Einzigartiges erschaffen

Wunderman knetet für die Technical-Audience-Abteilung von Microsoft eine umfangreiche internationale Kampagne.

Eine Kugel Plastilin ist eine leblose Masse. Sie ist wie ein Fussball, der auf seinen Brasilianer wartet. Erst unter den Händen eines kreativen Menschen entsteht daraus etwas Einzigartiges. Genauso ist es mit Software: Die Produkte des weltgrössten Herstellers Microsoft werden erst durch ihre Benutzer zum Leben erweckt. Diese Aussage macht eine neue Kampagne, welche die Zürcher Agentur Wunderman für die in Zürich beheimatete Technical-Audience-Abteilung des amerikanischen Softwarehauses entwickelt hat. «You shape it» – «du formst es», lautet ihr Titel, und die Knetmasse ist dabei das grosse Symbol.
Ein Film empfängt die Besucher auf der Website Microsoft.com/youshapeit. «Your ideas transform the digital world», sagt ein Sprecher, nachdem der Betrachter von einem Cursor durch eine eben entstehende Plastilinwelt geführt worden ist. Am Ende des kurzen Introstreifens landet der Benutzer auf einem Textfeld, und kann dort gleich selber loslegen: Seine Texteingaben erscheinen in Knetschrift, der kreative Prozess hat begonnen. Angesprochen werden sollen mit diesem Webauftritt IT-Spezialisten, Entwickler und Designer – Fachleute, die mit der Software von Microsoft täglich die digitale Welt verändern.
Die Website bildet das Dach verschiedener Themenseiten, auf denen die Fachkräfte neue Produkthinweise, redaktionelle Inhalte und Informationen zu Fachveranstaltungen finden. «Microsoft ging es darum, drei wichtige Zielgruppen zusammenzufassen und ihnen zu erklären, dass sie mit ihren Tools die Welt verändern. Sie haben jeden Tag wieder ein leeres Blatt Papier oder eben eine neue Kugel Plastilin vor sich», erklärt Christian Erni, Creative Director von Wunderman. «Wir wollten eine Kampagne machen, die mit spielerischen Elementen arbeitet und Freude vermittelt.» Eine Idee, die von den 15 beteiligten Wunderman-Mitarbeiter viel Flexibilität verlangte.«Es gab viele Herausforderungen, bei denen man nicht auf bestehende Erfahrungen zurückgreifen konnte. Immer wieder mussten neue Lösungen gefunden werden», sagt Samuel Textor, der das Projekt als Texter gemeinsam mit Art Director Daniel Schranz bis am Schluss begleitete. Doch neben ihnen musste noch ein Künstler her: «Wir haben keinen Reinzeichner gebraucht, sondern einen Reinkneter!» sagt Erni lachend. Diesen fand man in Gestalt des Freelancers Marco Wyss. Neben der Website und dem Film half Wyss auch mit, zusätzliche Werbebanner, wunderschöne Bildschirmhintergründe und Bildschirmschoner zu gestalten. Werbemassnahmen, die nun schon auf Software-Blogs in der ganzen Welt besprochen werden und von Microsoft in über 60 Ländern eingesetzt werden. «Es war ein schöner, grosser, intensiver Auftrag», sagt Christian Erni zum Schluss. Dann müssen alle wieder los. Neue Ideen wollen geformt werden.

