werden, siehe Impartial und Express: Entsprechend ihren Reichweiten liessen sie auch ihre Tarife über mindestens sechs Jahre (!) unverändert. Nun fehlen die Reserven, einschneidende Sparmassnahmen sind angesagt. So gesehen sind die beiden das Gegenextrem zu den Frechlingen und Preistreibern unter den grossen Titeln.
Das ändert aber nichts daran, dass besonders Grossverlage ihre Tarife wieder fairer und leistungsorientierter festsetzen sollten. Dem Ruf des Mediums Print wäre dies bestimmt förderlich.

Markus Knöpfli

Werbeausgaben auch im regionalen Zeitungsmarkt rückläufig

Die Werbeausgaben in der Schweizer Tagespresse gingen im Oktober erneut zurück. Erstmals zeigt auch der regionale und lokale Markt, der bis anhin stabil geblieben war, eine negative Entwicklung.

Die Werbeausgaben in der Schweizer Tagespresse gingen im Oktober erneut zurück. Erstmals zeigt auch der regionale und lokale Markt, der bis anhin stabil geblieben war, eine negative Entwicklung. Das ist eine Ausweitung des allgemeinen Trends, der bereits seit dem Sommer anhält. Die nachlassende Wirtschaftsdynamik schlägt weiter auf den Werbemarkt durch. Der Publicitas-Index sank im Oktober dem entsprechend um 1,5 auf 92,5 Punkte.
Die kommerzielle Werbung verliere dabei «in nachhaltiger Weise» an Boden, teilte die Publicitas mit. Dies vor allem, weil in den Schlüsselbranchen wie Grossverteiler und Auto-Importeure weniger Inserate geschaltet werden. Weil dieses Jahr keine Parlamentswahlen stattfinden, seien auch die politischen Inserate zurückgegangen, schreibt die Publicitas in der Mitteilung weiter. Der Einbruch der politischen Inserate sollte jedoch mit den im November anstehenden Abstimmungen teilweise kompensiert werden können.
Wenig überraschend ist der Rückgang der Immobilieninserate. Der entsprechende Teilindex ging um 1,9 Punkte auf 71,6 Punkte zurück. Auch die Stelleninserate verlieren angesichts der merklich abkühlenden Wirtschaft weiterhin an Dynamik: Der Teilindex sank im Oktober zum zweiten Mal in Folge: Er ging deutlich um 2,4 Punkte auf 195,2 Punkte zurück.

Emotionen ohne Bewegung

TBWA hat mit Condor zusammen ein «Spass-Projekt» für das Zürcher Schauspielhaus realisiert.

Werbung für Kultur ist für viele Kreative zwar nicht die Butter aufs Brot, aber vielleicht ein bisschen das Salz in der Suppe des Alltags. Oder wo kann man sonst einem namhaften Schauspieler einfach einen Teller Spaghetti ins Gesicht schmeissen lassen – um in der Welt der Genussmittel zu bleiben – und das kreative Experiment wird dann im Kulturkino Xenix sowie in allen Arthouse-Kinos der Stadt Zürich gezeigt. «Es hat allen Beteiligten enorm Spass gemacht, diesen Spot für das Schauspielhaus gemeinsam zu erfinden und zu realisieren», freut sich CD Urs Schrepfer bei TBWA Zürich. Mit wenigen Mitteln, aber vielen Ideen musste ein Film für die Abo-Werbung der renommierten Zürcher Bühne produziert werden.
> Zum Spot
Gereift ist das Konzept aus einer Fotokampagne. Für diese war das Set bereits gebaut. Jetzt hat man darin von Ensemblemitgliedern des Schauspielhauses spontan einen Streit spielen lassen – sehr emotional, aber ohne Bewegung. «Kreativer Ungehorsam» sei das zwar gewesen, aber mit viel Potenzial, freut sich Markus Sulzer als Leiter Marketing beim Schauspielhaus. Aufgenommen wurde die Szene mit einer Highspeedkamera mit 150 Bildern pro Sekunde. Als Text dient eine wissenschaftliche Definition aus der Physik. Regie führte Patrick Senn. Executive Producer war Philipp Petersson für Condor und die Tricks sind bei Elefant postproduziert worden.
Andreas Panzeri
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Barbara Meier wechselt zur Kommunikationsagentur Klar

Barbara Meier wechselt zur Berner Kommunikationsagentur Klar. Die ehemalige Leiterin Information des Bundesamtes für Sport (Baspo) und Kommunikationschefin der Euro 08 des Bundes wird ihre neue Stelle Anfang 2009 antreten.

Barbara Meier, die ehemalige Leiterin Information des Bundesamtes für Sport (Baspo) und Kommunikationschefin der Euro 08 des Bundes, wechselt zur Berner Kommunikationsagentur Klar. Meier tritt ihre neue Stelle Anfang 2009 an. Sie werde hauptsächlich Mandate im Sportbereich betreuen, teilte Klar am Dienstag der SDA mit.

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