«Was wir hier an der Hardtturmstrasse machen, wird in die ganze Welt exportiert.»
Claus Bornholt, Head of Consulting bei Wunderman, über die Knet-Kampagne und die Zusammenarbeit mit einem der wichtigsten Kunden seiner Agentur.
Herr Bornholt, sie haben mit Microsoft einen sehr prominenten und spannenden Kunden. Wann hat die Zusammenarbeit begonnen?
Claus Bornholt: Das war vor vier Jahren. Microsoft hat damals sein gesamtes Marketing neu ausgerichtet.
Kann man den Kunden ein bisschen charakterisieren?
Microsoft braucht als sehr technisch orientierter Kunde viel Marketing- und Kommunikations-Knowhow. Typischerweise sind bei einem solchen Kunden oft Produktentwickler, die aus dem technischen Bereich kommen, mit viel Verantwortung ausgestattet. Diese wissen dann zwar viel über ihr Produkt, kennen sich aber in punkto Marketing nicht gross aus. Deshalb hat Microsoft vor einer Weile so genannte Audience-Marketing-Abteilungen geschaffen. Das sind dann wirklich Fachleute, welche die Bedürfnisse der Zielgruppen betrachten. Wir arbeiten für die in Zürich stationierte Technical Audience-Abteilung. Sie kümmert sich speziell um IT-Fachleute, Entwickler und Designer.
Das gibt ihnen auch die Möglichkeit weltweit tätig zu sein.
Genau, ein weiterer Punkt ist die Internationalität. Unsere Entwicklungen werden später zum Teil in über 100 Länder exportiert und auf über 50 Sprachen adaptiert. Das führt zum Teil zu lustigen Problemen: Die hebräischen Browser haben beispielsweise den Scrollbar auf der anderen Seite. Das macht einen rasend, wenn man so eine Seite testet.
Was sind weitere Knacknüsse?
Nun, Microsoft ist ein grosser amerikanischer Konzern mit vielen besonderen Regeln. Die Bestimmungen zu Political Correctness und Datensicherheit sind sehr streng.
Was bedeutet das für ihre Agentur?
Man muss sich im firmeninternen Regelwerk sehr gut auskennen. Im Jahr 2004 waren wir noch an einem anderen Punkt als heute. Heute wissen wir zum Teil besser Bescheid als unsere Kontaktpersonen bei Microsoft.
Wie hat sich diese spezielle Kampagne entwickelt?
Erste Gespräche mit Microsoft haben wir bereits im Februar geführt. Der allererste Workshop mit ihnen zusammen fand im März statt. Dort ist der Grundgedanke der Kampagne formuliert worden. Es ging schlicht darum, zu kommunizieren, dass Microsoft seiner Technical Audience mit den richtigen Programmen beiseite steht. Das war gar nicht so einfach umzusetzen. Man hängt da ein bisschen in luftleeren Raum. Schliesslich wurde folgende Ausgangsperspektive entwickelt: Ohne die Anwender ist die Software, die Microsoft macht, eigentlich nur Rohware.
Rohware, die durch Knetmasse symbolisiert wird.
Genau. Diese Idee wurde dann von unserer Kreativabteilung weiterentwickelt. Seit August sind wir nun an der Umsetzung, und seit kurzem ist die «You shape it»-Website nun auch live geschaltet. Wir hatten einen sehr ambitionierten Zeitplan, den wir dann wegen einiger technischer Probleme etwas nach hinten haben korrigieren müssen. Jetzt beschäftigen wir uns mit der Internationalisierung. Das ist schon toll, wenn der deutsche Markt auf die Schweiz zukommt und sagt: Wir brauchen was von euch.
Das Resultat ist eine Freude fürs Auge. Man bekommt richtig Lust gleich selber zur Knetmasse oder Software zu greifen. Hat die Arbeit an dem Projekt auch so viel Spass gemacht?
(schmunzelt) Der Spassfaktor war natürlich unterschiedlich. Es gibt wie bei jedem Projekt Hochs und Tiefs. Aber grundsätzlich ist das natürlich sehr, sehr spannend, wenn man ein Projekt auf so breiter Ebene gestalten kann. Es ist auch so ein bisschen seltsam: Man entwickelt sehr lange, und schlussendlich sieht man «nur» eine Website und einen kurzen Film. Im ersten Moment fragt man sich dann: Wie, ist das schon alles? Aber so langsam beginnt man die Grösse des Projekts zu spüren. Jetzt kommen auch weitere Massnahmen wie Mailings, Banners und Giveaways hinzu.
Gab es konkrete Probleme bei dieser Kampagne?
Ja, klar, die gab es. Die Haupthürden waren diesmal vor allem technischer Natur. Mit der neusten Version des Microsoft Animationsprogramms Silverlight haben wir Pionierarbeit geleistet. Das war nicht immer ganz einfach.
Wie ist das eigentlich wenn jetzt Apple anklopft und demnächst ein ganzes Universum aus Lehm bestellt?
Keine Chance. In dieser Beziehung sind wir hochloyal.
Wie wichtig ist denn der Kunde Microsoft für Wunderman?
Microsoft ist für uns ein sehr spannender und substantieller Kunde. Mit den Hauptverantwortlichen für das Projekt – Urs Müller und Christian Frei von Microsoft existiert zudem seit Jahren eine hervorragende Zusammenarbeit. Insgesamt haben bis zu 15 Mitarbeiter an dem Projekt gearbeitet. Für uns ist vor allem auch die Internationalität interessant. Was wir hier an der Hardtturmstrasse machen, wird in die ganze Welt exportiert. Kürzlich war ich am Mircosoft Hauptsitz in Seattle und habe beim Herumlaufen in den Gängen zufällig einige Poster entdeckt, die wir hier in Zürich kreiert haben. Ein schönes Gefühl.
Weiss man schon, wie die Zusammenarbeit weitergeführt wird?
Der nächste Schritt ist wie gesagt die Internationalisierung der «You shape it»-Kampagne. Da sind wir schon dran. Wir haben eine Liste von 25 Sprachen in etwa 60 Ländern. Ausserdem stellen wir eine «Communication Toolbox» mit sämtlichem Basismaterial für die Länder zusammen und betreuen den Inhalt der einzelnen Websites.
Interview: Adrian Schräder

Verantwortlich bei Microsoft Schweiz: Christian Frei (Sen. Marketing Director), Urs Müller (Developer Marketing Manager). Verantwortlich bei Wunderman, Y&R Gruppe Schweiz: Christian Erni (CD), Claus Bornholt (Head of Consulting), Daniel Schranz (AD), Samuel Textor (Texter), Simon Gerber (Beratung), Isabelle Bischoff (Screen Design), Philippe Gassmann, Patrick Schwegler (Programming).

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Verschlüsselung von Set-Top-Boxen: Kommission steuert Kompromiss an

Die Fernsehkonsumentinnen und -konsumenten sollen das Verschlüsselungsgerät im digitalen Kabelfernsehen zu angemessenen Bedingungen frei wählen können. Dafür hat sich die Fernmeldekommission (KVF) des Nationalrats ausgesprochen.

Die Fernsehkonsumentinnen und -konsumenten sollen das Verschlüsselungsgerät im digitalen Kabelfernsehen zu angemessenen Bedingungen frei wählen können. Dafür hat sich die Fernmeldekommission (KVF) des Nationalrats ausgesprochen und den Bundesrat beauftragt, dafür die gesetzliche Grundlage zu schaffen. Der Grundsatz der freien Wahl soll indessen die legitimen wirtschaftlichen Interessen der Anbieter nicht unverhältnismässig einschränken. Zudem soll der Wettbewerb zwischen den verschiedenen Technologien nicht unnötig erschwert werden. Dies betrifft etwa den Bereich IPTV.
Ständerätin Simonetta Sommaruga hatte in einer Motion verlangt, dass sämtliche freien Programme im Bereich des digitalen Fernsehens in Kabelnetzen unverschlüsselt verbreitet werden. Dies, nachdem Cablecom auch jene Kanäle verschlüsselt hatte, die sie gratis bezog. Der Ständerat hatte die Motion gutgeheissen, die Kommission versucht nun, einen Kompromissvorschlag zwischen Motion und den Interessen der Kabelnetzbetreiber zu finden, die sich gegen die Motion ausgesprochen haben. Der Nationalrat wird die Motion Sommaruga voraussichtlich im Frühling 2009. Mit Inkrafttreten des Gesetzes ist frühestens 2011 zu rechnen.

Auch News schaltet einen Gang zurück

Ein Jahr nach der Lancierung muss die Gratiszeitung News die überhöhten Erwartungen gründlich revidieren. Wie zuvor Konkurrent .ch.

Seit ihrem Start verteilt die Gratiszeitung News nach Verlagsangaben 334’000 Exemplare, davon 42’000 in Basel, 60’000 in Bern, 100’000 in Zürich und 132’000 im Mittelland. Die beteiligten Verlage Tamedia und Basler Zeitung Medien gingen davon aus, dass ihr Blatt mittelfristig zwei Leser pro Exemplar (LpE) erreichen würde, total also 668’000 Leser. Nun wurde diese Zahl nach unten korrigiert. «Aufgrund einer Leserschaftsstudie erreichte News von Mai bis Juli 283 000 Leser», sagt André Hardmeier, Leiter Werbemarkt beim Verlag News Print. Macht also rund 1,0 LpE. Darum hat News schon per 1. November seinen Haupttarif reduziert: Eine 1/1-Seite vf in der ganzen Ausgabe kostet neu 13’600 statt 22’000 Franken, eine Reduktion um 38,1 Prozent.
Auch eine konzeptionelle Optimierung steht an: Die Ausgabe Mittelland wird Anfang Dezember eingestellt, dagegen weiten die drei andern Splits ihr Gebiet aus. So wird etwa News Zürich neu bis Aarau und Baden verteilt, News Basel im nördlichen Teil des Aargaus und News Bern in Solothurn. Entsprechend wird die Auflage von News Basel auf 55’000 und jene von News Zürich auf 185’000 Exemplare erhöht, bei News Bern reicht die Auflage auch für Solothurn. Die Gesamtauflage beträgt nun 300’000 Exemplare. Neu kann das Mittelland nicht mehr separat gebucht werden, hingegen erhält man zu News Zürich auch die Exemplare in Aarau und Baden dazu – zum selben Preis wie bisher. Für News Basel und News Bern gilt dies analog. Der Grund gemäss Hardmeier: News soll näher an die drei Muttertitel Tages-Anzeiger, Berner Zeitung und Basler Zeitung gekoppelt werden, zudem will man News und das Onlineportal Newsnetz stärker verbinden. Markenpflege und Kombiangebot waren bisher ohne Muttertitel kaum möglich.
Markus Knöpfli

Gratiszeitungen erwägen Sommerpause

Aus wirtschaftlichen Gründen prüft Le Matin Bleu nächsten Sommer während der Ferienzeit eine Pause einzulegen. Auch bei .ch wird über eine Sommerpause nachgedacht.

Aus wirtschaftlichen Gründen prüft Le Matin Bleu nächsten Sommer während der Ferienzeit eine Pause einzulegen. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird die Herausgabe der Pendlerzeigung schon seit zwei Jahren eingestellt. Sehr gut möglich, dass es nun auch im Sommer eine Pause geben wird. Dies sei jedoch noch nicht definitiv entschieden, sagte Théo Bouchat, Direktor von Edipresse Schweiz, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Wegen der vielen Ferienabwesenheiten und ökologischer Überlegungen mache es wenig Sinn, die Boxen mit Zeitungen zu überschwemmen, die niemand lese. Bouchat betonte jedoch, dass eine allfällige Pause nicht ein erster Schritt zur vollständigen Einstellung des Titels wäre.
Auch in der Deutschschweiz wird über eine Sommerpause nachgedacht. Die Sommermonate seien anzeigenmässig immer schwierig, sagte Caroline Thoma, Geschäftsführerin von .ch. Eine Pause sie darum unter Umständen eine Option. Bis Ende Jahr soll entschieden werden, ob auch die .ch-Redaktion eine Pause einlegt.
Dabei leiden die Gratiszeitungen weniger unter dem Sommerloch als die abonnierte Presse, weil sie weniger Stelleninserate haben, wie Publicitas-Mitarbeiter Georges von Csernatony auf Anfrage der SDA erklärte. Dafür dürfte sie eine Abschwächung der Konjunktur härter treffen, weil sie vollständig von Werbung abhängig sind.
Kein Thema ist ein Unterbruch beim 20-Minuten- und News-Mutterhaus Tamedia,. Der Sommer hinterlasse zwar bei Anzeigen und Leserzahlen seine Spuren, sagte Tamedia- Sprecher Christoph Zimmer. Der Rückgang sei aber zu wenig markant, als dass sich eine Einstellung der Ausgabe rechtfertigen würde. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern mache die Schweiz nicht «en bloc» Ferien, sagte Zimmer. Anders in Luxemburg: Der dortige Tamedia-Titel L’Essentiel, ebenfalls ein Gratisblatt, erscheint während den Sommerferien nicht.

Ringier: 2008 mit mindestens 10 Prozent Mehrumsatz

Ringiers Umsatz auf Gruppenebene wird 2008 um 10 bis 15 Prozent über dem Vorjahr liegen, das Ergebnis werde dagegen tiefer ausfallen als 2007. Ausserdem sei man beim Zürcher Medienkonzern nach wie vor zuversichtlich, dass es für Radio Energy noch eine Rettung gibt. Dies sagte Ringier-CEO Martin Werfeli am Mittwoch am traditionellen Herbstmediengespräch.

Ringiers Umsatz auf Gruppenebene wird 2008 um 10 bis 15 Prozent über dem Vorjahr liegen, das Ergebnis werde dagegen tiefer ausfallen als 2007. Ausserdem sei man beim Zürcher Medienkonzern nach wie vor zuversichtlich, dass es für Radio Energy noch eine Rettung gibt. Dies sagte Ringier-CEO Martin Werfeli am Mittwoch am traditionellen Herbstmediengespräch.
Für das Verlagsgeschäft in der Schweiz rechnet Werfeli immerhin mit einem Umsatzplus von rund 5 Prozent. Dies, obwohl der verkaufte Bereich TV-Zeitschriften nun nicht mehr in der Rechnung enthalten ist. Allerdings werde auch in der Schweiz der Gewinn rückläufig sein, sagte der CEO, der sich übrigens vehement dagegen verwahrte, dass Ringier ein Sparprogramm bevorstehe. Beim 50-Millionen-Sparvorhaben, das kürzlich publik geworden ist, handle es sich um ein «Kosteneffizienzprogramm», das im gesamten Unternehmen, in allen Ländern und auch in der Schweizer Zentrale alle Abläufe auf ihre Zweckmässigkeit überprüfe. «Zum heutigen Zeitpunkt ist aber noch nicht entschieden, ob und wie viele Stellen abgebaut werden», sagte Werfeli, der versprach, diesbezüglich sehr «zurückhaltend» zu sein.
Allerdings machten weder er noch Verleger Michael Ringier ein Hehl daraus, dass sie mit schwierigen Zeiten und Umsatzrückgängen von mindestens 15 Prozent rechnen. Da sie aber beiden davon ausgehen, dass der Werbeumsatz im Onlinebereich auch in Zukunft wachsen und gar die Verluste im Printbereich ausgleichen werde, zeigten sie sich recht zuversichtlich. So werde etwa die Firma Media Swiss Group, die die Onlinemarktplätze von Scout24 betreibt und an der Ringier mehrheitlich beteiligt ist, demnächst nach Serbien expandieren.
In punkto Radio Energy Zürich, das bei der Konzessionsverteilung des Uvek leer ausging, ist man bei Ringier nach wie vor voller Hoffnung. Die eigenen Anwälte hätten «einiges gefunden, was am Uvek-Entscheid anfechtbar sei», sagte Werfeli, ohne Details preiszugeben. Für Ringier steht einiges auf dem Spiel, hat doch der Konzern den Sender vor eineinhalb Jahren für gegen 12 Millionen Franken von der Goldbach Media abgekauft.
Kein Kannibalisierungseffekt
Erfreulicher läuft hingegen das Experiment mit Ringiers Gratisabendblatt, das als Heute lanciert und kurz vor der Euro 08 in Blick am Abend umbenannt worden war. «Derzeit setzen wir täglich 270’000 Exemplare ab, und die Zahl der Pick-ups nimmt laufend zu», sagte Marc Walder, Chef von Ringier Schweiz. Die Marke Blick werde somit auch von einem jungen, urbanen Publikum akzeptiert, und zwar ohne Kannibalisierungseffekt beim abonnierten Blick.
Dessen Abozahl sei leicht steigend (wohl dank der eingeführten Frühzustellung) und der Einzelverkauf stabil. «Mit Blick und Blick am Abend erreichen wir nun zwei Zielpublika, die sich kaum überschneiden. Es ist für uns wichtig, dass wir die Marke Blick bei einem neuen Publikum etablieren konnten», sagte Walder. Selbst jene Personen, die beide Titel nutzten, würden das Gratisblatt nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung betrachten. Wegen dieses Erfolgs und auch weil die Marke Blick sprachregional sei, prüfe man nun mit Blick am Abend eine Expansion in den Kanton Zug und nach Luzern sowie in die Ostschweiz.
Blick am Abend ist übrigens auch im Werbemarkt ein Erfolg. Man liege massiv über Vorjahr und auch über Budget, sagte Walder. Rentabel sei das Blatt aber noch nicht.
Markus Knöpfli

Fast schon eine Nullrunde

Die Zeitungen waren einer echten tariflichen Nullrunde wohl noch nie so nah wie jetzt, die Zeitschriften hingegen werden zum Teil massiv teurer.

Aus Sicht der Inserenten fällt die Tarifrunde per 2009 positiver aus als auch schon, zumindest bei den Zeitungen. So sind es diesmal nur gerade zwei Ringier-Titel – Blick und SonntagsBlick –, die eine Nullrunde suggerieren, tatsächlich aber massiv teurer werden, weil sich ihre Reichweite gegenüber dem Vorjahr signifikant verschlechtert hat (-5,7 Prozent und -10,3 Prozent). Edipresse dagegen handelt geradezu vorbildlich: Le Matin semaine und Tribune de Genève, die mit je -10,7 Prozent ebenfalls signifikant Leser verloren haben, reduzieren auch ihre Tarife um gut 10 Prozent.
Sehr kundenfreundlich zeigt sich ferner die HandelsZeitung von Axel Springer Schweiz: Obwohl sie dank Cash-Abonnentenstamm 14,6 Prozent mehr Reichweite ausweist, verlangt sie 2009 nicht mehr als dieses Jahr, was den Tausendleserpreis (TLP) deutlich vergünstigt. Ähnliches ist auch bei Terre et Nature festzustellen: Dieser Edipresse-Titel erhöht zwar seinen Tarif um zwei Prozent, doch das steht in keinem Verhältnis zur Reichweitensteigerung von 22 Prozent.
Natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder Titel, die trotz tendenziell sinkender Reichweite ihren Tarif anheben, so das Zofinger Tagblatt, die Südostschweiz, die Schaffhauser Nachrichten oder das Oltner Tagblatt. In den meis¬ten Fällen tun sie dies aber moderat, zudem halten sie in etwa mit jenen Titeln die Waage, die leicht Leser zulegten, ihren Preis aber lassen wie bisher (Zürcher LandZeitung, L’Impartial, L’Express, La Liberté).
Etwas seltsame Tarifrunde
Bei den Gratiszeitungen steht eine etwas merkwürdige Tarifrunde an: News hat seinen Tarif schon Anfang November um 38 Prozent gesenkt – weil dort «Optimierungen» anstehen, wie es seitens von Tamedia heisst (siehe S. 23). Happige 68 Prozent weniger kostet eine .ch-Seite, dies schon seit Mitte Oktober, womit man der neuen Verteilung in Boxen statt an die Haushalte Rechnung trägt. Demgegenüber erhöhen 20 Minuten, 20 minutes und Matin Bleu ihre Tarife um 6,7 bis 56 Prozent, was etwa den Reichweitengewinnen dieser Titel entspricht. Analog den Leserzahlen dürfte 20 minutes sogar um 70 Prozent erhöhen, doch weil sein TLP ohnehin etwas höher liegt als beim Matin Bleu, zieht man es bei Tamedia offenbar vor, das Fuder nicht zu überladen.
Etwas unverfroren mutet der 10-prozentige Preisaufschlag beim Tagblatt der Stadt Zürich an, das ja leicht Leser verloren hat. Und geradezu frech erscheint die Tariferhöhung um 9,2 Prozent bei Cash. Denn Ringier konnte bisher nie wirklich glaubhaft machen, dass Cash die behaupteten 140’000 Print- und Livepaper-Nutzer auch tatsächlich erreicht. Im Gegenteil: Cash, dem Ringier lange 127’000 Printleser zugeschrieben hat, wies in der Mach Basic 2008-2 bloss deren 85 000 aus, also signifikante 33 Prozent weniger. Da rechtfer-tigt sich keine Tariferhöhung.
Bei den Zeitschriften löst die diesjährige Tarifrunde ebenfalls Kopfschütteln aus, denn NZZ Folio, K-Tipp, Beobachter, Bolero, Glückspost, Gesundheitstipp, Migros-Magazin, CoopZeitung, Avant Première und TVtäglich, die alle signifikant Leser verloren haben, belassen ihre Inseratenpreise auf heutigem Niveau und erhöhen so den TLP deutlich. Nur die TV-Zeitschriften von Axel Spinger Schweiz senken ihren Tarif, übrigens schon per 1. Oktober, was die Werbewoche bereits vermeldete (siehe WW 34/08). Ein weiterer Lichtblick: Tout Compte fait, das trotz Reichweitensteigerung um 23 Prozent den Preis ebenfalls unverändert lässt.
Markus Knöpfli

Einige Grosse fehlen
Noch haben nicht alle Verlage ihre Tarife publiziert. So fehlten bis Redaktionsschluss die neuen Preise der Basler Zeitung, des Baslerstabs, der Finanz und Wirtschaft, ebenso jene von Il caffè und Berner Bär.
Hingegen lassen sich die Zeitungen, die noch nicht auf das vor vier Jahren eingeführte Tarifsystem mit integriertem Farbmillimeter-Tarif und Fixformaten umgestellt haben, an einer Hand abzählen. Zu ihnen gehören unter anderen die WochenZeitung und die Solothurner Zeitung – primär aus drucktechnischen Gründen. (mk)

Aufgefallen…

Der Scheufelen-Wandkalender hat bereits in der Vergangenheit zahlreiche Designpreise erhalten- Für das Jahr 2009 setzt die Papierfabrik Scheufelen in Lenningen auf 12 Unikate aus dem Themenkreis Feuer, Wasser, Erde, Luft und Liebe. Ungewöhnlich ist dabei die Entstehungsgeschichte. Ebenfalls aufgefallen ist eine Printkampagne von TBWA Zürich. Die Plakate sollen darauf aufmerksam machen, dass McDonald`s seine Verantwortung im Bereich der Nahrungsmittelproduktion wahrnimmt und dabei konsumentengerecht vorgeht.

Der goldene Star aus Basel
Das Läckerli-Huus mit seinen süssen Spezialitäten glänzt rechtzeitig zu Weihnachten mit einem erneuerten Erscheinungsbild: Contexta hat für das Traditionsunternehmen einen umfassenden Kommunikationsauftritt mit zwei TV-Spots und diversen Printanwendungen entwickelt. Die Marke Läckerli-Huus wird damit modernisiert, revitalisiert und klar als Premium-Label positioniert. Dazu passen auch die beiden neuen TV-Spots mit der Botschaft: Nur das Original-Läckerli versüsst einem das Leben und bringt besondere Momente des Genusses. In einer hochwertigen Ästhetik in Schwarz-Weiss stechen die goldbraunen Läckerli als wahre Stars des jeweiligen Anlasses heraus. Als CD wirkte Bene Abegglen in diesen Filmen von Ernst Wirz.
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Gutes aus der Schweiz
McDonald`s ist «schweizerischer als man denkt» und setzt in der Gastronomie voll auf Schweizer Produkte. Dazu arbeitet das Unternehmen mit Gütesiegel wie Suisse Garantie und IP-Suisse zusammen. Um dies zu kommunizieren, hat TBWA Zürich um ihren CD Urs Schrepfer und AD Martin Friedlin eine Printkampagne mit vier Sujets entwickelt. Die Plakate sollen darauf aufmerksam machen, dass McDonald`s seine Verantwortung im Bereich der Nahrungsmittelproduktion wahrnimmt und dabei konsumentengerecht vorgeht.
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Wundersame Rettung für ein Kultobjekt
Es geschieht nicht oft, dass ein ursprünglich als Werbemittel geplantes Druckwerk zum Kultobjekt wird. Bereits in der Vergangenheit hat der Scheufelen-Wandkalender weltweit zahlreiche Designpreise erhalten und damit die Anerkennung der grafischen Branche errungen. Für das Jahr 2009 setzt die Papierfabrik Scheufelen in Lenningen auf 12 Unikate aus dem Themenkreis Feuer, Wasser, Erde, Luft und Liebe. Ungewöhnlich ist dabei die Entstehungsgeschichte. Durch die Insolvenz der Papierfabrik im Juli 2008 wurde der Kalender in Frage gestellt. Mit grossem Engagement der langjährigen Partner konnte das Projekt trotzdem realisiert werden. Dazu gehören Strichpunkt, die grafischen Betriebe Eberl und Hermann Schmidt.
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Der neue SoZ-Auftritt wird «s Zäni»

Am 23. November erscheint die SonntagsZeitung mit neuem Zeitungskopf und einheitlichem Layout für die Extras.

Werden die Leser der SonntagsZeitung am nächsten Sonntag merken, dass sich ihr Blatt verändert hat? Vermutlich nicht alle. Zwar sind die Neuerungen an sich unübersehbar, dennoch stechen sie nicht ins Auge. Doch das ist den SoZ-Machern recht. «Das Redesign muss nicht auffallen, sondern soll in erster Linie die Leserführung verbessern», sagt Chefredaktor Andreas Durisch. Zudem soll es etwas Frische und neue Dynamik ins Blatt bringen.
Der Zeitungskopf weist die markanteste Änderung auf. Dies obwohl er nicht wirklich neu ist: Der Schriftzug ist derselbe wie bisher und erscheint auch wieder als weisse Schrift in einem breiten blauen Farbfeld. Ja, wieder, denn mit dem Zeitungstitel in Negativschrift besinnt sich die SoZ auf ihre Anfangszeit zurück – in ihren ersten Jahren hatte sie ein ähnliches Erscheinungsbild. Dennoch wirkt das neue Logo keineswegs nostalgisch, weil die Schrift geschwungener ist als damals und auch das Blau heute ein anderes ist. Das Balkenkonzept auf der Front kommt auf den Bundauftaktseiten ebenfalls zum Zug, dort natürlich in den entsprechenden Farben. «Dadurch erhalten diese Seiten einen kraftvolleren Ausdruck und helfen der Orientierung», meint Durisch.
Auch die Spaltigkeit ändert sich: Bisher enthielten die Seiten je fünf, neu nun sechs Spalten. Das macht künftig mehr gestalterische Abwechslung möglich. Newsspalten zum Beispiel laufen nun über zwei Spalten. Das macht sie nicht nur luftiger, sie heben sich auch besser von den Artikeln ab. Zudem lassen sie sich mit Fotos anreichern. «Wir machen die Kurzstoffe für alle jene attraktiver, die die Zeitung nur rasch durchblättern», sagt Durisch. Das Erstaunliche: Obwohl kaum zwei Seiten gleich aufgemacht sind, wirkt das Blatt doch übersichtlich und aufgeräumt.
Natürlich ändern noch weitere Dinge: So sind Untertitel nicht mehr kursiv gehalten. Und die Medizin-Seite im Wissen-Bund heisst nun Gesundheit – und kommt inhaltlich auch weniger akademisch daher. Im Wesentlichen aber bleibt sich die SoZ, die vom Hamburger Zeitungsdesigner Dirk Linke sowie vom SoZ-eigenen Art Director Andrea Müller sanft umgestaltet worden war, treu: Sie hält weiterhin an neun Bünden und an deren Reihenfolge fest und sie behält Titel- und Grundschriften bei, ebenso Farben und Ressortnamen. Dennoch werden die Leser ab und zu eine weitere markante Änderung zu Gesicht bekommen: die saisonalen Specials. Wie bisher werden diese im Zeitungsformat und seltener auch mal als Magazin der SoZ beigelegt, so oder so erhalten sie aber alle einen einheitlichen, wiedererkennbaren Auftritt: eine grosse 10 mit Punkt auf der Aufschlagseite. Diese steht für den zehnten Bund, auf Schweizerdeutsch «s Zäni» genannt, was « gute Qualität» meint. Neben der 10 steht dann der Titel des Specials: Shopping, Beruf & Karriere, Geld, Immobilien, Golf oder Garten. Ziel sei es gewesen, aus dem «Gemischtwarenladen der regelmässigen Supplements eine klare Produktlinie zu machen», sagt SoZ-Verlagsleiter Diego Quintarelli. «Dank dem einheitlichen Brand ist es möglich, jederzeit einen weiteren Extrabund zu lancieren, ohne dass man ein Layout erfinden muss.» So wie dies anlässlich des Bond-Extras nötig war.
Markus Knöpfli
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Zur Sache: Berner Schönwetter-Modell

Wie steht es denn um das Berner Modell? Im Interview mit der Werbewoche meinte Polo Stäheli, damaliges Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia und zuständig für den Bereich Medien Espace Bern, im Januar dieses Jahres: «Zur Aussage, es werde so lange aufrechterhalten, wie es sich am Markt bewährt, stehe ich nach wie vor.

Wie steht es denn um das Berner Modell? Im Interview mit der Werbewoche meinte Polo Stäheli, damaliges Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia und zuständig für den Bereich Medien Espace Bern, im Januar dieses Jahres: «Zur Aussage, es werde so lange aufrechterhalten, wie es sich am Markt bewährt, stehe ich nach wie vor. Dass wir aber andere Medien zugunsten eines einzigen im Sinne von Subventionen belasten würden, steht ausser Diskussion. Die Nachhaltigkeit des Berner Modells wird sich im nächsten Konjunkturabschwung zeigen.»
Auch Tamedia-VR-Präsident Pietro Suppino und Espace-VR-Präsident Charles von Graffenried gaben sich bei der Übernahme von Espace Media optimistisch. Sie meinten, der Bund werde weiterhin bestehen, solange er schwarze Zahlen schreibe und eine eigenständige publizistische Stimme darstelle. Das sogenannte Berner Modell stützte sich stets darauf, dass sich die Berner Zeitung (BZ) und der Bund deutlich unterscheiden. Die BZ gilt als Lokalzeitung, während sich der Bund als Qualitätsblatt mit Hintergrundinformationen positionieren will.
Der Konjunkturabschwung ist da, eine Medienkrise scheint sich abzuzeichnen und somit werden auch die Diskussionen um das Berner Modell wieder aktuell. Gemäss einem Artikel im Sonntag mehren sich die Anzeichen, dass Tamedia das bestehende Berner Modell so nicht weiterführen will. Scheinbar denkt man an der Zürcher Werdstrasse darüber nach, wie es weitergehen soll. Unternehmenssprecher Christoph Zimmer zum Sonntag: «Eine Projektgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern aller Redaktionen und Verlage ist seit Juni an der Arbeit. Die Projektgruppe analysiert publizistische Konzepte sowie Kosten- und Erlösstrukturen. Eine offene und konstruktive Diskussion kann nur in einem vertraulichen Rahmen entstehen. Wir informieren deshalb nicht laufend öffentlich über die Inhalte des Projektes. Wir werden aber in den nächsten Monaten über einen Zwischenstand informieren.»
Die weitere Existenz des 160 Jahre alten Bunds scheint also wieder einmal akut gefährdet zu sein. Das Berner Modell war ein reines Schönwetter-Modell. Das wussten zwar alle, aber niemand wollte dies so richtig wahrhaben. Die Gewinne waren nicht berauschend, aber sie waren da. Man schrieb schwarze Zahlen.
Heute ist alles anders. Die Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung im nächsten Jahr sind durchzogen bis schlecht (je nach Auguren). Sparen ist angesagt, was liegt da näher, als auf eine zweite Tageszeitung in Bern zu verzichten? Betriebswirtschaftlich ist das zwar verständlich, aber es ist bedauerlich für die Medienvielfalt.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Neue Webseite für Publisuisse

Publisuisse hat einen neuen Netzauftritt. Die inhaltlich und gestalterisch neu konzipierte Webseite bietet Werbeprofis in deutscher, italienischer und französischer Sprache weitere Gadgets und soll die tägliche Arbeit mit Publisuisse erleichtern.

Publisuisse hat einen neuen Netzauftritt. Die inhaltlich und gestalterisch neu konzipierte Webseite bietet Werbeprofis in deutscher, italienischer und französischer Sprache weitere Gadgets und erleichtert die tägliche Arbeit mit Publisuisse, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der gesamte Inhalt ist in die fünf Bereiche Angebot, Research, Publikationen, Service und Publisuisse gegliedert. Die grafische Gestaltung mit hohem Bildanteil und bessere Leserführung soll das Suchen und Finden erleichtern.
Publisuisse verfügt über eine Spotdatenbank mit über 75’000 TV-Spots, die seit 1992 in den TV-Programmen der SRG SSR idée suisse ausgestrahlt wurden. Die Werbefilme können direkt am Bildschirm betrachtet und in den kostenpflichtigen Angeboten für Profis als Datei gespeichert werden.

Design im Blickfang

An diesem Wochenende gibt es im Kongresshaus die Ausstellung Blickfang, eine Woche darauf die Designmeile.

Design wird in erster Linie in der Mode und bei Möbeln, in der Architektur oder der Automobilindustrie wahrgenommen. Dass aber Alltagsgegenstände wie ein Bergsteigerhelm, ein Taschenmesser oder eine Velolampe ebenso designt werden, ist weniger in unserem Bewusstsein. Aufklärung schafft nun bereits zum achten Mal der Fachevent Designmeile. Welche Ideen stecken hinter einem Design? Was gilt es beim Gestalten zu beachten? Für die Hersteller ist es längst eine Binsenwahrheit, dass sich Produkte nur noch schwerlich über rein qualitative Merkmale verkaufen lassen. Gefragt sind Design und Ästhetik im Einklang mit Funktionalität.
In neun beteiligten Zürcher Studios und Ateliers können am Samstag, 29. November, von 13 bis 19 Uhr Interessierte direkt mit Designern, ihren Materialien und ihrer Arbeitswelt in Berührung kommen. Im persönlichen Rahmen bieten Industrie-, Produkt- und Kommunikationsgestalter Einblick in ihre komplexe Prozesse. Sie zeigen, welche Schritte einem fertigen Produkt vorausgegangen sind, und erlauben es, ihnen bei ihrer Arbeit mit Formen, Farben und Funktionen über die Schulter zu blicken. An der Designmeile beteiligen sich Brands and Minds, Christophe Marchand Design, Formpol, Greutmann Bolzern Designstudio, Nose Design Intelligence, Produkt Design Zürich, Stauffacher Benz, Swiss Design Association und Tribecraft.
Die VBZ bringen am Samstagnachmittag die Besucher von einem Büro zum anderen. Ein Plan mit den einzelnen Shops und weitere Informationen gibt es unter www.designmeile.ch.
Die Designmeile ist von den Veranstaltern der Designmesse Blickfang im Jahre 2001 ins Leben gerufen worden. Blickfang startete in Stuttgart und wird von dort aus heute auch in Wien und Tokio organisiert. In Zürich geht die Messe von kommendem Freitag bis Sonntag im Kongresshaus über die Bühne. Gezeigt werden «innovatives Design, ausgefallene Formen und ungewöhnliche Ideen». Anders als bei normalen Warenmessen sind an der Blickfang die meisten Designer selber vor Ort und suchen so den Kontakt mit dem Publikum. In einer Sonderschau präsentieren sich in diesem Jahr an der Blickfang-Modeschau die Designer aus der Westschweiz unter dem Titel «Espace Romandie». In einem «Lissabon Corner» sind Gastdesigner aus Portugal zu treffen. Der Blickfang gilt als die grösste Designmesse in unserem Raum, die sowohl für das Fachpublikum wie für die Öffentlichkeit konzipiert ist.
Andreas Panzeri
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Tisch von Christophe Marchand Design.
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Sessel, Team by Wellis, Design von Formpol.
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Rauinstallation von Greutmann Bolzern Designstudio.
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Nose Design Intelligence für Stadlerrail und Norwegen.

Pinx gewinnt Etat von Zamba

Die Zolliker Werbeagentur Pinx hat einen neuen Kunden im Portfolio: Das Unternehmen Zamba, welches seine Aktivitäten bis anhin auf die Produktion von frischen Säften und Tees und auf den Auf- und Ausbau des Verkäufer- und Verteilnetzes konzentriert hatte. Jetzt sollen die Konsumentinnen und Konsumenten angesprochen und gleichzeitig Produktneuheiten kommuniziert werden.

Die Zolliker Werbeagentur Pinx hat einen neuen Kunden im Portfolio: Das Unternehmen Zamba, welches seine Aktivitäten bis anhin auf die Produktion von frischen Säften und Tees und auf den Auf- und Ausbau des Verkäufer- und Verteilnetzes konzentriert hatte. Jetzt sollen die Konsumentinnen und Konsumenten angesprochen und gleichzeitig Produktneuheiten kommuniziert werden.
Im Rahmen einer Agentur-Evaluation erhielt die Werbeagentur Pinx den Zuschlag für künftige offline und online Kommunikations-Massnahmen. Die Zusammenarbeit ist bereits angelaufen. Nach einer Winteraktion sollen Strategie und grundlegende Bildwelt für die Konsumentenwerbung von Zamba entwickelt werden.
Erste Resultate sind für Frühjahr 2009 geplant.
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